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MBA

KOLUMNE von Jan Bohlken in der Rheinischen Post in der Rubrik „Beruf und Karriere“ am 12. November 2007.

Viele Top-Manager legten mit einem Master of Business Administration, dem MBA, den Grundstein ihrer Karriere. Für sie ist klar: Ohne den Abschluss hätten sie es nicht so weit gebracht. Dabei darf aber nicht vergessen werden: Der MBA ist zwar ein probates Mittel für den Aufstieg in höhere Managementetagen, aber kein Garant dafür. Nicht in allen Unternehmen oder Branchen wird Wert auf einen MBA-Titel gelegt. Zudem unterscheiden sich die verschiedenen MBA-Abschlüsse in der Qualität zum Teil dramatisch voneinander.

Sinnvoll ist der MBA vor allem für Absolventen, die über ihre eigenen Fachbereiche hinaus generelle Einblicke in die Unternehmensführung erhalten wollen, um sich so für Führungsaufgaben zu empfehlen. Die Ausbildung bereitet auf Managementaufgaben vor, nicht auf eine Expertenlaufbahn. Ohne Ambitionen auf einen Führungsposten in einer der oberen Ebenen ist ein MBA-Titel verzichtbar.

Wer für sich entscheidet, dass ein – übrigens in der Regel mindestens 12.000 Euro teurer – MBA Sinn macht, sollte bei der Auswahl einige Aspekte beachten. Internationalität ist Pflicht, ebenso die ausreichende Qualifikation des Lehrpersonals. Das sollte sich aus Professoren renommierter Universitäten und mit internationaler Erfahrung zusammensetzen. Auch ein funktionierendes Ehemaligennetzwerk gilt als Zeichen von Professionalität. Der MBA sollte von Equis oder AACSB akkreditiert sein, die deutsche Fibaa-Akkreditierung garantiert immerhin Mindeststandards.
Sind die nicht gegeben, könnte sich der MBA schnell als Fehlinvestition erweisen.

- Jan Bohlken, Inhaber des Profiling Instituts Düsseldorf -
14.12.2007 09:30 Alter: 4 Jahre