Normgerechte Eignungsbeurteilung

Eignungsdiagnostik für Unternehmen

Personalentscheidungen sind zu wichtig für das Bauchgefühl. Wir liefern Ihnen DIN-33430-konforme Eignungsdiagnostik – wissenschaftlich fundiert, rechtssicher und auf Ihre Anforderungsprofile zugeschnitten.

DIN 33430 zertifiziert
25+ Jahre Erfahrung
10.000+ Beurteilungen
Mitglied nfb · DGfK · dvb
Grundlagen

Was ist Eignungsdiagnostik? Definition und Abgrenzung

Definition

Eignungsdiagnostik ist die systematische, wissenschaftlich fundierte Beurteilung, ob eine Person die Anforderungen einer konkreten beruflichen Tätigkeit erfüllt – auf Basis eines definierten Anforderungsprofils und normierter, gütegeprüfter Verfahren.

Anders als ein klassisches Bewerbungsgespräch verlässt sich Eignungsdiagnostik nicht auf den persönlichen Eindruck einer einzelnen Person. Sie verbindet drei Elemente zu einem nachvollziehbaren Urteil: eine fundierte Anforderungsanalyse der Stelle, den Einsatz geeigneter psychologischer Verfahren und eine qualifizierte, standardisierte Auswertung. Genau das unterscheidet eine belastbare Eignungsbeurteilung von einer subjektiven Einschätzung – und macht sie für Unternehmen zu einer verlässlichen Entscheidungsgrundlage.

Eignungsdiagnostik vs. Potenzialanalyse: zwei Fragen, zwei Ziele

Beide Verfahren werden oft verwechselt, weil sie teils dieselben Instrumente nutzen. Der entscheidende Unterschied liegt in der Fragestellung: Eignungsdiagnostik blickt auf eine konkrete Auswahlentscheidung im Hier und Jetzt – passt diese Person auf diese Stelle? Die Potenzialanalyse blickt nach vorn auf Entwicklung – wo liegen die Stärken einer Person und wie lassen sie sich gezielt fördern? Wer das verwechselt, misst am Ziel vorbei.

Eignungsdiagnostik (Auswahl)

  • Frage: Passt die Person auf eine konkrete Stelle?
  • Bezugspunkt: klar definiertes Anforderungsprofil
  • Ergebnis: begründete Auswahlempfehlung mit Gutachten
  • Zeithorizont: Entscheidung im Hier und Jetzt
  • Kontext: Einstellung, interne Besetzung, Beförderung

Potenzialanalyse (Entwicklung)

  • Frage: Wohin kann sich die Person entwickeln?
  • Bezugspunkt: individuelles Stärkenprofil
  • Ergebnis: Entwicklungsplan und Förderhinweise
  • Zeithorizont: mittel- bis langfristige Perspektive
  • Kontext: Talentmanagement, Nachfolge, Weiterentwicklung

In der Praxis greifen beide ineinander: Wer heute auswählt, denkt das Potenzial von morgen oft mit. Steht für Sie der Entwicklungsblick im Vordergrund statt der reinen Auswahlentscheidung, ist unsere Potenzialanalyse für Unternehmen der passende Einstieg. Geht es um die belastbare Besetzungsentscheidung, sind Sie hier richtig.

Der Qualitätsrahmen

DIN 33430 als Qualitätsrahmen

Die DIN 33430 ist die deutsche Norm für berufsbezogene Eignungsbeurteilungen. Als zertifizierter Anbieter arbeiten wir nachweislich normkonform – das schützt Ihre Entscheidungen vor Beliebigkeit und stärkt ihre rechtliche Haltbarkeit. Drei Prinzipien stehen im Kern:

1

Anforderungsbezug

Jedes Verfahren wird aus einer fundierten Anforderungsanalyse abgeleitet – kein Test ohne Bezug zur Tätigkeit.

2

Geprüfte Verfahren

Eingesetzt werden ausschließlich Instrumente mit nachgewiesenen Gütekriterien.

3

Qualifizierte Urteilsbildung

Die Beurteilung erfolgt durch nach DIN 33430 lizenzierte Diagnostiker – transparent und nachvollziehbar.

Instrumentarium

Verfahren & Instrumente

Wir kombinieren etablierte, normierte Verfahren passgenau zum Anforderungsprofil – keine Standardbatterie, sondern eine begründete Auswahl. Welche Instrumente zum Einsatz kommen, ergibt sich aus den erfolgskritischen Anforderungen der jeweiligen Position.

IST 2000 R

Der Intelligenz-Struktur-Test misst kognitive Leistungsfähigkeit differenziert über verbale, numerische und figurale Aufgabengruppen sowie Merkfähigkeit. Er liefert sowohl einen Gesamtwert der allgemeinen Intelligenz als auch ein Profil einzelner Fähigkeitsbereiche – und damit den Prädiktor mit der höchsten Vorhersagekraft für komplexe Tätigkeiten.

NEO-PI-R

Das umfassende Persönlichkeitsinventar nach dem Fünf-Faktoren-Modell (Big Five) erfasst die Dimensionen Neurotizismus, Extraversion, Offenheit, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit mit je sechs Facetten – insgesamt 30 Facetten. Es zeichnet ein fein aufgelöstes Persönlichkeitsbild, das weit über grobe Typenzuordnungen hinausgeht.

BIP

Das Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung ist speziell auf den Arbeitskontext zugeschnitten. Es beschreibt 14 Dimensionen in vier Bereichen – berufliche Orientierung (u. a. Leistungs- und Führungsmotivation), Arbeitsverhalten, soziale Kompetenzen und psychische Konstitution. Damit übersetzt es Persönlichkeit direkt in berufsrelevante Stärken.

LMI

Das Leistungsmotivationsinventar differenziert berufsbezogene Leistungsmotivation in 17 Dimensionen – darunter Beharrlichkeit, Zielsetzung, Erfolgszuversicht, Wettbewerbsorientierung und Selbstständigkeit. Gerade für anspruchsvolle Fach- und Führungspositionen zeigt es, ob jemand den nötigen Antrieb mitbringt, nicht nur das nötige Können.

Strukturiertes Interview

Anders als das freie Gespräch folgt das strukturierte Interview einem festen Leitfaden mit anforderungsbezogenen Fragen und einheitlichen Bewertungsmaßstäben für alle Kandidaten. Es macht Bewerber vergleichbar und zählt zu den Verfahren mit der höchsten Vorhersagekraft – besonders wirksam in Kombination mit testbasierter Diagnostik.

Jedes Verfahren erfüllt die drei zentralen Gütekriterien:

Objektivität Reliabilität Validität
Wissenschaftlicher Hintergrund

Warum Eignungsdiagnostik Berufserfolg besser vorhersagt

Nicht jedes Auswahlinstrument ist gleich aussagekräftig. Die Eignungsforschung misst die Vorhersagekraft eines Verfahrens als Validitätskoeffizient – je näher an 1, desto besser sagt das Verfahren späteren Berufserfolg voraus. Das Ergebnis ist eindeutig: standardisierte, testgestützte Verfahren schlagen das klassische Bauchgefühl deutlich.

Tests + strukturiertes Interview
0,63
Kognitive Leistungsfähigkeit
0,51
Strukturiertes Interview
0,51
Persönlichkeit (Gewissenhaftigkeit)
0,31
Unstrukturiertes Interview
0,20

Metaanalytische Validitätskoeffizienten zur Vorhersage von Berufserfolg (Forschungsüberblick, unter anderem Schmidt & Hunter). 0 = keine, 1 = perfekte Vorhersage. Werte gerundet.

Genau deshalb kombinieren wir mehrere Datenquellen: Ein einzelnes Instrument hat Grenzen, die durchdachte Kombination aus kognitiver Leistungsdiagnostik, Persönlichkeitsverfahren und strukturiertem Vorgehen hebt die Vorhersagegüte auf ein Niveau, das ein reines Gespräch nicht erreichen kann.

Rechtssicherheit

Rechtlich haltbare Personalauswahl & AGG-Konformität

Auswahlentscheidungen werden zunehmend hinterfragt – intern wie vor Gericht. Anforderungsbezogene, dokumentierte Eignungsdiagnostik wirkt hier doppelt: Sie verbessert die Entscheidung und macht sie nachvollziehbar.

AGG-konforme Kriterien

Beurteilt wird ausschließlich, was die Tätigkeit nachweislich erfordert – nicht Herkunft, Alter, Geschlecht oder Weltanschauung. Das ist der Kern diskriminierungsfreier Auswahl nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

Gleichbehandlung durch Standardisierung

Alle Bewerber durchlaufen dasselbe standardisierte Verfahren unter gleichen Bedingungen. Das reduziert die subjektiven Spielräume, in denen Benachteiligung überhaupt erst entsteht.

Dokumentierte Entscheidung

Das anforderungsbezogene Gutachten hält fest, warum eine Entscheidung getroffen wurde. Diese Nachvollziehbarkeit ist im Zweifel ein wesentlicher Beleg für ein sachliches, faires Verfahren.

DIN 33430 als Qualitätsnachweis

Die Orientierung an einer anerkannten Norm zeigt, dass nicht beliebig, sondern nach fachlichem Standard vorgegangen wurde – ein starkes Signal für die Sachlichkeit des Verfahrens.

Dieser Abschnitt bietet allgemeine Informationen und keine Rechtsberatung. Für die rechtliche Bewertung Ihres konkreten Auswahlprozesses ziehen Sie bitte arbeitsrechtlichen Rat hinzu.

Einsatzfelder

Wofür Unternehmen uns beauftragen

Eignungsdiagnostik ist überall dort wertvoll, wo eine Personalentscheidung wichtig genug ist, dass ein Fehlgriff spürbar schadet. In der Praxis begleiten wir Unternehmen vor allem in drei Feldern – vom einzelnen Schlüsselposten bis zum wiederkehrenden Auswahlprozess.

Personalauswahl

Wenn mehrere Kandidaten fachlich überzeugen, entscheidet das Detail. Eignungsdiagnostik liefert die objektive Grundlage, um Schlüsselpositionen sicher zu besetzen – intern wie extern. Sie macht Stärken und Risiken einzelner Bewerber vergleichbar und verhindert, dass am Ende der überzeugendste Auftritt statt der besten Passung gewinnt.

Führungskräfteauswahl

Auf Führungsebene wirkt jede Entscheidung doppelt – auf Ergebnisse und auf Menschen. Wir prüfen belastbar, ob Führungspotenzial tatsächlich vorhanden ist, bevor Verantwortung übertragen wird: Entscheidungsverhalten, Selbststeuerung, Umgang mit Druck und die Fähigkeit, Teams zu entwickeln. So vermeiden Sie die besonders teure Fehlbesetzung an der Spitze.

Teamzusammensetzung

Ein starkes Team ist mehr als die Summe guter Einzelner. Mit Passungsanalysen zeigen wir, wie Persönlichkeiten, Stärken und Arbeitsstile zusammenwirken – und wo Reibung oder blinde Flecken entstehen können. Das hilft bei der Zusammenstellung neuer Teams ebenso wie bei einem gelingenden Onboarding in bestehende Strukturen.

Schwerpunkt: Auswahl von Führungskräften

Fehlbesetzungen auf Führungsebene sind teuer – finanziell und kulturell. Wir kombinieren Persönlichkeits-, Motivations- und Leistungsdiagnostik zu einem belastbaren Führungsprofil. Vertiefend nutzen wir dafür unter anderem unseren Persönlichkeitstest für Führungskräfte sowie den Führungspotenzial-Test. Mehr zum methodischen Hintergrund finden Sie auf unserer Seite zum Persönlichkeitstest, und speziell für die Einschätzung von Führungseignung im Detail im diagnostischen Vorgehen bei Führungskräften.

Risiken vermeiden

Fünf teure Fehler in der Personalauswahl

Die meisten Fehlbesetzungen entstehen nicht aus Pech, sondern aus systematischen Denkfehlern im Auswahlprozess. Sie wirken plausibel, kosten aber Geld, Zeit und Vertrauen. Eignungsdiagnostik setzt genau an diesen Schwachstellen an.

Der Fehler

Das Bauchgefühl regiert

„Die Chemie hat einfach gestimmt.“ Sympathie wird mit Eignung verwechselt – und die Entscheidung fällt, bevor harte Kriterien überhaupt geprüft sind.

Die Lösung

Anforderung schlägt Sympathie

Jeder Kandidat wird gegen ein vorab definiertes Anforderungsprofil mit objektiven Kriterien beurteilt. Das Bauchgefühl bleibt ein Signal – aber nicht das Urteil.

Der Fehler

Jedes Gespräch ein Unikat

Im freien Interview bekommt jeder andere Fragen, jeder erzählt seine beste Geschichte. Am Ende vergleicht man Äpfel mit Birnen – und nennt es Eindruck.

Die Lösung

Gleiche Messlatte für alle

Strukturierte, standardisierte Verfahren stellen sicher, dass alle Bewerber unter denselben Bedingungen geprüft werden – und damit echt vergleichbar sind.

Der Fehler

Der erste Eindruck überstrahlt alles

Ein souveräner Auftritt in den ersten Minuten färbt die gesamte Bewertung (Halo-Effekt). Schwächen werden übersehen, weil der Gesamteindruck schon feststeht.

Die Lösung

Mehrere Quellen statt einem Moment

Unabhängige Datenquellen – Leistungstest, Persönlichkeitsverfahren, strukturiertes Gespräch – sichern sich gegenseitig ab und relativieren den ersten Eindruck.

Der Fehler

Eingestellt wird das eigene Spiegelbild

Wir mögen, was uns ähnelt. So entstehen homogene Teams, die zwar harmonieren, aber blinde Flecken teilen und an Vielfalt verlieren (Ähnlichkeits-Bias).

Die Lösung

Normwerte statt Selbstbild

Normwertbasierte Diagnostik misst an den Anforderungen der Stelle, nicht an der Ähnlichkeit zur auswählenden Person – und macht Vielfalt bewertbar.

Der Fehler

Zeugnis statt Zukunft

Noten und einzelne Lebenslauf-Stationen wirken objektiv, sagen über die spätere Leistung aber erstaunlich wenig aus. Vergangenheit wird mit Eignung verwechselt.

Die Lösung

Was wirklich vorhersagt

Wir setzen auf Prädiktoren mit nachgewiesen hoher Vorhersagekraft – kognitive Leistung, berufsbezogene Persönlichkeit, Motivation – statt auf vermeintlich harte, aber schwache Signale.

Ablauf

In fünf Schritten zur fundierten Entscheidung

Anforderungsanalyse

Gemeinsam definieren wir das Anforderungsprofil der Position – die Grundlage jeder normgerechten Beurteilung.

Verfahrensauswahl

Wir stellen die passende Kombination geprüfter Verfahren zusammen – abgeleitet aus den Anforderungen.

Durchführung

Die Beurteilung erfolgt standardisiert, online oder vor Ort an einem unserer sieben Standorte.

Gutachten

Sie erhalten ein nachvollziehbares, anforderungsbezogenes Gutachten mit klarer Empfehlung.

Feedback

Auf Wunsch geben wir den beurteilten Personen ein qualifiziertes, faires Rückmeldegespräch.

Wirtschaftlichkeit

Was eine Fehlbesetzung wirklich kostet

Die Investition in Eignungsdiagnostik wirkt im Verhältnis zu den Folgekosten einer Fehlentscheidung gering. Gerade auf Fach- und Führungsebene summieren sich Recruiting, Einarbeitung, Minderleistung und Trennung schnell zu einem Vielfachen des Jahresgehalts.

bis 3×

Jahresgehalt – auf diese Größenordnung schätzen Studien die Gesamtkosten einer Fehlbesetzung auf Führungsebene.

Monate

Verlorene Zeit durch Nachbesetzung, erneutes Onboarding und unterbrochene Projekte.

Kultur

Schwer bezifferbar, aber real: Fehlbesetzungen belasten Team, Motivation und Außenwirkung.

Größenordnungen nach gängigen Studienschätzungen; die konkreten Kosten hängen von Position und Branche ab.

Aus der Praxis

Wie Diagnostik eine Fehlentscheidung verhindert

Anonymisiertes, illustratives Szenario

Vertriebsleitung in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen

Zwei Finalkandidaten, beide fachlich überzeugend. Im Interview lag Kandidat A vorn – souverän, sympathisch, „der geborene Vertriebler“. Die Eignungsdiagnostik zeichnete ein differenzierteres Bild: A überzeugte im Erstkontakt, zeigte aber Schwächen in Struktur und Durchhaltevermögen bei langen Vertriebszyklen. Kandidat B wirkte im Gespräch zurückhaltender, brachte aber genau das Profil mit, das die Anforderungsanalyse als erfolgskritisch identifiziert hatte: analytische Stärke, hohe Gewissenhaftigkeit und nachhaltige Beziehungsorientierung.

AnforderungKomplexe B2B-Vertriebszyklen über viele Monate
BauchgefühlFavorit war Kandidat A
DiagnostikEmpfehlung für Kandidat B – bessere Passung

Das Unternehmen entschied sich für B. Der Punkt ist nicht, dass das Bauchgefühl immer falsch liegt – sondern dass es ohne diagnostische Absicherung nicht zuverlässig zwischen Auftreten und tatsächlicher Eignung unterscheiden kann.

Anonymisiertes, illustratives Szenario

Beförderung in die Teamleitung Produktion

Ein langjähriger, fachlich herausragender Mitarbeiter sollte die Leitung seines Produktionsteams übernehmen – die naheliegende Belohnung für gute Arbeit. Im Gespräch wirkte alles stimmig. Die Eignungsdiagnostik zeigte jedoch ein typisches Muster: hohe Fachkompetenz und Gewissenhaftigkeit, aber wenig ausgeprägte Führungsmotivation und Unsicherheit in der Steuerung von Konflikten. Nicht ein Ausschlusskriterium – aber ein klares Signal, dass Führung hier nicht von allein gelingt.

AnforderungFachliche Stärke plus echte Führungsverantwortung
BauchgefühlBeförderung als logische Belohnung
DiagnostikEignung mit gezieltem Entwicklungsbedarf

Statt einer Beförderung „ins kalte Wasser“ entschied sich das Unternehmen für die Besetzung mit begleitender Führungsentwicklung. So wurde aus einem riskanten Automatismus eine fundierte Entscheidung – und der Fachexperte nicht zur klassischen Fehlbesetzung nach dem Peter-Prinzip.

Anonymisiertes, illustratives Szenario

Quereinsteiger für eine Schlüsselposition

Für eine anspruchsvolle Projektleitung lag ein Bewerber mit ungewöhnlichem Lebenslauf vor – Branchenwechsel, kein geradliniger Werdegang. Auf dem Papier wirkte das Profil riskant, die erste Einschätzung war skeptisch. Die Eignungsdiagnostik drehte das Bild: überdurchschnittliche kognitive Leistungsfähigkeit, hohe Lernbereitschaft und ein Motivations- und Persönlichkeitsprofil, das exakt zu den erfolgskritischen Anforderungen passte. Der unkonventionelle Lebenslauf entpuppte sich als Stärke, nicht als Risiko.

AnforderungKomplexe Projektsteuerung mit hoher Eigenverantwortung
BauchgefühlSkepsis wegen untypischem Werdegang
DiagnostikKlare Empfehlung – starke Passung zum Profil

Hier zeigt sich die andere Seite der Diagnostik: Sie sagt nicht nur ab, sie spricht auch fundiert zu. Wo der Lebenslauf zur Vorsicht mahnte, schuf die objektive Beurteilung die Sicherheit, eine starke und vielleicht sonst übersehene Besetzung zu wagen.

Eignungsdiagnostik im Executive Search

Wenn Diagnostik auf Direktansprache trifft

Über unsere Schwestergesellschaft Bohlken Consulting verbinden wir normgerechte Eignungsdiagnostik mit professionellem Executive Search in den Branchen Automotive, Chemie und Maschinenbau. Diese Kombination ist selten: Kandidatensuche und diagnostisch abgesicherte Beurteilung aus einer Hand – mit 25+ Jahren Headhunting-Erfahrung im Hintergrund.

Zu Bohlken Consulting
Ihr Ansprechpartner

Diagnostik mit Verantwortung

Jan Bohlken, Diplom-Sozioökonom und DIN-33430-zertifizierter Diagnostiker

Jan Bohlken

Diplom-Sozioökonom, DIN 33430 zertifiziert · Gründer & Geschäftsführer des Profiling Instituts · über 25 Jahre Erfahrung im Headhunting und mehr als 10.000 begleitete Beurteilungs- und Beratungsprozesse.

Raphaela Peitsch, Expertin für Eignungsdiagnostik am Profiling Institut

Raphaela Peitsch

Expertin für berufsbezogene Diagnostik – begleitet Unternehmen bei Verfahrensauswahl, Durchführung und der Interpretation der Ergebnisse.

Wissenschaftliche Grundlagen

Quellen & Standards

Unsere Eignungsdiagnostik stützt sich auf anerkannte Normen, etablierte Testverfahren und die einschlägige Forschung zur Vorhersagekraft von Auswahlmethoden. Die wichtigsten Grundlagen im Überblick:

  • DIN 33430 – Anforderungen an berufsbezogene EignungsdiagnostikDie deutsche Prozessnorm für Eignungsbeurteilungen, erstmals 2002, überarbeitet 2016. Überblick zur DIN 33430
  • Fünf-Faktoren-Modell (Big Five)Wissenschaftliches Standardmodell der Persönlichkeit und Grundlage des NEO-PI-R. Überblick zum Fünf-Faktoren-Modell
  • TestverfahrenIST 2000 R, NEO-PI-R, BIP und LMI sind normierte, gütegeprüfte Verfahren etablierter Testverlage (u. a. Hogrefe).
  • Prognostische Validität von AuswahlmethodenDie Vorhersagewerte beruhen auf metaanalytischer Forschung zur Validität von Auswahlverfahren, u. a. Schmidt, F. L. & Hunter, J. E. (1998): The validity and utility of selection methods in personnel psychology. Psychological Bulletin, 124, 262–274.
Häufige Fragen

Eignungsdiagnostik für Unternehmen – FAQ

DIN 33430 ist die Norm für berufsbezogene Eignungsbeurteilungen. In der Praxis heißt das: jede Beurteilung leitet sich aus einer Anforderungsanalyse ab, nutzt geprüfte Verfahren und wird von qualifizierten Diagnostikern durchgeführt. Das macht Auswahlentscheidungen fair, nachvollziehbar und rechtlich haltbarer.

Eignungsdiagnostik beantwortet die Auswahlfrage – passt eine Person auf eine konkrete Stelle. Die Potenzialanalyse beantwortet die Entwicklungsfrage – wohin kann sich eine Person entwickeln. Die Instrumente überschneiden sich, das Ziel ist ein anderes.

Je nach Anforderungsprofil kombinieren wir normierte Verfahren wie den IST 2000 R (kognitive Leistung), das NEO-PI-R und das BIP (Persönlichkeit) und das LMI (Leistungsmotivation). Die Auswahl ist immer anforderungsbezogen und begründet.

Ja. Die Durchführung ist online oder vor Ort an einem unserer sieben Standorte möglich – standardisiert und unter Wahrung der Verfahrensgüte.

Sie erhalten ein anforderungsbezogenes Gutachten mit nachvollziehbarer Auswahlempfehlung. Auf Wunsch geben wir den beurteilten Personen zusätzlich ein faires Rückmeldegespräch.

Ja – richtig eingesetzt unterstützt sie sogar diskriminierungsfreie Auswahl. Indem ausschließlich anforderungsbezogene Kriterien beurteilt und alle Bewerber im selben standardisierten Verfahren behandelt werden, reduziert Eignungsdiagnostik subjektive Spielräume. Das dokumentierte Gutachten belegt zudem die Sachlichkeit der Entscheidung. Dies ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

Das hängt vom Anforderungsprofil und der Verfahrenskombination ab. Ein typisches Verfahren umfasst Anforderungsanalyse, Durchführung und Gutachten und ist meist innerhalb weniger Tage bis Wochen abgeschlossen. Den konkreten Zeitrahmen stimmen wir vorab mit Ihnen ab.

Eignungsdiagnostik lohnt sich für Unternehmen jeder Größe, sobald eine Position wichtig genug ist, dass eine Fehlbesetzung spürbar schadet. Wir arbeiten mit Mittelstand wie mit größeren Organisationen – vom einzelnen Schlüsselposten bis zum wiederkehrenden Auswahlprozess.

Wir setzen ausschließlich normierte Verfahren mit nachgewiesenen Gütekriterien ein. Metaanalysen zeigen, dass testgestützte und strukturierte Verfahren späteren Berufserfolg deutlich besser vorhersagen als unstrukturierte Interviews oder Bauchentscheidungen. Genau diese Verfahren bilden den Kern unserer Diagnostik.

Ein Assessment Center ist eine konkrete Methode der Personalauswahl, bei der Kandidaten Übungen und Simulationen durchlaufen. Eignungsdiagnostik ist der übergeordnete, normgerechte Rahmen: Sie verbindet Anforderungsanalyse, testbasierte Verfahren und qualifizierte Urteilsbildung – ein Assessment Center kann dabei ein Baustein sein, ist aber nicht die ganze Diagnostik.

Ja. Die eingesetzten psychologischen Verfahren lassen sich standardisiert online durchführen – ortsunabhängig und unter Wahrung der Verfahrensgüte. Alternativ ist die Durchführung vor Ort an einem unserer sieben Standorte möglich.

Für die Personalauswahl haben sich vor allem kognitive Leistungstests (z. B. IST 2000 R), berufsbezogene Persönlichkeitsverfahren (NEO-PI-R, BIP) und Motivationsinventare (LMI) bewährt. Entscheidend ist nicht das einzelne Verfahren, sondern die anforderungsbezogene Kombination – sie liefert die höchste Vorhersagekraft.

Treffen Sie Personalentscheidungen auf gesicherter Grundlage

Lassen Sie uns über Ihre offene Position und das passende Auswahlverfahren sprechen – unverbindlich und vertraulich.

Auswahlverfahren anfragen