Experten-Ratgeber 2026

Zulassung & Bewerbung: NC, Hochschulstart, Fristen & Vergabequoten

Über 20.000 Studiengänge, drei Vergabequoten, ein zentrales Portal und ein Fristensystem, das keine Fehler verzeiht. Dieser Ratgeber erklärt dir, wie der NC wirklich funktioniert, wie du dich über hochschulstart.de bewirbst und welche Sonderwege auch mit nicht-perfektem Abi zum Studienplatz führen.

~40%
aller Studiengänge sind zulassungsfrei
4
bundesweit NC-beschränkte Fächer
3
Vergabequoten seit 2020
15.7.
Bewerbungsfrist Wintersemester

Was ist der Numerus Clausus – und was ist er nicht?

Der Numerus Clausus (NC) ist eines der am häufigsten missverstandenen Konzepte in der Studienwahl. Viele Schülerinnen und Schüler glauben, der NC sei eine feste Note, die eine Hochschule für einen Studiengang vorgibt – eine Art „Eintrittshürde“, die von vornherein feststeht. Das stimmt nicht.

Der NC ist der Grenzwert, bis zu dem im letzten Vergabeverfahren Studienplätze vergeben wurden. Er entsteht erst nach Abschluss eines Bewerbungszyklus – und zwar als Ergebnis der Nachfrage. Wenn mehr qualifizierte Bewerbungen eingehen als Plätze vorhanden sind, wird nach bestimmten Kriterien ausgewählt. Der NC des letzten Semesters ist daher lediglich ein Orientierungswert, keine Garantie für künftige Vergaberunden.

Das bedeutet konkret: Ein Studiengang mit „NC 2,3“ im Wintersemester 2025/26 hatte genau bis zu dieser Note Plätze vergeben. Im nächsten Semester kann dieser Wert höher oder niedriger ausfallen – abhängig von der Zahl und Qualität der Bewerbungen. Wer sich wegen seines NC Sorgen macht, findet auf unserer Seite Studium ohne NC zahlreiche Alternativen. Rund 40 Prozent aller Studiengänge in Deutschland sind überhaupt nicht zulassungsbeschränkt – hier erhält jeder Bewerber mit gültiger Hochschulzugangsberechtigung einen Platz.

Auf dieser Seite findest du
  • Was der NC wirklich ist – und was nicht
  • Bundesweiter vs. örtlicher NC im Vergleich
  • Die 3 Vergabequoten seit 2020 erklärt
  • Hochschulstart.de & DoSV Schritt für Schritt
  • Bewerbungsfristen & Zeitplan 2026/27
  • Sonderwege: TMS, HAM-Nat, ohne Abitur
  • 6 typische Fehler bei der Bewerbung
  • Antworten auf 10 häufige Fragen

Bundesweiter NC vs. örtlicher NC – der entscheidende Unterschied

Die Zulassungsbeschränkung funktioniert grundlegend anders, je nachdem ob der NC bundesweit oder örtlich gilt. Diesen Unterschied zu kennen, ist die Basis jeder Bewerbungsstrategie.

Bundesweiter NC – die „harten“ Fächer

Der bundesweite NC betrifft nur vier Studiengänge: Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie. Hier werden die Studienplätze zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung auf hochschulstart.de vergeben. Die Vergabe erfolgt über drei klar definierte Quoten: 30% Abiturbestenquote, 60% Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) und 10% Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ). Seit der Reform 2020 gibt es keine Wartezeitquote mehr – stattdessen zählen neben der Abiturnote auch Eignungstests wie TMS und HAM-Nat, Berufserfahrung und Auswahlgespräche.

Örtlicher NC – hochschulindividuell

Der örtliche NC wird von jeder Hochschule für ihre eigenen Studiengänge individuell festgelegt. Die Auswahlkriterien variieren stark: Abiturnote, Einzelnoten in relevanten Fächern, Motivationsschreiben, Auswahlgespräche oder Eignungstests können eine Rolle spielen. Die Bewerbung läuft entweder direkt über die Hochschule oder über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) auf hochschulstart.de. Ein identischer Studiengang kann an einer Hochschule einen NC von 1,5 haben und an einer anderen zulassungsfrei sein – daher lohnt der Blick auf kleinere Standorte.

Wichtig zu wissen

Der NC ist kein Qualitätsmerkmal. Ein hoher NC zeigt hohe Nachfrage, nicht bessere Lehre. Exzellente Studiengänge gibt es auch ohne Zulassungsbeschränkung. Mehr dazu in unserem Ratgeber Studium ohne NC.

Die 3 Vergabequoten – so werden Studienplätze vergeben

Seit der Reform 2020 gilt für die bundesweit zulassungsbeschränkten Fächer ein neues Vergabesystem mit drei Quoten. Die alte Wartezeitquote wurde abgeschafft – dafür spielen Eignungstests, Berufserfahrung und Auswahlgespräche eine größere Rolle als je zuvor.

30%
Abiturbestenquote

Hier zählt ausschließlich die Abiturnote. Die Durchschnittsnoten der Bewerber werden länderübergreifend vergleichbar gemacht (Landesquoten). Für Medizin ist in der Regel ein Schnitt von 1,0 bis 1,1 nötig. Die Abiturbestenquote ist der einzige Weg, bei dem ausschließlich die Note entscheidet – in den anderen beiden Quoten gibt es zusätzliche Kriterien.

60%
Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH)

Die größte Quote – und die, in der du am meisten beeinflussen kannst. Jede Hochschule legt eigene Kriterien fest: Abiturnote plus mindestens ein weiteres Kriterium wie den TMS (Test für Medizinische Studiengänge), den HAM-Nat, eine abgeschlossene Berufsausbildung im medizinischen Bereich, Auswahlgespräche oder Einzelnoten in naturwissenschaftlichen Fächern. Hier können auch Bewerber mit einem Abi von 1,5 oder 1,8 realistische Chancen haben, wenn ihre Zusatzkriterien stark sind.

10%
Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ)

In dieser Quote spielt die Abiturnote explizit keine Rolle. Die Vergabe basiert ausschließlich auf schulnotenunabhängigen Kriterien: TMS, HAM-Nat, abgeschlossene Berufsausbildung, Berufstätigkeit oder fachspezifische Studieneignungstests. Diese Quote wurde 2020 eingeführt, um Bewerbern mit nicht-perfektem Abi einen fairen Zugang zu ermöglichen.

Hochschulstart.de und das DoSV – so funktioniert die Bewerbung

Die Stiftung für Hochschulzulassung betreibt mit hochschulstart.de das zentrale Bewerbungsportal für zulassungsbeschränkte Studiengänge in Deutschland. Zwei Verfahren laufen über dieses Portal – und du musst wissen, welches für dich gilt.

Zentrales Vergabeverfahren

Das zentrale Verfahren gilt ausschließlich für die vier bundesweit zulassungsbeschränkten Fächer: Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie. Du bewirbst dich auf hochschulstart.de, gibst deine Wunschhochschulen mit Priorität an und durchläufst die drei Vergabequoten (Abiturbestenquote, AdH, ZEQ). Du kannst dich für bis zu zwölf Studiengänge gleichzeitig bewerben.

Tipp: Informiere dich frühzeitig über die spezifischen Auswahlkriterien deiner Wunschhochschulen im AdH – sie können sich von Semester zu Semester ändern. Die Hochschulseite in unserem Finder hilft bei der Recherche.

Dialogorientiertes Serviceverfahren (DoSV)

Das DoSV koordiniert die Vergabe örtlich zulassungsbeschränkter Studiengänge, die am Verfahren teilnehmen. Der große Vorteil: Wenn ein Bewerber sich für einen Platz entscheidet, wird sein Platz an anderen Hochschulen sofort freigegeben und automatisch an Nachrücker vergeben. So werden Studienplätze schneller und effizienter verteilt.

Nicht alle Hochschulen nehmen am DoSV teil. Manche vergeben ihre örtlich beschränkten Plätze direkt über eigene Bewerbungsportale. Prüfe daher für jeden Wunschstudiengang, über welchen Kanal die Bewerbung läuft.

Zulassungsfreie Studiengänge

Bei zulassungsfreien Studiengängen – rund 40 Prozent aller Angebote – ist keine Bewerbung im eigentlichen Sinne nötig. Du schreibst dich direkt bei der Hochschule ein, sobald du deine Hochschulzugangsberechtigung hast. Die Einschreibefristen sind in der Regel länger als die Bewerbungsfristen für NC-Fächer und reichen oft bis in den September. Einen Überblick über alle Studienfelder und Studiengänge findest du auf unserer Spezialseite.

Bewerbung fürs duale Studium

Beim dualen Studium läuft die Bewerbung anders: Du bewirbst dich zuerst beim Unternehmen, nicht bei der Hochschule. Viele Betriebe suchen ihre dual Studierenden 12 bis 18 Monate vor Studienbeginn. Nach der Zusage folgt die Einschreibung an der kooperierenden Hochschule. Der NC spielt hier in der Regel keine Rolle – das Unternehmen entscheidet nach eigenen Kriterien.

Bewerbungsfristen und Zeitplan 2026/27

Diese Fristen sind verbindlich und gelten bundesweit für zulassungsbeschränkte Studiengänge. Verpasste Fristen bedeuten in der Regel: ein Jahr warten. Plane daher frühzeitig – unsere 19 Tipps zur Studienwahl helfen beim strukturierten Vorgehen.

Jan – März

Orientierung & Recherche

Studiengänge und Hochschultypen vergleichen. TMS-Anmeldung (Frist meist Januar/Februar). Studienwahltest machen. AusbildungPlus-Datenbank für duale Plätze prüfen.

April – Mai

TMS ablegen & Unterlagen sammeln

TMS-Prüfungstermin (meist Mai). Bewerbungsunterlagen vorbereiten: Lebenslauf, Motivationsschreiben, Zeugniskopien, Praktikumsnachweise. Hochschulstart-Konto anlegen.

Juni – 15. Juli

Bewerbung abschicken

15. Juli: Bewerbungsfrist für NC-Fächer zum Wintersemester. Für Altabiturienten bei bundesweit beschränkten Fächern gelten teilweise frühere Termine über hochschulstart.de. Parallel: Einschreibung für zulassungsfreie Fächer prüfen.

Aug – Okt

Zulassungsbescheide & Einschreibung

Zu- und Absagen kommen gestaffelt. Bei Zusage: Einschreibung innerhalb der gesetzten Frist. Bei Absage: Nachrückverfahren abwarten oder Alternativen prüfen. 1. Oktober: Semesterstart. 15. Januar: Frist fürs Sommersemester.

Tipp für internationale Bewerber

Internationale Studieninteressierte nutzen häufig den Service von uni-assist.de, der Arbeits- und Servicestelle für internationale Studienbewerbungen. Die Fristen können abweichen – frühzeitige Information ist hier besonders wichtig. Einen Überblick über das deutsche Hochschulsystem bietet unsere Seite Hochschulen in Deutschland.

Sonderwege zum Studienplatz

Nicht nur die Abiturnote entscheidet. Diese Wege können deine Chancen deutlich verbessern – oder dir den Zugang auch ohne klassisches Abitur ermöglichen. Eine professionelle Studienberatung hilft, die richtige Strategie zu finden.

TMS – Test für Medizinische Studiengänge

Der TMS kann die Abiturnote im AdH an den meisten medizinischen Fakultäten aufwerten – teilweise um bis zu 0,8 Notenpunkte. Er prüft naturwissenschaftliches Verständnis, räumliches Denken und Textverarbeitung. Einmal jährlich, Anmeldung Januar/Februar, Prüfung im Mai. Keine Wiederholung möglich – gute Vorbereitung ist essenziell.

HAM-Nat & weitere Eignungstests

Der HAM-Nat (Hamburger Naturwissenschaftstest) wird von mehreren Universitäten in Medizin und Zahnmedizin eingesetzt. Daneben gibt es den SJT (Situational Judgement Test) und hochschulspezifische Auswahlverfahren. An Künstlerischen Hochschulen entscheidet die Eignungsprüfung (Mappe, Vorspiel).

Studieren ohne Abitur

In allen Bundesländern ist der Hochschulzugang ohne Abitur möglich. Meister, Fachwirte und Absolventen vergleichbarer Aufstiegsfortbildungen erhalten die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Mit abgeschlossener Berufsausbildung und Berufserfahrung ist ein fachgebundener Zugang möglich – oft nach Eignungsprüfung oder Probestudium. Mehr zur beruflichen Neuorientierung.

Auslandsstudium als Alternative

Medizin, Zahnmedizin und Psychologie lassen sich auch im europäischen Ausland studieren – oft ohne NC oder mit anderen Auswahlkriterien. Beliebte Länder sind Österreich, Ungarn, Tschechien und die Niederlande. Der DAAD bietet umfassende Informationen.

Landarztquote

Mehrere Bundesländer (NRW, Bayern, Sachsen u. a.) vergeben Medizinstudienplätze über eine Landarztquote. Bewerber verpflichten sich, nach dem Studium für einen bestimmten Zeitraum als Hausärztin oder Hausarzt in einer unterversorgten Region zu arbeiten. Die Abiturnote spielt eine untergeordnete Rolle.

Fachhochschulreife & fachgebundene Hochschulreife

Die Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an Fachhochschulen (HAW), in einigen Bundesländern auch an Universitäten. Die fachgebundene Hochschulreife ermöglicht das Studium bestimmter Fächer an Universitäten und aller Fächer an FHs. Details zu den Hochschultypen findest du in unserem Vergleich.

6 typische Fehler bei der Hochschulbewerbung

Diese Fehler begegnen uns in der Beratungspraxis immer wieder – und sie sind alle vermeidbar.

Nur auf den NC schauen

Der NC des letzten Semesters ist ein Orientierungswert, keine Garantie. Wer sich nur an Fächern orientiert, deren NC er „schafft“, übersieht passendere Studiengänge.

Besser: Erst Interesse und Persönlichkeit klären, dann Zulassung prüfen.

Fristen verstreichen lassen

Verpasste Bewerbungsfristen bedeuten in der Regel ein volles Jahr Wartezeit. Der 15. Juli ist nicht verhandelbar.

Besser: Kalender-Erinnerung setzen, Unterlagen früh vorbereiten.

Nur an einer Hochschule bewerben

Wer sich auf eine einzige Hochschule festlegt, riskiert bei Absage den kompletten Jahrgang. Besonders bei NC-Fächern ist Parallelstrategie Pflicht.

Besser: Mindestens 5–8 Hochschulen gleichzeitig bewerben.

TMS/HAM-Nat unterschätzen

Diese Tests können die Chancen massiv verbessern – aber nur mit Vorbereitung. Wer unvorbereitet antritt, verschenkt Potenzial.

Besser: 3–6 Monate systematisch vorbereiten.

Zulassungsfreie Alternativen ignorieren

40% aller Studiengänge sind zulassungsfrei. Viele davon sind inhaltlich exzellent und bieten hervorragende Berufsperspektiven.

Besser: Studium ohne NC als echte Option prüfen.

Studiengang wählen, der nicht passt

Einen Studienplatz zu bekommen ist ein Etappenziel, nicht das Endziel. Wer ein Fach nur bekommt, statt es zu wollen, hat ein hohes Abbruchrisiko.

Besser: Erst Eignung klären, dann bewerben. Ein Berufswahltest hilft.

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Du kennst jetzt die Vergabequoten und Fristen – aber welcher Studiengang und welche Hochschule passen wirklich zu dir? Eine professionelle Studienberatung klärt Interessen und Stärken objektiv und entwickelt mit dir eine fundierte Bewerbungsstrategie.

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Häufige Fragen zu Zulassung und Bewerbung

Antworten aus der Beratungspraxis – klar und direkt.

Was ist der Numerus Clausus genau?
Der NC ist kein fester Notenwert, sondern der Grenzwert, bis zu dem im letzten Vergabeverfahren Studienplätze vergeben wurden. Er variiert je nach Hochschule, Studiengang und Semester und entsteht erst nach Abschluss der Bewerbungsrunde als statistisches Ergebnis der Nachfrage.
Wie funktioniert hochschulstart.de?
Hochschulstart.de ist das zentrale Bewerbungsportal der Stiftung für Hochschulzulassung. Es vergibt Studienplätze für die vier bundesweit zulassungsbeschränkten Fächer (Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Pharmazie) und koordiniert über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) auch viele örtlich beschränkte Studiengänge. Du erstellst ein Konto, gibst deine Daten und Präferenzen ein und bewirbst dich zentral.
Was sind die drei Vergabequoten?
Bei bundesweit zulassungsbeschränkten Fächern werden 30% der Plätze über die Abiturbestenquote (nur Abiturnote), 60% über das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH, Abiturnote plus mindestens ein Zusatzkriterium wie TMS) und 10% über die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ, nur schulnotenunabhängige Kriterien) vergeben. Die alte Wartezeitquote wurde 2020 abgeschafft.
Wann sind die Bewerbungsfristen?
Für zulassungsbeschränkte Studiengänge gilt der 15. Juli für das Wintersemester und der 15. Januar für das Sommersemester. Für Altabiturienten gelten bei bundesweit beschränkten Fächern teilweise frühere Termine. Zulassungsfreie Studiengänge haben oft längere Einschreibefristen bis September.
Kann man ohne Abitur studieren?
Ja. In allen Bundesländern ist der Hochschulzugang ohne Abitur möglich. Meister, Fachwirte und vergleichbare Aufstiegsfortbildungen berechtigen zur allgemeinen Hochschulzulassung. Mit abgeschlossener Berufsausbildung und Berufserfahrung ist ein fachgebundener Zugang möglich. Auch eine berufliche Neuorientierung mit späterem Studium ist möglich.
Was ist der Unterschied zwischen bundesweitem und örtlichem NC?
Der bundesweite NC betrifft nur Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie – die Vergabe läuft zentral über hochschulstart.de. Örtliche NCs werden von den einzelnen Hochschulen für ihre Studiengänge individuell festgelegt. Ein identischer Studiengang kann an einer Hochschule NC 1,5 und an einer anderen zulassungsfrei sein.
Was bringt der TMS für die Medizin-Bewerbung?
Der TMS kann die Abiturnote im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) an den meisten medizinischen Fakultäten aufwerten – teilweise um bis zu 0,8 Notenpunkte. Er prüft naturwissenschaftliches Verständnis, räumliches Denken und Textverarbeitung. Der TMS kann nur einmal abgelegt werden – 3 bis 6 Monate Vorbereitung sind empfehlenswert.
Wie viele Studiengänge sind zulassungsfrei?
Rund 40 Prozent aller Studiengänge in Deutschland sind zulassungsfrei. Hier erhält jeder Bewerber mit gültiger Hochschulzugangsberechtigung einen Studienplatz. Der Anteil variiert stark nach Bundesland und Hochschultyp – an Fachhochschulen ist er tendenziell höher als an Universitäten.
Was ist das DoSV-Verfahren?
Das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) ist ein digitales Koordinierungsverfahren auf hochschulstart.de. Es sorgt dafür, dass Studienplätze schneller an Nachrücker vergeben werden, wenn Bewerber sich für eine andere Hochschule entscheiden. So bleiben weniger Plätze unbesetzt. Nicht alle Hochschulen nehmen am DoSV teil.
Lohnt sich eine professionelle Studienberatung bei der Bewerbung?
Ja, besonders wenn du unsicher bist, welcher Studiengang und welche Hochschule zu dir passen, oder wenn du eine Strategie für NC-Fächer brauchst. Eine DIN-33430-zertifizierte Studienberatung klärt Interessen, kognitive Stärken und Persönlichkeitsmerkmale objektiv – und hilft, die Bewerbung an den richtigen Hochschulen mit den richtigen Schwerpunkten aufzubauen.
Jan Bohlken
Jan Bohlken
Diplom-Sozioökonom · Gründer & Geschäftsführer Profiling Institut

Jan Bohlken berät seit über 25 Jahren Schüler, Studierende und Berufserfahrene bei Studienwahl und Bewerbung. Als zertifizierter Berater (DIN 33430) kennt er die Fallstricke des deutschen Zulassungssystems aus der Praxis – und hat Hunderte von Bewerbungsstrategien für NC-Fächer erfolgreich begleitet.

DIN 33430 zertifiziertDiplom-Sozioökonomnfb-MitgliedDGfK-Mitglieddvb-Mitglied25+ Jahre Erfahrung

Raphaela Peitsch
Raphaela Peitsch
Diplom-Psychologin · DGSF-zertifizierte Beraterin

Raphaela Peitsch unterstützt als Diplom-Psychologin die Studien- und Berufsberatung am Profiling Institut mit fundierter diagnostischer Expertise und systemischer Beratungskompetenz.

Persönliche Studienberatung an sieben Standorten

Keine pauschale Online-Beratung – individuelle Beratung mit langjähriger Arbeitsmarkterfahrung.