Duale Ausbildung · 3 Jahre · Bahntarif1.357–1.583 € Vergütung bei der DB

Lokführer/in werden: Ausbildung, Gehalt und Karriere

Der Kindheitstraum mit harten Fakten: 1.357 bis 1.583 Euro Ausbildungsvergütung, schrittweise 35-Stunden-Woche und massiver Fachkräftemangel. Dafür Schichtdienst, medizinische und psychologische Eignungsprüfung und ein Mindestalter für den Triebfahrzeugführerschein. Wir zeigen Aufgaben, Voraussetzungen und Perspektiven.

3 Jahre
Verkürzung auf 2 Jahre möglich
1.357–1.583 €
Ausbildungsvergütung bei der DB 2026
35-Stunden-Woche
Schrittweise ohne Entgeltreduzierung
RCI
RIASEC-Interessencode
Steckbrief

Kurzüberblick: Eisenbahner/in im Betriebsdienst – Lokführer/in und Transport

Eisenbahnerinnen und Eisenbahner im Betriebsdienst der Fachrichtung Lokführer und Transport führen Triebfahrzeuge im Personen- und Güterverkehr. Sie prüfen Fahrzeuge vor der Fahrt, rangieren, stellen Züge zusammen, beobachten Signale und Strecke und handeln bei Betriebsstörungen. Seit dem Ausbildungsjahr 2022 ist die Fachrichtung vollständig eigenständig; die frühere Fachrichtung Fahrweg wurde zum eigenen Beruf.

Ausbildungsdauer3 Jahre, Verkürzung auf 2 Jahre möglich
LernortEisenbahnverkehrsunternehmen plus Berufsschule
RechtsgrundlageEigene Ausbildungsverordnung, Fachrichtungen seit 2022 getrennt
AbschlussAbschlussprüfung plus Triebfahrzeugführerschein
VergütungBei der DB 1.357 bis 1.583 € je nach Ausbildungsjahr
EinsatzorteDB, private Eisenbahnunternehmen, S- und U-Bahn, Werksbahnen
ZugangMindestens Realschulabschluss, Mindestalter beachten
PerspektiveAusbilder, Lehrlokführer, Disposition, Studium
Arbeitsalltag

Aufgaben & Arbeitsalltag

Der Alltag ist verantwortungsvoll und einsam zugleich: Sie sitzen allein im Führerstand und tragen Verantwortung für Hunderte Fahrgäste oder tonnenschwere Fracht. Die Verantwortung ist mit der eines Piloten vergleichbar – und die Arbeitszeiten liegen dort, wo Züge fahren: rund um die Uhr.

01

Triebfahrzeuge führen

Züge im Nah-, Fern- oder Güterverkehr sicher, pünktlich und energieeffizient steuern.

02

Fahrzeuge prüfen

Vor jeder Fahrt Bremsen, Sicherheitseinrichtungen und Funktionen kontrollieren und Bremsproben durchführen.

03

Rangieren und Züge bilden

Wagen kuppeln, Züge in der erforderlichen Zusammensetzung bereitstellen und Rangierfahrten durchführen.

04

Signale und Strecke beobachten

Signalbegriffe erfassen, Geschwindigkeiten einhalten und Sicherheitssysteme bedienen.

05

Bei Störungen handeln

Fehler eingrenzen, Notfallmaßnahmen einleiten, mit der Leitstelle kommunizieren und Fahrgäste informieren.

06

Dokumentieren

Fahrten, Vorkommnisse und Prüfungen nach den betrieblichen Vorschriften festhalten.

Tarif & Zugang

Was den Beruf 2026 attraktiv macht – und welche Hürden es gibt

Der Tarifabschluss bei der Deutschen Bahn hat den Beruf spürbar aufgewertet: Vereinbart wurde die schrittweise Einführung der 35-Stunden-Woche ohne Entgeltreduzierung. Auch Auszubildende profitierten – neben einer deutlichen Erhöhung der Vergütung haben Auszubildende mit Fahrtätigkeit seit August 2024 Anspruch auf die Verpflegungspauschale. Dem stehen klare Zugangshürden gegenüber.

Eignungsuntersuchung

Zum Auswahlprozess gehört eine medizinische und psychologische Eignungsuntersuchung. Geprüft werden unter anderem Seh- und Hörvermögen, Reaktionsvermögen, Konzentration und Belastbarkeit.

Mindestalter für den Führerschein

Der Triebfahrzeugführerschein wird erst ab einem Mindestalter erteilt – in der Regel mit 20 Jahren. Wer sehr früh startet, erwirbt ihn entsprechend am Ende der Ausbildung.

Fachkräftemangel als Chance

Lokführer werden bundesweit dringend gesucht – bei der DB, bei privaten Eisenbahnunternehmen, im S- und U-Bahn-Bereich und bei Industrieunternehmen mit eigener Werksbahn.

Lerninhalte

Ausbildungsinhalte: Was in den drei Jahren vermittelt wird

Die Ausbildung verbindet Fahrzeugtechnik, Betriebsvorschriften und Fahrpraxis. Der regelgebundene Anteil ist hoch: Im Bahnbetrieb entscheidet die exakte Einhaltung von Vorschriften über Sicherheit.
01

Eisenbahnbetrieb

Regeln für Zug- und Rangierfahrten, Betriebsverfahren und Kommunikation mit der Leitstelle.

02

Signaltechnik

Signalbegriffe, Sicherungssysteme, Zugbeeinflussung und Verhalten bei Störungen.

03

Fahrzeugtechnik

Aufbau und Funktion von Triebfahrzeugen, Bremssysteme, Bremsproben und Fehlersuche.

04

Fahrpraxis

Schulung auf Simulatoren und auf echten Strecken mit unterschiedlichen Zugtypen.

05

Rangieren und Zugbildung

Kuppeln, Wagenreihung, Bremsberechnung und Bereitstellung von Zügen.

06

Rechtliche Grundlagen

Eisenbahnrecht, Sicherheitsvorschriften, Arbeits- und Ruhezeiten.

07

Notfallmanagement

Verhalten bei Unfällen, Personenschäden und technischen Störungen einschließlich Nachsorge.

08

Energieeffizientes Fahren

Fahrweise, die Energie spart und Verschleiß reduziert – zunehmend wichtiger Ausbildungsinhalt.

Selbstcheck

Passt der Beruf zu mir?

Der Beruf verlangt Konzentration über lange Zeiträume, absolute Regeltreue und die Fähigkeit, allein zu arbeiten. Hinzu kommt eine besondere Belastung, über die selten gesprochen wird: die mögliche Konfrontation mit Personenschäden im Gleis. Genau diese Passungsfrage lässt sich nicht am Schreibtisch beantworten. In einer Berufsberatung wird sie mit wissenschaftlich validierten Verfahren geprüft – bevor eine Bewerbung geschrieben wird.

Formale Voraussetzungen

  • Mindestens ein Realschulabschluss wird in der Regel erwartet
  • Gute Noten in Mathematik und Physik
  • Medizinische und psychologische Eignungsuntersuchung
  • Mindestalter für den Triebfahrzeugführerschein beachten
  • Uneingeschränktes Farbsehen für Signalerkennung
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst

Persönliche Eigenschaften

  • Dauerhafte Konzentration – auch nach Stunden am Steuer
  • Absolute Regeltreue bei Signalen und Vorschriften
  • Ruhe und Entscheidungsfähigkeit in Notfallsituationen
  • Bereitschaft, allein zu arbeiten
  • Zuverlässigkeit bei Schichtplanung
  • Psychische Belastbarkeit bei Extremereignissen
R
C
I

RIASEC-Profil: RCI – Realistic · Conventional · Investigative

Der Beruf verbindet praktisch-technisches Bedienen von Fahrzeugen (R) mit strikt vorschriftengebundener Arbeitsweise (C) und technischer Fehleranalyse bei Störungen (I).

Das C ist im Bahnbetrieb sicherheitsrelevant: Vorschriften werden nicht abgewogen, sondern befolgt. Wer eigene Wege sucht, ist hier fehl am Platz. Ihren persönlichen Code ermitteln Sie kostenlos im Berufswahltest.

Fahren oder steuern?

Lokführer fährt den Zug, die Zugverkehrssteuerung lenkt den Verkehr. Beide Berufe sind seit 2022 getrennt. Der Berufswahltest hilft weiter.

Berufswahltest starten →
Verdienst

Gehalt: Vergütung in der Ausbildung & Einstiegsgehalt

Die Vergütung gehört zu den höchsten überhaupt. Eine aktuelle Ausschreibung der Deutschen Bahn für den Ausbildungsstart 2026 nennt 1.357 bis 1.583 Euro monatlich je nach Ausbildungsjahr – deutlich über der gesetzlichen Mindestvergütung.

Vergütung und Rahmenbedingungen

Merkmal
Ausgestaltung
Hinweis
Bedeutung
Ausbildungsvergütung DB
1.357–1.583 €
je nach Ausbildungsjahr
weit über dem Minimum
Arbeitszeit
schrittweise 35 Stunden
ohne Entgeltreduzierung
historischer Tarifabschluss
Verpflegungspauschale
seit August 2024
für Azubis mit Fahrtätigkeit
zusätzliche Leistung
Gesetzliches Minimum 2026
724 / 854 / 977 €
nach § 17 BBiG
wird deutlich überschritten

Maßgeblich sind die Tarifverträge der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Unternehmen, die keinem dieser Tarifwerke angehören, sind nicht daran gebunden und können abweichend vergüten – fragen Sie bei privaten Eisenbahnunternehmen gezielt nach der Tarifbindung.

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung liegt das Einkommen im oberen Bereich der gewerblich-technischen Berufe. Zur Grundvergütung kommen Schicht-, Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge, die das Nettoeinkommen erheblich erhöhen. Der Fachkräftemangel ist ausgeprägt: Lokführer werden bundesweit gesucht, auch von privaten Eisenbahnunternehmen und Industrieunternehmen mit eigener Werksbahn.

Einstieg
oberes Segment
Der gewerblich-technischen Berufe
Mit Zuschlägen
deutlich höher
Schicht, Nacht, Sonn- und Feiertag
Mit Zusatzqualifikation
oberes Segment
Lehrlokführer, Ausbilder, Disposition
Ausbildungsablauf

Ausbildungsablauf: Theorie, Simulator, Führerstand

Die dreijährige Ausbildung beginnt mit einer fundierten theoretischen Grundausbildung und führt über Simulatorschulungen zu Fahrten auf echten Strecken.

1. Jahr

Theoretische Grundausbildung

Eisenbahnbetrieb, Sicherheitsvorschriften, Signaltechnik und rechtliche Grundlagen.

2. Jahr

Fahrzeugtechnik und Rangieren

Triebfahrzeugkunde, Bremstechnik, Rangierfahrten, Zugbildung und erste Simulatorschulungen.

Zwischenprüfung

Etwa nach der Hälfte

Schriftliche und praktische Aufgaben über die bisherigen Inhalte.

3. Jahr

Fahrpraxis

Begleitete Fahrten auf echten Strecken mit verschiedenen Zugtypen, Notfallmanagement und Streckenkunde.

Abschluss

Prüfung und Führerschein

Abschlussprüfung sowie Erwerb des Triebfahrzeugführerscheins bei Erreichen des Mindestalters.

Perspektiven

Karrierewege: Ausbilden, disponieren, studieren

Der Beruf bietet mehrere Richtungen: fachliche Vertiefung über zusätzliche Fahrzeug- und Streckenberechtigungen, den Wechsel in Ausbildung und Disposition – und damit auch eine körperlich und zeitlich entlastende Perspektive. Weil diese Wege sehr unterschiedliche Anforderungen stellen, lohnt eine frühe Standortbestimmung – etwa in einer Berufsberatung mit diagnostischer Grundlage.

Fachlich erweitern

Zusätzliche Berechtigungen erhöhen Einsatzbreite und Vergütung.

  • Weitere Fahrzeugbaureihen
  • Zusätzliche Streckenkenntnis
  • Gefahrgutbeförderung
  • Rangierbegleitung und Wagenprüfung

Ausbilden und begleiten

Erfahrene Lokführer werden dringend als Ausbilder gebraucht.

  • Lehrlokführer/in
  • Ausbildereignung (AEVO)
  • Prüfer im Betriebsdienst
  • Simulatortraining

Ins Büro wechseln

Betriebserfahrung ist in Steuerung und Planung sehr gefragt.

  • Disposition und Leitstelle
  • Fahrplanung
  • Betriebsplanung
  • Sicherheitsmanagement

Fortbildung und Studium

Auch akademische Wege stehen offen.

  • Meister/in für Bahnverkehr
  • Fachwirt/in Bahnbetrieb
  • B.Eng. Verkehrsingenieurwesen
  • Eisenbahnwesen
Ehrliche Bilanz

Pro & Contra: Stärken und Herausforderungen des Berufs

Wirtschaftlich einer der stärksten Ausbildungsberufe überhaupt – mit Belastungen, die man vorher kennen sollte.

Was für den Beruf spricht

  • Sehr hohe Ausbildungsvergütung von 1.357 bis 1.583 €
  • Schrittweise 35-Stunden-Woche ohne Entgeltreduzierung
  • Massiver Fachkräftemangel sichert die Nachfrage
  • Hohe Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz
  • Zuschläge erhöhen das Nettoeinkommen deutlich
  • Verkürzung auf zwei Jahre möglich

Was Sie wissen sollten

  • Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst ist die Regel
  • Medizinische und psychologische Eignungsprüfung als Hürde
  • Mindestalter für den Triebfahrzeugführerschein
  • Lange Phasen allein im Führerstand
  • Mögliche Konfrontation mit Personenschäden
  • Unregelmäßige Zeiten belasten das Privatleben
Abgrenzung

Lokführer vs. Zugverkehrssteuerung vs. Fachkraft im Fahrbetrieb

Drei Verkehrsberufe mit hoher Verantwortung – und sehr unterschiedlichem Arbeitsplatz.

Kriterium
Lokführer und Transport
Zugverkehrssteuerung
Fachkraft im Fahrbetrieb
Arbeitsplatz
Führerstand
Stellwerk und Leitstelle
Fahrzeug und Betrieb
Verkehrsmittel
Zug
Schienennetz gesamt
Bus, Tram, U-Bahn
Fahranteil
sehr hoch
keiner
hoch
Kundenkontakt
gering
keiner
sehr hoch
Schichtdienst
die Regel
die Regel
die Regel
Eignungsprüfung
medizinisch und psychologisch
medizinisch und psychologisch
medizinisch
RIASEC-Profil
RCI
CRI
RSC
Expertenstimmen

Einschätzung unserer Berater

Jan Bohlken

Jan Bohlken

Gründer & Geschäftsführer Profiling Institut · Dipl.-Sozioökonom

„Bei kaum einem Beruf klaffen Kindheitstraum und Realität so weit auseinander – und trotzdem lohnt er sich. Die Zahlen sind außergewöhnlich: 1.357 bis 1.583 Euro Ausbildungsvergütung, schrittweise 35-Stunden-Woche, massiver Fachkräftemangel. Die Realität heißt aber auch Schichtdienst, Nachtfahrten und viel Zeit allein. Wer das ehrlich mit Ja beantwortet, findet einen der wirtschaftlich stärksten Ausbildungsberufe überhaupt.“

Raphaela Peitsch

Raphaela Peitsch

Diplom-Psychologin · DGSF-zertifiziert

„Ich spreche bei diesem Beruf immer ein Thema an, das gern vermieden wird: die mögliche Konfrontation mit Personenschäden im Gleis. Das ist selten, aber real, und Lokführer sind darauf angewiesen, dass ihr Unternehmen professionelle Nachsorge bietet. Fragen Sie im Bewerbungsgespräch danach. Wer weiß, dass es Unterstützung gibt, trägt diese Verantwortung deutlich leichter.“

Häufige Fragen

Eisenbahner/in im Betriebsdienst – Lokführer/in und Transport – FAQ

Seit dem Ausbildungsjahr 2022 sind die früheren Fachrichtungen des Eisenbahners im Betriebsdienst vollständig voneinander getrennt. Zuvor differenzierten sich die Lerninhalte nach der Ausbildungsordnung von 2004 erst im Verlauf der Ausbildung. Heute gibt es zwei eigenständige Berufe: den Eisenbahner im Betriebsdienst, Fachrichtung Lokführer und Transport und den Eisenbahner in der Zugverkehrssteuerung mit eigener Ausbildungsverordnung. Die frühere Bezeichnung „Fachrichtung Fahrweg“ wird nicht mehr verwendet.

Sehr gut. Eine aktuelle Ausschreibung der Deutschen Bahn für den Ausbildungsstart 2026 nennt 1.357 bis 1.583 Euro monatlich je nach Ausbildungsjahr. Hinzu kommt seit August 2024 für Auszubildende mit Fahrtätigkeit ein Anspruch auf die Verpflegungspauschale. Maßgeblich sind die Tarifverträge von GDL und EVG; nicht tarifgebundene private Unternehmen können abweichen.

Für Ausbildungsverhältnisse, die 2026 beginnen, beträgt die Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG 724 € im ersten, 854 € im zweiten und 977 € im dritten Ausbildungsjahr. Sie darf nie unterschritten werden. Die tarifgebundenen Verkehrsunternehmen zahlen deutlich darüber.

In der Regel mindestens einen Realschulabschluss. Hinzu kommt eine medizinische und psychologische Eignungsuntersuchung im Auswahlprozess – geprüft werden unter anderem Seh- und Hörvermögen, Farbsehen, Reaktionsvermögen und Belastbarkeit. Der Triebfahrzeugführerschein wird zudem erst ab einem Mindestalter erteilt, in der Regel mit 20 Jahren.

Der Tarifabschluss bei der Deutschen Bahn sieht die schrittweise Einführung der 35-Stunden-Woche ohne Entgeltreduzierung vor – ein historischer Abschluss für die Branche. Für einen Schichtberuf mit Nacht- und Wochenenddiensten ist das ein erheblicher Gewinn an Lebensqualität. Auszubildende profitierten zusätzlich von einer deutlichen Vergütungserhöhung.

Deutlich. Züge fahren rund um die Uhr, deshalb sind Schicht-, Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste die Regel. Dafür gibt es Zuschläge, die das Nettoeinkommen spürbar erhöhen. Wer Familie plant, sollte diese Frage früh ehrlich prüfen – die schrittweise Arbeitszeitverkürzung verbessert die Lage, hebt den Schichtcharakter aber nicht auf.

Ja. Die Regeldauer beträgt drei Jahre, eine Verkürzung auf bis zu zwei Jahre ist bei entsprechender Vorbildung oder guten Leistungen möglich. Beachten Sie dabei das Mindestalter für den Triebfahrzeugführerschein – wer sehr früh beginnt und verkürzt, kann den Schein erst zum spätestmöglichen Zeitpunkt erwerben.

Außergewöhnlich sicher. Lokführer werden bundesweit dringend gesucht – bei der Deutschen Bahn, bei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen, im S- und U-Bahn-Bereich sowie bei Industrieunternehmen mit eigener Werksbahn, etwa in der Stahlindustrie. Die Verlagerung von Verkehr auf die Schiene verstärkt den Bedarf zusätzlich.

Vor der Bewerbung Klarheit gewinnen

Spitzenvergütung und hohe Verantwortung – bei Schichtdienst und strenger Eignungsprüfung. Ob das Profil passt, klären wir mit wissenschaftlich validierter Diagnostik nach DIN 33430. An sieben Standorten oder online.

Weiterführende Themen

Quellen & Methodik

  • Ausbildungsverordnung Eisenbahner im Betriebsdienst, Fachrichtung Lokführer und Transport; seit dem Ausbildungsjahr 2022 sind die Fachrichtungen vollständig getrennt.
  • Rahmenlehrplan der Kultusministerkonferenz vom 17.12.2021 für Eisenbahner im Betriebsdienst Lokführer und Transport sowie Eisenbahner in der Zugverkehrssteuerung.
  • Tarifabschluss Deutsche Bahn: schrittweise Einführung der 35-Stunden-Woche ohne Entgeltreduzierung; Verpflegungspauschale für Auszubildende mit Fahrtätigkeit ab August 2024 (GDL).
  • Ausbildungsausschreibung der Deutschen Bahn für 2026: Vergütung zwischen 1.357 und 1.583 € je nach Ausbildungsjahr; medizinische und psychologische Eignungsuntersuchung im Auswahlprozess.
  • § 17 BBiG zur Mindestausbildungsvergütung 2026 (724 / 854 / 977 €).
  • RIASEC-Modell nach John L. Holland (1997): „Making Vocational Choices“, 3. Auflage, PAR.
  • Hinweis: Nicht tarifgebundene private Eisenbahnunternehmen können von den Tarifvergütungen abweichen.