Für Schüler, Abiturienten & Berufseinsteiger 2026

Was soll ich werden? Dein 8-Schritte-Plan zur richtigen Berufswahl

Du stehst vor dem Schulabschluss und fragst dich, was du werden sollst. Diese Seite führt dich in acht Schritten von der Selbstanalyse über den kostenlosen RIASEC-Berufswahltest bis zur belastbaren Entscheidung zwischen Ausbildung, Studium und dualem Studium – mit allen 324 anerkannten Ausbildungsberufen, aktuellen Vergütungsdaten und der Erfahrung aus über 10.000 Beratungen.

Von Jan Bohlken Lesezeit: ca. 18 Minuten Quellen: BIBB, BA, WEF

42 Fragen · 5–7 Minuten · ohne Anmeldung · Ergebnis sofort · DIN 33430-konform

25+Jahre Diagnostik- und Headhunting-Erfahrung
10.000+beratene Klientinnen und Klienten
97 %bewerten die Beratung mit sehr gut oder gut
324anerkannte Ausbildungsberufe im Vergleich

Die Kurzantwort in 60 Sekunden

Was soll ich werden? Diese Frage lässt sich nicht durch das Lesen von Berufslisten beantworten, sondern nur durch den Abgleich von drei Größen: deinen Interessen, deinen tatsächlichen Stärken und den Anforderungen des Arbeitsmarkts. Die erprobte Reihenfolge lautet:

  • 1.Interessenprofil ermitteln – mit dem kostenlosen Berufswahltest für Schüler erhältst du deinen RIASEC-Code in unter sieben Minuten.
  • 2.Berufsfelder eingrenzen – aus dem Code ergeben sich zwei bis drei Felder aus der Übersicht aller Ausbildungsberufe.
  • 3.Praxis testen – ein Praktikum pro Favorit schlägt jede Internetrecherche und senkt das Abbruchrisiko deutlich.
  • 4.Weg wählen – Ausbildung, Studium oder duales Studium, je nach Interessenprofil und Risikobereitschaft.
  • 5.Bei Zweifeln: eine Potenzialanalyse nach DIN 33430 liefert Belastbarkeit, die kein Onlinetest ersetzen kann.

Wichtig: Die erste Berufswahl ist ein Startpunkt, keine lebenslange Festlegung. Das deutsche Bildungssystem ist über Meister, Fachwirt, Berufskolleg und berufsbegleitendes Studium ausgesprochen durchlässig – wer heute passend startet, hält sich alle späteren Wege offen. Erwachsene in Neuorientierung finden ihren Einstieg im Ratgeber Welcher Beruf passt zu mir?

Der Fahrplan

Von der ersten Frage zur Entscheidung – in acht Schritten

So sieht der Weg aus, den wir in der Beratung mit Schülerinnen und Schülern gehen. Du kannst die ersten sieben Schritte komplett allein gehen – der achte ist der Notausgang, falls du feststeckst.

Der 8-Schritte-Plan zur Berufswahl im Überblick 1 Selbstanalyse 2 Test machen 3 Berufsfelder 4 Praktikum 5 Alternativen 6 Entscheidung 7 Zukunftscheck 8 Beratung Deine Wahl
Realistischer Zeitrahmen: vier bis zwölf Wochen – je nachdem, wie schnell du an Praktikumsplätze kommst.

Diese Seite richtet sich an Schüler, Abiturienten und Berufseinsteiger

Hier findest du den 8-Schritte-Plan und den RIASEC-Berufswahltest für deine erste Berufswahl nach dem Schulabschluss. Wenn du als Erwachsener bereits berufstätig bist und dich neu orientieren möchtest – etwa nach einer Kündigung, einer Überlastungsphase oder in der Lebensmitte – dann führt dich der Ratgeber Welcher Beruf passt zu mir? für Erwachsene in Neuorientierung schneller ans Ziel. Den Gesamtüberblick über Umschulung, Quereinstieg und Karriereanker gibt der Hub berufliche Neuorientierung.

Zur Seite für Erwachsene

Je nach Schulabschluss

Was soll ich werden? – deine Optionen nach Schulabschluss

Die Frage „Was soll ich werden?“ beantwortet sich je nach Schulabschluss unterschiedlich – nicht weil Hauptschüler weniger Möglichkeiten hätten, sondern weil der nächste sinnvolle Schritt ein anderer ist. Rechtlich schreibt kaum ein dualer Ausbildungsberuf einen bestimmten Abschluss vor; entscheidend sind Eignung und Betrieb. Die folgenden Karten zeigen deinen konkreten Startpunkt – jeweils mit passenden Berufsprofilen zum Weiterlesen.

Hauptschulabschluss 200+

Was soll ich werden mit Hauptschulabschluss?

Über 200 anerkannte Ausbildungsberufe stehen dir offen – vor allem in Handwerk, Pflege, Gastronomie, Lagerlogistik und Einzelhandel. Dein Engagement und deine Soft Skills zählen dabei mehr als die Abschlussnote. Typische Einstiege sind Kraftfahrzeugmechatroniker, Fachkraft für Lagerlogistik, Koch, Verkäufer oder Maler und Lackierer.

  • RIASEC-Test machen und Stärken benennen können
  • Schnupperpraktikum in den zwei stärksten Berufsfeldern
  • Über Meister und Fachwirt sind später auch höhere Abschlüsse erreichbar
Realschulabschluss / Mittlere Reife 324

Was soll ich werden mit mittlerer Reife?

Mit Realschulabschluss sind nahezu alle 324 anerkannten Ausbildungsberufe zugänglich – von Fachinformatiker über Bankkaufmann und Industriekaufmann bis Mechatroniker oder Medizinische Fachangestellte. Über Berufskolleg, Meister oder Fachwirt bleibt der Weg an die Hochschule jederzeit offen.

  • Alle kaufmännischen und IT-Berufe zugänglich
  • Fachhochschulreife über das Berufskolleg erreichbar
  • Meister verdienen laut BIBB im Mittel mehr als viele Bachelor-Absolventen
Fachabitur / Fachhochschulreife FH

Was soll ich werden mit Fachabitur?

Das Fachabitur öffnet alle Fachhochschulen und dualen Hochschulen. Besonders attraktiv ist das duale Studium in BWL, Ingenieurwesen, Sozialer Arbeit oder Informatik. Gleichzeitig bleiben sämtliche Ausbildungsberufe zugänglich – welche Studienrichtungen zu welchen Interessen passen, zeigt die Übersicht der Studienfelder.

  • Alle FH- und dualen Studiengänge zugänglich
  • Duales Studium verbindet Vergütung und Hochschulabschluss
  • Unsicher bei der Fächerwahl? Die Studienberatung ordnet ein
Abitur / Allgemeine Hochschulreife Alle

Was soll ich werden nach dem Abitur?

Das Abitur öffnet alle Türen – und genau das ist die Schwierigkeit. Rund 21.000 Studiengänge plus alle Ausbildungsberufe stehen zur Wahl; diese Freiheit ist der häufigste Auslöser von Entscheidungsparalyse. Einen strukturierten Überblick geben die Seiten nach dem Abitur und Ausbildung nach dem Abitur, ergänzt um die Abitur-Checkliste weiter unten.

  • Alle Studiengänge und alle Ausbildungsberufe zugänglich
  • RIASEC-Test zuerst – bevor Studiengänge verglichen werden
  • Studienwahl-Hub für Hochschulwahl, NC und Fristen
Wichtig: Der Schulabschluss ist ein Startpunkt, keine Decke. Das deutsche Bildungssystem ist über Meister, Fachwirt, Berufskolleg und berufsbegleitendes Studium außergewöhnlich durchlässig. Niemand ist durch seinen Abschluss dauerhaft festgelegt – wohl aber durch seinen nächsten Schritt. Mach ihn bewusst, notfalls mit Unterstützung aus der Berufsberatung.

Warum jetzt handeln?

Was soll ich werden? – drei Zahlen, die 2026 den Unterschied machen

Die Arbeitswelt verändert sich so tiefgreifend wie seit der Industrialisierung nicht mehr. Wer heute eine fundierte Berufswahl trifft, hat einen echten Startvorteil – und wer sie dem Zufall überlässt, zahlt später mit verlorenen Jahren. Wie stark einzelne Berufe vom technologischen Wandel betroffen sind, zeigt unser Ratgeber KI und Beruf.

78 Mio.

neue Arbeitsplätze entstehen weltweit bis 2030 durch Technologie und grüne Transformation – ein Nettowachstum trotz gleichzeitiger Automatisierung von 92 Millionen Stellen.

WEF Future of Jobs Report 2025

324

anerkannte Ausbildungsberufe plus rund 21.000 Studiengänge. Die Fülle der Optionen ist selbst ein Orientierungsproblem – strukturierte Berufsorientierung ist nötiger denn je.

BIBB Verzeichnis 2026 / Datenreport 2024

73.400

Ausbildungsplätze blieben zuletzt unbesetzt – bei rund 494.000 neuen Verträgen. Bewerber mit klarem Profil haben damit eine starke Verhandlungsposition.

Bundesagentur für Arbeit

Das Risiko der Fehlentscheidung: Laut BIBB wechselt rund jeder dritte Auszubildende mindestens einmal den Betrieb oder die Fachrichtung, und auch rund 28 Prozent der Bachelor-Studierenden brechen ihr Studium ab. Wie ein Ausstieg konstruktiv verläuft, beschreibt der Ratgeber Studienabbruch. Ein strukturierter Entscheidungsprozess reduziert dieses Risiko erheblich – und spart dir Monate verlorener Zeit.

Schritt 1 von 8

Selbstanalyse: Was soll ich werden – und wer bin ich wirklich?

Bevor du anfängst, Berufe zu googeln oder Gehaltsvergleiche zu lesen, brauchst du ein klares Bild von dir selbst. Der größte Fehler bei der Berufswahl besteht darin, bei der Außenwelt zu starten statt bei der Innenwelt. Die Forschung von John L. Holland zeigt seit Jahrzehnten dasselbe Muster: Menschen sind dann zufrieden und produktiv, wenn Berufsumfeld und Interessentyp zusammenpassen. Genau dieses Prinzip liegt auch unserem Persönlichkeitstest und der Potenzialanalyse zugrunde.

Flow & Interessen
  • Was machst du, wenn du die Zeit vergisst?
  • Welche Schulfächer lagen dir spielend leicht?
  • Über welche Themen könntest du stundenlang reden?
Stärken & Feedback
  • Für welche Leistungen wirst du regelmäßig gelobt?
  • In welchen Rollen fühlst du dich am stärksten?
  • Was fällt dir leicht, das andere schwer finden?
Arbeitsweise & Umfeld
  • Fokussiert allein oder nah am Menschen?
  • Büro, Werkstatt, freie Natur oder Kreativstudio?
  • Strukturierte Abläufe oder maximale Freiheit?
Werte & Zukunft
  • Sicherheit, Sinn, Freiheit oder Status – was wiegt am meisten?
  • Wo willst du in zehn Jahren stehen?
  • Wie viel Einkommensrisiko willst du tragen?
Profi-Tipp aus der Beratungspraxis: Schreibe deine Antworten mit der Hand auf Papier, nicht digital. Handschriftliche Reflexion aktiviert unbewusste Präferenzen stärker. Vergleiche deine Notizen nach einer Woche: Was hat sich bestätigt? Genau dort liegt in aller Regel dein Kern-Interessenprofil. Wer diesen Prozess systematisch vertiefen möchte, findet in der Karriereplanung die passenden Werkzeuge – einschließlich der Arbeit mit Karriereankern.

Altersgerechte Orientierung

Was soll ich werden mit 16, 17 oder 18? – dein Alter macht einen Unterschied

Die verfügbaren Optionen, der Zeitdruck und die sinnvollen nächsten Schritte unterscheiden sich deutlich je nach Alter und Schuljahr. Diese drei Phasen haben sich in der Beratung bewährt:

16

Erste Orientierung, kein Druck

Mit 16 ist es völlig normal, noch keine Antwort zu haben. Jetzt ist die Zeit für Schnupperpraktika, einen ersten Berufswahltest und das Erkunden von Berufsfeldern. Nutze diese Phase für Exploration statt Festlegung.

  • Schulpraktikum organisieren, Eltern und Lehrkräfte befragen
17

Fokussieren und testen

Mit 17 solltest du deine drei stärksten Berufsfelder kennen und mit Praxis prüfen. Wer eine Ausbildung anstrebt, stellt erste Anfragen bereits im Jahr vor dem Schulabschluss – passende Profile findest du in der Berufeübersicht.

  • Mindestens ein Praktikum, Bewerbung vorbereiten
18+

Entscheiden und bewerben

Mit 18 – meist im Abiturjahr – muss eine konkrete Entscheidung fallen. Ausbildungsplätze, NC-Fristen und duale Programme haben klare Deadlines. Wer schwankt, holt sich jetzt Unterstützung über die Berufsberatung oder die Studienberatung.

  • Entscheidung bis Sommer, Bewerbungen einreichen
Entscheidungsdruck ist normal. Laut BIBB fühlt sich rund die Hälfte bis zwei Drittel aller Jugendlichen beim Schulabschluss unsicher über den eigenen Weg. Du bist damit in guter Gesellschaft – und der folgende Berufswahltest ist ein belastbarer erster Schritt aus dieser Unsicherheit heraus.

Schritt 2 von 8

Kostenloser Berufswahltest für Schüler & Abiturienten – dein RIASEC-Profil

Das RIASEC-Modell des Psychologen John L. Holland gilt als internationaler Goldstandard der Berufswahlforschung. Es ordnet Menschen sechs Interessentypen zu: Realistic (praktisch), Investigative (forschend), Artistic (kreativ), Social (sozial), Enterprising (führend) und Conventional (organisiert). Dein persönlicher Drei-Buchstaben-Code zeigt, welche Berufsfelder zu dir passen – unabhängig davon, welchen Schulabschluss du hast. Das Profiling Institut setzt das Modell DIN-33430-konform ein; jeder Beruf in unserer Berufsdatenbank trägt denselben Code, sodass du Profil und Beruf direkt abgleichen kannst.

Das RIASEC-Hexagon nach John L. Holland mit den sechs Interessentypen R – Macher Technik, Handwerk I – Forscher Labor, Daten, IT A – Kreativ Medien, Gestaltung S – Helfer Pflege, Erziehung E – Überzeuger Verkauf, Führung C – Organisierer Büro, Zahlen, Recht Dein Code S R I
So liest du das Hexagon: Benachbarte Typen sind sich ähnlich, gegenüberliegende sind gegensätzlich. Dein Drei-Buchstaben-Code kombiniert deine drei stärksten Ausprägungen – im Beispiel SRI.
R – Praktisch72 %
I – Forschend58 %
A – Kreativ44 %
S – Sozial85 %
E – Führend61 %
C – Organisiert39 %

Beispielprofil mit dem Code SRI – typisch für pflegerische, therapeutische und beratende Berufe wie Pflegefachfrau oder Notfallsanitäter.

Kostenlos · ohne Anmeldung

Dein persönlicher RIASEC-Code in 5–7 Minuten

42 kurze Aussagen, wissenschaftlich fundiert nach Holland. Du erhältst deinen Top-3-Code und konkrete Berufsfelder – sofort, anonym und kostenlos. Geeignet ab Klasse 9 und für alle Schulabschlüsse.

  • 5–7 Minuten Bearbeitungszeit, 42 Fragen
  • Ergebnis sofort sichtbar, keine Registrierung
  • Direkte Verlinkung zu passenden Ausbildungsberufen

Jetzt kostenlosen Berufswahltest starten

Vertiefung

Wenn der kostenlose Test nicht reicht

Ein Interessentest misst, was dich interessiert – nicht, was du kannst. Wer beides abgleichen möchte, kombiniert den Interessentest mit weiteren Verfahren:

Hinweis für Erwachsene: Du bist bereits berufstätig und suchst einen anderen Beruf? Dann nutze den Ratgeber Welcher Beruf passt zu mir? sowie die Potenzialanalyse für Erwachsene. Dort sind Diagnostik und Beratung auf Berufserfahrung, Familienpflichten und finanzielle Verpflichtungen zugeschnitten.

Schritt 3 von 8

Die 13 Berufsfelder – von 324 Berufen zu deiner Vorauswahl

Berufsfelder sind der schnellste Filter, um aus 324 anerkannten Ausbildungsberufen eine überschaubare Auswahl zu machen. Jedes Feld führt zu einem eigenen Hub mit Vergütungsdaten, RIASEC-Profilen und dem Reformstand 2026. Suche dir die zwei Felder heraus, die am besten zu deinem Code passen – und lies dort drei bis fünf konkrete Berufsprofile.

IT & Digital

Acht Profile rund um Software, Netzwerke und Daten. Einstiege: Fachinformatiker, Systemintegration, IT-System-Elektroniker, MATSE.

Handwerk

81 Berufe vom Bäcker bis zum Geigenbau. Einstiege: Tischler, Bäcker, Friseur, Maler und Lackierer.

Gesundheit & Pflege

27 Berufe mit dem höchsten Fachkräftebedarf: Pflegefachfrau, MFA, Notfallsanitäter, Augenoptiker.

Bau & Architektur

46 Berufe am und um das Gebäude: Maurer, Zimmerer, Bauzeichner, Dachdecker.

Agrar & Natur

23 grüne Berufe im Freien: Landwirt, Gärtner sowie Forst-, Tier- und Umweltberufe.

Wer statt eines Ausbildungsberufs ein Studium anstrebt, findet die entsprechende Systematik in der Übersicht der Studienfelder. Und wer wissen will, welche Zielpositionen sich nach Ausbildung oder Studium erreichen lassen, findet über 70 Karriereziele in unseren Berufsbildern.

Marktdaten 2025/2026

Top-20 Ausbildungsberufe: die gefragtesten Berufe 2026 im Überblick

Diese Rangliste beruht auf den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen laut BIBB-Datenreport und den Bewerberzahlen der Bundesagentur für Arbeit. Beliebt bedeutet nicht automatisch „richtig für dich“ – nutze die Liste als Marktorientierung und gleiche sie mit deinem RIASEC-Code ab. Jeder Beruf führt zum vollständigen Profil mit Aufgaben, Vergütung, Prüfungsstruktur und Karrierewegen.

Quellen: BIBB-Datenreport (Neuabschlüsse), BIBB-Vergütungserhebung sowie Tarifwerke IG Metall, TVAöD und TVöD. Bandbreiten gerundet; regionale und tarifliche Unterschiede sind erheblich. Vollständige Datenlage in den jeweiligen Berufsprofilen unter Ausbildungsberufe A–Z.

Von den Top 20 zur vollständigen Übersicht: Im Hub alle Ausbildungsberufe von A bis Z findest du 368 Profile mit Interessenfilter, Berufsfeldfilter und Schulabschlussfilter – darunter 144 ausführliche Detailseiten mit Vergütung, Prüfungsablauf und Aufstiegswegen. Wer den umgekehrten Weg gehen will – erst das Karriereziel, dann der Einstieg – startet bei den Berufsbildern.

Vom Code zum Beruf

Welche Berufe passen zu welchem RIASEC-Typ?

Dein Testergebnis nützt nur dann etwas, wenn du es in konkrete Berufe übersetzen kannst. Die folgende Zuordnung zeigt für jeden der sechs Interessentypen typische Ausbildungsberufe – jeweils mit direktem Link zum vollständigen Profil. Die meisten Menschen finden sich in zwei bis drei Typen wieder; prüfe daher immer mehrere Blöcke.

R – Realistic / Macher

Du arbeitest gern mit Werkzeug, Maschinen und sichtbaren Ergebnissen. Technisches Verständnis und Handarbeit sind deine Stärke.

I – Investigative / Forscher

Du willst verstehen, warum etwas funktioniert, analysierst gern Daten und arbeitest präzise nach Verfahren.

A – Artistic / Kreativ

Du gestaltest, entwirfst und arbeitest lieber an offenen Aufgaben als an festen Vorgaben.

S – Social / Helfer

Du willst mit Menschen arbeiten, unterstützen, pflegen oder unterrichten – Empathie ist deine Kernkompetenz.

E – Enterprising / Überzeuger

Du verhandelst gern, übernimmst Verantwortung und willst Ergebnisse beeinflussen statt nur ausführen.

C – Conventional / Organisierer

Du arbeitest strukturiert, sorgfältig und magst klare Regeln, Zahlen und nachvollziehbare Prozesse.

Du kennst deinen Code noch nicht? Dann starte mit dem kostenlosen Berufswahltest für Schüler. Für Erwachsene mit Berufserfahrung gibt es eine eigene Variante im Bereich berufliche Neuorientierung.

Schritt 4 von 8

Praxis schlägt Theorie: so bekommst du echte Einblicke

Kein Test, kein Buch und kein Ratgeber ersetzt die direkte Berufserfahrung. Ein Praktikum ist ein kostenloser Belastungstest für deine Zukunft: Es kostet dich zwei Wochen und kann dir zwei Jahre ersparen. BIBB-Untersuchungen zeigen, dass Jugendliche mit Praktikumserfahrung ihre Ausbildung deutlich seltener abbrechen.

Schnupperpraktikum

Ein bis drei Tage, ideal für die erste Orientierung. Oft ab Klasse 9 und ohne großen Bewerbungsaufwand möglich.

Schulpraktikum

Zwei bis vier Wochen echter Arbeitsalltag – die beste Methode, um ein Berufsfeld realistisch zu testen.

Freiwilligendienst

FSJ oder Bundesfreiwilligendienst über zwölf Monate: ideal für soziale und pflegerische Berufe und als Wartesemester anerkannt.

Ferien- und Nebenjob

Erster Eindruck von Arbeitsrealität, Verlässlichkeit und Teamarbeit – ab 15 Jahren umsetzbar und ein Pluspunkt in jeder Bewerbung.

So holst du das Maximum aus einem Praktikum: Notiere am Ende jedes Tages drei Beobachtungen – was hat dich energetisiert, was hat dich ausgelaugt, was hat dich überrascht? Frage außerdem mindestens eine Person nach ihrem Weg in den Beruf. Diese Notizen sind später Gold wert, sowohl für deine Entscheidung als auch für dein Beratungsgespräch.

Schritt 5 von 8

Welcher Weg passt zu mir? – deine Alternativen als Schulabgänger

Die binäre Frage „Studium oder Ausbildung?“ wird der Vielfalt des deutschen Bildungssystems nicht gerecht. Tatsächlich stehen dir mindestens sechs Wege offen – und mehrere davon lassen sich später miteinander kombinieren.

Kombination

Duales Studium

Theorie an der Hochschule, Praxis im Betrieb, Vergütung von Beginn an. Beliebt in BWL, Informatik, Ingenieurwesen und Gesundheitswirtschaft – alle Details im Ratgeber duales Studium.

Aufstieg

Ausbildung plus Weiterbildung

Erst die solide Basis in einem anerkannten Ausbildungsberuf, dann Meister, Fachwirt oder Techniker. Meisterabsolventen verdienen laut BIBB im Mittel mehr als viele Bachelor-Absolventen.

Klassisch

Studium

Der richtige Weg für theoretisch-analytische Profile. Welche Fachrichtung zu welchen Interessen passt, klärt der Studienwahl-Hub samt Studienfeldern.

Nach dem Abi

Ausbildung nach dem Abitur

Immer mehr Abiturienten wählen bewusst die duale Ausbildung – wegen früher Verantwortung, Vergütung und klarer Aufstiegswege. Alle Argumente und passenden Berufe stehen im Ratgeber Ausbildung nach dem Abitur.

Erfahrung

Freiwilligendienst oder Orientierungsjahr

FSJ, Bundesfreiwilligendienst, Work and Travel oder ein strukturiertes Gap Year: bewusst geplant bringt ein Jahr oft mehr Klarheit als weitere Monate Recherche. Weitere Optionen zeigt die Übersicht nach dem Abitur.

Mut

Selbstständigkeit

Eigene Ideen umsetzen und Marktlücken nutzen – für den Interessentyp E häufig die authentischste Lösung, in der Praxis meist nach einer ersten Ausbildung und mit betriebswirtschaftlicher Grundlage.

Entscheidungshilfe

Ausbildung, Studium oder duales Studium? – der direkte Vergleich

Das ist die häufigste Paralysefrage nach dem Schulabschluss. Die Antwort hängt von deinem Interessenprofil, deinen Lebenszielen und deiner Risikobereitschaft ab – nicht vom gesellschaftlichen Ansehen eines Abschlusses.

Ausbildung, duales Studium und Studium im Vergleich nach Dauer, Vergütung und Praxisanteil Praxisanteil, Vergütung und Dauer im Vergleich Ausbildung Praxis 60–70 % · 800–1.300 € · 2–3,5 Jahre Duales Studium Praxis ca. 50 % · 900–1.200 € · 3–4 Jahre Studium Praxis gering · keine Vergütung · 3–5 Jahre Balkenlänge = Praxisanteil während der Ausbildungs- bzw. Studienzeit
Kein Weg ist besser – nur passender. Viel Praxis und frühes Einkommen sprechen für die Ausbildung, hohe theoretische Tiefe für das Studium, die Kombination für das duale Modell.
KriteriumAusbildung (dual)Studium (Vollzeit)Duales Studium
Dauer2–3,5 Jahre3–5 Jahre (Bachelor/Master)3–4 Jahre
Vergütung während der Ausbildungja, ca. 800–1.300 €/Monatnein (ggf. BAföG)ja, ca. 900–1.200 €/Monat
Einstiegsgehalt nach Abschlussca. 28.000–38.000 €/Jahrca. 36.000–52.000 €/Jahrca. 40.000–55.000 €/Jahr
Langfristiges Einkommenspotenzialhoch (Meister und Fachwirt stark)hoch (je nach Fach)sehr hoch
Praxisanteilsehr hoch (60–70 %)gering (Praktika separat)sehr hoch (ca. 50 %)
Theoretische Tiefemittelsehr hochhoch
WeiterbildungswegeMeister, Fachwirt, Techniker, späteres StudiumMaster, Promotion, MBAMaster, Führungslaufbahn
Passt zu RIASEC-TypR, C, S (praxisnah)I, A, E (theoretisch)E, I, C (strukturiert, ambitioniert)
Finanzielles Risikosehr geringmittel (Studienkredit, Abbruchrisiko)gering
Bewerbungsaufwandmittel, ganzjährig möglichhoch (NC, Zulassung, Fristen)hoch (Doppelbewerbung, früh)

Quellen: BIBB-Datenreport, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit sowie Gehaltserhebungen 2025/2026. Werte gerundet und branchenabhängig. Vertiefend: Studienwahl, Studienberatung und Ausbildungsberufe.

Zweifel schon im Studium? Ein Abbruch ist kein Scheitern, sondern häufig eine späte Korrektur einer zu früh getroffenen Entscheidung. Wie der Übergang vom Studium in eine Ausbildung gelingt und welche Anrechnungen möglich sind, erklärt der Ratgeber Studienabbruch.

Schritt 6 von 8

Die finale Entscheidung: acht bewährte Methoden

Du hast dich analysiert, den Test gemacht, Berufsfelder erkundet und Praxis gesammelt. Jetzt gilt es, aus deinen Favoriten eine Entscheidung zu machen. Diese acht Methoden nutzen wir auch in der Karriereplanung mit Erwachsenen – sie funktionieren in jeder Lebensphase.

01

Nutzwertanalyse

Berufe nach gewichteten Kriterien wie Gehalt, Interesse, Standort und Zukunft punkten und ranken.

02

Pro-Contra-Liste

Schnelle Gegenüberstellung aller Argumente für und gegen jede verbleibende Option.

03

SWOT-Analyse

Eigene Stärken und Schwächen mit den Chancen und Risiken des Marktes abgleichen.

04

Entscheidungsbaum

Folgen von Schlüsselentscheidungen Schritt für Schritt bis zum Ende durchdenken.

05

Kopf, Herz, Bauch

Logik, Werte und Intuition getrennt befragen – stimmen alle drei überein, ist die Entscheidung stabil.

06

ABC-Analyse

Favoriten (A), Alternativen (B) und Notfalloptionen (C) klar sortieren und schriftlich festhalten.

07

Zehn-Jahres-Perspektive

Stell dir vor, du bist 30: Wie sieht ein typischer Arbeitstag in diesem Beruf konkret aus?

08

Worst-Case-Analyse

Was ist das Schlimmste, das passieren kann – und wie leicht ließe es sich korrigieren?

Schritt 7 von 8

Was soll ich werden? – diese Berufe haben 2030 und danach echte Zukunft

Berufe mit hoher Empathie, kreativem Problemlösen oder nicht standardisierter Handarbeit sind am schwersten zu automatisieren – und damit die robustesten Berufswahlen für Schulabgänger. Wie stark dein Wunschberuf betroffen ist, prüfst du direkt im KI-Risiko-Check; den Gesamtüberblick liefert der Ratgeber KI und Beruf.

Wachstumsfelder bis 2030: Pflege, Elektro und Energie, IT, Erziehung und Handwerk Wo bis 2030 die meisten Fachkräfte gesucht werden sehr hoch Pflege Gesundheit sehr hoch Elektro Energiewende hoch IT Digitalisierung hoch Erziehung Kita & Ganztag hoch Handwerk Bau & Sanierung Bedarf gering
Qualitative Einordnung auf Basis von WEF Future of Jobs Report 2025, BIBB-Datenreport und der Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit.
Digital & IT
Gesundheit & Pflege
Green Economy
Soziales & Bildung

Quellen: WEF Future of Jobs Report 2025, BIBB-Datenreport sowie Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit.

Schritt 8 von 8

Wenn professionelle Beratung den Unterschied macht

Alle bisherigen Schritte kannst du eigenständig gehen. Wenn du jedoch nach Test und Praktika weiterhin zwischen grundlegend verschiedenen Richtungen schwankst, wenn mehrere Tests widersprüchliche Ergebnisse liefern oder wenn familiäre Erwartungen die Entscheidung blockieren, dann liefert eine Einzelberatung die Tiefe, die kein Selbsttest erreicht. Das Profiling Institut arbeitet DIN-33430-konform und verbindet psychometrische Diagnostik mit über 25 Jahren Erfahrung aus der Personalauswahl.

DIN 33430

Potenzialanalyse für Schüler

Wissenschaftlich fundierte Messung von Stärken, Interessen und Persönlichkeitsdimensionen – deutlich über kostenlose Tests hinaus. Details zur Potenzialanalyse für Schüler und Abiturienten.

25+ Jahre Praxis

Arbeitsmarkt-Expertise

Insiderwissen über die Auswahlkriterien moderner Personalentscheider – ein Vorteil, den kein Onlinetool ersetzt. Grundlage jeder Berufsberatung und Karriereplanung.

7 Standorte

Bundesweit und online

Persönliche Beratung an sieben deutschen Standorten oder per Video, mit datenschutzkonformer Onlinediagnostik. Termine über den Kontakt.

Berufsorientierung an deinem Standort

Abiturientinnen & Abiturienten

Was soll ich werden nach dem Abitur? – alle Wege auf einen Blick

Das Abitur öffnet alle Türen, und genau darin liegt die Schwierigkeit: Studium, Ausbildung, duales Studium, Freiwilligenjahr oder Auslandsaufenthalt stehen gleichzeitig zur Wahl. Ohne Selbstkenntnis erzeugt diese Freiheit Entscheidungsparalyse. Die folgende Checkliste bringt Struktur in die Monate vor dem Abschluss.

01

Berufswahltest zuerst

Mache den RIASEC-Test, bevor du Studiengänge vergleichst oder Bewerbungen schreibst. Der Code zeigt, in welchen Feldern du am wahrscheinlichsten aufgehst.

02

Zwei Felder praktisch testen

Je ein Praktikum in deinen beiden Favoriten – in den Ferien organisierbar und aussagekräftiger als jede Recherche.

03

Bildungsweg festlegen

Nutze die Vergleichstabelle, den Studienwahl-Hub und den Ratgeber Ausbildung nach dem Abitur. Kein Weg ist falsch, jeder ist ein Startpunkt.

04

Parallel bewerben

NC-Fächer meist bis 15. Juli, duale Studiengänge oft schon im Herbst des Vorjahres, Ausbildungsplätze ganzjährig mit Hochsaison im Sommer.

05

Plan B definieren

FSJ, Bundesfreiwilligendienst oder Work and Travel sind keine Niederlage, sondern Erfahrungen, die Reife und Klarheit bringen. Alle Optionen unter nach dem Abitur.

06

Zukunftsfestigkeit prüfen

Bevor du unterschreibst: KI-Risiko-Check für den Zielberuf und ein Blick auf die Karriereziele, die dieser Weg später eröffnet.

Noch unsicher, was nach dem Abitur kommt? Der Überblick alle Optionen nach dem Abitur vergleicht Studium, Ausbildung, duales Studium und Auszeit im Detail. Wer lieber direkt spricht: kostenloses Erstgespräch anfragen.

Für Eltern

Wie Eltern bei der Frage „Was soll ich werden?“ wirklich helfen

Eltern sind der wichtigste Einflussfaktor bei der Berufswahl – und gleichzeitig der häufigste Konfliktherd. Der Grund ist selten böser Wille, sondern eine unterschiedliche Datenlage: Eltern bewerten den Arbeitsmarkt anhand ihrer eigenen Berufsbiografie, die Jugendlichen anhand einer Zukunft, die es so noch nicht gibt.

Fragen statt Vorschlagen

Wer fragt, was das Kind an einer Tätigkeit reizt, erfährt mehr als über jede Empfehlung. Konkrete Gesprächsleitfäden stehen im Elternratgeber.

Daten statt Bauchgefühl

Vergütung, Reformstand und Aufstiegswege stehen zu jedem Beruf in der Übersicht Ausbildungsberufe A–Z – eine gemeinsame Faktenbasis entschärft die meisten Konflikte.

Neutrale Dritte einbeziehen

Wenn Gespräche festgefahren sind, entlastet eine externe Berufsberatung beide Seiten – auf Wunsch mit gemeinsamem Auswertungsgespräch.

Jan Bohlken, Gründer des Profiling Instituts

„Die Frage lautet nie, welcher Beruf der beste ist, sondern welcher am besten zu dir passt. Den besten Beruf gibt es nicht. Was es gibt, ist deine individuelle Kombination aus Stärken, Interessen und Werten – und genau die lässt sich messen.“

Jan Bohlken

Diplom-Sozioökonom · Gründer des Profiling Instituts · 25 Jahre Beratungspraxis · DIN 33430

Erfahrungsberichte

Was sagen unsere Klienten nach der Berufsberatung?

„Nach dem Abitur wusste ich nicht, was ich werden soll. Nach zwei Sitzungen beim Profiling Institut hatte ich endlich Klarheit – Test und Gespräch haben mir mehr gebracht als zwei Jahre Recherche. Ich studiere jetzt dual Wirtschaftspsychologie.“

M. K.

Abiturientin, 19 Jahre, Düsseldorf

„Mit 17 war ich völlig orientierungslos. Meine Eltern wollten, dass ich studiere, ich wollte etwas mit Technik machen. Der Berufswahltest hat gezeigt, dass ein duales Studium Informatik der richtige Mittelweg ist. Heute bin ich im zweiten Jahr und bereue nichts.“

L. S.

Abiturient, 19 Jahre, Hamburg

Weitere Rückmeldungen findest du unter Erfahrungsberichte.

Häufige Fragen

FAQ: Was soll ich werden? – die 18 wichtigsten Fragen

Die meistgestellten Fragen zur Berufswahl – aus dem Beratungsalltag des Profiling Instituts und den tatsächlichen Suchanfragen unserer Nutzerinnen und Nutzer.

Was soll ich werden, wenn mir absolut nichts Spaß macht?

Leidenschaft folgt in der Regel der Kompetenz und nicht umgekehrt. Wer in einer Tätigkeit besser wird, Anerkennung erfährt und Verantwortung übernimmt, entwickelt das Interesse meist erst danach. Starte deshalb nicht mit der Suche nach der Berufung, sondern mit deinen nachweisbaren Fähigkeiten. Der kostenlose RIASEC-Berufswahltest zeigt häufig Interessenfelder, die bisher nicht im Blick waren.

Was soll ich werden mit Hauptschulabschluss?

Mit Hauptschulabschluss stehen über 200 anerkannte Ausbildungsberufe offen, vor allem in Handwerk, Pflege, Einzelhandel, Lagerlogistik und Gastronomie. Typische Einstiege sind Kraftfahrzeugmechatroniker, Fachkraft für Lagerlogistik, Koch oder Maler und Lackierer. Engagement und ein klares Bewerberprofil wiegen dabei oft schwerer als die Abschlussnote; über Meister oder Fachwirt sind später auch Führungspositionen erreichbar.

Was soll ich werden mit Realschulabschluss (mittlere Reife)?

Mit mittlerer Reife sind nahezu alle 324 anerkannten Ausbildungsberufe zugänglich, vom Fachinformatiker über den Mechatroniker bis zur Bankkauffrau. Wer später studieren möchte, erwirbt über das Berufskolleg die Fachhochschulreife oder über Meister und Fachwirt den Hochschulzugang.

Was soll ich werden nach dem Abitur?

Nach dem Abitur stehen rund 21.000 Studiengänge und zusätzlich alle Ausbildungsberufe offen, was die Entscheidung eher erschwert als erleichtert. Sinnvoll ist diese Reihenfolge: erst der Berufswahltest, dann Praktika in den zwei stärksten Feldern, dann die Wahl zwischen Studium, dualem Studium und Ausbildung nach dem Abitur. Fristen im Blick behalten: NC-Fächer enden meist am 15. Juli.

Was soll ich werden mit 16 oder 17 Jahren?

Mit 16 und 17 ist Exploration der richtige Modus, nicht Festlegung. Sinnvoll sind der RIASEC-Test, Schnupperpraktika in den beiden stärksten Berufsfeldern und Gespräche mit Menschen, die den Beruf tatsächlich ausüben. Mit 17 sollten die drei stärksten Felder feststehen und erste Bewerbungsunterlagen vorbereitet sein, da viele Betriebe bereits ein Jahr vor Schulabschluss auswählen.

Studium oder Ausbildung – was ist 2026 die bessere Entscheidung?

Es gibt kein generelles Besser, nur ein Passender. Ein Studium eignet sich für analytisch-theoretische Profile (RIASEC I, A), eine duale Ausbildung für praxisorientierte Profile (R, C, S), ein duales Studium für strukturiert-ambitionierte Profile (E, I, C). Die Vergleichstabelle auf dieser Seite zeigt Dauer, Vergütung, Einstiegsgehalt und Weiterbildungswege im direkten Gegenüber.

Was soll ich werden, wenn ich nichts kann?

„Ich kann nichts“ ist fast immer eine Selbstwahrnehmung und selten die Realität. Gut organisieren, andere unterstützen, technische Zusammenhänge schnell erfassen oder Probleme analysieren sind marktgängige Fähigkeiten. Eine Potenzialanalyse macht genau solche Stärken sichtbar, die im Schulalltag nicht gemessen werden.

Welcher Beruf verdient am meisten mit Ausbildung?

Zu den einkommensstärksten dualen Ausbildungsberufen zählen laut BIBB Mechatroniker, Industriemechaniker, Fachinformatiker, Bankkaufleute und Steuerfachangestellte. Entscheidend für das langfristige Einkommen ist jedoch die Weiterbildung: Meister und Fachwirte verdienen im Mittel mehr als viele Bachelor-Absolventen.

Was soll ich werden, wenn meine Eltern einen anderen Beruf für mich wollen?

Eltern argumentieren meist aus dem Sicherheitsbedürfnis ihrer eigenen Generation. Höre die Argumente an, entscheide aber auf Basis von Testergebnissen, Praktikumserfahrungen und Arbeitsmarktdaten. Wer seine Wahl fundiert begründet, erfährt in der Regel Zustimmung. Hilfreich für beide Seiten ist der Elternratgeber oder ein gemeinsames Gespräch in der Berufsberatung.

Wie seriös sind Online-Berufstests wirklich?

Die Qualitätsunterschiede sind erheblich. Verfahren auf Basis des RIASEC-Modells gelten als reliabel und valide, während viele Spaßtests keinerlei Gütekriterien erfüllen. Das Profiling Institut arbeitet DIN-33430-konform, dem deutschen Qualitätsstandard für Eignungsdiagnostik. Der kostenlose Berufswahltest liefert die Erstorientierung, der Persönlichkeitstest und die persönliche Auswertung die Tiefe.

Ich bin erwachsen und möchte den Beruf wechseln – bin ich hier richtig?

Diese Seite richtet sich an Schüler, Abiturienten und Berufseinsteiger bei der ersten Berufswahl. Wer bereits berufstätig ist und sich neu orientieren möchte, findet im Ratgeber Welcher Beruf passt zu mir? sowie im Hub berufliche Neuorientierung passendere Werkzeuge, etwa die Arbeit mit Karriereankern.

Was ist, wenn ich mich mit 30 oder 40 nochmals umentscheide?

Ein Berufswechsel in der Lebensmitte ist heute Normalfall statt Ausnahme; ein erheblicher Teil der Erwerbstätigen wechselt mindestens einmal die Branche. Jede Ausbildung vermittelt übertragbare Kompetenzen, die im zweiten Berufsweg weiterwirken. Die passende Struktur dafür liefert die Karriereplanung.

Welche Ausbildung soll ich machen, wenn ich mich für mehrere Berufe interessiere?

Mehrere Interessen sind eine Stärke, kein Problem. Entscheidend ist, in welchem Beruf sich möglichst viele davon überschneiden. Genau solche Schnittmengen identifiziert der Drei-Buchstaben-Code des RIASEC-Modells; die Zuordnung findest du im Abschnitt Berufe nach RIASEC-Typ. Ergänzend helfen Praktika in zwei bis drei Favoriten.

Welche Berufe sind sicher vor künstlicher Intelligenz?

Am schwersten automatisierbar sind Berufe mit hoher Empathie, nicht standardisierter Handarbeit oder komplexer Verantwortung vor Ort: Pflege und Therapie, Handwerk am Objekt, Erziehung, Rettungsdienst und Anlagenbau. Stärker betroffen sind repetitive Büro- und Sachbearbeitungstätigkeiten. Eine berufsgenaue Einschätzung liefert der KI-Risiko-Check.

Wie finde ich heraus, welcher Ausbildungsberuf zu mir passt?

In drei Schritten: RIASEC-Code ermitteln, passende Berufsfelder eingrenzen und anschließend einzelne Berufsprofile prüfen. Die Übersicht aller Ausbildungsberufe enthält zu jedem Beruf den Interessencode, die Vergütungsbandbreite und den Reformstand, sodass sich Interessenprofil und Anforderung direkt abgleichen lassen.

Was mache ich, wenn ich keinen Ausbildungsplatz bekomme?

Zuletzt blieben Zehntausende Ausbildungsplätze unbesetzt, während gleichzeitig Bewerber leer ausgingen – meist wegen regionaler oder beruflicher Passungsprobleme. Sinnvoll sind daher: Suchradius erweitern, verwandte Berufe mit gleichem RIASEC-Code prüfen, Einstiegsqualifizierung nutzen oder einen Freiwilligendienst als Überbrückung wählen. Welche verwandten Berufe infrage kommen, zeigt das jeweilige Berufsfeld im Hub.

Ist ein Freiwilligenjahr Zeitverschwendung?

Nein. Ein FSJ oder Bundesfreiwilligendienst liefert echte Praxiserfahrung, wird als Wartesemester anerkannt und führt bei vielen Teilnehmenden zu deutlich klareren Berufsvorstellungen. Wer nach der Schule keine belastbare Entscheidung treffen kann, gewinnt damit Orientierung. Weitere Überbrückungsoptionen stehen unter nach dem Abitur.

Wie viel verdient man in der Ausbildung 2026?

Die monatlichen Ausbildungsvergütungen liegen je nach Beruf und Tarifbindung etwa zwischen 650 Euro im ersten Lehrjahr und über 1.350 Euro im dritten Lehrjahr, etwa bei der Pflegefachfrau. Tarifgebundene Bereiche wie Industrie, öffentlicher Dienst und Pflege zahlen deutlich besser als nicht tarifgebundene Branchen; die genauen Bandbreiten stehen in jedem Berufsprofil.

Über den Autor

Jan Bohlken

Jan Bohlken, Diplom-Sozioökonom und Gründer des Profiling Instituts

Diplom-Sozioökonom · Gründer des Profiling Instituts · Berufsberater nach DIN 33430

Jan Bohlken ist Gründer und Geschäftsführer des Profiling Instituts und Inhaber von Bohlken Consulting, einem spezialisierten Executive-Search-Unternehmen. Mit über 25 Jahren Erfahrung in Personalauswahl und Eignungsdiagnostik hat er mehr als 10.000 Klientinnen und Klienten bei Berufswahl, beruflicher Neuorientierung und Potenzialentwicklung begleitet. Er setzt das RIASEC-Modell DIN-33430-konform in der Einzelberatung ein und ist Mitglied im nfb, in der DGfK und im dvb.

  • Diplom-Sozioökonom
  • DIN 33430 zertifiziert
  • 25+ Jahre Erfahrung
  • 10.000+ Klienten
  • 7 Standorte
  • nfb · DGfK · dvb

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Zusammenfassung

Fazit: Was soll ich werden? – dein Weg gehört dir

Die Frage „Was soll ich werden?“ ist die richtige Frage – sie braucht nur eine strukturierte Antwort statt einer schnellen Entscheidung nach Beliebtheitsliste oder Erwartungsdruck. Der 8-Schritte-Plan auf dieser Seite gibt dir dieses Fundament: Selbstanalyse, Interessentest, Berufsfelder, Praxis, Alternativen, Entscheidung, Zukunftsprüfung und, falls nötig, professionelle Beratung.

Und denk an den wichtigsten Punkt: Berufswahl ist kein endgültiger Akt, sondern ein Startpunkt. Jeder Beruf vermittelt Kompetenzen, Kontakte und Selbsterkenntnis, die in jede weitere Etappe mitgehen. Wer heute einen zu den eigenen Stärken passenden Einstieg wählt, hat die beste Basis für eine Laufbahn, die mit den eigenen Ambitionen mitwächst.

Weiterführende Ratgeber

Was als Nächstes hilft

Externe Datenquellen dieser Seite: BIBB Datenreport, Statistik der Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET und WEF Future of Jobs Report 2025.