Hochschulen in Deutschland
Der vollständige Überblick über die deutsche Hochschullandschaft – von Universitäten über Fachhochschulen bis zu Künstlerischen Hochschulen. Mit interaktivem Finder und Karten-Navigation nach Bundesland.
Hochschulen auf der Karte finden
Klicken Sie auf ein Bundesland, um die Hochschulen in dieser Region zu erkunden. Bei Klick sehen Sie alle Städte mit der jeweiligen Anzahl an Hochschulen.
So nutzen Sie die Karte
Klicken Sie auf eines der Bundesland-Symbole, um alle Hochschulstädte in diesem Bundesland zu sehen. Klicken Sie anschließend auf eine Stadt – der Hochschulfinder weiter unten filtert automatisch nach Ihrem gewählten Standort.
Für eine detaillierte Filterung nach Hochschultyp und Trägerschaft nutzen Sie den Hochschulfinder direkt.
Die deutsche Hochschullandschaft im Überblick
Deutschland verfügt über eine der vielfältigsten Hochschullandschaften Europas. Mehr als 420 staatlich anerkannte Hochschulen verteilen sich auf alle 16 Bundesländer und bieten über 21.000 Studiengänge an – von klassischen Universitätsstudiengängen über praxisnahe Fachhochschulprogramme bis hin zu künstlerischen Ausbildungen auf Weltklasseniveau. Alle Daten basieren auf dem Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).
Die richtige Hochschulwahl ist dabei weit mehr als eine Frage des Studiengangs. Hochschultyp, Trägerschaft, Standort und Hochschulprofil beeinflussen das Studienerlebnis, die beruflichen Perspektiven und die persönliche Entwicklung maßgeblich. Wer die Unterschiede zwischen den Hochschultypen versteht, trifft eine fundierte Entscheidung – und genau dabei helfen unsere Studienberatung und unsere Studienwahl-Übersicht. Auch für Schülerinnen und Schüler, die gerade ihren Schulabschluss planen, bietet unsere Seite Nach dem Abitur wertvolle Orientierung.
Direkt zum HochschulfinderWelche Hochschultypen gibt es in Deutschland?
Die deutschen Hochschulen lassen sich in fünf Grundtypen unterteilen, die sich in Ausrichtung, Studienangebot und Forschungsprofil deutlich unterscheiden.
Universitäten
Universitäten vereinen Forschung und Lehre und haben das uneingeschränkte Promotions- und Habilitationsrecht. Sie bieten das breiteste Spektrum an Studiengängen. Dazu zählen auch TU/TH, Pädagogische Hochschulen und Medizinische Hochschulen.
Fachhochschulen / HAW
Fachhochschulen stellen die Anwendung in den Mittelpunkt. Pflichtpraktika, Praxissemester und enge Wirtschaftskontakte prägen das Studium. Seit 2016 können einige HAW ein befristetes Promotionsrecht erhalten.
Künstlerische Hochschulen
Kunst-, Musik- und Filmhochschulen bilden in den darstellenden und bildenden Künsten aus. Die Zulassung erfolgt über künstlerische Eignungsprüfungen, die Betreuungsverhältnisse sind besonders intensiv.
Verwaltungshochschulen
Verwaltungshochschulen bilden Nachwuchskräfte für den öffentlichen Dienst aus – in Polizei, Finanzverwaltung, Rechtspflege oder allgemeiner Verwaltung. Das Studium ist in der Regel dual organisiert.
Hochschulen eigenen Typs
Dazu gehören Duale Hochschulen (wie die DHBW), die Hochschule Geisenheim oder die Medical School Hamburg. Sie kombinieren Elemente verschiedener Hochschultypen.
Universität vs. Fachhochschule vs. Künstlerische Hochschule
Einen detaillierten Vergleich aller Hochschultypen mit Entscheidungshilfen finden Sie in unserem Ratgeber zur Hochschulwahl.
| Merkmal | Universität | FH / HAW | Künstlerische HS |
|---|---|---|---|
| Ausrichtung | Grundlagenforschung & Theorie | Anwendung & Praxistransfer | Künstlerische Praxis & Reflexion |
| Promotionsrecht | Ja, uneingeschränkt | Teilweise, befristet | Teilweise, fachbegrenzt |
| Praxisanteil | Gering bis mittel | Hoch (Pflichtpraktika) | Sehr hoch (Atelierarbeit) |
| Betreuung | Ca. 1:60 | Ca. 1:40 | Ca. 1:8 |
| Zulassung | Abitur / NC / Eignungstest | Abitur oder Fachhochschulreife | Künstlerische Eignungsprüfung |
| Typische Fächer | Medizin, Jura, Lehramt, MINT | Ingenieurwesen, BWL, Soziales | Musik, Kunst, Film, Tanz |
Die Grenzen zwischen den Hochschultypen verschwimmen zunehmend. Die Wahl sollte sich an den konkreten Gegebenheiten der jeweiligen Hochschule und des gewünschten Studiengangs orientieren, nicht an Pauschalurteilen.
Welcher Hochschultyp passt zu meiner Persönlichkeit?
In unserer Studienberatung setzen wir psychometrische Verfahren wie den NEO-PI-R, den IST 2000 R und den AIST ein, um diese Passung systematisch zu bestimmen.
Der Forschende
Denkt in Zusammenhängen, hinterfragt Erkenntnisse, arbeitet sich selbstständig in komplexe Themen ein.
- Hohe Offenheit für Erfahrungen
- RIASEC: I (investigativ), A (artistisch)
- Eigenstrukturierung und Frustrationstoleranz
Der Anwender
Möchte Gelerntes direkt umsetzen, sucht Praxiskontakt und schätzt klare Strukturen.
- Hohe Gewissenhaftigkeit und Extraversion
- RIASEC: R (realistisch), E (unternehmerisch)
- Teamfähigkeit und Praxisorientierung
Der Kreative
Starkes Bedürfnis nach künstlerischem Ausdruck, überdurchschnittliche Begabung.
- Sehr hohe Offenheit
- RIASEC: A (artistisch) dominant
- Intrinsische Motivation und Resilienz
Der Praktiker
Möchte vom ersten Tag im Unternehmen arbeiten, schätzt Strukturierung und finanzielle Unabhängigkeit.
- Hohe Gewissenhaftigkeit und Belastbarkeit
- RIASEC: E (unternehmerisch), C (konventionell)
- Organisationstalent und Zeitmanagement
Diese Zuordnungen sind Orientierungshilfen. Unser Persönlichkeitstest, eine Potenzialanalyse oder eine individuelle Studienberatung liefern präzisere Ergebnisse. Einen ersten Einblick gibt unser Berufswahltest für Schüler.
Hochschulen jetzt filternStaatlich, privat oder kirchlich: Die Trägerschaft
Alle drei Formen sind staatlich anerkannt – die Abschlüsse sind gleichwertig, sofern die Studiengänge durch den Akkreditierungsrat akkreditiert sind.
Öffentlich-rechtlich
Finanziert durch den Staat. Keine oder geringe Studiengebühren. Ca. 250 Hochschulen.
Privat, staatlich anerkannt
Monatliche Studiengebühren 300–2.000 €. Oft kleinere Gruppen. Ca. 120 Hochschulen.
Kirchlich, staatlich anerkannt
Schwerpunkte in Theologie, Sozialwesen und Pädagogik. Geringe oder keine Gebühren. Ca. 45 Hochschulen.
Besondere Hochschulformen
Pädagogische Hochschulen
Eine Besonderheit Baden-Württembergs sind die sechs Pädagogischen Hochschulen mit vollem Promotions- und Habilitationsrecht. Sie bilden Lehrkräfte für Grundschulen, Sekundarstufe I und Sonderpädagogik aus.
Fernhochschulen
Die FernUniversität in Hagen ist Deutschlands größte Universität (ca. 63.000 Studierende). Daneben bieten zahlreiche private Fernhochschulen wie die IU Internationale Hochschule, die AKAD oder die Europäische Fernhochschule Hamburg flexible Studienmodelle für Berufstätige.
Duale Hochschulen
Die DHBW ist das älteste Modell mit über 33.000 Studierenden und rund 9.000 Partnerunternehmen. Ähnliche Modelle gibt es in Sachsen (DHSN), Thüringen (DHGE) und Schleswig-Holstein (DHSH). Mehr dazu in unserem Ratgeber zur Hochschulwahl.
Hochschulen nach Bundesland
Jedes Bundesland hat eine eigene Hochschulstruktur. Nutzen Sie die interaktive Karte oben oder den Hochschulfinder unten, um die Hochschulen eines Bundeslandes gezielt zu filtern.
Die Exzellenzstrategie: Deutschlands Spitzenuniversitäten
Die Exzellenzstrategie fördert seit 2019 elf Universitäten als „Exzellenzuniversitäten“: RWTH Aachen, den Berliner Verbund, Universität Bonn, TU Dresden, Universität Hamburg, Universität Heidelberg, KIT Karlsruhe, Universität Konstanz, LMU München, TU München und Universität Tübingen. Der Exzellenzstatus belohnt Forschungsleistungen und ist kein Maßstab für die Qualität der Lehre.
Zulassung und Bewerbung
Die Zulassungsvoraussetzungen unterscheiden sich je nach Hochschultyp, Studiengang und Bundesland. Die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) berechtigt zum Studium an allen Hochschultypen. Die Fachhochschulreife berechtigt zum Studium an Fachhochschulen. Ohne Abitur ist der Zugang über Meisterprüfungen oder qualifizierte Berufstätigkeit möglich.
Rund 40% aller Studiengänge sind zulassungsfrei. Bundesweit zulassungsbeschränkt sind Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie über hochschulstart.de. Mehr zu NC-freien Optionen in unserem Ratgeber Studium ohne NC. Unser Ratgeber Nach dem Abitur erklärt den Bewerbungsprozess Schritt für Schritt.
Was kostet ein Studium in Deutschland?
An öffentlichen Hochschulen wird kein Studiengeld erhoben. Der Semesterbeitrag (100–420 €) deckt Verwaltungskosten, Studierendenwerk und Semesterticket ab. An privaten Hochschulen liegen die monatlichen Kosten zwischen 300 und über 2.000 €. Das BAföG fördert mit bis zu 992 € monatlich. Die Studienfinanzierung sollte frühzeitig in die Karriereplanung einbezogen werden. Einen detaillierten Kostenvergleich nach Städten finden Sie in unserem Ratgeber zur Hochschulwahl.
Die richtige Hochschule finden
Die Wahl der Hochschule hängt von vielen Faktoren ab: dem gewünschten Studienfach, dem bevorzugten Lernstil, der Hochschulgröße, dem Standort und den finanziellen Möglichkeiten. Nutzen Sie unsere interaktive Karte und den Hochschulfinder für einen ersten Überblick.
Für eine fundierte, persönliche Entscheidung empfehlen wir eine professionelle Studienberatung. Unser Berufswahltest für Schüler bietet eine erste Orientierung.
Hochschulfinder Deutschland
Filtern Sie nach Bundesland, Stadt, Hochschultyp und Trägerschaft
Welche Hochschule passt zu Ihnen?
In unserer professionellen Studienberatung finden wir gemeinsam heraus, welcher Hochschultyp und welche Hochschule am besten zu Ihren Stärken, Interessen und Zielen passt.
Studienberatung anfragenHäufige Fragen zu Hochschulen in Deutschland
Universitäten sind auf Grundlagenforschung ausgerichtet und haben uneingeschränktes Promotionsrecht. Fachhochschulen (HAW) stellen praktische Anwendung in den Mittelpunkt. Die Abschlüsse beider Typen sind formal gleichwertig. Mehr dazu in unserem Hochschulwahl-Ratgeber.
Ja – seit 2016 können forschungsstarke FHs ein befristetes Promotionsrecht erhalten. Alternativ ist eine kooperative Promotion möglich, bei der FH-Absolventen an einer Universität eingeschrieben sind.
Ja – sofern die Hochschule staatlich anerkannt und der Studiengang akkreditiert ist. Private Hochschulen bieten oft kleinere Lerngruppen, erheben dafür Studiengebühren von 300 bis über 2.000 € monatlich.
Über 420 staatlich anerkannte Hochschulen: rund 120 Universitäten, 210 FH/HAW, 55 Künstlerische Hochschulen sowie Verwaltungshochschulen und Hochschulen eigenen Typs. Zusammen bieten sie über 21.000 Studiengänge an.
An öffentlichen Hochschulen fallen keine Studiengebühren an – nur ein Semesterbeitrag von ca. 100–400 €. Private Hochschulen erheben 300–2.000+ € monatlich. BAföG, Stipendien und Bildungskredite stehen zur Finanzierung bereit.
Ja. Meister, Fachwirte und vergleichbare Aufstiegsfortbildungen berechtigen zur allgemeinen Hochschulzulassung. Mit Berufsausbildung und Berufserfahrung ist ein fachgebundener Zugang möglich.
Der NC ist der Grenzwert, bis zu dem Studienplätze vergeben wurden. Etwa 40% aller Studiengänge sind zulassungsfrei. Mehr dazu in unserem Ratgeber Studium ohne NC.
Das hängt von Lerntyp, Interessen, Standortpräferenzen und Karrierezielen ab. Unser Hochschulfinder gibt einen ersten Überblick. Für eine fundierte Entscheidung empfehlen wir eine professionelle Studienberatung mit wissenschaftlichen Testverfahren.
2019 wurden elf Universitäten als Exzellenzuniversitäten ausgezeichnet, darunter RWTH Aachen, TU Dresden, Universität Heidelberg, LMU und TU München. Der Titel signalisiert Forschungsstärke, nicht zwingend Lehrqualität.
Eine Studienberatung analysiert systematisch kognitive Stärken, Persönlichkeitsmerkmale und Interessen. Wir entwickeln einen fundierten, individuellen Studien- und Berufsplan. Unser Berufswahltest bietet eine erste kostenlose Orientierung.