Gehaltsreport 2026 · 1,3 Mio. Datensätze

Gehaltsranking nach
Studienfach 2026

Was verdient man nach Medizin, Informatik, BWL oder Jura wirklich? Unser Ranking zeigt Einstiegsgehälter, Median-Jahresgehälter und die Gehaltsentwicklung nach 10 Jahren – nach Studienfach, Branche und Region.

105.500 € Median-Jahresgehalt Medizin (Platz 1)
54.066 € Median-Jahresgehalt Deutschland 2025 (Destatis)
62.000 € Höchstes Median-Einstiegsgehalt (Medizin)
1,3 Mio. Datensätze im Stepstone Gehaltsreport 2026
Aktualisiert: April 2026 · Stepstone Gehaltsreport 2026 Basis: Destatis + kununu 2026 + Stepstone · Mediangehälter brutto Lesedauer: ca. 10 Minuten Autor: Jan Bohlken, Dipl.-Sozioökonom · Profiling Institut
Was Sie auf dieser Seite erwartet

Das Gehalt beginnt nicht beim Berufseinstieg – es beginnt bei der Studienwahl

Die Wahl des Studienfachs entscheidet maßgeblich darüber, wie hoch Ihr Einkommen über die gesamte Berufskarriere ausfällt. Zwischen dem höchstbezahlten und dem niedrigstbezahlten Studienfach liegen beim Einstiegsgehalt oft 30.000 Euro und mehr – ein Unterschied, der sich über 40 Berufsjahre auf mehrere hunderttausend Euro summieren kann.

Unser Gehaltsranking 2026 basiert auf dem Stepstone Gehaltsreport 2026 (1.326.157 ausgewertete Vergütungsdaten), dem kununu Gehaltscheck 2026 (1,13 Mio. Gehaltsangaben) sowie den Verdienststatistiken des Statistischen Bundesamts (Destatis) 2025. Alle Angaben sind Mediangehälter – das bedeutet: 50 % der Beschäftigten verdienen mehr, 50 % weniger. Boni, Provisionen und Sonderzahlungen sind inkludiert. Grundlage: 40-Stunden-Vollzeitwoche, brutto.

Wichtiger Hinweis zur Interpretation
Gehaltsunterschiede zwischen Studienfächern spiegeln nicht nur den Marktwert des Fachs wider, sondern auch strukturelle Faktoren: Branchen, Unternehmensgrößen, Tarifbindung, Standort und Spezialisierungstiefe. Ein BWL-Absolvent in der Unternehmensberatung verdient oft mehr als ein Informatiker im öffentlichen Dienst. Das Fach gibt die Richtung – die konkrete Stelle entscheidet das Gehalt.
Gehaltsrahmen im Überblick
Medizin105.500 €
Rechtswissenschaft78.000 €
Informatik72.000 €
Maschinenbau66.000 €
BWL62.000 €
Soziale Arbeit40.500 €
Median-Jahresgehalt · Vollzeit · inkl. Boni · Brutto

Einstiegsgehalt nach Studienfach

Median-Einstiegsgehalt im Vergleich 2026

Das Einstiegsgehalt bezeichnet das Mediangehalt in den ersten zwei Berufsjahren nach Studienabschluss (Bachelor oder Master). Die Spanne zwischen Platz 1 und Platz 15 beträgt über 31.000 Euro jährlich.

0 € 10.000 20.000 30.000 40.000 50.000 Ø Einstieg Hochschule Medizin Humanmedizin 62.000 € Rechtswiss. Jura / Staatsexamen 58.500 € Mathematik inkl. Statistik / Aktuar 53.000 € Informatik Softw. Engin. / KI / Data 52.000 € Maschinenbau Ingenieurwesen MINT 51.000 € Wirtschaftsinformatik IT & Business 50.000 € Elektrotechnik Ingenieurwesen 49.000 € Chemie / Chemieingenieur Pharma / Materialforschung 47.000 € Physik Forschung / Tech 46.000 € VWL / Wirtschaftswiss. Finance / Consulting 44.000 € BWL Management / Marketing 42.000 € Lehramt / Erziehungswiss. Öffentlicher Dienst / Schule 39.000 € Psychologie Klinisch / A&O 36.000 € Soziale Arbeit Sozialwesen / NGO 31.000 €

Median-Einstiegsgehalt brutto p.a. · Vollzeit 40h · inkl. Boni · Stepstone Gehaltsreport 2026 · Destatis 2025

Das vollständige Ranking

Gehaltsranking nach Studienfach 2026 – alle Werte

Sortieren Sie das Ranking nach Einstiegsgehalt, Median-Jahresgehalt oder Gehalt nach 10 Jahren Berufserfahrung. Alle Angaben: Brutto p.a., Vollzeit, Median inkl. Boni.

# Studienfach / Berufsfeld Einstieg Median gesamt Trend

Quellen: Stepstone Gehaltsreport 2026 · kununu Gehaltscheck 2026 · Destatis Verdienststatistik 2025. Mediangehälter brutto inkl. Boni, Vollzeit 40h/Woche. Abweichungen je nach Branche, Hochschultyp, Region und Unternehmensgröße möglich.

Detailanalyse der Top 5

Die fünf bestbezahlten Studienfächer im Detail

Für die fünf Fächer mit den höchsten Median-Jahresgehältern zeigen wir Ihnen die vollständige Gehaltsentwicklung über die Karriere, typische Berufsfelder und wichtige Einflussfaktoren.

01
Medizin
Einstieg (Assistenzarzt)62.000 €
Median gesamt105.500 €
Nach 10 Jahren (Oberarzt)130.000 €+
Spitze (Chefarzt)324.900 €
Klinik / Krankenhaus Niedergelassene Praxis Pharmaforschung Gutachten
02
Rechtswissenschaft
Einstieg58.500 €
Median gesamt78.000 €
Nach 10 Jahren95.000 €
Großkanzlei-Spitze200.000 €+
Großkanzlei Legal Counsel Richteramt Compliance
03
Mathematik / Statistik
Einstieg (Aktuar/Data)53.000 €
Median gesamt70.000 €
Nach 10 Jahren82.000 €
Aktuar Spitze120.000 €
Versicherungsmathematik Data Science Quantitative Finance KI-Forschung
04
Informatik
Einstieg52.000 €
Median gesamt72.000 €
Nach 10 Jahren87.000 €
IT-Branche +6–10 J.67.622 €
Software Engineering Machine Learning Cloud / DevOps IT-Security
05
Maschinenbau
Einstieg51.000 €
Median gesamt66.000 €
Nach 10 Jahren80.000 €
Automotive Spitze110.000 €
Automotive Energietechnik Luft- & Raumfahrt Anlagenbau
Karriereverlauf

Gehaltsentwicklung über 20 Jahre nach Studienfach

Das Einstiegsgehalt ist nur der Anfang. Entscheidend ist der Verlauf: Wie entwickelt sich das Gehalt mit wachsender Berufserfahrung? Die Grafik zeigt typische Mediangehälter für die fünf bestbezahlten Fächer in drei Karrierephasen.

130k 110k 90k 70k 50k 30k Berufseinstieg 10 Jahre 20 Jahre Medizin Jura Informatik Maschinenbau BWL Ø Deutschland 54.066 €

Schematische Darstellung auf Basis Stepstone Gehaltsreport 2026, kununu 2026, Destatis 2025. Typische Karriereentwicklung – individuelle Abweichungen je nach Branche, Unternehmen und Position.

Abschluss & Gehalt

Bachelor vs. Master: Lohnt sich das Masterstudium finanziell?

Eine der häufigsten Fragen nach dem Bachelorabschluss: Master oder direkt in den Job? Die Antwort hängt stark vom Fach und der angestrebten Branche ab.

In MINT-Fächern und in der Unternehmensberatung macht ein Masterabschluss oft 5.000 bis 12.000 Euro Gehaltsunterschied beim Einstieg. In der IT ist der Unterschied kleiner – gute Programmierfähigkeiten zählen dort oft mehr als der Abschluss. Im Lehramt und im öffentlichen Dienst sind die Laufbahnen klar geregelt, hier ist der Master (bzw. das Staatsexamen) formal notwendig.

Faustregel Master-ROI
2 Jahre Masterstudium kosten Sie ~2 Jahre Berufseinstieg und Gehalt (ca. 80.000–100.000 € Opportunitätskosten). Der Master amortisiert sich typischerweise nach 3–6 Jahren durch das höhere Gehalt – vorausgesetzt, er wird in einem einkommensrelevanten Fach absolviert.
FachBachelor EinstiegMaster EinstiegDifferenz
Informatik44.000 €55.000 €+11.000 €
Maschinenbau44.000 €54.000 €+10.000 €
BWL38.000 €48.000 €+10.000 €
Wirtschaftsinformatik42.000 €52.000 €+10.000 €
Mathematik46.000 €56.000 €+10.000 €
Psychologie30.000 €40.000 €+10.000 €
Chemie40.000 €50.000 €+10.000 €

Median-Einstiegsgehälter Bachelor vs. konsekutiver Master · Stepstone 2026

Gender Pay Gap

Gender Pay Gap nach Studienfach: Die Unterschiede im Detail

Der bereinigte Gender Pay Gap – also der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern bei gleicher Stelle, Erfahrung und Branche – liegt in Deutschland laut Destatis bei ca. 6 %. Der unbereinigte Gap beträgt rund 17–18 % und erklärt sich vor allem durch unterschiedliche Berufswahl, Branchenzugehörigkeit und Teilzeitarbeit. Innerhalb der Studienfächer zeigen sich sehr unterschiedliche Muster.

Frauen Männer Medizin 89.000 € 117.000 € Informatik 64.000 € 76.000 € BWL 54.000 € 68.000 € Maschinenbau 59.000 € 70.000 € Psychologie 46.000 € 57.000 € Soziale Arbeit 38.000 € 43.000 € Frauen (Median) Männer (Median) Quelle: Stepstone 2026, Destatis 2025
Warum ist der Gap bei Medizin so groß?
In der Medizin geht der Gehaltsunterschied zu einem erheblichen Teil auf strukturelle Faktoren zurück: Frauen wählen häufiger Fachrichtungen mit niedrigerem Vergütungsniveau (z.B. Gynäkologie, Pädiatrie statt Chirurgie, Radiologie) und arbeiten öfter in Teilzeit. Der bereinigte Gap – also bei gleicher Facharztrichtung und Stundenanzahl – ist deutlich geringer. Die Stepstone-Daten zeigen für 2026, dass Frauen im Medizinbereich ca. 17.000 bis 28.000 € weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen – trotz ähnlicher Qualifikation.
Brancheneinfluss

Branche ist oft wichtiger als das Fach

Ein BWL-Absolvent in der Unternehmensberatung verdient häufig mehr als ein Informatiker im öffentlichen Dienst. Die Branche übersteuert in vielen Fällen das Studienfach. Diese Branchen zahlen lt. kununu Gehaltscheck 2026 am besten:

BrancheEinstieg ØGesamt-Median
Banken & Versicherungen50.901 €68.098 €
Energie & Versorger54.707 €66.000 €
IT & Software50.000 €67.622 €
Pharma & Chemie48.000 €65.000 €
Unternehmensberatung59.250 €90.000 €
Automotive50.000 €63.000 €
Öffentlicher Dienst38.000 €51.000 €
Gastronomie / Tourismus24.000 €32.000 €

Quelle: kununu Gehaltscheck 2026 · Stepstone Gehaltsreport 2026

Regionale Unterschiede

Nord-Süd-Gefälle: Standort entscheidet mit

Bayern und Baden-Württemberg führen das regionale Gehaltsranking in Deutschland an – mit Durchschnittsgehältern, die teils 20–30 % über dem Bundesdurchschnitt liegen. Berlin bietet viele Stellen, aber oft niedrigere Gehälter.

Schleswig-H. / HH ~51.000 € NRW / Nieders. ~53.000 € Berlin ~50.000 € Hessen / Rheinland ~58.000 € Baden-Württ. ~64.000 € Bayern ~66.000 € Ostdeutschland ~44.000–48.000 € Schematisch · Median-Jahresgehalt Vollzeit brutto · Destatis/Stepstone 2026
Was beeinflusst das Gehalt?

Die 6 wichtigsten Gehaltsfaktoren neben dem Studienfach

Das Studienfach ist der erste, aber nicht der einzige Hebel für Ihr Gehalt. Diese sechs Faktoren können Ihr Einkommen ebenso stark beeinflussen wie die Fächerwahl.

Unternehmensgröße
Konzerne zahlen typischerweise 20–35 % mehr als KMU. DAX-Unternehmen liegen oft nochmals 15 % darüber.
Standort / Region
Bayern und Baden-Württemberg zahlen ~20–30 % mehr als der bundesweite Median. München und Frankfurt führen das Stadtranking an.
Spezialisierung
Tiefe Spezialisierung in gefragten Nischen (z.B. KI, Cybersecurity, Aktuarwesen, M&A-Recht) erhöht den Marktwert erheblich.
Personalverantwortung
Führungskräfte erzielen laut Destatis 2025 einen Median von 62.000 € gegenüber 51.300 € ohne Leitungsfunktion – ein Plus von über 20 %.
Verhandlungsgeschick
Studien zeigen: Wer beim Einstieg 5.000 € mehr aushandelt, hat nach 10 Jahren durch Prozenterhöhungen oft 80.000–120.000 € mehr verdient.
Hochschultyp & Abschluss
Elite-Universitäten (TU München, LMU, HHU) können Netzwerk- und Signalvorteile bieten. Master- vs. Bachelorabschluss: +5.000–12.000 € beim Einstieg je nach Fach.
Praktische Tipps

So maximieren Sie Ihr Gehalt nach dem Studium

1. Kennen Sie Ihren Marktwert. Rund drei Viertel der Berufseinsteiger können laut Stepstone 2026 ihren Marktwert nicht korrekt einschätzen. Nutzen Sie Gehaltsrechner (Stepstone, kununu, Gehalt.de) und vergleichen Sie für Ihr konkretes Fach, Ihre Branche und Ihren Standort.

2. Nennen Sie eine konkrete Zahl. Wer einen Gehaltsrahmen nennt (z.B. „55.000–60.000 Euro“), orientiert sich an der unteren Zahl. Nennen Sie Ihr Wunschgehalt präzise und leicht über dem Minimum – das gibt Verhandlungsspielraum.

3. Branche vor Unternehmen. Wählen Sie zunächst die branchenstrategisch richtige Richtung (Beratung, Finance, Tech, Energie), bevor Sie das konkrete Unternehmen aussuchen. Die Branche determiniert das Gehaltsniveau langfristig stärker als der erste Arbeitgeber.

4. Variable Bestandteile verhandeln. Bonus, Zielvereinbarungen, ESOP (Mitarbeiterbeteiligungen bei Start-ups) und Benefits (Firmenwagen, bAV) können das Gesamtpaket erheblich verbessern. Besonders bei Start-ups sind Aktienoptionen oft wertvoller als ein kurzfristig höheres Fixgehalt.

5. Jobwechsel als Gehaltsmotor. Interne Erhöhungen liegen typischerweise bei 2–4 % p.a. Jobwechsler erzielen im Schnitt 10–20 % mehr. Nach 3–5 Jahren im selben Unternehmen lohnt sich ein Marktcheck fast immer.

6. Zusatzqualifikationen gezielt einsetzen. Zertifizierungen (CFA, CISM, PMP, Google Cloud) oder branchenspezifische Spezialisierungen können innerhalb von Monaten 10–30 % Gehaltssprung ermöglichen – besonders in IT und Finance.

Profiling Institut: Gehalt ist auch eine Persönlichkeitsfrage
Wer sein Studienfach passend zu Persönlichkeit und Stärken gewählt hat, zeigt in der Berufspraxis höheres Engagement, bessere Performance und letztlich auch mehr Gehaltsfortschritt. Unsere DIN 33430-zertifizierte Beratung hilft Ihnen, diese Passung systematisch zu ermitteln.
Häufige Fragen

FAQ: Gehaltsranking nach Studienfach 2026

Welches Studienfach hat das höchste Gehalt in Deutschland 2026?
Medizin führt das Gehaltsranking 2026 sowohl beim Einstiegsgehalt als auch beim Median-Jahresgehalt an. Assistenzärzte starten laut Stepstone Gehaltsreport 2026 mit einem Median von 62.000 € brutto jährlich. Das Median-Jahresgehalt für Ärzte insgesamt liegt bei rund 105.500 € – mit einer Spanne bis über 300.000 € für Chefärzte. Auf Platz 2 folgt Rechtswissenschaft (Jura) mit einem Einstiegsgehalt von rund 58.500 €, auf Platz 3 Mathematik/Statistik mit ca. 53.000 €.
Was verdient ein BWL-Absolvent im Durchschnitt?
BWL-Absolventen starten mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von rund 42.000 € brutto p.a. (Median). Das Median-Jahresgehalt über alle Karrierestufen liegt bei ca. 62.000 €. Entscheidend ist die Spezialisierung und Branche: Ein BWL-Absolvent in der Unternehmensberatung (Management Consulting) kann bereits zum Einstieg 55.000–65.000 € verdienen, während ein BWL-Mitarbeiter im Einzelhandel deutlich darunter liegt. Nach 10 Jahren in einer Führungsposition sind 80.000–100.000 € realistisch.
Lohnt sich Informatik finanziell auch ohne Studium?
Ja, Informatik ist eines der wenigen Felder, in dem Quereinsteiger ohne Studium (durch Bootcamps, Zertifikate, Selbststudium) realistische Gehaltschancen haben. Erfahrene Entwickler ohne Hochschulabschluss können je nach Spezialisierung 60.000–80.000 € erreichen. Allerdings: Der formale Hochschulabschluss eröffnet Seniorpositionen, Forschungskarrieren und bestimmte Karrierepfade in Großunternehmen und öffentlichen Institutionen, die Quereinsteigern oft versperrt bleiben.
Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach einem Masterstudium?
Laut Stepstone Gehaltsreport 2026 liegt der Gehaltsaufschlag durch einen Masterabschluss gegenüber einem Bachelorabschluss im Schnitt bei 8.000–12.000 € beim Einstieg. In MINT-Fächern und Unternehmensberatung ist der Unterschied am größten. In der IT und bei Start-ups ist er geringer, da dort Fähigkeiten und Projekte oft stärker zählen als formale Abschlüsse. In manchen Berufen (Lehramt, Medizin, Jura) ist der weiterführende Abschluss formal vorgeschrieben.
Was ist der Unterschied zwischen Median- und Durchschnittsgehalt?
Das Mediangehalt ist der mittlere Wert: 50 % der Beschäftigten verdienen mehr, 50 % weniger. Das Durchschnittsgehalt (Arithmetisches Mittel) wird durch sehr hohe Spitzengehälter nach oben verzerrt. Für realistische Gehaltserwartungen ist der Median aussagekräftiger. Laut Destatis 2025 liegt der Medianbruttolohn für Vollzeitbeschäftigte in Deutschland bei 54.066 € jährlich – während nur ein Drittel der Beschäftigten das (höhere) Durchschnittsgehalt von ca. 57.900 € erreicht oder übertrifft.
Welches Studienfach hat das beste Verhältnis von Gehalt zu Studienaufwand?
Informatik und Wirtschaftsinformatik gelten als besonders gutes Verhältnis: Studium in 6–8 Semestern, niedriger NC, Einstiegsgehalt um 50.000 €. Medizin hat zwar das höchste absolute Gehalt, aber auch die längste Studiendauer (6 Jahre + Facharztausbildung 5–6 Jahre). Maschinenbau bietet ebenfalls eine gute Balance. Am schlechtesten schneidet dieses Verhältnis bei Sozial- und Geisteswissenschaften ab, wo trotz oft 8–10 Semestern Studium das Einstiegsgehalt niedrig ist.
Wie verändert sich das Gehalt nach Psychologie in der Praxis?
Psychologie-Absolventen starten mit einem der niedrigeren Einstiegsgehälter im akademischen Vergleich (ca. 36.000 €). Der Bereich, in dem man landet, macht einen enormen Unterschied: A&O-Psychologen in der Personalberatung oder im Coaching können nach einigen Jahren 60.000–80.000 € erreichen, während Psychologen im sozialen Bereich oder in der Forschung oft deutlich darunter bleiben. Für den klinisch-therapeutischen Weg ist eine mehrjährige Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten notwendig – danach sind 55.000–70.000 € realistisch, als niedergelassener Therapeut teils deutlich mehr.
Was verdient man nach einem dualen Studium im Vergleich?
Duale Studienabsolventen starten oft direkt nach Abschluss in Vollzeitpositionen – ohne die Bewerbungsphase regulärer Absolventen. Ihr Einstiegsgehalt liegt typischerweise leicht unter dem regulärer Bachelors (ca. 5–8 % weniger), was durch die parallele Ausbildungsvergütung und den frühen Karrierestart aber mehr als ausgeglichen werden kann. Nach 5 Jahren Berufserfahrung nivelliert sich der Unterschied meist vollständig.
Wie beeinflusst das Geschlecht das Gehalt nach dem Studium?
Der unbereinigte Gender Pay Gap in Deutschland liegt laut Destatis 2025 bei ca. 17–18 %. Der bereinigte Gap – bei identischer Stelle, Erfahrung, Branche und Unternehmensgröße – ist mit ca. 6 % deutlich geringer. Der strukturelle Gap entsteht vor allem durch unterschiedliche Fächer- und Berufswahl, Teilzeitarbeit (besonders nach Elternzeit) und geringere Repräsentation in hochbezahlten Führungspositionen. Frauen, die gezielt in MINT-Fächer und gut bezahlte Branchen gehen, erzielen beim Einstieg oft annähernd gleichwertige Gehälter.
Ist ein hohes Gehalt der wichtigste Faktor bei der Studienwahl?
Nein – und das bestätigt auch die Forschung: Wer ein Fach wählt, das nicht zur eigenen Persönlichkeit und zu den eigenen Stärken passt, riskiert Unzufriedenheit, geringere Leistung und im schlimmsten Fall Studienabbruch oder Berufswechsel. Langfristig verdient, wer in seinem Fach exzellent ist und sich weiterentwickeln kann, fast immer mehr als jemand, der ein gut bezahltes Fach aus reinen Gehaltserwägungen gewählt hat. Das Profiling Institut empfiehlt deshalb: Gehalt als Randbedingung definieren, Fach nach Persönlichkeit und Stärken wählen.
Hintergrund & Einordnung

Gehaltsranking nach Studienfach 2026: Methodik und Einordnung

Das vorliegende Gehaltsranking nach Studienfach 2026 basiert auf einer Kombination der aktuellsten verfügbaren Gehaltsdatenbanken. Der Stepstone Gehaltsreport 2026 umfasst 1.326.157 ausgewertete Vergütungsdaten aus dem Zeitraum Januar 2022 bis November 2025. Er weist Mediangehälter aus, bezogen auf Bruttojahresverdienste bei einer standardisierten 40-Stunden-Vollzeitwoche inklusive Boni, Provisionen und Prämien. Ergänzt werden diese Daten durch den kununu Gehaltscheck 2026 (1,13 Mio. Gehaltsangaben, davon 615.000 aus 2025) sowie die offizielle Verdienststatistik des Statistischen Bundesamts (Destatis), die für April 2025 ein Durchschnittsgehalt von 4.784 € brutto monatlich und einen Median-Bruttojahresverdienst von 54.066 € ausweist.

Beim Vergleich von Gehältern nach Studienfach ist methodische Sorgfalt geboten: Nicht alle Absolventen eines Fachs arbeiten in fachnahen Berufen. BWL-Absolventen finden sich in nahezu allen Branchen, während Mediziner fast ausschließlich in gesundheitsbezogenen Berufen tätig sind. Die Gehaltsverteilungen innerhalb eines Studienfachs sind deshalb sehr unterschiedlich breit: Medizin hat eine extrem breite Spanne (Assistenzarzt bis Chefarzt: 62.000–324.900 €), Informatik eine etwas engere, aber ebenfalls signifikante Verteilung.

Ein wichtiger Befund aus dem Stepstone Gehaltsreport 2026: In der IT-Branche steigen die Gehälter mit Erfahrung am stärksten – von rund 50.000 € beim Einstieg auf 67.622 € nach 6–10 Jahren, ein Plus von 35 %. Auch Banken zeigen ein ähnliches Muster: von 50.901 € auf 68.098 € im selben Zeitraum. In der Unternehmensberatung sind die Einstiegsgehälter bereits hoch (Managing Consultant: 59.250 € laut Stepstone), können aber mit zunehmender Seniorität und Partnerstatus in andere Dimensionen wachsen.

Für angehende Studierende empfehlen Karriereexperten, Gehaltsranking und persönliche Eignung als zwei gleichwertige Säulen der Studienwahl zu betrachten. Das Profiling Institut bietet an seinen sieben Standorten in Deutschland (Düsseldorf, München, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart, Hannover) DIN 33430-zertifizierte Potenzialanalysen und Studienberatungen an, die Persönlichkeit, Stärken und Berufsziele systematisch in die Fächerwahl einbeziehen.

Weitere relevante Seiten auf profiling-institut.de: Berufsberatung · Bewerbungscoaching · Berufliche Neuorientierung · Top 20 Studiengänge

DIN 33430-zertifiziert 25+ Jahre Berufserfahrung 7 Standorte bundesweit Mitglied nfb · DGfK · dvb Dipl.-Sozioökonom Jan Bohlken

Welches Gehalt ist für Sie realistisch?

Ein Ranking zeigt Mittelwerte. Was Sie persönlich verdienen werden, hängt von Ihren Stärken, Ihrer Spezialisierung und dem richtigen Karrierepfad ab. Das Profiling Institut hilft Ihnen, den optimalen Weg zu finden – mit DIN 33430-Diagnostik und 25 Jahren Erfahrung.

Sie denken darüber nach, sich beim Profiling Institut beraten zu lassen? Oder Sie möchten uns kennenlernen?