Hochschule
Hochschule ist der Oberbegriff für die Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs: Universitäten, Fachhochschulen, Kunst- und Musikhochschulen sowie Pädagogische und Duale Hochschulen.
Die Hochschularten
Universitäten decken die volle Fächerbreite ab, sind forschungsorientiert und besitzen das Promotionsrecht. Fachhochschulen – viele nennen sich inzwischen Hochschule für angewandte Wissenschaften – arbeiten anwendungsbezogen, mit Praxissemestern und Lehrenden aus der Berufspraxis; das Promotionsrecht ist hier Sache des Landesrechts und in Bewegung, in mehreren Bundesländern haben einzelne dieser Hochschulen es inzwischen erhalten. Dazu kommen Kunst- und Musikhochschulen mit eigenen Eignungsprüfungen, Pädagogische Hochschulen sowie Duale Hochschulen, die Studium und Ausbildungsbetrieb verzahnen.
Quer zu dieser Einteilung liegt die Trägerschaft: staatlich, kirchlich oder privat. Entscheidend für die Gültigkeit eines Abschlusses ist allerdings nicht sie, sondern die staatliche Anerkennung – nur sie stellt sicher, dass Grade regulär anerkannt werden und ein Wechsel möglich bleibt. Welche Hochschulen anerkannt sind und was sie anbieten, verzeichnet der Hochschulkompass.
Zugang, Abschlüsse und die Wahl
Voraussetzung für ein Studium ist die Hochschulzugangsberechtigung, die auch beruflich Qualifizierte ohne Abitur erwerben können. Die Abschlüsse sind seit der Bologna-Reform überwiegend Bachelor und Master; hinzu kommen die Staatsexamen in Medizin, Rechtswissenschaft und Lehramt, während das Diplom nur noch vereinzelt vergeben wird. Am Ende des Bewerbungswegs stehen Zulassungsbescheid und Immatrikulation.
Bei der Wahl wird die Hochschulart regelmäßig überschätzt und der einzelne Studiengang unterschätzt. Zwischen zwei Häusern mit identischem Fachnamen liegen häufig größere Unterschiede als zwischen Universität und Fachhochschule – in Modulplänen, Schwerpunkten, Betreuungsrelation und Pflichtpraktika. Hinzu kommt, dass Faktoren, die in keinem Ranking auftauchen, den Alltag stärker prägen als das Renommee: Wohnungsmarkt, Erreichbarkeit, Ausstattung des Studierendenwerks. Welche Kombination tatsächlich trägt, ist deshalb weniger eine Recherche- als eine Klärungsfrage – und die gehört in eine Studienberatung, am besten vor der Bewerbung.
Häufige Fragen
Was ist eine Hochschule?
Der Oberbegriff für die Einrichtungen des tertiären Bildungsbereichs: Universitäten, Fachhochschulen beziehungsweise Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Kunst- und Musikhochschulen, Pädagogische Hochschulen und Duale Hochschulen. Sie können staatlich, kirchlich oder privat getragen sein – maßgeblich ist die staatliche Anerkennung.
Was ist der Unterschied zwischen Universität und Fachhochschule?
Universitäten sind forschungsorientiert, decken die volle Fächerbreite ab und besitzen das Promotionsrecht. Fachhochschulen arbeiten anwendungsbezogen, mit Praxissemestern und Lehrenden aus der Berufspraxis. Das Promotionsrecht für Hochschulen für angewandte Wissenschaften richtet sich nach Landesrecht; einzelne haben es inzwischen erhalten.
Was bedeutet das für Ihre Situation?
Begriffe erklären den Rahmen – die Entscheidung treffen Sie im eigenen Kontext. Unsere Beraterinnen und Berater ordnen ein, was für Ihren Weg wirklich zählt: in der Schul-, Studien- und Berufsberatung ebenso wie in der beruflichen Neuorientierung.