Top 20: Beliebteste Studiengänge
in Deutschland 2025
Welche Fächer wählen die meisten Studierenden – und warum? Unser Ranking zeigt die 20 beliebtesten Studiengänge mit Studierendenzahlen, Berufsfeldern, NC-Hinweisen und ehrlichen Karrierechancen.
Beliebtheit ist kein Zufall – aber auch kein Garant
Mit mehr als 22.000 Studiengängen in Deutschland fällt die Wahl des richtigen Fachs schwer. Doch trotz dieser Vielfalt wählen die meisten Studierenden nur eine überschaubare Zahl von Fächern. Betriebswirtschaftslehre, Informatik und Rechtswissenschaft führen das Ranking Jahr für Jahr an – mit teilweise über 200.000 eingeschriebenen Studierenden bundesweit.
Unser Ranking basiert auf den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) für das Wintersemester 2024/25. Es zeigt, welche Fächer nach Einschreibungen am stärksten nachgefragt werden. Wichtig: Beliebtheit sagt nichts über die individuelle Eignung aus. Wer nach dem Abschluss exzellente Karrierechancen haben möchte, braucht nicht nur ein gefragtes Fach – sondern das richtige Fach für die eigene Persönlichkeit, Stärken und Ziele.
Die 20 beliebtesten Studiengänge 2025
Filtern Sie nach Fachbereich oder betrachten Sie alle 20 Fächer im Überblick. Jede Karte zeigt Studierendenzahlen, typische Berufsfelder und den Trend für 2025.
Top 10 nach Studierendenzahl – WS 2024/25
Die folgende Übersicht zeigt, wie stark sich die Studierendenzahlen zwischen den Fächern unterscheiden. BWL dominiert mit fast einer Viertelmillion eingeschriebener Studierender – ein Vorsprung, der sich seit Jahren hält.
Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), WS 2024/25 · IWD · Statista. Zahlen mit ~ sind Schätzwerte auf Basis aktueller Destatis-Daten.
Die fünf beliebtesten Studiengänge im Detail
Für die fünf meistgewählten Fächer finden Sie hier vertiefte Informationen zu Studieninhalten, typischen Berufseinstieg, Gehaltserwartungen und unserer Einschätzung zur Eignung.
Betriebswirtschaftslehre ist seit Jahren unangefochten das meistgewählte Studienfach in Deutschland. Die Gründe liegen auf der Hand: BWL ist eines der wenigen Fächer, das in nahezu jeder Branche verwertbar ist – von der Start-up-Gründung bis zur DAX-Konzernkarriere, vom Krankenhaus über den Medienkonzern bis zur öffentlichen Verwaltung. Im Studium lernen Studierende die Grundlagen der Unternehmensführung, Kostenrechnung, Marketing, Personalwirtschaft, Finanzierung und strategisches Management.
Typische Berufsfelder nach dem Abschluss
Passt BWL zu mir?
BWL ist ideal für Menschen, die gerne in Zahlen und Zusammenhängen denken, aber auch kommunikativ stark sind. Wer sich für alles interessiert, aber nichts davon vertiefen möchte, wird im BWL-Studium eine breite Basis finden – aber auch Orientierungsprobleme. Ein duales BWL-Studium erhöht die Praxisnähe erheblich und verbessert die Jobperspektiven direkt nach dem Abschluss.
Unsere Empfehlung: Nutzen Sie vor dem Studium eine professionelle Studienberatung oder einen Studienwahltest, um zu prüfen, ob Ihre Persönlichkeit und Stärken wirklich zur Breite des BWL-Studiums passen – oder ob ein spezialisierteres Fach besser passt.
Informatik hat sich vom Nischenthema zum Universalwerkzeug entwickelt. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche, der Aufstieg künstlicher Intelligenz und der chronische IT-Fachkräftemangel machen Informatiker zum gefragtesten akademischen Berufsbild der Gegenwart. Das Studium vermittelt Algorithmen, Softwarearchitektur, Datenbanken, IT-Sicherheit und – je nach Vertiefung – Machine Learning, Embedded Systems oder Human-Computer Interaction.
Typische Berufsfelder nach dem Abschluss
Passt Informatik zu mir?
Informatik eignet sich für Menschen mit ausgeprägtem analytischen Denken, Freude am Problemlösen und Interesse an technischen Systemen. Wichtig: Das Studium ist mathmatisch anspruchsvoll – wer Schulmathematik als lästig empfunden hat, sollte das realistisch einschätzen. Soziale Kompetenzen werden im Berufsalltag allerdings immer wichtiger – reine „Coderkarrieren" ohne Teamfähigkeit sind selten geworden.
Rechtswissenschaft gehört zu den traditionsreichsten Studienfächern Deutschlands – und bleibt einer der stabilsten Wege zu einer angesehenen Karriere. Das Studium endet mit dem Ersten Staatsexamen, gefolgt vom zweijährigen Referendariat und dem Zweiten Staatsexamen. Wer das Jurastudium erfolgreich durchläuft, hat beste Karten auf dem Arbeitsmarkt – aber auch einer der höchsten Arbeitsbelastungen im Studium zu erwarten.
Typische Berufsfelder nach dem Abschluss
Maschinenbau ist das Herzstück der deutschen Ingenieurskultur. Das Studium verbindet Mechanik, Thermodynamik, Konstruktionslehre und Fertigungstechnik zu einem der anspruchsvollsten ingenieurwissenschaftlichen Programme. Absolventinnen und Absolventen sind in der Automobilbranche, dem Anlagenbau, der Luftfahrt und der Energietechnik außerordentlich begehrt – und werden es angesichts von Energiewende und Industrie 4.0 noch lange bleiben.
Typische Berufsfelder nach dem Abschluss
Medizin zählt zu den anspruchsvollsten und gleichzeitig sinnstiftendsten Studienwegen in Deutschland. Das Studium dauert mindestens 6 Jahre (12 Semester) und schließt mit dem Staatsexamen ab. Der Numerus Clausus ist einer der höchsten aller Studienfächer. Dennoch – oder gerade deshalb – bleibt Medizin in der gesellschaftlichen Wahrnehmung hoch angesehen und bietet eine der krisensichersten Karriereperspektiven.
Typische Berufsfelder nach dem Abschluss
Frauen und Männer wählen unterschiedlich
Obwohl BWL bei beiden Geschlechtern an der Spitze steht, zeigen sich bei den Plätzen 2 bis 5 deutliche Unterschiede. Frauen wählen häufiger Psychologie, Medizin und Soziale Arbeit – Männer bevorzugen Informatik und Maschinenbau.
Quelle: Statistisches Bundesamt / Destatis, WS 2023/24. Die Wahl des Studienfachs sollte nicht von gesellschaftlichen Erwartungen abhängig sein – sondern von persönlichen Stärken, Interessen und Berufszielen.
Wie finde ich den richtigen Studiengang für mich?
Beliebtheit ist kein Eignungsnachweis. Nur weil ein Fach viele Studierende anzieht, bedeutet das nicht, dass es zu Ihrer Persönlichkeit, Ihren Stärken und Ihren Lebenszielen passt. Die entscheidenden Fragen lauten:
1. Was sind meine tatsächlichen Stärken? Nicht was Sie in der Schule als Note bekommen haben – sondern was Ihnen wirklich leichtfällt, wo Sie in den Flow kommen. Analytisches Denken? Kreative Problemlösung? Empathie und Kommunikation? Ein professioneller Potenzialanalyse-Test hilft, diese Stärken systematisch zu identifizieren.
2. Welche Berufsfelder interessieren mich? Starten Sie vom Ziel her: In welchem Arbeitsfeld möchten Sie in 10 Jahren tätig sein? Welche Aufgaben würden Sie motivieren? Der Weg rückwärts führt dann zum passenden Studiengang.
3. Welcher Lerntyp bin ich? Uni oder FH? Bachelor und direkt arbeiten, oder Master anstreben? Duales Studium mit Praxisanteil, oder reines Vollzeitstudium? Diese Fragen sind oft wichtiger als die Fächerwahl selbst.
4. Welche Lebensziele verfolge ich? Work-Life-Balance, Karriere, gesellschaftlicher Beitrag, Unternehmergeist – unterschiedliche Studienfelder führen zu sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten. Das sollte frühzeitig reflektiert werden.
Häufige Fragen zur Studienwahl
Studiengangstrends 2025: Was steigt, was fällt?
Die Beliebtheit von Studienfächern ist kein statisches Bild. Technologische Umbrüche, demographischer Wandel und gesellschaftliche Prioritäten verändern die Nachfrage nach bestimmten Qualifikationen erheblich.
Stark wachsend: Informatik, Wirtschaftsinformatik, Data Science und KI-bezogene Fächer profitieren von der digitalen Transformation. Auch Pflegewissenschaften und Gesundheitsmanagement wachsen angesichts des demographischen Wandels überdurchschnittlich. Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften sind der vielleicht dynamischste Wachstumsbereich – angetrieben durch ESG-Regulierung und Green-Tech-Investitionen.
Konstant stabil: BWL, Jura, Medizin und Maschinenbau bleiben dauerhaft gefragt – trotz teils hohem Numerus Clausus oder langer Studiendauer. Ihre Stabilität liegt in der breiten Anwendbarkeit und dem hohen gesellschaftlichen Prestige.
Leicht rückläufig: Elektrotechnik und klassische Geisteswissenschaften verlieren Einschreibungen – trotz teils hervorragender Berufsperspektiven. Bei Elektrotechnik liegt das vor allem an einem veralteten Image: Die Realität des Fachs (Energiewende, E-Mobilität, Smart Grids) ist deutlich spannender als viele Abiturienten vermuten.
Zukunftsthema KI: Mit dem rasanten Aufstieg von KI-Anwendungen entstehen neue Fächer und Spezialisierungen rund um Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Data Engineering. Wer heute ein Studium beginnt, sollte KI als Querschnittsthema in der eigenen Fächerwahl mitdenken – egal ob BWL, Psychologie oder Ingenieurwesen.
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Beliebteste Studiengänge 2025: Hintergrund und Einordnung
Das Ranking der beliebtesten Studiengänge in Deutschland basiert auf den Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) für das Wintersemester 2024/2025. Es umfasst alle an deutschen Hochschulen eingeschriebenen Studierenden – Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften gleichermaßen.
Die dominierende Stellung der Betriebswirtschaftslehre (BWL) mit über 232.000 Studierenden erklärt sich durch die breite Anwendbarkeit in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Im Wintersemester 2023/24 entfielen laut Destatis rund 40 Prozent aller Studierenden auf die Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – ein Wert, der die strukturelle Dominanz wirtschaftsnaher Fächer deutlich macht.
Auf Platz zwei folgt Informatik, das vom digitalen Wandel erheblich profitiert. KI, Cloud Computing, Cybersecurity und die flächendeckende Digitalisierung öffentlicher wie privater Einrichtungen schaffen einen Dauerbedarf an qualifizierten Informatikerinnen und Informatikern, der das Studienangebot bei Weitem übersteigt. Dies erklärt auch, warum der NC in Informatik an vielen Hochschulen vergleichsweise niedrig ist – während die Berufsaussichten zu den besten aller Fachrichtungen gehören.
Die Ingenieurwissenschaften – Maschinenbau und Elektrotechnik voran – bilden das zweite große Standbein des Rankings. Sie sind unverzichtbar für die technologische Transformation Deutschlands: von der Energiewende über E-Mobilität bis zu Industrie 4.0. Dass Elektrotechnik trotz exzellenter Berufsaussichten leicht sinkende Studierendenzahlen verzeichnet, liegt an einem nach wie vor wenig attraktiven Image bei Schülerinnen und Schülern – ein Problem, das Hochschulen zunehmend durch modernere Kommunikation und praxisnahe Formate angehen.
Im Bereich Gesundheit und Soziales stechen Medizin, Psychologie, Soziale Arbeit und zunehmend Pflegewissenschaften hervor. Der demographische Wandel, der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen und die wachsende gesellschaftliche Sensibilisierung für psychische Gesundheit treiben die Nachfrage in diesen Fächern an. Insbesondere Pflegewissenschaften und Gesundheitsmanagement gehören 2025 zu den am stärksten wachsenden Studienfeldern.
Unter den gesellschafts- und kulturwissenschaftlichen Fächern sind Erziehungswissenschaften, Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie Politikwissenschaft die meistgewählten. Ihre Absolventen sind vielseitig einsetzbar, stehen jedoch in manchen Feldern einem hohen Bewerberangebot gegenüber. Eine klare Spezialisierung – etwa auf E-Learning im Bereich Pädagogik oder auf Politikberatung in der Politikwissenschaft – erhöht die Arbeitsmarktchancen erheblich.
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