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Berufsbild · Beratung & Soziales

Coach / Karriereberater: Aufgaben, Gehalt & Karriere 2026

Coaches und Karriereberater begleiten Menschen in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung – mit validierten Methoden, klaren Grenzen zur Therapie und wachsender gesellschaftlicher Nachfrage. Was diese Berufe wirklich bedeuten, warum Zertifizierung entscheidend ist und wie man davon leben kann: der vollständige Ratgeber.

50.000 –
150.000 € Jahresumsatz je Kontext
~ 10.000
ICF-zertifizierte Coaches in DE (2025)
SEI
RIASEC-Idealprofil
Wachsend
Nachfrage steigt – Qualität entscheidet
DIN 33430 zertifiziert
25+ Jahre Beratungspraxis
Gehaltsdaten 2025 / 2026
RIASEC-Eignungsprofil enthalten
Aktualisiert: Januar 2026

Was macht ein Coach / Karriereberater?

Coaching und Karriereberatung sind Berufe mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und gleichzeitig massiver Qualitätsstreuung auf dem Markt. Ein zertifizierter Coach nach ICF-Standards arbeitet mit validierten Methoden, hält klare Rollengrenzen zur Psychotherapie ein und begleitet psychisch gesunde Menschen dabei, eigene Lösungen zu finden – nicht fertige Antworten zu liefern. Ein Karriereberater hingegen gibt direktivere Orientierung: Stärkenanalyse, Berufsfeldauswahl, Lebenslauf, Bewerbungsstrategie.

Der Markt ist unreguliert – jeder darf sich „Coach" nennen. Das macht Qualitätssignale wie ICF-Akkreditierung, DIN 33430 Zertifizierung und nachweisbare Ausbildungsstunden so entscheidend. Seriöse Coaches unterscheiden sich von unseriösen nicht durch ihre Website, sondern durch ihre Ausbildung, Supervision und Selbstreflexionspraxis.

Coaching vs. Beratung vs. Therapie: Die wichtigste Abgrenzung

Coaching
Ressourcenorientiert · nicht-direktivisch
Zielgruppe: psychisch gesunde Menschen
Fragt, statt zu sagen – lässt Lösungen entstehen
Kein Krankheitswert, keine Kassenleistung
Schwerpunkt: Ziele, Potenziale, Entscheidungen
Keine Approbation nötig – aber Zertifizierung wichtig
Karriereberatung
Direktivischer · expertenbasiert
Berät aktiv: Bewerbung, Stellenmarkt, Gehalt
Eignungsdiagnostik und Stärkenanalyse
Konkrete Empfehlungen statt offene Fragen
Kombination aus Beratung, Analyse und Coaching
DIN 33430 als Qualitätsstandard für Diagnostik
Psychotherapie
Heilkundlich · approbiert
Behandelt psychische Störungen mit Krankheitswert
Kassenzulassung, Approbation Pflicht
Setzt Diagnose nach ICD-11 voraus
Klare gesetzliche Regulierung (PsychThG)
Coach MUSS bei Anzeichen weiterverweisen
Einzel-Coachings durchführen
Strukturierte Gespräche nach systemischem oder lösungsfokussiertem Ansatz führen. Ziele klären, Ressourcen aktivieren, nächste Schritte erarbeiten – und den Klienten dabei in der Verantwortung lassen.
Eignungsdiagnostik & Stärkenanalyse
Persönlichkeitstests, RIASEC, Potenzialanalysen durchführen und interpretieren. Stärken und Entwicklungsfelder sichtbar machen – die Grundlage jeder fundierten Karriereberatung.
Gruppen-Coachings & Workshops
Gruppen durch kollektive Reflexionsprozesse führen – für Teams, Führungskräftegruppen oder offene Seminarformate. Skalierbarer als Einzel-Coaching, aber methodisch anspruchsvoller.
Bewerbungscoaching & Outplacement
Lebensläufe optimieren, Anschreiben schärfen, Interviewtraining durchführen, Gehaltsverhandlungen vorbereiten. Oft in Outplacement-Programmen von Unternehmen eingekauft.
Akquise & Selbstvermarktung
Als Selbständiger: kontinuierliche Netzwerkpflege, LinkedIn-Präsenz, Empfehlungsmarketing, Angebotserstellung, Preisverhandlung. Ohne Akquise kein Coaching-Business.
Eigene Supervision & Weiterentwicklung
Regelmäßige Supervision der eigenen Coaching-Arbeit, kontinuierliche Weiterbildung (CCE-Stunden für ICF-Rezertifizierung), Selbstreflexion der eigenen Rolle. Ethische Pflicht guter Coaches.

Typischer Arbeitstag – Selbständiger Executive Coach & Karriereberater

08:00
Vorbereitung & Admin
Sitzungsnotizen vom Vortag finalisieren, Klientenunterlagen durchsehen, Rechnungen stellen, Terminanfragen beantworten, LinkedIn-Beitrag veröffentlichen.
09:30
Erstgespräch Neuklient
Kostenloses 30-minütiges Kennenlernen: Anliegen klären, Coaching-Verständnis besprechen, Passung prüfen und ggf. Angebot unterbreiten.
10:30
Einzel-Coaching (Executive)
60–90-minütige Sitzung mit Führungskraft: Strategische Entscheidungsfindung, Führungsverhalten reflektieren, Ziele und Hindernisse explorieren.
12:30
Karriereberatung (Potenzialanalyse)
60-minütige Beratungssitzung: Testergebnisse (Persönlichkeit, RIASEC) besprechen, Berufsfelder ableiten, Entscheidungsunterstützung geben.
15:00
Supervision / Intervision
Monatliche Supervision der eigenen Coaching-Arbeit: Schwierige Fälle besprechen, Methoden hinterfragen, blinde Flecken aufdecken.
16:30
Akquise & Networking
LinkedIn-Kommentare, Podcast-Vorbereitung, Angebot für Unternehmenskunden fertigstellen, Netzwerktreffen vorbereiten.

Die wichtigsten Coaching-Zertifizierungen 2026

Da der Coaching-Markt unreguliert ist, sind Zertifizierungen das wichtigste Qualitätssignal – für Klienten und Unternehmen. Diese Standards sind 2026 am relevantesten:

ICF ACC / PCC / MCC
International Coaching Federation
Weltweit führender Coaching-Standard. Drei Stufen: ACC (60 Stunden), PCC (500 Stunden), MCC (2.500 Stunden Coaching-Erfahrung). Mentorstunden und schriftliche Prüfung erforderlich. De-facto-Standard für seriöse Korporatekunden.
Internationaler Goldstandard
DBVC-Mitglied
Dt. Bundesverband Coaching e.V.
Führender deutschsprachiger Coaching-Verband mit Qualitätsstandards (mind. 120 Stunden Ausbildung, Supervision, Ethik-Kodex). DBVC-Mitgliedschaft als Qualitätssignal bei deutschen Unternehmenskunden.
DE-Standard / Unternehmenskunden
Systemischer Coach (DGSv / DGSF)
Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie
Systemisches Coaching auf wissenschaftlicher Grundlage. Ausbildung 1,5–2 Jahre, intensive Supervisionsstunden. In Österreich und Deutschland sehr anerkannt. Methodisch tiefgründige Ausbildung.
Methodische Tiefe
DIN 33430 Zertifizierung
Profiling Institut & anerkannte Stellen
Standard für berufsbezogene Eignungsdiagnostik – essenziell für Karriereberater, die mit validierten Testverfahren arbeiten. Bescheinigt die Kompetenz zur Auswahl, Durchführung und Interpretation von Eignungsbeurteilungen.
Eignungsdiagnostik Pflicht
CDAA / BKC
Career Dev. Assoc. Australia / Bundesverb. Karriereberater
Speziell für Karriereberatung: Berufseignungsdiagnostik, Laufbahnberatung, Outplacement. In Deutschland wachsende Verbandsstruktur. Für Spezialisierung auf Karriereberatung sinnvolle Ergänzung zu ICF.
Karrierespezialisierung
NLP Master / Business NLP
DVNLP / INLPTA
Verbreitet, aber wissenschaftlich umstritten. NLP-Techniken werden von vielen Coaches genutzt, die wissenschaftliche Evidenz ist begrenzt. Als Werkzeugkasten nützlich – als alleinige Grundlage unzureichend. ICF-Kunden sehen NLP kritisch.
Verbreitet / umstritten

Ausbildung & Einstieg: Wie wird man Coach / Karriereberater?

Es gibt keinen gesetzlich geregelten Ausbildungsweg – was die Qualitätsstreuung erklärt. Seriöse Coaches durchlaufen in der Regel mehrere Jahre Ausbildung und Supervision, bevor sie eigenständig praktizieren. Wer nach einem Wochenendseminar Coaching-Dienstleistungen verkauft, schadet sich und dem Ruf der Branche.

Akademisch
Psychologie / Sozialwissenschaften + Coaching-Ausbildung
Psychologie, Pädagogik, Sozialarbeit oder Wirtschaftspsychologie bieten das theoretische Fundament: Gesprächsführung, Diagnostik, Entwicklungspsychologie. Anschließend: ICF-akkreditierte Coaching-Ausbildung (120–200 Stunden) + Supervision. Dieser Weg produziert methodisch tiefgründige Coaches mit wissenschaftlichem Anspruch. Für Karriereberatung ergänzend: DIN 33430 Zertifizierung für Eignungsdiagnostik.
Studium 3–5 J. + Coaching-Ausbildung 1–2 J. · Einstieg: Karriereberater, Inhouse Coach
Praxis-basiert
Führungserfahrung + systemisches Coaching
Viele erfolgreiche Executive Coaches haben 15–20 Jahre Führungserfahrung in Wirtschaft, Beratung oder HR – und ergänzen das mit einer systemischen Coaching-Ausbildung. Der Vorteil: Glaubwürdigkeit bei Führungskräften durch gelebte Praxis. Der Nachteil: ohne fundierte Methodenausbildung fehlt das professionelle Handwerkszeug. Kombination aus beidem ist der häufigste Weg in den Executive-Coaching-Markt.
Berufserfahrung 10–20 J. + Coaching-Ausbildung 1–2 J. · Einstieg: Executive Coach
HR / Beratung
Aus Personalentwicklung oder Unternehmensberatung
HR-Business-Partner, Personalentwickler oder Unternehmensberater wechseln häufig in selbständiges Coaching oder Karriereberatung. Sie bringen Kenntnis von Unternehmenskultur, Personalentscheidungen und Bewerbungsprozessen mit – ein unschätzbarer Vorteil bei Karriereberatung. Ergänzt mit ICF-Zertifizierung und Supervision entsteht ein glaubwürdiges Profil für Unternehmenskunden und Privatklienten.
HR/Beratung 5–10 J. + Coaching-Ausbildung · Einstieg oft direkt als Senior Karriereberater

Gehalt als Coach / Karriereberater 2026

Die Einkommensspanne im Coaching ist enorm – von prekären 20.000 € Jahresumsatz als Einsteiger bis zu 300.000 €+ bei renommierten Executive Coaches mit Unternehmenskunden. Entscheidend sind: Zielgruppe, Spezialisierung, Marke und die Fähigkeit, hochwertige Kunden zu gewinnen und zu halten.

60 €
Stundensatz Berufseinsteiger
Privatpersonen, wenig Erfahrung
150 €
Karriereberater, zertifiziert
3–5 Jahre, gutes Netzwerk
300 €
Executive Coach, Unternehmenskunden
ICF PCC, Renommée
500 €+
Top Executive Coach / C-Level
ICF MCC, DAX-Kunden
Kontext / ModellStundensatzJahresumsatz (realistisch)Klientel
Berufseinsteiger Coach50–90 €20.000 – 45.000 €Privatpersonen, Studenten
Karriereberater (zertifiziert)120–200 €55.000 – 90.000 €Fach- und Führungskräfte
Business Coach (Unternehmenskunden)200–350 €80.000 – 140.000 €Unternehmen / Outplacement
Executive Coach300–600 €100.000 – 200.000 €Führungskräfte, C-Level
Inhouse Coach (angestellt)55.000 – 80.000 € fixUnternehmensinterner Dienst

Quellen: ICF Global Coaching Study 2023, DBVC Coaching-Studie 2025, Profiling Institut Marktbeobachtung. Wichtig: Der Stundensatz allein sagt nichts – entscheidend ist die Auslastung. Selbständige Coaches arbeiten selten mehr als 20–25 bezahlte Stunden pro Woche. Der Rest geht in Akquise, Vorbereitung und Administration.

Welche Persönlichkeit passt zum Coach / Karriereberater?

Coaching ist kein Beruf für Extravertierte, die anderen gerne Ratschläge geben. Es ist ein Beruf für Menschen, die echte Neugier auf andere Menschen mitbringen – und die Fähigkeit haben, Antworten zurückzuhalten, um die Klienten zu eigenen Lösungen zu führen.

RIASEC-Eignungsprofil: Coach / Karriereberater

Das Idealprofil ist SEI – Social, Enterprising, Investigative. Echtes Menscheninteresse und Empathie (S), der Antrieb eine eigene Praxis aufzubauen und Klienten zu gewinnen (E) und die analytische Neugier für Persönlichkeit, Muster und Zusammenhänge (I).

S
Social
Sehr hohe Passung
E
Enterprising
Für Selbständigkeit
I
Investigative
Diagnose & Methodik
A
Artistic
Kreative Methoden
C
Conventional
Admin & Dokumentation
R
Realistic
Wenig relevant
Der S-Typ (Social) ist die Basis: Echtes, nicht-therapeutisches Interesse an Menschen. Freude daran, anderen beim Wachsen zuzuschauen – nicht eigene Lösungen aufzuzwingen. Wer coaching betreibt, um selbst zu glänzen, schadet den Klienten. Der E-Typ (Enterprising) ist für die Selbständigkeit unverzichtbar: Wer kein Business aufbauen, keine Kunden akquirieren und keinen Preis verhandeln kann, wird als Coach nicht überleben. Die romantische Vorstellung vom Coaching ohne Akquisementalität scheitert in der Praxis. Der I-Typ (Investigative) ermöglicht methodische Tiefe: Persönlichkeit diagnostizieren, Muster hinter dem Offensichtlichen erkennen, Hypothesen entwickeln und hinterfragen. Ohne analytischen Antrieb bleibt Coaching an der Oberfläche. Wichtige Selbstprüfung: Kann ich schweigen wenn jemand anderes die Antwort sucht? Kann ich Nein sagen wenn jemand Coaching braucht, aber eigentlich Therapie benötigt? Kann ich mein Business durch Empfehlungsmarketing aufbauen?
Eigenen RIASEC-Code ermitteln

Karrierestufen im Coaching & Karriereberatung

Coaching-Karrieren verlaufen entweder angestellt (Inhouse Coach, Coach bei Weiterbildungsinstituten) oder selbständig. Der selbständige Weg ist der häufigere – und der anspruchsvollere, weil er Unternehmergeist verlangt:

Stufe 1
Coach in Ausbildung
0 – 2 Jahre
20 – 45 T € Umsatz
Ausbildungsstunden absolvieren, erste Übungscoachings, niedrige Stundensätze. Aufbau des ersten Klientenkreises über Netzwerk und Empfehlungen.
Stufe 2
Zertifizierter Coach / Berater
2 – 5 Jahre
50 – 90 T € Umsatz
ICF ACC oder DBVC-Mitgliedschaft. Stabile Klientenbasis, klares Nischenprofil, erste Unternehmenskunden, regelmäßige Supervision.
Stufe 3
Senior Coach / Executive Coach
5 – 12 Jahre
90 – 180 T € Umsatz
ICF PCC. Starke Reputation, Unternehmenspartnerschaften, eigene Ausbildungsgruppen oder Produkte. Warteliste als Qualitätssignal.
Stufe 4
Top Executive Coach / Institut
12+ Jahre
150 – 500 T €+ Umsatz
ICF MCC. DAX-Kunden, eigenes Coaching-Institut, Ausbildung anderer Coaches, Buchveröffentlichungen, Keynote-Speaker.

Spezialisierungen im Coaching & Karriereberatung

Die erfolgreichsten Coaches haben eine klare Nische – und kommunizieren sie unmissverständlich. Wer für alle Themen offen ist, wird für niemanden zur ersten Wahl:

Executive Coaching / Leadership
Führungskräfte auf C-Level. Höchste Stundensätze, anspruchsvollste Klienten, stärkstes Empfehlungsnetzwerk.
Karriereberatung / Outplacement
Berufliche Neuorientierung, Jobsuche, Bewerbungstraining. Oft von Unternehmen finanziert. Das Profiling Institut ist hier führend.
Business Coaching / Gründer
Unternehmer und Selbständige in Aufbau- und Wachstumsphasen begleiten. Kombination aus Coaching und strategischer Beratung.
Life Coaching / Persönlichkeit
Private Ziele, Lebensgestaltung, Work-Life-Integration. Breiter Markt, starker Wettbewerb, selbst finanziert vom Klienten.
Team- & Organisationscoaching
Teamdynamiken entwickeln, Konflikte lösen, Kollaborationskultur fördern. Vom Unternehmen finanziert, höhere Einzel-Honorare.
Burnout-Prävention / Resilienz
Stressmanagement, Energiemanagement, Grenzen setzen. Stark wachsende Nachfrage. Achtung: klare Grenze zur Therapie einhalten.
Hochschulabsolventen / Young Professionals
Berufseinstieg, erste Führungsrolle, Studiumswahl. Geringere Honorare, aber großes Marktvolumen und starke Empfehlungskultur.
Online Coaching / Digitales Geschäftsmodell
Video-Sessions, digitale Kurse, Membership-Community. Skalierbar, standortunabhängig, aber Markenaufbau aufwändiger.

Vorteile & Nachteile – eine ehrliche Einschätzung

Coaching und Karriereberatung sind erfüllende Berufe – aber sie werden häufig romantisiert. Die wirtschaftliche Realität für Einsteiger ist herausfordernd:

Vorteile
Sehr hohes Sinnpotenzial – direkte Wirkung auf Menschenleben
Maximale Flexibilität in Zeit, Ort und Klientenauswahl
Kein Weisungsgebunden – vollständige unternehmerische Freiheit
Keine Berufsregulierung – breiter Einstiegszugang
Top-Stundensätze im Senior-Bereich möglich
Wachsender Markt durch steigende gesellschaftliche Nachfrage
Kontinuierliche eigene Persönlichkeitsentwicklung inklusive
Nachteile
Unregulierter Markt – enorme Qualitätsstreuung und Konkurrenz
Einkommensunsicherheit besonders in den ersten 3–5 Jahren
Akquise ist zeitaufwändig und psychisch belastend
Begrenzte Stunden-Kapazität – kaum Skalierbarkeit ohne Digitalisierung
Emotionale Erschöpfung durch intensive Einzelgespräche
Dauerhaftes Lernen und Supervision als Kostenfaktor
Kein Anspruch auf Arbeitslosenversicherung bei Selbständigkeit
Profiling Institut · DIN 33430 zertifiziert · Karriereberatung

Karriereberatung mit Substanz – nicht Intuition

Das Profiling Institut verbindet validierte Eignungsdiagnostik (DIN 33430) mit professioneller Karriereberatung an 7 Standorten in Deutschland. Keine Quick-Fixes, keine Allgemeinplätze – sondern fundierte Analyse Ihrer Stärken, Potenziale und Karrieremöglichkeiten.

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Häufige Fragen zum Beruf Coach / Karriereberater

Ja – aber nicht sofort und nicht ohne unternehmerisches Denken. Die Realität: Die meisten Coaches brauchen 3–5 Jahre, um ein stabiles Einkommen von 60.000+ € zu erzielen. In dieser Phase ist ein Nebeneinkommen oder ein Übergangsmodell (z. B. 3 Tage angestellt, 2 Tage Coaching) oft sinnvoll. Was langfristig entscheidet: Nischen-Positionierung (wer für alle da ist, wird für niemanden empfohlen), konsequentes Empfehlungsmarketing, Unternehmenskunden als stabilerer Auftraggeber als Privatpersonen und die Bereitschaft, in Qualität zu investieren (Supervision, Ausbildung, Zertifizierung). Top Executive Coaches mit ICF MCC und DAX-Kunden verdienen 200.000–500.000 €+ – aber das sind die wenigen Prozent nach 15+ Jahren Aufbauarbeit.
Der Unterschied liegt in der Direktivität. Ein Coach arbeitet nicht-direktivisch: Er fragt, statt zu sagen. Er aktiviert Ressourcen des Klienten, statt eigene Lösungen zu liefern. Der Klient ist der Experte für sein Leben. Ein Karriereberater ist direktivischer: Er hat Fachwissen über Berufsfelder, Bewerbungsprozesse und den Arbeitsmarkt – und teilt es aktiv. Er macht Empfehlungen, interpretiert Testergebnisse und schlägt konkrete Maßnahmen vor. In der Praxis kombinieren die besten Karriereberater beide Ansätze: systemische Gesprächsführung mit fachlicher Expertise. Das Profiling Institut verbindet validierte Diagnostik (DIN 33430) mit einem coachingorientierten Beratungsansatz.
Es gibt keine einzige „beste" Ausbildung – aber klare Qualitätskriterien. Gute Coaching-Ausbildungen: (1) Sind von der ICF akkreditiert (ACTP oder ACSTH-Programm) – das bedeutet strukturelle und inhaltliche Qualitätssicherung. (2) Umfassen mindestens 100–200 Ausbildungsstunden plus Supervisionsstunden. (3) Enthalten Selbsterfahrungsanteile – wer sich nicht selbst kennt, kann andere nicht begleiten. (4) Verlangen Mentor Coaching und praktische Coaching-Stunden. Zu vermeiden: Wochenendseminare ohne ICF-Akkreditierung, Programme ohne Supervisionspflicht und Ausbildungen die hauptsächlich NLP-Techniken vermitteln ohne methodische Breite. Gute Adressen in Deutschland: ISMOP, Coaching Akademie Berlin, ECA, INtem. Immer ICF-Akkreditierung prüfen.
Das ist eine der ethisch wichtigsten Fragen im Coaching-Beruf. Ein Coach muss weiterverweisen, wenn: (1) Anzeichen einer psychischen Störung mit Krankheitswert vorliegen (anhaltende depressive Episoden, Angststörungen, Traumata, Sucht, psychotische Episoden). (2) Der Klient über Suizidgedanken spricht. (3) Das Anliegen den Rahmen des Coachings übersteigt – z. B. wenn Kindheitstraumata die aktuelle berufliche Situation bestimmen. (4) Der Klient trotz mehrerer Sitzungen keine eigenständigen Ressourcen aktivieren kann. Ein guter Coach kennt seine eigene Grenze und hat Netzwerke zu Psychotherapeuten für Weiterverweisungen. Die Grenzlinie ist nicht immer trennscharf – deshalb ist regelmäßige Supervision ethische Pflicht, um eigene blinde Flecken zu identifizieren.
Seriöses Karrierecoaching kostet in Deutschland typisch 120–300 € pro Stunde, je nach Qualifikation des Coaches und Zielgruppe. Ein vollständiges Karriereberatungspaket (Eignungsdiagnostik + mehrere Sitzungen) liegt meist zwischen 800 und 3.000 €. Wer zahlt? Häufig der Arbeitgeber – bei Outplacement (wenn Unternehmen Mitarbeiter bei der beruflichen Neuorientierung unterstützen nach Restrukturierungen) übernimmt das Unternehmen die Kosten. Die Bundesagentur für Arbeit bezuschusst Weiterbildungscoaching in bestimmten Förderprogrammen. Privatpersonen zahlen selbst – und sollten vorher genau prüfen: Welche Qualifikationen hat der Coach? Gibt es einen strukturierten Beratungsansatz? Was ist im Honorar enthalten? Das Profiling Institut bietet DIN 33430-zertifizierte Karriereberatung an 7 Standorten in Deutschland an.
Jan Bohlken – Diplom-Sozioökonom, Gründer Profiling Institut
Autor & Fachexperte
Jan Bohlken
Diplom-Sozioökonom · Gründer & Geschäftsführer Profiling Institut · DIN 33430 zertifizierter Eignungsdiagnostiker
Jan Bohlken ist selbst Karriereberater und Eignungsdiagnostiker – und hat das Profiling Institut auf dem Fundament valider Diagnostik und methodisch fundierter Beratung aufgebaut. Seit über 25 Jahren begleitet er Menschen und Unternehmen bei Karriereentscheidungen. Was ihn an unseriösen Coaches irritiert: die Verwechslung von Empathie mit Methode, von gutem Willen mit Kompetenz und von Intuition mit Diagnostik. Gute Karriereberatung braucht beides – das Gespür für den Menschen und das handwerkliche Rüstzeug.
DIN 33430 zertifiziert Diplom-Sozioökonom Eignungsdiagnostiker nfb DGfK dvb