Magna Cum Laude
Magna cum laude – lateinisch für „mit großem Lob“ – ist in Deutschland die zweitbeste Note einer Promotion. Sie steht unterhalb von summa cum laude und oberhalb von cum laude und entspricht der Bewertung „sehr gut“.
Die Notenstufen der Promotion
Promotionsleistungen werden in Deutschland traditionell mit lateinischen Prädikaten bewertet. Die übliche Skala lautet von oben nach unten:
- summa cum laude – „mit höchstem Lob“, ausgezeichnet (Note 0 beziehungsweise 1,0)
- magna cum laude – „mit großem Lob“, sehr gut (Note 1)
- cum laude – „mit Lob“, gut (Note 2)
- rite – „ordentlich“, genügend (Note 3)
- non sufficit oder insufficienter – nicht ausreichend, nicht bestanden
Bewertet werden in der Regel die schriftliche Dissertation und die mündliche Prüfung – je nach Promotionsordnung Disputation oder Rigorosum – getrennt. Aus beiden Teilnoten bildet die Fakultät das Gesamtprädikat.
Wie häufig wird magna cum laude vergeben?
Die Vergabepraxis unterscheidet sich erheblich zwischen Fächern und Fakultäten. Magna cum laude ist an vielen Fakultäten das am häufigsten vergebene Prädikat und gilt als solides, gutes Ergebnis. Summa cum laude bleibt dagegen einer kleinen Spitzengruppe vorbehalten und erfordert an den meisten Fakultäten ein einstimmiges Votum sowie teilweise ein zusätzliches externes Gutachten.
Weil Promotionsordnungen Ländersache und Sache der einzelnen Hochschule sind, ist ein direkter Vergleich zwischen Fakultäten nur eingeschränkt möglich.
Bedeutung für die Karriere
Für eine wissenschaftliche Laufbahn ist das Prädikat relevant: Bei Stipendien, Postdoc-Stellen und Berufungsverfahren wird es beachtet, wobei Publikationen und Forschungsleistung mit zunehmender Karrieredauer schwerer wiegen. Außerhalb der Wissenschaft spielt die konkrete Promotionsnote in Bewerbungsverfahren meist eine untergeordnete Rolle – dort zählt vor allem, dass eine Promotion abgeschlossen wurde, sowie das Fachgebiet und die Berufserfahrung.
Abgrenzung zum angelsächsischen System
Im angelsächsischen Raum bezeichnen summa cum laude, magna cum laude und cum laude etwas anderes: Sie sind sogenannte Latin honors und werden bereits beim Bachelorabschluss vergeben, meist nach festen Notendurchschnitts- oder Perzentilgrenzen. Eine deutsche Promotionsnote und US-amerikanische Latin honors sind daher nicht miteinander vergleichbar.
Häufige Fragen
Welche Note entspricht magna cum laude?
Magna cum laude entspricht der Note „sehr gut“ und wird in Zahlen meist als 1 geführt. Sie ist die zweitbeste Promotionsnote nach summa cum laude.
Was ist besser: magna cum laude oder cum laude?
Magna cum laude ist besser. Die Reihenfolge lautet von oben nach unten: summa cum laude, magna cum laude, cum laude, rite.
Ist magna cum laude eine gute Promotionsnote?
Ja. Magna cum laude gilt als sehr gutes Ergebnis und ist an vielen Fakultäten das am häufigsten vergebene Prädikat. Für eine wissenschaftliche Laufbahn ist es ein solides Fundament.
Was bedeutet das für Ihre Situation?
Begriffe erklären den Rahmen – die Entscheidung treffen Sie im eigenen Kontext. Unsere Beraterinnen und Berater ordnen ein, was für Ihren Weg wirklich zählt: in der Schul-, Studien- und Berufsberatung ebenso wie in der beruflichen Neuorientierung.