Nach dem Abitur, was tun?

Die Möglichkeiten nach dem Abitur sind so vielfältig- wir zeigen Dir alle möglichen Wege auf!

Die Verunsicherung der Abiturienten nach dem Abitur ist oft riesig, weil Ihnen so viele Wege offenstehen. Mit unserem Artikel wollen wir ihnen einen Überblick und damit mehr Klarheit schaffen.

Was machst Du nach dem Abitur?

Die Frage „Was machst Du nach dem Abitur?“ ist sicher die Frage, die sich ein angehender Abiturient mit Abstand am häufigsten anhören muss. Vor vielen Jahren war die Frage schnell beantwortet. Nicht selten stand fest, dass zum Beispiel der Sohn zur Bundeswehr geht und danach den Beruf des Vaters ergreift. Die Zeiten haben sich jedoch geändert. Noch nie zuvor gab es eine so große Zahl an Abiturienten und Studenten. Die Zeit des Individualismus steht der immer härter werdenden Arbeitswelt gegenüber. Kein Wunder also, dass viele Absolventen überfragt sind. Wir bieten Ihnen hier eine Aufzählung an Möglichkeiten, die sich nach dem Abitur anbieten. Folgende Wege, die nach dem Abi möglich sind, stellen wir ausführlicher vor:

  1. Freiwilligendienst: FSJ, FÖJ, BFD & IJFD
  2. Bundeswehr: der freiwillige Wehrdienst
  3. Praktikum – erste Erfahrungen sammeln
  4. Nach dem Abi arbeiten
  5. Nach dem Abi reisen: Work & Travel
  6. Eine Sprache lernen: Sprachkurse & Sprachreisen
  7. Als Au Pair ins Ausland gehen
  8. Akademische Orientierung: das Orientierungsjahr
  9. Studieren im Ausland
  10. Chillen & frei haben — nach dem Abi erstmal belohnen?
  11. Ein Studium aufnehmen
  12. Eine Berufsausbildung starten
  13. Kindergeld: Wie geht es nach dem Abi weiter?
  14. Wichtige Tipps für die Zeit nach dem Abi

Nach dem Abitur ein Freiwilligendienst?

Wie bereits in unserem Blogbeitrag, FSJ, FÖJ, FWD, BFD & Co – mehr als nur Kauderwelsch, erwähnt, bieten diese drei Modelle die beste Möglichkeit für Menschen die sich engagieren wollen entweder sozial, ökologisch, ehrenamtlich, politisch, Sportverein, beim Landessportbund, bei einer Kommune oder in der Landesverwaltung. Das wohl bekannteste ist das freiwillige soziale Jahr (FSJ).

Freiwilliges soziales Jahr bzw. FSJ

Was ist ein FSJ? Ein FSJ ist eine Zeit von einigen Monaten, bei dem sich die Teilnehmer nach dem Abitur im sozialen Bereich einsetzen, um anderen Menschen zu helfen. Es beträgt eine Länge von mindestens sechs bis maximal 18 Monaten und bietet sich für junge Erwachsene bis zum 27. Lebensjahr an. In der Regel beinhaltet eine Arbeitswoche circa 39 Stunden. Die Einsatzgebiete variieren sehr stark. Anbieter bzw. Arbeitgeber für FSJ´ler für das freiwillige soziale Jahr sind die großen karitativen Einrichtungen wie die Caritas, die Johanniter, das Deutsche Rote Kreuz, die Kommunen, Städte usw. Ebenso wie die Arbeitgeber variieren auch die Einsatzbereiche innerhalb einesfreiwilligen sozialen Jahres. Hier sollte man bei der Entscheidung gut überlegen und aufpassen, ob man sich in der Tätigkeit auch einige Monate wohlfühlt odr ob es nachher nur sinnlos vertanene Zeit ist! Gleiches gilt für das FÖJ.

Freiwilliges ökologisches Jahr oder FÖJ

Das freiweillige ökologische Jahr (FÖJ) hingegen bezieht sich auf die Bereiche Natur und Umweltschutz. Die Rahmenbedingungen sind hier ähnlich dem FSJ. Es werden also auch junge Erwachsene bis zum 27. Lebensjahr angesprochen, die sich sechs bis 18 Monate nach dem Abitur engagieren wollen. Die Einsatzbereiche und Arbeitgeber überschendien sich vereinzelt mit denen beim FSJ. Vereinzelt kann man auch mit dem Arbeitgeber gemeinsam entscheiden, ob man es als FSJ oder als FÖJ definiert. Beispielsweise ist ein Engagement auf dem städtischen Friedhof als freiwilliges soziales oder auch als ökologisches Jahr zu begreifen.

BFD oder Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist unter anderem auch in Zivil- und Katastrophenschutz tätig. Teilnehmer dürfen das 27. Lebensjahr überschreiten. Der BFD wurde von der Bundesrepublik Deutschland als Antwort auf das Aussetzen der Wehrpflicht und des Zivildienstes ins Leben gerufen. Er soll als Ergänzung zum bereits erwähnten FSJ oder FÖJ verstanden werden und das Engagement der Bevölkerung steigern. Für alles bisher beschriebenen Bereich gilt, dass sich ein Einsatz in diesen Bereichen auf jeden Fall im Lebenslauf gut verkaufen lässt, denn eine Ehrenamt bzw. soziales Engagement ist heute fast schon Pflicht.

Eine weitere Möglichkeit sich in dem sozialen oder auch ökologischen Bereich zu engagieren, ist die Freiwiligenarbeit im Ausland. Die Grenzen zu oben genannten Diensten wie FSJ, FÖJ oder Bundesfreiwilligendienst sind nicht klar gefasst. SO bieten große wie kleine Organisationen aus Deutschland auch die sozialen Dienste im Ausland an. Das nennt man dann auch Freiwilligenarbeit im Ausland.

Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD)

Der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD) ist ein  Freiwilligendienst des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der es jungen Menschen ermöglicht, einen freiwilligen Dienst im Ausland zu leisten und dadurch interkulturelle, gesellschaftspolitische und persönliche Erfahrungen in einer anderen Kultur zu sammeln.

Der IJFD kann über einen deutschen Träger in gemeinwohlorientierten Einrichtungen im Ausland geleistet werden, insbesondere

  • im sozialen Bereich, d. h. insbesondere in der Arbeit mit alten, kranken und behinderten Menschen, mit Kindern und Jugendlichenin der Kultur
  • im Sport und in der Denkmalpflegeim ökologischen Bereich, insbesondere im Naturschutz
  • in umweltbildenden Einrichtungen oder in der nachhaltigen Entwicklungim Bildungswesen
  • in der Friedens- und Versöhnungsarbeit sowie in der Demokratieförderung (hierbei dürfen aber keine Parteien gefördert werden).

Ausführliche Informationen Angebote und Ansprechpartner unter https://www.ijfd-info.de/ijfd.html

Freiwilligenarbeit im Ausland

Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit nach dem Abitur Freiwilligenarbeit im Ausland zu absolvieren. Hier kommen viele positive Aspekte zusammen. Zum einen zeigt man großes Engagement und hilft Menschen oder der Natur bzw. der Tierwelt in bedürftigen Regionen, zum anderen lernt man neue Länder und Kulturen kennen, in die man während eines Urlaubs keinen Einblick bekäme. Ein zusätzlicher positiver Effekt bei der Arbeit im Ausland ist die Verbesserung der Sprachkenntnisse oder das Erlernen eine komplett neuen Sprache.

Bei der Organisation von Freiwilligenarbeit im Ausland hat man verschiedene Möglichkeiten.

Einerseits kann man im Internet recherchieren und sich selber seinen Trip organisieren und einen Arbeitgeber suchen oder man greift auf eine der in großer Vielzahl vorhandenen privaten Organisationen zurück und verlässt sich auf deren Planung und Kontakte und genießt den Vorteil, daß man Ansprechpartner vor Ort hat, eine Unterkunft gestellt bekommt und die gesamte Reise mehr oder minder organisiert ist. Der Nachteil dabei ist, dass man teilweise erhebliche Kosten für eine Organisation in Kauf nehmen muss.

nach dem Abitur

Bundeswehr (FWD oder Freiwilliger Wehrdienst)

Wie vor einigen Jahren besteht weiterhin die Möglichkeit des Absolvierens des Wehrdienstes. Heutzutage auf freiwilliger Basis, da die Wehrpflicht ausgesetzt ist. Der freiwillige Wehrdienst (FWD) kann von mindestens sieben bis auf maximal 23 Monate verlängert werden und enthält einen Sold. Auch wenn hier zu Lande die Meinungen über den Wehrdienst stark auseinander gehen, hat die Bundeswehr für jedes Interesse Möglichkeiten. Bundeswehr bedeutet schon lange nicht mehr, nur zu lernen mit Waffen umzugehen. Die Bundeswehr bietet nicht nur die Möglichkeit des FWD; sie ist zudem einer der größten Arbeitgeber in Deutschland mit dem breitesten Angebot an Fachrichtungen; kaum ein Bereich wird nicht abgedeckt. Ein Beispiel dafür stellen wir hier vor: Aeronautical Engineering in München.

Praktikum

Bei dem Begriff Praktikum muss stark unterschieden werden! Praktikum ist nicht gleich Praktikum. Die ersten Erfahrungen die ein Schüler in iese Richtung sammelt, ist meistens das Schülerpraktikum. Es ist jedoch zu bedenken, dass dieses in der Regel nur zwei Wochen läuft und nur einen kleinen Einblick in die wirkliche Tätigkeit des Berufs bietet. Wesentlich tiefer in die Materie eintauchen, lassen Praktika, die mindestens 6 Monate dauern. Ein Beispiel hierfür sind die Praxissemster, die vereinzelt im Rahmen eines Studiums an Hochschulen vorgeschrieben sind. Hierbei handelt es sich meist um Studiengänge an Fachhochschulen, die ein Pflichtpraktikum vorsehen.

Im Allgemeinen können auch Praktika im Ausland absolviert werden. Eine solche Erfahrung bringt den Schulabsolventen nicht nur sehr viel für die persönliche Entwicklung, zusätzlich ist es ein sehr positiver Punkt im Lebenslauf. Eine weitere Unterscheidung muss getroffen werden bei Vorpraktika, zum Beispiel zur Vorbereitung auf ein Studium. Hierbei handelt es sich um ein Pflichtpraktikum, das erbracht werden muss, um die Zulassungsanforderung für bestimmte Studiengänge zu erfüllen.

Nicht ganz unproblematisch für Schulabsolventen bzw. Abiturienten ist die Suche nach einem Praktikum nach dem Abitur. Wenige Firmen sind offen für Abiturienten als Praktikanten, denn sie verfügen über keine relevante Erfahrung oder interessantes Know-how, was die Firmen weiter bringt. So sind diese eher an Studierenden eines relevanten Studiengangs interessiert. Hier helfen in der Regel nur gute Kontakte oder Beziehungen und ein wenig Glück, um an ein solches Praktikum zu gelangen. Hilfreich sind diese Praktika auf jeden Fall, denn sie dienen der Studien- oder Berufsorientierung der Schüler in besonderem Maße.

Nach dem Abi arbeiten

Die Zeit nach dem Abitur bietet optimale Gegebenheiten für die ersten Job-Erfahrungen. Es ist jedoch Vorsicht geboten. Eindruck im Lebenslauf machen nur Tätigkeiten, die über Zeitungaustragen und Nachhilfe oder Jobben als Tankwart hinausgehen. Ein weiterer Punkt der bedacht werden sollte ist, dass Geld sehr verlockend sein kann. Das einfache Jobben sollte kein Ersatz für die geplante Karriere oder das spätere Berufsleben sein. Verdient man als Abiturient nun mit dem Jobben endlich Geld, sollte das Ziel, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Studium, nicht aus den Augen verloren werden.

Nach dem Abi reisen – Work and Travel

Endlich raus, weg von Zuhause. Ein großes Abenteuer, das viele der bereits oben angesprochenen Themen verbindet! Reisen, Arbeiten und Erfahrungen, das perfekte Modell für einen Abiturienten. Doch dieses Unterfangen sollte gut überlegt und noch besser geplant sein. Wir haben Ihnen einen großen Work and Travel – Ratgeber zusammengestellt, der sie rund um das Thema „Work und Travel“ informiert.

Die Entscheidung für work and travel fällt vielen nicht ganz leicht. So verlockend das Ganze klingt, so herausfordernd ist es doch für den Einen oder Anderen. Es fängt bei der Organisation des Unterfangens an und geht über die Vorstellung alleine in einem fremden Land unterwegs zu sein bis hin dazu sich regelmäßig Jobs suchen zu müssen. All diese Punkte stellen eine echte Herausforderung für viele dar. Nicht wenige Schulabsolventen machen sich daher in kleinen Gruppen auf den Weg, und verrsuchen so, zumindest das eine oder andere Problem gemeinsam zu bewältigen. Dennoch ist die Jobsuche in einem fremden Land eine spannendes Unterfangen, denn man muss sich regelmäßig bewerben und vostellen und konkurriert regelmäßig mit anderen Backpackern, die auch dringend einen Job und Geld benötigen. Für all diejenigen, die Probleme damit haben auf andere Personen zuzugehen und nicht „open minded“ sind, sollten das schnellstens lernen oder es wird nicht ganz leicht für sie.

Man sollte sich auch über die Dauer eines solchen Unterfangens Gedanken machen. Die Verlockung für 12 Monate nach dem Kiwi-Pflücken am Strand zu liegen oder zu Surfen ist zwar groß, aber nach sechs Monaten verliert es vielleicht auch seinen Reiz. Darüber hinaus zeigt die Erfahrung, dass die Wenigsten auf den grünen Zweig hinsicht der Studien- oder Berufswahl kommen. Dafür ist die Ablenkung zu groß.

Nach dem Abitur eine Sprache lernen – Sprachkurse und Sprachreisen

Die Zeit nach dem Abitur bietet sich sehr gut an, eine weitere Sprache zu lernen oder bestehende Sprachkenntnisse zu verbessern. Kurse werden oft an Hochschulen, auch unabhängig vom Studiengang, angeboten und sind teilweise bereits im Semesterbeitrag enthalten. Hierzu sollte die jeweilige Hochschule befragt werden. Aber auch Sprachreisen eignen sich gut, um bereits Erlerntes zu vertiefen. Um spürbare Fortschritte zu vermerken, sollte ein gewissen Zeit eingeplant werden, die jedoch entsprechende finanzielle Mittel erfordert.

Bei der Organisation einer Sprachreise oder eines Sprachkurses kann man auf die vielen großen udn kleinen Sprachreiseveranstalter zurückgreifen oder selber aktiv werden. Hierbei spart man vielleicht etwas Geld, geht aber das Risiko ein, auch mal Pech zu haben bei dem geplanten Ablauf der Reise

Nach dem Abi ins Ausland als Au Pair

Eine weitere Möglichkeit Land, Leute, Kultur und Sprache kennenzulernen ist die des Au Pairs. Als Au Pair versteht man junge Erwachsene, die sich bei einer Gastfamilie um Haus und Kinder kümmern. Im Gegenzug erhalten sie Obdach, Verpflegung, Taschengeld und die Möglichkeit das Land mit allem was dazugehört kennenzulernen. Entgegen dem Klischee gibt es auch männliche Au Pairs. Wer also gut mit Kindern umgehen kann, häusliche Arbeit nicht scheut und eine tolle Erfahrung machen möchte, sollte sich zu diesem Thema informieren.

Orientierungsjahr

Eine Ausweitung eines Schnupperstudiums bietet ein Orientierungsjahr. Hierbei bieten Hochschulen in einem bestimmte Zeitraum, die Möglichkeit in verschiedenen Studiengängen, Einblicke zu gewinnen. Die Jacobs University beispielweise ist eine deutsche Hochschule, die ein soganntes Foundationyear anbietet. Die Stammsprache dieser Hochschule ist Englisch. Internationale und nationale Studieninteressenten können sich auf dieses Angebot bewerben, um sich an unterschiedlichsten Studiengänge zu probieren. So können die Interessenten anhand von eigenen Erfahrungen herausfinden, welche Richtung ihnen liegt. Zusätzlich verbessern sich in diesem Jahr nach dem abitur die Englischkenntnisse der Teilnehmer, da sie durch die internationale Ausrichtung viele Menschen aus verschiedenen Ländern kennenlernen. Ein weitere Hochschule, die ein ähnliches Angebot bietet ist das Salem-Kolleg.

Auslandsstudium

Ist man sich sicher, welche Richtung man einschlagen möchte und ist bereit für einen Auslandsaufenthalt, dann bietet ein Auslandsstudium die optimalen Chancen, um später erfolgreich in das Berufsleben einsteigen zu können. Es gibt eine Vielzahl von Hochschulrankings, die eine Orientierung bezüglich der renommiertesten Hochschulen geben können. Darüber hinaus geben Förderprogramme wie Erasmus, Unterstützung beim Absolvieren eines Auslandsstudiums. Die Dauer ist selbstverständlich jedem selbst überlassen; ob das gesamte Studium oder einzelne Semester. Zudem bieten eine Vielzahl an deutschen Hochschulen ihren Studierenden Kontakte zu kooperierenden ausländischen Hochschulen, um ein Studium im Ausland zu ermöglichen.

Nach dem Abi eine Auszeit nehmen oder Chillen

Nicht wenige Abiturienten ziehen es vor, die zur Verfügung stehende Zeit zwischen Abitur und Studium oder Ausbildung zu „chillen„. Man brauche eine Auszeit nach dem ganzen Stress, ist dann oft zu hören. Ein begründeter Einwand, doch sei gesagt, dass die Arbeitswelt oder ein Studium mit Nebenjobs und eigenem Haushalt mehr abverlangen als die Schulzeit. Demnach sollte die persönliche Pause, die Zeit zwischen Abitur und dem folgenden Wintersemester, nicht übersteigen. Umso länger das Nichts-Tun anhält, desto größere Fragen kommen zum Beispiel bei Bewerbungsgesprächen auf.

Studium

Als weitere Alternative gibt es natürlich immer noch den direkten Einstieg ins Studium nach dem Abitur. Hierfür ist es einerseits wichtig sich klar zu sein „Was soll ich studieren?“ und die Einschreibefristen am 15. Juli des jeweiligen Jahres nicht zu versäumen. Das gilt selbstverständlich nur für einschreibepflichtige Studiengänge. Bei alle anderen gibt es keine direkten Fristen. Diese Frist gilt natürlich nur für einen studienbeginn im Wintersemester. Im Wintersemester, welches in der Regel im Oktober beginnt, gibt es das größte Angebot an Studiengängen. Nur etwa 15 – 20 % der Studiengänge fangen alternativ auch zum Sommersemester im April an.

Überlegungen zur Studienwahl

  1. Studiere ich lieber an einer Universität oder an einer Hochschule?
  2. Bin ich eher praxisorientiert oder liebe ich die Theorie?
  3. Kann ich mir eine private Hochschule leisten oder konzentriere ich mich auf die staatlichen Angebote?
  4. Suche ich mir eine Hochschule oder Universität nach Ihrem Platz im Hochschulranking aus oder kommt es mir eher auf den Hochschulort an?
  5. Suche ich mir den Studienort aufgrund der Nähe zu meinem Heimatort aus, weil mein Freund/Freundin dort lebt oder weil es eine tolle Unistadt mit einem richtigen Campus ist?
  6. Wie finanziere ich mein Studium, helfen meine Eltern oder benötige ich einen Studienkredit oder muss ich Jobben während der Studienzeit?
  7. Studiere ich lieber einen allgemeinen Bachelor und spezialisiere mich dann im Master?
  8. Passt eine duales Studium zu mir, kann ich den hohen Arbeitsaufwand bewältigen? Möchte ich mich direkt an einen Arbeitgeber binden?
  9. Reicht meine Motivation für ein Studium aus oder mache ich lieber eine Berufsausbildung?

Studienwahl

Was soll ich studieren? bzw. Welches Studium passt zu mir? ist die große Frage für die meisten Abiturienten. Weil viele darauf keine Antwort wissen, planen Sie ein GAP-Year, in der Hoffnung zu einer Antwort zu finden. Die Studienwahl stellt eine große Herausforderung dar, da die Auswahl an Bachelorstudiengängen mit aktuell etwa 9.000 Stück riesengroß ist und die Informationsflut gewaltig scheint. Die Bachelor- und Masterstudiengänge gliedern sich in zehn Fächergruppen auf:

Fächergruppen der Studiengänge

  1. Agrar- und Forstwissenschaften
  2. Gesellschafts- und Sozialwissenschaften
  3. Ingenieurwissenschaften
  4. Kunst, Musik, Design
  5. Lehramt
  6. Mathematik, Naturwissenschaften
  7. Medizin, Gesundheitswissenschaften
  8. Öffentliche Verwaltung
  9. Sprach- und Kulturwissenschaften
  10. Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften

Neben dem Vollzeitstudium an Hochschulen und Universitäten gibt es noch die Möglichkeit des dualen Studiums.

Duales Studium

Das duale Studium gab es früher ausschließlich bei den sogenannten Berufsakademien in Baden-Württemberg und Sachsen, heute bieten auch staatliche wie private Hochschulen duale Studiengänge in Kooperation mit Unternehmen an. Man unterscheidet verschiedene Formen des dualen Studiums.

1. Praxisintegriertes duales Studium

Bei dieser Form des dualen Studiums werden in das theoretische Studium einige in der Regel mehrmonatige Praxisphasen bei verschiedenen Unternehmen integriert. Der Student verdient hier in der Regel kein Geld während der Praxisphasen.

2. Ausbildungsintegriertes duales Studium

Bei dieser Form des dualen Studiums schließt der Studierende einen Ausbildungsvertrag mit einem sogenannten Praxispartner, ein mit der Hochschule kooperierendes Unternehmen, und erhält während des Studiums ein Ausbildungsentgelt und schließt nach drei Jahren mit einem Bachelorabschluss ab und zugleich hat er eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Berufsausbildung

Ein leider immer mehr aus der Mode gekommener Weg bei Abiturienten stellt die klassische duale Berufsausbildung dar. Immer mehr Abiturienten suchen den Weg ins Studium ohne sich ernsthaft über diesen alternativen Weg Gedanken zu machen. Eine berufliche Ausbildung muss ja keine Sackgasse sein. Nach Abschluss einer Berufsausbildung steht der Weg in ein Studium immer noch offen. Für Abiturienten bieten sich bei einigen Ausbildungen sogar eine Verkürzung der Ausbildungsdauer an. Aktuell gibt es etwa 350 verschiedene Ausbildungsberufe aufgeteilt in 16 Berufsfelder.

Berufsfelder

  1. Landwirtschaft, Natur, Umwelt
  2. Produktion, Fertigung
  3. Bau, Architektur, Vermessung
  4. Metall, Maschinenbau
  5. Elektro
  6. IT, Computer
  7. Naturwissenschaften
  8. Technik, Technologiefelder
  9. Wirtschaft, Verwaltung
  10. Verkehr, Logistik
  11. Dienstleistung
  12. Gesundheit
  13. Soziales, Pädagogik
  14. Gesellschafts-, Geisteswissenschaften
  15. Kunst, Kultur, Gestaltung
  16. Medien

Berufswahl

Die Lösung der Frage „Was soll ich werden, welcher Beruf passt zu mir?“ ist ebenso schwer wie bei der Studienwahl. Eine Übersicht über all verfügbaren Ausbildungsberufe erhält man auf der Seite Berufenet der Agentur für Arbeit.

Man unterscheidet drei verschiedene Ausbildungsformen in Deutschland. Einmal gibt es die sogenannte betriebliche Ausbildung, weiterhin die schulische bzw. überbetriebliche Ausbildung und zuletzt kennen wir noch den Ausbildungsweg im öffentlichen Dienst, der aber der betrieblichen Ausbildung sehr nahe kommt.

Formen der Berufsausbildung

  1. Die betriebliche Ausbildung findet zur einen Hälfte im Ausbildunsbetrieb statt und zur anderen Hälfte in der Berufsschule. Die betriebliche Ausbildung ist die am häufigsten vertretene Ausbildungsform. Diese Ausbildungsform dauert zwischen 24 und 36 Monaten.
  2. Die schulische Ausbildung oder eben überbetriebliche Ausbildung findet zu 90 % in der Schule statt und wird durch verschiedene betriebliche Praxisphasen abgerundet und ergänzt. Die Dauer beträgt abhängig vom Ausbildunsgträger zwischen 12 und 38 Monaten.
  3. Wie bereits angedeutet, ist die Ausbildung im öffentlichen Dienst sehr artverwandt mit der betrieblichen Ausbildung, nur dass der Arbeitgeber eben der öffentliche Dienst ist und auch hier findet die Ausbildung zur Hälfte beim Arbeitgeber und zur anderen Hälfte an entsprechenden Schulen der öffentlichen Hand statt.

Bei all den Möglichkeiten ist die Auswahl wirklich nicht leicht für Abiturienten! Unten stehend eine Umfrage, die Auskunft gibt, wofür sich die Mehrheit der Schulabsolventen entscheidet.

Kindergeld nach dem Abitur?

Egal für welche der vielen Möglichkeiten du dich entscheidest, das Thema Finanzierung ist für dich wie deine Eltern sicher ein ganz wichtiger Aspekt! Eine Komponente der Finanzierung auf die viele setzen ist das Kindergeld.

Nur wie funktioniert das mit dem Kindergeld nach dem Abitur? Der richtige Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Kindergeld ist die Familienkasse. www.familienkasse.de. Grundsätzlich besteht auch nach dem Abitur weiterhin Anspruch auf das Kindergeld. Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wird Kindergeld für alle Kinder gezahlt, darüber hinaus nur unter bestimmten zusätzlichen Voraussetzungen für Kinder bis zum vollendeten 24. Lebensjahr.

Für  Kinder, die ein  freiwilliges  soziales  Jahr  oder  ein  freiwilliges  ökologisches Jahr im Sinne des Jugendfreiwilligen-dienstgesetzes  leisten, besteht weiterhin Anspruch. Ein solches Jahr kann auch im Ausland abgeleistet werden. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an besonderen Regelungen, die wir für Euch unter www.profiling-institut.de/kindergeld-nach-dem-abitur/ zusammengefasst haben. Wichtig sind jedoch in der Regel entsprechende schriftliche Meldungen an die Familienkasse zu machen, sobald ein solcher Dienst oder eine Zeit im Ausland später als vier Monate nach dem Ende der Schulzeit beginnt.

Tipps für die Zeit nach dem Abitur

  1. Plane die Zeit nach dem Abitur rechtzeitig! Glaube nicht, dass ein FSJ oder eine work & travel sich mal so eben organisieren lässt! Die meisten der oben aufgeführten Möglichkeiten nach dem Abitur benötigen eine längere Vorlaufzeit!
  2. Nutze die Zeit nach Deinem Schulabschluss sinnvoll und effektiv! Chillen und einfach mal Nichtstun klingt verlockend aber nach einigen Wochen verliert das an Reiz und du wirst merken, dass die meisten Deiner ehemaligen Mitschüler irgendetwas Sinnvolles machen und du ganz schnell alleine „chillst“!
  3. Versuche möglichst verschiedene Dinge in ein mögliches GAP-Year unterzubringen! Ein FSJ ist eine tolle Sache und wird auch von zukünftigen Arbeitgebern positiv gewertet, aber 12 Monate Krankentransporte bedeuten keine echte Lernkurve, da reichen maximal sechs Monate aus. Die restlichen 6 Monate deines GAP-Years könntest Du ein Praktikum im Ausland machen oder versuchen mehrere Berufsfelder zu erkunden oder dein Englisch im Ausland zu perfektionieren….!
  4. Genieße die Zeit und versuche sie bewusst zu erleben, denn es ist eine besondere Phase deines Lebens, die so in dieser Art wahrscheinlich nicht mehr auf dich wartet!
  5. Betrachte dieses Jahr als ein StückKarriereplanung„! Egal welche Art von Karriere du nachher machst, diese Zeit sollte dich persönlich bereichern und deiner Orientierung dienen sowie wertvolle Elemente für deine Zukunft, deiner „Karriere“ enthalten!

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