Was soll ich werden? Dein 8-Schritte-Plan zur richtigen Berufswahl
Du stehst vor dem Schulabschluss und fragst dich, was du werden sollst. Diese Seite führt dich in acht Schritten von der Selbstanalyse über den kostenlosen RIASEC-Berufswahltest bis zur belastbaren Entscheidung zwischen Ausbildung, Studium und dualem Studium – mit allen 324 anerkannten Ausbildungsberufen, aktuellen Vergütungsdaten und der Erfahrung aus über 10.000 Beratungen.
42 Fragen · 5–7 Minuten · ohne Anmeldung · Ergebnis sofort · DIN 33430-konform
Die Kurzantwort in 60 Sekunden
Was soll ich werden? Diese Frage lässt sich nicht durch das Lesen von Berufslisten beantworten, sondern nur durch den Abgleich von drei Größen: deinen Interessen, deinen tatsächlichen Stärken und den Anforderungen des Arbeitsmarkts. Die erprobte Reihenfolge lautet:
- 1.Interessenprofil ermitteln – mit dem kostenlosen Berufswahltest für Schüler erhältst du deinen RIASEC-Code in unter sieben Minuten.
- 2.Berufsfelder eingrenzen – aus dem Code ergeben sich zwei bis drei Felder aus der Übersicht aller Ausbildungsberufe.
- 3.Praxis testen – ein Praktikum pro Favorit schlägt jede Internetrecherche und senkt das Abbruchrisiko deutlich.
- 4.Weg wählen – Ausbildung, Studium oder duales Studium, je nach Interessenprofil und Risikobereitschaft.
- 5.Bei Zweifeln: eine Potenzialanalyse nach DIN 33430 liefert Belastbarkeit, die kein Onlinetest ersetzen kann.
Wichtig: Die erste Berufswahl ist ein Startpunkt, keine lebenslange Festlegung. Das deutsche Bildungssystem ist über Meister, Fachwirt, Berufskolleg und berufsbegleitendes Studium ausgesprochen durchlässig – wer heute passend startet, hält sich alle späteren Wege offen. Erwachsene in Neuorientierung finden ihren Einstieg im Ratgeber Welcher Beruf passt zu mir?
Der Fahrplan
Von der ersten Frage zur Entscheidung – in acht Schritten
So sieht der Weg aus, den wir in der Beratung mit Schülerinnen und Schülern gehen. Du kannst die ersten sieben Schritte komplett allein gehen – der achte ist der Notausgang, falls du feststeckst.
Diese Seite richtet sich an Schüler, Abiturienten und Berufseinsteiger
Hier findest du den 8-Schritte-Plan und den RIASEC-Berufswahltest für deine erste Berufswahl nach dem Schulabschluss. Wenn du als Erwachsener bereits berufstätig bist und dich neu orientieren möchtest – etwa nach einer Kündigung, einer Überlastungsphase oder in der Lebensmitte – dann führt dich der Ratgeber Welcher Beruf passt zu mir? für Erwachsene in Neuorientierung schneller ans Ziel. Den Gesamtüberblick über Umschulung, Quereinstieg und Karriereanker gibt der Hub berufliche Neuorientierung.
Je nach Schulabschluss
Was soll ich werden? – deine Optionen nach Schulabschluss
Die Frage „Was soll ich werden?“ beantwortet sich je nach Schulabschluss unterschiedlich – nicht weil Hauptschüler weniger Möglichkeiten hätten, sondern weil der nächste sinnvolle Schritt ein anderer ist. Rechtlich schreibt kaum ein dualer Ausbildungsberuf einen bestimmten Abschluss vor; entscheidend sind Eignung und Betrieb. Die folgenden Karten zeigen deinen konkreten Startpunkt – jeweils mit passenden Berufsprofilen zum Weiterlesen.
Was soll ich werden mit Hauptschulabschluss?
Über 200 anerkannte Ausbildungsberufe stehen dir offen – vor allem in Handwerk, Pflege, Gastronomie, Lagerlogistik und Einzelhandel. Dein Engagement und deine Soft Skills zählen dabei mehr als die Abschlussnote. Typische Einstiege sind Kraftfahrzeugmechatroniker, Fachkraft für Lagerlogistik, Koch, Verkäufer oder Maler und Lackierer.
- ›RIASEC-Test machen und Stärken benennen können
- ›Schnupperpraktikum in den zwei stärksten Berufsfeldern
- ›Über Meister und Fachwirt sind später auch höhere Abschlüsse erreichbar
Was soll ich werden mit mittlerer Reife?
Mit Realschulabschluss sind nahezu alle 324 anerkannten Ausbildungsberufe zugänglich – von Fachinformatiker über Bankkaufmann und Industriekaufmann bis Mechatroniker oder Medizinische Fachangestellte. Über Berufskolleg, Meister oder Fachwirt bleibt der Weg an die Hochschule jederzeit offen.
- ›Alle kaufmännischen und IT-Berufe zugänglich
- ›Fachhochschulreife über das Berufskolleg erreichbar
- ›Meister verdienen laut BIBB im Mittel mehr als viele Bachelor-Absolventen
Was soll ich werden mit Fachabitur?
Das Fachabitur öffnet alle Fachhochschulen und dualen Hochschulen. Besonders attraktiv ist das duale Studium in BWL, Ingenieurwesen, Sozialer Arbeit oder Informatik. Gleichzeitig bleiben sämtliche Ausbildungsberufe zugänglich – welche Studienrichtungen zu welchen Interessen passen, zeigt die Übersicht der Studienfelder.
- ›Alle FH- und dualen Studiengänge zugänglich
- ›Duales Studium verbindet Vergütung und Hochschulabschluss
- ›Unsicher bei der Fächerwahl? Die Studienberatung ordnet ein
Was soll ich werden nach dem Abitur?
Das Abitur öffnet alle Türen – und genau das ist die Schwierigkeit. Rund 21.000 Studiengänge plus alle Ausbildungsberufe stehen zur Wahl; diese Freiheit ist der häufigste Auslöser von Entscheidungsparalyse. Einen strukturierten Überblick geben die Seiten nach dem Abitur und Ausbildung nach dem Abitur, ergänzt um die Abitur-Checkliste weiter unten.
- ›Alle Studiengänge und alle Ausbildungsberufe zugänglich
- ›RIASEC-Test zuerst – bevor Studiengänge verglichen werden
- ›Studienwahl-Hub für Hochschulwahl, NC und Fristen
Warum jetzt handeln?
Was soll ich werden? – drei Zahlen, die 2026 den Unterschied machen
Die Arbeitswelt verändert sich so tiefgreifend wie seit der Industrialisierung nicht mehr. Wer heute eine fundierte Berufswahl trifft, hat einen echten Startvorteil – und wer sie dem Zufall überlässt, zahlt später mit verlorenen Jahren. Wie stark einzelne Berufe vom technologischen Wandel betroffen sind, zeigt unser Ratgeber KI und Beruf.
neue Arbeitsplätze entstehen weltweit bis 2030 durch Technologie und grüne Transformation – ein Nettowachstum trotz gleichzeitiger Automatisierung von 92 Millionen Stellen.
WEF Future of Jobs Report 2025
anerkannte Ausbildungsberufe plus rund 21.000 Studiengänge. Die Fülle der Optionen ist selbst ein Orientierungsproblem – strukturierte Berufsorientierung ist nötiger denn je.
BIBB Verzeichnis 2026 / Datenreport 2024
Ausbildungsplätze blieben zuletzt unbesetzt – bei rund 494.000 neuen Verträgen. Bewerber mit klarem Profil haben damit eine starke Verhandlungsposition.
Bundesagentur für Arbeit
Schritt 1 von 8
Selbstanalyse: Was soll ich werden – und wer bin ich wirklich?
Bevor du anfängst, Berufe zu googeln oder Gehaltsvergleiche zu lesen, brauchst du ein klares Bild von dir selbst. Der größte Fehler bei der Berufswahl besteht darin, bei der Außenwelt zu starten statt bei der Innenwelt. Die Forschung von John L. Holland zeigt seit Jahrzehnten dasselbe Muster: Menschen sind dann zufrieden und produktiv, wenn Berufsumfeld und Interessentyp zusammenpassen. Genau dieses Prinzip liegt auch unserem Persönlichkeitstest und der Potenzialanalyse zugrunde.
- ›Was machst du, wenn du die Zeit vergisst?
- ›Welche Schulfächer lagen dir spielend leicht?
- ›Über welche Themen könntest du stundenlang reden?
- ›Für welche Leistungen wirst du regelmäßig gelobt?
- ›In welchen Rollen fühlst du dich am stärksten?
- ›Was fällt dir leicht, das andere schwer finden?
- ›Fokussiert allein oder nah am Menschen?
- ›Büro, Werkstatt, freie Natur oder Kreativstudio?
- ›Strukturierte Abläufe oder maximale Freiheit?
- ›Sicherheit, Sinn, Freiheit oder Status – was wiegt am meisten?
- ›Wo willst du in zehn Jahren stehen?
- ›Wie viel Einkommensrisiko willst du tragen?
Altersgerechte Orientierung
Was soll ich werden mit 16, 17 oder 18? – dein Alter macht einen Unterschied
Die verfügbaren Optionen, der Zeitdruck und die sinnvollen nächsten Schritte unterscheiden sich deutlich je nach Alter und Schuljahr. Diese drei Phasen haben sich in der Beratung bewährt:
Erste Orientierung, kein Druck
Mit 16 ist es völlig normal, noch keine Antwort zu haben. Jetzt ist die Zeit für Schnupperpraktika, einen ersten Berufswahltest und das Erkunden von Berufsfeldern. Nutze diese Phase für Exploration statt Festlegung.
- ›Schulpraktikum organisieren, Eltern und Lehrkräfte befragen
Fokussieren und testen
Mit 17 solltest du deine drei stärksten Berufsfelder kennen und mit Praxis prüfen. Wer eine Ausbildung anstrebt, stellt erste Anfragen bereits im Jahr vor dem Schulabschluss – passende Profile findest du in der Berufeübersicht.
- ›Mindestens ein Praktikum, Bewerbung vorbereiten
Entscheiden und bewerben
Mit 18 – meist im Abiturjahr – muss eine konkrete Entscheidung fallen. Ausbildungsplätze, NC-Fristen und duale Programme haben klare Deadlines. Wer schwankt, holt sich jetzt Unterstützung über die Berufsberatung oder die Studienberatung.
- ›Entscheidung bis Sommer, Bewerbungen einreichen
Schritt 2 von 8
Kostenloser Berufswahltest für Schüler & Abiturienten – dein RIASEC-Profil
Das RIASEC-Modell des Psychologen John L. Holland gilt als internationaler Goldstandard der Berufswahlforschung. Es ordnet Menschen sechs Interessentypen zu: Realistic (praktisch), Investigative (forschend), Artistic (kreativ), Social (sozial), Enterprising (führend) und Conventional (organisiert). Dein persönlicher Drei-Buchstaben-Code zeigt, welche Berufsfelder zu dir passen – unabhängig davon, welchen Schulabschluss du hast. Das Profiling Institut setzt das Modell DIN-33430-konform ein; jeder Beruf in unserer Berufsdatenbank trägt denselben Code, sodass du Profil und Beruf direkt abgleichen kannst.
Dein persönlicher RIASEC-Code in 5–7 Minuten
42 kurze Aussagen, wissenschaftlich fundiert nach Holland. Du erhältst deinen Top-3-Code und konkrete Berufsfelder – sofort, anonym und kostenlos. Geeignet ab Klasse 9 und für alle Schulabschlüsse.
- ›5–7 Minuten Bearbeitungszeit, 42 Fragen
- ›Ergebnis sofort sichtbar, keine Registrierung
- ›Direkte Verlinkung zu passenden Ausbildungsberufen
Wenn der kostenlose Test nicht reicht
Ein Interessentest misst, was dich interessiert – nicht, was du kannst. Wer beides abgleichen möchte, kombiniert den Interessentest mit weiteren Verfahren:
- ›Persönlichkeitstest auf Big-Five-Basis für Arbeitsstil und Belastbarkeit
- ›Intelligenztest für kognitive Stärkenschwerpunkte
- ›Potenzialanalyse für Schüler und Abiturienten als vollständige Diagnostik nach DIN 33430
- ›KI-Risiko-Check für die Zukunftsfestigkeit deines Wunschberufs
Schritt 3 von 8
Die 13 Berufsfelder – von 324 Berufen zu deiner Vorauswahl
Berufsfelder sind der schnellste Filter, um aus 324 anerkannten Ausbildungsberufen eine überschaubare Auswahl zu machen. Jedes Feld führt zu einem eigenen Hub mit Vergütungsdaten, RIASEC-Profilen und dem Reformstand 2026. Suche dir die zwei Felder heraus, die am besten zu deinem Code passen – und lies dort drei bis fünf konkrete Berufsprofile.
IT & Digital
Acht Profile rund um Software, Netzwerke und Daten. Einstiege: Fachinformatiker, Systemintegration, IT-System-Elektroniker, MATSE.
Kaufmännisch & Verwaltung
32 Berufe von Büro bis Justiz. Einstiege: Büromanagement, Industriekaufmann, Steuerfachangestellte, Verwaltungsfachangestellte.
Handwerk
81 Berufe vom Bäcker bis zum Geigenbau. Einstiege: Tischler, Bäcker, Friseur, Maler und Lackierer.
Metall & Maschinenbau
60 Industrieberufe mit starker Tarifbindung: Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Mechatroniker, Werkzeugmechaniker.
Elektro & Energie
Gewinner der Energiewende: Energie- und Gebäudetechnik, Automatisierungstechnik, Veranstaltungstechnik.
Gesundheit & Pflege
27 Berufe mit dem höchsten Fachkräftebedarf: Pflegefachfrau, MFA, Notfallsanitäter, Augenoptiker.
Bau & Architektur
46 Berufe am und um das Gebäude: Maurer, Zimmerer, Bauzeichner, Dachdecker.
Handel & Logistik
19 Berufe entlang der Lieferkette: Fachkraft für Lagerlogistik, Einzelhandel, Berufskraftfahrer, Fachlagerist.
Gastronomie & Tourismus
19 Berufe mit früher Verantwortung: Koch, Hotelfachmann, Fachkraft Küche, Restaurantfachmann.
Medien & Gestaltung
16 kreative Berufe: Mediengestalter Digital und Print, Bild und Ton, Fotograf.
Chemie & Naturwissenschaft
11 Labor- und Verfahrensberufe: Chemielaborant, Biologielaborant, Chemikant, Pharmakant.
Soziales & Bildung
Acht pädagogische Berufe: Erzieher, Heilerziehungspfleger, Sozialassistent, Sozialpädagogische Assistenz.
Agrar & Natur
23 grüne Berufe im Freien: Landwirt, Gärtner sowie Forst-, Tier- und Umweltberufe.
Wer statt eines Ausbildungsberufs ein Studium anstrebt, findet die entsprechende Systematik in der Übersicht der Studienfelder. Und wer wissen will, welche Zielpositionen sich nach Ausbildung oder Studium erreichen lassen, findet über 70 Karriereziele in unseren Berufsbildern.
Marktdaten 2025/2026
Top-20 Ausbildungsberufe: die gefragtesten Berufe 2026 im Überblick
Diese Rangliste beruht auf den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen laut BIBB-Datenreport und den Bewerberzahlen der Bundesagentur für Arbeit. Beliebt bedeutet nicht automatisch „richtig für dich“ – nutze die Liste als Marktorientierung und gleiche sie mit deinem RIASEC-Code ab. Jeder Beruf führt zum vollständigen Profil mit Aufgaben, Vergütung, Prüfungsstruktur und Karrierewegen.
Quellen: BIBB-Datenreport (Neuabschlüsse), BIBB-Vergütungserhebung sowie Tarifwerke IG Metall, TVAöD und TVöD. Bandbreiten gerundet; regionale und tarifliche Unterschiede sind erheblich. Vollständige Datenlage in den jeweiligen Berufsprofilen unter Ausbildungsberufe A–Z.
Vom Code zum Beruf
Welche Berufe passen zu welchem RIASEC-Typ?
Dein Testergebnis nützt nur dann etwas, wenn du es in konkrete Berufe übersetzen kannst. Die folgende Zuordnung zeigt für jeden der sechs Interessentypen typische Ausbildungsberufe – jeweils mit direktem Link zum vollständigen Profil. Die meisten Menschen finden sich in zwei bis drei Typen wieder; prüfe daher immer mehrere Blöcke.
Du arbeitest gern mit Werkzeug, Maschinen und sichtbaren Ergebnissen. Technisches Verständnis und Handarbeit sind deine Stärke.
Du willst verstehen, warum etwas funktioniert, analysierst gern Daten und arbeitest präzise nach Verfahren.
Du gestaltest, entwirfst und arbeitest lieber an offenen Aufgaben als an festen Vorgaben.
Du willst mit Menschen arbeiten, unterstützen, pflegen oder unterrichten – Empathie ist deine Kernkompetenz.
Du verhandelst gern, übernimmst Verantwortung und willst Ergebnisse beeinflussen statt nur ausführen.
Du arbeitest strukturiert, sorgfältig und magst klare Regeln, Zahlen und nachvollziehbare Prozesse.
Du kennst deinen Code noch nicht? Dann starte mit dem kostenlosen Berufswahltest für Schüler. Für Erwachsene mit Berufserfahrung gibt es eine eigene Variante im Bereich berufliche Neuorientierung.
Schritt 4 von 8
Praxis schlägt Theorie: so bekommst du echte Einblicke
Kein Test, kein Buch und kein Ratgeber ersetzt die direkte Berufserfahrung. Ein Praktikum ist ein kostenloser Belastungstest für deine Zukunft: Es kostet dich zwei Wochen und kann dir zwei Jahre ersparen. BIBB-Untersuchungen zeigen, dass Jugendliche mit Praktikumserfahrung ihre Ausbildung deutlich seltener abbrechen.
Schnupperpraktikum
Ein bis drei Tage, ideal für die erste Orientierung. Oft ab Klasse 9 und ohne großen Bewerbungsaufwand möglich.
Schulpraktikum
Zwei bis vier Wochen echter Arbeitsalltag – die beste Methode, um ein Berufsfeld realistisch zu testen.
Freiwilligendienst
FSJ oder Bundesfreiwilligendienst über zwölf Monate: ideal für soziale und pflegerische Berufe und als Wartesemester anerkannt.
Ferien- und Nebenjob
Erster Eindruck von Arbeitsrealität, Verlässlichkeit und Teamarbeit – ab 15 Jahren umsetzbar und ein Pluspunkt in jeder Bewerbung.
Schritt 5 von 8
Welcher Weg passt zu mir? – deine Alternativen als Schulabgänger
Die binäre Frage „Studium oder Ausbildung?“ wird der Vielfalt des deutschen Bildungssystems nicht gerecht. Tatsächlich stehen dir mindestens sechs Wege offen – und mehrere davon lassen sich später miteinander kombinieren.
Duales Studium
Theorie an der Hochschule, Praxis im Betrieb, Vergütung von Beginn an. Beliebt in BWL, Informatik, Ingenieurwesen und Gesundheitswirtschaft – alle Details im Ratgeber duales Studium.
Ausbildung plus Weiterbildung
Erst die solide Basis in einem anerkannten Ausbildungsberuf, dann Meister, Fachwirt oder Techniker. Meisterabsolventen verdienen laut BIBB im Mittel mehr als viele Bachelor-Absolventen.
Studium
Der richtige Weg für theoretisch-analytische Profile. Welche Fachrichtung zu welchen Interessen passt, klärt der Studienwahl-Hub samt Studienfeldern.
Ausbildung nach dem Abitur
Immer mehr Abiturienten wählen bewusst die duale Ausbildung – wegen früher Verantwortung, Vergütung und klarer Aufstiegswege. Alle Argumente und passenden Berufe stehen im Ratgeber Ausbildung nach dem Abitur.
Freiwilligendienst oder Orientierungsjahr
FSJ, Bundesfreiwilligendienst, Work and Travel oder ein strukturiertes Gap Year: bewusst geplant bringt ein Jahr oft mehr Klarheit als weitere Monate Recherche. Weitere Optionen zeigt die Übersicht nach dem Abitur.
Selbstständigkeit
Eigene Ideen umsetzen und Marktlücken nutzen – für den Interessentyp E häufig die authentischste Lösung, in der Praxis meist nach einer ersten Ausbildung und mit betriebswirtschaftlicher Grundlage.
Entscheidungshilfe
Ausbildung, Studium oder duales Studium? – der direkte Vergleich
Das ist die häufigste Paralysefrage nach dem Schulabschluss. Die Antwort hängt von deinem Interessenprofil, deinen Lebenszielen und deiner Risikobereitschaft ab – nicht vom gesellschaftlichen Ansehen eines Abschlusses.
| Kriterium | Ausbildung (dual) | Studium (Vollzeit) | Duales Studium |
|---|---|---|---|
| Dauer | 2–3,5 Jahre | 3–5 Jahre (Bachelor/Master) | 3–4 Jahre |
| Vergütung während der Ausbildung | ja, ca. 800–1.300 €/Monat | nein (ggf. BAföG) | ja, ca. 900–1.200 €/Monat |
| Einstiegsgehalt nach Abschluss | ca. 28.000–38.000 €/Jahr | ca. 36.000–52.000 €/Jahr | ca. 40.000–55.000 €/Jahr |
| Langfristiges Einkommenspotenzial | hoch (Meister und Fachwirt stark) | hoch (je nach Fach) | sehr hoch |
| Praxisanteil | sehr hoch (60–70 %) | gering (Praktika separat) | sehr hoch (ca. 50 %) |
| Theoretische Tiefe | mittel | sehr hoch | hoch |
| Weiterbildungswege | Meister, Fachwirt, Techniker, späteres Studium | Master, Promotion, MBA | Master, Führungslaufbahn |
| Passt zu RIASEC-Typ | R, C, S (praxisnah) | I, A, E (theoretisch) | E, I, C (strukturiert, ambitioniert) |
| Finanzielles Risiko | sehr gering | mittel (Studienkredit, Abbruchrisiko) | gering |
| Bewerbungsaufwand | mittel, ganzjährig möglich | hoch (NC, Zulassung, Fristen) | hoch (Doppelbewerbung, früh) |
Quellen: BIBB-Datenreport, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit sowie Gehaltserhebungen 2025/2026. Werte gerundet und branchenabhängig. Vertiefend: Studienwahl, Studienberatung und Ausbildungsberufe.
Schritt 6 von 8
Die finale Entscheidung: acht bewährte Methoden
Du hast dich analysiert, den Test gemacht, Berufsfelder erkundet und Praxis gesammelt. Jetzt gilt es, aus deinen Favoriten eine Entscheidung zu machen. Diese acht Methoden nutzen wir auch in der Karriereplanung mit Erwachsenen – sie funktionieren in jeder Lebensphase.
Nutzwertanalyse
Berufe nach gewichteten Kriterien wie Gehalt, Interesse, Standort und Zukunft punkten und ranken.
Pro-Contra-Liste
Schnelle Gegenüberstellung aller Argumente für und gegen jede verbleibende Option.
SWOT-Analyse
Eigene Stärken und Schwächen mit den Chancen und Risiken des Marktes abgleichen.
Entscheidungsbaum
Folgen von Schlüsselentscheidungen Schritt für Schritt bis zum Ende durchdenken.
Kopf, Herz, Bauch
Logik, Werte und Intuition getrennt befragen – stimmen alle drei überein, ist die Entscheidung stabil.
ABC-Analyse
Favoriten (A), Alternativen (B) und Notfalloptionen (C) klar sortieren und schriftlich festhalten.
Zehn-Jahres-Perspektive
Stell dir vor, du bist 30: Wie sieht ein typischer Arbeitstag in diesem Beruf konkret aus?
Worst-Case-Analyse
Was ist das Schlimmste, das passieren kann – und wie leicht ließe es sich korrigieren?
Schritt 7 von 8
Was soll ich werden? – diese Berufe haben 2030 und danach echte Zukunft
Berufe mit hoher Empathie, kreativem Problemlösen oder nicht standardisierter Handarbeit sind am schwersten zu automatisieren – und damit die robustesten Berufswahlen für Schulabgänger. Wie stark dein Wunschberuf betroffen ist, prüfst du direkt im KI-Risiko-Check; den Gesamtüberblick liefert der Ratgeber KI und Beruf.
- ›Fachinformatiker – stärkstes Wachstum der letzten zehn Jahre
- ›Systemintegration – Rückgrat jeder IT-Infrastruktur
- ›MATSE – Brücke zwischen Mathematik und Software
- ›alle IT-Ausbildungsberufe
- ›Pflegefachfrau und Pflegefachmann – höchster Bedarf bundesweit
- ›Notfallsanitäter – kaum automatisierbar
- ›Medizinische Fachangestellte – stabile Nachfrage
- ›alle Gesundheitsberufe
- ›Anlagenmechaniker SHK – Wärmepumpen und Sanierung
- ›Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik – Photovoltaik und Ladeinfrastruktur
- ›Automatisierungstechnik – Industrie 4.0
- ›Umwelt- und Agrarberufe
- ›Erzieher – anhaltender Kita- und Ganztagsausbau
- ›Heilerziehungspfleger – Inklusion und Teilhabe
- ›Sozialpädagogische Assistenz – niedrigschwelliger Einstieg
- ›Karriereziele nach der Ausbildung
Quellen: WEF Future of Jobs Report 2025, BIBB-Datenreport sowie Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit.
Schritt 8 von 8
Wenn professionelle Beratung den Unterschied macht
Alle bisherigen Schritte kannst du eigenständig gehen. Wenn du jedoch nach Test und Praktika weiterhin zwischen grundlegend verschiedenen Richtungen schwankst, wenn mehrere Tests widersprüchliche Ergebnisse liefern oder wenn familiäre Erwartungen die Entscheidung blockieren, dann liefert eine Einzelberatung die Tiefe, die kein Selbsttest erreicht. Das Profiling Institut arbeitet DIN-33430-konform und verbindet psychometrische Diagnostik mit über 25 Jahren Erfahrung aus der Personalauswahl.
Potenzialanalyse für Schüler
Wissenschaftlich fundierte Messung von Stärken, Interessen und Persönlichkeitsdimensionen – deutlich über kostenlose Tests hinaus. Details zur Potenzialanalyse für Schüler und Abiturienten.
Arbeitsmarkt-Expertise
Insiderwissen über die Auswahlkriterien moderner Personalentscheider – ein Vorteil, den kein Onlinetool ersetzt. Grundlage jeder Berufsberatung und Karriereplanung.
Bundesweit und online
Persönliche Beratung an sieben deutschen Standorten oder per Video, mit datenschutzkonformer Onlinediagnostik. Termine über den Kontakt.
Berufsorientierung an deinem Standort
Abiturientinnen & Abiturienten
Was soll ich werden nach dem Abitur? – alle Wege auf einen Blick
Das Abitur öffnet alle Türen, und genau darin liegt die Schwierigkeit: Studium, Ausbildung, duales Studium, Freiwilligenjahr oder Auslandsaufenthalt stehen gleichzeitig zur Wahl. Ohne Selbstkenntnis erzeugt diese Freiheit Entscheidungsparalyse. Die folgende Checkliste bringt Struktur in die Monate vor dem Abschluss.
Berufswahltest zuerst
Mache den RIASEC-Test, bevor du Studiengänge vergleichst oder Bewerbungen schreibst. Der Code zeigt, in welchen Feldern du am wahrscheinlichsten aufgehst.
Zwei Felder praktisch testen
Je ein Praktikum in deinen beiden Favoriten – in den Ferien organisierbar und aussagekräftiger als jede Recherche.
Bildungsweg festlegen
Nutze die Vergleichstabelle, den Studienwahl-Hub und den Ratgeber Ausbildung nach dem Abitur. Kein Weg ist falsch, jeder ist ein Startpunkt.
Parallel bewerben
NC-Fächer meist bis 15. Juli, duale Studiengänge oft schon im Herbst des Vorjahres, Ausbildungsplätze ganzjährig mit Hochsaison im Sommer.
Plan B definieren
FSJ, Bundesfreiwilligendienst oder Work and Travel sind keine Niederlage, sondern Erfahrungen, die Reife und Klarheit bringen. Alle Optionen unter nach dem Abitur.
Zukunftsfestigkeit prüfen
Bevor du unterschreibst: KI-Risiko-Check für den Zielberuf und ein Blick auf die Karriereziele, die dieser Weg später eröffnet.
Für Eltern
Wie Eltern bei der Frage „Was soll ich werden?“ wirklich helfen
Eltern sind der wichtigste Einflussfaktor bei der Berufswahl – und gleichzeitig der häufigste Konfliktherd. Der Grund ist selten böser Wille, sondern eine unterschiedliche Datenlage: Eltern bewerten den Arbeitsmarkt anhand ihrer eigenen Berufsbiografie, die Jugendlichen anhand einer Zukunft, die es so noch nicht gibt.
Fragen statt Vorschlagen
Wer fragt, was das Kind an einer Tätigkeit reizt, erfährt mehr als über jede Empfehlung. Konkrete Gesprächsleitfäden stehen im Elternratgeber.
Daten statt Bauchgefühl
Vergütung, Reformstand und Aufstiegswege stehen zu jedem Beruf in der Übersicht Ausbildungsberufe A–Z – eine gemeinsame Faktenbasis entschärft die meisten Konflikte.
Neutrale Dritte einbeziehen
Wenn Gespräche festgefahren sind, entlastet eine externe Berufsberatung beide Seiten – auf Wunsch mit gemeinsamem Auswertungsgespräch.
„Die Frage lautet nie, welcher Beruf der beste ist, sondern welcher am besten zu dir passt. Den besten Beruf gibt es nicht. Was es gibt, ist deine individuelle Kombination aus Stärken, Interessen und Werten – und genau die lässt sich messen.“
Jan Bohlken
Diplom-Sozioökonom · Gründer des Profiling Instituts · 25 Jahre Beratungspraxis · DIN 33430
Erfahrungsberichte
Was sagen unsere Klienten nach der Berufsberatung?
„Nach dem Abitur wusste ich nicht, was ich werden soll. Nach zwei Sitzungen beim Profiling Institut hatte ich endlich Klarheit – Test und Gespräch haben mir mehr gebracht als zwei Jahre Recherche. Ich studiere jetzt dual Wirtschaftspsychologie.“
M. K.
Abiturientin, 19 Jahre, Düsseldorf
„Mit 17 war ich völlig orientierungslos. Meine Eltern wollten, dass ich studiere, ich wollte etwas mit Technik machen. Der Berufswahltest hat gezeigt, dass ein duales Studium Informatik der richtige Mittelweg ist. Heute bin ich im zweiten Jahr und bereue nichts.“
L. S.
Abiturient, 19 Jahre, Hamburg
Weitere Rückmeldungen findest du unter Erfahrungsberichte.
Häufige Fragen
FAQ: Was soll ich werden? – die 18 wichtigsten Fragen
Die meistgestellten Fragen zur Berufswahl – aus dem Beratungsalltag des Profiling Instituts und den tatsächlichen Suchanfragen unserer Nutzerinnen und Nutzer.
Was soll ich werden, wenn mir absolut nichts Spaß macht?
Leidenschaft folgt in der Regel der Kompetenz und nicht umgekehrt. Wer in einer Tätigkeit besser wird, Anerkennung erfährt und Verantwortung übernimmt, entwickelt das Interesse meist erst danach. Starte deshalb nicht mit der Suche nach der Berufung, sondern mit deinen nachweisbaren Fähigkeiten. Der kostenlose RIASEC-Berufswahltest zeigt häufig Interessenfelder, die bisher nicht im Blick waren.
Was soll ich werden mit Hauptschulabschluss?
Mit Hauptschulabschluss stehen über 200 anerkannte Ausbildungsberufe offen, vor allem in Handwerk, Pflege, Einzelhandel, Lagerlogistik und Gastronomie. Typische Einstiege sind Kraftfahrzeugmechatroniker, Fachkraft für Lagerlogistik, Koch oder Maler und Lackierer. Engagement und ein klares Bewerberprofil wiegen dabei oft schwerer als die Abschlussnote; über Meister oder Fachwirt sind später auch Führungspositionen erreichbar.
Was soll ich werden mit Realschulabschluss (mittlere Reife)?
Mit mittlerer Reife sind nahezu alle 324 anerkannten Ausbildungsberufe zugänglich, vom Fachinformatiker über den Mechatroniker bis zur Bankkauffrau. Wer später studieren möchte, erwirbt über das Berufskolleg die Fachhochschulreife oder über Meister und Fachwirt den Hochschulzugang.
Was soll ich werden nach dem Abitur?
Nach dem Abitur stehen rund 21.000 Studiengänge und zusätzlich alle Ausbildungsberufe offen, was die Entscheidung eher erschwert als erleichtert. Sinnvoll ist diese Reihenfolge: erst der Berufswahltest, dann Praktika in den zwei stärksten Feldern, dann die Wahl zwischen Studium, dualem Studium und Ausbildung nach dem Abitur. Fristen im Blick behalten: NC-Fächer enden meist am 15. Juli.
Was soll ich werden mit 16 oder 17 Jahren?
Mit 16 und 17 ist Exploration der richtige Modus, nicht Festlegung. Sinnvoll sind der RIASEC-Test, Schnupperpraktika in den beiden stärksten Berufsfeldern und Gespräche mit Menschen, die den Beruf tatsächlich ausüben. Mit 17 sollten die drei stärksten Felder feststehen und erste Bewerbungsunterlagen vorbereitet sein, da viele Betriebe bereits ein Jahr vor Schulabschluss auswählen.
Studium oder Ausbildung – was ist 2026 die bessere Entscheidung?
Es gibt kein generelles Besser, nur ein Passender. Ein Studium eignet sich für analytisch-theoretische Profile (RIASEC I, A), eine duale Ausbildung für praxisorientierte Profile (R, C, S), ein duales Studium für strukturiert-ambitionierte Profile (E, I, C). Die Vergleichstabelle auf dieser Seite zeigt Dauer, Vergütung, Einstiegsgehalt und Weiterbildungswege im direkten Gegenüber.
Was soll ich werden, wenn ich nichts kann?
„Ich kann nichts“ ist fast immer eine Selbstwahrnehmung und selten die Realität. Gut organisieren, andere unterstützen, technische Zusammenhänge schnell erfassen oder Probleme analysieren sind marktgängige Fähigkeiten. Eine Potenzialanalyse macht genau solche Stärken sichtbar, die im Schulalltag nicht gemessen werden.
Welcher Beruf verdient am meisten mit Ausbildung?
Zu den einkommensstärksten dualen Ausbildungsberufen zählen laut BIBB Mechatroniker, Industriemechaniker, Fachinformatiker, Bankkaufleute und Steuerfachangestellte. Entscheidend für das langfristige Einkommen ist jedoch die Weiterbildung: Meister und Fachwirte verdienen im Mittel mehr als viele Bachelor-Absolventen.
Was soll ich werden, wenn meine Eltern einen anderen Beruf für mich wollen?
Eltern argumentieren meist aus dem Sicherheitsbedürfnis ihrer eigenen Generation. Höre die Argumente an, entscheide aber auf Basis von Testergebnissen, Praktikumserfahrungen und Arbeitsmarktdaten. Wer seine Wahl fundiert begründet, erfährt in der Regel Zustimmung. Hilfreich für beide Seiten ist der Elternratgeber oder ein gemeinsames Gespräch in der Berufsberatung.
Wie seriös sind Online-Berufstests wirklich?
Die Qualitätsunterschiede sind erheblich. Verfahren auf Basis des RIASEC-Modells gelten als reliabel und valide, während viele Spaßtests keinerlei Gütekriterien erfüllen. Das Profiling Institut arbeitet DIN-33430-konform, dem deutschen Qualitätsstandard für Eignungsdiagnostik. Der kostenlose Berufswahltest liefert die Erstorientierung, der Persönlichkeitstest und die persönliche Auswertung die Tiefe.
Ich bin erwachsen und möchte den Beruf wechseln – bin ich hier richtig?
Diese Seite richtet sich an Schüler, Abiturienten und Berufseinsteiger bei der ersten Berufswahl. Wer bereits berufstätig ist und sich neu orientieren möchte, findet im Ratgeber Welcher Beruf passt zu mir? sowie im Hub berufliche Neuorientierung passendere Werkzeuge, etwa die Arbeit mit Karriereankern.
Was ist, wenn ich mich mit 30 oder 40 nochmals umentscheide?
Ein Berufswechsel in der Lebensmitte ist heute Normalfall statt Ausnahme; ein erheblicher Teil der Erwerbstätigen wechselt mindestens einmal die Branche. Jede Ausbildung vermittelt übertragbare Kompetenzen, die im zweiten Berufsweg weiterwirken. Die passende Struktur dafür liefert die Karriereplanung.
Welche Ausbildung soll ich machen, wenn ich mich für mehrere Berufe interessiere?
Mehrere Interessen sind eine Stärke, kein Problem. Entscheidend ist, in welchem Beruf sich möglichst viele davon überschneiden. Genau solche Schnittmengen identifiziert der Drei-Buchstaben-Code des RIASEC-Modells; die Zuordnung findest du im Abschnitt Berufe nach RIASEC-Typ. Ergänzend helfen Praktika in zwei bis drei Favoriten.
Welche Berufe sind sicher vor künstlicher Intelligenz?
Am schwersten automatisierbar sind Berufe mit hoher Empathie, nicht standardisierter Handarbeit oder komplexer Verantwortung vor Ort: Pflege und Therapie, Handwerk am Objekt, Erziehung, Rettungsdienst und Anlagenbau. Stärker betroffen sind repetitive Büro- und Sachbearbeitungstätigkeiten. Eine berufsgenaue Einschätzung liefert der KI-Risiko-Check.
Wie finde ich heraus, welcher Ausbildungsberuf zu mir passt?
In drei Schritten: RIASEC-Code ermitteln, passende Berufsfelder eingrenzen und anschließend einzelne Berufsprofile prüfen. Die Übersicht aller Ausbildungsberufe enthält zu jedem Beruf den Interessencode, die Vergütungsbandbreite und den Reformstand, sodass sich Interessenprofil und Anforderung direkt abgleichen lassen.
Was mache ich, wenn ich keinen Ausbildungsplatz bekomme?
Zuletzt blieben Zehntausende Ausbildungsplätze unbesetzt, während gleichzeitig Bewerber leer ausgingen – meist wegen regionaler oder beruflicher Passungsprobleme. Sinnvoll sind daher: Suchradius erweitern, verwandte Berufe mit gleichem RIASEC-Code prüfen, Einstiegsqualifizierung nutzen oder einen Freiwilligendienst als Überbrückung wählen. Welche verwandten Berufe infrage kommen, zeigt das jeweilige Berufsfeld im Hub.
Ist ein Freiwilligenjahr Zeitverschwendung?
Nein. Ein FSJ oder Bundesfreiwilligendienst liefert echte Praxiserfahrung, wird als Wartesemester anerkannt und führt bei vielen Teilnehmenden zu deutlich klareren Berufsvorstellungen. Wer nach der Schule keine belastbare Entscheidung treffen kann, gewinnt damit Orientierung. Weitere Überbrückungsoptionen stehen unter nach dem Abitur.
Wie viel verdient man in der Ausbildung 2026?
Die monatlichen Ausbildungsvergütungen liegen je nach Beruf und Tarifbindung etwa zwischen 650 Euro im ersten Lehrjahr und über 1.350 Euro im dritten Lehrjahr, etwa bei der Pflegefachfrau. Tarifgebundene Bereiche wie Industrie, öffentlicher Dienst und Pflege zahlen deutlich besser als nicht tarifgebundene Branchen; die genauen Bandbreiten stehen in jedem Berufsprofil.
Über den Autor
Jan Bohlken
Zusammenfassung
Fazit: Was soll ich werden? – dein Weg gehört dir
Die Frage „Was soll ich werden?“ ist die richtige Frage – sie braucht nur eine strukturierte Antwort statt einer schnellen Entscheidung nach Beliebtheitsliste oder Erwartungsdruck. Der 8-Schritte-Plan auf dieser Seite gibt dir dieses Fundament: Selbstanalyse, Interessentest, Berufsfelder, Praxis, Alternativen, Entscheidung, Zukunftsprüfung und, falls nötig, professionelle Beratung.
Und denk an den wichtigsten Punkt: Berufswahl ist kein endgültiger Akt, sondern ein Startpunkt. Jeder Beruf vermittelt Kompetenzen, Kontakte und Selbsterkenntnis, die in jede weitere Etappe mitgehen. Wer heute einen zu den eigenen Stärken passenden Einstieg wählt, hat die beste Basis für eine Laufbahn, die mit den eigenen Ambitionen mitwächst.
Weiterführende Ratgeber
Was als Nächstes hilft
Externe Datenquellen dieser Seite: BIBB Datenreport, Statistik der Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET und WEF Future of Jobs Report 2025.