Duales Handwerk · 3,5 Jahre · ZulassungspflichtigNeu geordnet 2021 – Systemelektroniker ist aufgegangen

Elektroniker/in für Automatisierungs- und Systemtechnik: Ausbildung, Gehalt und Karriere

Wichtig vorweg: Den Ausbildungsberuf Systemelektroniker gibt es seit dem 1. August 2021 nicht mehr – er ist in diesem Beruf aufgegangen. Steuerungstechnik, Sensorik und Programmierung bilden heute den Kern. Wir zeigen, was die Neuordnung verändert hat, welche Aufgaben warten und wie die Perspektiven aussehen.

3,5 Jahre
Duale Ausbildung im Elektrohandwerk
seit 08/2021
Systemelektroniker hier aufgegangen
SPS und Sensorik
Programmierung als Kernkompetenz
RIC
RIASEC-Interessencode
Steckbrief

Kurzüberblick: Elektroniker/in für Automatisierungs- und Systemtechnik

Elektronikerinnen und Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik analysieren technische Systeme, bauen Steuerungen auf, programmieren sie und halten automatisierte Anlagen instand. Der Schwerpunkt liegt auf Steuerungstechnik, Sensorik und Programmierung. Der Beruf entstand zum 1. August 2021 aus der Zusammenlegung der bisherigen Fachrichtung Automatisierungstechnik mit dem aufgehobenen Beruf Systemelektroniker.

Ausbildungsdauer3,5 Jahre, bei guten Leistungen verkürzbar
LernortElektrofachbetrieb oder Systemhaus plus Berufsschule
RechtsgrundlageNeu geordnete Ausbildungsverordnung seit 01.08.2021, HwO Anlage A
AbschlussGesellenprüfung vor der Handwerkskammer
VergütungNach Tarif des Elektrohandwerks, regional unterschiedlich
EinsatzorteAutomatisierungstechnik, Anlagenbau, Gebäudeautomation, Industrie
ZugangMeist mittlere Reife, teils guter Hauptschulabschluss
PerspektiveMeister, Techniker, SPS-Spezialisierung, Studium
Arbeitsalltag

Aufgaben & Arbeitsalltag

Der Alltag wechselt zwischen Schaltschrank, Anlage und Laptop. Ein erheblicher Teil der Arbeit ist Programmierung und Inbetriebnahme – und die anspruchsvollste Aufgabe ist die Fehlersuche: Wenn eine Anlage nicht so läuft wie geplant, muss zwischen Mechanik, Sensorik, Verdrahtung und Programm unterschieden werden.

01

Systeme analysieren und planen

Anforderungen erfassen, Steuerungskonzepte entwerfen, Komponenten auswählen und Schaltpläne erstellen.

02

Steuerungen aufbauen

Schaltschränke bestücken und verdrahten, Antriebe, Sensoren und Aktoren anschließen.

03

Programmieren und parametrieren

Speicherprogrammierbare Steuerungen programmieren, Frequenzumrichter parametrieren und Visualisierungen einrichten.

04

Anlagen in Betrieb nehmen

Funktionen prüfen, Abläufe optimieren, Sicherheitsfunktionen testen und den Betreiber einweisen.

05

Störungen systematisch suchen

Zwischen Mechanik, Elektrik, Sensorik und Software unterscheiden und die Ursache eingrenzen.

06

Systeme vernetzen

Bussysteme einrichten, Schnittstellen konfigurieren und Anlagen in übergeordnete Systeme einbinden.

Neuordnung 2021

Aus zwei Berufen wurde einer

Bis 2021 gab es den Systemelektroniker und die Fachrichtung Automatisierungstechnik nebeneinander – mit erheblichen inhaltlichen Überschneidungen. Zum 1. August 2021 wurden beide zum Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik zusammengeführt. Wer heute nach „Systemelektroniker“ sucht, findet Altbestände: Der Beruf wird nicht mehr ausgebildet.

Systemelektroniker aufgehoben

Die bisherigen Ausbildungsregelungen wurden mit Inkrafttreten der Neuordnung aufgehoben. Bestehende Abschlüsse bleiben selbstverständlich gültig – neu ausgebildet wird nur noch im zusammengeführten Beruf.

Programmierung im Zentrum

Der Schwerpunkt liegt auf Steuerungstechnik, Sensorik und Programmierung. Das unterscheidet den Beruf klar von der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, die installationsnäher arbeitet.

Nur noch zwei Fachrichtungen

Der Beruf Elektroniker kennt seit 2021 nur noch die Fachrichtungen Energie- und Gebäudetechnik sowie Automatisierungs- und Systemtechnik.

Lerninhalte

Ausbildungsinhalte: Was in den dreieinhalb Jahren vermittelt wird

Die Ausbildung verbindet Elektrotechnik, Steuerungstechnik und Programmierung. Der Softwareanteil ist höher als in allen anderen Elektrohandwerksberufen.
01

Elektrotechnische Grundlagen

Strom, Spannung, Schaltungen, Messtechnik und Schutzmaßnahmen.

02

Steuerungstechnik

Speicherprogrammierbare Steuerungen, Logik, Programmiersprachen und Programmstrukturen.

03

Sensorik und Aktorik

Messwerterfassung, Signalarten, Aktoren, Antriebe und deren Ansteuerung.

04

Antriebstechnik

Motoren, Frequenzumrichter, Positioniersysteme und Parametrierung.

05

Schaltanlagenbau

Schaltschrankaufbau, Verdrahtung, Kennzeichnung und Dokumentation.

06

Bussysteme und Vernetzung

Feldbusse, Industrial Ethernet, Schnittstellen und übergeordnete Leitsysteme.

07

Inbetriebnahme und Optimierung

Funktionsprüfung, Sicherheitsfunktionen, Fehlersuche und Prozessoptimierung.

08

Elektrische Sicherheit

Schutzmaßnahmen, Prüfung von Anlagen, Arbeiten unter Spannung und Unfallverhütung.

Selbstcheck

Passt der Beruf zu mir?

Der Beruf passt zu Menschen, die technisch denken und Freude an Logik haben. Wer gern programmiert, aber nicht nur am Bildschirm sitzen möchte, findet hier eine seltene Verbindung aus Software und realer Anlage. Ob Ihr Interessen- und Fähigkeitsprofil tatsächlich zu diesen Anforderungen passt, lässt sich in einer Berufsberatung objektiv klären – mit validierten Testverfahren statt mit Bauchgefühl.

Formale Voraussetzungen

  • In der Praxis meist mittlere Reife, teils guter Hauptschulabschluss
  • Gute Noten in Mathematik und Physik sind entscheidend
  • Logisches Denkvermögen für Programmierung
  • Handwerkliches Geschick für Schaltschrankbau
  • Normales Farbsehen für Leitungskennzeichnung
  • Häufig Einstellungstest zu Mathematik und Technik

Persönliche Eigenschaften

  • Systematisches Denken – Fehler methodisch eingrenzen
  • Freude an Logik und Programmierung
  • Sorgfalt bei Verdrahtung und Dokumentation
  • Belastbarkeit bei Inbetriebnahmen unter Zeitdruck
  • Bereitschaft zu Montageeinsätzen beim Kunden
  • Lernbereitschaft bei neuen Steuerungssystemen
R
I
C

RIASEC-Profil: RIC – Realistic · Investigative · Conventional

Der Beruf verbindet handwerklich-technisches Arbeiten an Anlagen (R) mit analytischer Fehlersuche und Programmierlogik (I) sowie normgebundener, dokumentierter Arbeitsweise (C).

Das I ist bei diesem Beruf besonders stark: Programmierung und Fehlersuche sind Denkarbeit. Wer Mathematik und Logik mag, aber nicht ausschließlich am Schreibtisch arbeiten will, findet hier die passende Mischung. Ihren persönlichen Code ermitteln Sie kostenlos im Berufswahltest.

Welcher Elektroberuf passt zu Ihnen?

Seit der Neuordnung 2021 gibt es fünf elektrohandwerkliche Berufe mit klar getrennten Profilen. Der Berufswahltest hilft bei der Eingrenzung.

Berufswahltest starten →
Verdienst

Gehalt: Vergütung in der Ausbildung & Einstiegsgehalt

Die Vergütung richtet sich nach den regionalen Tarifverträgen des Elektrohandwerks. Betriebe im industriellen Umfeld und größere Systemhäuser zahlen häufig deutlich besser als kleine Handwerksbetriebe.

Vergütung nach Betriebstyp

Betriebstyp
Vergütungsniveau
Tarifbindung
Hinweis
Industrienaher Anlagenbauer
sehr hoch
Industrietarif möglich
oft am oberen Rand
Größeres Systemhaus
hoch
Elektrohandwerk regional
strukturierte Ausbildung
Mittelständischer Elektrobetrieb
gehoben
regional tarifiert
je nach Bundesland
Kleiner Betrieb
nahe Minimum
selten
724 / 854 / 977 / 1.014 € als Untergrenze

Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG darf nie unterschritten werden. Achten Sie bei der Betriebswahl zusätzlich darauf, ob tatsächlich automatisiert wird: Ein Betrieb ohne eigene SPS-Projekte kann das Kernprofil dieses Berufs nicht vollständig ausbilden.

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

Nach der Gesellenprüfung liegt das Einstiegsgehalt im oberen Bereich der Handwerksberufe – Automatisierungskompetenz ist stark nachgefragt. Deutlich mehr verdienen Fachkräfte mit SPS-Programmierkenntnissen bei gängigen Steuerungssystemen sowie Spezialisten für Antriebstechnik und Anlagensicherheit. Den größten Sprung bringen Meister oder Techniker.

Einstieg
oberes Handwerksniveau
Automatisierungskompetenz ist gefragt
Mit SPS-Spezialisierung
deutlich höher
Programmierung gängiger Steuerungssysteme
Meister / Techniker
oberes Segment
Projektierung, Inbetriebnahme, Leitung
Ausbildungsablauf

Ausbildungsablauf: Von der Schaltung zur Anlage

Die dreieinhalbjährige Ausbildung beginnt mit elektrotechnischen Grundlagen und führt über Steuerungstechnik zur eigenständigen Inbetriebnahme. Die Prüfung ist gestreckt.

1. Jahr

Grundlagen

Elektrotechnik, Messtechnik, Installationstechnik, Arbeitssicherheit und erste Schaltungen.

2. Jahr

Steuerungstechnik

Speicherprogrammierbare Steuerungen, Sensorik, Schaltschrankbau, erste Programme.

Prüfungsteil 1

Nach etwa 18 bis 24 Monaten

Praktische und schriftliche Aufgaben, die bereits zur Endnote zählen.

3. Jahr

Antriebe und Vernetzung

Frequenzumrichter, Bussysteme, Visualisierung und komplexere Programmierung.

4. Halbjahr

Inbetriebnahme und Gesellenprüfung

Eigenständige Projekte, Fehlersuche an laufenden Anlagen, Prüfungsstück und Fachgespräch.

Perspektiven

Karrierewege: Meister, Technik, Automatisierung

Automatisierung ist eines der gefragtesten Felder im gesamten Elektrobereich. Wer SPS-Programmierung sicher beherrscht, hat auf dem Arbeitsmarkt eine ausgesprochen starke Position. Welcher dieser Wege zu Ihnen passt, hängt von Interessen, Belastbarkeit und Lebensplanung ab – und genau das ist Gegenstand einer Berufsberatung.

Aufstiegsfortbildungen

Berufsbegleitend oder in Vollzeit, über Aufstiegs-BAföG förderfähig.

  • Elektrotechnikermeister/in
  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in
  • Industriemeister/in Elektrotechnik
  • Ausbildereignung (AEVO)

Fachlich spezialisieren

Bestimmte Systeme sind besonders knapp besetzt.

  • SPS-Programmierung gängiger Systeme
  • Antriebs- und Regelungstechnik
  • Anlagensicherheit und Not-Halt-Konzepte
  • Industrielle Netzwerke und Schnittstellen

Verantwortung übernehmen

Projektierung und Inbetriebnahme sind gut bezahlte Rollen.

  • Inbetriebnahmetechniker/in
  • Projektierung von Steuerungen
  • Serviceeinsätze im Außendienst
  • Teamleitung Automatisierung

Studium

Mit Meister oder Techniker auch ohne Abitur möglich.

  • B.Eng. Automatisierungstechnik
  • Elektrotechnik
  • Mechatronik
  • Wirtschaftsingenieurwesen
Ehrliche Bilanz

Pro & Contra: Stärken und Herausforderungen des Berufs

Der Beruf verbindet Handwerk mit Programmierung und gehört zu den zukunftssichersten Elektroberufen. Die Anforderungen an Theorie und Logik sind allerdings hoch.

Was für den Beruf spricht

  • Programmierung und Handwerk in einem Beruf
  • Automatisierung ist eines der gefragtesten Felder
  • Sehr gute Vergütung in industrienahen Betrieben
  • Klare Fortbildungswege bis zum Studium ohne Abitur
  • Vielfältige Einsatzfelder von Gebäude bis Produktion
  • Hoher Anteil an Denkarbeit statt Routine

Was Sie wissen sollten

  • Anspruchsvolle Theorie in Mathematik, Physik und Logik
  • Vergütung stark abhängig von Betriebstyp und Tarifbindung
  • Zeitdruck bei Inbetriebnahmen und Störungen
  • Montageeinsätze und Reisen je nach Betrieb
  • Ständiger Lernaufwand durch neue Steuerungssysteme
  • Kleine Betriebe ohne SPS-Projekte bilden eingeschränkt aus
Abgrenzung

Die fünf Elektrohandwerksberufe seit 2021

Die Neuordnung hat die Profile klar getrennt – hier die drei wichtigsten im Vergleich.

Kriterium
Automatisierungs- und Systemtechnik
Energie- und Gebäudetechnik
Gebäudesystemintegration
Schwerpunkt
Steuerung und Programmierung
Installation und Energie
Vernetzung und Smart Building
Programmieranteil
sehr hoch
gering
hoch
Baustellenanteil
mittel
sehr hoch
mittel
Kundenkontakt
mittel
hoch
sehr hoch
Seit wann
2021 zusammengeführt
bestehend
2021 neu geschaffen
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre
3,5 Jahre
3,5 Jahre
RIASEC-Profil
RIC
RIC
RIC
Expertenstimmen

Einschätzung unserer Berater

Jan Bohlken

Jan Bohlken

Gründer & Geschäftsführer Profiling Institut · Dipl.-Sozioökonom

„Bei diesem Beruf muss ich fast immer zuerst den Namen klären: Systemelektroniker gibt es seit 2021 nicht mehr – der Beruf ist hier aufgegangen. Wer noch danach sucht, findet veraltete Informationen. Inhaltlich ist die Zusammenlegung sinnvoll: Steuerungstechnik und Programmierung sind heute der Kern. Wer SPS sicher beherrscht, hat im gesamten Elektrobereich eine ausgezeichnete Position.“

Raphaela Peitsch

Raphaela Peitsch

Diplom-Psychologin · DGSF-zertifiziert

„Ich prüfe bei diesem Beruf besonders die Freude an Logik. Ein großer Teil der Arbeit ist Programmierung und Fehlersuche – also Denkarbeit, bei der man Hypothesen bildet und prüft. Wer handwerklich begabt ist, aber Mathematik und logisches Denken meidet, wird in diesem Beruf an Grenzen stoßen. In der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik ist der Theorieanteil geringer.“

Häufige Fragen

Elektroniker/in für Automatisierungs- und Systemtechnik – FAQ

Zum 1. August 2021 wurden die handwerklichen Elektroberufe grundlegend neu geordnet – aus sieben Berufen wurden fünf. Die wichtigsten Änderungen: Der Beruf Systemelektroniker wurde aufgehoben und mit der Fachrichtung Automatisierungstechnik zum Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik verschmolzen. Der Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik wurde mit dem alten Informationselektroniker zum neuen Informationselektroniker mit vier Einsatzgebieten zusammengelegt. Und mit dem Elektroniker für Gebäudesystemintegration entstand ein völlig neuer Beruf. Hintergrund sind Digitalisierung, Energiewende und intelligente Gebäudetechnik.

Nein. Mit Inkrafttreten der Neuordnung zum 1. August 2021 wurden die Ausbildungsregelungen für den Beruf Systemelektroniker aufgehoben. Er wurde mit der bisherigen Fachrichtung Automatisierungstechnik zum Elektroniker für Automatisierungs- und Systemtechnik zusammengeführt. Bestehende Abschlüsse bleiben gültig; neu ausgebildet wird nur noch im zusammengelegten Beruf.

Für Ausbildungsverhältnisse, die 2026 beginnen, beträgt die Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG 724 € im ersten, 854 € im zweiten, 977 € im dritten und 1.014 € im vierten Ausbildungsjahr. Sie darf nie unterschritten werden. Tarifgebundene Betriebe des Elektrohandwerks und der Industrie zahlen in der Regel deutlich darüber.

Viel – das ist der Kern des Berufs. Speicherprogrammierbare Steuerungen zu programmieren, Frequenzumrichter zu parametrieren und Visualisierungen einzurichten macht einen erheblichen Teil der Arbeit aus. Hinzu kommt die Fehlersuche, bei der zwischen Mechanik, Verdrahtung, Sensorik und Software unterschieden werden muss. Wer Logik mag, findet hier die anspruchsvollste Aufgabe im Elektrohandwerk.

Die Vergütung folgt den regionalen Tarifverträgen des Elektrohandwerks. Industrienahe Anlagenbauer und größere Systemhäuser zahlen häufig deutlich mehr als kleine Handwerksbetriebe. Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung von 724 bis 1.014 € (Start 2026) bildet die Untergrenze. Vergleichen Sie mehrere Betriebe und fragen Sie nach der Tarifbindung.

Darauf, ob der Betrieb tatsächlich Automatisierungsprojekte bearbeitet. Ein Elektrobetrieb, der überwiegend Installationen ausführt, kann das Kernprofil dieses Berufs nicht vollständig ausbilden. Fragen Sie konkret: Welche Steuerungssysteme werden eingesetzt? Gibt es eigene SPS-Projekte? Wer programmiert im Betrieb? Die Unterschiede in der Ausbildungsqualität sind erheblich.

Außergewöhnlich sicher. Automatisierung ist branchenübergreifend ein Wachstumsfeld – von der Produktion über die Gebäudetechnik bis zur Energieversorgung. Gleichzeitig gehören Elektroberufe zu den Berufen mit dem größten Fachkräftemangel in Deutschland. Wer zusätzlich SPS-Programmierung beherrscht, hat praktisch freie Wahl.

Zwei gleichwertige Wege: der Elektrotechnikermeister mit Schwerpunkt auf Führung und Betriebsverantwortung und der staatlich geprüfte Techniker mit stärker planerischer Ausrichtung. Beide sind über Aufstiegs-BAföG förderfähig und öffnen den Zugang zu einem Ingenieurstudium auch ohne Abitur. Fachlich am wirksamsten sind Herstellerzertifizierungen für gängige Steuerungssysteme.

Vor der Bewerbung Klarheit gewinnen

Der Beruf verbindet Handwerk mit Programmierung und verlangt solide Mathematik und Logik. Ob das Profil passt, klären wir mit wissenschaftlich validierter Diagnostik nach DIN 33430. An sieben Standorten oder online.

Weiterführende Themen

Quellen & Methodik

  • Verordnung zur Neuordnung der Ausbildung in den handwerklichen Elektroberufen, in Kraft seit 01.08.2021; Zusammenlegung von Systemelektroniker und Fachrichtung Automatisierungstechnik.
  • Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): Übersicht zu den neuen Berufen des Elektrohandwerks – aus sieben Berufen wurden fünf.
  • Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH): Begründung der Neuordnung mit Digitalisierung, Energiewende und Elektromobilität.
  • § 17 BBiG zur Mindestausbildungsvergütung 2026 (724 / 854 / 977 / 1.014 €).
  • Regionale Tarifverträge des Elektrohandwerks sowie Tarife der Metall- und Elektroindustrie.
  • RIASEC-Modell nach John L. Holland (1997): „Making Vocational Choices“, 3. Auflage, PAR.
  • Hinweis: Vergütungsangaben sind Orientierungswerte und variieren nach Tarifbindung, Betriebstyp und Region.