Studienabbruch und dann? Studienabbrecher was tun?

Ursachen des Abbruchs und Handlungsempfehlungen für Abbrecher

Studienabbruch und dann? Wir liefern konkrete Hilfe und Unterstützung für Studienabbrecher!

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Studienabbruch und dann? Was tun als Studienabbrecher?

Studienabbruch und dann? – dieser Frage müssen sich jedes Jahr eine Vielzahl junger Studienabbrecher stellen. Die Anzahl derer, die die Hochschule ohne einen Abschluss in Ihrem erstgewählten Studiengang verlassen oder einen Neuen beginnen, steigt offiziellen Zahlen zufolge jährlich an. Aktuell handelt es sich um ca. 30 % eines Studienjahrgangs. Die Zahlen variieren abhängig vom Studienfach sehr stark. So liegt die Studienabbruchquote in einigen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen bei bis zu 40 %. Die Gründe für einen Abbruch des Studiums sind vielfältig und die Lösung für die Frage „Studienabbruch und dann?“ alles andere als leicht.

Was sind die Gründe für einen Studienabbruch?

Die Beweggründe das Studium abzubrechen sind ganz unterschiedlich. Verschiedenen Studien zu Folge sind die Hauptgründe folgende:

  • Leistungsprobleme und Überforderung (Nicht bestandene Prüfungen, persönliche Leistungsfähigkeit)
  • Falsche Studienwahl (falsch gewähltes Studienfach)
  • Studienbedingungen (Qualität der Lehre, falsche Leistungsanforderungen)
  • Finanzielle Probleme
  • Mangelnde Studienmotivation
  • Unzulängliche Studienbedingungen (überfüllte Hörsäle, fehlender Berufs- und Praxisbezug, schlechte Betreuung, Anonymität, schlechte Hochschulausstattung…)
  • Familiäre Probleme (Betreuung Angehöriger, Krankheit)
  • Psychische und physische Probleme (Kommunikations-, Konzentrations- und Lernfähigkeiten sowie die körperliche und seelische Stabilität der Studierenden anzusehen)
  • Soziale Integration (fehlende Eingebundenheit des Studierenden in den neuen Lebensraum)

Wie fühlen sich Studienabbrecher?- Situation nach Studienabbruch

Die Entscheidung zum Studienabbruch fällt man nicht leichtfertig. Viele Betroffene beschreiben einen langen Prozess, während dessen sich die Pläne konkretisieren oder die Situation so unerträglich wird, dass manche in Abhängigkeit geraten und Suchterkrankungen wie Drogen-, Medikamenten- oder eine Spielsucht entwickeln. Andere wiederum leiden unter psychischen Störungen wie Depressionen. Das sind sicher extreme Ausformungen. Die allermeisten berichten von mangelndem Selbstwertgefühl, Selbstzweifeln, Antriebslosigkeit, soziale Isolation oder Kontaktschwierigkeiten.

Eine große Herausforderung stellt für viele die Kommunikation der persönlichen Situation – viele empfinden es als Niederlage – gegenüber dem gesamten sozialen Umfeld wie Eltern, Geschwistern, Freunden und Verwandten dar.

  • Wie sage ich es den Eltern?
  • Verstehen mich meine Freunde, die alle schon viel weiter sind?
  • Was denken meine Großeltern, die mir bei der Finanzierung des Studium geholfen haben?
  • Was sagt meine Schwester, die in der Schule immer schlechter war als ich?
  • Was denken die Kollegen im Sportclub?
  • Wie reagieren meine Kommilitonen mit denen ich immer gelernt habe?

Studienabbruch und dann? Möglichkeiten und Alternativen für Studienabbrecher

Es gibt eine Vielzahl von Optionen für einen Studienabbrecher. Die Möglichkeiten und Chancen für eine Neuorientierung sind vielfältig:

  1. Studium im gleichen Fach an einem anderen Ort oder Hochschultyp fortsetzen
  2. Studienfach wechseln und in einem neuen Studienfach von vorne beginnen
  3. in ein duales Studium wechseln
  4. direkt ins Berufsleben einsteigen und das im Studium Erlernte bei einem Arbeitgeber einbringen
  5. eine Berufsausbildung beginnen
  6. Praktika absolvieren
  7. Existenzgründung oder Selbständigkeit
  8. alternative Wege zur Überbrückung – siehe unten

Studienabbruch und dann

Der Studienabbrecher sollte sich im Rahmen seiner Neuorientierung folgende Fragen stellen:

  • Was hat mich bewogen dieses Studium aufzunehmen?
  • Welche alternativen Studiengänge waren eine Option und warum kamen die nicht mehr in Frage?
  • Konnte ich meine fachlichen Interessen im Studium wiederfinden?
  • Was hat mich daran gehindert, so zu studieren, wie ich es geplant habe?
  • Was für konkrete Gründe gibt es, die zum Studienabbruch geführt haben?
  • Lassen sich diese Gründe abstellen oder sind sie nicht zu ändern? (Studienmotivation, persönliches Umfeld, charakterliche Defizite, Lebenssituation, finanzielle Ausstattung…)
  • Hat sich etwas an den ursprünglichen Zielen und Ideen seit der ersten Studienwahl geändert?
  • Gab es in meinem aktuellen Studium Themenbereiche, die mich angesprochen haben?
  • Was kann ich tun, um ein neues Studium erfolgreich zu bewältigen?
  • Haben externe Einflüsse meine erste Studienwahl beeinflusst oder gestört?
  • Welche in meiner Person begründeten Ursachen haben zum Studienabbruch geführt? Lassen sich diese abstellen oder was kann ich daran ändern?
  • Ist ein Studium der richtige Weg oder gibt es Alternativen wie eine Berufsausbildung?
  • Traue ich mir einen erneuten Start in einem neuen Studienfach zu?
  • Lag es am Studienort? Macht es Sinn das Bundesland, die Stadt zu wechseln? Fühle ich mich wohler in der Nähe meiner Familie?
  • Lag es am Hochschultyp? War die Uni zu theoretisch und bin ich an einer eher praxisnahen Hochschule besser aufgehoben?
  • Passt vielleicht ein duales Studium mit der Verzahnung aus Theorie und Praxis?
  • Gibt es bisher erbrachte Leistungen, die mir angerechnet werden?
  • Welche Möglichkeiten einer alternativen Finanzierung gibt es?

Alternativen zur Fortsetzung eines Studiums oder  beruflichen Ausbildung?

In einer solchen Situation macht es Sinn über Alternativen nachdenken. Vorausgesetzt man befindet sich in der glücklichen Lage und muss seinen Lebensunterhalt nicht selber durch Nebenjobs finanzieren oder ist auf BAföG angewiesen, besteht die Möglichkeit neue Erfahrungen zu sammeln die einen klaren Kopf und etwas Ablenkung verschaffen, neue Perspektiven bringen oder sogar helfen auf konkrete neue Ideen für die Neuausrichtung zu kommen. In der Regel ist eine unterbrechungsfreie Fortsetzung eines Folgestudiums oder einer Ausbildung nicht möglich. Diese Zeit kann man auf vielfältige Art und Weise nutzen.

In der Regel sind es Wege, die den meisten Abiturienten auch schon direkt nach dem Ende der Schulzeit offen standen. Vielleicht hatte man damals keine Lust, zu große Sorgen oder Bedenken oder einen Partner oder kein Geld… und die neue Situation hat einiges verändert, so dass die eine oder andere Variante plötzlich attraktiv erscheinen mag.

Zur Überbrückung kommen in Frage:

Hilfe und Beratung beim Studienabbruch oder der Neuausrichtung?

Hilfe in dieser Situation bekommt der Studienabbrecher in vielfältiger Hinsicht und von verschiedenen Seiten. Wichtig ist, dass man auch bereit ist Hilfe einzufordern und anzunehmen. An erster Stelle sind hier sicher die Eltern, Freunde und die gesamte Familie gefragt. Einerseits um das Gefühl zu vermitteln, dass sich an der Wertschätzung nichts geändert hat und das ein Studienabbruch kein Drama ist, sondern die Chance zum Neustart bietet. Neben vielen intensiven Gesprächen mit der Familie, Freunden und Verwandten können auch Bekannte aus verschiedenen Berufsgruppen helfen.

Darüber hinaus stehen Studienabbrechern eine Reihe von Beratungsmöglicheiten zur Verfügung:

  • Studienberatung bei der Agentur für Arbeit (Hilfe bei der Studienorientierung, allgemeine Beratung)
  • Studienfachberatung bei den Falkultäten der Hoochschule (konkrete BEratung zu verfügbaren Studiengängen an den Fakultäten der Hochschule)
  • Zentrale Studienberatung der Hochschule (allgemeine Studienberatung,
  • Studienberatung bei der Fachschaft
  • Career Service der Hochschule (Fragen zum Berufseinstieg, Bewerbungstrainings, Karriereberatung)
  • Studienwahltest im Internet (als grobe Orientierungshilfe sehr sivvvoll)
  • Berufswahltest, Berufsberatung online
  • Berufsmesse oder Studienmesse (umfassendes Angebot von verschiedenen Hochschulen und potentiellen Arbeitgebern, Verbänden und Beratungsunternehmen)
  • Psychologische Beratungsstelle der Hochschule (Hilfe zu Themen wie Lernmotivation, Prokrastination, Suchtberatung, Prüfungsängste, Redeängste, Schreibblockaden, Sozialphobien, Kontaktängste)
  • Studentenwerk (BAföG, Beziehungsprobleme, Studieren mit Kind, Studieren mit Behinderung, Studienfinanzierung, BAföG, Kindergeld, Konflikte mit Eltern, Behörden, Vermietern, Mitbewohnern, Erwerbstätigkeit, Unterhalt, Sozialleistungen, Stipendien)
  • Infoseite der Bundesministeriums für Bildung und Forschung
  • Psychologen (alle Formen der psychischen Erkrankungen die im Zusammenhang mit dem Studienabbruch auftreten oder ihn begleiten: Depressionen, dpresive Verstimmungen, Lernmotivation, Ängste, Zwänge, Sucht…)
  • Private Studienberatung bzw. professionelle Berufsberatung

Interessante Informationen zu den Themen „Was soll ich studieren?“ und „Was soll ich werden?

Studienabbruch und dann?

Die Studienberatung oder Berufsberatung für Studienabbrecher bieten wir an unseren Beratungsstandorten Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg, Hannover, München und Berlin an.

Weitere Beiträge zu Studienabbruch:

Berufsberatung für Studienabbrecher , Gründe für einen Studienabbruch, Studienabbrecher haben mit Studienkrediten ein Problem

Wir freuen uns darauf Sie beraten zu dürfen und Ihnen bei der Beantwortung der Frage „Studienabbruch und dann!“ Wir wünschen allen Studienabbrechern alles Gute auf Ihrem weiteren Weg!