Generation Y
Als Generation Y – auch Millennials – werden die etwa zwischen 1981 und 1996 Geborenen bezeichnet. Ihnen wird zugeschrieben, Sinn, Entwicklungsmöglichkeiten und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben stärker zu gewichten als Statussymbole.
Herkunft und Abgrenzung
Der Buchstabe folgt schlicht auf die zuvor benannte Generation X. Populär wurde zusätzlich die Deutung als „Why“-Generation: als Kohorte, die Bestehendes hinterfragt. Die Bezeichnung Millennials verweist darauf, dass diese Jahrgänge um die Jahrtausendwende erwachsen wurden.
Die Jahresgrenzen sind nicht einheitlich definiert. Je nach Quelle beginnt die Generation Y zwischen 1980 und 1985 und endet zwischen 1994 und 2000. Anschließend folgt die Generation Z.
Die üblichen Zuschreibungen
- hohe Bedeutung von Sinn und Identifikation mit der Aufgabe
- Wunsch nach Feedback, Entwicklung und flachen Hierarchien
- Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben vor Statussymbolen
- Selbstverständlichkeit im Umgang mit digitalen Werkzeugen
- geringere Bindung an einzelne Arbeitgeber
Was die Forschung dazu sagt
Hier ist Vorsicht geboten. Metaanalytische Untersuchungen zu Generationenunterschieden in Arbeitseinstellungen – etwa die vielzitierte Arbeit von Costanza und Kollegen – finden zwischen den Kohorten allenfalls kleine und uneinheitliche Effekte. Deutlich größer sind die Unterschiede innerhalb jeder Generation.
Ein methodisches Problem verstärkt das: In Querschnittsvergleichen lassen sich Generationeneffekte kaum von Alterseffekten (Menschen bewerten Sicherheit mit 45 anders als mit 25) und Periodeneffekten (Finanzkrise, Pandemie, Arbeitsmarktlage) trennen. Was als Eigenschaft einer Generation erscheint, ist oft eine Eigenschaft der Lebensphase oder der Zeitumstände.
Hinzu kommt: Die Beschreibungen stammen überwiegend aus westlichen Industriestaaten und aus akademisch geprägten Milieus. Sie auf alle Angehörigen eines Jahrgangs zu übertragen, überdehnt die Befundlage erheblich.
Wozu der Begriff dennoch taugt
Als grobe zeitliche Verortung ist er brauchbar – etwa um zu beschreiben, unter welchen technologischen und wirtschaftlichen Bedingungen eine Kohorte ins Berufsleben eingetreten ist. Als Grundlage für Personalentscheidungen taugt er nicht. Wer wissen will, was einer Person wichtig ist, erfährt das durch Fragen und durch strukturierte Verfahren wie eine Potenzialanalyse – nicht durch ihr Geburtsjahr.
Häufige Fragen
Welche Jahrgänge gehören zur Generation Y?
Üblicherweise die etwa zwischen 1981 und 1996 Geborenen. Die Grenzen sind nicht einheitlich definiert und variieren je nach Quelle um mehrere Jahre.
Was ist der Unterschied zwischen Generation Y und Millennials?
Keiner – beide Begriffe bezeichnen dieselbe Alterskohorte. Millennials verweist darauf, dass diese Jahrgänge um die Jahrtausendwende erwachsen wurden.
Sind Generationenunterschiede wissenschaftlich belegt?
Nur schwach. Metaanalysen finden zwischen den Kohorten allenfalls kleine Unterschiede in Arbeitseinstellungen, während die Unterschiede innerhalb jeder Generation deutlich größer sind. Alters- und Zeiteffekte lassen sich zudem kaum sauber trennen.
Was bedeutet das für Ihre Situation?
Begriffe erklären den Rahmen – die Entscheidung treffen Sie im eigenen Kontext. Unsere Beraterinnen und Berater ordnen ein, was für Ihren Weg wirklich zählt: in der Schul-, Studien- und Berufsberatung ebenso wie in der beruflichen Neuorientierung.