Aktuell · Täglich aktualisiert · Studienjahr 2025/2026

Freie duale Studienplätze 2025/2026
Duales Studium finden & bewerben

Über 113.500 duale Studienplätze in Deutschland — finden Sie Ihren Wunsch-Praxispartner in 1.824 dualen Studiengängen. Aktuelle Stellen aus allen Branchen, ergänzt durch wissenschaftlich fundierte Studienberatung.

113.526
Duale Studierende in Deutschland (BIBB 2024)
1.824
Duale Studiengänge bundesweit
52.000+
Kooperationsangebote der Unternehmen

Stellenmarkt

Aktuelle freie duale Studienplätze 2025/2026

Täglich neue duale Studiengänge in Wirtschaft, Technik, IT, Sozialwesen, Pflege u.v.m. — direkt von Unternehmen ausgeschrieben

Live-Stellen Bundesweit

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Duales Studium 2025/2026

Was ist ein duales Studium — und warum entscheiden sich immer mehr Schulabsolventen dafür?

Das duale Studium kombiniert ein wissenschaftliches Hochschulstudium mit einer praktischen Ausbildung im Unternehmen. Theoriephasen an der Hochschule wechseln sich mit Praxisphasen beim Kooperationsunternehmen ab. Das Modell wurde Mitte der 1970er Jahre in Baden-Württemberg entwickelt — heute studieren bundesweit über 113.500 junge Menschen dual (BIBB 2024).

Anders als beim klassischen Vollzeitstudium sind Sie als dualer Student von Tag 1 an Teil eines Unternehmens: Sie erhalten ein Ausbildungs- oder Praktikantengehalt, sammeln über die gesamte Studiendauer praktische Berufserfahrung und sind nach Abschluss bei mehr als 80 % der Praxispartner direkt übernahmefähig.

Die Auswahl ist enorm: 1.824 duale Studiengänge an Fachhochschulen, dualen Hochschulen, Berufsakademien und Universitäten — kombiniert mit rund 52.000 Kooperationsangeboten deutschlandweit. Vom Maschinenbau über BWL und Informatik bis zur Pflegewissenschaft und Sozialen Arbeit findet sich für nahezu jedes Interessensprofil ein passender Weg.

Wichtig: Die Wahl des richtigen dualen Studiengangs UND des passenden Praxispartners entscheidet maßgeblich über Ihren Karrierestart. Unsere Studienberatung hilft Ihnen, beides systematisch zu durchdenken — bevor Sie sich auf Studienplätze bewerben.

Aktuelle Zahlen zum dualen Studium (BIBB 2024)

• Duale Studiengänge in DE: 1.824
• Dual Studierende: 113.526
• Praxispartner-Kooperationen: ~52.000
• Praxisintegrierende Studiengänge: 990 (~75.522 Studierende)
• Ausbildungsintegrierende Studiengänge: 565 (~24.637 Studierende)
• Übernahmequote nach Abschluss: > 80 %
• Beliebteste Fachrichtung (nach Studierenden): Wirtschaftswissenschaften (53 %)
Quelle: Hofmann/Groten/König (2025): AusbildungPlus. Duales Studium in Zahlen 2024, BIBB; Stichtag 28.02.2024

Tipp: Vor der Bewerbung lohnt sich unsere Studienwahl-Analyse — sie zeigt wissenschaftlich fundiert, welche Fachrichtung wirklich zu Ihnen passt.

Studienformen

Die drei Formen des dualen Studiums im Überblick

Nicht jedes duale Studium funktioniert gleich. Drei Hauptformen haben sich etabliert — sie unterscheiden sich vor allem darin, ob Sie zusätzlich zum Bachelor einen anerkannten Ausbildungsabschluss erwerben.

Ausbildungsintegrierend

Die klassische Variante: Vollwertige Berufsausbildung (z. B. Industriekaufmann/-frau, Fachinformatiker/in) kombiniert mit einem Bachelorstudium. Sie erhalten am Ende zwei anerkannte Abschlüsse — Ausbildungsabschluss + Bachelor.

565 Studiengänge · ~24.600 Studierende

Berufsintegrierend / -begleitend

Für Berufstätige und Quereinsteiger: Studium parallel zur Festanstellung — meist abends und am Wochenende. Sehr gefragt für Weiterqualifizierung. Auch in unserer Beruflichen Neuorientierung ein häufiges Thema.

Weiterbildung

Sonderform Triales Studium: Eine seltene aber spannende Variante kombiniert eine handwerkliche Ausbildung mit Meisterprüfung UND Bachelor. Sie verlassen das Studium mit drei Abschlüssen (Geselle, Meister, Bachelor) und sind besonders im Mittelstand und Handwerk hochgefragt.

Vorteile des dualen Studiums

Warum sich Schulabsolventen für ein duales Studium entscheiden

Die Studie „Das duale Studium aus Sicht der Studierenden" (W. Hesser & B. Langfeldt) hat die wichtigsten Entscheidungsgründe junger Menschen für ein duales Studium ermittelt. Drei Hauptmotive dominieren klar:

72%
Stärkerer Berufs- und PraxisbezugTheorie und Praxis verzahnt — direkter Transfer in den Berufsalltag
67%
Geld verdienen während des StudiumsEigenes Einkommen ab Tag 1 — finanzielle Unabhängigkeit von Anfang an
66%
Gute ArbeitsmarktchancenSehr hohe Übernahmequoten und attraktive Karriereaussichten nach Abschluss
15%
Kleine StudiengruppenIntensive Betreuung statt überfüllter Massenvorlesungen wie an Großunis
13%
Strukturiertes StudiumKlarer Lehrplan und feste Zeitstruktur — kein Studieren ins Blaue
5%
Praxisorientierte DozentenLehrende mit echter Berufserfahrung statt rein theoretischer Hochschullehrer
Was duale Studierende besonders schätzen

Über alle drei Hauptmotive hinweg zeigt sich: Wer sich für ein duales Studium entscheidet, sucht Klarheit über die berufliche Zukunft — schon während des Studiums. Diese Strukturiertheit passt besonders gut zu Schulabgängern, die nach dem Abi nicht „erstmal ins Blaue studieren" möchten, sondern einen klaren Plan haben.

Fachrichtungen (BIBB 2024)

Die wichtigsten Fachrichtungen im dualen Studium

Fast 90 % aller dualen Studierenden konzentrieren sich auf drei Fachrichtungen: Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwesen und Gesundheitswesen. Die aktuelle Verteilung dualer Studierender nach Fachrichtungen 2024 zeigt: Wirtschaftswissenschaften dominiert deutlich.

53%

Wirtschaftswissenschaften

60.106 dual Studierende · BWL, VWL, Wirtschaftsinformatik, International Business — die mit Abstand größte Gruppe

37%

Ingenieurwissenschaften

42.552 dual Studierende · Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen — größte Vielfalt an Studiengängen (869)

8%

Gesundheitswissenschaften

8.580 dual Studierende · Pflegewissenschaft, Therapiewissenschaften, Gesundheitsmanagement — am stärksten wachsendes Segment

~ 2%

Sozial- & Erziehungswissenschaften

Soziale Arbeit, Frühpädagogik, Heilpädagogik — wachsende Nachfrage durch Fachkräftemangel im sozialen Sektor

< 1%

Weitere Fachrichtungen

Informatik, Kunst, Mathematik/Naturwissenschaften, Sport, Geisteswissenschaften — kleinere Segmente mit Spezialprofilen

Quelle: Hofmann/Groten/König (2025): AusbildungPlus. Duales Studium in Zahlen 2024, BIBB. Verteilung dualer Studierender in der Erstausbildung nach Fächergruppen (neue Fächersystematik BIBB 2021), Stichtag 28.02.2024.

Top-Kombinationen

Die 20 Ausbildungsberufe mit den meisten dualen Studiengängen

Beim ausbildungsintegrierenden dualen Studium kombinieren Sie einen klassischen Ausbildungsberuf mit einem Bachelorstudium. Diese 20 Ausbildungsberufe bieten die meisten Kombinationsmöglichkeiten mit dualen Studiengängen — von hier aus haben Sie die maximale Wahlfreiheit.

Ausbildungsberuf Kombinierbare Studiengänge
1Industriemechaniker/in114
2Mechatroniker/in110
3Industriekaufmann/-frau89
4Fachinformatiker/in (alle Fachrichtungen)86
5Elektroniker/in (alle Fachrichtungen)65
6Kaufmann/-frau für Büromanagement65
7Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel55
8Bankkaufmann/-frau53
9Informatikkaufmann/-frau47
10Kaufmann/-frau für Spedition & Logistik47
11Technische/r Produktdesigner/in43
12Werkzeugmechaniker/in38
13Kaufmann/-frau im Einzelhandel35
14Zerspanungsmechaniker/in31
15Steuerfachangestellte/r29
16Anlagenmechaniker/in28
17IT-Systemelektroniker/in27
18Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen27
19Konstruktionsmechaniker/in27
20IT-Systemkaufmann/-frau26

Quelle: BIBB AusbildungPlus-Datenbank (vergleichbare BIBB-Auswertung). Die aktuelle BIBB-Publikation 2024 bestätigt: Industriemechaniker, Mechatroniker und kaufmännische Berufe führen das Ranking weiterhin an. Eine ausführliche Übersicht aller Ausbildungsberufe finden Sie auf unserer Seite Ausbildungsberufe im Überblick.

Regionale Verteilung

Freie duale Studienplätze nach Bundesland — wo gibt es die meisten?

Die regionale Verteilung freier dualer Studienplätze variiert deutlich. Baden-Württemberg bleibt als Geburtsland des dualen Studiums Spitzenreiter mit über 36.000 Studierenden. Nordrhein-Westfalen und Bayern folgen auf den Plätzen 2 und 3. Die BIBB-Auswertung 2024 bestätigt diese Reihenfolge — Bayern führt zugleich bei der Vielfalt der Studiengang-Angebote. Wer wissen will, welche Hochschulen pro Bundesland besonders stark sind, findet die Top-Anbieter in unserem Ranking duale Studiengänge 2026.

🥇 Baden-Württemberg
36.212
duale Studierende · 282 Studiengänge
🥈 Nordrhein-Westfalen
16.729
duale Studierende · 306 Studiengänge
🥉 Bayern
8.055
duale Studierende · 359 Studiengänge
Saarland
7.727
duale Studierende · 18 Studiengänge
Sachsen
6.847
duale Studierende · 103 Studiengänge
Hessen
6.337
duale Studierende · 142 Studiengänge
Niedersachsen
5.111
duale Studierende · 96 Studiengänge
Berlin
4.922
duale Studierende · 55 Studiengänge
Rheinland-Pfalz
4.790
duale Studierende · 84 Studiengänge
Schleswig-Holstein
4.029
duale Studierende · 39 Studiengänge
Hamburg
3.354
duale Studierende · 44 Studiengänge
Thüringen
2.068
duale Studierende · 49 Studiengänge
Brandenburg
755
duale Studierende · 35 Studiengänge
Bremen
751
duale Studierende · 14 Studiengänge
Sachsen-Anhalt
299
duale Studierende · 24 Studiengänge
Mecklenburg-Vorpommern
216
duale Studierende · 15 Studiengänge

Quelle: BIBB AusbildungPlus-Datenbank. Hinweis: Bayern bietet mit 359 Studiengängen das größte Angebot in Deutschland, Baden-Württemberg führt bei der Studierendenzahl. Detaillierte Bundesländer-Daten 2024 in: Hofmann/Groten/König (2025), Tabelle 11.

Bewerbungsstrategie

In 7 Schritten zum dualen Studienplatz 2025/2026

Die Bewerbung für ein duales Studium ist anspruchsvoller als eine reine Ausbildungs- oder Studienbewerbung — Sie bewerben sich faktisch doppelt: bei der Hochschule UND beim Unternehmen. Diese Schritte führen Sie systematisch zum Ziel.

1

Eignung und Interessen klären

Ein duales Studium ist intensiv — Vollzeit-Studium plus Vollzeit-Job. Klären Sie vorab, ob diese Doppelbelastung zu Ihnen passt. Unser Studienwahltest und der Berufswahltest für Schüler liefern wissenschaftliche Antworten.

2

Fachrichtung, Studiengang und Hochschule auswählen

BWL, Maschinenbau, Informatik, Soziale Arbeit — die Auswahl ist riesig. Nutzen Sie unsere Studienberatung und die Studienwahl-Übersicht, um systematisch die passende Fachrichtung zu finden. Welche Hochschulen besonders stark im dualen Studium sind, zeigt unser Ranking duale Studiengänge 2026 mit den Top-Anbietern Deutschlands.

3

Praxispartner-Unternehmen identifizieren

Erstellen Sie eine Liste von 15–25 attraktiven Kooperationsunternehmen. Nutzen Sie unsere Jobbörse oben sowie AusbildungsPlus, IHK-Lehrstellenbörse und die Karriereseiten von Zielunternehmen.

4

Bewerbungsunterlagen erstellen

Anschreiben, Lebenslauf und Zeugniskopien — auf das Unternehmen zugeschnitten. Anders als bei einer reinen Ausbildungsbewerbung zählt zusätzlich Ihr akademisches Potenzial. Lassen Sie sich beim Bewerbungscoaching unterstützen.

5

Frühzeitig bewerben — idealerweise 12 Monate vorher

Viele Konzerne und große Mittelständler schließen die Bewerbungsphase für duale Studienplätze bereits 9–12 Monate vor Studienbeginn. Bewerben Sie sich also idealerweise im Spätsommer/Herbst des Vorjahres.

6

Auswahlverfahren erfolgreich absolvieren

Viele Praxispartner setzen Online-Tests, Assessment Center oder strukturierte Interviews ein. Bereiten Sie sich auf logische Tests, Soft-Skill-Übungen und Präsentationsaufgaben vor. Vorab-Training erhöht Ihre Erfolgschance deutlich.

7

Hochschulplatz absichern und Vertrag verhandeln

Nach der Unternehmenszusage folgt die Einschreibung an der kooperierenden Hochschule. Prüfen Sie den Ausbildungs- bzw. Studienvertrag genau — Vergütung, Übernahmeklausel, Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch.

Vergütung

Was verdient man im dualen Studium?

Das Ausbildungs- oder Praktikantengehalt im dualen Studium ist branchenabhängig. Hier eine realistische Übersicht des durchschnittlichen Bruttogehalts im ersten Studienjahr — Beträge steigen meist jährlich um 100–200 €.

Banken & Versicherungen1.250 €
Automobil & Maschinenbau1.200 €
Chemie & Pharma1.200 €
IT & Software1.100 €
Öffentlicher Dienst1.080 €
Logistik & Transport1.050 €
Handel & E-Commerce1.000 €
Bauwirtschaft980 €
Pflege & Gesundheit950 €
Tourismus & Hotellerie880 €
Soziale Arbeit / NGO850 €
Medien & Kreativbranche800 €
Steigerung über die Studienzeit

Die Vergütung steigt typischerweise jährlich. In großen Konzernen liegt das Gehalt im 3. Studienjahr bei 1.300–1.500 €/Monat. Nach Abschluss starten duale Absolventen häufig mit 42.000–55.000 €/Jahr — also auf demselben Niveau wie klassische Bachelor-Absolventen, aber mit 3 Jahren Berufserfahrung im Lebenslauf.

Häufige Fehler

6 typische Fehler bei der Bewerbung um einen dualen Studienplatz

Aus über 25 Jahren Studienberatung kennen wir die typischen Stolperfallen. Diese Fehler kosten Bewerber jedes Jahr ihre Wunsch-Studienplätze.

Zu spät beworben

Bewerbungsfristen großer Konzerne enden oft schon 12 Monate vor Studienbeginn. Wer im Mai nach einem dualen Studienplatz für Oktober sucht, hat meist keine Chance mehr.

✔ Lösung: Spätestens 12 Monate vorher mit der Recherche starten

Falsche Fachrichtung gewählt

Wer BWL studiert, weil „man damit alles machen kann", bricht häufig nach 1–2 Semestern ab. Die Wahl muss zu Ihrer Persönlichkeit passen.

✔ Lösung: Wissenschaftlich fundierte Studienwahl-Analyse

Standard-Bewerbung an alle

50 identische Bewerbungen bringen weniger als 15 individuell zugeschnittene. Recruiter erkennen Massenbewerbungen auf den ersten Blick.

✔ Lösung: Pro Unternehmen mind. 30 Min. Recherche investieren

Online-Tests unterschätzt

Viele Konzerne setzen anspruchsvolle Eignungstests ein (kognitive Fähigkeiten, Mathematik, Sprachen). Wer unvorbereitet hineingeht, scheitert fast immer.

✔ Lösung: Mind. 4 Wochen Test-Training vor Bewerbungen

Praxispartner gewählt, Hochschule egal

Manche Bewerber konzentrieren sich nur auf das Unternehmen. Aber: An welcher Hochschule Sie studieren, prägt Lehre, Reputation und spätere Karrierechancen mit.

✔ Lösung: Beide Partner gleich gewichten — vergleichen Sie Hochschulen im Ranking duale Studiengänge

Übernahmeklausel ignoriert

Manche Verträge enthalten Klauseln zur Übernahmepflicht nach dem Studium („Rückzahlungsklausel bei Kündigung"). Wer das nicht prüft, ist später überrascht.

✔ Lösung: Vertrag vor Unterschrift juristisch prüfen lassen

Unsicher, welches duale Studium zu Ihnen passt?

Wissenschaftlich fundierte Studienberatung — DIN 33430 zertifiziert. 7 Standorte deutschlandweit oder bequem online. Über 25 Jahre Erfahrung in der Studien- und Berufswahlberatung.

✔ DIN 33430 zertifiziert ✔ 7 Standorte DE-weit ✔ Auch online verfügbar ✔ nfb · DGfK · dvb Mitglied

Häufige Fragen

FAQ: Freie duale Studienplätze 2025/2026

Die meistgestellten Fragen rund um duales Studium, Bewerbung und Studienplatzsuche — beantwortet von unseren Studien- und Karriereberatern.

Ein duales Studium kombiniert ein wissenschaftliches Hochschulstudium mit einer praktischen Tätigkeit in einem Unternehmen — dem sogenannten Praxispartner. Sie wechseln zwischen Theoriephasen an der Hochschule und Praxisphasen im Unternehmen (typischerweise 3-Monats-Blöcke oder wöchentliches Pendeln).

Im Vergleich zum klassischen Vollzeitstudium haben Sie als dualer Studierender:

  • Ein monatliches Ausbildungsgehalt ab Tag 1 (800–1.250 €/Monat)
  • Eine vertraglich vereinbarte Praxisphase über die gesamte Studienzeit
  • Sehr hohe Übernahmechancen (> 80 %) nach Abschluss
  • Eine intensivere Arbeitsbelastung — kaum Semesterferien, da Praxisphasen genutzt werden

Der Bachelor-Abschluss ist gleichwertig zum klassischen Studium und international anerkannt.

Die formalen Voraussetzungen sind in der Regel:

  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder Fachhochschulreife — je nach Hochschule
  • An manchen Hochschulen genügt auch eine fachgebundene Hochschulreife oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Berufserfahrung
  • Mindestens befriedigende Noten in Mathematik, Deutsch und Englisch — wichtig für die Unternehmensbewerbung

Darüber hinaus achten Praxispartner stark auf Soft Skills: Eigeninitiative, Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Lernbereitschaft. Diese werden im Auswahlverfahren überprüft.

Tipp: Praktische Erfahrung durch Praktika, Nebenjobs oder Ehrenämter erhöht Ihre Chancen erheblich.

Das Ausbildungsgehalt im dualen Studium hängt stark von Branche, Unternehmensgröße und Region ab. Durchschnittliche Bruttogehälter im ersten Studienjahr:

  • Banken & Versicherungen: 1.150–1.350 €/Monat
  • Automobil & Maschinenbau: 1.100–1.300 €/Monat
  • Chemie & Pharma: 1.100–1.300 €/Monat
  • IT & Software: 1.000–1.250 €/Monat
  • Handel & Logistik: 900–1.100 €/Monat
  • Soziales & Pflege: 800–1.050 €/Monat

Die Vergütung steigt jährlich um 100–200 €. Zusätzlich übernehmen viele Unternehmen die Studiengebühren, was über 3 Jahre einen weiteren Wert von 5.000–12.000 € darstellt.

Die Bewerbungsfristen sind beim dualen Studium oft deutlich früher als beim klassischen Studium. Faustregel:

  • Große Konzerne (Automotive, Banken, Konzerne): Bewerbungsschluss meist September–Dezember des Vorjahres für Studienstart im Oktober
  • Mittelständische Unternehmen: häufig Januar–April des Studienjahres
  • Kleinere Praxispartner: oft bis kurz vor Studienbeginn — bis Juni/Juli möglich

Ideal ist eine Bewerbung 10–12 Monate vor Studienbeginn. Wer im Herbst 2025 startet, sollte spätestens im Spätsommer/Herbst 2024 mit ersten Bewerbungen begonnen haben.

In unserer Jobbörse oben finden Sie aktuelle Stellen mit konkreten Bewerbungsfristen.

Vorteile

  • Eigenes Einkommen ab Tag 1 — finanzielle Unabhängigkeit
  • Intensive Praxiserfahrung parallel zur Theorie
  • Sehr hohe Übernahmequote (> 80 %)
  • Klare Berufsperspektive bereits während des Studiums
  • Oft Übernahme der Studiengebühren durch den Praxispartner
  • Frühzeitiger Aufbau eines beruflichen Netzwerks

Nachteile

  • Sehr hohe Arbeitsbelastung — kaum echte Semesterferien
  • Weniger Freiheit als an einer klassischen Uni
  • Eingeschränkte Auslandssemester-Möglichkeiten
  • Frühe Festlegung auf Branche/Unternehmen — Wechsel später aufwändiger
  • Eventuelle Rückzahlungsklausel bei vorzeitiger Kündigung

Für eine individuelle Bewertung lohnt sich eine professionelle Studienberatung.

Ja — der duale Bachelor-Abschluss ist vollwertig anerkannt und qualifiziert Sie für jedes Masterprogramm in Deutschland und international. Sie haben grundsätzlich drei Optionen:

  • Vollzeit-Master: Klassisches Masterstudium in Vollzeit nach dem dualen Bachelor
  • Berufsbegleitender Master: Master parallel zur Festanstellung beim ehemaligen Praxispartner
  • Dualer Master: Zweite duale Phase — kombiniert Praxis und Vertiefungsstudium

Wichtig: Sprechen Sie den Master-Wunsch frühzeitig mit Ihrem Praxispartner ab. Viele Unternehmen unterstützen Masterstudien finanziell und zeitlich.

Ein Abbruch ist möglich, aber meist mit Konsequenzen verbunden:

  • Rückzahlungsklauseln: Viele Verträge sehen vor, dass Sie die Studiengebühren teilweise oder vollständig zurückzahlen müssen, wenn Sie vor Studienende kündigen
  • Übernahmebindung: Manche Verträge verpflichten Sie nach Abschluss zu 1–3 Jahren beim Praxispartner
  • Lücke im Lebenslauf: Ein Abbruch sollte bei künftigen Bewerbungen sauber begründet werden

Bevor Sie abbrechen, lohnt sich eine professionelle Beratung. Unsere Berufliche Neuorientierung hat schon vielen Studierenden bei dieser Entscheidung geholfen und passende Alternativen aufgezeigt.

Die wichtigsten Anlaufstellen für freie duale Studienplätze:

  • Unsere Jobbörse oben — täglich aktualisiert, von Jobware bereitgestellt
  • BIBB-Datenbank AusbildungPlus
  • IHK-Lehrstellenbörse
  • Karriereseiten von Zielunternehmen direkt
  • Spezialisierte Portale wie wegweiser-duales-studium.de

Parallel sollten Sie eine Liste Ihrer Wunschunternehmen erstellen und dort direkt nach dualen Studienplätzen suchen — viele Mittelständler schreiben nicht aktiv auf großen Portalen aus.

Ja — eine professionelle Studienberatung zahlt sich nachweislich aus. Schulabsolventen, die unsere DIN 33430-zertifizierte Studienberatung in Anspruch nehmen, brechen ihr duales Studium deutlich seltener ab und sind langfristig zufriedener mit der Wahl.

Eine fundierte Beratung klärt vor der Bewerbung:

  • Welche Fachrichtung passt zu meiner Persönlichkeit und meinen Stärken?
  • Ist das duale Studium grundsätzlich die richtige Form für mich — oder besser klassisches Studium oder Ausbildung?
  • Welche Branchen und Unternehmensgrößen passen zu meiner Vorstellung von Arbeitsumfeld?
  • Welche langfristigen Karriereperspektiven entstehen?

Die Potenzialanalyse ergänzt die Beratung mit wissenschaftlicher Eignungsdiagnostik nach DIN 33430.

Über den Autor

Jan Bohlken, Diplom-Sozioökonom und Gründer des Profiling Instituts

Jan Bohlken

Diplom-Sozioökonom · Gründer & Geschäftsführer · Profiling Institut

Jan Bohlken ist einer der erfahrensten Karriere- und Studienberater Deutschlands. Mit über 25 Jahren Berufserfahrung im Headhunting (Bohlken Consulting) und der zertifizierten Beratung (Profiling Institut) kennt er den deutschen Bildungs- und Arbeitsmarkt aus zwei Perspektiven: als Executive Search Experte, der Unternehmen beim Finden von Talenten berät, und als Berater, der junge Menschen bei Studien- und Karriereentscheidungen begleitet.

Er ist Gründer des Profiling Instituts mit 7 Standorten in Deutschland und führt als einer von wenigen deutschen Beratern eine DIN 33430-zertifizierte Eignungsdiagnostik durch. Jan Bohlken ist Mitglied im Nationalen Forum Beratung (nfb), der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung (DGfK) und dem deutschen Verband für Bildungsberatung (dvb).

DIN 33430 zertifiziert nfb Mitglied DGfK Mitglied dvb Mitglied 25+ Jahre Erfahrung 7 Standorte DE-weit

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026 · Aktuelle Zahlen aus: Hofmann, S., Groten, N. & König, M. (2025). AusbildungPlus. Duales Studium in Zahlen 2024. Analysen und Trends. Bonn: BIBB · Studienberatung anfragen