Ausbildungsmarkt · Stand September 2025

Freie Ausbildungsplätze finden –
und den passenden erkennen

In der Stellenbörse weiter unten finden Sie freie Ausbildungsplätze in ganz Deutschland. Davor lohnt sich die wichtigere Frage: Welcher Ausbildungsberuf passt überhaupt zu Ihnen? Denn freie Plätze gibt es – nur oft nicht dort, wo alle suchen.

Die Lage

Weniger freie Plätze – und mehr Bewerber ohne Platz

Der Ausbildungsmarkt hat sich 2025 aus Sicht der Jugendlichen verschärft. Das betriebliche Angebot ging um rund 27.000 Stellen zurück, während die Nachfrage leicht stieg.

476.000neue Ausbildungsverträge 2025−2,1 % gegenüber 2024
54.400unbesetzte Ausbildungsplätze−21,6 % – deutlich weniger als 2024
84.400Bewerber ohne Platzhöchster Wert seit 2010
+0,7 %Nachfrage der Jugendlichengestiegen, während das Angebot sank

Das Passungsproblem. Beide Zahlen stiegen gleichzeitig: unbesetzte Plätze auf der einen, unversorgte Bewerber auf der anderen Seite. Das ist kein Widerspruch, sondern das zentrale Merkmal des heutigen Ausbildungsmarkts – Angebot und Nachfrage passen räumlich und fachlich immer schlechter zueinander.

Für Sie heißt das: Die Suche nach dem Ausbildungsplatz entscheidet sich weniger über die Zahl der verschickten Bewerbungen als darüber, ob Sie im richtigen Berufsfeld suchen.

Vorgehen

In drei Schritten zum passenden Ausbildungsplatz

1

Passung klären, bevor Sie suchen

Wer erst die Stellenanzeigen durchsieht und daraus einen Berufswunsch ableitet, lässt sich vom Angebot steuern statt von den eigenen Stärken. Die Reihenfolge sollte umgekehrt sein.

Kostenloser Berufswahltest für Schüler →Welcher Beruf passt zu mir? →
2

Beruf und Vergütung vergleichen

Zwischen dem bestbezahlten und dem am schlechtesten bezahlten Ausbildungsberuf liegen über 700 Euro im Monat. Entscheidend ist dabei weniger der Beruf als die Branche, in der Sie ihn lernen.

Alle 174 Berufe im Vergütungs-Ranking →Übersicht aller Ausbildungsberufe →
3

Gezielt bewerben statt streuen

Bei rückläufigem Angebot zählt die Qualität der Bewerbung mehr als ihre Zahl. Wer im Gespräch erklären kann, warum genau dieser Beruf passt, hebt sich von Massenbewerbungen ab.

Vorstellungsgespräch üben →Bewerbungscoaching →
Stellensuche

Freie Ausbildungsplätze in der Stellenbörse

Suchen Sie nach Beruf, Ort oder Branche. Die Anzeigen stammen aus der Ausbildungsplatzbörse unseres Partners Jobware und werden dort laufend aktualisiert.

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Weitere Informationen
Häufige Fragen

FAQ: Ausbildungsplatzsuche

Große Unternehmen und der öffentliche Dienst schreiben ihre Ausbildungsplätze oft ein Jahr im Voraus aus – für einen Start im August also bereits im Spätherbst des Vorjahres. Kleine und mittlere Betriebe suchen dagegen häufig kurzfristig, teils noch im Juli und August. Wer im Frühjahr noch keinen Platz hat, sollte deshalb nicht aufgeben: Ein erheblicher Teil der Verträge wird erst in den letzten Wochen vor Ausbildungsbeginn geschlossen.

Zum Stichtag 30. September 2025 waren bundesweit rund 54.400 Ausbildungsplätze unbesetzt – gut 21 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig hatten 84.400 junge Menschen keinen Platz gefunden, der höchste Wert seit 2010. Freie Plätze und suchende Bewerber passen also zunehmend nicht zueinander, räumlich wie fachlich.

Dass Sie in einer Region oder Branche suchen können, in der es rechnerisch genügend Plätze gibt – und trotzdem keine Zusage bekommen, weil die offenen Stellen in anderen Berufen liegen. Es lohnt sich deshalb, das Suchfeld bewusst zu öffnen: Viele Berufe mit sehr guten Perspektiven sind wenig bekannt und haben entsprechend wenige Bewerber.

Rechtlich schreibt das Berufsbildungsgesetz keinen Mindestabschluss für eine duale Ausbildung vor – Betriebe dürfen frei entscheiden. In der Praxis erwarten viele einen mittleren Abschluss, in technischen und kaufmännischen Berufen häufig auch das Abitur. Bei Besetzungsschwierigkeiten sind Betriebe jedoch oft flexibler, als die Stellenanzeige vermuten lässt.

Auszubildende in tarifgebundenen Betrieben erhielten 2025 im Durchschnitt 1.209 Euro brutto im Monat. Die Spanne ist groß: von 1.463 Euro in der Milchtechnologie bis 727 Euro im Friseurhandwerk. Wichtiger als der Berufstitel ist dabei die Branche – derselbe Beruf kann je nach Ausbildungsbereich über 200 Euro monatlich auseinanderliegen.

Sie lohnt sich vor allem dann, wenn mehrere Berufe infrage kommen oder gar keiner überzeugt. Rund ein Viertel aller Ausbildungsverträge wird vorzeitig gelöst, häufig wegen fehlender Passung zwischen Person und Beruf. Eine Eignungsdiagnostik nach DIN 33430 prüft systematisch, welche Berufsfelder zu Ihren Stärken, Interessen und Motiven passen.

Quellen: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und Bundesagentur für Arbeit, Ausbildungsmarkt 2025, Stichtag 30. September 2025 · BIBB-Datenbank Tarifliche Ausbildungsvergütungen, Stand 1. Oktober 2025. Die Stellenanzeigen werden von Jobware bereitgestellt; für ihre Inhalte ist der jeweilige Anbieter verantwortlich. Alle Angaben ohne Gewähr.