Duale Ausbildung · 3,5 Jahre · IndustrieMetall- und Elektroindustrie · Tarifstark

Elektroniker/in für Geräte und Systeme: Ausbildung, Gehalt und Karriere

Wer elektronische Geräte nicht installiert, sondern herstellt und prüft, arbeitet in diesem Beruf. Ausgebildet wird in der tarifstarken Metall- und Elektroindustrie – mit einer der besten Vergütungen im gesamten Elektrobereich. Wir zeigen Aufgaben, die Zusatzqualifikationen seit 2018 und die Karrierewege.

3,5 Jahre
Duale Ausbildung in der Industrie
M+E-Tarif
Eine der tarifstärksten Branchen
3 Zusatzqualifikationen
Optional seit der Teilnovellierung 2018
RIC
RIASEC-Interessencode
Steckbrief

Kurzüberblick: Elektroniker/in für Geräte und Systeme

Elektronikerinnen und Elektroniker für Geräte und Systeme fertigen, prüfen und dokumentieren elektronische Geräte und Baugruppen – von der Leiterplatte über die Baugruppe bis zum fertigen Gerät. Sie richten Fertigungssysteme ein, nehmen Produkte in Betrieb, analysieren Fehler und wirken an der Serienreife mit. Ausgebildet wird überwiegend in der Metall- und Elektroindustrie.

Ausbildungsdauer3,5 Jahre, bei guten Leistungen verkürzbar
LernortIndustriebetrieb plus Berufsschule
RechtsgrundlageAusbildungsverordnung nach BBiG, teilnovelliert 2018
AbschlussGestreckte IHK-Abschlussprüfung
VergütungMeist nach Tarif der Metall- und Elektroindustrie
EinsatzorteGerätehersteller, Medizintechnik, Automobilzulieferer, Messtechnik
ZugangMeist mittlere Reife
PerspektiveTechniker, Industriemeister, Prüffeld, Studium
Arbeitsalltag

Aufgaben & Arbeitsalltag

Der Alltag findet in Fertigung, Labor und Prüffeld statt – sauber, technisch hochwertig und ohne Baustellenbetrieb. Ein großer Teil der Arbeit ist Messen und Prüfen: Ob ein Gerät die Spezifikation erfüllt, entscheidet sich hier – und zwar bevor es zum Kunden geht.

01

Baugruppen fertigen

Leiterplatten bestücken, löten, verdrahten und Baugruppen nach Fertigungsunterlagen montieren.

02

Geräte in Betrieb nehmen

Funktionen prüfen, Parameter einstellen, Software aufspielen und Geräte abgleichen.

03

Prüfen und messen

Elektrische Kenngrößen messen, Prüfprogramme anwenden, Toleranzen beurteilen und Protokolle erstellen.

04

Fehler analysieren

Bei Ausfällen zwischen Bauteil, Leiterplatte, Verdrahtung und Software unterscheiden und Ursachen bestimmen.

05

Fertigungssysteme einrichten

Bestückungs- und Prüfanlagen rüsten, Programme laden, Prozesse überwachen und optimieren.

06

Qualität sichern und dokumentieren

Nach Qualitätsvorgaben arbeiten, Abweichungen erfassen und die Rückverfolgbarkeit sicherstellen.

Teilnovellierung 2018

Industrie 4.0 in der Ausbildungsordnung

Zum 1. August 2018 wurden die industriellen Elektroberufe teilnovelliert – bewusst nicht vollständig neu geordnet, um schneller auf technologische Entwicklungen reagieren zu können. Neu ist die für alle verbindliche Berufsbildposition Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit. Hinzu kamen drei optionale Zusatzqualifikationen, die den Marktwert spürbar erhöhen.

Drei Zusatzqualifikationen

Digitale Vernetzung, IT-Sicherheit und Programmierung – je rund acht Wochen, geprüft als fallbezogenes Fachgespräch in der Abschlussprüfung Teil 2.

Kein Rechtsanspruch

Die Vermittlung ist eine freiwillige Leistung des Betriebs. Wer sie mitnehmen will, muss vor Vertragsabschluss danach fragen – später lässt sie sich nicht einfordern.

Tarifstarke Branche

Die Metall- und Elektroindustrie gehört zu den tarifstärksten Branchen Deutschlands – mit entsprechend hoher Ausbildungsvergütung und Sonderzahlungen.

Lerninhalte

Ausbildungsinhalte: Was in den dreieinhalb Jahren vermittelt wird

Die Ausbildung verbindet Elektronik, Fertigungstechnik und Messtechnik. Der messtechnische Anteil ist höher als in den installationsnahen Elektroberufen.
01

Elektronische Bauelemente

Passive und aktive Bauelemente, Halbleiter, Schaltungstechnik und deren Kenngrößen.

02

Fertigungstechnik

Leiterplattenbestückung, Lötverfahren, Verbindungstechnik und Fertigungsanlagen.

03

Mess- und Prüftechnik

Messgeräte, Prüfprogramme, Toleranzbeurteilung und Prüfprotokolle.

04

Digitaltechnik und Mikrocontroller

Logikschaltungen, Mikrocontroller, Schnittstellen und Firmwaregrundlagen.

05

Inbetriebnahme und Abgleich

Funktionsprüfung, Parametrierung, Softwareübertragung und Kalibrierung.

06

Fehleranalyse

Systematische Eingrenzung zwischen Bauteil, Leiterplatte, Verdrahtung und Software.

07

Qualitätsmanagement

Prüfplanung, Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und Umgang mit Abweichungen.

08

Digitalisierung und Informationssicherheit

Vernetzte Fertigung, Datenschutz und Informationssicherheit – seit 2018 für alle verbindlich.

Selbstcheck

Passt der Beruf zu mir?

Der Beruf passt zu Menschen, die feinmotorisch arbeiten können und Freude an Messtechnik haben. Wer Elektrotechnik mag, aber weder auf die Baustelle noch in den Kundendienst möchte, findet hier ein sauberes, technisch hochwertiges Arbeitsumfeld. Ob Ihr Interessen- und Fähigkeitsprofil tatsächlich zu diesen Anforderungen passt, lässt sich in einer Berufsberatung objektiv klären – mit validierten Testverfahren statt mit Bauchgefühl.

Formale Voraussetzungen

  • In der Praxis meist mittlere Reife erwartet
  • Gute Noten in Mathematik und Physik
  • Feinmotorik für Arbeiten an kleinen Bauteilen
  • Normales Farbsehen für Bauteil- und Leitungskennzeichnung
  • Sorgfältige, konzentrierte Arbeitsweise
  • Häufig Einstellungstest der Industrie

Persönliche Eigenschaften

  • Feinmotorik und Geduld – gearbeitet wird an kleinsten Bauteilen
  • Analytisches Denken bei der Fehlereingrenzung
  • Sorgfalt bei Messung und Dokumentation
  • Konzentrationsfähigkeit über lange Prüfreihen
  • Qualitätsbewusstsein – Fehler wandern sonst zum Kunden
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit in der Serienfertigung
R
I
C

RIASEC-Profil: RIC – Realistic · Investigative · Conventional

Der Beruf verbindet feinmotorisch-praktische Fertigungsarbeit (R) mit analytischer Mess- und Fehlertechnik (I) und normgebundener Qualitätssicherung (C).

Anders als in den Handwerksberufen fehlt hier der Kundenkontakt fast vollständig – gearbeitet wird am Produkt, nicht beim Menschen. Wer das schätzt, findet ein ruhiges und hochwertiges Umfeld. Ihren persönlichen Code ermitteln Sie kostenlos im Berufswahltest.

Geräte bauen oder Anlagen betreiben?

Geräte und Systeme fertigt, Betriebstechnik hält Anlagen am Laufen. Der Berufswahltest hilft bei der Entscheidung.

Berufswahltest starten →
Verdienst

Gehalt: Vergütung in der Ausbildung & Einstiegsgehalt

Hier liegt eine deutliche Stärke: Ausgebildet wird überwiegend in der Metall- und Elektroindustrie, einer der tarifstärksten Branchen Deutschlands. Die Ausbildungsvergütung liegt entsprechend weit über der gesetzlichen Mindestvergütung, häufig zuzüglich Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Vergütung nach Betriebstyp

Betriebstyp
Maßgebliches Tarifwerk
Vergütungsniveau
Hinweis
Großer Gerätehersteller
Metall- und Elektroindustrie
sehr hoch
meist am oberen Rand
Medizintechnik oder Messtechnik
M+E oder Haustarif
hoch
hohe Qualitätsanforderungen
Automobilzulieferer
Metall- und Elektroindustrie
sehr hoch
häufig Schichtbetrieb
Kleiner Elektronikfertiger
oft ohne Tarifbindung
unterschiedlich
724 bis 1.014 € als Untergrenze

Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG bildet die Untergrenze. Da die meisten Ausbildungsplätze in tarifgebundenen Industrieunternehmen entstehen, liegt die tatsächliche Vergütung regelmäßig deutlich darüber. Fragen Sie zusätzlich, ob der Betrieb die Zusatzqualifikationen anbietet – einen Anspruch darauf gibt es nicht.

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung liegt das Einstiegsgehalt im oberen Bereich der technischen Ausbildungsberufe. Deutlich besser verdienen Fachkräfte mit Zusatzqualifikationen in Programmierung und digitaler Vernetzung sowie Spezialisten in Prüffeld, Qualitätssicherung und Entwicklungsbegleitung. Den größten Sprung bringen Techniker oder Industriemeister.

Einstieg
oberes Segment
Der technischen Ausbildungsberufe
Mit Zusatzqualifikation
deutlich höher
Programmierung, digitale Vernetzung
Techniker / Meister
sehr hoch
Prüffeld, Qualität, Fertigungsleitung
Ausbildungsablauf

Ausbildungsablauf: Vom Bauteil zum geprüften Gerät

Die dreieinhalbjährige Ausbildung beginnt mit elektronischen Grundlagen und Fertigungstechnik und führt zur eigenständigen Inbetriebnahme und Prüfung. Die Abschlussprüfung ist gestreckt.

1. Jahr

Grundlagen

Bauelemente, Schaltungstechnik, Löt- und Verbindungstechnik, Messtechnik und Arbeitssicherheit.

2. Jahr

Fertigung und Digitaltechnik

Baugruppenfertigung, Digitaltechnik, Mikrocontroller, erste eigenständige Prüfungen.

Prüfungsteil 1

Nach etwa 18 Monaten

Praktische und schriftliche Aufgaben, die bereits zur Endnote zählen.

3. Jahr

Inbetriebnahme und Fehleranalyse

Abgleich, Prüfprogramme, systematische Fehlersuche, Fertigungssysteme einrichten.

4. Halbjahr

Eigenverantwortung und Abschluss

Betrieblicher Auftrag, Prüfungsteil 2 sowie gegebenenfalls das Fachgespräch zur Zusatzqualifikation.

Perspektiven

Karrierewege: Zusatzqualifikationen, Technik, Entwicklung

Der Beruf ist eine ausgezeichnete Grundlage für Prüffeld, Qualitätssicherung und Entwicklungsbegleitung. Wer zusätzlich programmieren kann, wird schnell zur gefragten Schnittstelle zwischen Hardware und Software. Welcher dieser Wege zu Ihnen passt, hängt von Interessen, Belastbarkeit und Lebensplanung ab – und genau das ist Gegenstand einer Berufsberatung.

Aufstiegsfortbildungen

Berufsbegleitend oder in Vollzeit, über Aufstiegs-BAföG förderfähig.

  • Staatlich geprüfte/r Techniker/in Elektrotechnik
  • Industriemeister/in Elektrotechnik
  • Geprüfte/r Prozessmanager/in
  • Ausbildereignung (AEVO)

Fachlich spezialisieren

Bestimmte Kompetenzen sind in der Elektronikfertigung besonders gefragt.

  • Prüffeld und Messtechnik
  • Embedded-Programmierung
  • Qualitätssicherung und Fehleranalyse
  • Fertigungsautomatisierung

Branche wählen

Die Branchen unterscheiden sich in Anforderungen und Vergütung.

  • Medizintechnik
  • Automobilelektronik
  • Mess- und Regeltechnik
  • Luft- und Raumfahrtelektronik

Studium

Mit Techniker oder Meister auch ohne Abitur möglich.

  • B.Eng. Elektrotechnik
  • Mikrosystemtechnik
  • Mechatronik
  • Technische Informatik
Ehrliche Bilanz

Pro & Contra: Stärken und Herausforderungen des Berufs

Der Beruf bietet Industrievergütung, ein sauberes technisches Umfeld und starke Anschlusswege. Die Kehrseite sind Konjunkturabhängigkeit und teils Schichtarbeit.

Was für den Beruf spricht

  • Sehr hohe Vergütung durch den M+E-Tarif
  • Sauberes, technisch hochwertiges Arbeitsumfeld
  • Drei Zusatzqualifikationen erhöhen den Marktwert
  • Kein Baustellen- und kaum Kundeneinsatz
  • Ausgezeichnete Grundlage für Techniker und Studium
  • Breite Branchen von Medizintechnik bis Automobil

Was Sie wissen sollten

  • Kein Rechtsanspruch auf die Zusatzqualifikationen
  • Schichtarbeit in der Serienfertigung verbreitet
  • Abhängigkeit von der Industriekonjunktur
  • Repetitive Anteile in der Serienprüfung
  • Feinmotorische Arbeit belastet Augen und Nacken
  • Standortgebunden an Industriestandorte
Abgrenzung

Geräte und Systeme vs. Betriebstechnik vs. Informations- und Systemtechnik

Drei industrielle Elektroberufe mit gemeinsamer Tarifgrundlage und klar getrenntem Schwerpunkt.

Kriterium
Geräte und Systeme
Betriebstechnik
Informations- und Systemtechnik
Gegenstand
Geräte herstellen
Anlagen betreiben
IT-Systeme integrieren
Arbeitsort
Fertigung und Prüffeld
Betriebsanlagen
Systeme und Netze
Feinmotorik
sehr hoch
mittel
mittel
Softwareanteil
mittel
mittel
hoch
Schichtarbeit
häufig
häufig
seltener
Zusatzqualifikationen
ja, drei optional
ja, drei optional
ja, drei optional
RIASEC-Profil
RIC
RIC
RIC
Expertenstimmen

Einschätzung unserer Berater

Jan Bohlken

Jan Bohlken

Gründer & Geschäftsführer Profiling Institut · Dipl.-Sozioökonom

„Dieser Beruf ist die industrielle Antwort auf die Frage „Elektrotechnik, aber nicht auf der Baustelle“. Sie arbeiten in Fertigung und Prüffeld, sauber und technisch hochwertig, und werden nach Metall- und Elektrotarif vergütet. Ein konkreter Rat: Fragen Sie vor Vertragsabschluss, ob der Betrieb die Zusatzqualifikationen anbietet – Programmierung und digitale Vernetzung machen auf dem Arbeitsmarkt einen spürbaren Unterschied, und einen Anspruch darauf haben Sie nicht.“

Raphaela Peitsch

Raphaela Peitsch

Diplom-Psychologin · DGSF-zertifiziert

„Was diesen Beruf trägt, ist Qualitätsbewusstsein ohne unmittelbare Rückmeldung. Sie prüfen Geräte, die andere später nutzen – und wenn Sie sorgfältig arbeiten, merkt das niemand, weil nichts ausfällt. Menschen, die Anerkennung durch sichtbaren Kundenkontakt brauchen, vermissen das. Wer dagegen aus der eigenen Genauigkeit Zufriedenheit zieht, arbeitet hier sehr gern.“

Häufige Fragen

Elektroniker/in für Geräte und Systeme – FAQ

Zum 1. August 2018 wurden die industriellen Metall- und Elektroberufe teilnovelliert. Neu aufgenommen wurde die integrative Berufsbildposition Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit – sie gilt für alle Auszubildenden. Hinzu kamen drei optionale Zusatzqualifikationen für die Elektroberufe: Digitale Vernetzung, IT-Sicherheit und Programmierung. Jede umfasst rund acht Wochen und wird in der Abschlussprüfung Teil 2 als fallbezogenes Fachgespräch auf Basis einer betrieblichen Praxisaufgabe geprüft. Wichtig: Es besteht kein Rechtsanspruch darauf – die Vermittlung ist eine freiwillige Leistung des Betriebs. Fragen Sie deshalb im Bewerbungsgespräch gezielt nach.

Der Gegenstand. Geräte und Systeme stellt elektronische Geräte und Baugruppen her und prüft sie – die Arbeit findet in Fertigung, Labor und Prüffeld statt. Betriebstechnik hält Anlagen im Betrieb am Laufen: Installation, Instandhaltung und Störungsbehebung an Produktionsanlagen. Wer feinmotorisch an kleinen Bauteilen arbeiten möchte, wählt Geräte und Systeme.

Für Ausbildungsverhältnisse, die 2026 beginnen, beträgt die Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG 724 € im ersten, 854 € im zweiten, 977 € im dritten und 1.014 € im vierten Ausbildungsjahr. Sie darf nie unterschritten werden. Tarifgebundene Betriebe des Elektrohandwerks und der Industrie zahlen in der Regel deutlich darüber.

Ausgebildet wird überwiegend in der Metall- und Elektroindustrie, einer der tarifstärksten Branchen Deutschlands. Die Vergütung liegt deshalb regelmäßig deutlich über der gesetzlichen Mindestvergütung, häufig zuzüglich Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Kleine Elektronikfertiger ohne Tarifbindung zahlen weniger – fragen Sie gezielt nach der Tarifbindung.

Kaum. Gearbeitet wird am Produkt in Fertigung, Labor und Prüffeld – nicht beim Kunden. Das unterscheidet den Beruf deutlich von den handwerklichen Elektroberufen. Wer technisch arbeiten möchte, ohne ständig zu erklären und zu beraten, findet hier eine gute Passung; wer Kundenkontakt sucht, sollte den Informationselektroniker oder die Gebäudesystemintegration prüfen.

Häufig ja, besonders in der Serienfertigung. Produktionslinien laufen oft im Mehrschichtbetrieb, wofür Zuschläge gezahlt werden. Planbarer sind Positionen in Prüffeld, Musterbau, Qualitätssicherung und Entwicklungsbegleitung – das sind zugleich die Bereiche, in die sich viele nach einigen Berufsjahren entwickeln.

Der staatlich geprüfte Techniker Elektrotechnik mit stärker planerischer Ausrichtung oder der Industriemeister Elektrotechnik mit Schwerpunkt auf Führung und Fertigungsverantwortung. Beide sind über Aufstiegs-BAföG förderfähig und öffnen den Zugang zu einem Ingenieurstudium auch ohne Abitur. Fachlich am wirksamsten sind die Zusatzqualifikationen Programmierung und digitale Vernetzung – sie lassen sich bereits während der Ausbildung mitnehmen.

Gut, aber konjunkturabhängig. Elektronikfertigung ist Teil der Industrie und reagiert auf Nachfrageschwankungen. Stabilisierend wirken Branchen mit langfristigem Bedarf: Medizintechnik, Mess- und Regeltechnik sowie Luft- und Raumfahrtelektronik. Wer die Zusatzqualifikationen Programmierung und digitale Vernetzung mitnimmt, ist deutlich flexibler einsetzbar.

Vor der Bewerbung Klarheit gewinnen

Ein technisch hochwertiger Industrieberuf ohne Baustelle – mit starkem Tarif und klaren Anschlusswegen. Ob das Profil passt, klären wir mit wissenschaftlich validierter Diagnostik nach DIN 33430. An sieben Standorten oder online.

Weiterführende Themen

Quellen & Methodik

  • Verordnung über die Berufsausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme nach dem Berufsbildungsgesetz, teilnovelliert durch die Verordnungen vom 28.06.2018, in Kraft seit 01.08.2018.
  • Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): Umsetzungshilfe zu den industriellen Elektroberufen; neue integrative Berufsbildposition „Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit“.
  • Zusatzqualifikationen für die Elektroberufe: Digitale Vernetzung, IT-Sicherheit und Programmierung; je rund acht Wochen, geprüft als fallbezogenes Fachgespräch in der Abschlussprüfung Teil 2; kein Rechtsanspruch der Auszubildenden.
  • Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie als Grundlage der Ausbildungsvergütung.
  • § 17 BBiG zur Mindestausbildungsvergütung 2026 (724 / 854 / 977 / 1.014 €).
  • RIASEC-Modell nach John L. Holland (1997): „Making Vocational Choices“, 3. Auflage, PAR.
  • Hinweis: Vergütungsangaben sind Orientierungswerte und richten sich nach Tarifgebiet und Betrieb.