Einstellungstest öffentlicher Dienst: üben nach Laufbahn
Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst sind planbarer als in der Privatwirtschaft – weil sie einem Rechtsgrundsatz folgen: Artikel 33 des Grundgesetzes verlangt Auswahl nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung. Genau deshalb sind die Verfahren standardisiert, und genau deshalb lässt sich so gezielt darauf vorbereiten. Der Trainer stellt sich auf Ihre Laufbahn ein – vom mittleren Dienst bis zur Bundesverwaltung.
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Das Wichtigste in Kürze
- Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst folgen dem Grundsatz der Bestenauslese nach Artikel 33 Absatz 2 des Grundgesetzes. Daraus ergibt sich, warum fast überall standardisiert getestet wird – und warum die Bausteine sich ähneln.
- Nahezu jedes Verfahren prüft Rechtschreibung, Rechnen, Konzentration, Allgemeinwissen mit Schwerpunkt Staatsbürgerkunde und schlussfolgerndes Denken. Im gehobenen Dienst kommt fast immer ein mündlicher Teil hinzu.
- Die Laufbahn entscheidet über das Niveau, nicht über die Themen: Im mittleren Dienst zählen Sorgfalt und Sprachrichtigkeit, im gehobenen Dienst das Anwenden von Regeln auf Fälle.
- Beamtenverhältnis und Tarifbeschäftigung sind zwei verschiedene Wege mit unterschiedlichen Auswahlverfahren, Vergütungssystemen und Pflichten. Wer sich bewirbt, sollte wissen, worauf er sich bewirbt.
- Anders als in der Privatwirtschaft wird im öffentlichen Dienst nicht über das Gehalt verhandelt: Es ergibt sich aus Besoldungs- oder Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe.
Trainer für den öffentlichen Dienst
Laufbahn und Baustein wählen – Erklärung und Auswertung sofort.
Hinweis zur Einordnung: Dieser Trainer bildet die Bausteine nach, die in Auswahlverfahren des öffentlichen Dienstes typischerweise vorkommen. Er ist ein Übungsinstrument und kein normiertes Testverfahren – verbindlich ist immer, was die ausschreibende Behörde in ihrer Einladung mitteilt.
Die Laufbahnen im öffentlichen Dienst
Der öffentliche Dienst gliedert sich in Laufbahngruppen, die sich in Zugangsvoraussetzung, Ausbildung und späterem Aufgabenzuschnitt unterscheiden. Die Bezeichnungen variieren zwischen Bund und Ländern – einige Länder sprechen inzwischen von erster und zweiter Qualifikationsebene –, die Systematik ist aber überall vergleichbar.
| Laufbahn | Zugang in der Regel | Ausbildung | Schwerpunkt im Test |
|---|---|---|---|
| Einfacher Dienst | Hauptschulabschluss | betriebliche Einweisung, kurze Vorbereitungszeit | Sorgfalt, Grundrechnen, einfache Sprachaufgaben. Diese Laufbahn wird nur noch selten ausgeschrieben. |
| Mittlerer Dienst | Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung oder mittlerer Schulabschluss | zwei- bis dreijähriger Vorbereitungsdienst oder Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten | Rechtschreibung, Konzentration, Grundrechnen, Staatsbürgerkunde. Oft mit Diktat. |
| Gehobener Dienst | Fachhochschulreife oder allgemeine Hochschulreife | duales Bachelorstudium an einer Verwaltungshochschule | Schlussfolgerndes Denken, Rechtsanwendung, vertiefte Staatsbürgerkunde. Meist mit mündlichem Teil. |
| Höherer Dienst | abgeschlossenes wissenschaftliches Studium, häufig mit Master oder Staatsexamen | Referendariat oder vergleichbarer Vorbereitungsdienst | Auswahlgespräch und Assessment Center überwiegen; schriftliche Tests spielen eine kleinere Rolle. |
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Trainer direkt auf eine Laufbahn oder Ebene einstellen:
Sonderlaufbahnen wie Polizei, Feuerwehr, Justizvollzug und Zoll folgen eigenen Regeln und prüfen zusätzlich Sport und gesundheitliche Eignung. Für die Polizei gibt es eine eigene Seite mit Länderunterschieden, Diktat und Sporttest: Einstellungstest Polizei.
Die sieben Testbausteine
Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst setzen sich fast immer aus denselben Bausteinen zusammen – nur ihre Gewichtung unterscheidet sich nach Laufbahn und Behörde. Jede Karte entspricht einem Modul im Trainer oben.
Staatsbürgerkunde
Grundgesetz, Verfassungsorgane, Gewaltenteilung, Föderalismus, Wahlrecht, europäische Bezüge. In Bundesbehörden und im gehobenen Dienst der gewichtigste Wissensblock überhaupt.
Am meisten bringt: die Artikel 1 bis 20 des Grundgesetzes im Kern und die fünf Verfassungsorgane mit ihren Aufgaben.
Verwaltungsrecht
Verwaltungsakt, Bekanntgabe, Fristen, Widerspruch, kommunale Selbstverwaltung, Beamtenrecht. Geprüft wird nicht Auswendigwissen, sondern das Anwenden einer Regel auf einen Fall.
Am meisten bringt: Verwaltungsakt und Widerspruchsfrist sicher beherrschen – daraus speist sich ein Großteil der Fragen.
Rechtschreibung und Grammatik
Getrennt- und Zusammenschreibung, Großschreibung, das und dass, Kommasetzung, Genitiv nach Präpositionen. In fast jedem Verfahren enthalten, im mittleren Dienst häufig als Diktat.
Am meisten bringt: die zehn häufigsten Fehlerquellen gezielt üben statt Rechtschreibung allgemein zu wiederholen.
Verwaltungsrechnen
Prozent- und Gebührenrechnung, Anteile am Haushalt, Fristen in Tagen, Dreisatz. Kein höheres Niveau, aber häufig mehrstufig und ohne Taschenrechner.
Am meisten bringt: Prozentrechnung in allen drei Richtungen – Prozentwert, Prozentsatz und Grundwert.
Schlussfolgerndes Denken
Aus gegebenen Regeln zulässige Schlüsse ziehen und unzulässige erkennen – also genau das, was später beim Anwenden von Vorschriften verlangt wird. Im gehobenen Dienst der wichtigste Baustein.
Am meisten bringt: den Umkehrschluss verstehen. Aus wenn A, dann B folgt nicht wenn B, dann A.
Konzentration und Sorgfalt
Zahlenkolonnen vergleichen, Zeichen zählen, Abweichungen finden – unter Zeitdruck und in großer Menge. In Justiz und Steuerverwaltung traditionell hoch gewichtet.
Am meisten bringt: ein festes Vorgehen statt Tempo. Blockweise vergleichen schlägt zeilenweises Suchen deutlich.
Wissen über den öffentlichen Dienst
Laufbahnen, Vorbereitungsdienst, TVöD und Besoldung, Personalrat, Rechte und Pflichten von Beamten. Kommt seltener im Test vor, dafür fast sicher im Gespräch.
Am meisten bringt: den Unterschied zwischen Beamtenverhältnis und Tarifbeschäftigung erklären können – das wird oft als Motivationsfrage getarnt gestellt.
Sechs Beispielaufgaben aus echten Verfahrensbausteinen
Diese sechs Aufgaben decken die Bausteine ab, die in Verfahren des öffentlichen Dienstes am häufigsten vorkommen – und an denen am meisten Punkte verloren gehen.
Welches Organ tut was?
Welche Aufgabe hat der Bundesrat?
Antwort und Einordnung
Im Bundesrat wirken die Landesregierungen an der Gesetzgebung des Bundes mit – bei Zustimmungsgesetzen sogar mit Vetorecht. Den Bundespräsidenten wählt die Bundesversammlung, ein eigens dafür gebildetes Gremium aus Bundestagsabgeordneten und Vertretern der Länder. Wer die fünf Verfassungsorgane – Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung, Bundespräsident und Bundesverfassungsgericht – mit ihren Kernaufgaben unterscheiden kann, beantwortet die meisten Fragen dieses Blocks richtig.
Wann läuft die Frist ab?
Ein Bescheid mit ordnungsgemäßer Rechtsbehelfsbelehrung wird bekannt gegeben. Wie lange hat der Betroffene für den Widerspruch?
Antwort und Einordnung
Die Widerspruchsfrist beträgt einen Monat nach Bekanntgabe. Entscheidend ist der Zusatz ordnungsgemäße Rechtsbehelfsbelehrung: Fehlt sie oder ist sie falsch, verlängert sich die Frist auf ein Jahr. Genau solche Bedingungssätze sind der Kern von Rechtsaufgaben – geprüft wird, ob die Bedingung überhaupt gelesen wurde.
Das oder dass?
Wir teilen Ihnen mit, ___ Ihr Antrag bewilligt wurde.
Antwort und Einordnung
Hier wird ein Nebensatz eingeleitet, der sich nicht durch dieses oder welches ersetzen lässt – also mit doppeltem s. Die Ersatzprobe ist die zuverlässigste Regel: Passt dieses, jenes oder welches, dann das; passt keines davon, dann dass. In Verfahren des mittleren Dienstes ist diese Unterscheidung eine der am häufigsten geprüften überhaupt.
Gebühr aus dem Gegenstandswert
Eine Gebühr beträgt 3,5 Prozent des Gegenstandswerts von 2.400 Euro. Wie hoch ist sie?
Antwort und Einordnung
2.400 mal 0,035 ergibt 84 Euro. Im Kopf geht es so: ein Prozent von 2.400 sind 24 Euro, drei Prozent also 72 Euro, ein halbes Prozent 12 Euro – zusammen 84 Euro. Diese Zerlegung in ganze und halbe Prozentschritte ist bei Gebührenaufgaben schneller als der Griff zur Formel.
Was folgt aus der Regel?
Nur wer die Laufbahnprüfung bestanden hat, wird in das Beamtenverhältnis auf Probe übernommen. Frau S. wurde nicht übernommen. Was folgt zwingend?
Antwort und Einordnung
Das Wort nur macht die bestandene Prüfung zur notwendigen, nicht zur hinreichenden Bedingung. Wer nicht besteht, wird sicher nicht übernommen – umgekehrt folgt aus der Nichtübernahme aber nicht, dass die Prüfung nicht bestanden wurde. Es kann andere Gründe geben, etwa fehlende Stellen oder gesundheitliche Voraussetzungen.
Welche Zeilen sind gleich?
Vergleichen Sie die Zahlenkolonnen. Welche beiden Zeilen sind identisch? 1) 4 7 3 9 1 5 2) 4 7 3 8 1 5 3) 4 7 3 9 1 5 4) 4 7 3 9 7 5
Antwort und Einordnung
Identisch sind Zeile 1 und 3. Zeile 2 weicht an vierter Stelle ab (8 statt 9), Zeile 4 an fünfter (7 statt 1). Das wirksamste Vorgehen ist nicht, Zeile für Zeile zu lesen, sondern spaltenweise: erst alle ersten Ziffern vergleichen, dann alle zweiten. Abweichungen fallen so sofort auf, und man muss sich nichts merken.
Beamtenverhältnis oder Tarifbeschäftigung
Im öffentlichen Dienst arbeiten beide Gruppen oft im selben Büro an vergleichbaren Aufgaben – rechtlich sind es zwei verschiedene Welten. Wer sich bewirbt, sollte den Unterschied kennen: Er wird im Vorstellungsgespräch häufig als Motivationsfrage gestellt.
| Merkmal | Beamtin oder Beamter | Tarifbeschäftigte |
|---|---|---|
| Rechtsverhältnis | öffentlich-rechtliches Dienst- und Treueverhältnis zum Dienstherrn | privatrechtliches Arbeitsverhältnis |
| Grundlage | Beamtengesetze von Bund und Ländern, Besoldungsgesetze | Tarifvertrag, im Bund und bei Kommunen der TVöD, in den Ländern der TV-L |
| Bezahlung | Besoldung nach Besoldungsgruppe und Erfahrungsstufe | Entgelt nach Entgeltgruppe und Stufe |
| Streikrecht | besteht nicht | besteht |
| Zugang | Vorbereitungsdienst und Laufbahnprüfung | Ausbildung oder Studium, Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle |
| Soziale Sicherung | Beihilfe und Beamtenversorgung | gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung, Zusatzversorgung |
| Versetzbarkeit | umfassende Pflicht zur Amtsausübung, Versetzung möglich | vertraglich geregelt, Versetzung nur im vereinbarten Rahmen |
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Beides hat Vor- und Nachteile, und keines ist pauschal der bessere Weg. Wer unsicher ist, ob der öffentliche Dienst überhaupt zu den eigenen Ansprüchen an Arbeitsinhalte, Sicherheit und Entwicklung passt, klärt das am besten vor der Bewerbung – etwa in der Orientierungsberatung.
So läuft ein Auswahlverfahren typischerweise ab
Die Schritte unterscheiden sich zwischen Bund, Ländern und Kommunen im Detail, die Abfolge ist aber fast überall gleich. Wer sie kennt, weiß, wann welche Vorbereitung sinnvoll ist.
Ausschreibung und Bewerbungsfrist
Stellen werden öffentlich ausgeschrieben – das folgt aus dem Grundsatz der Bestenauslese. Fristen werden streng gehandhabt: Eine verspätete Bewerbung wird in der Regel nicht berücksichtigt, auch wenn sie inhaltlich überzeugt. Viele Verwaltungen schreiben Ausbildungsplätze ein Jahr im Voraus aus.
Formale Prüfung der Unterlagen
Geprüft wird zunächst, ob die formalen Voraussetzungen erfüllt sind: Schulabschluss, gegebenenfalls Staatsangehörigkeit, Vollständigkeit der Unterlagen. In dieser Stufe entscheidet niemand über Eignung – hier scheitern Bewerbungen an fehlenden Nachweisen.
Schriftlicher Test
Der Kern des Verfahrens: Rechtschreibung, Rechnen, Konzentration, Allgemeinwissen mit Schwerpunkt Staatsbürgerkunde und schlussfolgerndes Denken. Dauer meist zwei bis vier Stunden, häufig computergestützt. Genau diesen Teil bildet der Trainer auf dieser Seite ab.
Mündlicher Teil
Im mittleren Dienst meist ein strukturiertes Interview, im gehobenen Dienst zusätzlich Gruppenübung, Kurzvortrag oder Postkorbübung. Bewertet wird nach vorher festgelegten Kriterien – freie Eindrücke zählen im öffentlichen Dienst weniger als anderswo.
Ärztliche Untersuchung
Vor einer Verbeamtung steht die amtsärztliche Untersuchung. Geprüft wird die gesundheitliche Eignung für die angestrebte Laufbahn. Bei Tarifbeschäftigung entfällt dieser Schritt häufig oder fällt deutlich kürzer aus.
Einstellung und Vorbereitungsdienst
Wer alle Stufen besteht, beginnt je nach Laufbahn den Vorbereitungsdienst im Beamtenverhältnis auf Widerruf oder eine Ausbildung im Tarifverhältnis. Die Laufbahnprüfung am Ende entscheidet über die Übernahme.
In sieben Tagen vorbereitet
Der Plan geht von etwa 30 bis 40 Minuten täglich aus und setzt voraus, dass Sie den Trainer auf dieser Seite nutzen – eingestellt auf Ihre Laufbahn.
Laufbahn einstellen und Ausgangsniveau messen
Zuerst die Laufbahn wählen, dann den Komplett-Test ohne Vorbereitung durchlaufen. Die Auswertung weist die Trefferquote je Baustein getrennt aus – daran richtet sich die ganze Woche aus.
Rechtschreibung
Das Modul Rechtschreibung zweimal durchlaufen. Fehler notieren und nach Typ sortieren: Großschreibung, das und dass, Komma, Genitiv. Meist häufen sich zwei Typen – nur die gehören wiederholt.
Staatsbürgerkunde
Das Modul Staatsbürgerkunde, danach gezielt die fünf Verfassungsorgane mit ihren Aufgaben durchgehen. Wer sie unterscheiden kann, schließt in Prüfungsfragen die falschen Optionen von selbst aus.
Verwaltungsrecht
Das Modul Verwaltungsrecht. Bei jeder Aufgabe prüfen, welche Bedingung im Text die Antwort steuert – bei Fristen ist es fast immer die Rechtsbehelfsbelehrung.
Rechnen und Konzentration
Beide Module kurz hintereinander, weil sie unterschiedliche Erschöpfung erzeugen. Ziel ist nicht Richtigkeit – die haben Sie –, sondern gleichbleibende Genauigkeit bei steigendem Tempo.
Der schwache Baustein vom ersten Tag
Zurück zum Modul mit der niedrigsten Quote. Der Abstand von fünf Tagen ist gewollt: Verteiltes Wiederholen wirkt deutlich nachhaltiger als eine lange Sitzung am Stück.
Komplett-Test unter Testbedingungen
Noch einmal der Komplett-Test in der Laufbahngewichtung – ohne Unterbrechung, ohne Hilfsmittel. Ergebnis mit Tag 1 vergleichen. Am Vorabend des Termins nicht mehr üben, sondern früh schlafen.
Häufige Fragen zum Auswahlverfahren im öffentlichen Dienst
Fast immer fünf Bausteine: Rechtschreibung und Grammatik, Grundrechnen mit Schwerpunkt Prozent- und Gebührenrechnung, Konzentration unter Zeitdruck, Allgemeinwissen mit Schwerpunkt Staatsbürgerkunde sowie schlussfolgerndes Denken. Im gehobenen Dienst kommt fast immer ein mündlicher Teil hinzu, im mittleren Dienst häufig ein Diktat.
Das Niveau richtet sich nach der Laufbahn, nicht nach der Behörde. Im mittleren Dienst entspricht es dem mittleren Schulabschluss, im gehobenen Dienst liegt es deutlich darüber – dort wird vor allem das Anwenden von Regeln auf Fälle geprüft. Schwierig wird es meist nicht durch den Stoff, sondern durch die knappe Zeit.
Eine einheitliche Grenze gibt es nicht. Viele Verfahren arbeiten mit einer Mindestpunktzahl von etwa 50 bis 60 Prozent, vergleichen die Bewerber darüber hinaus aber untereinander und laden die besten zum nächsten Schritt. Bei begehrten Ausbildungsplätzen liegt die faktische Grenze deshalb höher als die formale.
Nein, aber die Bausteine ähneln sich stark. Bundesbehörden prüfen Staatsbürgerkunde meist gründlicher, Kommunen stärker das Verwaltungshandeln vor Ort, Justiz und Steuerverwaltung legen besonderen Wert auf Sorgfalt und Sprachrichtigkeit. Viele Verwaltungen setzen Testverfahren kommerzieller Anbieter ein.
Beamte stehen in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis zu ihrem Dienstherrn, werden nach Besoldungsrecht bezahlt, haben kein Streikrecht und sind über Beihilfe und Beamtenversorgung abgesichert. Tarifbeschäftigte haben einen Arbeitsvertrag nach TVöD oder TV-L, sind gesetzlich versichert und dürfen streiken.
In aller Regel nicht. Die Vergütung ergibt sich aus der Entgelt- oder Besoldungsgruppe der Stelle und der Erfahrungsstufe. Spielraum besteht allenfalls bei der Anerkennung einschlägiger Vorerfahrung für die Stufenzuordnung – danach zu fragen ist legitim und zeigt, dass man das System kennt.
Von der Bewerbung bis zur Zusage vergehen häufig drei bis sechs Monate, bei Ausbildungsplätzen teils länger, weil im Jahresrhythmus eingestellt wird. Zwischen schriftlichem Test und mündlichem Teil liegen oft mehrere Wochen – diese Zeit lässt sich für die Vorbereitung auf das Interview nutzen.
In den meisten Verfahren nicht. Gerade im mittleren Dienst wird bewusst ohne Hilfsmittel gerechnet, weil die Rechenfertigkeit selbst geprüft werden soll. Verbindlich ist die Einladung – steht dort nichts, sollten Sie vom Rechnen ohne Hilfsmittel ausgehen.
Meist ja, aber erst zum nächsten Einstellungstermin, häufig also im Folgejahr. Einige Verwaltungen setzen Sperrfristen. Wer zweimal knapp scheitert, sollte prüfen, ob die Vorbereitung an der richtigen Stelle ansetzt – oder ob eine andere Laufbahn besser passt.
Ja, und sie unterscheiden sich zwischen Bund und Ländern deutlich. Üblich sind Höchstaltersgrenzen für die Einstellung in den Vorbereitungsdienst, von denen es Ausnahmen etwa für Kindererziehung oder Wehrdienst gibt. Maßgeblich ist immer das Landesrecht der jeweiligen Verwaltung – die Angabe steht in der Ausschreibung.
Nein. Der Trainer läuft vollständig in Ihrem Browser, es werden keine Antworten übertragen und keine Ergebnisse gespeichert. Eine E-Mail-Adresse brauchen Sie nur, wenn Sie den kostenlosen Übungsplan als PDF anfordern möchten.
Das ist die Frage, die vor der Testvorbereitung kommt – und die sich nicht über Aufgabentypen beantworten lässt. Sicherheit, klare Strukturen und geregelte Laufbahnen stehen geringeren Gestaltungsspielräumen und festen Vergütungsstufen gegenüber. Wer das belastbar klären will, findet in der Orientierungsberatung ein normiertes Verfahren dazu.
Weiterführende Themen
Stand der Seite: September 2026. Laufbahnbezeichnungen, Altersgrenzen und Verfahrensdetails unterscheiden sich zwischen Bund und Ländern erheblich und ändern sich mit dem jeweiligen Landesrecht. Diese Seite beschreibt die gemeinsame Systematik – verbindlich ist immer die Ausschreibung der jeweiligen Behörde.
