Nomen Nominandum
Nomen nominandum – lateinisch für „der zu nennende Name“ – ist ein Platzhalter für eine Person, deren Name zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht feststeht oder bewusst nicht genannt wird. Die gebräuchliche Abkürzung lautet N. N.
Wo N. N. verwendet wird
Am häufigsten begegnet die Abkürzung im Hochschulbetrieb. In Vorlesungsverzeichnissen steht N. N. an der Stelle der Dozentin oder des Dozenten, wenn eine Lehrveranstaltung bereits geplant, die Besetzung aber noch offen ist – etwa weil eine Professur vakant ist oder ein Lehrauftrag noch nicht vergeben wurde.
Darüber hinaus findet sich N. N. in Programmheften und Tagungsplänen, in Organigrammen für noch unbesetzte Stellen, in Stellenplänen der öffentlichen Verwaltung sowie in Theaterbesetzungen und Konzertankündigungen.
Die verschiedenen Auflösungen von N. N.
Die Abkürzung wird auf mehrere lateinische Wendungen zurückgeführt, die sich inhaltlich unterscheiden:
- nomen nominandum – „der Name ist noch zu nennen“. Die Person steht noch nicht fest. Dies ist die im Hochschulkontext übliche Lesart.
- nomen nescio – „ich kenne den Namen nicht“. Der Name ist unbekannt.
- nomen nominetur – „der Name werde genannt“, eine ältere Variante mit gleicher Bedeutung wie nomen nominandum.
In der Praxis wird zwischen diesen Auflösungen selten unterschieden; entscheidend ist die Funktion als Platzhalter.
Schreibweise und Abgrenzung
Korrekt ist die Schreibweise mit Leerzeichen und Punkten: N. N. Verbreitet sind auch NN und N.N. Groß- und Kleinschreibung der ausgeschriebenen Form richtet sich nach dem Satzzusammenhang.
Nicht zu verwechseln ist N. N. mit dem juristischen Platzhalter „Unbekannt“ in Ermittlungsverfahren oder mit dem englischen TBA (to be announced) beziehungsweise TBD (to be determined), die im internationalen Kontext dieselbe Funktion erfüllen.
Häufige Fragen
Wofür steht die Abkürzung N. N.?
N. N. steht meist für das lateinische nomen nominandum („der zu nennende Name“). Es markiert eine Person, deren Name noch nicht feststeht. Andere Auflösungen sind nomen nescio („ich kenne den Namen nicht“) und nomen nominetur.
Warum steht im Vorlesungsverzeichnis N. N.?
Weil die Lehrveranstaltung geplant ist, die Dozentin oder der Dozent aber noch nicht feststeht – etwa bei einer vakanten Professur oder einem noch nicht vergebenen Lehrauftrag. Die Besetzung wird in der Regel vor Semesterbeginn nachgetragen.
Wie schreibt man N. N. korrekt?
Die korrekte Schreibweise ist N. N. mit Punkten und Leerzeichen zwischen den beiden Buchstaben. In der Praxis sind auch N.N. und NN verbreitet.
Was bedeutet das für Ihre Situation?
Begriffe erklären den Rahmen – die Entscheidung treffen Sie im eigenen Kontext. Unsere Beraterinnen und Berater ordnen ein, was für Ihren Weg wirklich zählt: in der Schul-, Studien- und Berufsberatung ebenso wie in der beruflichen Neuorientierung.