Ranking 2025 · Laufend aktualisiert

Studienabbruchquoten nach Fach 2025:
Welches Studium bricht man am häufigsten ab?

Informatik 41 %, Mathematik 44 %, Medizin nur 8 %: Das vollständige Ranking der Abbruchquoten nach Fach, Hochschultyp und Semester – Datengrundlage: DZHW-Studienabbruchstudie 2023.

29 % Ø Abbruchquote Uni
(Bachelor)
23 % Ø Abbruchquote FH
(Bachelor)
44 % Höchste Quote
Mathematik/NW (Uni)
8 % Niedrigste Quote
Medizin/Gesundheit

Studienabbruch in Deutschland: Was sagen die Zahlen wirklich?

Rund 29 % aller Bachelorstudierenden an deutschen Universitäten verlassen das Studium ohne Abschluss. An Fachhochschulen liegt die Quote bei 23 %. Doch diese Durchschnittswerte verschleiern enorme Unterschiede zwischen den Fächern: Während in der Humanmedizin nur etwa 8 % der Studierenden das Studium abbrechen, sind es in Informatik und Mathematik/Naturwissenschaften mehr als 40 %.

Das Profiling Institut wertet die aktuelle DZHW-Studienabbruchstudie 2023 (Heublein et al.) sowie Daten des Statistischen Bundesamts aus und stellt die wichtigsten Zahlen transparent und verständlich aufbereitet zur Verfügung.

Methodischer Hinweis: Die Abbruchquoten werden als Kohortenquoten berechnet: Anteil der Studienanfänger eines Jahrgangs, der das Studium ohne Abschluss in dem begonnenen Fach beendet. Ein Fachwechsel zählt als Abbruch – nicht als Studienabbruch im Sinne des endgültigen Ausstiegs aus dem Hochschulsystem.

Quellen: Heublein, U. et al. (2023): Studienabbruch in Deutschland. DZHW-Brief 05/2023. Statistisches Bundesamt (Destatis), Hochschulstatistik 2024. Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarkt in Zahlen 2024.

Studienabbruchquoten nach Fach an Universitäten 2025

Bachelor-Studiengänge · Kohortenquote · Quelle: DZHW 2023

# Fächergruppe Abbruchquote Visualisierung Risikostufe
1 Mathematik / Naturwiss. 44 %
Sehr hoch
2 Informatik 41 %
Sehr hoch
3 Geisteswissenschaften 38 %
Sehr hoch
4 Ingenieurwissenschaften 35 %
Hoch
5 Wirtschaftswiss. (BWL/VWL) 30 %
Mittel
6 Lehramt 28 %
Mittel
7 Sozialwissenschaften 25 %
Mittel
8 Rechtswissenschaften 24 %
Mittel
9 Kunst / Musik / Design 17 %
Niedrig
10 Medizin / Gesundheit 8 %
Sehr niedrig

Quelle: Heublein et al. (2023), DZHW-Studienabbruchstudie. Werte gerundet auf ganze Prozent. Abbruchquote = Kohortenquote Bachelor, Universitäten.

Studienabbruchquote nach Fach – Universität vs. Fachhochschule (Bachelor 2025)
50% 40% 30% 20% 10% 0% 44% 41% 34% 38% 35% 29% 30% 23% 8% Mathe/NW Informatik Geistes- wiss. Ingenieur Wirtschaft Medizin Universität FH/HAW sehr niedrig
Uni vs. Fachhochschule: Abbruchquoten im Direktvergleich

Fachhochschulen weisen in fast allen Fächern niedrigere Abbruchquoten auf – mit Ausnahme einiger technischer Fächer.

UNI Universität (Bachelor)
Mathematik / Naturwiss.44 %
Informatik41 %
Geisteswissenschaften38 %
Ingenieurwissenschaften35 %
Wirtschaftswiss.30 %
Sozialwissenschaften25 %
Medizin / Gesundheit8 %
Durchschnitt29 %
FH Fachhochschule / HAW (Bachelor)
Informatik34 %
Ingenieurwiss. (Masch.bau)32 %
Ingenieurwiss. (Elektro)29 %
Wirtschaft / BWL23 %
Sozialwesen / Soziale Arbeit12 %
Gestaltung / Design15 %
Pflege / Gesundheit10 %
Durchschnitt23 %
Die 6 häufigsten Ursachen für Studienabbruch

Mehrfachnennungen möglich · Quelle: DZHW-Studienabbruchstudie 2023

69 % nennen diesen Grund 01
Leistungsprobleme & mangelnde Prüfungserfolge
Wiederholte Prüfungsfehlversuche oder das Gefühl, den fachlichen Anforderungen dauerhaft nicht gerecht werden zu können – oft in Kombination mit mangelnder Vorbereitung in der Schule.
63 % nennen diesen Grund 02
Falsche Studien- oder Berufswahl
Fehlende Übereinstimmung zwischen Interessen, Fähigkeiten und gewähltem Studiengang. Dieser Grund ist der stärkste Prädiktor für späteren Abbruch – und der am besten vermeidbare.
54 % nennen diesen Grund 03
Finanzielle Schwierigkeiten
Steigende Lebenshaltungskosten, unzureichende BAföG-Förderung oder familiäre Verpflichtungen zwingen viele Studierende zum Abbruch trotz grundsätzlichem Studieninteresse.
48 % nennen diesen Grund 04
Motivationsverlust & Desillusion
Inhalte, Lehrveranstaltungen oder der Alltag im Studium entsprechen nicht den Erwartungen. Häufig verbunden mit dem Gefühl, das Studium habe keinen Bezug zur späteren Berufspraxis.
39 % nennen diesen Grund 05
Gesundheitliche & psychische Belastungen
Burnout, Prüfungsangst, Depressionen oder chronische Erkrankungen sind häufige Auslöser. Der Anteil psychisch bedingter Abbrüche ist seit 2019 deutlich gestiegen.
31 % nennen diesen Grund 06
Attraktive Berufsperspektive ohne Abschluss
Konkrete Jobangebote oder Gründungsideen veranlassen manchen Studierenden zum bewussten Ausstieg – besonders in Informatik und Wirtschaft, wo Studienabbrecher gut vermittelbar sind.
Wann bricht man ab? Studienabbruch nach Semester

Über 60 % der Abbrüche passieren in den ersten vier Semestern – die kritische Phase ist der Studienbeginn.

1.–2. Semester
Orientierungsphase – höchste Abbruchgefährdung ~32 % aller Abbrüche
Die Diskrepanz zwischen Erwartungen und Realität wird sichtbar. Erste Prüfungen wirken ernüchternd. Soziale Isolation im Massenstudium verstärkt den Eindruck: „Das ist nicht meins."
3.–4. Semester
Entscheidungsphase – zweiter Hochpunkt ~29 % aller Abbrüche
Vertiefende Inhalte und erste Zwischenprüfungen machen klar, ob die Wahl tragfähig ist. Viele entscheiden sich hier bewusst für einen Wechsel oder Ausstieg.
5.–6. Semester
Krisenphase – Leistungsprobleme kumulieren ~24 % aller Abbrüche
Nicht bestandene Prüfungswiederholungen, Erschöpfung durch Nebenjobs oder Überlastung führen zum späten Abbruch – oft verbunden mit langer Verzögerung der Entscheidung.
Ab 7. Semester
Spätabbrüche – häufig externale Ursachen ~15 % aller Abbrüche
Konkrete Jobangebote, Familiengründung oder die Entscheidung, eine Ausbildung als Alternative zu absolvieren. Auch psychische Erschöpfung nach langer Studienzeit zählt hierzu.
Fazit: Fast zwei Drittel aller Studienabbrüche wären mit einer frühzeitigen, professionellen Studienberatung vor Studienbeginn vermeidbar. Die Frage „Passt das Studium zu mir?" muss beantwortet werden, bevor die erste Immatrikulation erfolgt – nicht danach.

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Eine hohe Abbruchquote in Ihrem Wunschfach ist kein Urteil über Sie – sie ist ein Signal, dass die persönliche Passung entscheidend ist. Unsere DIN-33430-zertifizierte Potenzialanalyse gibt Ihnen Klarheit, bevor Sie eine teure Fehlentscheidung treffen.

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Jan Bohlken, Profiling Institut
Jan Bohlken
Diplom-Sozioökonom · Geschäftsführer Profiling Institut · DIN 33430 · Mitglied: nfb, DGfK, dvb
Jan Bohlken ist Gründer und Geschäftsführer des Profiling Instituts und verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Berufs- und Studienberatung sowie im Executive Search. Das Profiling Institut ist nach DIN 33430 zertifiziert – dem einzigen normierten Qualitätsstandard für eignungsdiagnostische Verfahren im deutschsprachigen Raum. Alle Rankings und Analysen auf dieser Seite basieren auf öffentlich zugänglichen, wissenschaftlich anerkannten Quellen (DZHW, Destatis, Bundesagentur für Arbeit) und werden fortlaufend aktualisiert.

Zuletzt aktualisiert: April 2026 · Alle Angaben ohne Gewähr · Quellen: Heublein, U. et al. (2023): Studienabbruch in Deutschland. DZHW-Brief 05/2023; Statistisches Bundesamt, Hochschulstatistik 2024; Bundesagentur für Arbeit, Bildung in Zahlen 2024.

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