Ausbildung nach dem Abitur:
Professionell planen. Richtig entscheiden.
Mit dem Abitur in der Hand stehen Ihnen alle Wege offen – doch welcher passt wirklich zu Ihnen? Fundierte Berufsberatung hilft Ihnen, die Ausbildung zu finden, die zu Ihrer Persönlichkeit, Ihren Stärken und Ihren Zielen passt.
Jetzt Beratungstermin vereinbarenWas bedeutet Ausbildung nach dem Abitur?
Eine Berufsausbildung nach dem Abitur ist längst kein Umweg mehr – sondern für viele Abiturienten der klügere, direktere Weg in ein erfülltes Berufsleben.
Mit dem Abitur stehen Ihnen alle Berufsausbildungen offen: von der dualen Ausbildung in Unternehmen über schulische Ausbildungen bis hin zur gehobenen Beamtenausbildung. Als Abiturient bringen Sie in der Regel bessere Startbedingungen mit: Ausbilder können anspruchsvollere Aufgaben früher übertragen, Prüfungsleistungen fallen im Durchschnitt besser aus – und in manchen Betrieben gibt es verkürzte Ausbildungszeiten.
Gleichzeitig besteht das Risiko, eine Ausbildung zu wählen, die nicht wirklich zu den eigenen Stärken und Interessen passt. Rund 25 % aller Ausbildungsverträge werden vorzeitig aufgelöst – ein klares Signal, dass die Berufswahlentscheidung häufig zu wenig fundiert getroffen wird.
Wussten Sie? Abiturienten erhalten durchschnittlich eine um 15–20 % höhere Ausbildungsvergütung als Bewerber mit Hauptschul- oder Realschulabschluss – und steigen nach der Ausbildung schneller in verantwortungsvolle Positionen auf.
6 überzeugende Vorteile der Ausbildung nach dem Abitur
Was auf den ersten Blick wie ein bescheidenerer Weg erscheint, bietet handfeste Vorteile gegenüber dem Studium – besonders für Persönlichkeiten, die lieber anpacken als theoretisieren.
Früher Gehalt statt Schulden
Während Kommilitonen Bafög beantragen oder Studienkredite aufnehmen, verdienen Sie vom ersten Ausbildungstag an eigenes Geld. Azubis mit Abitur erzielen durchschnittlich 800–1.200 € brutto pro Monat.
Schneller in Führungspositionen
Abiturienten, die eine Ausbildung machen, stehen oft früher in Führungsverantwortung als Hochschulabsolventen – weil sie das Unternehmen von Grund auf kennen und praktische Erfahrung mitbringen.
Praxiswissen von Tag 1
Kein Elfenbeinturm: Sie lernen in echten Unternehmen, arbeiten mit echten Kunden und echten Budgets. Dieses Praxiswissen ist am Arbeitsmarkt hochgeschätzt und schwer durch Studium zu ersetzen.
Kürzere Ausbildungszeit möglich
Mit Abitur können viele Ausbildungen um 6–12 Monate verkürzt werden – das müssen Sie mit dem Betrieb und der zuständigen Kammer vereinbaren. Statt 3 Jahren Ausbildung absolvieren Sie diese in 2 Jahren.
Studium bleibt immer möglich
Der Weg führt nicht zurück, aber vorwärts: Nach der Ausbildung können Sie berufsbegleitend oder in Vollzeit studieren – dann mit wertvollem Praxisvorsprung und oft besseren Berufsaussichten als reine Studienabgänger.
Hohe Planungssicherheit
Ausbildungsverträge bieten rechtlichen Schutz, klare Regelungen und soziale Absicherung. Der Arbeitsmarkt für dual ausgebildete Fachkräfte ist robust – Fachkräftemangel schützt viele Berufsfelder langfristig vor Jobverlust.
Top-Ausbildungsberufe für Abiturienten
Nicht jeder Beruf ist gleich gut für Abiturienten geeignet. Diese Auswahl zeigt Berufe mit überdurchschnittlichem Gehalt, hoher Übernahmequote und starken Karriereperspektiven.
Bankkaufmann / Bankkauffrau
Beratung, Kreditwesen und Finanzdienstleistungen – ein klassischer Beruf mit hohem Ansehen und exzellenten Weiterbildungsmöglichkeiten zum Bankfachwirt oder Banking-Studium.
Kaufmann/-frau für Versicherungen & Finanzen
Verbindet Beratungskompetenz mit analytischem Denken. Besonders geeignet für Abiturienten mit Interesse an Wirtschaft und Risikomanagement.
Industriekaufmann / -kauffrau
Breite kaufmännische Ausbildung in Industrieunternehmen. Sehr gefragte Fachkräfte, die in fast allen Branchen und Abteilungen eingesetzt werden können.
Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung
Softwareentwicklung, Programmierung und digitale Systemlösungen. Einer der zukunftssichersten Ausbildungsberufe – mit enormem Fachkräftemangel und entsprechend hohem Gehalt.
Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen
Verwaltung, Organisation und Controlling in Krankenhäusern, Kassen und Pflegeeinrichtungen. Krisensicherer Sektor mit stetig wachsendem Personalbedarf.
Steuerfachangestellte/-r
Buchhaltung, Jahresabschlüsse und Steuererklärungen: ein Beruf mit konstantem Bedarf, hoher Eigenverantwortung und klarem Karrierepfad bis zum Steuerberater.
Immobilienkaufmann / -kauffrau
Vermarktung, Verwaltung und Bewertung von Immobilien. Gute Verdienstmöglichkeiten, besonders in Ballungsräumen wie Frankfurt, München und Düsseldorf.
Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation
Kreativität trifft Strategie: Kampagnenplanung, Social Media, Markenkommunikation. Ideal für Abiturienten mit sprachlichem Talent und Gespür für Trends.
Verwaltungsfachangestellte/-r
Beamten- und Angestelltenausbildung im öffentlichen Dienst: sicherer Arbeitsplatz, geregelte Arbeitszeiten, tarifliche Bezahlung – attraktiv für sicherheitsorientierte Persönlichkeiten.
Notarfachangestellte/-r
Juristisches Fachwissen, präzises Arbeiten und Mandantenbetreuung: ein anspruchsvoller Beruf mit hohem Ansehen, idealer Vorbereitung auf ein mögliches Jura-Studium.
Hinweis zur Methodik: Der Score berechnet sich aus Einstiegsgehalt, bundesweiter Stellenverfügbarkeit, Übernahmequote, Weiterbildungsmöglichkeiten und Zukunftssicherheit des Berufsfelds (Quellen: BIBB-Datareport 2024, Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas). Die Werte sind Orientierungswerte und können je nach Region und Betrieb variieren.
Die drei Wege zur Berufsausbildung nach dem Abitur
Nicht alle Ausbildungen laufen gleich ab. Je nach Beruf und persönlichem Lernstil eignen sich unterschiedliche Ausbildungsformen.
Duale Ausbildung
- Lernorte: Ausbildungsbetrieb (3–4 Tage) und Berufsschule (1–2 Tage pro Woche)
- Vergütung vom ersten Tag an (tariflich geregelt)
- Abschluss: Kammer- oder Fachprüfung (IHK, HWK, etc.)
- Mit Abitur: Verkürzung oft auf 2 oder 2,5 Jahre möglich
- Für wen? Praxisorientierte Abiturienten, die früh ins Berufsleben einsteigen wollen
Schulische Ausbildung
- Lernort: staatliche oder private Berufsfachschule (Vollzeit)
- Typische Berufe: Physiotherapeut, Erzieher, Logopäde, Sozialpädagogik
- Oft keine oder geringe Vergütung – teils Schulgeld
- Dauer: 1 bis 3 Jahre je nach Beruf
- Für wen? Abiturienten mit Berufung in sozialen, pädagogischen oder therapeutischen Feldern
Beamtenausbildung
- Laufbahnen: mittlerer Dienst (Realschulabschluss), gehobener Dienst (Abitur oder Bachelors)
- Mit Abitur: Zugang zum gehobenen Dienst (z.B. Polizei, Finanzamt, Bundeswehr)
- Anwärterbezüge während der Ausbildung (~1.100–1.500 €)
- Hohe Versorgungssicherheit, Pensionsanspruch, Beihilfe
- Für wen? Sicherheitsorientierte Abiturienten mit Interesse an staatlichen Aufgaben
Ausbildung oder Studium nach dem Abitur?
Es gibt keine universell richtige Antwort – aber es gibt eine Antwort, die zu Ihnen passt. Dieser Vergleich zeigt die wesentlichen Unterschiede auf einen Blick.
Profi-Tipp: Eine professionelle Potenzialanalyse zeigt auf, ob Ihre Persönlichkeitsstruktur, Ihre kognitiven Stärken und Ihre Interessenschwerpunkte eher auf eine praxisorientierte Ausbildung oder ein theoriebetontes Studium ausgerichtet sind. Das spart Ihnen im besten Fall Jahre des Ausprobierens.
Professionelle Berufsberatung für Abiturienten
Wir analysieren Ihre Stärken, Ihre Interessen und Ihre Persönlichkeit – und helfen Ihnen, die Ausbildung zu wählen, die wirklich zu Ihnen passt. DIN-33430-zertifiziert, bundesweit, persönlich.
Erstgespräch & Anamnese
Wir klären Ihre Situation, Ihre Wünsche und Ihren bisherigen Lebenslauf. Ein offenes Gespräch ohne Schubladen – damit wir wissen, womit wir wirklich arbeiten.
Potenzialanalyse (DIN 33430)
Psychometrische Tests und strukturierte Interviews zeigen, welche Berufsfelder wirklich zu Ihrer Persönlichkeit, Ihren kognitiven Stärken und Ihren Interessen passen.
Berufsbild-Analyse & Matching
Wir vergleichen Ihr Profil mit konkreten Ausbildungsberufen und filtern heraus, wo Sie langfristig Freude und Erfolg finden können.
Strategiegespräch & Bewerbungsplan
Sie erhalten konkrete Empfehlungen für Ausbildungsbetriebe, Bewerbungsstrategie und nächste Schritte – mit einer klaren Roadmap für Ihren Berufseinstieg.
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FAQ: Ausbildung nach dem Abitur
Ja – mit dem Abitur stehen Ihnen grundsätzlich alle 325 anerkannten Ausbildungsberufe in Deutschland offen. Einige Berufe – etwa im öffentlichen Dienst oder in akademischen Berufsfeldern – setzen das Abitur sogar explizit voraus. Handwerkliche Berufe haben formal keine Mindestanforderung an den Schulabschluss, sind aber ebenfalls mit Abitur problemlos zu absolvieren.
In vielen Berufen ja. Die Verkürzung muss beim zuständigen Betrieb und der Kammer (IHK, HWK etc.) beantragt werden. Typisch ist eine Verkürzung von 3 auf 2 oder 2,5 Jahre. Voraussetzung ist in der Regel, dass Sie gute Leistungen zeigen. Die Entscheidung liegt letztlich beim Ausbildungsbetrieb und der Kammer gemeinsam.
Der Mindestausbildungslohn lag 2025 bei rund 649 € im ersten Ausbildungsjahr. In der Praxis liegt die Vergütung jedoch je nach Branche und Betrieb deutlich höher: Banken, Versicherungen und Industriebetriebe zahlen häufig 900–1.200 € pro Monat. Da das Abitur keine gesetzliche Grundlage für automatisch höhere Vergütung schafft, hängt es vom jeweiligen Tarifvertrag oder der Vereinbarung mit dem Betrieb ab.
Bei der dualen Ausbildung lernen Sie in Betrieb und Berufsschule und schließen mit einem Kammer- oder Fachprüfungsabschluss ab. Das duale Studium kombiniert ein Hochschulstudium (Bachelor) mit Praxisphasen im Unternehmen und endet mit einem akademischen Grad. Das duale Studium ist anspruchsvoller, bietet aber den akademischen Abschluss bei gleichzeitiger Vergütung – eine interessante Alternative für Abiturienten, die beides wollen.
Die fundierte Antwort liefert eine professionelle Potenzialanalyse, die Ihre Persönlichkeit, Interessen und kognitiven Stärken systematisch untersucht. Darüber hinaus empfehlen sich Informationsgespräche in Wunschbetrieben, Schnupperpraktika und die Nutzung von Berufsberatungsangeboten – sowohl bei der Agentur für Arbeit als auch bei spezialisierten Instituten wie dem Profiling Institut, das DIN-33430-zertifizierte Eignungsdiagnostik anbietet.
Ja, und das ist keineswegs selten. Mit Ihrer abgeschlossenen Ausbildung und dem Abitur können Sie an jeder deutschen Hochschule studieren. Viele Arbeitgeber unterstützen ein berufsbegleitendes Studium sogar finanziell. Als ausgebildete Fachkraft bringen Sie dabei einen wertvollen Praxishintergrund mit, der Sie in Seminaren und Projekten von rein theoretisch ausgebildeten Kommilitonen unterscheidet.
Viele Großbetriebe starten ihre Bewerbungsverfahren bereits 12–18 Monate vor Ausbildungsbeginn. Eine zeitige Bewerbung (Oktober–Dezember des Vorjahres) erhöht Ihre Chancen erheblich. Kleinere Betriebe sind flexibler – hier ist auch eine kurzfristige Bewerbung im Frühjahr möglich. Ihr Bewerbungsschreiben sollte Ihre Motivation, Ihre schulischen Stärken und konkrete Bezüge zum Berufsfeld zeigen.
Formal nicht – aber zunehmend in der Praxis. Im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) werden Gesellen- und Facharbeiterabschlüsse auf Niveau 4, Fachkaufleute oder Techniker auf Niveau 6 eingestuft – das entspricht dem Bachelorniveau. Besonders in technischen und kaufmännischen Berufen werden erfahrene Ausgebildete in der Praxis häufig genauso behandelt und bezahlt wie Bachelorabsolventen.
Das Profiling Institut bietet verschiedene Formate an: Eine Offene Karriereberatung kostet 160 €/Stunde, eine kompakte Orientierungsberatung ab 900 €. Für Abiturienten, die eine fundierte Potenzialanalyse nach DIN 33430 wünschen, empfehlen wir das Orientierungspaket. Ein kostenfreies Erstgespräch können Sie jederzeit vereinbaren – unverbindlich und ohne Verpflichtung.
Das duale Studium kombiniert Hochschulstudium (oft an einer Berufsakademie oder DHBW) mit Praxisphasen im Betrieb. Der Abschluss ist ein anerkannter Bachelor, die Studiendauer beträgt 3–3,5 Jahre. Vergütung (~700–1.000 €/Monat) und akademischer Abschluss machen es attraktiv. Es lohnt sich besonders für Abiturienten, die Praxis und Theorie optimal verbinden und sich nicht zwischen Ausbildung und Studium entscheiden wollen.
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