WISC-V Intelligenztest – Gold-Standard für Kinder von 6 bis 16 Jahren
Der WISC-V (Wechsler Intelligence Scale for Children, Fifth Edition) ist das weltweit anerkannte Referenzverfahren zur Intelligenzdiagnostik bei Kindern und Jugendlichen. Das Profiling Institut führt die vollständige WISC-V-Testbatterie normiert, kindgerecht und durch geschulte Fachkräfte durch.
10 primär · 5 optional
Differenziertes Profil
jede Altersstufe
Gesamt-IQ
Was ist der WISC-V?
Der WISC-V (Wechsler Intelligence Scale for Children, Fifth Edition) ist ein standardisierter, wissenschaftlich validierter Intelligenztest für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren. Er basiert auf dem Intelligenzmodell von David Wechsler und ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Verfahren zur differenzierten Erfassung kognitiver Fähigkeiten im Kindesalter.
In Deutschland wurde die Testreihe über Jahrzehnte unter dem Namen HAWIK (Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder) geführt. Seit 2011 folgt die Bezeichnung dem internationalen Standard. Die aktuelle Version WISC-V ist seit 2017 im deutschen Sprachraum normiert im Einsatz und löste den WISC-IV (HAWIK-IV) ab.
Anders als frühere Testgenerationen liefert der WISC-V keinen einzelnen IQ-Wert, sondern ein differenziertes Fähigkeitsprofil: Ein Gesamt-IQ (FSIQ), fünf Primärindexe und bis zu fünf optionale Zusatzindexe zeigen präzise, in welchen kognitiven Bereichen das Kind besondere Stärken oder Entwicklungsbedarf hat.
- Normiert für jede Altersstufe (Monatsgenau, 6;0–16;11 Jahre)
- Einzeltestung durch lizenzierte Psycholog:innen
- Anerkannt für Schulbehörden, Mensa-Aufnahme, Förderanträge
- Gesamt-IQ mit 95 %-Konfidenzintervall (±5 Punkte)
- Differenziertes Teilfähigkeitsprofil für gezielte Förderung
Der WISC-V liefert den IQ mit statistischem 95-%-Konfidenzintervall (±5) – nie einen absoluten Einzelwert. Balkenlänge relativ zum häufigsten Bereich (Durchschnitt).
Die hierarchische Architektur des WISC-V
Der WISC-V folgt einer klaren hierarchischen Struktur: Der Gesamt-IQ (FSIQ) steht an der Spitze, darunter fünf Primärindexe, die wiederum durch spezifische Untertests gemessen werden. Diese Architektur ermöglicht es, nicht nur einen Durchschnittswert zu liefern, sondern ein detailliertes Stärken-Schwächen-Profil zu erstellen.
Drei Ebenen der Diagnostik
Ebene 1 – Gesamt-IQ (FSIQ): Die oberste Kennzahl der allgemeinen kognitiven Leistungsfähigkeit. Der FSIQ basiert auf sieben Untertests und ermöglicht den Vergleich mit der Altersnorm.
Ebene 2 – Primärindexe: Fünf Indexwerte, die jeweils einen eigenständigen kognitiven Bereich abbilden: Sprachverständnis, Visuell-räumliches Denken, Fluides Schlussfolgern, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit.
Ebene 3 – Untertests: Konkrete Aufgaben, die die jeweilige Fähigkeit messen. Insgesamt 15 Verfahren, davon 10 Haupttests (Primary Subtests) und 5 Zusatztests (Secondary Subtests) für vertiefte Diagnostik.
Warum diese Hierarchie?
Die dreistufige Struktur erlaubt es, Intelligenz weder eindimensional noch als Flickenteppich zu betrachten. Ein Kind mit einem FSIQ von 115 kann im Detailprofil stark variieren: exzellentes Arbeitsgedächtnis (IQ 135), aber verlangsamte Verarbeitungsgeschwindigkeit (IQ 95) – das wäre ein klassischer Hinweis auf einen möglichen ADHS-Kontext oder auf eine bestimmte Begabungs-Konstellation.
Diese Differenzierung ist es, was den WISC-V für die pädagogisch-psychologische Diagnostik so wertvoll macht. Eltern und Lehrkräfte erhalten keine bloße Zahl, sondern ein Landkarte der kognitiven Architektur – mit klaren Handlungsempfehlungen.
Welche kognitiven Fähigkeiten misst der WISC-V konkret?
Jeder der fünf Primärindexe erfasst einen eigenständigen Bereich der Intelligenz. Die Kombination aller fünf ergibt das differenzierte Gesamtbild.
Sprachverständnis
Wortschatz, verbales Schlussfolgern, sprachlich vermitteltes Wissen und Konzeptbildung. Zeigt, wie effektiv das Kind mit Sprache denkt und kommuniziert.
Visuell-räumliches Denken
Räumliche Wahrnehmung, visuelle Konstruktion und das Erkennen von Beziehungen zwischen Formen im Raum. Besonders wichtig für MINT-Fächer und technische Berufe.
Fluides Schlussfolgern
Die Fähigkeit, neue Probleme zu lösen, induktiv und quantitativ zu schlussfolgern – unabhängig von Vorwissen. Gilt als Kernmaß der allgemeinen Intelligenz (g-Faktor).
Arbeitsgedächtnis
Kurzfristige Aufnahme, Speicherung und Manipulation von Informationen. Grundlage für Rechnen, Lesen und das Verfolgen komplexer Aufgabenstellungen in der Schule.
Verarbeitungsgeschwindigkeit
Wie schnell und präzise einfache visuelle Informationen verarbeitet werden. Entscheidend für Leistung unter Zeitdruck, Lesefluss und das flüssige Bearbeiten schulischer Routinen.
Alle 15 Untertests im Überblick
Die deutsche WISC-V-Fassung umfasst 15 Untertests – 10 Haupttests bilden den Kern der Diagnostik, 5 Zusatztests ermöglichen eine vertiefende Analyse bei spezifischen Fragestellungen.
| Untertest (Deutsch) | Englische Bezeichnung | Zugeordneter Index | Was wird gemessen? | Typ |
|---|---|---|---|---|
| Mosaiktest | Block Design | VSI | Räumlich-konstruktives Denken, visuelle Analyse und Synthese | Haupttest |
| Gemeinsamkeiten finden | Similarities | VCI | Verbales Schlussfolgern, abstraktes Denken, Kategorisierung | Haupttest |
| Matrizen-Test | Matrix Reasoning | FRI | Induktives, nonverbales Schlussfolgern – Erkennen von Mustern | Haupttest |
| Zahlennachsprechen | Digit Span | WMI | Auditives Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeitsspanne (vorwärts, rückwärts, sequentiell) | Haupttest |
| Zahlen-Symbol-Test | Coding | PSI | Verarbeitungsgeschwindigkeit, visuo-motorische Koordination, Konzentration | Haupttest |
| Wortschatztest | Vocabulary | VCI | Sprachbeherrschung, Wortbedeutung, verbaler Begriffsumfang | Haupttest |
| Figurenwaagen | Figure Weights | FRI | Quantitatives Schlussfolgern, analoges Denken, mentales Abwägen | Haupttest |
| Visuelles Puzzle | Visual Puzzles | VSI | Mentale Rotation, räumliche Integration, visuelle Analyse | Haupttest |
| Bildererinnern | Picture Span | WMI | Visuelles Arbeitsgedächtnis, Merkfähigkeit für Abfolgen | Haupttest |
| Symbolsuche | Symbol Search | PSI | Schnelligkeit visueller Mustererkennung, Scanning-Prozesse | Haupttest |
| Allgemeines Wissen | Information | VCI | Faktenwissen, Bildungsniveau, Langzeitgedächtnis für Inhalte | Zusatztest |
| Bildkonzepte | Picture Concepts | FRI | Kategorisierung, abstraktes visuelles Schlussfolgern | Zusatztest |
| Buchstaben-Zahlen-Folgen | Letter-Number Sequencing | WMI | Sequenzielle Verarbeitung, mentale Manipulation, Arbeitsgedächtnis-Update | Zusatztest |
| Durchstreichen | Cancellation | PSI | Selektive visuelle Aufmerksamkeit, Geschwindigkeit, Ausdauer | Zusatztest |
| Rechnerisches Denken | Arithmetic | FRI | Mathematisches Problemlösen im Kopf, Zahlenverständnis, Arbeitsgedächtnis | Zusatztest |
VCI = Verbaler Index · VSI = Visual-Spatial Index · FRI = Fluid Reasoning Index · WMI = Working Memory Index · PSI = Processing Speed Index
Von David Wechsler bis zum WISC-V
Die Wechsler-Intelligenztests sind seit über 75 Jahren das Rückgrat der psychologischen Diagnostik. David Wechsler, Chef-Psychologe am Bellevue Hospital in New York, entwickelte 1939 den Wechsler-Bellevue Intelligence Scale – der erste moderne Intelligenztest für Erwachsene. 1949 folgte die Kinderfassung.
Wechslers revolutionärer Ansatz: Intelligenz ist keine einzelne Fähigkeit, sondern ein aggregiertes Konstrukt aus verbalen und nonverbalen Leistungen. Dieses Grundmodell wurde über fünf Generationen verfeinert – basierend auf modernster Testtheorie, faktoranalytischen Erkenntnissen und dem zeitgemäßen Verständnis kognitiver Fähigkeiten nach CHC-Theorie (Cattell-Horn-Carroll).
Der WISC-V integriert diese theoretische Weiterentwicklung konsequent: Erstmals werden die fünf CHC-Hauptfähigkeiten (Gf, Gv, Gsm, Gs, Gc) in separaten Indexwerten abgebildet.
Wann ist ein WISC-V sinnvoll?
Der WISC-V wird eingesetzt, wenn eine objektive, normierte Aussage zur kognitiven Leistungsfähigkeit eines Kindes benötigt wird – für Förderung, Schullaufbahn oder diagnostische Abklärung.
Hochbegabungs-Diagnostik
Ein IQ ≥ 130 (Top 2 %) gilt international als Hochbegabung. Der WISC-V liefert den nach DIN 33430 anerkannten Nachweis für Mensa-Aufnahme, Begabtenschulen und Förderprogramme.
Schullaufbahnberatung
Klassenüberspringen, Einschulung, Gymnasialeignung, Schulartwechsel oder Auslandsschule: Bildungsbehörden erkennen den WISC-V als verbindliches Gutachten an.
LRS, Dyskalkulie & ADHS
Das differenzierte Profil trennt Lernstörungen klar von allgemeinen Intelligenzunterschieden. Grundlage für Nachteilsausgleich, Förderanträge und therapeutische Maßnahmen.
Underachievement erkennen
Wenn Schulleistungen nicht zum beobachteten Potenzial passen: Der WISC-V deckt verborgene Begabungen auf, die im Schulalltag durch Langeweile oder Ängste maskiert werden.
Verlaufsdiagnostik
Bei Verdacht auf Entwicklungsverzögerungen oder nach therapeutischen Interventionen ermöglicht der WISC-V präzise Vergleichsmessungen (frühestens nach 12 Monaten).
Psychologisches Gutachten
Rechtlich verwertbare Dokumentation für Sorgerechtsverfahren, jugendpsychiatrische Kontexte oder bei sonderpädagogischem Förderbedarf.
Der Ablauf einer WISC-V-Testung
Die Testung ist für Ihr Kind keine Prüfung, sondern eine Folge spielerischer Denkaufgaben. Die gesamte Einzelsitzung dauert inklusive Gespräche etwa 2 Stunden und wird von einer geschulten Fachkraft durchgeführt.
Erstgespräch & Anamnese (30 Min.)
Gemeinsames Kennenlernen. Wir klären mit Ihnen Anlass, Entwicklungsgeschichte des Kindes und Fragestellung. Das Kind lernt die Testumgebung in entspannter Atmosphäre kennen.
WISC-V Durchführung (60–90 Min.)
Das Kind wird einzeln getestet – in kindgerechter Atmosphäre mit spielerischen Elementen und Pausen. Die Reihenfolge der Untertests folgt einem standardisierten Protokoll.
Normierte Auswertung (1–3 Werktage)
Die Rohwerte werden in altersgenormte Indexwerte umgerechnet. Es entsteht ein schriftliches Kurzgutachten mit Gesamt-IQ, Indexprofil und Interpretationshinweisen.
Ergebnisgespräch mit Eltern (45 Min.)
Wir erläutern die Ergebnisse verständlich, zeigen Stärken und Entwicklungsfelder auf und geben konkrete Empfehlungen – für Schule, Förderung und Alltag.
- Frühere Zeugnisse, Schul- und Entwicklungsberichte
- Ärztliche Berichte oder Vorgutachten (falls vorhanden)
- Ihr Kind ausgeruht, gefrühstückt und entspannt
- Konkrete Beobachtungen und offene Fragen
Was sagt der Gesamt-IQ wirklich aus?
Ein einzelner IQ-Wert ist wie ein Foto aus einem bestimmten Winkel: informativ, aber nicht das vollständige Bild. Der WISC-V liefert deshalb neben dem Gesamt-IQ (FSIQ) immer auch fünf Primärindexe und optionale Zusatzindexe für spezifische Fragestellungen.
Der Gesamt-IQ (FSIQ)
Der FSIQ wird aus sieben Kern-Untertests gebildet: zwei aus dem Sprachverständnis-Index, einer aus dem Visuell-räumlichen Index, zwei aus dem Fluid-Reasoning-Index, einer aus dem Arbeitsgedächtnis und einer aus der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Er hat eine sehr hohe Reliabilität (r > .95) und ist der stabilste Einzelindikator.
Wichtig: Der FSIQ wird immer mit einem 95-%-Konfidenzintervall angegeben – in der Regel ±5 Punkte. Ein IQ von 120 bedeutet also: mit 95 % Wahrscheinlichkeit liegt der „wahre“ Wert zwischen 115 und 125.
Zusatzindexe des WISC-V
Fünf optionale Zusatzindexe ermöglichen vertiefende Analysen bei spezifischen Fragestellungen – besonders hilfreich bei Verdacht auf Teilleistungsstörungen, Hochbegabung oder bei Sprachbarrieren.
Die Gütekriterien des WISC-V
Der WISC-V erfüllt alle zentralen Anforderungen an einen wissenschaftlichen Test nach DIN 33430 und den Testgütekriterien der psychologischen Diagnostik. Die deutsche Fassung wurde an einer repräsentativen Normstichprobe von rund 900 Kindern validiert.
Objektivität
Durchführung, Auswertung und Interpretation sind standardisiert. Unterschiedliche Testleiter:innen kommen bei demselben Kind zum gleichen Ergebnis – ein Kernkriterium wissenschaftlicher Diagnostik.
Validität
Der WISC-V misst nachweislich das, was er messen soll. Die faktoranalytische Struktur bestätigt die fünf Primärindexe, die Konstruktvalidität mit anderen etablierten Verfahren (WIAT-III, WISC-IV) ist sehr hoch (r > .80).
Normierung
Die deutsche Normstichprobe wurde 2015–2016 erhoben und berücksichtigt den Flynn-Effekt (IQ-Anstieg über Generationen, ca. 3 Punkte pro Dekade). Alle Ergebnisse sind mit aktuellen Vergleichsdaten verrechnet – im Gegensatz zu veralteten Online-Tests.
DIN 33430
Der WISC-V erfüllt die Anforderungen der DIN 33430 (berufsbezogene Eignungsbeurteilung) und der internationalen ITC Test Use Guidelines. Das Profiling Institut ist DIN 33430-zertifiziert.
WISC-V: Mythen und was wirklich stimmt
Rund um den Intelligenztest kursieren viele Halbwahrheiten. Hier die häufigsten Missverständnisse – und was die wissenschaftliche Realität dazu sagt.
Der WISC-V misst überwiegend fluide Intelligenz – die Fähigkeit, neue Probleme zu lösen. Gezieltes Lernen bringt kaum etwas, weil die Aufgaben neuartig sind. Im Gegenteil: Übungseffekte verzerren das Ergebnis und führen zu Fehldiagnosen.
Im Erwachsenenalter ist der IQ sehr stabil, bei Kindern schwankt er. Gezielte Förderung, Bildung und ein stimulierendes Umfeld können das Ergebnis im Kindesalter messbar beeinflussen – Hirnplastizität ist real.
Das Gegenteil kommt häufig vor: Underachievement. Hochbegabte Kinder langweilen sich, verweigern, arbeiten unter Niveau. Ein Drittel der Hochbegabten hat im Schulalltag keine auffälligen Spitzenleistungen.
Online-Tests haben weder Normierung, Einzelbetreuung noch standardisierte Testleitung. Sie können unterhalten, liefern aber keine valide Diagnose. Für schulische, rechtliche oder therapeutische Entscheidungen sind sie nicht anerkannt.
Lebenserfolg hängt von vielen Faktoren ab: sozialen Kompetenzen, Motivation, Durchhaltevermögen, emotionaler Intelligenz. Der WISC-V liefert nur einen Ausschnitt – und ist als Förderinstrument gedacht, nicht als Verdikt.
Der HAWIK war die deutsche Bezeichnung bis 2011 (HAWIK-IV). Der WISC-V ist ein signifikant weiterentwickeltes Verfahren: Er hat fünf statt vier Primärindexe, neue Aufgaben, aktuelle Normen und integriert die CHC-Theorie. Der Unterschied ist wissenschaftlich erheblich.
Braucht mein Kind einen WISC-V-Test?
Sechs einfache Fragen helfen Ihnen einzuschätzen, ob eine professionelle WISC-V-Diagnostik für Ihr Kind sinnvoll sein könnte. Dies ist keine Diagnose, sondern eine Entscheidungshilfe vor dem Erstgespräch.
WISC-V Readiness-Check
6 Fragen · ca. 2 Minuten · Für Eltern oder Bezugspersonen
WISC-V Komplettpaket – einheitlicher Festpreis
Ein klarer Preis für die vollständige WISC-V-Begabungsdiagnostik. Alle Leistungen – vom Erstgespräch bis zum schriftlichen Kurzgutachten – sind enthalten. Keine versteckten Kosten.
- Erstgespräch & Anamnese (30 Min.)
- Vollständige WISC-V Testbatterie (60–90 Min.)
- Professionelle normierte Auswertung (FSIQ + 5 Indexe)
- Schriftliches Kurzgutachten mit Förderempfehlungen
- Ausführliches Nachgespräch mit Eltern (45 Min.)
- Mensa-Zertifikat bei nachgewiesener Hochbegabung (IQ ≥ 130)
Bei Sprachbarrieren oder Migrationshintergrund empfehlen wir alternativ den sprachfreien CFT 20-R (ebenfalls 329 €) oder eine Kombination beider Verfahren nach individueller Beratung.
Was Eltern über den WISC-V beim Profiling Institut sagen
„Wir hatten den Verdacht auf Hochbegabung, aber die Schule fand nichts Ungewöhnliches. Der WISC-V beim Profiling Institut hat es auf den Punkt gebracht: IQ 138. Seitdem läuft die Förderung genau richtig."
„Ich war beeindruckt, wie entspannt meine Tochter aus dem Test kam. Sie sagte, das war wie Rätsel lösen. Das Gutachten war detailliert, verständlich und hat uns klare Ansatzpunkte für die Schule gegeben."
„Das Gutachten hat das Gymnasium überzeugt. Ohne die saubere WISC-V-Diagnostik hätten wir das Klassenüberspringen nicht durchbekommen. Klare Empfehlung für alle Eltern in ähnlicher Situation."
FAQ zum WISC-V Intelligenztest
Die häufigsten Fragen von Eltern rund um den WISC-V – ehrlich und verständlich beantwortet.
Der WISC-V ist für Kinder und Jugendliche von 6 Jahren und 0 Monaten bis 16 Jahren und 11 Monaten normiert. Für jüngere Kinder (2;6–7;7 Jahre) wird der WPPSI-IV eingesetzt, für Erwachsene der WAIS-IV. Die Normierung erfolgt monatsgenau, d.h. das Ergebnis wird immer mit exakt gleichaltrigen Kindern verglichen.
Die reine Testdurchführung dauert 60–90 Minuten, abhängig vom Alter und der Arbeitsgeschwindigkeit des Kindes. Mit Erstgespräch (30 Min.) und Ergebnisgespräch (45 Min.) sollten Sie für den Gesamttermin ca. 2 Stunden einplanen. Jüngere Kinder erhalten zusätzliche Pausen.
Spezifisches Training schadet mehr als es nutzt – der Test misst Problemlösefähigkeit bei neuartigen Aufgaben. Was hilft: Ihr Kind sollte ausgeschlafen, entspannt und gut gefrühstückt zum Termin kommen. Erklären Sie vorab ruhig und positiv, dass es um „Knobelaufgaben und Rätsel" geht. Druck und Erwartungen bitte unbedingt vermeiden.
Die international anerkannte Grenze liegt bei einem Gesamt-IQ (FSIQ) ≥ 130 – das entspricht den oberen 2,2 % der Bevölkerung. Wichtig: Bei stark heterogenem Profil kann statt des FSIQ der GAI (General Ability Index) herangezogen werden. Ab IQ ≥ 130 ist auch die Aufnahme bei Mensa in Deutschland möglich – das Profiling Institut stellt das entsprechende Zertifikat aus.
Ja – der WISC-V ist das anerkannte Standardverfahren für Schulbehörden, Jugendämter, Mensa-Aufnahmen, Förderanträge und gerichtliche Gutachten. Das Profiling Institut ist DIN 33430-zertifiziert und unsere Gutachten haben bundesweit Gewicht. Für spezifische Fragestellungen (z.B. Nachteilsausgleich) fertigen wir auf Wunsch auch ausführliche Gutachten an.
Das Komplettpaket kostet 329 € inkl. 19 % MwSt. Darin enthalten sind: Erstgespräch, vollständige WISC-V-Testung, normierte Auswertung, schriftliches Kurzgutachten und Nachgespräch mit Eltern. Keine versteckten Kosten. Ausführliche Gutachten für Behörden oder Gerichte können bei Bedarf zusätzlich beauftragt werden.
Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel keine Kosten. Private Krankenversicherungen erstatten häufig Teile der Kosten, wenn eine medizinische Indikation vorliegt (z.B. ADHS-Verdacht, LRS, Entwicklungsverzögerung). Jugendämter, Schulbehörden und manche Stiftungen übernehmen in begründeten Einzelfällen die Kosten. Klären Sie das vorab mit Ihrer Versicherung oder Behörde.
Die Retest-Reliabilität ist bei Kindern ab ca. 8 Jahren sehr hoch – Schwankungen um mehr als 10 IQ-Punkte sind selten. Bei jüngeren Kindern oder schwierigen Rahmenbedingungen (Ängstlichkeit, Tagesform, Sprachbarrieren) können Werte variieren. Wichtig: Der IQ ist eine Momentaufnahme unter Standardbedingungen – nicht das endgültige Urteil über das Kind. Wiederholungstestungen sollten frühestens nach 12 Monaten erfolgen.
Das schriftliche Kurzgutachten erhalten Sie in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen nach der Testung. Im anschließenden Elterngespräch (persönlich oder per Video) erläutern wir alle Ergebnisse im Detail und beantworten Ihre Fragen. Auf Wunsch können auch Lehrkräfte oder andere Bezugspersonen (mit Ihrer Einwilligung) einbezogen werden.
Der WISC-V ist das aktuelle Goldstandardverfahren (seit 2017 dt.) mit 5 Primärindexen und 15 Untertests. Der HAWIK-IV ist der Vorgänger (deutsche Fassung des WISC-IV, ab 2007), mit 4 Primärindexen und veralteten Normen. Der CFT 20-R ist ein rein sprachfreier, kulturfairer Test, der nur fluide Intelligenz misst – sinnvoll bei Sprachbarrieren, aber kein differenziertes Profil wie der WISC-V.
Unter 6 Jahren ist der WISC-V nicht normiert – hier kommt der WPPSI-IV zum Einsatz. Über 16 Jahren geht man zum WAIS-IV (Erwachsenentest) über. Innerhalb der Spanne 6–16 Jahre ist der WISC-V bei allen Fragestellungen einsetzbar, wobei die Ergebnisse bei jüngeren Kindern (6–7) generell mit etwas größerer Vorsicht interpretiert werden sollten.
Aus testdiagnostischen Gründen führen wir die WISC-V-Testung grundsätzlich als Einzelsitzung ohne Eltern durch – die Anwesenheit Bezugspersonen verfälscht regelmäßig die Ergebnisse. Sie begleiten Ihr Kind bis in den Testraum, warten in unserem Wartebereich und werden sofort nach der Testung zum Gespräch dazu gerufen. Bei sehr jungen oder ängstlichen Kindern besprechen wir individuelle Lösungen.
Expertise & Erfahrung
Sie denken darüber nach, sich beim Profiling Institut beraten zu lassen? Oder Sie möchten uns kennenlernen?