DIN 33430 · Gold-Standard Kinderdiagnostik

WISC-V Intelligenztest – Gold-Standard für Kinder von 6 bis 16 Jahren

Der WISC-V (Wechsler Intelligence Scale for Children, Fifth Edition) ist das weltweit anerkannte Referenzverfahren zur Intelligenzdiagnostik bei Kindern und Jugendlichen. Das Profiling Institut führt die vollständige WISC-V-Testbatterie normiert, kindgerecht und durch geschulte Fachkräfte durch.

WISC-V Gesamt-IQ VCI Sprache VSI Visuell FRI Logik WMI Gedächtnis PSI Speed
15
Untertests
10 primär · 5 optional
5
Primärindexe
Differenziertes Profil
6–16
Jahre · Normiert für
jede Altersstufe
.95+
Reliabilität
Gesamt-IQ
Grundlagen

Was ist der WISC-V?

Der WISC-V (Wechsler Intelligence Scale for Children, Fifth Edition) ist ein standardisierter, wissenschaftlich validierter Intelligenztest für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren. Er basiert auf dem Intelligenzmodell von David Wechsler und ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Verfahren zur differenzierten Erfassung kognitiver Fähigkeiten im Kindesalter.

In Deutschland wurde die Testreihe über Jahrzehnte unter dem Namen HAWIK (Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Kinder) geführt. Seit 2011 folgt die Bezeichnung dem internationalen Standard. Die aktuelle Version WISC-V ist seit 2017 im deutschen Sprachraum normiert im Einsatz und löste den WISC-IV (HAWIK-IV) ab.

Anders als frühere Testgenerationen liefert der WISC-V keinen einzelnen IQ-Wert, sondern ein differenziertes Fähigkeitsprofil: Ein Gesamt-IQ (FSIQ), fünf Primärindexe und bis zu fünf optionale Zusatzindexe zeigen präzise, in welchen kognitiven Bereichen das Kind besondere Stärken oder Entwicklungsbedarf hat.

Gut zu wissen: Der WISC-V misst die kognitive Leistungsfähigkeit, nicht den Schulerfolg. Er erfasst das Potenzial – unabhängig davon, wie viel Schulwissen ein Kind bereits erworben hat. Das macht ihn besonders wertvoll bei Schulmüdigkeit, Underachievement oder Begabungsabklärung.

  • Normiert für jede Altersstufe (Monatsgenau, 6;0–16;11 Jahre)
  • Einzeltestung durch lizenzierte Psycholog:innen
  • Anerkannt für Schulbehörden, Mensa-Aufnahme, Förderanträge
  • Gesamt-IQ mit 95 %-Konfidenzintervall (±5 Punkte)
  • Differenziertes Teilfähigkeitsprofil für gezielte Förderung
IQ-Normalverteilung (M=100, SD=15)
70 85 100 115 130
IQ-SKALA NACH GAUSSSCHER NORMALVERTEILUNG
≥ 130
Hochbegabt
2,2%
120–129
Weit überdurchschnittlich
6,7%
110–119
Überdurchschnittlich
16,1%
90–109
Durchschnittlich
50%
80–89
Unterdurchschnittlich
16,1%
≤ 79
Förderbedarf
8,9%

Der WISC-V liefert den IQ mit statistischem 95-%-Konfidenzintervall (±5) – nie einen absoluten Einzelwert. Balkenlänge relativ zum häufigsten Bereich (Durchschnitt).

Aufbau & Struktur

Die hierarchische Architektur des WISC-V

Der WISC-V folgt einer klaren hierarchischen Struktur: Der Gesamt-IQ (FSIQ) steht an der Spitze, darunter fünf Primärindexe, die wiederum durch spezifische Untertests gemessen werden. Diese Architektur ermöglicht es, nicht nur einen Durchschnittswert zu liefern, sondern ein detailliertes Stärken-Schwächen-Profil zu erstellen.

Aufbau und Struktur des WISC-V – hierarchische Darstellung des Gesamt-IQ mit den fünf Primärindexen Sprachverständnis, Visuell-räumliches Denken, Fluides Schlussfolgern, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit und den zugeordneten Untertests
Abb.: Aufbau und Struktur des WISC-V – Gesamt-IQ, fünf Primärindexe und die zugeordneten Untertests auf einen Blick.

Drei Ebenen der Diagnostik

Ebene 1 – Gesamt-IQ (FSIQ): Die oberste Kennzahl der allgemeinen kognitiven Leistungsfähigkeit. Der FSIQ basiert auf sieben Untertests und ermöglicht den Vergleich mit der Altersnorm.

Ebene 2 – Primärindexe: Fünf Indexwerte, die jeweils einen eigenständigen kognitiven Bereich abbilden: Sprachverständnis, Visuell-räumliches Denken, Fluides Schlussfolgern, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Ebene 3 – Untertests: Konkrete Aufgaben, die die jeweilige Fähigkeit messen. Insgesamt 15 Verfahren, davon 10 Haupttests (Primary Subtests) und 5 Zusatztests (Secondary Subtests) für vertiefte Diagnostik.

Warum diese Hierarchie?

Die dreistufige Struktur erlaubt es, Intelligenz weder eindimensional noch als Flickenteppich zu betrachten. Ein Kind mit einem FSIQ von 115 kann im Detailprofil stark variieren: exzellentes Arbeitsgedächtnis (IQ 135), aber verlangsamte Verarbeitungsgeschwindigkeit (IQ 95) – das wäre ein klassischer Hinweis auf einen möglichen ADHS-Kontext oder auf eine bestimmte Begabungs-Konstellation.

Diese Differenzierung ist es, was den WISC-V für die pädagogisch-psychologische Diagnostik so wertvoll macht. Eltern und Lehrkräfte erhalten keine bloße Zahl, sondern ein Landkarte der kognitiven Architektur – mit klaren Handlungsempfehlungen.

Die 5 Primärindexe

Welche kognitiven Fähigkeiten misst der WISC-V konkret?

Jeder der fünf Primärindexe erfasst einen eigenständigen Bereich der Intelligenz. Die Kombination aller fünf ergibt das differenzierte Gesamtbild.

VCI · Verbaler Index

Sprachverständnis

Wortschatz, verbales Schlussfolgern, sprachlich vermitteltes Wissen und Konzeptbildung. Zeigt, wie effektiv das Kind mit Sprache denkt und kommuniziert.

Untertests: Gemeinsamkeiten finden · Wortschatz · Allgemeines Wissen · Allgemeines Verständnis
VSI · Visual-Spatial

Visuell-räumliches Denken

Räumliche Wahrnehmung, visuelle Konstruktion und das Erkennen von Beziehungen zwischen Formen im Raum. Besonders wichtig für MINT-Fächer und technische Berufe.

Untertests: Mosaik-Test · Visuelles Puzzle
FRI · Fluid Reasoning

Fluides Schlussfolgern

Die Fähigkeit, neue Probleme zu lösen, induktiv und quantitativ zu schlussfolgern – unabhängig von Vorwissen. Gilt als Kernmaß der allgemeinen Intelligenz (g-Faktor).

Untertests: Matrizen-Test · Figurenwaagen · (Bildkonzepte · Rechnerisches Denken)
WMI · Working Memory

Arbeitsgedächtnis

Kurzfristige Aufnahme, Speicherung und Manipulation von Informationen. Grundlage für Rechnen, Lesen und das Verfolgen komplexer Aufgabenstellungen in der Schule.

Untertests: Zahlennachsprechen · Bildererinnern · (Buchstaben-Zahlen-Folgen)
PSI · Processing Speed

Verarbeitungsgeschwindigkeit

Wie schnell und präzise einfache visuelle Informationen verarbeitet werden. Entscheidend für Leistung unter Zeitdruck, Lesefluss und das flüssige Bearbeiten schulischer Routinen.

Untertests: Zahlen-Symbol-Test · Symbolsuche · (Durchstreichen)
Vollständige Testbatterie

Alle 15 Untertests im Überblick

Die deutsche WISC-V-Fassung umfasst 15 Untertests – 10 Haupttests bilden den Kern der Diagnostik, 5 Zusatztests ermöglichen eine vertiefende Analyse bei spezifischen Fragestellungen.

Untertest (Deutsch) Englische Bezeichnung Zugeordneter Index Was wird gemessen? Typ
Mosaiktest Block Design VSI Räumlich-konstruktives Denken, visuelle Analyse und Synthese Haupttest
Gemeinsamkeiten finden Similarities VCI Verbales Schlussfolgern, abstraktes Denken, Kategorisierung Haupttest
Matrizen-Test Matrix Reasoning FRI Induktives, nonverbales Schlussfolgern – Erkennen von Mustern Haupttest
Zahlennachsprechen Digit Span WMI Auditives Arbeitsgedächtnis, Aufmerksamkeitsspanne (vorwärts, rückwärts, sequentiell) Haupttest
Zahlen-Symbol-Test Coding PSI Verarbeitungsgeschwindigkeit, visuo-motorische Koordination, Konzentration Haupttest
Wortschatztest Vocabulary VCI Sprachbeherrschung, Wortbedeutung, verbaler Begriffsumfang Haupttest
Figurenwaagen Figure Weights FRI Quantitatives Schlussfolgern, analoges Denken, mentales Abwägen Haupttest
Visuelles Puzzle Visual Puzzles VSI Mentale Rotation, räumliche Integration, visuelle Analyse Haupttest
Bildererinnern Picture Span WMI Visuelles Arbeitsgedächtnis, Merkfähigkeit für Abfolgen Haupttest
Symbolsuche Symbol Search PSI Schnelligkeit visueller Mustererkennung, Scanning-Prozesse Haupttest
Allgemeines Wissen Information VCI Faktenwissen, Bildungsniveau, Langzeitgedächtnis für Inhalte Zusatztest
Bildkonzepte Picture Concepts FRI Kategorisierung, abstraktes visuelles Schlussfolgern Zusatztest
Buchstaben-Zahlen-Folgen Letter-Number Sequencing WMI Sequenzielle Verarbeitung, mentale Manipulation, Arbeitsgedächtnis-Update Zusatztest
Durchstreichen Cancellation PSI Selektive visuelle Aufmerksamkeit, Geschwindigkeit, Ausdauer Zusatztest
Rechnerisches Denken Arithmetic FRI Mathematisches Problemlösen im Kopf, Zahlenverständnis, Arbeitsgedächtnis Zusatztest

VCI = Verbaler Index · VSI = Visual-Spatial Index · FRI = Fluid Reasoning Index · WMI = Working Memory Index · PSI = Processing Speed Index

Historische Entwicklung

Von David Wechsler bis zum WISC-V

Die Wechsler-Intelligenztests sind seit über 75 Jahren das Rückgrat der psychologischen Diagnostik. David Wechsler, Chef-Psychologe am Bellevue Hospital in New York, entwickelte 1939 den Wechsler-Bellevue Intelligence Scale – der erste moderne Intelligenztest für Erwachsene. 1949 folgte die Kinderfassung.

Wechslers revolutionärer Ansatz: Intelligenz ist keine einzelne Fähigkeit, sondern ein aggregiertes Konstrukt aus verbalen und nonverbalen Leistungen. Dieses Grundmodell wurde über fünf Generationen verfeinert – basierend auf modernster Testtheorie, faktoranalytischen Erkenntnissen und dem zeitgemäßen Verständnis kognitiver Fähigkeiten nach CHC-Theorie (Cattell-Horn-Carroll).

Der WISC-V integriert diese theoretische Weiterentwicklung konsequent: Erstmals werden die fünf CHC-Hauptfähigkeiten (Gf, Gv, Gsm, Gs, Gc) in separaten Indexwerten abgebildet.

1949
WISC (Original)
David Wechsler veröffentlicht die Wechsler Intelligence Scale for Children – erste standardisierte IQ-Skala speziell für Kinder (5–15 Jahre).
1974
WISC-R
Revidierte Fassung mit modernisierten Items. Im deutschen Sprachraum ab 1983 als HAWIK-R bekannt.
1991
WISC-III / HAWIK-III
Erste Differenzierung in vier Indexwerte. Erweiterte Normierung.
2003
WISC-IV / HAWIK-IV (2007 dt.)
Aufgabe der klassischen Verbal-IQ/Handlungs-IQ-Dichotomie zugunsten von vier Indexwerten (VCI, PRI, WMI, PSI).
2014 / 2017
WISC-V (deutsche Fassung 2017)
Goldstandard der Gegenwart. Fünf Primärindexe, fünf Zusatzindexe, 15 Untertests, CHC-Modell-Integration. Normierung an ca. 900 deutschen Kindern.
Anwendungsbereiche

Wann ist ein WISC-V sinnvoll?

Der WISC-V wird eingesetzt, wenn eine objektive, normierte Aussage zur kognitiven Leistungsfähigkeit eines Kindes benötigt wird – für Förderung, Schullaufbahn oder diagnostische Abklärung.

Hochbegabungs-Diagnostik

Ein IQ ≥ 130 (Top 2 %) gilt international als Hochbegabung. Der WISC-V liefert den nach DIN 33430 anerkannten Nachweis für Mensa-Aufnahme, Begabtenschulen und Förderprogramme.

Schullaufbahnberatung

Klassenüberspringen, Einschulung, Gymnasialeignung, Schulartwechsel oder Auslandsschule: Bildungsbehörden erkennen den WISC-V als verbindliches Gutachten an.

LRS, Dyskalkulie & ADHS

Das differenzierte Profil trennt Lernstörungen klar von allgemeinen Intelligenzunterschieden. Grundlage für Nachteilsausgleich, Förderanträge und therapeutische Maßnahmen.

Underachievement erkennen

Wenn Schulleistungen nicht zum beobachteten Potenzial passen: Der WISC-V deckt verborgene Begabungen auf, die im Schulalltag durch Langeweile oder Ängste maskiert werden.

Verlaufsdiagnostik

Bei Verdacht auf Entwicklungsverzögerungen oder nach therapeutischen Interventionen ermöglicht der WISC-V präzise Vergleichsmessungen (frühestens nach 12 Monaten).

Psychologisches Gutachten

Rechtlich verwertbare Dokumentation für Sorgerechts­verfahren, jugendpsychiatrische Kontexte oder bei sonderpädagogischem Förderbedarf.

So läuft es ab

Der Ablauf einer WISC-V-Testung

Die Testung ist für Ihr Kind keine Prüfung, sondern eine Folge spielerischer Denkaufgaben. Die gesamte Einzelsitzung dauert inklusive Gespräche etwa 2 Stunden und wird von einer geschulten Fachkraft durchgeführt.

1

Erstgespräch & Anamnese (30 Min.)

Gemeinsames Kennenlernen. Wir klären mit Ihnen Anlass, Entwicklungsgeschichte des Kindes und Fragestellung. Das Kind lernt die Testumgebung in entspannter Atmosphäre kennen.

2

WISC-V Durchführung (60–90 Min.)

Das Kind wird einzeln getestet – in kindgerechter Atmosphäre mit spielerischen Elementen und Pausen. Die Reihenfolge der Untertests folgt einem standardisierten Protokoll.

3

Normierte Auswertung (1–3 Werktage)

Die Rohwerte werden in altersgenormte Indexwerte umgerechnet. Es entsteht ein schriftliches Kurzgutachten mit Gesamt-IQ, Indexprofil und Interpretationshinweisen.

4

Ergebnisgespräch mit Eltern (45 Min.)

Wir erläutern die Ergebnisse verständlich, zeigen Stärken und Entwicklungsfelder auf und geben konkrete Empfehlungen – für Schule, Förderung und Alltag.

Was Sie mitbringen
  • Frühere Zeugnisse, Schul- und Entwicklungsberichte
  • Ärztliche Berichte oder Vorgutachten (falls vorhanden)
  • Ihr Kind ausgeruht, gefrühstückt und entspannt
  • Konkrete Beobachtungen und offene Fragen
Kosten & Dauer
WISC-V Komplettpaket 329 €
Gesamtdauer (inkl. Gespräche) ca. 2 Std.
Schriftliches Kurzgutachten inklusive
Mensa-Zertifikat bei IQ ≥ 130 inklusive
Ergebnis-Interpretation

Was sagt der Gesamt-IQ wirklich aus?

Ein einzelner IQ-Wert ist wie ein Foto aus einem bestimmten Winkel: informativ, aber nicht das vollständige Bild. Der WISC-V liefert deshalb neben dem Gesamt-IQ (FSIQ) immer auch fünf Primärindexe und optionale Zusatzindexe für spezifische Fragestellungen.

Der Gesamt-IQ (FSIQ)

Der FSIQ wird aus sieben Kern-Untertests gebildet: zwei aus dem Sprachverständnis-Index, einer aus dem Visuell-räumlichen Index, zwei aus dem Fluid-Reasoning-Index, einer aus dem Arbeitsgedächtnis und einer aus der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Er hat eine sehr hohe Reliabilität (r > .95) und ist der stabilste Einzelindikator.

Wichtig: Der FSIQ wird immer mit einem 95-%-Konfidenzintervall angegeben – in der Regel ±5 Punkte. Ein IQ von 120 bedeutet also: mit 95 % Wahrscheinlichkeit liegt der „wahre“ Wert zwischen 115 und 125.

Wann ist der FSIQ nicht aussagekräftig? Wenn die fünf Primärindexe stark auseinanderklaffen (Differenz > 24 Punkte zwischen höchstem und niedrigstem Index), gilt der FSIQ als eingeschränkt interpretierbar. In solchen Fällen rücken die Primärindexe und Zusatzindexe in den Vordergrund.

Zusatzindexe des WISC-V

Fünf optionale Zusatzindexe ermöglichen vertiefende Analysen bei spezifischen Fragestellungen – besonders hilfreich bei Verdacht auf Teilleistungsstörungen, Hochbegabung oder bei Sprachbarrieren.

QRI
Quantitatives Schlussfolgern
Vertieft den Bereich mathematisch-logisches Denken. Relevant bei Verdacht auf Dyskalkulie oder mathematischer Hochbegabung.
AWMI
Erweitertes Arbeitsgedächtnis
Differenziert auditives und visuelles Arbeitsgedächtnis. Zentrale Information bei ADHS-Abklärung.
NVI
Nonverbaler Index
IQ-Schätzung ohne sprachliche Anteile. Wichtig bei Sprachbarrieren, Migrationshintergrund oder sprachlichen Entwicklungsverzögerungen.
GAI
Allgemeine Fähigkeiten
FSIQ-Alternative ohne Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit – zeigt das reine Denkpotenzial unabhängig von ADHS-typischen Einflüssen.
CPI
Kognitive Kompetenz
Kombination aus Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit – der „Motor" der kognitiven Effizienz im Alltag.
Wissenschaftliche Qualität

Die Gütekriterien des WISC-V

Der WISC-V erfüllt alle zentralen Anforderungen an einen wissenschaftlichen Test nach DIN 33430 und den Testgütekriterien der psychologischen Diagnostik. Die deutsche Fassung wurde an einer repräsentativen Normstichprobe von rund 900 Kindern validiert.

.95+
Reliabilität FSIQ
Innere Konsistenz des Gesamt-IQ. Wert über .95 gilt als hervorragend und bedeutet minimale Messfehler.
.88–.92
Indexwerte
Die fünf Primärindexe erreichen durchgängig sehr hohe Reliabilitätswerte – zuverlässige Einzelaussagen zu jeder Teilfähigkeit.
N ≈ 900
Normstichprobe
Repräsentativ für Alter, Geschlecht, Bildungshintergrund und Region. Altersbänder in 3-Monats-Schritten.
±5
Konfidenzintervall
95 %-Sicherheitsspanne für den FSIQ – die statistische Präzision, mit der das Ergebnis angegeben wird.

Objektivität

Durchführung, Auswertung und Interpretation sind standardisiert. Unterschiedliche Testleiter:innen kommen bei demselben Kind zum gleichen Ergebnis – ein Kernkriterium wissenschaftlicher Diagnostik.

Validität

Der WISC-V misst nachweislich das, was er messen soll. Die faktoranalytische Struktur bestätigt die fünf Primärindexe, die Konstruktvalidität mit anderen etablierten Verfahren (WIAT-III, WISC-IV) ist sehr hoch (r > .80).

Normierung

Die deutsche Normstichprobe wurde 2015–2016 erhoben und berücksichtigt den Flynn-Effekt (IQ-Anstieg über Generationen, ca. 3 Punkte pro Dekade). Alle Ergebnisse sind mit aktuellen Vergleichsdaten verrechnet – im Gegensatz zu veralteten Online-Tests.

DIN 33430

Der WISC-V erfüllt die Anforderungen der DIN 33430 (berufsbezogene Eignungsbeurteilung) und der internationalen ITC Test Use Guidelines. Das Profiling Institut ist DIN 33430-zertifiziert.

Aufklärung

WISC-V: Mythen und was wirklich stimmt

Rund um den Intelligenztest kursieren viele Halbwahrheiten. Hier die häufigsten Missverständnisse – und was die wissenschaftliche Realität dazu sagt.

Mythos „IQ-Tests messen nur Wissen – man kann sie lernen."
Fakt

Der WISC-V misst überwiegend fluide Intelligenz – die Fähigkeit, neue Probleme zu lösen. Gezieltes Lernen bringt kaum etwas, weil die Aufgaben neuartig sind. Im Gegenteil: Übungseffekte verzerren das Ergebnis und führen zu Fehldiagnosen.

Mythos „Der IQ ist lebenslang unveränderlich."
Fakt

Im Erwachsenenalter ist der IQ sehr stabil, bei Kindern schwankt er. Gezielte Förderung, Bildung und ein stimulierendes Umfeld können das Ergebnis im Kindesalter messbar beeinflussen – Hirnplastizität ist real.

Mythos „Hochbegabte Kinder haben automatisch gute Noten."
Fakt

Das Gegenteil kommt häufig vor: Underachievement. Hochbegabte Kinder langweilen sich, verweigern, arbeiten unter Niveau. Ein Drittel der Hochbegabten hat im Schulalltag keine auffälligen Spitzenleistungen.

Mythos „Online-IQ-Tests liefern das gleiche Ergebnis."
Fakt

Online-Tests haben weder Normierung, Einzelbetreuung noch standardisierte Testleitung. Sie können unterhalten, liefern aber keine valide Diagnose. Für schulische, rechtliche oder therapeutische Entscheidungen sind sie nicht anerkannt.

Mythos „Ein niedriger IQ bedeutet geringe Chancen im Leben."
Fakt

Lebenserfolg hängt von vielen Faktoren ab: sozialen Kompetenzen, Motivation, Durchhaltevermögen, emotionaler Intelligenz. Der WISC-V liefert nur einen Ausschnitt – und ist als Förderinstrument gedacht, nicht als Verdikt.

Mythos „Der WISC-V ist der gleiche Test wie der HAWIK."
Fakt

Der HAWIK war die deutsche Bezeichnung bis 2011 (HAWIK-IV). Der WISC-V ist ein signifikant weiterentwickeltes Verfahren: Er hat fünf statt vier Primärindexe, neue Aufgaben, aktuelle Normen und integriert die CHC-Theorie. Der Unterschied ist wissenschaftlich erheblich.

Entscheidungshilfe

Braucht mein Kind einen WISC-V-Test?

Sechs einfache Fragen helfen Ihnen einzuschätzen, ob eine professionelle WISC-V-Diagnostik für Ihr Kind sinnvoll sein könnte. Dies ist keine Diagnose, sondern eine Entscheidungshilfe vor dem Erstgespräch.

Frage 1: Schulische Auffälligkeiten – unterfordert oder überfordert?

Frage 2: Außergewöhnliche Leistungen in einzelnen Bereichen?

Frage 3: Schullaufbahnentscheidung steht an?

Frage 4: Verdacht auf LRS, Dyskalkulie oder ADHS?

Frage 5: Leistungen passen nicht zum beobachteten Potenzial?

Frage 6: Hochbegabung wurde von Lehrkräften oder Therapeut:innen angesprochen?

WISC-V Readiness-Check

6 Fragen · ca. 2 Minuten · Für Eltern oder Bezugspersonen

Frage 1 von 6 · Schulalltag
Wirkt Ihr Kind in der Schule oft unterfordert, gelangweilt oder abwesend?
Frage 2 von 6 · Auffallende Stärken
Zeigt Ihr Kind in bestimmten Bereichen außergewöhnliche Fähigkeiten (Mathe, Sprache, Musik, Logik)?
Frage 3 von 6 · Bildungsweg
Steht eine Schullaufbahnentscheidung an (Einschulung, Klassenüberspringen, Schulartwechsel)?
Frage 4 von 6 · Lernstörungen
Gibt es Hinweise auf LRS, Dyskalkulie, ADHS oder andere Lernbesonderheiten?
Frage 5 von 6 · Underachievement
Passen die schulischen Leistungen nicht zum Potenzial, das Sie bei Ihrem Kind sehen?
Frage 6 von 6 · Empfehlung von außen
Wurde eine mögliche Hochbegabung oder ein IQ-Test von Lehrkräften, Ärzten oder Therapeut:innen angesprochen?
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Transparente Preise

WISC-V Komplettpaket – einheitlicher Festpreis

Ein klarer Preis für die vollständige WISC-V-Begabungsdiagnostik. Alle Leistungen – vom Erstgespräch bis zum schriftlichen Kurzgutachten – sind enthalten. Keine versteckten Kosten.

Im Paket enthalten: Ausführliches Erstgespräch mit Anamnese · Vollständige WISC-V-Testdurchführung durch qualifizierte Fachkraft · Normierte Auswertung mit 95-%-Konfidenzintervall · Schriftliches Kurzgutachten mit allen Indexwerten · Ausführliches Nachgespräch mit Eltern · Mensa-Zertifikat bei IQ ≥ 130 · Alle Preise inkl. MwSt.
Gold-Standard
Begabungsdiagnostik Komplett
WISC-V Intelligenztest
Für Kinder & Jugendliche · 6 bis 16 Jahre · Standort Düsseldorf
329 €
einmalig inkl. 19 % MwSt.
Enthaltene Leistungen
  • Erstgespräch & Anamnese (30 Min.)
  • Vollständige WISC-V Testbatterie (60–90 Min.)
  • Professionelle normierte Auswertung (FSIQ + 5 Indexe)
  • Schriftliches Kurzgutachten mit Förderempfehlungen
  • Ausführliches Nachgespräch mit Eltern (45 Min.)
  • Mensa-Zertifikat bei nachgewiesener Hochbegabung (IQ ≥ 130)
Dauer ca. 2 Stunden
Bericht 1–3 Werktage
Standort Düsseldorf

Bei Sprachbarrieren oder Migrationshintergrund empfehlen wir alternativ den sprachfreien CFT 20-R (ebenfalls 329 €) oder eine Kombination beider Verfahren nach individueller Beratung.

Erfahrungsberichte

Was Eltern über den WISC-V beim Profiling Institut sagen

„Wir hatten den Verdacht auf Hochbegabung, aber die Schule fand nichts Ungewöhnliches. Der WISC-V beim Profiling Institut hat es auf den Punkt gebracht: IQ 138. Seitdem läuft die Förderung genau richtig."

M
Markus Friedrich

„Ich war beeindruckt, wie entspannt meine Tochter aus dem Test kam. Sie sagte, das war wie Rätsel lösen. Das Gutachten war detailliert, verständlich und hat uns klare Ansatzpunkte für die Schule gegeben."

C
Claudia R.

„Das Gutachten hat das Gymnasium überzeugt. Ohne die saubere WISC-V-Diagnostik hätten wir das Klassenüberspringen nicht durchbekommen. Klare Empfehlung für alle Eltern in ähnlicher Situation."

T
Thomas Bremer
Häufige Fragen

FAQ zum WISC-V Intelligenztest

Die häufigsten Fragen von Eltern rund um den WISC-V – ehrlich und verständlich beantwortet.

Ab welchem Alter und bis zu welchem Alter kann der WISC-V eingesetzt werden?

Der WISC-V ist für Kinder und Jugendliche von 6 Jahren und 0 Monaten bis 16 Jahren und 11 Monaten normiert. Für jüngere Kinder (2;6–7;7 Jahre) wird der WPPSI-IV eingesetzt, für Erwachsene der WAIS-IV. Die Normierung erfolgt monatsgenau, d.h. das Ergebnis wird immer mit exakt gleichaltrigen Kindern verglichen.

Wie lange dauert ein WISC-V-Test insgesamt?

Die reine Testdurchführung dauert 60–90 Minuten, abhängig vom Alter und der Arbeitsgeschwindigkeit des Kindes. Mit Erstgespräch (30 Min.) und Ergebnisgespräch (45 Min.) sollten Sie für den Gesamttermin ca. 2 Stunden einplanen. Jüngere Kinder erhalten zusätzliche Pausen.

Kann man sich auf einen WISC-V vorbereiten?

Spezifisches Training schadet mehr als es nutzt – der Test misst Problemlösefähigkeit bei neuartigen Aufgaben. Was hilft: Ihr Kind sollte ausgeschlafen, entspannt und gut gefrühstückt zum Termin kommen. Erklären Sie vorab ruhig und positiv, dass es um „Knobelaufgaben und Rätsel" geht. Druck und Erwartungen bitte unbedingt vermeiden.

Ab welchem IQ-Wert gilt ein Kind im WISC-V als hochbegabt?

Die international anerkannte Grenze liegt bei einem Gesamt-IQ (FSIQ) ≥ 130 – das entspricht den oberen 2,2 % der Bevölkerung. Wichtig: Bei stark heterogenem Profil kann statt des FSIQ der GAI (General Ability Index) herangezogen werden. Ab IQ ≥ 130 ist auch die Aufnahme bei Mensa in Deutschland möglich – das Profiling Institut stellt das entsprechende Zertifikat aus.

Wird der WISC-V von Schulen und Behörden anerkannt?

Ja – der WISC-V ist das anerkannte Standardverfahren für Schulbehörden, Jugendämter, Mensa-Aufnahmen, Förderanträge und gerichtliche Gutachten. Das Profiling Institut ist DIN 33430-zertifiziert und unsere Gutachten haben bundesweit Gewicht. Für spezifische Fragestellungen (z.B. Nachteilsausgleich) fertigen wir auf Wunsch auch ausführliche Gutachten an.

Was kostet ein WISC-V beim Profiling Institut?

Das Komplettpaket kostet 329 € inkl. 19 % MwSt. Darin enthalten sind: Erstgespräch, vollständige WISC-V-Testung, normierte Auswertung, schriftliches Kurzgutachten und Nachgespräch mit Eltern. Keine versteckten Kosten. Ausführliche Gutachten für Behörden oder Gerichte können bei Bedarf zusätzlich beauftragt werden.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für den WISC-V?

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel keine Kosten. Private Krankenversicherungen erstatten häufig Teile der Kosten, wenn eine medizinische Indikation vorliegt (z.B. ADHS-Verdacht, LRS, Entwicklungsverzögerung). Jugendämter, Schulbehörden und manche Stiftungen übernehmen in begründeten Einzelfällen die Kosten. Klären Sie das vorab mit Ihrer Versicherung oder Behörde.

Wie stabil ist das WISC-V-Ergebnis über die Zeit?

Die Retest-Reliabilität ist bei Kindern ab ca. 8 Jahren sehr hoch – Schwankungen um mehr als 10 IQ-Punkte sind selten. Bei jüngeren Kindern oder schwierigen Rahmenbedingungen (Ängstlichkeit, Tagesform, Sprachbarrieren) können Werte variieren. Wichtig: Der IQ ist eine Momentaufnahme unter Standardbedingungen – nicht das endgültige Urteil über das Kind. Wiederholungstestungen sollten frühestens nach 12 Monaten erfolgen.

Wann bekomme ich die Ergebnisse und das Gutachten?

Das schriftliche Kurzgutachten erhalten Sie in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen nach der Testung. Im anschließenden Elterngespräch (persönlich oder per Video) erläutern wir alle Ergebnisse im Detail und beantworten Ihre Fragen. Auf Wunsch können auch Lehrkräfte oder andere Bezugspersonen (mit Ihrer Einwilligung) einbezogen werden.

Was ist der Unterschied zwischen WISC-V, CFT 20-R und HAWIK-IV?

Der WISC-V ist das aktuelle Goldstandardverfahren (seit 2017 dt.) mit 5 Primärindexen und 15 Untertests. Der HAWIK-IV ist der Vorgänger (deutsche Fassung des WISC-IV, ab 2007), mit 4 Primärindexen und veralteten Normen. Der CFT 20-R ist ein rein sprachfreier, kulturfairer Test, der nur fluide Intelligenz misst – sinnvoll bei Sprachbarrieren, aber kein differenziertes Profil wie der WISC-V.

Wann ist es zu früh oder zu spät für einen WISC-V?

Unter 6 Jahren ist der WISC-V nicht normiert – hier kommt der WPPSI-IV zum Einsatz. Über 16 Jahren geht man zum WAIS-IV (Erwachsenentest) über. Innerhalb der Spanne 6–16 Jahre ist der WISC-V bei allen Fragestellungen einsetzbar, wobei die Ergebnisse bei jüngeren Kindern (6–7) generell mit etwas größerer Vorsicht interpretiert werden sollten.

Kann ich während der Testung dabei sein?

Aus testdiagnostischen Gründen führen wir die WISC-V-Testung grundsätzlich als Einzelsitzung ohne Eltern durch – die Anwesenheit Bezugspersonen verfälscht regelmäßig die Ergebnisse. Sie begleiten Ihr Kind bis in den Testraum, warten in unserem Wartebereich und werden sofort nach der Testung zum Gespräch dazu gerufen. Bei sehr jungen oder ängstlichen Kindern besprechen wir individuelle Lösungen.

Über das Expertenteam

Expertise & Erfahrung

Jan Bohlken – Gründer Profiling Institut
Jan Bohlken
Diplom-Sozioökonom · Gründer & Geschäftsführer, Profiling Institut

Jan Bohlken verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der psychologischen Eignungsdiagnostik und Potenzialanalyse. Als Gründer des Profiling Instituts hat er mehrere Tausend Kinder, Jugendliche und Erwachsene diagnostisch begleitet. Mitglied im nfb, der DGfK und im dvb. Das Profiling Institut ist nach DIN 33430 zertifiziert.

DIN 33430 zertifiziert Mitglied nfb Mitglied DGfK Mitglied dvb 25+ Jahre Diagnostik
Raphaela Peitsch – Diplom-Psychologin
Raphaela Peitsch
Diplom-Psychologin & Systemische Therapeutin (DGSF)

Raphaela Peitsch ist Diplom-Psychologin mit Schwerpunkten in klinischer Psychologie und Intelligenzdiagnostik. Sie führt regelmäßig WISC-V-Testungen durch und verfügt über spezialisierte Expertise in der Kinder- und Jugenddiagnostik, Aufmerksamkeits- und Leistungsdiagnostik sowie in der systemischen Beratung von Familien.

Diplom-Psychologin DGSF zertifiziert Klinische Psychologie Kinder- & Jugenddiagnostik

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