Ranking 2025 · Aktualisiert April 2025

Top 20: Beliebteste Studiengänge
in Deutschland 2025

Welche Fächer wählen die meisten Studierenden – und warum? Unser Ranking zeigt die 20 beliebtesten Studiengänge mit Studierendenzahlen, Berufsfeldern, NC-Hinweisen und ehrlichen Karrierechancen.

232.475 Studierende in BWL (Platz 1)
22.000+ Studiengänge in Deutschland
~482.000 Studienanfänger 2023/24
40 % in Wirtschaft, Recht & Soziales
Aktualisiert: April 2025 Quelle: Statistisches Bundesamt, Destatis WS 2024/25 Lesedauer: ca. 8 Minuten
Das Ranking auf einen Blick

Beliebtheit ist kein Zufall – aber auch kein Garant

Mit mehr als 22.000 Studiengängen in Deutschland fällt die Wahl des richtigen Fachs schwer. Doch trotz dieser Vielfalt wählen die meisten Studierenden nur eine überschaubare Zahl von Fächern. Betriebswirtschaftslehre, Informatik und Rechtswissenschaft führen das Ranking Jahr für Jahr an – mit teilweise über 200.000 eingeschriebenen Studierenden bundesweit.

Unser Ranking basiert auf den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) für das Wintersemester 2024/25. Es zeigt, welche Fächer nach Einschreibungen am stärksten nachgefragt werden. Wichtig: Beliebtheit sagt nichts über die individuelle Eignung aus. Wer nach dem Abschluss exzellente Karrierechancen haben möchte, braucht nicht nur ein gefragtes Fach – sondern das richtige Fach für die eigene Persönlichkeit, Stärken und Ziele.

Hinweis zur Methodik
Die Rangfolge richtet sich nach der Anzahl der eingeschriebenen Studierenden gemäß Destatis WS 2024/25. Zahlen für einzelne Fächer können je nach Hochschule und Semester variieren. NC-Angaben sind allgemeine Richtwerte – die verbindlichen Werte finden Sie bei den anbietenden Hochschulen. Das Ranking wird jährlich aktualisiert.
Das vollständige Ranking

Die 20 beliebtesten Studiengänge 2025

Filtern Sie nach Fachbereich oder betrachten Sie alle 20 Fächer im Überblick. Jede Karte zeigt Studierendenzahlen, typische Berufsfelder und den Trend für 2025.

01
Betriebswirtschaftslehre (BWL)
Wirtschaft & Recht
Der Klassiker schlechthin. BWL bietet maximale Flexibilität: Von Controlling über Marketing bis HR – kaum ein Fach öffnet so viele Türen in so vielen Branchen.
232.475 Studierende NC: mittel–hoch ▲ stabil
Studierendenzahl (relativ)100 %
02
Informatik
MINT
KI, Cybersecurity, Software Engineering – die Nachfrage nach Informatik-Absolventen übertrifft das Angebot. Einer der zukunftssichersten Studiengänge überhaupt.
~193.000 Studierende NC: niedrig–mittel ▲▲ stark wachsend
Studierendenzahl (relativ)83 %
03
Rechtswissenschaft (Jura)
Wirtschaft & Recht
Staatsexamen, langer Weg – aber auch stabiles Prestige. Jura öffnet Türen zu Anwaltschaft, Justiz, Verwaltung und Legal-Abteilungen großer Konzerne.
114.515 Studierende NC: mittel–hoch → konstant
Studierendenzahl (relativ)49 %
04
Maschinenbau
MINT
Rückgrat der deutschen Industrie. Maschinenbau-Absolventen sind in Automotive, Luft- und Raumfahrt, Energie und Produktion gefragt – oft schon vor dem Abschluss.
~116.000 Studierende NC: niedrig → konstant
Studierendenzahl (relativ)50 %
05
Medizin (Humanmedizin)
Gesundheit & Soziales
Langer Weg (mindestens 6 Jahre), aber krisensichere Karriere. Der Ärztemangel in Deutschland sorgt für exzellente Berufsaussichten – sowohl in der Klinik als auch niedergelassen.
~102.000 Studierende NC: sehr hoch ▲ steigende Nachfrage
Studierendenzahl (relativ)44 %
06
Wirtschaftswissenschaften / VWL
Wirtschaft & Recht
Makroökonomie, Wirtschaftspolitik, internationale Märkte – VWL schärft analytisches Denken und öffnet Türen zu Bundesbank, EU-Institutionen und Top-Unternehmensberatungen.
~91.000 Studierende NC: mittel → konstant
Studierendenzahl (relativ)39 %
07
Psychologie
Gesundheit & Soziales
Besonders bei Frauen das zweitbeliebteste Fach. Klinische Psychologie, A&O-Psychologie, Forschung – der Weg zur Approbation erfordert Master + Ausbildung.
~86.000 Studierende NC: sehr hoch ▲ steigend
Studierendenzahl (relativ)37 %
08
Wirtschaftsinformatik
MINT · Wirtschaft
Die Schnittstelle zwischen IT und Business. SAP, ERP, digitale Transformation – Wirtschaftsinformatiker sind in nahezu jeder Branche als Brückenbauer gefragt.
~77.000 Studierende NC: niedrig–mittel ▲▲ stark wachsend
Studierendenzahl (relativ)33 %
09
Soziale Arbeit
Gesundheit & Soziales
Gesellschaftlich unverzichtbar und wachsend. Fachkräftemangel im sozialen Bereich sorgt für sichere Jobperspektiven – insbesondere bei Jugend- und Altenhilfe.
~72.000 Studierende NC: niedrig ▲ steigend
Studierendenzahl (relativ)31 %
10
Elektrotechnik
MINT
Energiewende, E-Mobilität, Automatisierung – Elektrotechniker sind die Treiber der grünen Transformation. Trotz sinkender Studierendenzahlen bleibt der Bedarf enorm.
~66.000 Studierende NC: niedrig ▼ leicht rückläufig
Studierendenzahl (relativ)28 %
11
Erziehungswiss. / Pädagogik
Gesellschaft & Kultur
Schule, Kita, Erwachsenenbildung, HR-Entwicklung – Pädagogik-Absolventen sind vielseitiger als ihr Ruf. Besonders im Bereich E-Learning entstehen neue Felder.
~61.000 Studierende NC: niedrig → konstant
Studierendenzahl (relativ)26 %
12
Architektur
MINT · Kreativ
Wo Technik auf Kreativität trifft. Architektur ist anspruchsvoll und kompetitiv – doch wer durchhält, gestaltet buchstäblich die Zukunft unserer Städte.
~57.000 Studierende NC: mittel → konstant
Studierendenzahl (relativ)25 %
13
Mathematik
MINT
Mathematik-Absolventen denken in Strukturen – und sind in Versicherung, Fintech, Data Science und KI-Entwicklung äußerst begehrt. Eines der vielseitigsten Studienfächer.
~52.000 Studierende NC: niedrig ▲ steigend
Studierendenzahl (relativ)22 %
14
Biologie
MINT
Biotechnologie, Pharmaforschung, Umweltschutz – Biologie ist breiter aufgestellt als viele denken. Für Forschungskarrieren ist der Master fast immer Pflicht.
~47.000 Studierende NC: mittel → konstant
Studierendenzahl (relativ)20 %
15
Kommunikations- & Medienwiss.
Gesellschaft & Kultur
Social Media, Content Marketing, PR, Journalismus – der Medienmarkt wandelt sich rasant. Wer sich früh spezialisiert, hat trotz hoher Bewerberzahlen gute Chancen.
~43.000 Studierende NC: mittel–hoch → konstant
Studierendenzahl (relativ)19 %
16
Politikwissenschaft
Gesellschaft & Kultur
Staat, Gesellschaft, internationale Beziehungen – Politologen landen in NGOs, Think Tanks, Medien oder der Verwaltung. Oft sinnvoll mit einem Zweitfach kombiniert.
~40.000 Studierende NC: niedrig ▲ leicht steigend
Studierendenzahl (relativ)17 %
17
Chemie
MINT
Pharma, Materialforschung, Lebensmittelchemie – Chemiker forschen an den Grundlagen von morgen. Hohe Abbrecherquote, aber exzellente Gehaltsperspektiven für Absolventen.
~37.000 Studierende NC: niedrig → konstant
Studierendenzahl (relativ)16 %
18
Pflegewiss. / Gesundheitsmanag.
Gesundheit & Soziales
Einer der wachstumsstärksten Bereiche. Akademisierung der Pflege, Krankenhausmanagement, digitale Gesundheitsversorgung – hier entstehen tausende neue Stellen jährlich.
~33.000 Studierende NC: niedrig ▲▲ stark wachsend
Studierendenzahl (relativ)14 %
19
Sportwissenschaft
Gesellschaft & Kultur
Leistungssport, Prävention, Sportmanagement – Sportwissenschaftler finden Einsatz in Vereinen, Rehaeinrichtungen, der Sportartikelbranche und im Lehramt.
~31.000 Studierende NC: niedrig–mittel → konstant
Studierendenzahl (relativ)13 %
20
Umweltwiss. / Nachhaltigkeit
MINT · Gesellschaft
Der Megatrend Nachhaltigkeit macht dieses Fach zum Aufsteiger. Green Tech, ESG-Berichterstattung, Klimapolitik – der Bedarf an Fachkräften übersteigt das Angebot.
~27.000 Studierende NC: niedrig ▲▲ stark wachsend
Studierendenzahl (relativ)12 %
Zahlen & Fakten

Top 10 nach Studierendenzahl – WS 2024/25

Die folgende Übersicht zeigt, wie stark sich die Studierendenzahlen zwischen den Fächern unterscheiden. BWL dominiert mit fast einer Viertelmillion eingeschriebener Studierender – ein Vorsprung, der sich seit Jahren hält.

BWL
Platz 1
232.475
Informatik
~193.000
Jura
114.515
Maschinenbau
~116.000
Medizin
~102.000
Wirtschaftswiss.
~91.000
Psychologie
~86.000
Wirtschaftsinformatik
~77.000
Soziale Arbeit
~72.000
Elektrotechnik
~66.000

Quellen: Statistisches Bundesamt (Destatis), WS 2024/25 · IWD · Statista. Zahlen mit ~ sind Schätzwerte auf Basis aktueller Destatis-Daten.

Detailprofile der Top 5

Die fünf beliebtesten Studiengänge im Detail

Für die fünf meistgewählten Fächer finden Sie hier vertiefte Informationen zu Studieninhalten, typischen Berufseinstieg, Gehaltserwartungen und unserer Einschätzung zur Eignung.

01
Betriebswirtschaftslehre (BWL)
Platz 1 · 232.475 Studierende

Betriebswirtschaftslehre ist seit Jahren unangefochten das meistgewählte Studienfach in Deutschland. Die Gründe liegen auf der Hand: BWL ist eines der wenigen Fächer, das in nahezu jeder Branche verwertbar ist – von der Start-up-Gründung bis zur DAX-Konzernkarriere, vom Krankenhaus über den Medienkonzern bis zur öffentlichen Verwaltung. Im Studium lernen Studierende die Grundlagen der Unternehmensführung, Kostenrechnung, Marketing, Personalwirtschaft, Finanzierung und strategisches Management.

6–8 Sem.
Regelstudienzeit Bachelor
42.000 €
Ø Einstiegsgehalt (brutto/Jahr)
mittel–hoch
NC-Tendenz
▲ stabil
Arbeitsmarkt-Trend

Typische Berufsfelder nach dem Abschluss

Unternehmensberatung Controlling & Finance Marketing & Sales Human Resources Projektmanagement Gründung / Start-up Bank & Versicherung

Passt BWL zu mir?

BWL ist ideal für Menschen, die gerne in Zahlen und Zusammenhängen denken, aber auch kommunikativ stark sind. Wer sich für alles interessiert, aber nichts davon vertiefen möchte, wird im BWL-Studium eine breite Basis finden – aber auch Orientierungsprobleme. Ein duales BWL-Studium erhöht die Praxisnähe erheblich und verbessert die Jobperspektiven direkt nach dem Abschluss.

Unsere Empfehlung: Nutzen Sie vor dem Studium eine professionelle Studienberatung oder einen Studienwahltest, um zu prüfen, ob Ihre Persönlichkeit und Stärken wirklich zur Breite des BWL-Studiums passen – oder ob ein spezialisierteres Fach besser passt.

02
Informatik
Platz 2 · ~193.000 Studierende

Informatik hat sich vom Nischenthema zum Universalwerkzeug entwickelt. Die Digitalisierung aller Lebensbereiche, der Aufstieg künstlicher Intelligenz und der chronische IT-Fachkräftemangel machen Informatiker zum gefragtesten akademischen Berufsbild der Gegenwart. Das Studium vermittelt Algorithmen, Softwarearchitektur, Datenbanken, IT-Sicherheit und – je nach Vertiefung – Machine Learning, Embedded Systems oder Human-Computer Interaction.

6–8 Sem.
Regelstudienzeit Bachelor
52.000 €
Ø Einstiegsgehalt (brutto/Jahr)
niedrig–mittel
NC-Tendenz
▲▲ wachsend
Arbeitsmarkt-Trend

Typische Berufsfelder nach dem Abschluss

Software Engineering KI / Machine Learning IT-Security Data Science Cloud & DevOps IT-Consulting

Passt Informatik zu mir?

Informatik eignet sich für Menschen mit ausgeprägtem analytischen Denken, Freude am Problemlösen und Interesse an technischen Systemen. Wichtig: Das Studium ist mathmatisch anspruchsvoll – wer Schulmathematik als lästig empfunden hat, sollte das realistisch einschätzen. Soziale Kompetenzen werden im Berufsalltag allerdings immer wichtiger – reine „Coderkarrieren" ohne Teamfähigkeit sind selten geworden.

03
Rechtswissenschaft (Jura)
Platz 3 · 114.515 Studierende

Rechtswissenschaft gehört zu den traditionsreichsten Studienfächern Deutschlands – und bleibt einer der stabilsten Wege zu einer angesehenen Karriere. Das Studium endet mit dem Ersten Staatsexamen, gefolgt vom zweijährigen Referendariat und dem Zweiten Staatsexamen. Wer das Jurastudium erfolgreich durchläuft, hat beste Karten auf dem Arbeitsmarkt – aber auch einer der höchsten Arbeitsbelastungen im Studium zu erwarten.

9–11 Sem.
Bis Erstes Staatsexamen
55.000 €
Ø Einstiegsgehalt (brutto/Jahr)
mittel–hoch
NC-Tendenz
→ konstant
Arbeitsmarkt-Trend

Typische Berufsfelder nach dem Abschluss

Rechtsanwaltschaft Justiz / Richteramt Legal Counsel Verwaltung Compliance Notariat
04
Maschinenbau
Platz 4 · ~116.000 Studierende

Maschinenbau ist das Herzstück der deutschen Ingenieurskultur. Das Studium verbindet Mechanik, Thermodynamik, Konstruktionslehre und Fertigungstechnik zu einem der anspruchsvollsten ingenieurwissenschaftlichen Programme. Absolventinnen und Absolventen sind in der Automobilbranche, dem Anlagenbau, der Luftfahrt und der Energietechnik außerordentlich begehrt – und werden es angesichts von Energiewende und Industrie 4.0 noch lange bleiben.

7 Sem.
Regelstudienzeit Bachelor
50.000 €
Ø Einstiegsgehalt (brutto/Jahr)
niedrig
NC-Tendenz
→ konstant
Arbeitsmarkt-Trend

Typische Berufsfelder nach dem Abschluss

Konstruktion & Entwicklung Automobilindustrie Luft- & Raumfahrt Energietechnik Produktion & Fertigung Technisches Projektmanagement
05
Medizin (Humanmedizin)
Platz 5 · ~102.000 Studierende

Medizin zählt zu den anspruchsvollsten und gleichzeitig sinnstiftendsten Studienwegen in Deutschland. Das Studium dauert mindestens 6 Jahre (12 Semester) und schließt mit dem Staatsexamen ab. Der Numerus Clausus ist einer der höchsten aller Studienfächer. Dennoch – oder gerade deshalb – bleibt Medizin in der gesellschaftlichen Wahrnehmung hoch angesehen und bietet eine der krisensichersten Karriereperspektiven.

12 Sem.
Regelstudienzeit (Staatsexamen)
60.000 €
Ø Einstiegsgehalt Klinik (brutto)
sehr hoch
NC-Tendenz
▲ Fachkräftemangel
Arbeitsmarkt-Trend

Typische Berufsfelder nach dem Abschluss

Klinik / Krankenhaus Niedergelassene Praxis Pharmaforschung Öffentlicher Gesundheitsdienst Gutachten / Versicherungen
Geschlechterunterschiede bei der Studienwahl

Frauen und Männer wählen unterschiedlich

Obwohl BWL bei beiden Geschlechtern an der Spitze steht, zeigen sich bei den Plätzen 2 bis 5 deutliche Unterschiede. Frauen wählen häufiger Psychologie, Medizin und Soziale Arbeit – Männer bevorzugen Informatik und Maschinenbau.

Top-Fächer Frauen WS 2024/25
1BWL
2Psychologie
3Medizin
4Rechtswissenschaft
5Soziale Arbeit
Top-Fächer Männer WS 2024/25
1BWL
2Informatik
3Maschinenbau
4Wirtschaftsinformatik
5Elektrotechnik

Quelle: Statistisches Bundesamt / Destatis, WS 2023/24. Die Wahl des Studienfachs sollte nicht von gesellschaftlichen Erwartungen abhängig sein – sondern von persönlichen Stärken, Interessen und Berufszielen.

Studienwahl-Ratgeber

Wie finde ich den richtigen Studiengang für mich?

Beliebtheit ist kein Eignungsnachweis. Nur weil ein Fach viele Studierende anzieht, bedeutet das nicht, dass es zu Ihrer Persönlichkeit, Ihren Stärken und Ihren Lebenszielen passt. Die entscheidenden Fragen lauten:

1. Was sind meine tatsächlichen Stärken? Nicht was Sie in der Schule als Note bekommen haben – sondern was Ihnen wirklich leichtfällt, wo Sie in den Flow kommen. Analytisches Denken? Kreative Problemlösung? Empathie und Kommunikation? Ein professioneller Potenzialanalyse-Test hilft, diese Stärken systematisch zu identifizieren.

2. Welche Berufsfelder interessieren mich? Starten Sie vom Ziel her: In welchem Arbeitsfeld möchten Sie in 10 Jahren tätig sein? Welche Aufgaben würden Sie motivieren? Der Weg rückwärts führt dann zum passenden Studiengang.

3. Welcher Lerntyp bin ich? Uni oder FH? Bachelor und direkt arbeiten, oder Master anstreben? Duales Studium mit Praxisanteil, oder reines Vollzeitstudium? Diese Fragen sind oft wichtiger als die Fächerwahl selbst.

4. Welche Lebensziele verfolge ich? Work-Life-Balance, Karriere, gesellschaftlicher Beitrag, Unternehmergeist – unterschiedliche Studienfelder führen zu sehr unterschiedlichen Lebensrealitäten. Das sollte frühzeitig reflektiert werden.

Unsere Empfehlung: Persönliche Studienberatung statt Ranking-Entscheidung
Dieses Ranking zeigt Ihnen, welche Fächer andere gewählt haben – nicht, welches Fach zu Ihnen passt. Das Profiling Institut bietet an sieben Standorten in Deutschland eine DIN 33430-zertifizierte Studienberatung, die auf psychologischer Diagnostik und über 25 Jahren Erfahrung basiert. Wir helfen Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihren individuellen Weg zu treffen.

Häufige Fragen zur Studienwahl

Welcher Studiengang hat die besten Jobaussichten 2025?
Informatik, Wirtschaftsinformatik und Ingenieurwissenschaften haben derzeit die besten Jobaussichten gemessen am Fachkräftemangel. Aber auch Pflegewissenschaften, Gesundheitsmanagement und soziale Berufe wachsen stark. Entscheidend ist nicht nur das Fach, sondern auch die Spezialisierung, Praktika und Soft Skills.
Welcher Studiengang eignet sich ohne klaren NC?
Maschinenbau, Elektrotechnik, Soziale Arbeit, Pädagogik und Mathematik haben in vielen Bundesländern keinen oder einen niedrigen NC. Informatik ist an vielen Fachhochschulen ebenfalls ohne NC zugänglich. Wichtig: Ein niedriger NC bedeutet nicht, dass das Studium einfach ist – gerade MINT-Fächer haben teils hohe Abbruchquoten.
Lohnt sich BWL noch – oder ist das Fach überlaufen?
BWL „lohnt" sich weiterhin – wenn man sich spezialisiert. Ein generalistischer BWL-Bachelor ohne Vertiefung wird am Arbeitsmarkt zunehmend kritisch gesehen. Wer sich in Finance, Digital Marketing, Supply Chain oder HR spezialisiert und Praxiserfahrung mitbringt, hat auch 2025 exzellente Chancen. Ein duales BWL-Studium gibt zusätzlich Vorteile.
Welche Studiengänge bieten das höchste Gehalt nach dem Abschluss?
Medizin, Jura (Großkanzlei), Informatik, Maschinenbau und Wirtschaftsinformatik erzielen die höchsten Einstiegsgehälter. Unternehmensbewertungen, Private Equity und Unternehmensberatung nach BWL/VWL sind ebenfalls sehr gut vergütet. Gehalt allein ist jedoch ein schlechter Kompass – Burn-out-Risiko, Vereinbarkeit und persönliche Erfüllung spielen eine mindestens ebenso große Rolle.
Wie sinnvoll ist ein Studienwahltest vor der Entscheidung?
Sehr sinnvoll – wenn es sich um ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren handelt. Kostenlose Online-Tests liefern oft pauschale und wenig valide Ergebnisse. Professionelle Verfahren wie das Berufswahltest-PI oder Holland-Code-basierte Instrumente in Kombination mit einer persönlichen Beratung geben deutlich belastbarere Orientierung. Das Profiling Institut bietet solche Tests und anschließende Beratungsgespräche an allen sieben Standorten an.
Was ist der Unterschied zwischen Universität und Fachhochschule (FH)?
Universitäten sind stärker theoretisch und forschungsorientiert ausgerichtet und ermöglichen den direkten Weg zur Promotion. Fachhochschulen (heute oft Hochschulen für angewandte Wissenschaften) sind praxisnäher, haben kürzere Studienzeiten und bieten häufiger duale Formate an. Für viele Berufsfelder – z.B. Ingenieurwesen, BWL, Soziale Arbeit – ist der FH-Abschluss dem Uni-Abschluss in der Praxis gleichwertig.
Trends & Entwicklungen

Studiengangstrends 2025: Was steigt, was fällt?

Die Beliebtheit von Studienfächern ist kein statisches Bild. Technologische Umbrüche, demographischer Wandel und gesellschaftliche Prioritäten verändern die Nachfrage nach bestimmten Qualifikationen erheblich.

Stark wachsend: Informatik, Wirtschaftsinformatik, Data Science und KI-bezogene Fächer profitieren von der digitalen Transformation. Auch Pflegewissenschaften und Gesundheitsmanagement wachsen angesichts des demographischen Wandels überdurchschnittlich. Umwelt- und Nachhaltigkeitswissenschaften sind der vielleicht dynamischste Wachstumsbereich – angetrieben durch ESG-Regulierung und Green-Tech-Investitionen.

Konstant stabil: BWL, Jura, Medizin und Maschinenbau bleiben dauerhaft gefragt – trotz teils hohem Numerus Clausus oder langer Studiendauer. Ihre Stabilität liegt in der breiten Anwendbarkeit und dem hohen gesellschaftlichen Prestige.

Leicht rückläufig: Elektrotechnik und klassische Geisteswissenschaften verlieren Einschreibungen – trotz teils hervorragender Berufsperspektiven. Bei Elektrotechnik liegt das vor allem an einem veralteten Image: Die Realität des Fachs (Energiewende, E-Mobilität, Smart Grids) ist deutlich spannender als viele Abiturienten vermuten.

Zukunftsthema KI: Mit dem rasanten Aufstieg von KI-Anwendungen entstehen neue Fächer und Spezialisierungen rund um Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und Data Engineering. Wer heute ein Studium beginnt, sollte KI als Querschnittsthema in der eigenen Fächerwahl mitdenken – egal ob BWL, Psychologie oder Ingenieurwesen.

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Beliebteste Studiengänge 2025: Hintergrund und Einordnung

Das Ranking der beliebtesten Studiengänge in Deutschland basiert auf den Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) für das Wintersemester 2024/2025. Es umfasst alle an deutschen Hochschulen eingeschriebenen Studierenden – Universitäten, Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften gleichermaßen.

Die dominierende Stellung der Betriebswirtschaftslehre (BWL) mit über 232.000 Studierenden erklärt sich durch die breite Anwendbarkeit in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Im Wintersemester 2023/24 entfielen laut Destatis rund 40 Prozent aller Studierenden auf die Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften – ein Wert, der die strukturelle Dominanz wirtschaftsnaher Fächer deutlich macht.

Auf Platz zwei folgt Informatik, das vom digitalen Wandel erheblich profitiert. KI, Cloud Computing, Cybersecurity und die flächendeckende Digitalisierung öffentlicher wie privater Einrichtungen schaffen einen Dauerbedarf an qualifizierten Informatikerinnen und Informatikern, der das Studienangebot bei Weitem übersteigt. Dies erklärt auch, warum der NC in Informatik an vielen Hochschulen vergleichsweise niedrig ist – während die Berufsaussichten zu den besten aller Fachrichtungen gehören.

Die Ingenieurwissenschaften – Maschinenbau und Elektrotechnik voran – bilden das zweite große Standbein des Rankings. Sie sind unverzichtbar für die technologische Transformation Deutschlands: von der Energiewende über E-Mobilität bis zu Industrie 4.0. Dass Elektrotechnik trotz exzellenter Berufsaussichten leicht sinkende Studierendenzahlen verzeichnet, liegt an einem nach wie vor wenig attraktiven Image bei Schülerinnen und Schülern – ein Problem, das Hochschulen zunehmend durch modernere Kommunikation und praxisnahe Formate angehen.

Im Bereich Gesundheit und Soziales stechen Medizin, Psychologie, Soziale Arbeit und zunehmend Pflegewissenschaften hervor. Der demographische Wandel, der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen und die wachsende gesellschaftliche Sensibilisierung für psychische Gesundheit treiben die Nachfrage in diesen Fächern an. Insbesondere Pflegewissenschaften und Gesundheitsmanagement gehören 2025 zu den am stärksten wachsenden Studienfeldern.

Unter den gesellschafts- und kulturwissenschaftlichen Fächern sind Erziehungswissenschaften, Kommunikations- und Medienwissenschaften sowie Politikwissenschaft die meistgewählten. Ihre Absolventen sind vielseitig einsetzbar, stehen jedoch in manchen Feldern einem hohen Bewerberangebot gegenüber. Eine klare Spezialisierung – etwa auf E-Learning im Bereich Pädagogik oder auf Politikberatung in der Politikwissenschaft – erhöht die Arbeitsmarktchancen erheblich.

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