Du interessierst dich für Biologie, Chemie, Physik, Mathematik oder Umwelt und möchtest wissen, welcher naturwissenschaftliche Studiengang wirklich zu dir passt? Hier bekommst du eine strukturierte Orientierung im Studienfeld Naturwissenschaften.
Diese Unterseite ist Teil von Studiengänge & Studienfelder und ergänzt Inhalte zur Studienwahl, zur Hochschulwahl, zum dualen Studium, zu Studium ohne NC und zu typischen Fehlern bei der Studienwahl. Wenn du noch ganz am Anfang stehst, helfen „Was soll ich studieren?“ und der kostenlose Studienwahltest.
Warum Naturwissenschaften studieren – und was das wirklich bedeutet
Naturwissenschaftliche Studiengänge ziehen Menschen an, die die Welt verstehen wollen: vom kleinsten Teilchen bis zum Klimasystem, von chemischen Reaktionen bis zu biologischen Systemen. Gleichzeitig sind Naturwissenschaften anspruchsvoll: Sie verlangen abstraktes Denken, Durchhaltevermögen, Mathematik und oft viel Laborarbeit.
Viele entscheiden sich für Biologie, Chemie oder Physik, weil ein Schulfach „ganz gut lief“. Im Studium verändern sich aber sowohl Tiefe als auch Tempo deutlich. Diese Seite hilft dir, das Feld Naturwissenschaften realistisch und strukturiert zu betrachten – damit du nicht nur einem Lieblingsfach aus der Schule folgst, sondern bewusst entscheidest, welches Studienfach zu dir passt.
Wenn du noch unsicher bist, ob Naturwissenschaften überhaupt das richtige übergeordnete Feld für dich sind, lohnt ein Blick auf „Was soll ich studieren?“, den Studienwahltest und ggf. auch den Vergleich mit Technik & Informatik oder Gesundheit & Medizin.
Überblick: Wichtige Studiengänge in den Naturwissenschaften
Statt eine vollständige Liste aller naturwissenschaftlichen Studiengänge aufzuführen, erhältst du hier eine Orientierung nach typischen Fachrichtungen. Konkrete Studiengangsnamen können je nach Hochschule variieren.
Biologie und Life Sciences
Biologie beschäftigt sich mit Lebewesen und Lebensprozessen – von der Molekülbiologie bis zur Ökologie. Unter dem Dach der Life Sciences findest du spezialisierte Studiengänge wie Molekulare Biowissenschaften, Biotechnologie oder Mikrobiologie.
- starker Laborbezug, viele Praktika und Versuche
- Inhalte von Genetik und Zellbiologie bis zu Ökologie und Evolution
- häufig eng verknüpft mit Gesundheit & Medizin (z. B. in der Forschung)
Chemie und verwandte Fächer
Chemie untersucht Aufbau, Eigenschaften und Umwandlung von Stoffen. Daneben gibt es spezialisierte Fächer wie Biochemie, Lebensmittelchemie, Technische Chemie oder Materialwissenschaften.
- viel Laborarbeit, Umgang mit Chemikalien und Messgeräten
- Verknüpfung von Theorie, Modellbildung und Experiment
- enge Schnittstellen zu Medizin, Umweltwissenschaften und Technik
Physik und Astronomie
Physik beschreibt grundlegende Naturgesetze von der Quantenwelt bis zum Universum. Studiengänge wie Physik, Angewandte Physik oder Astronomie/Astrophysik sind stark mathematisch geprägt.
- hoher Matheanteil, abstrakte Modelle und formale Herleitungen
- Anwendungen in Technik, Medizintechnik, Optik, Energietechnik und mehr
- spannend, wenn dich grundlegende Fragestellungen und Modellbildung faszinieren
Mathematik und Statistik
Mathematik ist eine der Grundlagen vieler Naturwissenschaften – und gleichzeitig ein eigenes Studienfach. Daneben gibt es Studiengänge wie Wirtschaftsmathematik, Technomathematik oder Statistik/Data Science.
- Arbeit mit abstrakten Strukturen, Beweisen und Modellen
- breite Einsatzfelder, z. B. in Data Science, Finanzbranche, Versicherungen, IT
- stark vernetzt mit Technik & Informatik
Geowissenschaften, Umwelt- und Erdsystemwissenschaften
Studiengänge wie Geowissenschaften, Geologie, Geografie/Physische Geografie, Umweltwissenschaften oder Klimawissenschaften widmen sich Erde, Umwelt und Klima.
- Kombination aus Feldarbeit, Labor und Modellierung
- Fokus auf Ressourcen, Naturgefahren, Umwelt- und Klimaschutz
- spannend für alle, die naturwissenschaftlich arbeiten und globale Herausforderungen mitdenken wollen
Interdisziplinäre Naturwissenschaften
Es gibt zahlreiche interdisziplinäre Studiengänge an der Schnittstelle von Naturwissenschaften, Technik und Medizin, zum Beispiel Biochemie, Biophysik, Bioinformatik, Materialwissenschaften oder Umweltingenieurwissenschaften.
- Verknüpfung mehrerer Fächer in einem Studienprogramm
- besonders interessant, wenn du dich nicht auf ein einziges Fach festlegen möchtest
- oft Schnittstellen zu Technik & Informatik und Gesundheit & Medizin
Studienformen: Uni, FH, dual oder privat in den Naturwissenschaften
Naturwissenschaftliche Studiengänge werden überwiegend an Universitäten und Fachhochschulen/HAW angeboten, teils auch als duale Studiengänge oder an privaten Hochschulen. Welche Form zu dir passt, ist ein wichtiger Baustein deiner Studienwahl.
- Universität: starker Fokus auf Theorie, Grundlagen und Forschung, oft mit Master- und Promotionsperspektive.
- FH/HAW: praxisorientierter, häufig mit Anwendungsprojekten, enger Anbindung an Unternehmen und Labore.
- Duales Studium: insbesondere in anwendungsnahen naturwissenschaftlichen Bereichen (z. B. Chemie, Umwelttechnik); intensive Praxis plus Vergütung – siehe duales Studium.
- Private Hochschulen: teilweise spezialisierte naturwissenschaftliche Programme, Studiengebühren und oft kleinere Gruppen – Qualität und Finanzierung genau prüfen.
Eine systematische Einordnung der Hochschullandschaft findest du in Hochschullandschaft in Deutschland. Wie du sinnvoll zwischen Hochschultypen abwägst, erklärt die Seite Hochschulwahl.
Typische Anforderungen im naturwissenschaftlichen Studium
Naturwissenschaften sind spannend – aber kein Selbstläufer. Typische Anforderungen sind:
- Mathematische Kompetenz: Formeln, Modelle, Auswertungen – je nach Fach unterschiedlich stark, aber immer vorhanden.
- Abstraktes Denken: Arbeit mit Modellen, Theorien und Vereinfachungen der Realität.
- Experimentelle Arbeit: insbesondere in Biologie, Chemie, Geowissenschaften – Labor- und Feldarbeit mit Protokollen und Auswertungen.
- Durchhaltevermögen: hohe Stoffdichte, anspruchsvolle Klausuren, oft längere Versuchsreihen.
- Teamarbeit: Versuchsgruppen, Laborpartner:innen, Projektarbeiten.
Wenn du in mehreren dieser Punkte große Zweifel hast, solltest du sorgfältig prüfen, ob ein naturwissenschaftliches Studium das Richtige für dich ist – zum Beispiel mit Hilfe des Studienwahltests, der Tipps zur Studienwahl und einer Studienberatung.
Überschneidungen mit Technik, Medizin und Lehramt
Naturwissenschaften stehen selten allein. Viele Studiengänge liegen an Schnittstellen zu anderen Feldern:
- Technik & Informatik: etwa in Physik, Materialwissenschaften, Umwelttechnik, Bioinformatik – siehe Technik & Informatik.
- Gesundheit & Medizin: in Biochemie, Biomedizin, Life Sciences, Pharmazie – siehe Gesundheit & Medizin.
- Lehramt: naturwissenschaftliche Fächer als Unterrichtsfächer (z. B. Biologie, Chemie, Physik, Mathematik) in Lehramtsstudiengängen.
Wenn du noch unsicher bist, ob du lieber fachlich forschend, technisch anwendend, medizinisch-klinisch oder pädagogisch arbeiten möchtest, lohnt ein Vergleich dieser Bereiche über Studiengänge & Studienfelder und eine individuelle Studienberatung.
Berufsperspektiven nach einem naturwissenschaftlichen Studium
Die Berufsperspektiven in den Naturwissenschaften sind vielseitig, hängen aber stark von Fach, Schwerpunkten, Abschlüssen und Praxiserfahrungen ab.
Mögliche Tätigkeitsfelder (je nach Studium) sind:
- Forschung und Entwicklung an Hochschulen, in Instituten oder Unternehmen
- Laborarbeit in Industrie, Umweltanalytik, Medizin, Pharma oder Lebensmittelbranche
- Data Science, Statistik, Modellierung in Unternehmen und Organisationen
- Umwelt- und Klimaschutz, Energie- und Ressourcenmanagement
- Wissenschaftskommunikation, Verlage, Museen, Science Center
- Beratung, Patente, Qualitätsmanagement, Behörden und Verbände
Gute Chancen hast du, wenn du früh Praxiserfahrungen sammelst (Praktika, Werkstudententätigkeiten, Projekte) und dein Studium nicht nur „durchziehst“, sondern gezielt Profil aufbaust. Wenn du dir über deine Ziele noch unsicher bist, hilft eine Studienberatung bei der Einordnung.
Häufige Fehler bei der Wahl naturwissenschaftlicher Studiengänge
In der Studienberatung tauchen im Bereich Naturwissenschaften immer wieder ähnliche Stolpersteine auf:
- Wahl des Studiengangs nur nach Lieblingsschulfach, ohne Studium und Berufsfelder zu prüfen.
- Unterschätzung des Mathe- und Theorieteils, insbesondere in Physik und Mathematik.
- Glorifizierung von „Forschung“, ohne Alltag, Karrierewege und Alternativen zu kennen.
- Studienaufnahme nur wegen „guter Jobchancen in MINT“, ohne echte innere Motivation.
Mehr zu typischen Denkfehlern findest du auf Fehler bei der Studienwahl. Wenn du bereits einen Studienabbruch hinter dir hast und über einen naturwissenschaftlichen Neustart nachdenkst, ist eine ehrliche Analyse besonders wichtig – hier kann dich die Studienberatung unterstützen.
Wie du den passenden naturwissenschaftlichen Studiengang findest
Eine strukturierte Vorgehensweise kann deine Studienwahl im Bereich Naturwissenschaften deutlich erleichtern:
- Selbstklärung: Mit Studienwahltest und „Was soll ich studieren?“ klären, wie stark dein naturwissenschaftliches Interesse ist und wie du arbeitest (experimentell, theoretisch, anwendungsorientiert).
- Studienfelder vergleichen: Über Studiengänge & Studienfelder Naturwissenschaften mit Technik & Informatik, Gesundheit & Medizin und anderen Feldern abgleichen.
- Studienform & Hochschultyp wählen: Mit Hochschulwahl und duales Studium entscheiden, ob Uni, FH, dual oder privat zu dir passt.
Wenn du danach immer noch zwischen mehreren naturwissenschaftlichen Studiengängen schwankst oder Angst hast, „die falsche Naturwissenschaft“ zu wählen, kann eine Studienberatung helfen, aus deinen Überlegungen eine klare Entscheidung abzuleiten. Weitere generelle Antworten findest du im Studienwahl FAQ.
FAQ: Häufige Fragen zu naturwissenschaftlichen Studiengängen
Im Folgenden beantworten wir typische Fragen rund um Naturwissenschaften im Studium. Allgemeine Fragen zur Studienwahl findest du im Studienwahl FAQ.
Welcher naturwissenschaftliche Studiengang passt zu mir: Biologie, Chemie, Physik oder Mathematik?
Biologie passt häufig gut, wenn du lebende Systeme spannend findest und gerne im Labor und in der Natur arbeitest. Chemie ist richtig, wenn dich Stoffe, Reaktionen und Laborarbeit faszinieren. Physik ist dein Feld, wenn du grundlegende Naturgesetze verstehen und mit mathematischen Modellen arbeiten möchtest, Mathematik, wenn dir das abstrakte Denken selbst Freude macht.
Zur Einordnung helfen dir der Studienwahltest, die Übersicht Studiengänge & Studienfelder und – wenn du es genauer wissen möchtest – eine persönliche Studienberatung.
Wie viel Mathe brauche ich für ein naturwissenschaftliches Studium, wenn ich in der Schule nicht perfekt war?
Mathe gehört in allen Naturwissenschaften dazu – mal stärker, mal schwächer. Wichtig ist weniger, dass du in der Schule immer Bestnoten hattest, sondern dass du bereit bist, regelmäßig zu üben und dich auf Formeln und Modelle einzulassen.
Wenn du in Mathe große Lücken hast, lohnt sich eine gezielte Vorbereitung und ein ehrlicher Check mit Hilfe von Tipps zur Studienwahl und der Studienberatung, um den für dich passenden naturwissenschaftlichen Studiengang zu finden.
Was ist der Unterschied zwischen einem naturwissenschaftlichen Studium und einem Lehramtsstudium in den Naturwissenschaften?
Im fachwissenschaftlichen Studium vertiefst du vor allem die Inhalte und Methoden des Fachs (z. B. Physik, Chemie, Biologie, Mathematik). Im Lehramt kommen Bildungswissenschaften, Fachdidaktik und Schulpraxis hinzu, mit dem klaren Ziel, später zu unterrichten.
Wenn du dich zwischen Forschung, Industrie oder Schule nicht entscheiden kannst, solltest du beide Wege genau anschauen – Hilfe bieten dir „Was soll ich studieren?“ und eine Studienberatung, in der dein Profil mit den jeweiligen Wegen abgeglichen wird.
Ist ein naturwissenschaftliches Studium realistisch, wenn ich in Chemie, Physik oder Biologie nicht immer gut war?
Ja, wenn du bereit bist, Lücken zu schließen und dich ernsthaft mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Schulnoten spiegeln nur teilweise wider, wie du später im Studium zurechtkommst – Lernbereitschaft und Motivation sind mindestens genauso wichtig.
Wenn du naturwissenschaftliche Fächer allerdings konsequent gemieden oder als reine Qual erlebt hast, solltest du deine Studienwahl besonders sorgfältig prüfen – z. B. mit dem Studienwahltest und einer Studienberatung.
Wie sind die Berufsaussichten nach einem naturwissenschaftlichen Studium außerhalb von Forschung und Labor?
Neben Forschung und Laborarbeit gibt es viele Felder: Data Science, Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement, technische Beratung, Qualitätsmanagement, Wissenschaftskommunikation, Verlage, Behörden, Verbände oder Bildungsarbeit – je nach Fach und Profil.
Entscheidend ist, dass du Praxis sammelst und Schwerpunkte setzt. Wie das gelingen kann, erläutert der Studienwahl-Blog und – individuell auf dich zugeschnitten – die Studienberatung.
Ist ein duales Studium im naturwissenschaftlichen Bereich sinnvoller als ein Vollzeitstudium?
Ein duales Studium bietet intensive Praxis und finanzielle Sicherheit, bindet dich aber früh an ein Unternehmen und ist zeitlich sehr fordernd. Ein Vollzeitstudium gibt dir mehr Freiheit für Auslandsaufenthalte, Forschungsprojekte und Wechsel von Schwerpunkten.
Welche Variante für dich sinnvoller ist, hängt von deinen Zielen, deiner Belastbarkeit und deinem Wunsch nach Sicherheit oder Flexibilität ab – eine typische Frage für die Studienberatung.
Wann ist eine Studienberatung bei der Wahl eines naturwissenschaftlichen Studiengangs besonders sinnvoll?
Eine Studienberatung ist besonders hilfreich, wenn du zwischen mehreren Naturwissenschaften schwankst, dir unsicher bist, ob du den Anforderungen standhältst, oder nach einem Studienabbruch neu starten möchtest.
In der Beratung werden deine Stärken, Interessen, Werte und beruflichen Vorstellungen strukturiert mit möglichen Studiengängen abgeglichen – so wird aus „irgendwas mit Naturwissenschaften“ ein Studienweg, der langfristig wirklich zu dir passt.
Fazit: Naturwissenschaften bewusst wählen – mit Kopf und Neugier
Ein Studium in den Naturwissenschaften ist eine gute Wahl, wenn du neugierig bist, gerne tiefer in Zusammenhänge eintauchst und bereit bist, dranzubleiben, auch wenn es anspruchsvoll wird. Wichtig ist, dass Fach, Studienform und spätere Berufsbilder zu dir passen – nicht nur zu einem Schulfach, das dir „irgendwie lag“.
Nutze für deine Entscheidung diese Unterseite, den Überblick über Studiengänge & Studienfelder, die Tipps zur Studienwahl, das Studienwahl FAQ und – wenn du dir Begleitung wünschst – die Studienberatung des PROFILing Instituts. So wird aus naturwissenschaftlichem Interesse ein Studienweg, der langfristig wirklich zu dir passt.
Individuelle Studien- und Berufsberatung — an sieben Standorten in ganz Deutschland
Unsere Experten, die über langjährige Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt verfügen, führen Sie bei Ihrer Berufsorientierung oder Studienwahl sicher durch den „Dschungel“ der zahlreichen, möglichen Ausbildungsberufe und Studiengänge und helfen bei der Beantwortung der Frage: "Studienabbruch und dann? bzw. Was soll ich studieren?". Wählen Sie einfach einen unserer sieben Standorte. Hier sind wir für Sie da. Persönlich und mit fundiertem Know-how.