Boreout-Syndrom
Das Boreout-Syndrom bezeichnet ein arbeitspsychologisches Phänomen, das durch lang anhaltende Unterforderung, fehlende Sinnhaftigkeit der Tätigkeit und mangelnde geistige Stimulation am Arbeitsplatz gekennzeichnet ist. Es führt bei Betroffenen zu emotionaler Erschöpfung, Motivationsverlust und innerer Kündigung, kann aber auch körperliche und psychische Gesundheitsprobleme hervorrufen. Boreout wird als Gegenstück zum Burnout verstanden: Während Burnout durch Überlastung und Stress entsteht, resultiert Boreout aus Unterforderung und Langeweile.
Boreout-Syndrom
| Begriff | Boreout-Syndrom |
|---|---|
| Themenbereich | Psychologie & Diagnostik |
| Kurzdefinition | Das Boreout-Syndrom bezeichnet ein arbeitspsychologisches Phänomen, das durch lang anhaltende Unterforderung, fehlende Sinnhaftigkeit der Tätigkeit und mangelnde … |
| Herausgeber | Profiling Institut, Eignungsdiagnostik nach DIN 33430 |
| Stand | Oktober 2025 |
Der Begriff geht auf die Schweizer Unternehmensberater Peter Werder und Philippe Rothlin zurück, die ihn 2007 in ihrem Buch „Diagnose Boreout“ prägten. Sie beschreiben drei Bestandteile: Unterforderung, Desinteresse und Langeweile. Charakteristisch ist zusätzlich ein Verdeckungsverhalten – Betroffene täuschen Beschäftigung vor, weil Unterauslastung als persönliches Versagen gilt.
Boreout ist keine anerkannte Diagnose: Weder die ICD-10 noch die ICD-11 führen es als Krankheit. Wissenschaftlich untersucht wird stattdessen das verwandte Konstrukt der Langeweile bei der Arbeit (job boredom), das sich mit validierten Skalen messen lässt und empirisch von Burnout unterscheidbar ist.
Weiterführend: Boreout: Symptome, Ursachen und was dagegen hilft · Boreout-Test: Unterforderung messen
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