DIN 33430 · BIP · NEO PI-R · Stand August 2026

Persönlichkeitstest für Unternehmen: Personalentscheidungen mit Datenbasis

Normierte, wissenschaftlich geprüfte Verfahren für Personalauswahl, Führungsbesetzung und Entwicklung – durchgeführt und ausgewertet von Diplom-Psycholog:innen nach DIN 33430. Rechtssicher aufgesetzt entlang AGG, BetrVG und DSGVO, online oder an sieben Standorten. Ergebnis ist ein Gutachten mit Bezug auf ein vorher definiertes Soll-Profil – inklusive der Aussagegrenzen.

Verfahren nach DIN 33430 Auswertung durch Diplom-Psycholog:innen 25 Jahre Personalauswahl-Praxis Ergebnis in wenigen Tagen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Persönlichkeitstest ersetzt keine Personalentscheidung – er macht sie überprüfbar. Der Wert liegt nicht im Testergebnis allein, sondern in der Kombination aus Anforderungsanalyse, normiertem Verfahren und strukturiertem Interview.
  • Die Reihenfolge entscheidet. Erst das Soll-Profil, dann das Instrument. Wer zuerst ein Verfahren einkauft und danach überlegt, wofür, misst zuverlässig das Falsche.
  • Realistische Erwartung an die Prognosekraft: Gewissenhaftigkeit sagt Berufserfolg mit etwa r = .19 vorher, ein strukturiertes Interview mit r = .42 (Sackett et al., 2022). Der Gewinn eines Persönlichkeitsverfahrens liegt in der inkrementellen Validität: Es misst etwas anderes als Intelligenz und Fachwissen.
  • Nicht jedes Instrument taugt für Auswahl. DISG, MBTI, Insights MDI und persolog arbeiten typologisch oder ipsativ – für Workshops brauchbar, für den Vergleich zwischen Bewerber:innen nicht.
  • Rechtlicher Rahmen: Anforderungsbezug (AGG), Beteiligung des Betriebsrats (BetrVG § 94), Zweckbindung und Löschfristen (DSGVO), Rückmeldung an die getestete Person (DIN 33430). Alle vier vor der ersten Testung geklärt, nicht danach.
  • Konditionen: Einzeldiagnostik ab 250 € netto, mit Feedbackgespräch 300 €, Leadership Assessment 450 €, Management Audit auf Anfrage. Mengenrabatte ab fünf Testungen. Die Anforderungsanalyse im Vorfeld ist immer kostenlos.
  • Geht es um Entwicklung statt Auswahl – Nachfolgeplanung, High Potentials, Management Audit –, führt die Potenzialanalyse für Unternehmen weiter. Geht es um den methodischen Gesamtrahmen, die Eignungsdiagnostik für Unternehmen.
Auf einen Blick

Alle Eckdaten

Leistungnormierte Persönlichkeitsdiagnostik für Personalentscheidungen
VerfahrenBIP und NEO-PI-R
Bearbeitungsdauer30 bis 45 Minuten je Verfahren
Einsatzpunktnach der Vorauswahl, vor der Entscheidung – als eine Informationsquelle neben Interview und Arbeitsprobe
Zuschnittevier typische Fragestellungen, vom Auswahlverfahren bis zur Entwicklung
Kostenab 250 Euro je Teilnehmer
SeriösitätsprüfungNormstichprobe, Kontrollskalen und qualifizierte Auswertung sind Mindestanforderungen
GrundlageEignungsdiagnostik nach DIN 33430

Was ein Persönlichkeitstest im Unternehmen leistet – und was nicht

Ein normiertes Verfahren beantwortet eine einzige Frage präzise: Wie stark ist ein berufsbezogenes Merkmal bei dieser Person ausgeprägt, verglichen mit einer definierten Bezugsgruppe? Alles Weitere – ob diese Ausprägung zur Position passt, ob sie Erfolg oder Reibung erzeugt – entsteht erst durch die Anforderungsanalyse und das Gespräch. Genau diese Trennung unterscheidet psychometrische Diagnostik von Typentests.

14berufsbezogene Skalen im BIP – Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung 30Facetten in fünf Faktoren beim NEO PI-R, der differenziertesten Big-Five-Form im deutschen Raum 45Minuten Bearbeitungszeit je Verfahren – online oder vor Ort, plus Feedbackgespräch 5+Testungen: ab dieser Menge greifen Staffelpreise und ein aggregierter Report für das Unternehmen

Vergleichbarkeit statt Tagesform

Alle Kandidat:innen beantworten dieselben Items unter denselben Bedingungen, ausgewertet gegen dieselbe Normstichprobe. Ein Interview verläuft je nach Gesprächsführung, Sympathie und Uhrzeit anders – ein normiertes Verfahren nicht. Das ist kein Ersatz für das Gespräch, sondern dessen Korrektiv.

Ein eigener Beitrag zur Prognose

Persönlichkeitsmerkmale korrelieren kaum mit kognitiver Leistungsfähigkeit. Deshalb addiert ein berufsbezogenes Verfahren Vorhersagekraft, die ein Intelligenztest oder ein Fachwissenstest nicht liefert – besonders für Verhalten im Team, Selbstorganisation und Verlässlichkeit über Zeit.

Dokumentierte Entscheidung

DIN 33430 regelt den gesamten Bogen: Anforderungsanalyse, Verfahrensauswahl, Durchführung, Auswertung, Rückmeldung. Wer danach arbeitet, kann jede Auswahlentscheidung begründen – gegenüber dem Betriebsrat, gegenüber abgelehnten Bewerber:innen und im Zweifel vor Gericht.

Akzeptanz bei den Getesteten

Wer ein Verfahren durchläuft und danach eine qualifizierte Rückmeldung bekommt, erlebt den Prozess als fair – auch bei einer Absage. Verfahren ohne Rückmeldung erzeugen das Gegenteil. Die Rückmeldepflicht ist deshalb nicht Service, sondern Bestandteil der Norm.

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Derselbe Rohwert, zwei Normstichproben Zwei schematische Verteilungskurven. Gegen die Allgemeinbevölkerung gerechnet liegt ein Rohwert bei Prozentrang 84, gegen eine Stichprobe von Fach- und Führungskräften bei Prozentrang 50. Ein und derselbe Rohwert Prozentrang 84 wirkt überdurchschnittlich Prozentrang 50 ist Durchschnitt Normstichprobe Allgemeinbevölkerung Normstichprobe Fach- und Führungskräfte
Warum die Bezugsgruppe mitentscheidet, was ein Ergebnis bedeutet: Fach- und Führungskräfte fallen auf vielen berufsbezogenen Skalen systematisch höher aus als die Allgemeinbevölkerung. Derselbe Rohwert ist deshalb gegen die eine Stichprobe ein auffälliger Befund und gegen die andere unauffällig. Schematische Darstellung; die tatsächliche Verschiebung unterscheidet sich je Skala und Verfahren.

Was ein Persönlichkeitstest ausdrücklich nicht kann: Er misst keine Fachkompetenz, keine Motivation für genau diese eine Stelle, keine Integrität im engeren Sinn und keine Gesundheit. Er prognostiziert keine Einzelentscheidung und keinen konkreten Vorfall. Und er ist kein Ausschlussinstrument: Ein Profil, das vom Soll abweicht, ist ein Gesprächsanlass, kein Urteil. Wer einen Test als Filter einsetzt, verliert gute Leute und handelt sich rechtliche Risiken ein.

Wie gut sagt Persönlichkeit Berufserfolg vorher?

Diese Frage wird in der Anbieterkommunikation regelmäßig geschönt. Die ehrliche Antwort: Persönlichkeitsmerkmale sind ein solider, aber nicht der stärkste Einzelprädiktor. 2022 haben Sackett, Zhang, Berry und Lievens die jahrzehntelang zitierten Werte von Schmidt und Hunter neu berechnet, weil dort systematisch für Varianzeinschränkung überkorrigiert wurde. Fast alle Koeffizienten fielen dabei niedriger aus – und die Rangfolge verschob sich.

Strukturiertes Interview.42
Fachwissenstest.40
Empirisch entwickelte Biodaten.38
Arbeitsprobe.33
Kognitive Leistungsfähigkeit.31
Integritätstest.31
Situational Judgement Test.26
Gewissenhaftigkeit (Big Five).19

Operationale Validität für Berufsleistung nach Sackett, Zhang, Berry & Lievens (2022), Journal of Applied Psychology. Balkenlänge relativ zum höchsten Wert. Ältere Quellen nennen für Gewissenhaftigkeit .31 und für kognitive Fähigkeiten .51 – diese Werte gelten heute als überkorrigiert.

Der eigentliche Hebel

Inkrementelle Validität

Ein Verfahren ist dann wertvoll, wenn es etwas beisteuert, das die anderen Bausteine nicht abdecken. Persönlichkeitsmerkmale korrelieren nahezu null mit kognitiver Leistungsfähigkeit – genau deshalb erhöht die Kombination aus beidem die Trefferquote stärker, als der Einzelkoeffizient vermuten lässt. Ein Test, der misst, was das Interview ohnehin sichtbar macht, ist auch bei hoher Validität überflüssig.

Was das praktisch heißt

Kein Verfahren allein trägt eine Entscheidung

Wir setzen ein Persönlichkeitsverfahren nie als alleinige Grundlage ein. Der Standardaufbau ist: Anforderungsanalyse, normiertes Verfahren, strukturiertes Interview entlang der auffälligen Skalen, bei Bedarf ergänzende Leistungsdiagnostik. Wer nur eines dieser Elemente kauft, kauft die schwächste Variante.

Ausführliche Einordnung inklusive der methodischen Gegenargumente: Kritik an Persönlichkeitstests – was berechtigt ist und was nicht

Die Verfahren im Vergleich: was für Auswahl taugt und was nicht

Der Markt ist unübersichtlich, weil zwei völlig verschiedene Produktklassen denselben Namen tragen. Auf der einen Seite stehen psychometrische Fragebogenverfahren mit Manual, Normstichprobe und veröffentlichten Gütekriterien. Auf der anderen Seite Typologien und Farbmodelle, die für Workshops entwickelt wurden und dort auch ihren Platz haben – nur eben nicht in einer Auswahlentscheidung. Entscheidend ist die Messlogik: normativ heißt, jede Skala wird gegen eine Vergleichsstichprobe gerechnet und ist damit zwischen Personen vergleichbar. Ipsativ heißt, Merkmale werden nur innerhalb einer Person gegeneinander verrechnet – ein Vergleich zwischen zwei Bewerber:innen ist dann methodisch nicht zulässig.

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Normativ oder ipsativ gemessen Links: normative Messung, zwei Personen auf derselben Prozentrangskala, direkt vergleichbar. Rechts: ipsative Messung, die Anteile summieren sich je Person auf hundert Prozent, ein Vergleich zwischen Personen ist nicht zulässig. Normativ gegen eine Normstichprobe gerechnet PR 1 PR 50 PR 99 Person A Person B Abstand ist interpretierbar Vergleich zwischen Personen zulässig Ipsativ nur innerhalb einer Person verrechnet Person A Person B je Person immer zusammen 100 % Vergleich zwischen Personen nicht zulässig
Der entscheidende Unterschied in der Verfahrenstabelle. Ein normatives Verfahren verortet jede Skala gegen eine Vergleichsstichprobe – zwei Personen stehen damit auf derselben Achse. Ein ipsatives Verfahren verteilt eine feste Gesamtsumme auf die Merkmale einer Person; ein hoher Anteil heißt dort nur „bei dieser Person stärker als ihre übrigen Merkmale“ und sagt nichts über den Vergleich zu jemand anderem. Genau deshalb sind DISG, Insights MDI und MBTI für Auswahlentscheidungen nicht geeignet.
VerfahrenWas es erfasstMesslogikFür AuswahlSinnvoller Einsatz
BIP14 berufsbezogene Skalen: berufliche Orientierung, Arbeitsverhalten, soziale Kompetenzen, psychische Konstitutionnormativ, deutsche Normen inkl. Fach- und FührungskräftenJa – erste WahlPersonalauswahl, Führungsdiagnostik, Management Audit
NEO PI-RBig Five mit je sechs Facetten, insgesamt 30 Facettennormativ, breite deutsche NormstichprobenJa, mit AnforderungsbezugEntwicklung, Potenzialeinschätzung, differenzierte Profile
NEO-FFI / BFI-2Big Five auf Faktorebene, ohne Facettenauflösungnormativ, kurze BearbeitungszeitEingeschränktScreening, Forschung, Vorstufe zu einem längeren Verfahren
16PF16 Primärfaktoren plus fünf GlobalfaktorennormativJaBreite Persönlichkeitsbeschreibung, Beratung
HEXACOBig Five plus die Dimension Ehrlichkeit–BescheidenheitnormativJa, ergänzendFragestellungen rund um Integrität und kontraproduktives Verhalten
Hogan (HPI / HDS / MVPI)Alltagsverhalten, Risikoverhalten unter Druck, Werte und Motivenormativ, US-Normen mit deutscher ÜbersetzungJa, im Executive-KontextFührungsdiagnostik, Derailment-Risiken
OPQ3232 arbeitsbezogene Verhaltensdimensionengemischt, in der normativen Fassung auswertbarJa, in normativer FassungVolumenverfahren in großen Auswahlprozessen
Reiss Motivation Profile16 Lebensmotivenormativ, aber motivbezogen statt eignungsbezogenNeinCoaching, Motivationsklärung, Teamentwicklung
DISG / persologVier Verhaltenstendenzen als Typenmodellipsativ, TypenzuordnungNeinTrainings, Kommunikationsworkshops, Selbstreflexion
Insights MDIFarbbasierte Verhaltenspräferenzen, teils mit MotivteilipsativNeinTeamworkshops, gemeinsame Sprache im Team
MBTI16 Typen aus vier Dichotomienipsativ, dichotome ZuordnungNeinSelbstreflexion; für Auswahl von der Herausgeberin selbst ausgeschlossen
EnneagrammNeun Charaktertypenkein psychometrisches VerfahrenNeinPersönliche Entwicklung außerhalb betrieblicher Entscheidungen

Einordnung nach Messlogik und Eignung für Auswahlentscheidungen. Die Bewertung bezieht sich ausdrücklich auf den Einsatz in Personalentscheidungen – nicht auf den Wert eines Instruments in Trainings oder im Coaching. Ausführliche Einzelporträts: alle Testverfahren im Detail.

Warum wir so wählen

Zwei Verfahren decken 90 Prozent der Fälle ab

In der Praxis brauchen die allermeisten Fragestellungen kein exotisches Instrument, sondern das passende von zweien. Das BIP ist berufsbezogen konstruiert und deshalb erste Wahl, wenn eine Position besetzt oder eine Führungsrolle beurteilt wird. Der NEO PI-R liefert mit 30 Facetten die höhere Auflösung und ist damit im Entwicklungskontext überlegen. Alles darüber hinaus schlagen wir nur vor, wenn die Fragestellung es verlangt – und sagen ausdrücklich, wenn ein zusätzliches Instrument keinen Mehrwert bringt.

Häufiges Missverständnis

„Wir nutzen doch schon DISG“

Das ist kein Widerspruch. Ein Farbmodell schafft im Team eine gemeinsame Sprache und funktioniert dafür gut. Was es nicht kann: zwei Finalist:innen auf derselben Skala vergleichen oder eine Absage begründen. Wenn ein ipsatives Instrument in einem Auswahlprozess auftaucht, ist das rechtlich angreifbar und methodisch nicht haltbar – unabhängig davon, wie überzeugend das Ergebnis im Workshop wirkte.

Verfahrens-Finder: welches Instrument passt zu Ihrer Fragestellung?

Drei Angaben genügen für eine erste Einordnung. Der Finder ersetzt die Anforderungsanalyse nicht – er zeigt, in welche Richtung ein Vorschlag gehen würde, und was daran hängt.

Verfahrens-Finder

Ohne Anmeldung, ohne Datenübertragung – die Auswertung läuft in Ihrem Browser.

1. Worum geht es?
2. Welche Ebene?
3. Wie viele Personen?
Vorschlag
 

 

Richtwert pro Person 
Ergebnis 

Woran Sie einen seriösen Anbieter erkennen

Der Markt für Persönlichkeitsdiagnostik ist weder geschützt noch zertifizierungspflichtig. Jede und jeder darf ein Verfahren anbieten. Diese acht Punkte lassen sich in einem einzigen Vorgespräch klären – und sie trennen Anbieter zuverlässiger als jede Referenzliste. Sie dürfen die Fragen gern uns stellen.

  • Wird zuerst nach der Anforderung gefragt oder zuerst ein Verfahren angeboten? Ein Anbieter, der das Instrument nennt, bevor er die Position kennt, verkauft ein Produkt und keine Diagnostik. Nach DIN 33430 steht die Anforderungsanalyse am Anfang – ohne sie ist jede Messung beliebig.
  • Ist das Verfahren normiert – und an wem? Fragen Sie nach der Bezugsstichprobe. Führungskräfte fallen gegen die Allgemeinbevölkerung fast durchgängig überdurchschnittlich aus; erst die passende Vergleichsgruppe macht ein Profil aussagekräftig.
  • Gibt es ein Manual mit veröffentlichten Gütekriterien? Reliabilität, Validität und Normen müssen nachlesbar sein, idealerweise mit einer Rezension des Testkuratoriums der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen. „Wissenschaftlich fundiert“ ohne Quelle ist eine Werbeaussage.
  • Wer wertet aus? Ein automatisch generierter Report ist keine Auswertung. Verlangen Sie die Qualifikation der Person, die das Gutachten verantwortet – und deren Namen im Dokument.
  • Bekommen die getesteten Personen eine Rückmeldung? Die Rückmeldepflicht gehört zur Norm. Anbieter, die Ergebnisse ausschließlich an das Unternehmen liefern, verletzen einen Kernbestandteil professioneller Eignungsdiagnostik.
  • Benennt der Anbieter die Grenzen seines Verfahrens? Wer erklärt, was ein Test nicht kann, hat das Verfahren verstanden. Wer eine Trefferquote von 90 Prozent verspricht, hat entweder die Forschung nicht gelesen oder rechnet mit Ihrem Vertrauen.
  • Ist die Datenverarbeitung schriftlich geregelt? Zweck, Speicherdauer, Löschung, Auskunftsrecht und Auftragsverarbeitung müssen vor der ersten Testung vertraglich stehen – nicht im Nachgang geklärt werden.
  • Gibt es Unterstützung für die Betriebsratsvorlage? Wo ein Betriebsrat besteht, brauchen Sie eine Verfahrensdokumentation. Ein Anbieter, der diese Unterlage nicht kennt, hat noch nie in einem mitbestimmten Unternehmen gearbeitet.

Diese acht Punkte beantworten wir im kostenlosen Vorgespräch vollständig – auch dann, wenn Sie danach einen anderen Anbieter wählen. Vorgespräch vereinbaren

Wo im Auswahlprozess der Test steht

Der häufigste Konstruktionsfehler ist die Platzierung. Ein Persönlichkeitsverfahren gehört nicht an den Anfang eines Trichters, sondern kurz vor die Entscheidung – wenn die fachliche Vorauswahl steht und mehrere Finalist:innen gleichwertig erscheinen. Vorne eingesetzt kostet es Bewerbungen, hinten eingesetzt erhöht es die Trefferquote.

1

Sichtung und fachliche Vorauswahl

Unverändert Ihr Prozess. Diagnostik ersetzt weder Lebenslauf noch Fachgespräch. Wer die formalen Anforderungen nicht erfüllt, kommt gar nicht erst in ein Verfahren – alles andere wäre unfair gegenüber den Bewerber:innen und teuer für Sie.

2

Erstgespräch im Unternehmen

Fachliche Eignung, Motivation, Verfügbarkeit, Gehaltsrahmen. Am Ende dieses Schritts sollten zwei bis vier Personen übrig sein, bei denen die Entscheidung nicht mehr an der Fachlichkeit hängt.

3

Persönlichkeitsverfahren mit Anforderungsbezug

30 bis 45 Minuten online unter standardisierten Bedingungen. Ausgewertet wird gegen das Soll-Profil aus der Anforderungsanalyse, nicht gegen ein abstraktes Ideal. Die Teilnahme ist freiwillig und wird vorab transparent erklärt.

4

Strukturiertes Interview entlang der Auffälligkeiten

Hier entsteht der eigentliche Erkenntnisgewinn. Das Profil liefert die Hypothesen, das Interview prüft sie an konkreten Situationen aus der Berufsbiografie. Genau diese Kombination ist der Grund, warum strukturierte Interviews in der Forschung am besten abschneiden.

5

Entscheidung mit dokumentierter Begründung

Sie erhalten ein Gutachten mit Bezug auf das Soll-Profil, den Aussagegrenzen und einer Empfehlung für die Einarbeitung – auch für die Person, die Sie einstellen. Die getestete Person erhält ihre Rückmeldung unabhängig vom Ausgang.

Grafik lässt sich seitlich scrollen

Platzierung des Verfahrens im Auswahlprozess Fünfstufiger Auswahlprozess. Das Persönlichkeitsverfahren steht auf Stufe drei, kurz vor der Entscheidung, nicht auf Stufe eins in der Vorauswahl. 1Sichtung und fachliche Vorauswahl 2Erstgespräch im Unternehmen 3Persönlichkeitsverfahren 4Strukturiertes Interview 5Entscheidung Nicht in die Vorauswahl kostet Bewerbungen und misst Personen, die ohnehin ausscheiden Kurz vor der Entscheidung zwei bis drei Finalist:innen, die fachlich gleichwertig sind prüft die Hypothesen aus Stufe 3
Der häufigste Konstruktionsfehler ist nicht die Wahl des Verfahrens, sondern seine Position im Prozess. Vorne eingesetzt wirkt ein Test als Hürde und misst überwiegend Personen, die aus fachlichen Gründen ohnehin ausscheiden. Auf Stufe drei eingesetzt liefert er die Hypothesen, die das strukturierte Interview auf Stufe vier prüft.

Freiwilligkeit ist keine Formalie. Die Teilnahme an einem Testverfahren muss freiwillig sein, und die Ablehnung darf nicht als Absagegrund dokumentiert werden. In der Praxis nehmen nahezu alle Finalist:innen teil – vorausgesetzt, sie wissen vorher, was gemessen wird, wer das Ergebnis sieht und dass sie selbst eine Rückmeldung bekommen. Wird das nicht erklärt, steigt die Ablehnungsquote sprunghaft.

Was eine Fehlbesetzung kostet – und was Diagnostik dagegen kostet

Die direkten Kosten sind nur der sichtbare Teil. Dazu kommen Einarbeitungszeit, Produktivitätsverlust im Team, erneute Ausschreibung, gegebenenfalls Personalberatungshonorar – und bei Führungspositionen die Entscheidungen, die während der Fehlbesetzung getroffen wurden. In der Praxis werden die Gesamtkosten typischerweise mit 50 bis 200 Prozent eines Jahresgehalts angesetzt, bei Führungsrollen am oberen Ende.

Kostenrechner Fehlbesetzung

Überschlagsrechnung auf Basis der üblichen Bandbreite. Kein Angebot, keine Zusage – eine Größenordnung, um die Investition ins Verhältnis zu setzen.

Jahresgehalt der Position (brutto)
65.000 €
Ebene
Zu besetzende Stellen
Geschätztes Risiko
 

 

Diagnostik für alle Finalist:innen 
Anteil am Risiko 

Annahmen: Gesamtkosten einer Fehlbesetzung 100 % des Jahresgehalts bei Fachkräften, 150 % im mittleren Management, 200 % auf oberer Führungsebene. Diagnostikkosten gerechnet mit zwei Finalist:innen je Stelle zum Paket „mit Rückmeldung“ (300 € netto), auf oberer Ebene mit dem Leadership Assessment (450 € netto). Die Rechnung sagt nichts darüber aus, wie häufig eine Fehlbesetzung eintritt – sie zeigt nur, in welchem Verhältnis die Beträge zueinander stehen.

Eignungsdiagnostik verhindert keine Fehlentscheidung mit Sicherheit. Sie verschiebt die Trefferquote, sie macht die Gründe für eine Entscheidung explizit – und sie liefert eine dokumentierte Grundlage für den Fall, dass eine Entscheidung später begründet werden muss. Wer eine Garantie verkauft, verkauft keine Diagnostik.

Vier Fragestellungen, vier Zuschnitte

Dieselben Instrumente, aber unterschiedliche Soll-Profile, unterschiedliche Auswertungslogik und unterschiedliche Berichte. Was sich ändert, ist nicht der Fragebogen, sondern der Maßstab, gegen den ausgewertet wird.

Recruiting und Personalauswahl

Abgleich der Kandidatenprofile mit einem vorab definierten Soll-Profil. Besonders relevant, wenn zwei oder drei Finalist:innen fachlich gleichwertig erscheinen und die Entscheidung sonst am Gesprächseindruck hinge. Der Bericht benennt Passung, Risiken und Einarbeitungshinweise – auch für die Person, die Sie einstellen.

Führungsbesetzung und Leadership Audit

Führungsmotivation, Entscheidungsverhalten unter Unsicherheit, Konfliktverhalten, Belastbarkeit – gerechnet gegen Führungsnormen statt gegen die Allgemeinbevölkerung. Für Beförderungen, externe Besetzungen und Nachfolgeentscheidungen, bei denen Fachleistung allein nicht trägt.

Teamentwicklung

Rollenverteilung, komplementäre Stärken und wiederkehrende Reibungsflächen sichtbar machen – als Grundlage für einen Workshop, nicht als Etikett für Personen. Hier ist die Zustimmung aller Beteiligten Voraussetzung, und die Ergebnisse gehören zuerst den Getesteten.

Personalentwicklung und Nachfolge

Standortbestimmung für gezielte Maßnahmen, mit Wiederholungsmessung, wenn die Wirkung eines Programms belegt werden soll. Geht es um Potenzial über die aktuelle Rolle hinaus, ist die Potenzialanalyse für Unternehmen der passendere Rahmen.

Fünf Fehler, die wir regelmäßig sehen

Aus 25 Jahren Personalauswahl und aus den Projekten, in denen wir ein bestehendes Verfahren übernommen haben. Keiner dieser Fehler liegt am Instrument – alle liegen am Prozess drumherum.

1

Das Instrument steht vor der Anforderung

Ein Verfahren wird lizenziert, weil es im Konzern verbreitet ist, und danach wird überlegt, wofür man es einsetzt. Ohne Soll-Profil gibt es keinen Maßstab – das Ergebnis ist dann eine Beschreibung ohne Bewertungsgrundlage.

2

Der Test wird als Filter genutzt

Ein Cut-off-Wert auf einer Skala sortiert Bewerber:innen aus. Das ist methodisch nicht gedeckt – kein Persönlichkeitsmerkmal hat eine Schwelle, unterhalb derer Berufserfolg ausgeschlossen ist – und im Zweifel AGG-relevant.

3

Es wird gegen die falsche Norm gerechnet

Führungskräfte gegen die Allgemeinbevölkerung zu vergleichen produziert durchgängig hohe Werte und damit ein Profil ohne Kontur. Die Bezugsstichprobe entscheidet mit darüber, ob ein Ergebnis überhaupt etwas aussagt.

4

Niemand spricht mit der getesteten Person

Der Report wird gelesen, das Gespräch entfällt. Damit fällt genau der Teil weg, der die Hypothesen prüft – und die Akzeptanz des Verfahrens gleich mit. Ohne Rückmeldung ist ein Verfahren zudem nicht normkonform.

5

Das Ergebnis überlebt seine Haltbarkeit

Ein Profil aus einem Auswahlverfahren taucht drei Jahre später in einer Beförderungsdiskussion wieder auf. Zweckbindung heißt: erhoben für einen Anlass, verwendet für diesen Anlass, danach gelöscht.

Rechtssicher aufgesetzt – vier Punkte, die geklärt sein müssen

Persönlichkeitsdiagnostik im Arbeitsverhältnis ist zulässig, aber an Bedingungen gebunden. Wir klären sie vor der ersten Testung, nicht danach. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung; die Ausgestaltung im Einzelfall gehört mit Ihrer Rechtsabteilung besprochen.

Anforderungsbezug (AGG)

Erhoben wird ausschließlich, was für die konkrete Tätigkeit relevant ist. Merkmale ohne Anforderungsbezug haben in einem Auswahlverfahren nichts zu suchen – und Fragen zu Gesundheit, Weltanschauung, Herkunft oder Familienplanung schon gar nicht.

Mitbestimmung (BetrVG)

Wo ein Betriebsrat besteht, greifen Mitbestimmungsrechte bei der Einführung von Auswahl- und Beurteilungsverfahren, insbesondere nach § 94 BetrVG. Wir liefern die Verfahrensdokumentation für die Vorlage: Anforderungsanalyse, eingesetzte Instrumente, Auswertungslogik, Aufbewahrung, Rückmeldung.

Datenschutz (DSGVO)

Zweckbindung, Rechtsgrundlage, Speicherdauer, Löschkonzept und Auskunftsrechte werden vorab schriftlich festgelegt, ebenso die Auftragsverarbeitung. Testergebnisse sind besonders schutzbedürftige Beschäftigtendaten und gehören nicht in eine Personalakte, in die halbe Abteilung Einsicht hat.

Qualitätsstandard (DIN 33430)

Anforderungsanalyse, geeignete Verfahren, qualifizierte Auswertung, Rückmeldung an die beurteilte Person: Die Norm verlangt alle vier Schritte. Sie ist keine Zertifizierung des Unternehmens, sondern ein Anforderungskatalog an das Vorgehen – und genau daran lassen wir uns messen.

Ausführlich mit Fallgruppen und Grenzfällen: Persönlichkeitstest und Arbeitsrecht – was Arbeitgeber dürfen

Der Ablauf in fünf Schritten

Der Ablauf folgt der Logik von DIN 33430: erst die Anforderung klären, dann messen – nie umgekehrt. Von der Anfrage bis zum fertigen Gutachten vergehen in der Regel nur wenige Tage; den Takt bestimmt die Terminfindung für die Feedbackgespräche.

1

Anforderungsanalyse – kostenlos

Gespräch über Position, Aufgaben, Team und Erfolgskriterien. Ergebnis ist ein Soll-Profil, ohne das jede Messung beliebig bleibt. Dieser Schritt kostet nichts und verpflichtet zu nichts – und manchmal endet er mit dem Hinweis, dass Diagnostik hier nicht das richtige Mittel ist.

2

Auswahl der Instrumente

Wir schlagen die Verfahren vor, die zur Fragestellung passen, und begründen die Wahl. Wenn ein zusätzliches Instrument keinen Erkenntnisgewinn bringt, sagen wir das – auch wenn es den Auftrag verkleinert.

3

Durchführung

Online oder vor Ort an einem unserer sieben Standorte, unter standardisierten Bedingungen. Die getestete Person erfährt vorher, was gemessen wird, wer das Ergebnis erhält und dass sie selbst eine Rückmeldung bekommt.

4

Auswertung und Gutachten

Auswertung durch Diplom-Psycholog:innen, schriftliches Gutachten mit Bezug auf das Soll-Profil, inklusive der Grenzen der Aussage. Namentlich verantwortet, nicht automatisch generiert.

5

Rückmeldung an beide Seiten

Feedbackgespräch mit der getesteten Person und Ergebnisbesprechung mit Ihnen, inklusive Empfehlungen für Interviewfragen, Einarbeitung oder Entwicklung. Die Rückmeldepflicht ist Teil der Norm, nicht ein Zusatzpaket.

Konditionen für Unternehmen

Alle Preise als Nettobeträge zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer – wie im Geschäftskundenbereich üblich. Der Bruttobetrag steht jeweils daneben. Die Anforderungsanalyse im Vorfeld ist immer enthalten und immer kostenlos.

Basis

Einzeldiagnostik

250 €netto zzgl. MwSt. · 297,50 € brutto · pro Person · ohne Nachgespräch
  • kostenlose Anforderungsanalyse und Soll-Profil
  • ein normiertes Verfahren nach Wahl (BIP oder NEO PI-R)
  • Auswertung durch Diplom-Psycholog:innen
  • schriftliches Gutachten mit Bezug auf das Soll-Profil
  • schriftliche Ergebnisrückmeldung an die getestete Person
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Meistgebucht

Mit Rückmeldung

300 €netto zzgl. MwSt. · 357 € brutto · pro Person · mit Nachgespräch
  • alles aus dem Basis-Paket
  • Feedbackgespräch mit der getesteten Person, 30 bis 45 Minuten
  • Ergebnisbesprechung mit Ihnen als Auftraggeber
  • konkrete Interviewfragen für das Folgegespräch
  • Handlungsempfehlungen für Auswahl oder Einarbeitung
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Führungsdiagnostik

Leadership Assessment

450 €netto zzgl. MwSt. · 535,50 € brutto · pro Person · mit Nachgespräch
  • BIP und NEO PI-R kombiniert
  • Auswertung gegen Führungsnormen statt Allgemeinbevölkerung
  • auf Wunsch strukturiertes Tiefeninterview
  • ausführlicher Expertenbericht
  • Entwicklungsempfehlungen für die ersten 100 Tage
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Volumen und Audit

Management Audit · auf Anfrage

Mehrere Personen parallel, ergänzende Leistungsdiagnostik, aggregierter Report für das Unternehmen, DIN-33430-konforme Dokumentation und Unterstützung bei der Betriebsratsvorlage. Mengenrabatte ab fünf Testungen. Geht es um Nachfolgeplanung, High Potentials oder ein Audit über eine ganze Führungsebene – also um Entwicklung statt Auswahl –, führt die Potenzialanalyse für Unternehmen direkt zum passenden Zuschnitt.

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Was im Preis steckt

Warum ein Gutachten nicht 49 Euro kosten kann

Der größte Kostenblock ist nicht die Testlizenz, sondern die Arbeitszeit: Anforderungsanalyse, Auswertung durch eine qualifizierte Person, Verfassen des Gutachtens, zwei Rückmeldegespräche. Automatisch generierte Reports sind deshalb billiger – und genau deshalb nicht dasselbe Produkt. Wie sich Preise zusammensetzen, steht ausführlich unter Kosten eines Persönlichkeitstests.

Alle Preise netto zuzüglich 19 % gesetzlicher Mehrwertsteuer. Für Privatpersonen gelten dieselben Beträge inklusive Mehrwertsteuer. Stand August 2026, Änderungen vorbehalten; verbindlich ist das schriftliche Angebot.

Persönlichkeitstest, Eignungsdiagnostik oder Potenzialanalyse?

Die drei Begriffe werden im Markt synonym benutzt, meinen aber unterschiedliche Zuschnitte. Kurz gefasst: Eignungsdiagnostik ist der methodische Oberbegriff, der Persönlichkeitstest ein Instrument darin, die Potenzialanalyse eine Fragestellung, die über die aktuelle Rolle hinausblickt.

 PersönlichkeitstestEignungsdiagnostikPotenzialanalyse
LeitfrageWie arbeitet und wirkt diese Person?Passt diese Person zu dieser Position?Wozu ist diese Person künftig in der Lage?
Zeithorizontgegenwärtiges Verhaltendie zu besetzende Stellenächste Entwicklungsstufe
Typischer AnlassAuswahlentscheidung, Teamarbeit, EntwicklungRecruiting, Beförderung, AuswahlverfahrenNachfolge, High Potentials, Führungskräfteentwicklung
Bausteinenormierter Fragebogen plus InterviewAnforderungsanalyse, mehrere Verfahren, InterviewPersönlichkeit, Leistung, Motive, Entwicklungsgespräch
ErgebnisProfil mit AnforderungsbezugEignungsbeurteilung mit EmpfehlungEntwicklungsplan mit Zeitachse
Vertiefungdiese SeiteEignungsdiagnostik für UnternehmenPotenzialanalyse für Unternehmen

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Hier sind Sie richtig, wenn Ihr Unternehmen beauftragt – also die Diagnostik für Bewerber:innen, Teams oder Mitarbeitende einkauft, abrechnet und die Ergebnisse für eine Personalentscheidung nutzt. Nettopreise, Mengenrabatte, Betriebsratsunterlagen, Rechnung an die Firma.

Wenn Sie selbst Führungskraft sind und sich privat testen lassen möchten, zur eigenen Standortbestimmung und ohne Beteiligung Ihres Arbeitgebers, führt der Persönlichkeitstest für Führungskräfte weiter. Dieselben Verfahren, dieselben Diagnostiker, aber Bruttopreise – und das Gutachten geht ausschließlich an Sie.

Wenn Sie sich als Fach- oder Führungskraft beruflich testen lassen wollen, ohne dass ein Unternehmen beteiligt ist – etwa vor einem Wechsel, einer Bewerbung oder einer Neuorientierung –, ist der berufsbezogene Persönlichkeitstest die richtige Seite.

Vier Fallbeispiele aus der Praxis

Die folgenden Beispiele sind anonymisiert und zu typischen Konstellationen zusammengefasst – keine einzelnen Kundenprojekte, sondern die Muster, die uns am häufigsten begegnen. Branche, Größenordnung und Verlauf sind so gewählt, dass die diagnostische Logik erkennbar wird. Kennzahlen zum Geschäftserfolg lassen sich aus einzelnen Personalentscheidungen seriös nicht ableiten, deshalb stehen hier keine.

Personalauswahl · Maschinenbau · ca. 400 Mitarbeitende

Zwei fachlich gleichwertige Finalist:innen

Ausgangslage

Zu besetzen war die Leitung der Instandhaltung mit sieben direkt unterstellten Personen. Nach drei Gesprächsrunden lagen zwei Kandidat:innen vor, bei denen Ausbildung, Berufserfahrung und Referenzen praktisch nicht zu unterscheiden waren. Die Auswahlrunde war blockiert, weil jede Führungskraft im Gremium eine andere Präferenz hatte und keine davon begründbar war.

Auftrag

Keine Empfehlung „wer ist besser“, sondern eine überprüfbare Grundlage für die Frage, welches Arbeits- und Führungsverhalten zu einer Abteilung passt, die aus einer längeren Phase ohne feste Leitung kommt.

Vorgehen

Anforderungsanalyse mit Werkleitung und HR, daraus ein Soll-Profil mit vier kritischen Anforderungen. BIP für beide Finalist:innen, anschließend je ein strukturiertes Interview entlang der Skalen, die vom Soll-Profil abwichen.

Ergebnis

Beide Profile lagen im geeigneten Bereich, unterschieden sich aber deutlich in Konfliktbereitschaft und Strukturierungsbedürfnis. Das Unternehmen entschied sich für die Person mit der höheren Ansprechbereitschaft und erhielt dazu konkrete Hinweise für die Einarbeitung. Der eigentliche Nutzen lag darin, dass die Entscheidung im Gremium begründbar wurde – die Diskussion drehte sich danach um Anforderungen statt um Sympathie.

Beförderung · Chemie · Konzerntochter

Fachexperte soll Führungsverantwortung übernehmen

Ausgangslage

Ein langjähriger Spezialist sollte die Leitung seines Bereichs übernehmen, weil er fachlich der Stärkste war. HR und der abgebende Bereichsleiter hatten unabhängig voneinander Zweifel, konnten sie aber nicht benennen – alle bisherigen Beurteilungen waren gut, sie bezogen sich jedoch ausschließlich auf die Fachrolle.

Auftrag

Klären, ob die Zweifel eine Grundlage haben, ohne die Person vorzuverurteilen und ohne das Verhältnis zum Bereichsleiter zu belasten.

Vorgehen

Leadership Assessment mit BIP und NEO PI-R, ausgewertet gegen Führungsnormen. Ergänzend ein Tiefeninterview zu Situationen, in denen der Kandidat bereits fachlich geführt hatte. Rückmeldung zuerst an ihn, dann in aggregierter Form an das Unternehmen.

Ergebnis

Das Profil zeigte hohe Gewissenhaftigkeit und Sachorientierung bei niedriger Ausprägung in Führungsmotivation und Durchsetzung. Der Kandidat selbst hat das im Feedbackgespräch bestätigt und dabei erstmals ausgesprochen, dass er die Beförderung vor allem als Erwartung empfand. Ergebnis war keine Absage, sondern eine neu geschnittene Fachlaufbahn mit Projektverantwortung. Solche Fälle sind der Regelfall, nicht die Ausnahme: Diagnostik verhindert hier weniger eine Fehlbesetzung als eine Fehlentwicklung.

Teamdiagnostik · Vertrieb · Mittelstand

Wiederkehrende Reibung ohne erkennbaren Anlass

Ausgangslage

Ein zwölfköpfiges Vertriebsteam mit guten Zahlen, aber hoher Fluktuation im Innendienst. Zwei Moderationsversuche waren folgenlos geblieben, weil die Beteiligten die Konflikte jeweils an einzelnen Personen festmachten.

Auftrag

Sichtbar machen, ob es sich um persönliche Konflikte handelt oder um eine strukturelle Konstellation – ausdrücklich ohne Bewertung einzelner Personen.

Vorgehen

Freiwillige Teilnahme aller Beteiligten, Zustimmung des Betriebsrats vorab eingeholt. NEO PI-R für alle, Einzelrückmeldung an jede Person, anschließend ein Workshop mit einer aggregierten Teamauswertung ohne Zuordnung einzelner Werte.

Ergebnis

Die Auswertung zeigte eine ausgeprägte Häufung im Außendienst bei Durchsetzung und Tempo und im Innendienst bei Sorgfalt und Regelorientierung – eine sachlogische Folge der jeweiligen Auswahlpraxis, kein persönliches Problem. Der Konflikt lag an Schnittstellen und Übergaberegeln. Die Maßnahmen betrafen danach Prozesse, nicht Personen. Ob sich die Fluktuation dauerhaft ändert, entscheidet die Umsetzung im Unternehmen und nicht die Diagnostik.

Verfahrensumstellung · Handel · mitbestimmt

Ein eingeführtes Typenmodell hielt der Mitbestimmung nicht stand

Ausgangslage

Ein Unternehmen setzte ein farbbasiertes Typenmodell in der Vorauswahl für Filialleitungen ein. Der Betriebsrat widersprach der Fortführung, weil weder Normwerte noch eine Auswertungslogik dokumentiert waren und abgelehnte Bewerber:innen keine Rückmeldung erhielten.

Auftrag

Ein Verfahren aufsetzen, das die Mitbestimmung übersteht, ohne den Auswahlprozess spürbar zu verlängern.

Vorgehen

Anforderungsanalyse für die Rolle, Umstellung auf das BIP als normatives Verfahren, Verschiebung der Testung von der Vorauswahl auf die Finalrunde, schriftliche Verfahrensdokumentation für die Betriebsvereinbarung, verbindliche Rückmeldung an alle Getesteten.

Ergebnis

Die Zahl der Testungen sank deutlich, weil nur noch Finalist:innen teilnahmen – die Kosten je Besetzung ebenfalls, trotz des höherwertigen Verfahrens. Das Typenmodell blieb im Einsatz, aber dort, wo es hingehört: in der Teamentwicklung, außerhalb von Auswahlentscheidungen.

Zur Einordnung: Diese Beispiele beschreiben Vorgehen und Erkenntnisgewinn, nicht Erfolgsquoten. Aus einzelnen Personalentscheidungen lässt sich kein Wirksamkeitsnachweis ableiten – dafür braucht es Studien mit Kontrollgruppe, und deren Ergebnisse stehen weiter oben unter Wie gut Persönlichkeit Berufserfolg vorhersagt. Wenn Sie mit einem Unternehmen sprechen möchten, das mit uns gearbeitet hat, fragen Sie im Erstgespräch nach einer Referenz; wir vermitteln sie, sofern die Freigabe vorliegt.

Sieben Standorte in Deutschland – und online

Diagnostik vor Ort oder per Videocall, unter denselben standardisierten Bedingungen. Für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse macht das Format keinen Unterschied; für verteilte Teams ist online meist der schnellere Weg.

BerlinUnter den Linden 21, Berlin-Mitte HamburgChilehaus, Fischertwiete 2 MünchenLandsberger Straße 302, Laim FrankfurtThe Squaire 12, am Flughafen StuttgartKönigstraße 10c, Zentrum DüsseldorfVautierstraße 85 HannoverBahnhofstraße 8, am Hauptbahnhof Onlinedeutschlandweit per Videocall

Termine, Anfahrt und Ansprechpartner je Standort: Standorte und Kontakt

Häufige Fragen von Unternehmen

Zulässigkeit, Mitbestimmung, Verfälschbarkeit, Verfahrenswahl und Ablauf – die Fragen, die in fast jedem Erstgespräch kommen.

Ja, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Die erhobenen Merkmale haben einen Bezug zur ausgeschriebenen Tätigkeit, die Teilnahme ist freiwillig, und die Datenverarbeitung ist geregelt. Unzulässig sind Erhebungen ohne Anforderungsbezug – etwa zu Gesundheit, Weltanschauung, Herkunft oder Familienplanung. Ausführlich mit Fallgruppen: Persönlichkeitstest und Arbeitsrecht.

Bei der Einführung von Auswahl- und Beurteilungsverfahren bestehen Mitbestimmungsrechte nach dem Betriebsverfassungsgesetz, insbesondere nach § 94. Praktisch heißt das: Das Verfahren wird einmal vorgestellt und vereinbart, nicht bei jeder einzelnen Testung neu verhandelt. Wir liefern die Verfahrensdokumentation für die Vorlage – Anforderungsanalyse, eingesetzte Instrumente, Auswertungslogik, Speicherdauer und Rückmeldeprozess.

Sozial erwünschtes Antworten lässt sich nicht vollständig verhindern, aber erkennen. Berufsbezogene Verfahren enthalten Kontrollskalen, die auffällig konsistente Selbstdarstellung sichtbar machen. Wichtiger noch: Das anschließende strukturierte Interview prüft die auffälligen Skalen an konkreten Situationen. Ein Testergebnis ist bei uns nie die alleinige Entscheidungsgrundlage – genau deshalb ist Verfälschung ein beherrschbares und kein grundsätzliches Problem.

Die Testung selbst dauert je Verfahren 30 bis 45 Minuten. Von der Anfrage bis zum fertigen Gutachten vergehen in der Regel nur wenige Tage. Den Takt bestimmt fast immer die Terminfindung für die Feedbackgespräche, nicht die Auswertung. Bei mehreren Personen parallel planen wir den Ablauf so, dass Ihre Entscheidungssitzung den Endtermin vorgibt.

Ja, und das ist nicht verhandelbar. Die Rückmeldung an die beurteilte Person gehört zu den Anforderungen von DIN 33430. Sie ist außerdem der Grund, warum Kandidat:innen ein Verfahren als faires Instrument erleben statt als Prüfung hinter verschlossenen Türen – auch dann, wenn sie die Stelle nicht bekommen. Anbieter, die Ergebnisse ausschließlich an das Unternehmen liefern, arbeiten nicht normkonform.

Das entscheidet die Fragestellung, nicht der Katalog. Für Personalauswahl und Führungsdiagnostik ist in der Regel das BIP erste Wahl, weil es berufsbezogen konstruiert und an Fach- und Führungskräften normiert ist. Für differenzierte Entwicklungsfragen liefert der NEO PI-R mit 30 Facetten die höhere Auflösung. Eine erste Einordnung gibt der Verfahrens-Finder weiter oben, die verbindliche Empfehlung kommt aus der Anforderungsanalyse.

Für Trainings und Teamworkshops sind diese Instrumente brauchbar, für Auswahlentscheidungen setzen wir sie nicht ein. Sie messen ipsativ, das heißt sie vergleichen Merkmale innerhalb einer Person statt gegen eine Normstichprobe. Ein Vergleich zwischen zwei Bewerber:innen ist damit methodisch nicht gedeckt – und im Streitfall schwer zu verteidigen. Die vollständige Einordnung steht in der Verfahrenstabelle.

Häufig ja. Wenn ein normiertes Verfahren bereits lizenziert ist und zur Fragestellung passt, ist es meist sinnvoller, die Auswertung und den Prozess drumherum zu verbessern, als ein zweites Instrument einzuführen. Wir sehen uns die vorhandene Verfahrensdokumentation an und sagen, was fehlt. Wenn das Instrument für Ihren Zweck nicht geeignet ist, sagen wir das ebenfalls.

Ja. Die Testung erfolgt online unter standardisierten Bedingungen, die Feedbackgespräche laufen per Videocall oder an einem unserer sieben Standorte. Für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse macht das keinen Unterschied, solange die Rahmenbedingungen eingehalten werden – ungestörte Umgebung, ausreichend Zeit, keine Unterbrechung.

Zweck, Rechtsgrundlage, Speicherdauer und Löschung werden vor der ersten Testung schriftlich festgelegt, ebenso die Auftragsverarbeitung. Rohdaten bleiben bei uns und werden nach Ablauf der vereinbarten Frist gelöscht. Sie erhalten das Gutachten, nicht den Datensatz. Testergebnisse gehören nicht in eine allgemein zugängliche Personalakte.

Dann ist das ein Gesprächsanlass, kein Ausschlusskriterium. Kein Persönlichkeitsmerkmal hat eine Schwelle, unterhalb derer Berufserfolg ausgeschlossen wäre. Der Bericht benennt, wo Reibung wahrscheinlich ist, unter welchen Bedingungen sie relevant wird und was in der Einarbeitung dagegen hilft. Ob Sie einstellen, entscheiden Sie – und Sie können begründen, warum.

In der Auswahl typischerweise die letzten zwei bis drei Finalist:innen. Alle Bewerber:innen zu testen ist teuer, verlängert den Prozess und liefert keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn, weil die fachliche Vorauswahl ohnehin vorher greift. In Entwicklungsprogrammen ist die Logik umgekehrt: Dort ergibt es Sinn, eine ganze Ebene zu erfassen, um Vergleichbarkeit im Portfolio zu bekommen.

Nein, und niemand sollte Ihnen eine geben. Eignungsdiagnostik verschiebt die Trefferquote, sie garantiert kein Ergebnis. Was Sie bekommen, ist eine begründete Empfehlung mit benannten Unsicherheiten und eine dokumentierte Entscheidungsgrundlage. Anbieter, die Quoten versprechen, überschreiten das, was die Forschungslage hergibt.

Kostenlos sind das Erstgespräch und die Anforderungsanalyse, aus der das Soll-Profil entsteht – auch dann, wenn daraus kein Auftrag wird. Kostenpflichtig wird es ab der ersten Testung: 250 € netto für die Einzeldiagnostik, 300 € netto mit Feedbackgespräch, 450 € netto für das Leadership Assessment. Mengenrabatte gelten ab fünf Testungen.

Autor und Quellen

Jan Bohlken, Gründer des Profiling Instituts

Jan Bohlken

Diplom-Sozioökonom, Gründer des Profiling Instituts und Inhaber der Executive-Search-Beratung Bohlken Consulting. Seit 1999 in der Personalauswahl tätig, mit Schwerpunkten in Automotive, Chemie, Maschinenbau und Industrie. Aus dieser Praxis kommt die Perspektive, die dieses Angebot von reiner Testanbieterlogik unterscheidet: Ein Gutachten, das im Auswahlgespräch nicht anwendbar ist, hilft niemandem.

DIN 33430 Mitglied nfb · DGfK · dvb > 10.000 Beratungen Bohlken Consulting seit 1999

Fachliche Grundlagen

  • Sackett, P. R., Zhang, C., Berry, C. M. & Lievens, F. (2022): Revisiting meta-analytic estimates of validity in personnel selection: Addressing systematic overcorrection for restriction of range. Journal of Applied Psychology, 107(11), 2040–2068.
  • Schmidt, F. L. & Hunter, J. E. (1998): The validity and utility of selection methods in personnel psychology. Psychological Bulletin, 124(2), 262–274 – die lange maßgebliche, heute als überkorrigiert geltende Referenz.
  • Hossiep, R. & Paschen, M.: Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung (BIP), Hogrefe – Manual, Skalen und Normstichproben inklusive Fach- und Führungskräften.
  • Costa, P. T. & McCrae, R. R.: Revised NEO Personality Inventory (NEO PI-R); deutsche Fassung von Ostendorf & Angleitner, Hogrefe.
  • DIN 33430: Anforderungen an Verfahren und deren Einsatz bei berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen.
  • Testkuratorium der Föderation Deutscher Psychologenvereinigungen: Beurteilungskriterien für psychodiagnostische Verfahren.
  • Betriebsverfassungsgesetz § 94 (Personalfragebogen, Beurteilungsgrundsätze); Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz; Datenschutz-Grundverordnung, insbesondere Art. 5, 6 und 9 sowie § 26 BDSG.

Weiterführende Themen

Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: August 2026. Die beschriebenen Verfahren sind eignungsdiagnostische Instrumente nach DIN 33430. Sie sind keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnostik. Die Ausführungen zum rechtlichen Rahmen sind eine allgemeine Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall. Preise, Dauer und Verfügbarkeit können sich ändern; verbindlich ist das schriftliche Angebot.

Anforderungsanalyse kostenlos – dann entscheiden Sie

Im Erstgespräch klären wir, welche Fragestellung Sie haben, welches Verfahren dazu passt und ob Diagnostik überhaupt das richtige Mittel ist. Wenn nicht, sagen wir das – und Sie haben trotzdem ein Soll-Profil, mit dem Sie weiterarbeiten können.