Fachkraft Küche: Ausbildung, Gehalt und Karriere
Der Beruf wurde 2022 völlig neu geschaffen – erstmals gibt es einen zweijährigen Ausbildungsberuf speziell für die Küche. Er ist bewusst theoriereduziert und vermittelt die Grundlagen, die auch in der Kochausbildung vorkommen. Wer will, hängt danach ein Jahr an und wird doch Koch. Wir zeigen Aufgaben, Anschluss und Perspektiven.
Kurzüberblick: Fachkraft Küche
Fachkräfte Küche bereiten einfache Speisen zu, bearbeiten Lebensmittel, richten an, halten die Küche sauber und arbeiten den Köchinnen und Köchen zu. Der Beruf entstand mit der Gastro-Neuordnung zum 1. August 2022 und ist der erste zweijährige Ausbildungsberuf speziell für die Küchenarbeit – bewusst theoriereduziert angelegt.
Fachkraft Küche: Die Ausbildung dauert 2 Jahre. Die Vergütung ist tariflich geregelt. Die Bundesagentur für Arbeit führt den Beruf 2025 als Engpassberuf. Im Beruf liegt das Medianentgelt bei 3.018 € brutto im Monat (Vollzeit, Bundesagentur für Arbeit).
Alle Eckdaten
| Beruf | Fachkraft Küche |
|---|---|
| Ausbildungsdauer | 2 Jahre, Anschluss zum Koch möglich |
| Ausbildungsvergütung | Allgemeinverbindlicher Tarifvertrag im Gastgewerbe |
| Medianentgelt im Beruf | 3.018 € brutto im Monat (Median, Vollzeit; mittlere 50 Prozent 2.563 bis 3.581 €), Bundesagentur für Arbeit |
| Zugang | Formal keiner – einer der zugänglichsten Berufe |
| Abschluss und Prüfung | IHK-Abschlussprüfung |
| Lernorte | Restaurant, Hotel, Kantine oder Klinik plus Berufsschule |
| Rechtsgrundlage | Ausbildungsverordnung vom 14.03.2022, in Kraft seit 01.08.2022 |
| RIASEC-Interessencode | RCS |
| KI-Risiko | 44 Prozent automatisierbar, Platz 221 von 478 |
| Fachkräftelage | laut Bundesagentur für Arbeit Engpassberuf (2025) |
| Neue Ausbildungsverträge 2025 | 1.188 (BIBB) |
| Zukunftsscore | Note B+, 75 von 100 |
Aufgaben & Arbeitsalltag
Der Alltag ist praktisch und handfest. Sie arbeiten an einem festen Posten, bereiten Komponenten vor, bearbeiten Lebensmittel und halten den Ablauf am Laufen. Die anspruchsvolle Menüplanung und Kalkulation bleibt den Köchinnen und Köchen vorbehalten – genau das macht den Beruf zugänglicher.
Einfache Speisen zubereiten
Grundlegende Garverfahren anwenden, Komponenten herstellen und Standardgerichte fertigen.
Lebensmittel bearbeiten
Putzen, schneiden, portionieren und sachgerecht vorbereiten – die handwerkliche Basis.
Anrichten und ausgeben
Speisen nach Vorgabe anrichten, Portionsgrößen einhalten und bei der Ausgabe mitwirken.
Waren annehmen und lagern
Lieferungen prüfen, sachgerecht einlagern, Kühlketten einhalten und Verderb vermeiden.
Hygiene sicherstellen
Arbeitsplätze und Geräte reinigen, Eigenkontrollen durchführen und dokumentieren.
Im Team zuarbeiten
Mise en place vorbereiten, Posten unterstützen und unter Zeitdruck zuverlässig liefern.
Warum es diesen Beruf erst seit 2022 gibt
Vor der Neuordnung gab es in der Küche nur die dreijährige Kochausbildung – wer den Theorieanteil nicht bewältigte, hatte am Ende keinen Abschluss. Mit der Fachkraft Küche entstand erstmals ein zweijähriger, theoriereduzierter Küchenberuf. Er vermittelt Grundlagen, die auch in der Kochausbildung vorkommen – und ist damit modular auf den Koch anschlussfähig.
Modularer Aufbau
Wer nach zwei Jahren weitermachen will, hängt ein Jahr an und erwirbt den Kochabschluss. Bei Vereinbarung mit dem Betrieb können die kompletten 24 Monate angerechnet werden – das ist aber kein Automatismus.
Theoriereduziert, nicht anspruchslos
Der Beruf verzichtet auf Theorieanteile, nicht auf handwerkliche Sorgfalt. Hygiene, Warenkunde und saubere Arbeitstechnik sind vollwertiger Ausbildungsinhalt.
Auch Ziel der Koch-Rückfalloption
Koch-Auszubildende, die die Abschlussprüfung nicht bestehen, können unter bestimmten Voraussetzungen diesen Abschluss erhalten – der Beruf sichert also doppelt ab.
Ausbildungsinhalte: Was in den zwei Jahren vermittelt wird
Arbeitstechniken
Schneiden, Portionieren, Vorbereiten und der sichere Umgang mit Küchengeräten.
Grundlegende Garverfahren
Kochen, Dünsten, Braten, Backen und Garen von Standardkomponenten.
Warenkunde
Lebensmittelgruppen, Qualitätsmerkmale, Lagerung und Haltbarkeit.
Hygiene
Personal-, Produkt- und Betriebshygiene, Eigenkontrollen und Dokumentation.
Anrichten und Ausgabe
Portionierung, Anrichteweisen und Mitwirkung bei der Speisenausgabe.
Warenwirtschaft
Warenannahme, Lagerhaltung, Kühlketten und Vermeidung von Lebensmittelverlusten.
Arbeitsorganisation
Mise en place, Zeitplanung, Postenarbeit und Zusammenarbeit im Team.
Arbeitssicherheit
Umgang mit Hitze, scharfen Geräten und rutschigen Böden sowie Erste Hilfe.
Passt dieser Beruf zu dir?
Der Beruf passt zu Menschen, die praktisch begabt sind und in der Schule mit Theorie gefremdelt haben. Wichtig ist die realistische Einordnung: Als Endqualifikation bleiben Verantwortung und Verdienst begrenzt – der Anschluss lohnt sich fast immer. Wer unsicher ist, ob das eigene Profil zu diesen Anforderungen passt, gewinnt in einer individuellen Berufsberatung Klarheit – auf Basis diagnostischer Verfahren statt subjektiver Einschätzung.
Formale Voraussetzungen
- Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben
- Der Beruf ist bewusst niedrigschwellig angelegt
- Gesundheitszeugnis nach Infektionsschutzgesetz
- Körperliche Belastbarkeit für Hitze und langes Stehen
- Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit
- Bereitschaft zu Abend- und Wochenendarbeit
Persönliche Eigenschaften
- Praktische Begabung – hier zählt das Handwerk
- Zuverlässigkeit im Ablauf des Teams
- Sorgfalt bei Hygiene und Portionierung
- Belastbarkeit bei Hitze und Zeitdruck
- Teamfähigkeit auf engem Raum
- Motivation, gegebenenfalls den Koch anzuschließen
RIASEC-Profil: RCS – Realistic · Conventional · Social
Der Beruf führt mit handwerklich-praktischer Arbeit an Lebensmitteln (R), verbindet sie mit strikt hygiene- und vorgabengebundener Arbeitsweise (C) und enger Teamzusammenarbeit (S).
Anders als beim Koch fehlt das gestalterische A: Kreative Komposition ist Aufgabe der ausgebildeten Köche. Wer selbst entwickeln möchte, sollte den dreijährigen Weg planen. Ihren persönlichen Code ermitteln Sie kostenlos im Berufswahltest für Schüler.
Zwei Jahre oder gleich drei?
Der Einstieg ist leichter, die Perspektive als Endqualifikation aber begrenzt. Der Berufswahltest hilft bei der realistischen Einordnung.
Gehalt: Vergütung in der Ausbildung & Einstiegsgehalt
Auch für diesen Beruf gilt der allgemeinverbindliche Tarifvertrag des Hotel- und Gaststättengewerbes, der rückwirkend zum 1. August 2024 die Ausbildungsvergütungen erhöht und zusätzliche Rechte gebracht hat.
Zwei Jahre gegen drei Jahre
Die Anrechnung der kompletten 24 Monate ist möglich, wenn sie zwischen Auszubildendem und Ausbildungsbetrieb vereinbart wird – sie ist ausdrücklich kein Muss. Klären Sie diesen Punkt vor Vertragsabschluss schriftlich; er entscheidet über Ihre weitere Perspektive.
Einstiegsgehalt nach der Ausbildung
Als Endqualifikation liegt das Einkommen im unteren Bereich, weil die Tätigkeit zuarbeitend bleibt. Der wirtschaftlich entscheidende Schritt ist das angehängte dritte Jahr zum Koch. Wer nicht anschließt, findet die besten Bedingungen in Betriebsgastronomie, Kliniken und Gemeinschaftsverpflegung – dort sind Arbeitszeiten und Vergütung meist besser als in der klassischen Gastronomie.
Ausbildungsablauf: Zwei Jahre Handwerk
Die zweijährige Ausbildung ist praxisnah aufgebaut. Im ersten Jahr ist eine gemeinsame Beschulung aller sieben gastgewerblichen Berufe möglich, im zweiten Jahr eine gemeinsame Beschulung der Küchenberufe.
Handwerkliche Grundlagen
Arbeitstechniken, einfache Garverfahren, Warenkunde, Hygiene und Mise en place.
Nach etwa 12 Monaten
Praktische und schriftliche Aufgaben über die bisherigen Inhalte.
Eigenständigkeit am Posten
Standardgerichte, Anrichten, Warenwirtschaft und selbstständige Postenarbeit.
IHK-Prüfung
Praktische Aufgabe sowie schriftliche Teile.
Drittes Jahr zum Koch
Bei Vereinbarung mit Anrechnung der kompletten 24 Monate.
Karrierewege: Fast immer über das dritte Jahr
Der Beruf ist als Modul konzipiert. Der entscheidende Schritt ist das angehängte dritte Jahr zum Koch – danach stehen alle Wege der Küche offen. Welche dieser Richtungen die richtige ist, lässt sich früh klären: Eine Berufsberatung ordnet Neigungen, Stärken und Lebensplanung zu einem tragfähigen Weg.
Anschluss zum Koch
Der planmäßige und wirtschaftlich entscheidende Schritt.
- Drittes Jahr anhängen
- Anrechnung der 24 Monate vereinbaren
- Kochabschluss erwerben
- Danach Chef de Partie
Betriebsform wählen
Auch ohne Anschluss verbessert die richtige Wahl die Lage spürbar.
- Betriebsgastronomie
- Klinik und Gemeinschaftsverpflegung
- Kantine mit Tagesdienst
- Catering
Verantwortung übernehmen
Erfahrung wird in der Küche schnell honoriert.
- Eigenständige Postenführung
- Einarbeitung neuer Kräfte
- Warenannahme und Lager
- Ausgabeleitung
Langfristig
Nach dem Kochabschluss stehen alle Wege offen.
- Küchenmeister/in
- Zusatzqualifikation vegetarisch-vegan
- Küchenleitung
- Selbstständigkeit
Pro & Contra: Stärken und Herausforderungen des Berufs
Ein bewusst niedrigschwelliger Einstieg in die Küche – wirtschaftlich tragfähig aber vor allem mit angehängtem drittem Jahr.
Was für den Beruf spricht
- Zugang ohne bestimmten Schulabschluss
- Theoriereduziert – gut für praktisch Begabte
- Bis zu 24 Monate anrechenbar auf die Kochausbildung
- Allgemeinverbindlicher Tarifvertrag seit 2024
- Sehr viele Ausbildungsplätze bundesweit
- Sichert auch die Koch-Rückfalloption ab
Was Sie wissen sollten
- Als Endqualifikation begrenzt in Verantwortung und Verdienst
- Anrechnung ist Vereinbarungssache, kein Automatismus
- Körperlich fordernd durch Hitze und langes Stehen
- Abend- und Wochenendarbeit in der Gastronomie üblich
- Wenig gestalterischer Spielraum
- Beruf ist neu und vielen Betrieben noch wenig vertraut
Fachkraft Küche vs. Koch vs. Fachkraft für Gastronomie
Die zweijährigen und dreijährigen Wege im Gastgewerbe seit 2022.
Einschätzung unserer Berater

Jan Bohlken
Gründer & Geschäftsführer Profiling Institut · Dipl.-Sozioökonom
„Dieser Beruf schließt eine echte Lücke. Vor 2022 gab es in der Küche nur die dreijährige Kochausbildung – wer den Theorieanteil nicht schaffte, stand am Ende ohne Abschluss da. Jetzt gibt es einen zweijährigen, theoriereduzierten Weg mit voller Anschlussfähigkeit. Ein Punkt ist aber entscheidend: Die Anrechnung der 24 Monate muss mit dem Betrieb vereinbart werden – sie ist kein Automatismus. Klären Sie das schriftlich, bevor Sie unterschreiben.“

Raphaela Peitsch
Diplom-Psychologin · DGSF-zertifiziert
„Für Jugendliche, die schulisch viel Frust erlebt haben, ist dieser Beruf oft ein Wendepunkt. In der Küche zählt, ob das Ergebnis stimmt – nicht, ob man einen Aufsatz schreiben kann. Viele erleben hier zum ersten Mal, dass ihre Arbeit gebraucht wird und sichtbar gelingt. Genau aus diesem Selbstvertrauen entsteht bei vielen der Entschluss, doch noch das dritte Jahr anzuhängen.“
Zukunftsaussichten Fachkraft Küche: Wie robust ist der Beruf?
Vier belastbare Kennzahlen statt Bauchgefühl – und ein daraus errechneter Zukunftsscore. Alle Werte stammen aus amtlichen Quellen oder aus unserer eigenen, offengelegten Auswertung.
Der Beruf liegt im unteren Mittelfeld. Ein Teil der Aufgaben ist standardisiert und damit grundsätzlich automatisierbar, der fachliche Kern bleibt jedoch an Menschen gebunden. Realistisch verschiebt sich die Arbeit, statt zu verschwinden: weniger Routine, mehr Prüfen, Entscheiden und Ausnahmefälle. Wichtig bleibt die Leserichtung: Der Wert misst, was technisch möglich wäre, nicht was ein Betrieb tatsächlich tut. Kosten, Tarif, Regulierung und Kundenerwartung entscheiden mit. Die Bundesagentur für Arbeit führt die Berufsgruppe „Köche/Köchinnen (o.S.)“ 2025 als Engpassberuf – auf eine gemeldete Stelle kommen rechnerisch 3,7 Arbeitsuchende.
Methodik. Zukunftsscore: KI-Risiko (invertiert) 45 %, Fachkräftelage 35 %, Entwicklung der Ausbildungsverträge 20 %; A+ ab 85, A ab 76, B+ ab 68, B ab 60, C+ ab 52, C ab 44, darunter D. Für diesen Beruf liegen 80 % der Gewichtung als Daten vor, der Rest wurde herausgerechnet. Der Ausbildungsmarkt wird bewusst nur informativ ausgewiesen und fließt nicht in den Score ein.
Quellen: Automatisierbarkeit – eigene Auswertung von 478 Berufen auf Basis von IAB, ZEW/Frey-Osborne und WEF, Methodik im Automatisierbarkeits-Check. Fachkräftelage – Bundesagentur für Arbeit, Fachkräfteengpassanalyse 2025. Ausbildungsverträge und Ausbildungsmarkt – BIBB-Erhebung über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge zum 30. September 2025. Stand: September 2026.
Fachkraft Küche – FAQ
Zum 1. August 2022 wurden die gastgewerblichen Berufe erstmals seit über zwanzig Jahren neu geordnet – seither gibt es sieben statt sechs Ausbildungsberufe. Neu geschaffen wurde die Fachkraft Küche als erster zweijähriger Küchenberuf. Umbenannt wurden: Fachkraft im Gastgewerbe zur Fachkraft für Gastronomie, Restaurantfachmann zum Fachmann für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie und Hotelkaufmann zum Kaufmann für Hotelmanagement. Koch, Hotelfachmann und Fachmann für Systemgastronomie behielten ihre Bezeichnung, wurden aber inhaltlich modernisiert. Übergangsregeln gibt es nicht: Alle Verträge ab dem 1. August 2022 fallen automatisch unter die neue Verordnung.
Seit dem 1. August 2022. Sie wurde im Rahmen der Gastro-Neuordnung völlig neu geschaffen – erstmals gibt es damit einen zweijährigen Ausbildungsberuf speziell für die Küchenarbeit. Zuvor existierte in diesem Bereich nur die dreijährige Kochausbildung.
Ja – genau dafür ist der Beruf konzipiert. Der Aufbau ist modular: Nach erfolgreichem Abschluss kann ein drittes Ausbildungsjahr angehängt werden, um den Kochabschluss zu erreichen. Bei Vereinbarung zwischen Auszubildendem und Betrieb können die kompletten 24 Monate angerechnet werden – das ist allerdings kein Muss, sondern Verhandlungssache.
Für Ausbildungsverhältnisse, die 2026 beginnen, beträgt die Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG 724 € im ersten, 854 € im zweiten und 977 € im dritten Ausbildungsjahr. Im Hotel- und Gaststättengewerbe gilt zusätzlich ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag, der rückwirkend zum 1. August 2024 die Ausbildungsvergütungen erhöht hat.
Dauer, Theorieanteil und Verantwortung. Die Fachkraft Küche bereitet einfache Speisen zu und arbeitet zu; die Ausbildung ist bewusst theoriereduziert. Die dreijährige Kochausbildung umfasst zusätzlich Menügestaltung, Kalkulation, Warenbeschaffung und Postenführung sowie deutlich mehr Garverfahren. Das schlägt sich unmittelbar in Verantwortung und Vergütung nieder.
Nur eingeschränkt. Als Endabschluss bleibt die Tätigkeit zuarbeitend, und Verantwortung wie Verdienst bleiben unter dem Kochniveau. Der Beruf wurde ausdrücklich als Modul mit Anschlussperspektive konzipiert. Wer nicht anschließen will, sollte gezielt in Betriebsgastronomie, Kliniken oder Gemeinschaftsverpflegung gehen – dort sind Arbeitszeiten und Bedingungen deutlich besser.
Für praktisch begabte Jugendliche, die mit hohem Theorieanteil fremdeln oder sich drei Jahre zunächst nicht zutrauen. Der Beruf ist bewusst niedrigschwellig angelegt und verlangt formal keinen bestimmten Schulabschluss. Wer die zwei Jahre erfolgreich abschließt, hat einen anerkannten Berufsabschluss – und die Option, mit einem weiteren Jahr Koch zu werden.
In der klassischen Gastronomie mit Abend-, Wochenend- und Feiertagsarbeit, häufig in geteilten Diensten. Sehr viel planbarer sind Kantinen, Betriebsgastronomie, Kliniken und Gemeinschaftsverpflegung, wo überwiegend werktags und tagsüber gearbeitet wird. Diese Betriebsformen werden bei der Ausbildungsplatzsuche häufig übersehen, obwohl sie oft die besseren Bedingungen bieten.
Vor der Bewerbung Klarheit gewinnen
Ein niedrigschwelliger Einstieg mit offener Tür – wenn die Anrechnung vereinbart und der Anschluss mitgeplant ist. Ob der zweijährige oder der volle Weg besser passt, klären wir mit wissenschaftlich validierter Diagnostik nach DIN 33430. An sieben Standorten oder online.
Weiterführende Themen
Quellen & Methodik
- Verordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft Küche, veröffentlicht am 14.03.2022 im Bundesgesetzblatt, in Kraft seit 01.08.2022; erstmals ein zweijähriger Ausbildungsberuf speziell für die Küche.
- Neuordnung der gastgewerblichen Berufe 2022: sieben statt sechs Ausbildungsberufe; keine Übergangsregeln.
- Modularer Aufbau: Nach erfolgreichem Abschluss kann ein drittes Jahr zum Koch angehängt werden; bei Vereinbarung zwischen Auszubildendem und Betrieb sind die kompletten 24 Monate anrechenbar – kein Automatismus.
- Rückfalloption: Koch-Auszubildende können bei nicht bestandener Abschlussprüfung unter bestimmten Voraussetzungen den Abschluss Fachkraft Küche erhalten.
- Allgemeinverbindlicher Tarifvertrag im Hotel- und Gaststättengewerbe, rückwirkend zum 01.08.2024.
- § 17 BBiG zur Mindestausbildungsvergütung 2026 (724 / 854 € für zweijährige Ausbildungen).
- RIASEC-Modell nach John L. Holland (1997): „Making Vocational Choices“, 3. Auflage, PAR.