PHQ-9 Screening · Klinisch validiert · Sofort-Ergebnis

Bin ich depressiv?
Der kostenlose Depressions-Check

9 wissenschaftlich validierte Fragen nach dem PHQ-9 · 4 Schweregrade · Persönliche Auswertung mit konkreten nächsten Schritten · Kein Ersatz für ärztliche Diagnose

PHQ-9 Goldstandard ca. 5 Minuten Anonym & kostenlos Mit Handlungsempfehlungen
Wichtiger Hinweis – bitte lesen

Dieser Depressions-Check ist ein Selbst-Screening-Instrument, das auf dem klinisch validierten PHQ-9 basiert. Er dient der ersten Orientierung, ersetzt aber keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnose. Bei mittlerem oder schwerem Ergebnis suchen Sie bitte zeitnah Ihren Hausarzt auf. Bei akuter Krise oder Gedanken an Selbstverletzung wenden Sie sich sofort an die Telefonseelsorge (0800 111 0 111, kostenlos, 24/7) oder den Notruf (112).

Was ist Depression?

Depression: Mehr als nur Traurigkeit – eine ernst zu nehmende Erkrankung

Depression ist eine der häufigsten und gleichzeitig am stärksten unterschätzten Erkrankungen unserer Zeit. In Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Depressionshilfe jährlich rund 5,3 Millionen Menschen betroffen. Trotzdem suchen viele Betroffene jahrelang keine Hilfe – aus Scham, aus dem Glauben, es müsse so sein, oder weil sie die Symptome nicht als Krankheit erkennen.

Depression ist nicht Schwäche, kein Charakterfehler und kein Versagen. Es ist eine neurologische Erkrankung mit messbaren Veränderungen im Gehirnstoffwechsel. Und sie ist – das ist die entscheidende Botschaft – in der großen Mehrzahl der Fälle sehr gut behandelbar.

„Depressionen sind die führende Ursache für Behinderung weltweit und tragen erheblich zur globalen Krankheitslast bei."

— Weltgesundheitsorganisation (WHO), 2023

Gedrückte Stimmung

Anhaltende Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit oder innere Leere – die meisten Zeit des Tages, an den meisten Tagen.

Interessenverlust

Dinge, die früher Freude gemacht haben, lösen keine positiven Gefühle mehr aus. Hobbys, soziale Kontakte, Arbeit – alles wirkt grau.

Energie & Antriebslosigkeit

Chronische Erschöpfung und Schwerfälligkeit trotz ausreichend Schlaf. Selbst kleine Aufgaben erscheinen unüberwindbar.

5,3 Mio.
Betroffene in Deutschland jährlich
280 Mio.
Betroffene weltweit (WHO 2023)
50 %
suchen keine professionelle Hilfe
> 80 %
Behandlungserfolg mit Therapie
PHQ-9 Screening

Jetzt Depressions-Check starten

Beantworten Sie alle 9 Fragen ehrlich. Wählen Sie, wie häufig Sie in den letzten 2 Wochen von diesen Beschwerden betroffen waren. Die Antworten werden nicht gespeichert.

Depressions-Check (PHQ-9)

9 Fragen · Zeitraum: letzte 2 Wochen · nach Patient Health Questionnaire

Frage 1 von 9
0
PHQ-9 Score (max. 27)
Ihr Ergebnis im PHQ-9-Schweregrad-Spektrum
MinimalLeichtMittelSchwer
PHQ-9 Interpretation

Die vier Schweregrade des PHQ-9 – was bedeutet Ihr Ergebnis?

Der PHQ-9 ist das weltweit meistverwendete Screening-Instrument für Depressionen – eingesetzt von Hausärzten, Kliniken und Forschungsinstituten in über 80 Ländern. Der Score ergibt sich aus der Summe aller Antworten (0–27 Punkte).

0–4
Minimal
Keine oder minimale Symptome. Kein unmittelbarer Handlungsbedarf, Prävention sinnvoll.
5–9
Leicht
Leichte Symptome. Hausarzt aufsuchen, aktives Monitoring, Stressreduzierung.
10–19
Mittelschwer
Deutliche Symptome. Psychotherapie dringend empfohlen, ggf. Medikation.
20–27
Schwer
Schwere Symptome. Sofortige psychiatrische / psychotherapeutische Behandlung.

Quelle: Kroenke K, Spitzer RL, Williams JB (2001). The PHQ-9: validity of a brief depression severity measure. J Gen Intern Med. 16(9):606-13. Der PHQ-9 ist im öffentlichen Bereich zugänglich (Public Domain).

Abgrenzung

Depression, Burnout oder Erschöpfung? Die entscheidenden Unterschiede

Diese drei Zustände werden häufig verwechselt – was zu falschen Maßnahmen führt. Hier die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale in der Übersicht:

Merkmal
Erschöpfung / Stress
Burnout
Depression
Ursache
Erschöpfung
Konkrete, zeitlich begrenzte Überforderung
Burnout
Chronischer beruflicher Stress, Monate bis Jahre
Depression
Multifaktoriell – biologisch, psychosozial, genetisch
Erholung
Erschöpfung
Schlaf und Urlaub helfen schnell
Burnout
Urlaub hilft nicht mehr – Wochen bis Monate
Depression
Klinische Behandlung erforderlich
Hauptemotion
Erschöpfung
Müdigkeit, Gereiztheit
Burnout
Leere, Zynismus, Gleichgültigkeit
Depression
Tiefe Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Taubheit
Lebensbereiche
Erschöpfung
Primär Beruf
Burnout
Primär Beruf, dehnt sich aus
Depression
Alle Lebensbereiche betroffen
Behandlung
Erschöpfung
Selbstfürsorge, Entlastung
Burnout
Hausarzt, Neuorientierung, Coaching
Depression
Psychotherapie, ggf. Antidepressiva, Psychiater

Verbindung zum Beruf: Wenn der falsche Job krank macht

Zwischen Depression und beruflicher Situation besteht eine enge, bidirektionale Verbindung: Berufliche Belastung, Sinnlosigkeit und ein Person-Job-Mismatch sind anerkannte Risikofaktoren für Depressionen. Gleichzeitig verstärkt eine Depression die berufliche Leistungsunfähigkeit. Das Profiling Institut setzt genau an dieser Schnittstelle an: nicht als Therapieanbieter, sondern als Begleiter beim beruflichen Neustart nach der Stabilisierung.

Formen der Depression

Nicht alle Depressionen sind gleich: Die wichtigsten Formen

Depression ist kein einheitliches Bild. Verschiedene Formen unterscheiden sich in Verlauf, Ursache und Behandlung. Ein Screening wie der PHQ-9 kann keine Differenzierung vornehmen – das ist Aufgabe eines Arztes oder Psychotherapeuten.

Häufigste Form

Unipolare Depression

Die klassische Form – anhaltende depressive Episoden ohne Manie. Tritt in Phasen auf, zwischen denen Betroffene symptomfrei sein können.

Saisonal

Saisonale Depression (SAD)

Depressive Symptome treten typischerweise in den dunklen Wintermonaten auf und bessern sich im Frühling. Lichttherapie ist hochwirksam.

Komplex

Bipolare Störung

Wechsel zwischen depressiven Phasen und manischen Hochphasen. Erfordert spezifische Behandlung – Antidepressiva allein können kontraindiziert sein.

Chronisch

Dysthymie

Anhaltende leichte bis mittelschwere depressive Symptome über mindestens 2 Jahre. Oft unerkannt, da Betroffene es als „normalen Gemütszustand" akzeptieren.

Phasengebunden

Postpartale Depression

Tritt nach der Geburt eines Kindes auf, betrifft ca. 10–15 % der Mütter. Häufig unerkannt und unterbehandelt – trotz guter Behandlungsoptionen.

Beruflich getriggert

Burnout-bedingte Depression

Burnout, der in eine klinische Depression übergegangen ist. Berufliche Neuorientierung ist Teil der Therapie – neben medizinischer Behandlung.

Risikofaktoren

Wer ist gefährdet? Risikofaktoren für Depression

Depression entsteht aus dem Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren – das biopsychosoziale Modell. Kein einzelner Faktor verursacht eine Depression allein.

Genetische Veranlagung

Familiäre Häufung von Depressionen erhöht das Erkrankungsrisiko auf das 2–3-fache.

Chronischer Stress

Anhaltende Belastung – beruflich oder privat – verändert messbar den Cortisol- und Neurotransmitter-Haushalt.

Traumatische Erlebnisse

Verluste, Missbrauch, schwere Erkrankungen oder einschneidende Lebensereignisse erhöhen die Vulnerabilität.

Person-Job-Mismatch

Berufliche Sinnlosigkeit, fehlende Autonomie und chronische Überforderung sind starke, oft übersehene Depressionsauslöser.

Soziale Isolation

Einsamkeit und fehlende soziale Einbindung zählen zu den stärksten Risikofaktoren – verstärkt durch Homeoffice und digitale Arbeitswelt.

Schlafmangel

Chronischer Schlafmangel ist sowohl Symptom als auch Ursache von Depressionen – ein bidirektionaler Verstärker-Kreislauf.

Was jetzt tun?

Wenn der Test Warnsignale zeigt: Ihre nächsten Schritte

Depression ist behandelbar. Entscheidend ist, die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge zu gehen. Das Profiling Institut begleitet Sie in Schritt 3 und 4 – wenn medizinische Stabilisierung erfolgt ist und der Blick nach vorne gerichtet werden kann.

01
Arzt aufsuchen
Hausarzt oder direkt Psychiater / Psychotherapeut kontaktieren. Bei akuter Krise: 0800 111 0 111 oder 112
02
Behandlung beginnen
Psychotherapie (KVT), ggf. Antidepressiva, Schlaf, Bewegung, soziale Einbindung
03
Ursachen klären
Berufliche Ursachen identifizieren: Person-Job-Mismatch, Sinnlosigkeit, toxisches Umfeld
04
Neu orientieren
Professionelle Orientierungsberatung für einen tragfähigen beruflichen Neustart
Weiterführende Seiten

Ergänzende Tests, Beratung & Ressourcen

Mentale Gesundheit und Karriere hängen enger zusammen als viele denken. Diese Seiten helfen Ihnen beim nächsten Schritt:

Häufige Fragen

FAQ: Depression verstehen, erkennen, behandeln

Traurigkeit ist eine normale menschliche Reaktion auf Verlust, Enttäuschung oder schwierige Lebensumstände. Sie ist zeitlich begrenzt und legt sich mit der Zeit oder durch Unterstützung von selbst. Depression hingegen ist eine anhaltende psychische Erkrankung, die länger als zwei Wochen besteht, die meisten Lebensbereiche betrifft und nicht durch Willenskraft, Ablenkung oder guten Willen überwunden werden kann. Typisch für eine Depression ist auch der Interessenverlust – die Unfähigkeit, Freude zu empfinden, selbst bei Dingen, die früher Spaß gemacht haben.
Der Patient Health Questionnaire (PHQ-9) ist ein validiertes Selbstbeurteilungsinstrument, das neun Symptomkriterien einer depressiven Episode nach DSM-5 erfasst: gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Schlafprobleme, Energiemangel, Appetitveränderungen, Schuldgefühle, Konzentrationsprobleme, psychomotorische Verlangsamung/Unruhe und Suizidgedanken. Jede Frage wird auf einer 0–3-Skala (nie bis täglich) bewertet. Der Gesamtscore (0–27) ordnet das Ergebnis einem Schweregrad zu. Der PHQ-9 ist international der meistgenutzte Screening-Standard in der Hausarztpraxis und wird in über 80 Ländern eingesetzt.
Ja – in der großen Mehrzahl der Fälle sehr gut behandelbar. Studien zeigen, dass über 80 % der Betroffenen mit angemessener Behandlung eine deutliche Verbesserung oder vollständige Remission erleben. Die wirksamsten Behandlungsansätze sind kognitive Verhaltenstherapie (KVT), andere Formen der Psychotherapie sowie Antidepressiva – oft in Kombination. Wichtig: Je früher Hilfe gesucht wird, desto kürzer ist in der Regel die Genesungszeit und desto geringer das Rückfallrisiko.
Ja – beruflicher Stress, chronische Überforderung, fehlende Wertschätzung und insbesondere ein strukturelles Person-Job-Mismatch sind anerkannte Risikofaktoren für die Entstehung oder Verstärkung einer Depression. Studien zeigen, dass Menschen in Berufen, die nicht zu ihrer Persönlichkeit, ihren Werten oder Stärken passen, ein deutlich erhöhtes Risiko für depressive Erkrankungen aufweisen. Das bedeutet: Eine berufliche Neuorientierung kann nach medizinischer Stabilisierung ein wichtiger Teil der Genesung sein – und das Rückfallrisiko erheblich reduzieren.
Wenn Sie gerade Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid haben, wenden Sie sich bitte sofort an die Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222 (beide kostenlos, 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche, anonym). Sie können auch 112 anrufen oder in die nächste psychiatrische Notaufnahme fahren. Diese Gedanken sind ein medizinisches Notfallsignal – genau wie Herzschmerzen. Bitte zögern Sie nicht.
Das Profiling Institut ist kein medizinischer oder psychotherapeutischer Anbieter. Unsere Expertise liegt in der Phase nach der Stabilisierung: Wenn Betroffene wieder handlungsfähig sind und fragen, wie der berufliche Neustart aussehen soll. Wir bieten DIN 33430-zertifizierte Potenzialanalysen, Orientierungsberatung und Karrierecoaching – mit besonderem Gespür für Menschen, die nach psychischer Erschöpfung oder einem falschen Berufsweg neu starten wollen. Beratungstermine an 7 Standorten in Deutschland oder per Video. Das Erstgespräch ist kostenlos.
Jan Bohlken – Karriereberater und Gründer Profiling Institut, Experte für berufliche Neuorientierung nach psychischer Belastung
Jan Bohlken
Diplom-Sozioökonom · Karriereberater · Gründer Profiling Institut
In über 10.000 Karriereberatungen hat Jan Bohlken eines immer wieder erlebt: Menschen, die nach einer Depression oder einem Burnout in denselben beruflichen Kontext zurückkehren – und erneut scheitern. Sein Credo: Psychische Gesundheit und der richtige Beruf sind keine getrennten Themen. Als DIN 33430-zertifizierter Diagnostiker begleitet er Menschen gezielt an der Schnittstelle zwischen psychischer Stabilisierung und beruflichem Neustart.
DIN 33430 25 J. Headhunting nfb · DGfK · dvb Dipl.-Sozioökonom > 10.000 Beratungen

Depression ist kein Versagen.
Und Erholung ist möglich.

Das Profiling Institut begleitet Sie auf dem Weg zurück – wenn die medizinische Stabilisierung gelingt und die Frage entsteht: Wie sieht ein berufliches Leben aus, das wirklich zu mir passt?

7 Standorte in Deutschland

Orientierungsberatung in Ihrer Stadt

Persönliche Karriere- und Orientierungsberatung nach psychischer Belastung – in Ihrer Stadt oder per Videokonferenz.

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