CTO / Head of Engineering: Aufgaben, Gehalt & Karriere 2026
Die technische Spitze eines Unternehmens – mit Verantwortung für Technologievision, Engineering-Organisation und IT-Strategie auf Vorstandsebene. Kein anderes IT-Profil verbindet so eng technische Tiefe, unternehmerisches Denken und Führung. Was CTOs und Heads of Engineering wirklich tun, was sie verdienen und ob das Profil zu Ihnen passt.
140.000 –
350.000 € Ø Jahresgehalt
15+ J.
Erfahrung typisch erforderlich
EIR
RIASEC-Idealprofil
Stark
Arbeitsmarkt-Trend 2026
DIN 33430 zertifiziert
25+ Jahre Headhunting-Erfahrung
Gehaltsdaten 2025 / 2026
RIASEC-Eignungsprofil enthalten
Aktualisiert: Mai 2026
Was macht ein CTO oder Head of Engineering?
Der Chief Technology Officer (CTO) verantwortet die technologische Vision und Strategie eines Unternehmens auf Vorstandsebene. Der Head of Engineering führt die operative Engineering-Organisation – meist 30 bis 500 Entwickler – und sorgt dafür, dass Tech-Vision und Lieferung zusammenpassen. Beide Rollen werden je nach Unternehmensgröße unterschiedlich aufgesetzt: In Startups ist der CTO oft Mitgründer mit Hands-on-Coding-Anteil. In Scale-ups übernimmt der Head of Engineering die Führung, der CTO bleibt strategisch. In Konzernen sind CTO und Head of Engineering klar getrennte Funktionen mit jeweils eigenem Verantwortungsbereich.
Was beide Rollen verbindet: tiefe technische Glaubwürdigkeit gegenüber Engineers, betriebswirtschaftliches Verständnis für den Vorstand, Führungserfahrung mit Engineering-Teams. Was sie unterscheidet: Der CTO denkt 3–5 Jahre voraus und vertritt das Unternehmen technologisch nach außen. Der Head of Engineering denkt 6–18 Monate voraus, baut Teams auf und hält die Lieferorganisation am Laufen. In der Bohlken-Headhunting-Praxis sind genau diese Rollen die schwierigsten zu besetzen – weil die Kombination aus technischer Tiefe und Führungsreife extrem selten am Markt ist.
Technologievision & Strategie
3–5-Jahres-Tech-Roadmap, Build-vs-Buy-Entscheidungen für strategische Plattformen, Technologie-Investments, KI-Strategie, technologische Differenzierung im Markt.
Quartalsberichte für Vorstand und Aufsichtsrat, Pitches an Investoren bei Funding-Runden, Tech-Due-Diligence bei M&A, regulatorische Briefings (EU AI Act, NIS2).
Architekturhoheit & Standards
Architektur-Boards leiten, Technology-Radar pflegen, kritische Build-vs-Buy-Entscheidungen final verantworten, Major-Vendor-Verträge mit AWS, SAP, Microsoft verhandeln.
Compliance & Risiko
Cyber-Risiko-Verantwortung, BaFin- oder GxP-Compliance je nach Branche, NIS2-Umsetzung, EU AI Act, DSGVO-Strategie. Persönliche Haftungsthemen ernstnehmen.
Lieferung & Velocity
Engineering-KPIs (DORA, SPACE), Lieferzuverlässigkeit, technische Schulden vs. Feature-Velocity ausbalancieren. Bei Head of Engineering der Kernfokus.
Typischer Arbeitstag eines CTO / Head of Engineering
08:00
Tag-Vorbereitung & KPI-Check
Engineering-Dashboards prüfen: Lieferzeit, Production-Incidents, Burn-Rate. Vorabklärung kritischer Themen vor dem ersten Meeting.
09:00
Vorstandstermin / C-Level-Sync
Wöchentlicher Vorstandstermin oder Bilateral mit CEO. Tech-Themen ins Geschäftsverständnis übersetzen, Investitionsentscheidungen vorbereiten.
10:30
Architecture Review Board
Kritische Architekturentscheidung: KI-Plattform Build vs. Buy, Wechsel des Cloud-Providers, neuer Microservice-Cut. Verantwortung beim CTO.
12:30
1:1 mit Engineering-Leads
Mit Direct Reports (VP Engineering, Heads of Platform / Data / AI). Karriereentwicklung, Eskalationsthemen, strategische Initiativen.
14:00
Vendor- & Investor-Calls
Strategischer Vertragstermin mit AWS oder Microsoft, Investor-Update zu Tech-Roadmap bei VC-finanzierten Scale-ups, Audit-Vorbereitung in regulierten Branchen.
15:30
Top-Talent-Recruiting
Final-Interviews mit Senior- und Lead-Kandidaten, Closing-Gespräche, Headhunter-Briefings. CTO ist immer im Recruiting strategischer Rollen aktiv.
17:00
Lesen, Lernen, Networking
Branchenanalysen, Gartner-Reports, Austausch mit Peer-CTOs in Foren. Konferenzauftritte vorbereiten. Externe Sichtbarkeit ist Teil der Rolle.
Kompetenzprofil: Was ein CTO 2026 beherrschen muss
Anders als bei reinen Engineering-Rollen ist die wichtigste Kompetenz des CTO nicht ein konkreter Tech-Stack, sondern die Fähigkeit, Tech, Geschäft und Menschen zusammenzudenken. Tools und Frameworks sind Werkzeuge – die zentralen Kompetenzen sind kommunikativ und strategisch. Trotzdem braucht es technische Tiefe, sonst werden CTOs von ihren Engineering-Teams nicht ernst genommen.
Der CTO-Posten ist nie eine Einstiegsrolle. Wer hier landet, hat in der Regel 15+ Jahre Berufserfahrung mit nachweisbarer Engineering-Tiefe und mindestens 5–8 Jahren Führungsverantwortung über mehrere Engineering-Teams. Die drei häufigsten Wege in diese Position sind klar unterscheidbar – jeder mit eigenen Stärken und Risiken. Eine fundierte Berufsberatung hilft realistisch zu prüfen, ob die Mischung aus technischer Glaubwürdigkeit, Führungsfähigkeit und Vorstands-Sichtbarkeit zur Persönlichkeitsstruktur passt – nicht jeder hervorragende Engineer wird ein guter CTO.
Klassisch
Engineer → Lead → VP → CTO
Der häufigste Weg: Software-Engineering-Studium, 4–6 Jahre als Engineer, dann Tech Lead, Engineering Manager, Director, VP Engineering und schließlich CTO. Vorteil: Tiefe technische Glaubwürdigkeit, intensive Lerngeschichte mit Engineering-Teams. Nachteil: Wer den Schritt von Lead zu Manager nicht aktiv lernt, bleibt „Senior IC mit Direct Reports" und wird nie strategisch. Empfehlung: Spätestens als VP Engineering Coaching oder ein MBA-Modul, um Führungsblindspots zu adressieren. Die Studienberatung hilft bei der Vertiefungswahl, wenn der CTO-Pfad bereits im Studium das Ziel ist.
Studium + 12–18 Jahre Karriere · Erste CTO-Rolle typisch ab 38–45
Gründerweg
Tech-Founder / Co-Founder CTO
Der schnellste Weg in eine CTO-Rolle ist eigene Unternehmensgründung. Tech-Founder bauen ihre Engineering-Organisation selbst auf und sind oft sehr früh CTO. Vorteil: Volle unternehmerische Verantwortung, ungewöhnliche Lernkurve. Nachteil: Wenn das Startup scheitert, fehlt klassische Konzern-Führungserfahrung – der Wechsel in Konzern-CTO-Rollen ist anspruchsvoll. Empfehlung: Tech-Founder, die nach 5–8 Jahren in eine andere Rolle wechseln wollen, gehen meist über VP Engineering bei Scale-ups, bevor sie eine zweite CTO-Rolle in Konzern-Umfeldern annehmen können.
5–8 Jahre Gründung · CTO-Rolle ab Tag 1 in der eigenen Firma
Wechselweg
Beratung / Konzern-Architektur → CTO
Realistisch im DACH-Markt: Top-Berater (Accenture, BCG Platinion, McKinsey Digital) oder Senior-Konzern-Architekten wechseln in CTO-Positionen bei mittelständischen Unternehmen oder Scale-ups. Vorteil: Strategisches Denken und Stakeholder-Erfahrung sind ausgeprägt. Nachteil: Wenig direkte operative Engineering-Verantwortung. Hier scheitern viele „PowerPoint-CTOs" innerhalb von 12–18 Monaten, weil sie ihre Engineering-Organisation nicht inhaltlich führen können. Eine ehrliche berufliche Neuorientierung in eine CTO-Rolle ohne vorherige direkte Führungserfahrung ist riskant.
10–15 Jahre IT-Beratung oder Architektur · Erste CTO-Rolle ab 38–45
Gehalt als CTO / Head of Engineering 2026
CTO-Vergütung variiert in Deutschland stärker als in fast jedem anderen Berufsbild. Hauptfaktor ist die Unternehmensgröße: Ein CTO im 20-Personen-Startup verdient anders als der CTO eines DAX-Konzerns. Hauptunterscheidung sind dabei nicht die Fixgehälter, sondern die variablen Komponenten – Boni, Aktienoptionen (ESOPs/VSOPs in Startups, RSUs in börsennotierten Konzernen), Phantom Stocks. Die Gesamtvergütung kann bei erfolgreichen Exits oder Konzern-CTO-Rollen mehrere Millionen Euro pro Jahr erreichen, bei kleineren Mittelständlern aber auch deutlich unter Senior-Architect-Niveau liegen.
130.000 €
Head of Engineering
Scale-up oder Mittelstand
200.000 €
CTO Mittelstand
Mittelstandsunternehmen
280.000 €
CTO Scale-up / Tech
+ Equity-Komponenten
450.000 €+
CTO DAX / VP Engineering
+ Aktienoptionen
Rollenstufe
Unternehmensgröße
Fixgehalt (brutto/Jahr)
Variabel / Equity
Typischer Bereich
Head of Engineering
30–80 Engineers
110.000 – 160.000 €
15–30 %
Scale-up, Mittelstand
VP Engineering
80–250 Engineers
150.000 – 220.000 €
25–50 %
Späte Scale-ups, Konzerne
CTO Startup / Frühphase
10–40 Engineers
90.000 – 150.000 €
1–10 % Equity
Pre-Seed bis Series B
CTO Mittelstand / Scale-up
50–300 Engineers
180.000 – 280.000 €
30–60 % + ESOP
Mittelstand, Series C+
CTO Konzern / DAX
500+ Engineers
250.000 – 450.000 €
50–150 % + RSU
DAX, M-DAX, Pharma, Bank
Quellen: Kienbaum Vorstandsvergütungs-Studie 2025, Robert Half Salary Guide 2026, Stepstone Executive 2025, Headhunter-Marktdaten Bohlken Consulting. CTO-Rollen bei börsennotierten Tech-Unternehmen (SAP, Datev, Software AG) erreichen mit Aktienkomponenten Gesamtvergütungen über 700.000 €. Bei erfolgreichen Startup-Exits können CTO-Equity-Anteile in den siebenstelligen Bereich gehen – allerdings mit hohem Risiko.
Welche Persönlichkeit passt zur CTO-Rolle?
Der CTO ist eine ungewöhnliche Mischung: technische Tiefe wie ein Senior Engineer, strategische Weitsicht wie ein Vorstandsmitglied, kommunikative Stärke wie ein Vertriebsleiter und Führungsfähigkeit wie ein erfahrener Manager. Die meisten Engineers, die in diese Rolle wollen, scheitern nicht an Technik, sondern an einem unterentwickelten Enterprising-Profil. Das RIASEC-Profil zeigt die typische Eignungsstruktur deutlich.
RIASEC-Eignungsprofil: CTO / Head of Engineering
Das Idealprofil ist EIR – Enterprising, Investigative, Realistic. Erstmals im IT-Cluster ist Enterprising dominant: Die Lust am Überzeugen, Führen, Verhandeln und Strategien Durchsetzen ist die zentrale Differenzierung gegenüber allen anderen IT-Rollen wie Cloud Architect (IRE), DevOps (RCI) oder ML Engineer (IRA).
E
Enterprising
Sehr hohe Passung
I
Investigative
Hohe Passung
R
Realistic
Hohe Passung
S
Social
Coaching-Anteil
C
Conventional
Governance
A
Artistic
Nicht zentral
Der E-Typ (Enterprising) ist absolut dominant – das ist die wichtigste Erkenntnis dieser Profilanalyse: Wer den CTO-Pfad anstrebt, aber Enterprising-Aktivitäten als Anstrengung empfindet, sollte den Architect-Pfad oder eine Principal-IC-Rolle wählen. Lust am Verhandeln, Pitches halten, Politik navigieren und Entscheidungen durchsetzen ist Voraussetzung. Der I-Typ (Investigative) bleibt wichtig: Strategische Tech-Entscheidungen brauchen analytisches Tiefendenken. Der R-Typ (Realistic) bleibt notwendig – wer komplett den Bezug zur Hands-on-Realität verliert, wird von Engineering-Teams nicht respektiert. Wer einen sehr starken A-Typ als dominantes Profil hat, fühlt sich oft als Principal Engineer wohler. Sehr starker C-Typ als Hauptprofil deutet meist auf eine Engineering-Manager-Rolle hin – nicht auf CTO.
Anders als bei reinen Engineering-Rollen gibt es zur CTO-Position mehrere parallele Wege. Die folgenden Stufen sind die häufigste Sequenz im klassischen Manager-Track – mit dem Hinweis, dass viele CTOs unterwegs eine eigene Gründung dazwischengeschaltet haben.
Stufe 1
Tech Lead
5 – 8 Jahre IT
85 – 110 T €
Erste Führungsverantwortung für 4–8 Engineers, technische Architektur eines Produktbereichs, Mentoring, Lead-Code-Reviews.
Stufe 2
Engineering Manager
8 – 12 Jahre IT
100 – 140 T €
Führung von 1–2 Teams (8–15 Personen), Personalverantwortung, Performance-Reviews, Recruiting, Team-Aufbau.
Stufe 3
Director / Head of Engineering
12 – 16 Jahre IT
130 – 200 T €
Mehrere Teams (30–80 Engineers), Engineering-Manager als Direct Reports, technische Bereichsstrategie.
Stufe 4
VP Engineering
15+ Jahre IT
180 – 280 T €
Gesamte Engineering-Organisation (80–250 Personen), Schnittstelle zur Geschäftsführung, Tech-Roadmap mehrjährig.
Stufe 5
CTO
15+ Jahre IT
200 – 450 T €+
Vorstandsmitglied oder Bereichsvorstand, Technologievision, Investor- und Vorstandsarbeit, gesamthafte Engineering-Verantwortung.
CTO-Typen 2026: Welcher passt zu Ihnen?
„CTO" ist nicht gleich „CTO". Je nach Unternehmen und Lebenszyklus erwarten Stakeholder völlig unterschiedliche Kompetenzprofile. Wer in der falschen Rolle landet, scheitert trotz hervorragender Skills. Diese Übersicht hilft, den passenden CTO-Typ zu identifizieren:
Tech-Founder CTO
Mitgründer-CTO im Startup, Hands-on-Coding bis Series B. Hohe Eigenverantwortung, hohes Risiko, hohes Equity-Upside.
Scale-up CTO
Series B–D, 50–200 Engineers, schnelles Skalieren, Hiring-Engine, Plattform-Aufbau. Klassische Bohlken-Mandatsrolle.
Konzern-CTO
DAX, MDAX, Pharma, Bank. Vorstandsverantwortung, regulatorische Tiefe, große Legacy-Systeme, lange Migrationsprogramme.
Mittelstand-CTO
Hidden Champions, oft Industrie-Maschinenbau. Tech-Modernisierung, oft erstmaliger CTO-Posten in der Firma.
Product-CTO
Produkt-Software-Firmen, Schnittstelle Engineering und Product. Sehr gefragt in B2B-SaaS.
Enterprise / Internal CTO
CTO für interne IT-Landschaft, Schnittstelle zum CIO. In Konzernen oft als „Chief Architect" oder „CIO" tituliert.
Head of Engineering
Operative Führung der Engineering-Org, kein C-Level-Posten. Oft Stellvertreter oder Vorstufe zum CTO.
Fractional CTO
Teilzeit-CTO für mehrere Startups gleichzeitig. Wachsendes Modell für Pre-Seed- und Seed-Phase, hohe Flexibilität.
Arbeitsmarkt & Zukunftsaussichten
Der CTO-Markt in Deutschland ist strukturell unterversorgt – aus zwei Gründen: Erstens haben viele deutsche Mittelständler ihre Digital-Transformation noch nicht abgeschlossen und schaffen damit erstmals CTO-Positionen. Zweitens treibt die KI-Welle 2024–2026 zusätzliche Erwartungen an die Tech-Führung. Anders als bei reinen Engineering-Rollen geht es bei der CTO-Suche um strategische Persönlichkeit – Headhunter-Mandate dauern oft 6–12 Monate, weil das Matching von Persönlichkeit, Tech-Profil und Unternehmenskultur extrem anspruchsvoll ist.
CTO-Typ
Nachfrage 2026
Risiko-Profil
Einstiegsgehalt
Scale-up CTO
Sehr hoch
Mittel-hoch
180.000 – 250.000 € + Equity
Mittelstand-CTO
Sehr hoch
Niedrig-mittel
180.000 – 280.000 €
Konzern-CTO
Hoch
Niedrig
250.000 – 450.000 € + RSU
Tech-Founder CTO
Hoch
Sehr hoch
60.000 – 150.000 € + Equity
Head of Engineering
Hoch
Niedrig-mittel
110.000 – 160.000 €
Fractional CTO
Wachsend
Mittel
150.000 – 250.000 € (anteilig)
Typische Arbeitgeber für CTOs
CTO-Rollen verteilen sich quer durch alle Branchen, mit deutlichen Unterschieden in Verantwortungsumfang, Vergütungsstruktur und Profilanforderungen. Bohlken Consulting besetzt regelmäßig CTO-Mandate in den folgenden Segmenten:
DAX & MDAX (Top-Vergütung)
SAP, Allianz, Telekom, Siemens, BMW, Mercedes-Benz, Deutsche Bank, Volkswagen – Vorstandsverantwortung, hohe Aktienkomponenten.
Zalando, About You, OTTO Group, REWE Digital, CHECK24 – Hochlast-Plattformen, datengetriebene Tech-Strategien.
Public & Sovereign
T-Systems, IONOS, STACKIT, OVH, sovereignCLOUD, BWI – wachsendes Segment durch EU-Souveränität und NIS2.
Vorteile & Nachteile – eine ehrliche Einschätzung
Die CTO-Rolle ist eines der prestigeträchtigsten und vergütungsstärksten IT-Profile – aber sie hat strukturelle Schattenseiten, die viele Engineers unterschätzen. Wer Hands-on-Coding liebt und Stakeholder-Politik vermeidet, wird in der Rolle unglücklich. Die ehrliche Bewertung gehört zur Entscheidung dazu.
Vorteile
Höchste Vergütungsbänder im IT-Bereich, mit Equity-Upside
Strategischer Hebel – Entscheidungen prägen Unternehmen über Jahre
Karrierepfad zum Aufsichtsrat-Mitglied oder Investor offen
Hohes Maß an Eigenverantwortung und Gestaltungsfreiheit
Übergangsoption in Berater- oder Coach-Rollen mit hohen Tagessätzen
Nachteile
Kein oder kaum Hands-on-Coding mehr – das vermissen viele
Hohe persönliche Haftungsrisiken bei Compliance-Verstößen
Politik, Stakeholder-Management, Konflikte gehören zum Alltag
Hohe Erwartungen an Entscheidungen mit unvollständigen Informationen
Hohe Volatilität: Vorstandswechsel, Restrukturierungen, Exit-Risiken
Burnout-Risiko bei intensiven Wachstumsphasen oder Krisen
„Tech-Identität" verändert sich – manche fühlen sich entfremdet
Profiling Institut · DIN 33430 zertifiziert
Passt die CTO-Rolle wirklich zu Ihnen?
Lust an Stakeholder-Politik, Führungsfreude und die Bereitschaft, Hands-on-Coding hinter sich zu lassen – das sind die Kernkompetenzen. Das Profiling Institut analysiert mit wissenschaftlicher Diagnostik, ob Ihr Stärken-Profil zur CTO-Rolle passt – und welcher CTO-Typ (Scale-up, Konzern, Mittelstand) zu Ihnen passt. Ergänzend bietet Bohlken Consulting Headhunting für CTO-Mandate.
Eine fundierte Berufsentscheidung in Richtung CTO-Rolle sollte auf valider Diagnostik basieren – besonders weil der Wechsel von Hands-on-Engineering in eine Vorstandsfunktion die berufliche Identität tiefgreifend verändert. Diese drei Beratungsformen passen besonders gut zur Frage, ob ein CTO-Karriereweg realistisch und tragfähig ist:
Häufige Fragen zum Beruf CTO / Head of Engineering
Der CTO denkt strategisch und langfristig: 3–5-Jahres-Tech-Roadmap, Build-vs-Buy-Entscheidungen, Vorstands- und Investor-Arbeit, Branchen-Repräsentation. Der Head of Engineering führt operativ: Teams aufbauen, Lieferzuverlässigkeit sicherstellen, Performance-Reviews, Engineering-Kultur. In Startups und kleinen Scale-ups fallen beide Rollen oft zusammen. In größeren Organisationen sind sie klar getrennt: Der CTO sitzt im Vorstand, der Head of Engineering oder VP Engineering berichtet an den CTO und führt die Engineering-Org operativ. Bohlken Consulting besetzt beide Rollen separat.
Klassische Trennung: Der CTO verantwortet die Technologie, mit der das Unternehmen sein Geschäft macht – also Produkt-Software, Engineering-Org, Tech-Innovation. Der CIO verantwortet die interne IT, mit der das Unternehmen funktioniert – also Mitarbeiter-IT, ERP, interne Systeme, Sicherheit. In Tech-Unternehmen wie SAP oder Datev ist der CTO dominant, in klassischen Konzernen wie Allianz oder Bayer ist der CIO oft die mächtigere Rolle. In modernen digitalen Unternehmen verschwimmen die Rollen zunehmend, und es gibt teilweise nur noch eine kombinierte Position als Chief Digital & Technology Officer.
Aktiv programmieren: Nein, in fast keinem CTO-Job ist das im Tagesgeschäft realistisch. Code lesen, technische Entscheidungen verstehen, Architekturen bewerten: Ja, unbedingt. Die ehrliche Wahrheit aus der Headhunting-Praxis: CTOs, die ihre technische Tiefe komplett verlieren, werden von Engineering-Teams nicht respektiert und scheitern an Architektur-Entscheidungen. Realistische Empfehlung: Side-Projekte am Wochenende, neue Frameworks experimentell ausprobieren, Open-Source-Beiträge. Mindestens 5–10 % der Arbeitszeit für aktiven Tech-Kontakt einplanen.
Im DACH-Raum: Nein, nicht zwingend. Anders als in den USA, wo MBA-Abschlüsse für Top-Management oft erwartet werden, ist im deutschen Markt nachweisbare Engineering- und Führungserfahrung wichtiger als ein MBA. Ausnahme: In sehr internationalen Konzernen oder bei US-getriebenen Scale-ups kann ein MBA die Karriere beschleunigen. Empfehlung: Statt MBA kann ein gezielter Executive-Education-Kurs an INSEAD, ESMT Berlin oder Mannheim Business School ähnliche Wirkung haben – mit deutlich geringerem Zeit- und Kostenaufwand. Wichtiger als der Abschluss ist der Aufbau eines starken Peer-Netzwerks.
Mitgründer-CTOs (Co-Founder): typisch 15–35 % Equity, je nach Beitrag und Verhandlung. Frühe CTO-Hires (vor Series A, ohne Mitgründerstatus): 1–5 %. Spätere CTO-Hires (Series A bis B): 0,5–2 %. Series C oder später: 0,1–1 %. Wichtig: ESOPs und VSOPs in Deutschland sind steuerlich anders strukturiert als US-Stock-Options. Vor jeder Annahme sollte ein spezialisierter Steuerberater die konkrete Konstruktion bewerten – das Schicksal vieler Equity-Pakete entscheidet sich an der Vesting-Klausel und Cliff-Periode, nicht am Prozentsatz. Realistic Risk-Awareness: Die meisten Startup-Equities sind am Ende wertlos.
Ja, das passiert öfter als gedacht – allerdings mit klarer Entscheidung. Es gibt mehrere realistische Wege zurück: Wechsel in eine Principal-Engineer-Rolle bei großen Tech-Firmen (sehr gut bezahlt, weniger Politik, mehr Tech-Tiefe). Gründung eines eigenen Tech-Beraters oder Software-Studios. Übergang in eine Fractional-CTO-Rolle bei mehreren Startups. Rückkehr ins Coding bei einer Bohlken-Mandatsanfrage als Tech Lead in spezialisiertem Bereich (selten, aber möglich). Was nicht mehr realistisch ist: Senior Engineer-Rolle bei einem klassischen Konzern – die Lücke ist meist zu groß. Wichtig: Diese Entscheidung sollte aktiv gefällt werden, nicht aus CTO-Burnout heraus.
Jan Bohlken besetzt seit über 25 Jahren CTO- und Head-of-Engineering-Mandate quer durch DAX-Konzerne, Mittelstand und Tech-Scale-ups. In der Headhunting-Praxis gehören diese Rollen zu den schwierigsten Suchen – weil die Kombination aus technischer Tiefe, Vorstandsreife, Führungsfähigkeit und unternehmerischem Denken extrem selten am Markt ist. Wer in diese Rolle wechseln will, sollte mehr als nur die Stellenanzeige lesen: Eine ehrliche Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeitsstruktur entscheidet über Erfolg oder Scheitern. Das Profiling Institut ist DIN 33430 zertifiziert und an 7 Standorten bundesweit tätig.
DIN 33430 zertifiziertDiplom-SozioökonomnfbDGfKdvb25+ Jahre Headhunting
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