Burnout-Test online: kostenlos & anonym
in 8 Minuten — Frühwarnsignale erkennen
20 wissenschaftlich fundierte Fragen nach dem Maslach Burnout Inventory (MBI) · 3 Risiko-Dimensionen · Personalisierte Auswertung mit konkreten Handlungsempfehlungen
Burnout ist ein biologisch messbares Erschöpfungssyndrom, das schleichend über Monate entsteht — und meist erst spät erkannt wird. Dieser Burnout-Selbsttest zeigt Ihnen in 8 Minuten, ob Frühwarnsignale bei Ihnen vorliegen.
Burnout-Selbsttest: 20 Fragen, Sofort-Auswertung
Beantworten Sie alle 20 Fragen spontan und ehrlich. Wählen Sie, wie häufig die Aussage auf Ihren aktuellen Zustand zutrifft. Keine Anmeldung, keine Datenspeicherung.
Burnout-Früherkennungstest
20 Fragen · 3 Risiko-Dimensionen · nach Maslach Burnout Inventory
Was tun nach einem positiven Burnout-Test?
Ein erhöhter Risiko-Score ist kein Schicksal — sondern eine Chance, frühzeitig gegenzusteuern. Diese vier Schritte zeigen, wie Sie nach einem auffälligen Burnout-Selbsttest sinnvoll weitergehen:
Ergebnis ernst nehmen
Erhöhte Testwerte sind ein Frühwarnsignal — auch wenn Sie sich noch funktionsfähig fühlen. Burnout entwickelt sich schleichend.
Sofortmaßnahmen
Reizdichte reduzieren: weniger Meetings, mehr Pausen, digitale Auszeiten. Schlaf hat absolute Priorität.
Ärztliche Abklärung
Hausarzt aufsuchen. Er kann eine AU ausstellen und an Psychotherapeut, Psychiater oder Burnout-Klinik überweisen.
Berufliche Klärung
Häufig liegt Burnout ein Person-Job-Mismatch zugrunde. Eine Orientierungsberatung deckt diese strukturelle Ursache auf.
Burnout: Wenn der Tank leer ist – und Erholung nicht mehr hilft
„Burn-out ist ein Syndrom, das als Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz konzipiert wird, der nicht erfolgreich bewältigt wurde."
— Sinngemäße Übersetzung der WHO-Definition aus der ICD-11, QD85 (2019)Burnout ist kein Charakterfehler, keine Schwäche und keine Modeerscheinung. Es ist ein biologisch messbares Erschöpfungssyndrom, das entsteht, wenn anhaltender beruflicher Stress die Regenerationsfähigkeit des Körpers dauerhaft übersteigt. Besonders tückisch: Die Entwicklung verläuft schleichend über Monate oder Jahre – viele Betroffene bemerken es erst, wenn sie bereits im fortgeschrittenen Stadium sind.
Dieser kostenlose Burnout-Früherkennungstest basiert auf dem Maslach Burnout Inventory (MBI), dem weltweit meistzitierten Messinstrument für Burnout, entwickelt von der US-Psychologin Christina Maslach in den 1980er Jahren. Er misst drei zentrale Dimensionen: emotionale Erschöpfung, Zynismus und Leistungsunzufriedenheit.
Emotionale Erschöpfung
Das Kernsymptom: Das Gefühl, emotional leer zu sein und keine Energie mehr für Arbeit oder Mitmenschen aufbringen zu können.
Zynismus & Distanzierung
Wachsende innere Distanz gegenüber der Arbeit, Kollegen oder Kunden. Was früher Begeisterung auslöste, lässt jetzt gleichgültig.
Leistungsunzufriedenheit
Das Gefühl, nichts mehr zu bewirken und nicht mehr wirksam zu sein – trotz Anstrengung. Der Sinn der eigenen Arbeit geht verloren.
Burnout, Stress oder Depression? Die entscheidenden Unterschiede
Diese drei Zustände werden häufig verwechselt – und die Verwechslung kann fatale Konsequenzen haben. Eine fehlerhafte Selbstdiagnose führt zu falschen Maßnahmen. Hier sind die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale:
Wichtig: Burnout und Depression können gleichzeitig auftreten und sich gegenseitig verstärken. Ein Burnout-Selbsttest ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei anhaltenden Symptomen suchen Sie bitte einen Arzt oder Psychotherapeuten auf.
— Empfehlung Profiling InstitutStiller Burnout: Wenn von außen alles in Ordnung scheint
Ein stiller Burnout (auch „verdeckter Burnout") ist tückisch: Betroffene funktionieren weiter, liefern, halten Termine ein. Von außen wirkt alles unauffällig — innerlich sind Energie, Motivation und Sinnempfinden längst erschöpft.
Besonders gefährdet sind Hochleister, Führungskräfte und Menschen mit hohem Verantwortungsgefühl, die ihren Zustand vor sich selbst und anderen verbergen. Stille Burnouts kollabieren oft schlagartig — ein scheinbar plötzlicher Zusammenbruch nach Monaten oder Jahren überspielter Erschöpfung.
Genau diese Form wird im klassischen Test oft unterschätzt, weil die Betroffenen ihre Symptome rationalisieren („das wird schon"). Wer bei sich Funktionsfähigkeit plus innere Leere bemerkt, sollte besonders aufmerksam sein.
Typische Anzeichen für stillen Burnout
- Funktionieren ohne innere Beteiligung
- Wochenenden werden zur „Reparatur" der Woche
- Hobbys und Freundeskreis verkleinern sich unauffällig
- Innere Leere trotz äußerer Erfolge
- Schlaf wird oberflächlich, ohne Erholungswert
- Zynismus, der „nur" zur Selbstironie geworden ist
- Das Gefühl, eine Rolle zu spielen — nicht mehr zu sein
Burnout oder Boreout? Der entscheidende Unterschied
Burnout und Boreout erzeugen erstaunlich ähnliche Symptome — Erschöpfung, Sinnlosigkeit, Zynismus, Schlafprobleme. Doch sie haben gegensätzliche Ursachen. Wer sie verwechselt, behandelt das falsche Problem.
Burnout — Überforderung
Chronische Überlastung durch zu viel
- Zu viele Aufgaben, zu hoher Druck
- Permanente Erreichbarkeit, keine Erholung
- Hohe emotionale Belastung (Pflege, Lehre, Beratung)
- Konflikt zwischen eigenen Werten und Job
Lösung: Reizreduktion, Erholung, Grenzen setzen, ggf. Berufswechsel bei strukturellem Mismatch.
Boreout — Unterforderung
Chronische Sinnlosigkeit durch zu wenig
- Zu wenig sinnvolle Aufgaben
- Fehlende Herausforderung, keine Entwicklung
- Gefühl der inneren Kündigung
- „Am falschen Platz"-Gefühl
Lösung: Stimulation, neue Aufgaben, Karrierewechsel, Potenzialanalyse.
Unsicher, welcher Zustand auf Sie zutrifft? Der Work-Life-Navigator hilft, beide Phänomene zu unterscheiden — und zeigt auf, ob eine berufliche Neuorientierung sinnvoll ist.
Die 5 Phasen des Burnouts: In welcher Phase sind Sie?
Burnout entwickelt sich nicht über Nacht. Das Phasenmodell des Psychologen Herbert Freudenberger zeigt, wie sich die Erschöpfung schrittweise entwickelt – und warum so viele Betroffene die frühen Phasen übersehen.
Wer ist besonders gefährdet? Die häufigsten Burnout-Ursachen
Burnout entsteht selten durch einen einzigen Faktor. Meist ist es das Zusammenspiel aus Arbeitsumgebung, Persönlichkeit und fehlenden Ressourcen, das die Erschöpfungsspirale in Gang setzt. Das Modell von Maslach und Leiter benennt sechs zentrale Mismatch-Bereiche:
Chronische Zeitüberforderung
Dauerhafter Zeitdruck, zu viele Aufgaben, unrealistische Deadlines ohne Handlungsspielraum. Der häufigste Einzeltrigger.
Fehlende Kontrolle & Autonomie
Kein Mitspracherecht über eigene Aufgaben, Methoden oder Arbeitszeiten. Ohnmachtsgefühl im beruflichen Alltag.
Fehlende Anerkennung
Gute Leistungen werden nicht wahrgenommen oder finanziell nicht honoriert. Wertschätzung fehlt als emotionaler Treibstoff.
Soziale Konflikte & Isolation
Anhaltende Konflikte mit Vorgesetzten oder Kollegen, toxische Teamdynamiken oder berufliche Einsamkeit erhöhen das Burnout-Risiko erheblich.
Ungerechtigkeit & Wertekonflikt
Wenn das Unternehmen Werte vertritt, die mit den eigenen Überzeugungen kollidieren – ein chronischer Stressor, der Zynismus beschleunigt.
Person-Job-Mismatch
Der Beruf passt grundsätzlich nicht zur Persönlichkeit, zu den Stärken oder Werten. Dieser strukturelle Faktor ist die Hauptursache für therapieresistente Burnout-Verläufe.
Welche Berufsgruppen sind besonders gefährdet?
Burnout trifft alle Branchen – doch bestimmte Berufsgruppen weisen statistisch deutlich erhöhte Risikoprofile auf. Besonders anfällig sind Berufe mit hohem Verantwortungsdruck, ständigem Personenkontakt oder systemischer Überlastung:
Quellen: DAK-Psychoreport 2024, BKK Gesundheitsreport 2023/2024, Statista, Pronova BKK Stress-Studie. Der Risiko-Index ist eine vergleichende Kennzahl auf Basis von AU-Tagen pro 100 Versicherte; höhere Werte zeigen ein überproportionales Burnout-Risiko gegenüber dem Bevölkerungsdurchschnitt.
Burnout-Symptome erkennen: körperlich, psychisch, sozial
Burnout manifestiert sich auf drei Ebenen gleichzeitig. Besonders tückisch: Viele Symptome werden zunächst als „normale Erschöpfung" abgetan – bis der Punkt erreicht ist, an dem Erholung allein nicht mehr ausreicht.
Körperliche Warnsignale
- Anhaltende Schlafstörungen (Ein- und Durchschlafprobleme)
- Herzrasen, Bluthochdruck, Magen-Darm-Beschwerden
- Chronische Kopf- und Rückenschmerzen
- Häufige Infekte durch geschwächtes Immunsystem
Psychische Warnsignale
- Konzentrationsprobleme, Gedächtnisschwäche
- Zunehmender Zynismus gegenüber Arbeit und Kollegen
- Reizbarkeit, emotionale Instabilität, innere Leere
- Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit
Soziale Warnsignale
- Rückzug von Familie, Freunden, sozialen Aktivitäten
- Abnahme der Leistung trotz steigendem Aufwand
- Zunehmende Fehlzeiten, innere Kündigung
- Alkohol, Medikamente oder andere Kompensationsverhalten
Der Weg zurück: Wie geht es nach einem Burnout weiter?
Ein Burnout ist kein Ende – es ist ein erzwungener Neustart. Für viele Betroffene ist die Phase der Erholung der erste Moment in Jahren, in dem sie ernsthaft fragen: Was will ich eigentlich? Und welcher Beruf passt wirklich zu mir?
Das Profiling Institut begleitet Menschen gezielt in dieser sensiblen Phase. Wir wissen: Der wichtigste Schritt nach einem Burnout ist nicht nur die Rückkehr in die Arbeit – sondern die Rückkehr in die richtige Arbeit.
Orientierungsberatung: Wenn Sie nicht mehr wissen, wo es langgeht
Viele Menschen kommen zum Profiling Institut nicht mit einem klaren Ziel – sondern mit einer tiefen Desorientierung. Burnout-Betroffene fragen sich oft: „Ich weiß, was ich nicht mehr will – aber was will ich eigentlich?"
Genau hier setzt unsere Orientierungsberatung an: ein strukturierter, wissenschaftlich fundierter Prozess, der Stärken, Werte und Potenziale sichtbar macht – und aus dieser Grundlage heraus konkrete Richtungen entwickelt.
- Tiefendiagnostik mit DIN 33430-zertifizierten Verfahren
- Persönlichkeitsanalyse, Interessenprofile und Werte-Kompass
- Konkrete Berufsfeld- und Karrierealternativen mit Realisierbarkeitscheck
- Schrittweise Umsetzungsplanung ohne Überforderung
Quellen und Validierung
Dieser Burnout-Selbsttest folgt etablierten wissenschaftlichen Standards. Die zentralen Quellen und Messinstrumente:
Wissenschaftliche Basis
- Maslach, C. & Jackson, S. E. (1981). The measurement of experienced burnout. Journal of Occupational Behavior, 2(2), 99–113. — Originalpublikation des MBI, Goldstandard der Burnout-Forschung.
- Maslach, C. & Leiter, M. P. (1997). The Truth About Burnout. — Sechs-Mismatch-Modell der Burnout-Ursachen (Workload, Control, Reward, Community, Fairness, Values).
- WHO (2019). ICD-11, Code QD85 — Internationale Klassifikation von Burnout als berufliches Phänomen.
- Schaufeli, W. B. et al. (2020). Burnout Assessment Tool (BAT) — Weiterentwicklung mit vier Kerndimensionen.
- Kristensen, T. S. et al. (2005). Copenhagen Burnout Inventory. Work & Stress, 19(3), 192–207.
- Freudenberger, H. J. (1974). Staff Burnout. Journal of Social Issues, 30(1), 159–165. — Erstbeschreibung des Burnout-Syndroms.
- DAK-Psychoreport 2024, BKK Gesundheitsreport 2023/2024, Pronova BKK Stress-Studie — aktuelle Prävalenz- und Branchen-Daten für Deutschland.
Hinweis: Dieser Online-Selbsttest dient der Frühsensibilisierung und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnostik. Bei anhaltenden Symptomen oder Krisensituationen wenden Sie sich an einen Arzt, Psychotherapeuten oder eine Beratungsstelle.
Ergänzende Tests, Beratungsangebote & Ressourcen
Burnout hat viele Gesichter – und Erholung braucht die richtige Begleitung. Diese Seiten helfen Ihnen beim nächsten Schritt:
Berufliche Neuorientierung nach Burnout
Der strukturierte Weg zurück – mit Potenzialanalyse, Berufsfeld-Exploration und konkreter Umsetzung.
Zur Seite → EmpfohlenOrientierungsberatung
Wenn Sie nicht mehr wissen, wohin. Professionelle Richtungsfindung mit DIN 33430-Diagnostik.
Zur Beratung → NeuorientierungBerufliche Neuorientierung
Der große Leitfaden: Strategie, Finanzierung, innere Blockaden und konkrete Wege in neue Berufsfelder.
Mehr erfahren → AnalyseWork-Life-Navigator
Burnout oder Boreout? Analysieren Sie Ihre aktuelle Arbeitszufriedenheit und Gefährdung.
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Perfektionismus ist einer der stärksten Burnout-Treiber. Erkennen Sie Ihr Muster.
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Zum HSP-Test → PsychologieInnere Blockaden überwinden
Warum fällt der erste Schritt so schwer? Innere Glaubenssätze und Blockaden nach Burnout.
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Zur Beratung →FAQ: Burnout verstehen, erkennen, überwinden
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