Fachkräftemangel 2024: Die Berufe mit den größten Lücken

Der Fachkräftemangel bleibt auch 2024 eines der zentralen Herausforderungen für Deutschland. Besonders betroffen: Gesundheits- und Sozialberufe, Elektro- und Handwerksberufe sowie spezialisierte technische Tätigkeiten. Unsere Analyse zeigt, wo die größten Engpässe bestehen, warum die Lücken trotz schwächerer Konjunktur weiter wachsen und welche Maßnahmen jetzt wirklich helfen.

Fachkräftemangel 2024: Die größten Lücken im Überblick

Aktualisiert: · Datenbasis: IW-Kurzbericht (Okt 2024)

Trotz konjunktureller Abkühlung bleibt der Fachkräftemangel auf einem kritischen Niveau. Vor allem in sozialen Berufen und im Handwerk können tausende Stellen rechnerisch nicht besetzt werden. Wir fassen die aktuellen Zahlen für Sie zusammen.

Kernaussage: In Deutschland fehlen aktuell über 530.000 qualifizierte Fachkräfte. Etwa 40 % aller offenen Stellen blieben im letzten Jahr unbesetzt.

Top-Engpassberufe 2024

Platz 1

Kinderbetreuung & Erziehung

Über 21.000 offene Stellen. Der Mangel verschärft indirekt den Arbeitskräftemangel in anderen Branchen.

Bedarf an Ausbildungsoffensiven & Zuwanderung.

Platz 2

Sozialarbeit & Pädagogik

Rund 18.000 fehlende Kräfte. 74 % der gemeldeten Stellen können nicht besetzt werden.

Fokus: Jugendhilfe & Schulsozialarbeit.

Platz 3–5

Pflege & Therapie

Besonders kritisch in der Physiotherapie (86 % unbesetzbar) sowie der Alten- und Krankenpflege.

Demografischer Wandel als Haupttreiber.

Platz 6

Bauelektrik

Über 18.000 vakante Stellen behindern die Energiewende und wichtige Wohnungsbauprojekte.

Hoher Bedarf an Elektrotechnik-Spezialisten.

Platz 7

Elektr. Betriebstechnik

Knapp 14.000 Stellen offen. Schlüsselbranche für die industrielle Automatisierung.

Relevanz für Industrie 4.0.

Platz 8

Maschinenbautechnik

Trotz schwacher Auftragslage fehlen 12.500 Experten für Produktion und Instandhaltung.

Qualitätssicherung & Prozesssteuerung.

Analysen: Warum die Lücke groß bleibt

  • Strukturelle Defizite: Die Demografie sorgt für ein Ausscheiden der Babyboomer aus dem Erwerbsleben.
  • Qualifikations-Gap: Die Anforderungen der Digitalisierung und Energiewende steigen schneller als die Weiterbildungen.
  • Matching-Probleme: Arbeitssuchende und offene Stellen passen oft regional oder fachlich nicht zusammen.
Methodik-Hinweis: Die Daten basieren auf dem Vergleich von gemeldeten offenen Stellen und arbeitslos gemeldeten Fachkräften (IW-Fachkräftedatenbank).

Quelle: IW Köln

Individuelle Studien- und Berufsberatung  — an sieben Standorten in ganz Deutschland

Persönlich für Sie da: Wir bieten keine pauschale Online-Beratung an. Unsere Experten, die über langjährige Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt verfügen, führen Sie bei Ihrer Studien- oder Berufsorientierung sicher durch den „Dschungel“ der zahlreichen, möglichen Studiengänge und Ausbildungsberufe. Wählen Sie einfach einen unserer sieben Standorte in ganz Deutschland. Hier sind wir für Sie da. Persönlich und mit profundem Know-how.

Sie denken darüber nach, sich beim Profiling Institut beraten zu lassen? Oder Sie möchten uns kennenlernen?

Fragen zum Beratungsangebot?