Burnout-Test — kostenlos, anonym, in 8 Minuten
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WHO-anerkannt · Maslach-Methode · Sofort-Ergebnis

Burnout-Test online: kostenlos & anonym
in 8 Minuten — Frühwarnsignale erkennen

20 wissenschaftlich fundierte Fragen nach dem Maslach Burnout Inventory (MBI) · 3 Risiko-Dimensionen · Personalisierte Auswertung mit konkreten Handlungsempfehlungen

Basiert auf MBI (Maslach 1981) 3 Risiko-Dimensionen ca. 8 Minuten 100 % kostenlos & anonym
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Burnout ist ein biologisch messbares Erschöpfungssyndrom, das schleichend über Monate entsteht — und meist erst spät erkannt wird. Dieser Burnout-Selbsttest zeigt Ihnen in 8 Minuten, ob Frühwarnsignale bei Ihnen vorliegen.

4,5 Mio.
Burnout-Betroffene in Deutschland (Schätzung DAK 2024)
+185 %
Anstieg von Burnout-Diagnosen in den letzten 10 Jahren
Ø 40
Ausfallstage pro Burnout-Erkrankung (BKK-Report)
67 %
der Betroffenen hatten Warnsignale, die sie ignorierten
Quellen: DAK-Psychoreport 2024, BKK Gesundheitsreport, Pronova BKK Stress-Studie. Werte sind aggregierte Schätzungen aus aktuellen Krankenkassen-Reports und Branchen-Erhebungen.
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Burnout-Selbsttest: 20 Fragen, Sofort-Auswertung

Beantworten Sie alle 20 Fragen spontan und ehrlich. Wählen Sie, wie häufig die Aussage auf Ihren aktuellen Zustand zutrifft. Keine Anmeldung, keine Datenspeicherung.

Burnout-Früherkennungstest

20 Fragen · 3 Risiko-Dimensionen · nach Maslach Burnout Inventory

Frage 1 von 20
0
Risiko-Score
Nach dem Test

Was tun nach einem positiven Burnout-Test?

Ein erhöhter Risiko-Score ist kein Schicksal — sondern eine Chance, frühzeitig gegenzusteuern. Diese vier Schritte zeigen, wie Sie nach einem auffälligen Burnout-Selbsttest sinnvoll weitergehen:

1

Ergebnis ernst nehmen

Erhöhte Testwerte sind ein Frühwarnsignal — auch wenn Sie sich noch funktionsfähig fühlen. Burnout entwickelt sich schleichend.

2

Sofortmaßnahmen

Reizdichte reduzieren: weniger Meetings, mehr Pausen, digitale Auszeiten. Schlaf hat absolute Priorität.

3

Ärztliche Abklärung

Hausarzt aufsuchen. Er kann eine AU ausstellen und an Psychotherapeut, Psychiater oder Burnout-Klinik überweisen.

4

Berufliche Klärung

Häufig liegt Burnout ein Person-Job-Mismatch zugrunde. Eine Orientierungsberatung deckt diese strukturelle Ursache auf.

Was ist Burnout?

Burnout: Wenn der Tank leer ist – und Erholung nicht mehr hilft

„Burn-out ist ein Syndrom, das als Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz konzipiert wird, der nicht erfolgreich bewältigt wurde."

— Sinngemäße Übersetzung der WHO-Definition aus der ICD-11, QD85 (2019)
Original (Englisch): „Burn-out is a syndrome conceptualized as resulting from chronic workplace stress that has not been successfully managed."

Burnout ist kein Charakterfehler, keine Schwäche und keine Modeerscheinung. Es ist ein biologisch messbares Erschöpfungssyndrom, das entsteht, wenn anhaltender beruflicher Stress die Regenerationsfähigkeit des Körpers dauerhaft übersteigt. Besonders tückisch: Die Entwicklung verläuft schleichend über Monate oder Jahre – viele Betroffene bemerken es erst, wenn sie bereits im fortgeschrittenen Stadium sind.

Dieser kostenlose Burnout-Früherkennungstest basiert auf dem Maslach Burnout Inventory (MBI), dem weltweit meistzitierten Messinstrument für Burnout, entwickelt von der US-Psychologin Christina Maslach in den 1980er Jahren. Er misst drei zentrale Dimensionen: emotionale Erschöpfung, Zynismus und Leistungsunzufriedenheit.

Emotionale Erschöpfung

Das Kernsymptom: Das Gefühl, emotional leer zu sein und keine Energie mehr für Arbeit oder Mitmenschen aufbringen zu können.

Zynismus & Distanzierung

Wachsende innere Distanz gegenüber der Arbeit, Kollegen oder Kunden. Was früher Begeisterung auslöste, lässt jetzt gleichgültig.

Leistungsunzufriedenheit

Das Gefühl, nichts mehr zu bewirken und nicht mehr wirksam zu sein – trotz Anstrengung. Der Sinn der eigenen Arbeit geht verloren.

Abgrenzung

Burnout, Stress oder Depression? Die entscheidenden Unterschiede

Diese drei Zustände werden häufig verwechselt – und die Verwechslung kann fatale Konsequenzen haben. Eine fehlerhafte Selbstdiagnose führt zu falschen Maßnahmen. Hier sind die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale:

Akuter Stress
UrsacheKonkrete, zeitlich begrenzte Überlastung
ErholungSchlaf und Urlaub helfen
EmotionAnspannung, Ungeduld
EnergieNoch vorhanden, aber überaktiviert
VerlaufReversibel in Tagen bis Wochen
Burnout (ICD-11 QD85)
UrsacheChronischer beruflicher Stress über Monate/Jahre
ErholungSchlaf und Urlaub helfen nicht mehr
EmotionLeere, Zynismus, Gleichgültigkeit
EnergieChronisch erschöpft, leer
VerlaufWochen bis Monate Erholung nötig
Depression
UrsacheMultifaktoriell (biologisch, psychosozial)
ErholungKlinische Behandlung erforderlich
EmotionTiefe Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit
EnergieFehlt in allen Lebensbereichen
VerlaufMonate bis Jahre, Rückfallrisiko

Wichtig: Burnout und Depression können gleichzeitig auftreten und sich gegenseitig verstärken. Ein Burnout-Selbsttest ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Symptomen suchen Sie bitte einen Arzt oder Psychotherapeuten auf.

— Empfehlung Profiling Institut
Verdeckt & gefährlich

Stiller Burnout: Wenn von außen alles in Ordnung scheint

Ein stiller Burnout (auch „verdeckter Burnout") ist tückisch: Betroffene funktionieren weiter, liefern, halten Termine ein. Von außen wirkt alles unauffällig — innerlich sind Energie, Motivation und Sinnempfinden längst erschöpft.

Besonders gefährdet sind Hochleister, Führungskräfte und Menschen mit hohem Verantwortungsgefühl, die ihren Zustand vor sich selbst und anderen verbergen. Stille Burnouts kollabieren oft schlagartig — ein scheinbar plötzlicher Zusammenbruch nach Monaten oder Jahren überspielter Erschöpfung.

Genau diese Form wird im klassischen Test oft unterschätzt, weil die Betroffenen ihre Symptome rationalisieren („das wird schon"). Wer bei sich Funktionsfähigkeit plus innere Leere bemerkt, sollte besonders aufmerksam sein.

Typische Anzeichen für stillen Burnout

  • Funktionieren ohne innere Beteiligung
  • Wochenenden werden zur „Reparatur" der Woche
  • Hobbys und Freundeskreis verkleinern sich unauffällig
  • Innere Leere trotz äußerer Erfolge
  • Schlaf wird oberflächlich, ohne Erholungswert
  • Zynismus, der „nur" zur Selbstironie geworden ist
  • Das Gefühl, eine Rolle zu spielen — nicht mehr zu sein
Verwechslungsgefahr

Burnout oder Boreout? Der entscheidende Unterschied

Burnout und Boreout erzeugen erstaunlich ähnliche Symptome — Erschöpfung, Sinnlosigkeit, Zynismus, Schlafprobleme. Doch sie haben gegensätzliche Ursachen. Wer sie verwechselt, behandelt das falsche Problem.

Burnout — Überforderung

Chronische Überlastung durch zu viel

  • Zu viele Aufgaben, zu hoher Druck
  • Permanente Erreichbarkeit, keine Erholung
  • Hohe emotionale Belastung (Pflege, Lehre, Beratung)
  • Konflikt zwischen eigenen Werten und Job

Lösung: Reizreduktion, Erholung, Grenzen setzen, ggf. Berufswechsel bei strukturellem Mismatch.

Boreout — Unterforderung

Chronische Sinnlosigkeit durch zu wenig

  • Zu wenig sinnvolle Aufgaben
  • Fehlende Herausforderung, keine Entwicklung
  • Gefühl der inneren Kündigung
  • „Am falschen Platz"-Gefühl

Lösung: Stimulation, neue Aufgaben, Karrierewechsel, Potenzialanalyse.

Unsicher, welcher Zustand auf Sie zutrifft? Der Work-Life-Navigator hilft, beide Phänomene zu unterscheiden — und zeigt auf, ob eine berufliche Neuorientierung sinnvoll ist.

Phasenmodell nach Freudenberger

Die 5 Phasen des Burnouts: In welcher Phase sind Sie?

Burnout entwickelt sich nicht über Nacht. Das Phasenmodell des Psychologen Herbert Freudenberger zeigt, wie sich die Erschöpfung schrittweise entwickelt – und warum so viele Betroffene die frühen Phasen übersehen.

1
Noch kaum spürbar
Zwang, sich zu beweisen
Überhöhter Ehrgeiz, Perfektionismus, freiwillige Mehrarbeit. Die Arbeit beginnt, alle anderen Lebensbereiche zu verdrängen.
2
Frühphase
Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
Schlaf, Hobbys, soziale Kontakte werden zurückgestellt. Erste körperliche Warnsignale (Kopfschmerzen, Schlafprobleme) erscheinen.
3
Mittlere Phase
Umdeutung von Werten
Soziale Kontakte werden als Belastung wahrgenommen. Zynismus und emotionale Abstumpfung setzen ein. Konzentrationsprobleme nehmen zu.
4
Fortgeschritten
Rückzug & innere Leere
Vollständiger Rückzug, Hoffnungslosigkeit, anhaltende Erschöpfung. Körperliche Symptome (Herzrasen, Schmerzen) verstärken sich. Urlaub bringt keine Erholung mehr.
5
Krisenphase
Totale Erschöpfung
Vollständiger körperlicher und geistiger Zusammenbruch. Arbeitsunfähigkeit, ggf. stationäre Behandlung notwendig. Sofortige ärztliche Hilfe ist erforderlich.
Risikofaktoren

Wer ist besonders gefährdet? Die häufigsten Burnout-Ursachen

Burnout entsteht selten durch einen einzigen Faktor. Meist ist es das Zusammenspiel aus Arbeitsumgebung, Persönlichkeit und fehlenden Ressourcen, das die Erschöpfungsspirale in Gang setzt. Das Modell von Maslach und Leiter benennt sechs zentrale Mismatch-Bereiche:

Chronische Zeitüberforderung

Dauerhafter Zeitdruck, zu viele Aufgaben, unrealistische Deadlines ohne Handlungsspielraum. Der häufigste Einzeltrigger.

Fehlende Kontrolle & Autonomie

Kein Mitspracherecht über eigene Aufgaben, Methoden oder Arbeitszeiten. Ohnmachtsgefühl im beruflichen Alltag.

Fehlende Anerkennung

Gute Leistungen werden nicht wahrgenommen oder finanziell nicht honoriert. Wertschätzung fehlt als emotionaler Treibstoff.

Soziale Konflikte & Isolation

Anhaltende Konflikte mit Vorgesetzten oder Kollegen, toxische Teamdynamiken oder berufliche Einsamkeit erhöhen das Burnout-Risiko erheblich.

Ungerechtigkeit & Wertekonflikt

Wenn das Unternehmen Werte vertritt, die mit den eigenen Überzeugungen kollidieren – ein chronischer Stressor, der Zynismus beschleunigt.

Person-Job-Mismatch

Der Beruf passt grundsätzlich nicht zur Persönlichkeit, zu den Stärken oder Werten. Dieser strukturelle Faktor ist die Hauptursache für therapieresistente Burnout-Verläufe.

Berufsgruppen

Welche Berufsgruppen sind besonders gefährdet?

Burnout trifft alle Branchen – doch bestimmte Berufsgruppen weisen statistisch deutlich erhöhte Risikoprofile auf. Besonders anfällig sind Berufe mit hohem Verantwortungsdruck, ständigem Personenkontakt oder systemischer Überlastung:

Pflege & Medizin
Risiko-Index 84
Lehramt & Sozialarbeit
Risiko-Index 78
Führungskräfte
Risiko-Index 72
IT & Technologie
Risiko-Index 68
Unternehmensberatung
Risiko-Index 65
Finanzwesen & Banking
Risiko-Index 60

Quellen: DAK-Psychoreport 2024, BKK Gesundheitsreport 2023/2024, Statista, Pronova BKK Stress-Studie. Der Risiko-Index ist eine vergleichende Kennzahl auf Basis von AU-Tagen pro 100 Versicherte; höhere Werte zeigen ein überproportionales Burnout-Risiko gegenüber dem Bevölkerungsdurchschnitt.

Symptom-Check

Burnout-Symptome erkennen: körperlich, psychisch, sozial

Burnout manifestiert sich auf drei Ebenen gleichzeitig. Besonders tückisch: Viele Symptome werden zunächst als „normale Erschöpfung" abgetan – bis der Punkt erreicht ist, an dem Erholung allein nicht mehr ausreicht.

Körperliche Warnsignale

  • Anhaltende Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafprobleme)
  • Herzrasen, Bluthochdruck, Magen-Darm-Beschwerden
  • Chronische Kopf- und Rückenschmerzen
  • Häufige Infekte durch geschwächtes Immunsystem

Psychische Warnsignale

  • Konzentrationsprobleme, Gedächtnisschwäche
  • Zunehmender Zynismus gegenüber Arbeit und Kollegen
  • Reizbarkeit, emotionale Instabilität, innere Leere
  • Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit

Soziale Warnsignale

  • Rückzug von Familie, Freunden, sozialen Aktivitäten
  • Abnahme der Leistung trotz steigendem Aufwand
  • Zunehmende Fehlzeiten, innere Kündigung
  • Alkohol, Medikamente oder andere Kompensationsverhalten
Berufliche Neuorientierung nach Burnout

Der Weg zurück: Wie geht es nach einem Burnout weiter?

Ein Burnout ist kein Ende – es ist ein erzwungener Neustart. Für viele Betroffene ist die Phase der Erholung der erste Moment in Jahren, in dem sie ernsthaft fragen: Was will ich eigentlich? Und welcher Beruf passt wirklich zu mir?

Das Profiling Institut begleitet Menschen gezielt in dieser sensiblen Phase. Wir wissen: Der wichtigste Schritt nach einem Burnout ist nicht nur die Rückkehr in die Arbeit – sondern die Rückkehr in die richtige Arbeit.

01
Stabilisierung
Körperliche und psychische Erholung durch Schlaf, Entlastung und ärztliche Begleitung
02
Selbstreflexion
Was hat zum Burnout geführt? Welche Muster wiederholen sich? Was muss sich wirklich ändern?
03
Orientierung
Professionelle Potenzialanalyse: Stärken, Werte und Berufsfelder neu justieren
04
Neustart
Konkrete Karriereschritte planen – mit Struktur, Bewerbungscoaching und Netzwerk
Orientierungsberatung

Orientierungsberatung: Wenn Sie nicht mehr wissen, wo es langgeht

Viele Menschen kommen zum Profiling Institut nicht mit einem klaren Ziel – sondern mit einer tiefen Desorientierung. Burnout-Betroffene fragen sich oft: „Ich weiß, was ich nicht mehr will – aber was will ich eigentlich?"

Genau hier setzt unsere Orientierungsberatung an: ein strukturierter, wissenschaftlich fundierter Prozess, der Stärken, Werte und Potenziale sichtbar macht – und aus dieser Grundlage heraus konkrete Richtungen entwickelt.

  • Tiefendiagnostik mit DIN 33430-zertifizierten Verfahren
  • Persönlichkeitsanalyse, Interessenprofile und Werte-Kompass
  • Konkrete Berufsfeld- und Karrierealternativen mit Realisierbarkeitscheck
  • Schrittweise Umsetzungsplanung ohne Überforderung
Wissenschaftliche Grundlagen

Quellen und Validierung

Dieser Burnout-Selbsttest folgt etablierten wissenschaftlichen Standards. Die zentralen Quellen und Messinstrumente:

Wissenschaftliche Basis

  • Maslach, C. & Jackson, S. E. (1981). The measurement of experienced burnout. Journal of Occupational Behavior, 2(2), 99–113. — Originalpublikation des MBI, Goldstandard der Burnout-Forschung.
  • Maslach, C. & Leiter, M. P. (1997). The Truth About Burnout. — Sechs-Mismatch-Modell der Burnout-Ursachen (Workload, Control, Reward, Community, Fairness, Values).
  • WHO (2019). ICD-11, Code QD85 — Internationale Klassifikation von Burnout als berufliches Phänomen.
  • Schaufeli, W. B. et al. (2020). Burnout Assessment Tool (BAT) — Weiterentwicklung mit vier Kerndimensionen.
  • Kristensen, T. S. et al. (2005). Copenhagen Burnout Inventory. Work & Stress, 19(3), 192–207.
  • Freudenberger, H. J. (1974). Staff Burnout. Journal of Social Issues, 30(1), 159–165. — Erstbeschreibung des Burnout-Syndroms.
  • DAK-Psychoreport 2024, BKK Gesundheitsreport 2023/2024, Pronova BKK Stress-Studie — aktuelle Prävalenz- und Branchen-Daten für Deutschland.

Hinweis: Dieser Online-Selbsttest dient der Frühsensibilisierung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnostik. Bei anhaltenden Symptomen oder Krisensituationen wenden Sie sich an einen Arzt, Psychotherapeuten oder eine Beratungsstelle.

Weiterführende Seiten

Ergänzende Tests, Beratungsangebote & Ressourcen

Burnout hat viele Gesichter – und Erholung braucht die richtige Begleitung. Diese Seiten helfen Ihnen beim nächsten Schritt:

Häufige Fragen

FAQ: Burnout verstehen, erkennen, überwinden

Die frühesten Anzeichen sind oft unscheinbar: anhaltende Müdigkeit trotz ausreichendem Schlaf, das Gefühl, schon morgens erschöpft zu sein, abnehmende Begeisterung für die Arbeit, leichte Reizbarkeit gegenüber Kollegen oder Kunden, Schlafprobleme, häufigere Kopfschmerzen oder Verspannungen sowie das Gefühl, dass Wochenenden und Urlaube nicht mehr richtig erholen. Hinzu kommen psychische Frühsignale: zunehmender Perfektionismus, das Gefühl „es muss alles selbst gemacht werden", und ein Rückzug aus privaten Aktivitäten. Diese Symptome werden häufig als „einfach Stress" abgetan – dabei sind sie das Fenster, in dem Burnout am leichtesten gestoppt werden kann.
Stiller Burnout (auch „verdeckter Burnout") beschreibt einen Erschöpfungszustand, der von außen kaum sichtbar ist: Betroffene funktionieren weiter, liefern, halten Termine ein – während innerlich Energie, Motivation und Sinnempfinden bereits weitgehend erschöpft sind. Besonders gefährdet sind Hochleister, Führungskräfte und Menschen mit hohem Verantwortungsgefühl, die ihren Zustand vor sich selbst und anderen verbergen. Stille Burnouts kollabieren oft schlagartig – ein scheinbar plötzlicher Zusammenbruch, der tatsächlich das Resultat monatelanger oder jahrelanger Überlastung ist. Achten Sie bei sich auf: emotionalen Rückzug, innere Leere trotz äußerer Funktionsfähigkeit, Zynismus, dauerhaftes Gefühl der Sinnlosigkeit.
Burnout entsteht durch chronische Überforderung: zu viele Aufgaben, zu hoher Druck, zu wenig Erholung. Boreout entsteht durch chronische Unterforderung: zu wenig sinnvolle Aufgaben, fehlende Herausforderung, das Gefühl, am falschen Platz zu sein. Beide Zustände führen paradoxerweise zu ähnlichen Symptomen: Erschöpfung, Sinnlosigkeit, Zynismus, Schlafprobleme. Der Unterschied liegt in der Ursache – und damit auch in der Lösung. Bei Burnout helfen Reizreduktion und Erholung. Bei Boreout helfen Stimulation, neue Aufgaben oder ein Berufswechsel. Unser Work-Life-Navigator hilft, beide Phänomene zu unterscheiden.
Burnout ist in der ICD-11 unter QD85 als berufliches Phänomen gelistet, nicht als eigenständige Krankheit. Ärztliche Diagnosen erfolgen daher meist über verwandte ICD-10-Codes: Z73.0 (Ausgebrannt-Sein) als Z-Diagnose ohne Krankheitswert, oder F43.8 (sonstige Reaktionen auf schwere Belastungen) bei psychischer Symptomatik. Die Diagnose erfolgt klinisch durch einen Arzt oder Psychotherapeuten – typischerweise mit ausführlicher Anamnese, ggf. ergänzt durch standardisierte Fragebögen wie MBI, BAT oder CBI. Ein Online-Selbsttest wie dieser dient der Früherkennung und Sensibilisierung, ersetzt aber keine fachliche Diagnose.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Burnout 2019 in die ICD-11 unter dem Code QD85 aufgenommen – als berufliches Phänomen, nicht als medizinische Erkrankung. Die WHO definiert Burnout als Syndrom, das aus chronischem beruflichen Stress entsteht, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Es ist durch drei Merkmale charakterisiert: Energieverlust oder Erschöpfung, wachsende mentale Distanz vom Beruf, sowie reduzierte berufliche Wirksamkeit. Burnout bezieht sich ausschließlich auf den beruflichen Kontext und sollte nicht zur Beschreibung von Erfahrungen in anderen Lebensbereichen verwendet werden.
Die Erholungszeit variiert stark je nach Schweregrad und Unterstützung: Leichte Burnout-Phasen können bei konsequenter Reizreduktion und Schlaf in 3–6 Monaten deutlich verbessert werden. Mittelschwere Burnout-Verläufe erfordern häufig 6–18 Monate, oft mit psychotherapeutischer Begleitung. Schwere Burnout-Verläufe mit depressiver Episode können 1–3 Jahre oder länger in Anspruch nehmen. Entscheidend für den Erfolg ist, ob strukturelle Ursachen (z. B. falscher Beruf, toxisches Umfeld) behoben werden – oder ob man nach der Erholung in dieselbe Situation zurückkehrt.
Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie unter folgenden Symptomen leiden: anhaltende Schlafstörungen über mehr als 2–3 Wochen; körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Brustschmerzen oder schwere Magen-Darm-Störungen; depressive Gedanken, Hoffnungslosigkeit oder Suizidgedanken; das Gefühl, morgens nicht mehr aufstehen zu können. Ihr Hausarzt ist der erste Ansprechpartner. Er kann eine Arbeitsunfähigkeit ausstellen und Sie an Psychotherapeuten, Psychiater oder eine Burnout-Klinik überweisen. Ein Selbsttest ersetzt keine ärztliche Diagnose.
Ja – aber nur, wenn die strukturellen Ursachen behoben wurden. Wer nach einem Burnout in dieselben Bedingungen zurückkehrt, hat ein stark erhöhtes Rückfallrisiko. Manchmal reichen Anpassungen: reduzierte Stunden, andere Aufgaben, neues Team oder eine andere Führungskraft. In anderen Fällen zeigt ein Burnout, dass ein grundsätzliches Person-Job-Mismatch vorliegt – der Beruf passt strukturell nicht zur Persönlichkeit oder zu den Werten. In diesem Fall ist eine berufliche Neuorientierung nach Burnout der nachhaltigere Weg.
Burnout und Depression teilen Symptome wie Erschöpfung und Antriebslosigkeit, sind aber konzeptuell unterschiedlich. Burnout ist berufsspezifisch: Es entsteht aus chronischer Arbeitsüberlastung und verbessert sich, wenn die berufliche Situation sich ändert. Depression kann alle Lebensbereiche betreffen, tritt ohne klare externe Ursache auf und erfordert klinische Behandlung (Psychotherapie, ggf. Medikation). Wichtig: Burnout kann in eine klinische Depression übergehen, was eine ärztliche Abklärung in jedem Fall notwendig macht. Bei Suizidgedanken: bitte sofort den Notruf (112) oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111, kostenlos, 24/7) kontaktieren.
Die wirksamsten Präventionsmaßnahmen laut aktueller Forschung: (1) Person-Job-Fit sicherstellen – der Beruf muss zu Stärken, Werten und Persönlichkeit passen; (2) Grenzen setzen und kommunizieren: „Nein" ist keine Schwäche, sondern Selbstschutz; (3) Ausreichend Schlaf (7–9 Stunden) als Non-Verhandelbar; (4) Reiz-Erholungsrhythmus einplanen, besonders für hochsensible Menschen; (5) Soziale Unterstützung aktiv pflegen; (6) Regelmäßige Reflexion: Wie zufrieden bin ich wirklich? Unser Work-Life-Navigator hilft dabei.
Das Profiling Institut ist auf die Phase nach der medizinischen Stabilisierung spezialisiert: Wenn Betroffene wieder handlungsfähig sind und die Frage entsteht, wie der berufliche Neustart aussehen soll. Wir bieten: DIN 33430-zertifizierte Potenzialanalyse, die Persönlichkeit, Stärken und Werte systematisch erfasst; individuelle Orientierungsberatung, die Berufsfeld-Alternativen entwickelt; Bewerbungscoaching und Netzwerk-Unterstützung für den Wiedereinstieg. Beratungstermine sind an 7 Standorten (Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Frankfurt, München, Stuttgart, Hannover) oder per Video möglich. Das Erstgespräch ist kostenlos.
Es gibt mehrere wissenschaftlich validierte Burnout-Tests: Das Maslach Burnout Inventory (MBI) ist der internationale Goldstandard und misst drei Dimensionen (emotionale Erschöpfung, Zynismus, Leistungsunzufriedenheit). Das Burnout Assessment Tool (BAT) wurde 2020 als Weiterentwicklung in Belgien und den Niederlanden entwickelt und gilt als modernerer Ansatz mit vier Kerndimensionen. Der Copenhagen Burnout Inventory (CBI) unterscheidet zwischen persönlichem, arbeits- und klientenbezogenem Burnout. Unser kostenloser Online-Test basiert auf dem MBI – dem weltweit am häufigsten zitierten Verfahren. Für eine professionelle Diagnostik empfehlen wir eine validierte Potenzialanalyse nach DIN 33430.
Die Kosten für die medizinische Behandlung eines Burnouts werden in Deutschland in der Regel von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen, sofern eine Diagnose nach ICD-10 gestellt wird (z. B. F43.8 oder Z73.0). Das umfasst ärztliche Behandlung, Psychotherapie und ggf. stationäre Rehabilitation. Berufliche Coaching- und Beratungsangebote, wie unsere Orientierungsberatung nach Burnout, sind keine Kassenleistung – können aber in manchen Fällen über die Deutsche Rentenversicherung (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben), das Arbeitsamt (Bildungsgutschein, Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) oder den Arbeitgeber gefördert werden. Im Erstgespräch prüfen wir mit Ihnen mögliche Förderoptionen.
Ja, statistisch zeigen sich klare Unterschiede: Frauen erhalten deutlich häufiger eine Burnout-Diagnose und weisen mehr AU-Tage durch psychische Erkrankungen auf – laut DAK-Psychoreport rund 60 Prozent mehr als Männer. Ein zentraler Grund ist die Doppelbelastung aus Beruf und Care-Arbeit. Männer hingegen kommunizieren Symptome später, kompensieren häufiger durch Alkohol, Rückzug oder erhöhte Arbeitsleistung, und ihr Burnout wird oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt. Die Symptome selbst (Erschöpfung, Zynismus, Leistungsabfall) sind bei beiden Geschlechtern ähnlich – die Wege dorthin und der Umgang damit unterscheiden sich. Unser Test ist geschlechtsneutral validiert und liefert vergleichbare Ergebnisse für alle Geschlechter.
Jan Bohlken – Karriereberater und Gründer Profiling Institut, spezialisiert auf Burnout-Prävention und berufliche Neuorientierung
Jan Bohlken
Diplom-Sozialökonom · Karriereberater · Gründer Profiling Institut
In 25 Jahren als Headhunter und über 10.000 Karriereberatungen hat Jan Bohlken eines immer wieder erlebt: Burnout-Betroffene, die nach der Erholung wieder in dieselbe Situation zurückkehren – und erneut scheitern. Sein Ansatz: Burnout-Prävention beginnt mit dem richtigen Beruf. Als DIN 33430-zertifizierter Diagnostiker und Gründer des Profiling Instituts begleitet er Menschen gezielt auf dem Weg zurück in ein berufliches Leben, das zu ihrer Persönlichkeit, ihren Stärken und Werten passt.
DIN 33430 25 J. Headhunting nfb · DGfK · dvb Dipl.-Sozialökonom > 10.000 Beratungen

Burnout ist kein Ende.
Es ist ein Signal. Hören Sie hin.

Das Profiling Institut begleitet Sie auf dem Weg zurück – mit Klarheit über Ihre Stärken, Orientierung in der Neuorientierung und konkreten Schritten, die zu Ihnen passen.

7 Standorte in Deutschland

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Persönliche Orientierungsberatung nach Burnout – in Düsseldorf, München, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Stuttgart und Hannover. Oder bequem per Videokonferenz.

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