Duale Ausbildung · 3,5 Jahre · HWKNeu seit 01.08.2025 · zwei Fachrichtungen

Gold- und Silberschmied/in: Ausbildung, Gehalt und Karriere

Wichtig vorweg: Den Ausbildungsberuf Goldschmied gibt es seit dem 1. August 2025 nicht mehr. Er wurde mit dem Silberschmied zu einem Beruf zusammengeführt – mit den Fachrichtungen Goldschmieden und Silberschmieden. Wer noch nach der alten Bezeichnung sucht, findet veraltete Informationen.

3,5 Jahre
Duale Ausbildung im Handwerk
neu seit 2025
Goldschmied und Silberschmied vereint
2 Fachrichtungen
Goldschmieden oder Silberschmieden
ARI
RIASEC-Interessencode
Steckbrief

Kurzüberblick: Gold- und Silberschmied/in

Gold- und Silberschmiedinnen und -schmiede entwerfen, fertigen und reparieren Objekte aus Edelmetall: Schmuck, Ketten, Juwelenarbeiten sowie Gefäße und Geräte aus Silber. Sie schmelzen und legieren Metalle, formen, fügen, fassen Edelsteine und veredeln Oberflächen. Seit der Neuordnung zum 1. August 2025 bilden Goldschmied und Silberschmied einen gemeinsamen Ausbildungsberuf.

Ausbildungsdauer3,5 Jahre (42 Monate), verkürzbar
LernortGoldschmiedewerkstatt, Juwelier oder Schmuckindustrie plus Berufsschule
RechtsgrundlageAusbildungsverordnung, in Kraft seit 01.08.2025
AbschlussGestreckte Prüfung in zwei zeitlich getrennten Teilen
VergütungInnungstarif, im Handwerk eher im unteren Bereich
EinsatzorteWerkstatt, Juweliergeschäft, Atelier, Schmuckindustrie
ZugangFormal keiner, häufig mittlere Reife erwartet
PerspektiveMeister, eigenes Atelier, Restaurierung, Design
Arbeitsalltag

Aufgaben & Arbeitsalltag

Der Alltag ist feinmotorisch und konzentriert. Gearbeitet wird sitzend am Werktisch mit Säge, Feile, Lötrohr und Lupe – an Stücken, die oft nur wenige Millimeter groß sind. Hinzu kommt Kundenkontakt: Viele Aufträge sind Einzelanfertigungen zu Verlobung, Hochzeit oder Trauer.

01

Edelmetalle schmelzen und legieren

Gold, Silber und Platin einschmelzen, Legierungen herstellen und Halbzeuge vorbereiten.

02

Formen und fügen

Sägen, Feilen, Biegen, Treiben, Löten und Schweißen von Werkstücken.

03

Edelsteine fassen

Steine erkennen und zuordnen, Zargen- und Krappenfassungen anfertigen und Steine sicher fassen.

04

Schmuck gestalten

Entwürfe zeichnen, Modelle anfertigen und Einzelstücke nach Kundenwunsch umsetzen.

05

Reparieren und umarbeiten

Beschädigte Stücke instand setzen, Ringe weiten, Erbstücke umarbeiten.

06

Oberflächen veredeln

Schleifen, Polieren, Mattieren, Galvanisieren und Patinieren.

Neuordnung 2025

Was sich zum 1. August 2025 geändert hat

Wegen der weitreichenden inhaltlichen Überschneidungen wurden die bisherigen Berufe Goldschmied und Silberschmied zu einem Ausbildungsberuf zusammengefasst. Die bisherigen Fachrichtungen Schmuck, Juwelen und Ketten gehen in der neuen Fachrichtung Goldschmieden auf; die früheren Schwerpunkte Email und Metall in der Fachrichtung Silberschmieden. Die Ausbildungsdauer bleibt bei dreieinhalb Jahren.

Von fünf Wegen auf zwei

Statt drei Goldschmied-Fachrichtungen und zwei Silberschmied-Schwerpunkten gibt es nun zwei klare Fachrichtungen. Das vereinfacht die Wahl und verbreitert zugleich die Grundausbildung.

Neue Schwerpunkte im Rahmenplan

Mit der Neuordnung rücken Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Kundenberatung stärker in den Vordergrund – Themen, die im Schmuckhandwerk lange randständig waren.

Edelsteinfasser bleibt eigenständig

Der Beruf Edelsteinfasser besteht mit ebenfalls dreieinhalb Jahren fort. Die ersten beiden Jahre sind inhaltlich identisch, sodass gemeinsame Beschulung und gegenseitige Anrechnung möglich sind – ein Wechsel bleibt also offen.

Lerninhalte

Ausbildungsinhalte: Was in den dreieinhalb Jahren vermittelt wird

Die Ausbildung verbindet Metallbearbeitung, Werkstoffkunde und Gestaltung. Die ersten beiden Jahre sind fachrichtungsübergreifend und mit dem Edelsteinfasser identisch.
01

Werkstoffkunde

Edelmetalle, Legierungen, Edelsteine und organische Stoffe erkennen und handhaben.

02

Schmelzen und Legieren

Feingehalte, Legierungsrechnung, Schmelzen und Gießen.

03

Umformen und Trennen

Sägen, Feilen, Biegen, Treiben, Walzen und Ziehen.

04

Fügetechnik

Löten, Schweißen und Nieten kleiner Bauteile.

05

Fasstechnik

Zargen- und Krappenfassungen anfertigen und Steine sicher fassen.

06

Gestaltung und Entwurf

Zeichnen, Modellieren, Proportion und Stilkunde.

07

Oberflächentechnik

Schleifen, Polieren, Mattieren, Galvanik und Patina.

08

Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Beratung

Recycling von Edelmetall, CAD und 3D-Druck sowie Kundengespräch.

Selbstcheck

Passt der Beruf zu mir?

Der Beruf verlangt außergewöhnliche Feinmotorik, Geduld und Gestaltungswillen. Wer sich stundenlang auf millimetergroße Arbeiten konzentrieren kann, findet eines der letzten wirklich kunsthandwerklichen Gewerke. Genau diese Passungsfrage lässt sich nicht am Schreibtisch beantworten. In einer Berufsberatung wird sie mit wissenschaftlich validierten Verfahren geprüft – bevor eine Bewerbung geschrieben wird.

Formale Voraussetzungen

  • Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
  • In der Praxis häufig mittlere Reife erwartet
  • Sehr gute Feinmotorik und ruhige Hand
  • Gutes Sehvermögen, auch im Nahbereich
  • Zeichnerisches Talent ist ein deutlicher Vorteil
  • Häufig wird eine Arbeitsprobe verlangt

Persönliche Eigenschaften

  • Geduld – ein Ring entsteht in vielen kleinen Schritten
  • Höchste Sorgfalt beim Umgang mit wertvollem Material
  • Gestaltungsgespür für Form und Proportion
  • Konzentrationsfähigkeit über lange Zeiträume
  • Einfühlungsvermögen bei persönlichen Anlässen
  • Zuverlässigkeit im Umgang mit Kundeneigentum
A
R
I

RIASEC-Profil: ARI – Artistic · Realistic · Investigative

Der Beruf führt mit gestalterischem Entwerfen und Formgeben (A), verbindet es mit feinmotorischer handwerklicher Bearbeitung (R) und analytischem Verständnis für Werkstoffe, Legierungen und Fasstechnik (I).

Das führende A ist selten in einem Handwerk – hier ist Gestaltung nicht Zugabe, sondern Kern der Leistung. Ihren persönlichen Code ermitteln Sie kostenlos im Berufswahltest.

Kunsthandwerk als Beruf?

Hoher Gestaltungsanteil, aber begrenzte Vergütung. Der Berufswahltest hilft bei der realistischen Einordnung.

Berufswahltest starten →
Verdienst

Gehalt: Vergütung in der Ausbildung & Einstiegsgehalt

Hier ist Ehrlichkeit wichtiger als Begeisterung: Die Vergütung liegt im unteren Bereich des Handwerks. Wer den Beruf wählt, tut das wegen der Sache – und sollte den wirtschaftlichen Weg bewusst planen.

Vergütung und Profil nach Betriebstyp

Betriebstyp
Schwerpunkt
Vergütungsniveau
Hinweis
Kleine Goldschmiedewerkstatt
Einzelanfertigung und Reparatur
eher niedrig
breiteste handwerkliche Ausbildung
Juweliergeschäft mit Werkstatt
Reparatur, Anpassung, Verkauf
niedrig bis mittel
hoher Kundenkontaktanteil
Schmuckindustrie
Serienfertigung, CAD
mittel bis höher
schmaler, dafür tarifnäher
Gesetzliches Minimum 2026
724 / 854 / 977 / 1.014 €
nach § 17 BBiG

Weil die Ausbildung dreieinhalb Jahre dauert, greift im letzten Halbjahr die vierte Stufe der Mindestvergütung. Achten Sie bei der Betriebswahl darauf, ob eigene Entwürfe und Anfertigungen gemacht werden – Betriebe, die fast nur Reparaturen und Handelsware anbieten, vermitteln den gestalterischen Kern kaum.

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

Nach der Gesellenprüfung bleibt das Einkommen im Handwerksvergleich bescheiden. Wirtschaftlich tragfähiger sind drei Wege: die Schmuckindustrie mit CAD- und Serienkompetenz, die Restaurierung historischer Silberarbeiten und – am stärksten – der Meisterbrief mit eigenem Atelier und eigener Marke. Kunsthandwerk trägt sich vor allem über Sichtbarkeit und Kundenbindung.

Einstieg
unteres Handwerksniveau
Angestellt in Werkstatt oder Juwelier
Industrie oder Spezialisierung
höher
CAD, Serienfertigung, Restaurierung
Meister mit eigenem Atelier
stark schwankend
Abhängig von Marke und Kundenstamm
Ausbildungsablauf

Ausbildungsablauf: Gemeinsame Basis, späte Spezialisierung

Die dreieinhalbjährige Ausbildung beginnt fachrichtungsübergreifend – inhaltlich identisch mit dem Edelsteinfasser – und vertieft sich danach in der gewählten Fachrichtung.

1. Jahr

Grundlagen der Metallbearbeitung

Werkstoffkunde, Sägen, Feilen, Löten, Werkzeugpflege und Arbeitssicherheit.

2. Jahr

Techniken vertiefen

Schmelzen, Legieren, Umformen, erste Fassarbeiten und Entwurfszeichnen.

Prüfungsteil 1

Gestreckte Prüfung

Erster von zwei zeitlich getrennten Prüfungsteilen.

3. Jahr

Fachrichtung

Goldschmieden oder Silberschmieden mit fachspezifischen Techniken.

4. Halbjahr

Eigenständige Arbeiten und Abschluss

Komplette Werkstücke nach eigenem Entwurf; zweiter Prüfungsteil.

Perspektiven

Karrierewege: Meister, Atelier, Restaurierung

Der Beruf trägt wirtschaftlich vor allem dann, wenn eigene Gestaltung dazukommt – als Marke, als Restaurator oder als Designer in der Industrie. Weil diese Wege sehr unterschiedliche Anforderungen stellen, lohnt eine frühe Standortbestimmung – etwa in einer Berufsberatung mit diagnostischer Grundlage.

Meister und eigenes Atelier

Der klassische Weg im Kunsthandwerk.

  • Gold- und Silberschmiedemeister/in
  • Eigenes Atelier mit eigener Handschrift
  • Ausbildungsberechtigung
  • Direktvertrieb und Onlinehandel

Fachlich spezialisieren

Nischen mit besserer Marge.

  • Edelsteinfassen
  • Restaurierung historischer Silberarbeiten
  • Trauringe und Einzelanfertigung
  • Emailtechnik

In die Industrie

Planbarer und häufig besser bezahlt.

  • CAD und 3D-Druck für Schmuck
  • Modellbau und Prototyping
  • Serienfertigung und Qualitätssicherung
  • Produktentwicklung

Studium und Gestaltung

Mit Meister auch ohne Abitur möglich.

  • B.A. Schmuckdesign
  • Produktdesign
  • Gestaltung an einer Kunsthochschule
  • Betriebswirt/in im Handwerk
Ehrliche Bilanz

Pro & Contra: Stärken und Herausforderungen des Berufs

Eines der letzten echten Kunsthandwerke – mit hohem Gestaltungsanteil und ebenso hoher wirtschaftlicher Unsicherheit.

Was für den Beruf spricht

  • Sehr hoher Gestaltungsanteil – A führt im RIASEC-Code
  • Neuordnung 2025 verbreitert die Grundausbildung
  • Nachhaltigkeit und CAD neu im Rahmenplan
  • Wechsel zum Edelsteinfasser durch Anrechnung möglich
  • Eigenes Atelier mit eigener Handschrift möglich
  • Arbeit an Werkstücken mit persönlicher Bedeutung

Was Sie wissen sollten

  • Vergütung im unteren Bereich des Handwerks
  • Sehr wenige Ausbildungsplätze – hohe Konkurrenz
  • Wirtschaftlich stark von Konjunktur und Goldpreis abhängig
  • Belastung für Augen, Rücken und Hände
  • Viele Betriebe machen fast nur Reparaturen
  • Selbstständigkeit verlangt Marketing und Vertrieb
Abgrenzung

Gold- und Silberschmied vs. Edelsteinfasser vs. Zahntechniker

Drei feinmechanische Berufe mit sehr unterschiedlichem Marktumfeld.

Kriterium
Gold- und Silberschmied/in
Edelsteinfasser/in
Zahntechniker/in
Dauer
3,5 Jahre
3,5 Jahre
3,5 Jahre
Gestaltungsanteil
sehr hoch
hoch
mittel
Marktlage
konjunkturabhängig
sehr spezialisiert
stabil
Vergütung
eher niedrig
eher niedrig
mittel
Kundenkontakt
hoch
gering
gering
Ausbildungsplätze
sehr wenige
sehr wenige
viele
RIASEC-Profil
ARI
RAI
RCA
Expertenstimmen

Einschätzung unserer Berater

Jan Bohlken

Jan Bohlken

Gründer & Geschäftsführer Profiling Institut · Dipl.-Sozioökonom

„Zuerst die Namensklärung: Goldschmied gibt es als Ausbildungsberuf seit August 2025 nicht mehr – der Beruf heißt jetzt Gold- und Silberschmied mit den Fachrichtungen Goldschmieden und Silberschmieden. Inhaltlich ist die Neuordnung gelungen, besonders weil Nachhaltigkeit, CAD und Kundenberatung dazugekommen sind. Wirtschaftlich muss man ehrlich sein: Die Vergütung liegt im unteren Bereich des Handwerks. Wer hier langfristig bestehen will, braucht entweder Industrieerfahrung mit CAD oder eine eigene Marke.“

Raphaela Peitsch

Raphaela Peitsch

Diplom-Psychologin · DGSF-zertifiziert

„Dieser Beruf zieht Menschen an, die gestalten wollen – und genau da liegt die Aufgabe der Beratung. Die Frage ist nicht, ob jemand kreativ ist, sondern ob er Kreativität unter Bedingungen aushält: Kundenwunsch statt freier Entwurf, Reparatur statt Neuschöpfung, Materialwert, der keinen Fehler erlaubt. Wer das annehmen kann, findet hier große Erfüllung. Wer freie Kunst sucht, sollte einen gestalterischen Studiengang prüfen.“

Häufige Fragen

Gold- und Silberschmied/in – FAQ

Nicht als eigenen Ausbildungsberuf. Seit dem 1. August 2025 sind Goldschmied und Silberschmied zum Beruf Gold- und Silberschmied/in zusammengefasst, mit den Fachrichtungen Goldschmieden und Silberschmieden. Wer später Schmuck aus Gold, Silber oder Platin herstellen möchte, wählt die Fachrichtung Goldschmieden – dort gehen die alten Fachrichtungen Schmuck, Juwelen und Ketten auf.

Sie bestehen nicht mehr als eigene Fachrichtungen, sondern gehen in der Fachrichtung Goldschmieden auf. Die Inhalte bleiben erhalten: Schmuckgestaltung, Juwelentechniken einschließlich Zargen- und Krappenfassungen sowie Kettenfertigung. Ebenso gehen die früheren Silberschmied-Schwerpunkte Email und Metall in der Fachrichtung Silberschmieden auf.

Für Ausbildungsverhältnisse, die 2026 beginnen, beträgt die Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG 724 € im ersten, 854 € im zweiten, 977 € im dritten und 1.014 € im vierten Ausbildungsjahr – das vierte Jahr greift hier, weil die Ausbildung dreieinhalb Jahre dauert. Im Handwerk gelten häufig Innungstarife, die darüber liegen.

Ja, und das ist bewusst so angelegt. Der Edelsteinfasser bleibt ein eigenständiger Beruf mit ebenfalls dreieinhalb Jahren. Die Inhalte der ersten beiden Jahre sind identisch, sodass gemeinsame Beschulung und gegenseitige Anrechnung der erlernten Inhalte möglich sind. Ein Wechsel nach zwei Jahren ist damit ohne Zeitverlust denkbar.

Möglich, aber anspruchsvoll. Der Meisterbrief ist der Schlüssel; entscheidend für den Erfolg sind danach jedoch eigene Handschrift, Sichtbarkeit und Kundenbindung. Reines Handwerk ohne Marke trägt sich selten. Realistisch ist ein Aufbau über Jahre, oft neben einer Anstellung – mit Trauringen und Einzelanfertigungen als tragfähigstem Segment.

Darauf, ob eigene Entwürfe und Anfertigungen gemacht werden. Viele Juweliergeschäfte betreiben Werkstätten fast ausschließlich für Reparaturen und Ringgrößenanpassungen – dort lernen Sie handwerklich sauber, aber den gestalterischen Kern kaum. Fragen Sie konkret: Werden Einzelstücke nach Kundenwunsch gefertigt? Wird selbst entworfen? Gibt es CAD?

Zweigeteilt. Standardschmuck steht unter Druck durch Onlinehandel und industrielle Fertigung. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Individualität, Reparatur und Umarbeitung – etwa wenn Erbstücke neu gestaltet werden. Die Neuordnung greift das mit Nachhaltigkeit und Digitalisierung auf: Edelmetallrecycling und CAD sind die Kompetenzen, die den Unterschied machen.

Es ist ein deutlicher Vorteil – Entwurfszeichnen ist fester Ausbildungsinhalt, und viele Betriebe verlangen bei der Bewerbung eine Arbeitsprobe oder Mappe. Ebenso wichtig sind sehr gute Feinmotorik und Nahsehvermögen: Gearbeitet wird an millimetergroßen Details, oft unter der Lupe. Wer beides mitbringt, kann fehlende Vorkenntnisse gut aufholen.

Vor der Bewerbung Klarheit gewinnen

Ein Kunsthandwerk mit hohem Gestaltungsanteil – und begrenzter Vergütung. Ob das Profil und die Erwartungen zusammenpassen, klären wir mit wissenschaftlich validierter Diagnostik nach DIN 33430. An sieben Standorten oder online.

Weiterführende Themen

Quellen & Methodik

  • Neue Ausbildungsordnung Gold- und Silberschmied/Gold- und Silberschmiedin, in Kraft seit 01.08.2025: Zusammenführung der bisherigen Berufe Goldschmied und Silberschmied; Fachrichtungen Goldschmieden und Silberschmieden; Ausbildungsdauer unverändert 3,5 Jahre.
  • Überführung der Fachrichtungen: Schmuck, Juwelen und Ketten gehen in der Fachrichtung Goldschmieden auf; die Schwerpunkte Email und Metall in der Fachrichtung Silberschmieden.
  • Edelsteinfasser bleibt eigenständiger Ausbildungsberuf (3,5 Jahre); die Inhalte der ersten beiden Jahre sind identisch, gemeinsame Beschulung und gegenseitige Anrechnung sind möglich.
  • Neue Rahmenplaninhalte: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Kundenberatung.
  • § 17 BBiG zur Mindestausbildungsvergütung 2026 (724 / 854 / 977 / 1.014 €).
  • RIASEC-Modell nach John L. Holland (1997): „Making Vocational Choices“, 3. Auflage, PAR.
  • Hinweis: Vergütungen im Schmuckhandwerk schwanken stark nach Betriebsgröße und Region. Stand: August 2026.