Studienfeld Gesundheit & Medizin · RIASEC S + R

Pflege studieren: Ausbildung oder Studium?

Seit der Akademisierung gibt es drei verschiedene Wege in die Pflege – und sie führen zu unterschiedlichen Berufszulassungen. Wer sie verwechselt, studiert am Ziel vorbei. Diese Seite erklärt die Unterschiede, ordnet ehrlich ein, was ein Studium gegenüber der Ausbildung tatsächlich bringt, und benennt die Belastungen, ohne sie zu beschwönigen.

3 Wegemit verschiedenen Abschlüssen
7–8Semester im primärqualifizierenden Studium
vergütetseit der Reform von 2024
S + RRIASEC-Profil des Fachs
DIN 33430 zertifiziert
Quellen mit Stand angegeben
10.000+ Beratungen
Lesezeit ca. 16 Minuten

Das Wichtigste in Kürze. Es gibt drei Wege: die dreijährige Ausbildung, das primärqualifizierende Studium, das zugleich zur Berufszulassung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann führt, und die Pflegewissenschaft ohne Berufszulassung, die auf Management, Lehre und Forschung zielt. Der wichtigste Unterschied: Nur die ersten beiden berechtigen zur Ausübung des Pflegeberufs. Seit der Reform von 2024 erhalten Studierende im primärqualifizierenden Studium eine Vergütung – ein erheblicher Unterschied zu vorher. Was das Studium gegenüber der Ausbildung bringt, ist ehrlich einzuordnen: am Krankenbett zunächst wenig mehr Gehalt, dafür deutlich bessere Wege in erweiterte Versorgungsrollen, Leitung, Lehre und Wissenschaft. Der Arbeitsmarkt ist so sicher wie in kaum einem anderen Feld – die Belastungen sind es allerdings auch.

Steckbrief

Pflege studieren – alle Eckdaten auf einen Blick

Im Studienfeld Gesundheit & Medizin ist die Pflege der Bereich mit der jüngsten Studienstruktur – und entsprechend großem Klärungsbedarf.

MerkmalPrimärqualifizierendes PflegestudiumEinordnung
AbschlussBachelor plus BerufszulassungPflegefachfrau oder Pflegefachmann
Regelstudienzeit7 bis 8 SemesterLänger als die dreijährige Ausbildung
Praxisanteilrund 2.300 PraxisstundenGesetzlich vorgeschrieben, in mehreren Einsatzbereichen
Vergütungseit 2024 während des gesamten StudiumsZuvor war das Studium überwiegend unvergütet
Typischer NCmeist zulassungsfreiTeils Auswahlgespräch oder Kooperationsvertrag nötig
RIASEC-ProfilS + R (Social, Realistic)Zugewandt plus körperlich-praktisch
Einstiegsgehaltca. 40.000 bis 48.000 Euro brutto pro JahrTarifgebunden, mit Zuschlägen deutlich höher
Arbeitsmarktausgezeichnet, bundesweitStruktureller Fachkräftemangel
BesonderheitSchichtdienst, hohe VerantwortungGehört ehrlich in jede Vorabprüfung

Alle Angaben sind Orientierungswerte, Stand August 2026. Die Pflegeausbildung ist bundesgesetzlich geregelt, die Umsetzung liegt jedoch bei den Ländern und Hochschulen; Studienstruktur, Kooperationsmodelle und Vergütungshöhe unterscheiden sich. Maßgeblich sind die Angaben der jeweiligen Hochschule und des Trägers. Weitere Hinweise unter Zulassung und Bewerbung.

Der wichtigste Abschnitt dieser Seite

Drei Wege in die Pflege – mit verschiedenen Zielen

Die Bezeichnungen ähneln sich, die Abschlüsse nicht. Diese Unterscheidung sollte am Anfang jeder Entscheidung stehen.

Drei Wege – und was am Ende steht Ausbildung 3 Jahre, vergütet Pflegeschule plus Praxis Berufszulassung Der klassische Weg Primärqualifizierend 7–8 Semester, vergütet Bachelor plus 2.300 h Praxis Berufszulassung DIESE SEITE Pflegewissenschaft 6 Semester, nicht vergütet Management, Lehre, Forschung keine Berufszulassung Meist aufbauend Der entscheidende Unterschied: Nur Ausbildung und primärqualifizierendes Studium berechtigen zur Ausübung des Pflegeberufs. Pflegewissenschaft ohne Berufszulassung setzt in der Regel eine abgeschlossene Ausbildung voraus. Die Reform von 2024: Seit dem Pflegestudiumstärkungsgesetz erhalten Studierende im primärqualifizierenden Studium eine Vergütung – zuvor der größte Nachteil gegenüber der Ausbildung.

Abb. 1: Ausgestaltung und Vergütungshöhe unterscheiden sich zwischen Trägern und Ländern. Maßgeblich sind die Angaben der Hochschule und des Praxispartners.

Die praktische Konsequenz. Wenn Sie am Menschen arbeiten möchten, kommen nur Weg eins und zwei infrage. Die reine Pflegewissenschaft ist ein aufbauendes oder ergänzendes Studium für alle, die bereits in der Pflege arbeiten oder in Management, Lehre und Forschung wollen – sie ist keine Alternative zur Ausbildung, sondern eine Erweiterung. Prüfen Sie bei jedem Studiengang ausdrücklich, ob er primärqualifizierend ist; die Hochschulen weisen das aus, und die Formulierung ist eindeutig.

Ehrliche Einordnung

Was bringt das Studium gegenüber der Ausbildung?

Diese Frage stellen fast alle – und die Antwort ist differenzierter, als beide Seiten der Debatte behaupten.

Ausbildung und Studium im direkten Vergleich Ausbildung Studium Berufszulassung ja ja Dauer 3 Jahre 3,5–4 Jahre Einstiegsgehalt am Bett vergleichbar vergleichbar Erweiterte Versorgungsrollen eingeschränkt deutlich besser Leitung, Lehre, Forschung über Weiterbildung direkter Zugang Masterzugang nur mit Zusatzweg unmittelbar Der Mehrwert liegt nicht im ersten Gehaltszettel, sondern in den Wegen danach. Wer nur ans Bett will, kann die Ausbildung wählen – wer weiter will, sollte studieren.

Abb. 2: Schematischer Vergleich. Die tarifliche Eingruppierung für akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen entwickelt sich derzeit; hier lohnt ein Blick in den aktuellen Tarifvertrag des Arbeitgebers.

Was das Studium konkret hinzufügt

  • Wissenschaftliche Fundierung: Studien lesen und bewerten, Pflegeinterventionen auf Evidenz prüfen, Qualitätsentwicklung betreiben. Die Grundlage für alles Weitere.
  • Erweiterte Versorgungsverantwortung: komplexe Pflegesituationen steuern, Versorgungsprozesse koordinieren, an der Schnittstelle zur Medizin arbeiten. Dieses Feld wächst und ist der eigentliche Grund für die Akademisierung.
  • Direkter Masterzugang: für Advanced Practice Nursing, Pflegemanagement, Pflegepädagogik oder Versorgungsforschung – ohne den Umweg über Weiterbildungen.
  • Lehre und Leitung: Stationsleitung, Pflegedirektion, Praxisanleitung und Unterricht an Pflegeschulen setzen zunehmend akademische Qualifikation voraus.

Und was es nicht bringt. Unmittelbar nach dem Abschluss arbeiten Sie in aller Regel dieselbe Tätigkeit wie Ausbildungsabsolventen – und häufig zunächst zu vergleichbarer Vergütung. Wer studiert, um sofort mehr zu verdienen oder um dem Schichtdienst zu entgehen, wird enttäuscht. Der Vorteil entfaltet sich über Jahre, nicht über Monate. Diese Erwartung vorab zu klären, erspart erhebliche Frustration im ersten Berufsjahr.

Studieninhalte

Was Sie im Studium tatsächlich lernen

Das primärqualifizierende Studium verbindet vier Bereiche: pflegerische Kernkompetenz, medizinisch-naturwissenschaftliche Grundlagen, Wissenschaft und Methodik sowie die gesetzlich vorgeschriebene Praxis.

Typischer Aufbau eines primärqualifizierenden Pflegestudiums Pflegewissenschaft Medizin & Naturwiss. Methodik & Recht Praxiseinsätze 1. Sem. Grundlagen der Pflege Anatomie, Physiologie Erster Einsatz 2. Sem. Pflegeprozess, Assessment Krankheitslehre I Akutpflege 3.–4. Sem. Pflege bei chron. Erkrankung Pharmakologie Statistik, Methoden 5. Sem. Beratung, Anleitung, Ethik Pflege- & Berufsrecht Psychiatrie, Pädiatrie 6.–7. Sem. Komplexe Versorgung, Steuerung Vertiefungseinsatz, ambulante Pflege 7.–8. Sem. Bachelorarbeit Staatliche Prüfung zur Berufszulassung Anteil an der Gesamtstudienzeit Pflegewissenschaft 30 % Medizin 19 % Meth. 14 % Praxiseinsätze 37 % Orientierungswerte. Der Praxisanteil ist mit rund 2.300 Stunden gesetzlich vorgegeben und über das gesamte Studium verteilt.

Abb. 3: Der Praxisanteil ist der größte Block – und der Grund, warum dieses Studium länger dauert als andere Bachelorstudiengänge.

Pflegewissenschaft und Pflegepraxis

Pflegeprozess und Assessment, Pflege bei akuten und chronischen Erkrankungen, Beratung und Anleitung, Ethik, Kommunikation, Palliativversorgung. Das fachliche Kernstück – hier verbindet sich Handwerk mit Begründung.

Medizinische und naturwissenschaftliche Grundlagen

Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Pharmakologie, Hygiene, Mikrobiologie. Der Anteil ist geringer als im Medizinstudium, aber inhaltlich anspruchsvoll – und im Alltag täglich relevant.

Methodik und Recht

Wissenschaftliches Arbeiten, Statistik, evidenzbasierte Pflege, dazu Pflege- und Berufsrecht, Haftung, Dokumentationspflichten und Qualitätsmanagement. Der Teil, der das Studium von der Ausbildung unterscheidet.

Praxiseinsätze

Rund 2.300 Stunden in mehreren Bereichen: stationäre Akutpflege, Langzeitpflege, ambulante Pflege, Pädiatrie, Psychiatrie sowie ein Vertiefungseinsatz. Die Einsätze sind Bestandteil der staatlichen Prüfung.

Realitätscheck

Belastung und Realität – ohne Beschönigung

Pflege ist ein Beruf mit außergewöhnlich hoher Sinnerfüllung und außergewöhnlich hoher Belastung. Beides gehört in eine ehrliche Entscheidung.

Belastung 1

Schichtdienst

Früh-, Spät- und Nachtdienste, Wochenenden und Feiertage. Das ist planbar, aber es prägt den Alltag und die Vereinbarkeit mit Familie und Freundeskreis über Jahre.

Belastung 2

Körperliche Anforderung

Heben, Umlagern, Stehen über die gesamte Schicht. Rückenbelastung ist real – Kinästhetik und Hilfsmittel entlasten, machen den Beruf aber nicht körperlich leicht.

Belastung 3

Emotionale Nähe

Sie begleiten Menschen in Krisen, bei Schmerz und beim Sterben. Diese Nähe ist Teil des Sinns – und sie verlangt eine Abgrenzungsfähigkeit, die erlernt werden muss.

Belastung 4

Personalsituation

In vielen Einrichtungen ist die Besetzung knapp. Das erhöht Tempo und Verantwortung pro Person – und macht die Wahl des Arbeitgebers zu einem entscheidenden Faktor.

Gegengewicht 1

Sicherheit

Kaum ein Beruf ist so krisenfest. Sie werden bundesweit gebraucht, können den Arbeitgeber wechseln und sind auf einen Standort nicht angewiesen.

Gegengewicht 2

Wirksamkeit

Was Sie tun, hat unmittelbare Folgen für konkrete Menschen. Diese Erfahrung von Wirksamkeit ist in vielen Studiengängen dieser Reihe das, was am meisten fehlt.

Der wichtigste Rat vor der Entscheidung. Machen Sie ein Praktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Pflege, bevor Sie sich bewerben. Kein Text ersetzt die Erfahrung eines vollständigen Schichttags. Wer danach sagt „das war anstrengend, und ich will es trotzdem", trifft eine belastbare Entscheidung – und genau diese Menschen bleiben im Beruf. Wege dorthin beschreibt unsere Übersicht Nach dem Abitur.

Und ein zweiter Punkt, der oft übersehen wird. Die Belastung unterscheidet sich zwischen Einsatzbereichen erheblich. Intensivstation, ambulante Pflege, Psychiatrie, Palliativversorgung, Operationsdienst und Langzeitpflege sind sehr verschiedene Arbeitswelten mit unterschiedlichem Tempo, Rhythmus und Nähegrad. Wer im ersten Bereich unglücklich ist, hat nicht den falschen Beruf – möglicherweise nur das falsche Setting. Die Praxiseinsätze im Studium sind genau dafür da, das herauszufinden.

Zugang

Zulassung, Kooperationsvertrag und Vergütung

Der Zugang ist an den meisten Hochschulen offen – die organisatorische Besonderheit liegt woanders.

AspektEinordnungHinweis
NCmeist zulassungsfreiTeils Auswahlgespräch statt Note
PraxispartnerKooperationsvertrag erforderlichKlinik oder Träger – die eigentliche Hürde
Vergütungseit 2024 über die gesamte StudienzeitHöhe richtet sich nach Träger und Tarif
Vorerfahrungnicht erforderlich, aber sehr hilfreichPraktikum oder FSJ verbessert die Bewerbung
Ohne Abiturüber abgeschlossene Ausbildung möglichIn diesem Feld besonders gut erschlossen

Der Kooperationsvertrag mit einem Praxispartner ist bei vielen Modellen Voraussetzung für die Immatrikulation – Sie bewerben sich also faktisch zweimal: bei der Hochschule und bei einer Klinik oder einem Träger. Beginnen Sie damit früh, weil die Auswahlverfahren der Träger eigenen Fristen folgen. Ein absolviertes Praktikum oder Freiwilliges Soziales Jahr ist dabei ein realer Vorteil. Standorte finden Sie über den Hochschulfinder, die Wege ohne Abitur erklärt Studieren ohne Abitur, weitere zulassungsfreie Optionen sammelt der Ratgeber Studium ohne NC.

Diagnostische Perspektive

Das Eignungsprofil: Was Pflege trägt

Wir betrachten Studiengänge nach dem Anforderungsprofil. Bei der Pflege ist die Besonderheit die selten kombinierte Anforderung: zugewandt und körperlich-praktisch zugleich, dazu klinisches Denken unter Zeitdruck. Diese Perspektive stammt aus der Orientierungsberatung und aus über 10.000 Beratungen.

RIASEC-Anforderungsprofil des Fachs Pflege SSocial – begleiten, pflegen, beraten sehr hoch RRealistic – körperlich arbeiten, handeln sehr hoch · regelmäßig unterschätzt IInvestigative – beobachten, einschätzen, ableiten hoch · im Studium stärker als erwartet CConventional – dokumentieren, Standards einhalten hoch EEnterprising – anleiten, koordinieren, leiten mittel · im Beruf steigend AArtistic – gestalten, entwerfen gering Der Holland-Code lautet S-R-I. Zum Vergleich: Soziale Arbeit ist S-I-C – das R ist der entscheidende Unterschied.

Abb. 4: Wer ein hohes S, aber ein niedriges R mitbringt, ist in Sozialer Arbeit oder Beratung oft passender aufgehoben als in der Pflege.

Kognitives Anforderungsprofil

Beobachtung

Veränderungen erkennen

Die zentrale klinische Fähigkeit: bemerken, dass sich der Zustand eines Menschen verändert, bevor es Messwerte zeigen – und daraus die richtige Konsequenz ziehen.

Merkfähigkeit

Medizinisches Volumen

Anatomie, Krankheitsbilder, Medikamente, Wechselwirkungen. Weniger umfangreich als im Medizinstudium, aber im Alltag unmittelbar abrufbar erforderlich.

Priorisierung

Unter Zeitdruck entscheiden

Mehrere Menschen brauchen gleichzeitig etwas. Zu entscheiden, was zuerst kommt und was warten kann, ist die anspruchsvollste Alltagsleistung des Berufs.

Persönlichkeitsseitige Passung

Drei Merkmale prägen den Weg. Emotionale Stabilität trägt die Nähe zu Leid und Tod – nicht als Unberührtheit, sondern als Fähigkeit, sich berühren zu lassen und danach wieder abzugrenzen. Gewissenhaftigkeit trägt Medikamentengabe, Hygiene und Dokumentation, wo Fehler unmittelbare Folgen haben. Und Verträglichkeit trägt die Zusammenarbeit im Team und mit Angehörigen – mit der wichtigen Ergänzung, dass sie mit der Fähigkeit einhergehen muss, eigene Grenzen zu benennen. Wie diese Dimensionen gemessen werden, erklären wir beim Persönlichkeitstest.

Die Frage, die vor der Bewerbung steht. Nicht „Möchte ich Menschen helfen?" – das bejahen fast alle. Sondern: Kann ich Nähe zulassen und danach wieder Abstand gewinnen, Schicht für Schicht? Diese Fähigkeit ist erlernbar und hat eine persönlichkeitsseitige Basis. Wer sie nicht entwickelt, verbraucht sich – und das ist der häufigste Grund, warum Menschen den Pflegeberuf verlassen. Messung statt Schätzung liefert die Potenzialanalyse für Schüler und Abiturienten; als kostenloser erster Schritt genügt oft der Potenzial-Selbstcheck.

Ehrliche Einordnung

Wer typischerweise am Pflegestudium scheitert

Die Abbruchquote im Studium selbst ist moderat – die kritischeren Punkte liegen im ersten Praxiseinsatz und in den ersten Berufsjahren. Fünf Muster erklären den Großteil.

Muster 1

Ohne Vorerfahrung begonnen

Der häufigste Fall. Wer nie eine vollständige Schicht erlebt hat, kann Körperlichkeit, Tempo und Nähe nicht einschätzen. Ein Praktikum vorher löst das fast vollständig.

Muster 2

Falscher Studiengang gewählt

Pflegewissenschaft ohne Berufszulassung statt primärqualifizierendes Studium – wer am Menschen arbeiten will, hat dann nach drei Jahren nicht das, was er wollte.

Muster 3

Abgrenzung nicht gelernt

Wer jedes Schicksal mit nach Hause nimmt, hält den Beruf nicht durch. Das ist keine Charakterfrage, sondern eine erlernbare Kompetenz – und sie sollte früh trainiert werden.

Muster 4

Falscher Einsatzbereich

Intensivstation, ambulante Pflege und Langzeitpflege sind verschiedene Berufe mit demselben Titel. Unzufriedenheit im ersten Setting wird oft fälschlich als Berufsirrtum gedeutet.

Muster 5

Falsche Gehaltserwartung

Wer studiert, um sofort deutlich mehr zu verdienen als Ausbildungsabsolventen, wird im ersten Berufsjahr enttäuscht. Der Vorteil liegt in den Wegen danach.

Gegenmittel

Was vorher hilft

Praktikum oder FSJ absolvieren, ausdrücklich auf „primärqualifizierend" prüfen, Praxispartner früh suchen und im Studium bewusst verschiedene Einsatzbereiche vergleichen.

Wer bereits im Studium zweifelt, findet Einordnung unter Studienabbruch – der Wechsel in Physiotherapie, Hebammenwissenschaft, Soziale Arbeit oder Gesundheitsmanagement ist häufig mit Anrechnung möglich. Die häufigsten Denkfehler vor der Wahl sammelt unser Beitrag zu den Fehlern bei der Studienwahl, konkrete Vorgehensweisen die 19 Tipps zur Studienwahl.

Nach dem Abschluss

Berufsfelder und Gehalt

Der Arbeitsmarkt ist so sicher wie in kaum einem anderen Feld. Interessant ist weniger die Frage, ob Sie eine Stelle finden, als welche. Konkrete Tätigkeitsprofile finden Sie in unseren Berufsbildern.

Einstiegsgehälter nach Rolle – Orientierungswerte in Euro brutto pro Jahr Pflegemanagement, Leitung 50.000 – 62.000 Pflegepädagogik, Lehre 46.000 – 58.000 Intensiv- & Anästhesiepflege 44.000 – 55.000 Akutpflege Klinik, Tarif 42.000 – 52.000 Ambulante Pflege 40.000 – 50.000 Langzeitpflege 39.000 – 48.000 Orientierungswerte, Stand August 2026. Zuschläge für Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst sind nicht enthalten und heben das tatsächliche Einkommen im Schichtdienst spürbar an.

Abb. 5: Die Vergütung ist überwiegend tarifgebunden. Der Unterschied zwischen tarifgebundenen und nicht tarifgebundenen Trägern ist erheblich – ein zentrales Kriterium bei der Arbeitgeberwahl.

Feld 1

Akutpflege im Krankenhaus

Stationäre Versorgung, hohes Tempo, breites Krankheitsspektrum, enge Zusammenarbeit mit der Medizin. Der klassische Einstieg mit der steilsten fachlichen Lernkurve.

Passt zu: Belastbarkeit und Freude an Abwechslung.

Feld 2

Spezialbereiche

Intensivstation, Anästhesie, Operationsdienst, Notaufnahme, Onkologie, Psychiatrie. Zusätzliche Fachweiterbildungen, höhere Vergütung und ausgeprägte fachliche Identität.

Passt zu: starkem I-Anteil und Interesse an Technik oder Psyche.

Feld 3

Ambulante Pflege

Menschen zu Hause versorgen, hohe Eigenständigkeit, Beziehungskontinuität über Jahre. Weniger Teameinbindung, dafür deutlich mehr Autonomie im Alltag.

Passt zu: Selbstständigkeit und Organisationstalent.

Feld 4

Erweiterte Versorgungsrollen

Komplexe Pflegesituationen steuern, Versorgungspfade koordinieren, an der Schnittstelle zur Medizin arbeiten – etwa in der Wund-, Diabetes- oder Palliativversorgung. Das Feld, für das die Akademisierung geschaffen wurde.

Passt zu: wissenschaftlichem Interesse und Verantwortungsfreude.

Feld 5

Leitung & Management

Stationsleitung, Pflegedienstleitung, Pflegedirektion, Qualitätsmanagement. Akademische Qualifikation ist hier zunehmend Voraussetzung – und der Weg ist kürzer, als viele annehmen.

Passt zu: ausgeprägtem E-Anteil und Gestaltungswillen.

Feld 6

Lehre & Wissenschaft

Praxisanleitung, Unterricht an Pflegeschulen, Hochschullehre, Versorgungsforschung. Ein wachsendes Feld mit erheblichem Bedarf – Pflegepädagogik gehört zu den am schwersten zu besetzenden Bereichen überhaupt.

Passt zu: Freude am Vermitteln und am Weiterdenken.

Der wichtigste Hebel: die Wahl des Arbeitgebers. In kaum einem Beruf unterscheiden sich Arbeitsbedingungen zwischen Häusern so stark wie in der Pflege. Tarifbindung, Personalschlüssel, Ausfallmanagement, Fortbildungsbudget und Führungskultur machen den Unterschied zwischen einem tragfähigen und einem zermürbenden Arbeitsalltag – bei identischer Tätigkeit. Fragen Sie im Bewerbungsgespräch konkret: Wie viele Pflegende pro Schicht? Wie wird Ausfall kompensiert? Gibt es ein Einarbeitungskonzept? Wer diese drei Fragen stellt, erkennt gute Arbeitgeber zuverlässig. Zur Automatisierbarkeit gibt der Check Ist mein Beruf automatisierbar? eine klare Einschätzung: Dokumentation und Planung werden zunehmend digital unterstützt – die Versorgung am Menschen gehört zu den am wenigsten substituierbaren Tätigkeiten überhaupt.

Verwandte Studiengänge

Alternativen – nach Motiv sortiert

Motiv: Therapeutisch arbeiten

Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie arbeiten ebenfalls am Menschen, mit planbareren Arbeitszeiten und ohne Nachtdienst.

Feldübersicht: Gesundheit & Medizin

Motiv: Begleiten statt pflegen

Soziale Arbeit setzt bei Beratung und Lebenslagen an – mit staatlicher Anerkennung und deutlich geringerer körperlicher Belastung.

Vertiefung: Soziale Arbeit studieren

Motiv: Medizin, aber ärztlich

Humanmedizin oder Hebammenwissenschaft führen in andere Verantwortungsrollen – mit anderem Zugang und anderer Ausbildungsdauer.

Vertiefung: Medizin studieren

Motiv: Gesundheit organisieren

Gesundheitsmanagement, Pflegemanagement oder Public Health arbeiten auf der System- statt auf der Versorgungsebene.

Vergleich: BWL studieren

Der Weg, der am häufigsten übersehen wird. Sie müssen sich nicht sofort zwischen Ausbildung und Studium entscheiden. Wer die Ausbildung macht und später berufsbegleitend studiert, verliert kaum Zeit: Ausbildungsleistungen werden in vielen Studiengängen angerechnet, und Sie wissen dann aus Erfahrung, ob und wohin Sie sich akademisch weiterentwickeln wollen. Für viele ist das der risikoärmere Weg – besonders für alle, die sich beim Thema Studium noch unsicher sind. Optionen vergleichen Sie über den Studiengangfinder, Ausbildungswege über Ausbildungsberufe und die Grundsatzfrage klärt Studium oder Ausbildung.

Entscheidungshilfe

Fünf Fragen, die Sie vor der Bewerbung beantworten sollten

  1. Habe ich eine vollständige Schicht miterlebt? Praktikum oder FSJ – die belastbarste Entscheidungsgrundlage, die es in diesem Feld gibt. Kein Text ersetzt sie.
  2. Ist der Studiengang primärqualifizierend? Nur dann führt er zur Berufszulassung. Die Hochschulen weisen das eindeutig aus.
  3. Habe ich einen Praxispartner? Bei vielen Modellen Voraussetzung für die Immatrikulation – und mit eigenen Bewerbungsfristen.
  4. Kann ich mit Schichtdienst und körperlicher Arbeit leben? Beides prägt den Alltag über Jahre und lässt sich nicht wegorganisieren.
  5. Kenne ich mein Anforderungsprofil – gemessen, nicht geschätzt? Interessen über den Studienwahltest, Persönlichkeit und Belastbarkeit über eine Potenzialanalyse.

Persönliche Beratung an sieben Standorten. Wir beraten in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, Frankfurt, München, Stuttgart und Hannover. Das telefonische Erstgespräch ist kostenfrei.

Geprüfte Expertise · E-E-A-T

Wer diese Seite verantwortet

Jan Bohlken, Gründer und Geschäftsführer des Profiling Instituts

Jan Bohlken

Diplom-Sozialökonom · Gründer und Geschäftsführer Profiling Institut · DIN 33430 zertifiziert · RIASEC-Experte · Mitglied nfb, DGfK, dvb

Jan Bohlken begleitet seit über 25 Jahren Studien- und Berufsentscheidungen auf Basis normierter Eignungsdiagnostik. Die Pflege ist das Feld, in dem Arbeitsplatzsicherheit und Arbeitsbelastung am weitesten auseinanderliegen – und in dem die Wahl des Arbeitgebers deshalb besonders viel entscheidet.

„In der Pflege bekommen Sie überall eine Stelle. Genau deshalb sollten Sie wählerisch sein. Personalschlüssel, Tarifbindung und Einarbeitungskonzept entscheiden darüber, ob derselbe Beruf tragfähig oder zermürbend ist. Wer das im Vorstellungsgespräch abfragt, dreht das Verhältnis um."

Raphaela Peitsch, Diplom-Psychologin am Profiling Institut

Raphaela Peitsch

Diplom-Psychologin · Systemische Beraterin (DGSF) · Eignungsdiagnostik

Raphaela Peitsch verantwortet die fachliche Prüfung dieser Seite. Ihr Schwerpunkt liegt auf Belastungsregulation und Abgrenzungsfähigkeit – den Merkmalen, die in helfenden Berufen über die langfristige Berufszufriedenheit entscheiden.

Transparenz

Quellen und Stand der Angaben

  • Pflegeberufegesetz (PflBG) und Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung in den geltenden Fassungen. Grundlage der Angaben zu Berufszulassung, primärqualifizierendem Studium und Praxisstundenumfang.
  • Pflegestudiumstärkungsgesetz in der geltenden Fassung. Grundlage der Angaben zur Vergütung im primärqualifizierenden Studium. Die Umsetzung und die Vergütungshöhe unterscheiden sich zwischen Trägern und Ländern.
  • Modulhandbücher und Studienordnungen eigene Auswertung primärqualifizierender und pflegewissenschaftlicher Studiengänge, Stand August 2026. Studienstruktur und Kooperationsmodelle unterscheiden sich erheblich.
  • Tarifverträge des öffentlichen Dienstes und kirchlicher Träger in den geltenden Fassungen. Grundlage der Gehaltsangaben. Zuschläge für Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst sind nicht enthalten.
  • Statistisches Bundesamt Beschäftigten- und Ausbildungszahlen in Pflegeberufen.
  • Holland, J. L. (1997) Making Vocational Choices: A Theory of Vocational Personalities and Work Environments. 3. Auflage, Psychological Assessment Resources. Theoretische Grundlage des RIASEC-Anforderungsprofils.
  • Costa, P. T., & McCrae, R. R. (1992) Revised NEO Personality Inventory professional manual. Psychological Assessment Resources. Grundlage der Big-Five-Diagnostik im Profiling Institut.
  • DIN 33430:2016-07 Anforderungen an Verfahren und deren Einsatz bei berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen. Norm, nach der das Profiling Institut zertifiziert ist.

Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Seite ersetzt weder die offizielle Studienberatung der Hochschulen noch die verbindlichen Auskünfte der zuständigen Landesbehörden und stellt keine Rechtsberatung dar. Ob ein konkreter Studiengang primärqualifizierend ist und zur Berufszulassung führt, ist bei der Hochschule und der zuständigen Behörde zu erfragen. Rechtsstand und Datenstand: August 2026.

Häufige Fragen

FAQ: Pflege studieren

Was ist ein primärqualifizierendes Pflegestudium?

Ein Studium, das zugleich zur Berufszulassung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann führt. Es dauert sieben bis acht Semester, enthält rund 2.300 gesetzlich vorgeschriebene Praxisstunden und endet mit einer staatlichen Prüfung. Davon zu unterscheiden ist die reine Pflegewissenschaft, die keine Berufszulassung vermittelt und meist eine abgeschlossene Ausbildung voraussetzt.

Ausbildung oder Studium – was ist besser?

Das hängt vom Ziel ab. Beide führen zur selben Berufszulassung, und am Krankenbett ist die Vergütung zunächst vergleichbar. Das Studium dauert länger, öffnet dafür deutlich bessere Wege in erweiterte Versorgungsrollen, Leitung, Lehre und Forschung sowie den direkten Masterzugang. Wer nur in der direkten Versorgung arbeiten möchte, kann die Ausbildung wählen; wer weiter will, sollte studieren.

Werde ich im Studium bezahlt?

Ja. Seit dem Pflegestudiumstärkungsgesetz von 2024 erhalten Studierende im primärqualifizierenden Studium eine Vergütung über die gesamte Studienzeit. Das war zuvor der größte Nachteil gegenüber der Ausbildung. Die Höhe richtet sich nach Träger und Tarif und sollte vor der Bewerbung beim jeweiligen Praxispartner erfragt werden.

Brauche ich einen Praxispartner?

Bei vielen Modellen ja – ein Kooperationsvertrag mit einer Klinik oder einem Träger ist dann Voraussetzung für die Immatrikulation. Sie bewerben sich faktisch zweimal: bei der Hochschule und beim Praxispartner, jeweils mit eigenen Fristen. Beginnen Sie damit früh; ein absolviertes Praktikum oder FSJ ist dabei ein realer Vorteil.

Welchen NC brauche ich?

An den meisten Hochschulen keinen – Pflegestudiengänge sind überwiegend zulassungsfrei. Teils gibt es stattdessen ein Auswahlgespräch, in dem Motivation und Vorerfahrung zählen. Die eigentliche Hürde ist nicht die Note, sondern der Praxispartner.

Verdiene ich mit Studium mehr als mit Ausbildung?

Unmittelbar nach dem Abschluss in der direkten Versorgung meist nicht wesentlich – die tarifliche Eingruppierung für akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen entwickelt sich derzeit noch. Der Unterschied entsteht über die Jahre: in erweiterten Versorgungsrollen, in Leitung, Lehre und Wissenschaft, und über den direkten Zugang zum Master. Wer für ein sofort höheres Gehalt studiert, wird enttäuscht.

Welches RIASEC-Profil passt?

Der Holland-Code lautet S-R-I: Social an erster Stelle, Realistic an zweiter, Investigative an dritter. Das R ist der am häufigsten unterschätzte Teil – Pflege ist körperliche Arbeit. Zum Vergleich: Soziale Arbeit ist S-I-C. Wer ein hohes S, aber ein niedriges R mitbringt, ist in Beratung oder Sozialer Arbeit oft passender aufgehoben. Ihr Profil ermitteln Sie mit dem kostenlosen Studienwahltest.

Wie stark ist die Belastung wirklich?

Hoch, und das gehört ehrlich benannt: Schichtdienst mit Nacht-, Wochenend- und Feiertagsarbeit, körperliche Anforderung durch Heben und Stehen, emotionale Nähe zu Krankheit und Sterben sowie in vielen Einrichtungen eine knappe Personalsituation. Gleichzeitig ist die Belastung zwischen Einsatzbereichen und vor allem zwischen Arbeitgebern sehr unterschiedlich – deshalb ist die Wahl des Hauses so wichtig.

Woran erkenne ich einen guten Arbeitgeber?

An drei Antworten im Vorstellungsgespräch: Wie viele Pflegende sind pro Schicht eingeplant? Wie wird krankheitsbedingter Ausfall kompensiert? Gibt es ein strukturiertes Einarbeitungskonzept? Dazu Tarifbindung und Fortbildungsbudget. Diese Punkte machen bei identischer Tätigkeit den Unterschied zwischen einem tragfähigen und einem zermürbenden Arbeitsalltag.

Kann ich ohne Abitur studieren?

Ja. Eine abgeschlossene Ausbildung in der Pflege plus Berufserfahrung öffnet an den meisten Hochschulen den Zugang, teils mit Zugangsprüfung. Dieser Weg ist im Gesundheitsbereich besonders gut erschlossen – und er hat den Vorteil, dass Sie aus Erfahrung wissen, worauf Sie sich einlassen. Details unter Studieren ohne Abitur.

Kann ich erst die Ausbildung machen und später studieren?

Ja, und für viele ist das der risikoärmere Weg. Ausbildungsleistungen werden in zahlreichen Studiengängen angerechnet, und berufsbegleitende Modelle sind verbreitet. Sie verlieren dabei kaum Zeit und wissen aus Erfahrung, ob und wohin Sie sich akademisch weiterentwickeln möchten.

Was sind erweiterte Versorgungsrollen?

Tätigkeiten, bei denen akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen komplexe Pflegesituationen eigenständig steuern und Versorgungsprozesse koordinieren – etwa in der Wund-, Diabetes- oder Palliativversorgung oder an der Schnittstelle zur Medizin. Dieses Feld ist der eigentliche Grund für die Akademisierung der Pflege und wächst derzeit deutlich.

Wie sicher ist der Arbeitsmarkt?

So sicher wie in kaum einem anderen Feld. Der Fachkräftemangel ist strukturell und wird durch die demografische Entwicklung weiter verstärkt. Sie finden bundesweit eine Stelle und sind an keinen Standort gebunden. Interessant ist deshalb weniger die Frage, ob Sie eine Stelle bekommen, sondern welche – und zu welchen Bedingungen.

Wann ist eine professionelle Studienberatung sinnvoll?

Besonders in zwei Fällen: wenn Sie zwischen Ausbildung und Studium schwanken oder zwischen Pflege, Physiotherapie, Hebammenwissenschaft und Sozialer Arbeit – die vier verlangen deutlich verschiedene Profile. Und wenn Sie unsicher sind, ob Sie die emotionale Nähe des Berufs über Jahre tragen; das ist die Frage, die über Berufsverbleib entscheidet. Eine Studienberatung nach DIN 33430 arbeitet mit normierten Verfahren.

Themenwelt

Weiterführende Seiten zur Studienwahl

Das Studienfeld und seine Nachbarn

Verwandte Studiengänge im Detail

Orientierung, Zugang und Finanzierung

Diagnostik und Beratung

Fazit

Ein sicherer Beruf mit einer wichtigen Vorabprüfung

Die Pflege bietet eine Arbeitsplatzsicherheit, die in keinem anderen Feld dieser Reihe erreicht wird, und eine Erfahrung von unmittelbarer Wirksamkeit, die vielen akademischen Berufen fehlt. Das primärqualifizierende Studium ist seit der Reform von 2024 vergütet und öffnet Wege, die über die direkte Versorgung hinausführen.

Zwei Dinge gehören vor die Entscheidung: eine miterlebte Schicht – Praktikum oder FSJ – und die Prüfung, ob der Studiengang tatsächlich primärqualifizierend ist. Wer beides erledigt hat und trotzdem sagt „ich will das", trifft eine der belastbarsten Berufsentscheidungen überhaupt.

Der nächste Schritt

Interessen klären Sie in zehn Minuten mit dem kostenlosen Studienwahltest. Ob Ihr Profil die emotionale und körperliche Anforderung dieses Berufs über Jahre trägt, lässt sich dagegen nicht schätzen – dafür gibt es die Potenzialanalyse für Schüler und Abiturienten mit normierten Verfahren, Gutachten und Auswertungsgespräch. Das telefonische Erstgespräch ist kostenfrei und unverbindlich.

Zuletzt fachlich geprüft: August 2026 · Jan Bohlken, Dipl.-Sozialökonom, DIN 33430 · Fachliche Zweitprüfung: Raphaela Peitsch, Dipl.-Psychologin. Alle Angaben ohne Gewähr, Stand August 2026. Ob ein konkreter Studiengang primärqualifizierend ist und zur Berufszulassung führt, ist bei der Hochschule und der zuständigen Landesbehörde zu erfragen. Diese Seite stellt keine Rechtsberatung dar.