Duale Ausbildung · 3 Jahre · IHKIoT und Industrie 4.0 · Neu seit 2020

Fachinformatiker/in Digitale Vernetzung: Ausbildung, Gehalt und Karriere

Wo IT auf Maschine trifft, arbeitet diese Fachrichtung: Netzwerkinfrastruktur und Schnittstellen zwischen Netzwerkkomponenten und cyber-physischen Systemen. Sie entstand 2020 als Antwort auf Internet of Things und Industrie 4.0. Wir zeigen Aufgaben, Einsatzgebiete, Abgrenzung und Perspektiven.

3 Jahre
Duale Ausbildung, mit Abitur auf 2,5 Jahre verkürzbar
neu seit 2020
Eine von zwei neuen Fachrichtungen
IoT und Industrie 4.0
Vernetzung von Produktion und IT
ICR
RIASEC-Interessencode
Steckbrief

Kurzüberblick: Fachinformatiker/in für Digitale Vernetzung

Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker der Fachrichtung Digitale Vernetzung arbeiten mit der Netzwerkinfrastruktur und den Schnittstellen zwischen Netzwerkkomponenten und cyber-physischen Systemen. Sie vernetzen und optimieren Systeme und Anwendungen auf IT-Ebene, sichern Daten gegen unerlaubte Zugriffe und vermeiden oder beheben Systemausfälle. Die Fachrichtung entstand mit der IT-Neuordnung zum 1. August 2020.

Ausbildungsdauer3 Jahre, mit Abitur auf 2,5 Jahre verkürzbar
LernortIndustrieunternehmen, Logistiker oder IT-Dienstleister plus Berufsschule
RechtsgrundlageEigene Ausbildungsverordnung seit 01.08.2020
AbschlussGestreckte IHK-Abschlussprüfung mit Projektarbeit
VergütungStark branchenabhängig, in der Industrie hoch
EinsatzorteProduktion, Logistik, Anlagenbau, IT-Dienstleister
ZugangMeist mittlere Reife, häufig Abitur
PerspektiveNetzwerk- und IoT-Spezialisierung, Fachwirt, Studium
Arbeitsalltag

Aufgaben & Arbeitsalltag

Der Alltag findet an der Grenze zwischen IT und Produktion statt. Anders als klassische IT-Rollen arbeiten Sie dort, wo Netzwerke Maschinen, Sensoren und Transportsysteme verbinden – und wo ein Netzwerkausfall nicht nur E-Mails blockiert, sondern eine Produktionslinie stoppt.

01

Netzwerkinfrastruktur aufbauen

Netze planen, Komponenten konfigurieren, Segmentierung umsetzen und Verfügbarkeit sicherstellen.

02

Systeme und Maschinen anbinden

Schnittstellen zwischen Netzwerkkomponenten und cyber-physischen Systemen einrichten und testen.

03

Datenübertragung sichern

Protokolle konfigurieren, Zugriffe absichern und die Kommunikation zwischen IT und Produktion überwachen.

04

Systeme optimieren

Engpässe identifizieren, Latenzen reduzieren und die Zusammenarbeit von Anwendungen verbessern.

05

Ausfälle vermeiden und beheben

Monitoring einrichten, Störungen früh erkennen, Ursachen eingrenzen und Systeme wiederherstellen.

06

IT-Sicherheit umsetzen

Daten gegen unerlaubte Zugriffe sichern – besonders kritisch bei vernetzten Produktionsanlagen.

Neuordnung 2020

Die Fachrichtung für Industrie 4.0

Anlass für die IT-Neuordnung waren Vernetzung, Internet of Things und Industrie 4.0. Digitale Vernetzung ist die Fachrichtung, die diesen Bedarf am direktesten abbildet: Sie arbeitet dort, wo Produktionsanlagen, Sensoren und Transportsysteme an IT-Netze angebunden werden. Die Einsatzgebiete sind entsprechend industrienah – produktionstechnische Systeme, prozesstechnische Systeme, autonome Assistenz- und Transportsysteme sowie Logistiksysteme.

Vier Einsatzgebiete

Produktionstechnische und prozesstechnische Systeme, autonome Assistenz- und Transportsysteme sowie Logistiksysteme – alle mit starkem Industriebezug.

IT trifft OT

Der Beruf arbeitet an der Schnittstelle von Informationstechnik und Betriebstechnik. Diese Verbindung ist auf dem Arbeitsmarkt knapp und entsprechend gefragt.

Sicherheit als Kernthema

Vernetzte Produktionsanlagen sind ein bevorzugtes Angriffsziel. IT-Sicherheit ist deshalb kein Nebenthema, sondern zentraler Ausbildungsinhalt.

Lerninhalte

Ausbildungsinhalte: Was in den drei Jahren vermittelt wird

Die Ausbildung verbindet Netzwerktechnik, Systemintegration und IT-Sicherheit mit Verständnis für Produktionsprozesse. Der Netzwerkanteil ist der höchste unter den vier Fachrichtungen.
01

Netzwerktechnik

Netzstrukturen, Protokolle, Adressierung, Routing und Segmentierung.

02

Industrielle Kommunikation

Feldbusse, Industrial Ethernet, Schnittstellen zu Steuerungen und Sensorik.

03

Cyber-physische Systeme

Sensorik, Aktorik, eingebettete Systeme und deren Anbindung an IT-Netze.

04

Systemintegration

Anwendungen und Systeme verbinden, Datenflüsse gestalten und Schnittstellen testen.

05

IT-Sicherheit

Netztrennung, Zugriffskonzepte, Verschlüsselung und Absicherung von Produktionsnetzen.

06

Monitoring und Verfügbarkeit

Systeme überwachen, Ausfälle vermeiden und Wiederherstellung planen.

07

Programmierung und Automatisierung

Skripte, Konfigurationsautomatisierung und Schnittstellenprogrammierung.

08

Projektarbeit

Anforderungen aufnehmen, Lösungen umsetzen, dokumentieren und präsentieren.

Selbstcheck

Passt der Beruf zu mir?

Der Beruf passt zu Menschen, die Netzwerke verstehen wollen und sich für Produktion und Technik interessieren. Wer ausschließlich Büro-IT betreuen möchte, ist in der Systemintegration besser aufgehoben. Wer unsicher ist, ob das eigene Profil zu diesen Anforderungen passt, gewinnt in einer individuellen Berufsberatung Klarheit – auf Basis diagnostischer Verfahren statt subjektiver Einschätzung.

Formale Voraussetzungen

  • In der Praxis meist mittlere Reife, häufig Abitur
  • Gute Noten in Mathematik und Physik
  • Englischkenntnisse für technische Dokumentation
  • Interesse an Netzwerken und industrieller Technik
  • Logisches und systematisches Denken
  • Bei Abitur Verkürzung auf 2,5 Jahre möglich

Persönliche Eigenschaften

  • Systemdenken – Zusammenhänge zwischen IT und Produktion erfassen
  • Analytisches Vorgehen bei der Fehlereingrenzung
  • Sorgfalt bei Konfiguration und Dokumentation
  • Verantwortungsbewusstsein – Ausfälle stoppen Produktionen
  • Belastbarkeit bei Störungen unter Zeitdruck
  • Selbstlernfähigkeit bei schneller Technologieentwicklung
I
C
R

RIASEC-Profil: ICR – Investigative · Conventional · Realistic

Der Beruf verbindet analytisches Denken in vernetzten Systemen (I) mit strukturierter Konfigurations- und Dokumentationsarbeit (C) und praktischem Umgang mit Technik und Anlagen (R).

Das R ist hier stärker ausgeprägt als in den anderen IT-Fachrichtungen: Sie arbeiten an realen Maschinen und Anlagen, nicht nur an Servern. Ihren persönlichen Code ermitteln Sie kostenlos im Berufswahltest.

IT im Büro oder in der Produktion?

Digitale Vernetzung arbeitet dort, wo IT auf Maschine trifft. Der Berufswahltest hilft bei der Entscheidung.

Berufswahltest starten →
Verdienst

Gehalt: Vergütung in der Ausbildung & Einstiegsgehalt

Wie bei allen IT-Berufen entscheidet die Branche des Ausbildungsbetriebs über die Vergütung. Weil diese Fachrichtung besonders industrienah ist, sind tarifgebundene Industrieunternehmen häufig der Ausbildungsbetrieb – mit entsprechend hoher Vergütung.

Vergütung nach Branche des Betriebs

Ausbildungsbetrieb
Maßgebliches Tarifwerk
Vergütungsniveau
Hinweis
Industrieunternehmen
Metall- und Elektro oder Chemie
sehr hoch
Kernprofil der Fachrichtung
Logistikunternehmen
Branchentarif
gehoben bis hoch
autonome Transportsysteme
Anlagenbauer
Metall- und Elektroindustrie
sehr hoch
starker Maschinenbezug
IT-Dienstleister
meist ohne Tarif
unterschiedlich
724 / 854 / 977 € als Untergrenze

Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG bildet die Untergrenze. Weil die Fachrichtung industrienah ist, lohnt die gezielte Bewerbung bei Produktions- und Logistikunternehmen – dort ist nicht nur die Vergütung höher, sondern auch das Ausbildungsprofil vollständiger abbildbar.

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung

IT-Berufe haben nach Erhebungen den schnellsten Gehaltssprung in den ersten drei Berufsjahren. In dieser Fachrichtung sind besonders gefragt: industrielle Netzwerke, IT-Sicherheit in der Produktion und IoT-Integration. Wer die Verbindung von Informationstechnik und Betriebstechnik beherrscht, besetzt eine Schnittstelle, die auf dem Arbeitsmarkt ausgesprochen knapp ist.

Einstieg
gehoben bis hoch
In der Industrie besonders gut
Nach 3 Jahren
deutlicher Sprung
IT-Berufe steigen besonders schnell
Spezialisiert
oberes Segment
Industrielle Netzwerke, OT-Sicherheit
Ausbildungsablauf

Ausbildungsablauf: Netz, Maschine, Projektarbeit

Die dreijährige Ausbildung führt von IT-Grundlagen über Netzwerktechnik zur Anbindung von Maschinen und Anlagen. Sie endet mit einer betrieblichen Projektarbeit.

1. Jahr

IT-Grundlagen

Systeme, Netzwerke, Datenbanken, Programmiergrundlagen und betriebliche Prozesse.

Prüfungsteil 1

Nach etwa 18 Monaten

Für alle IT-Berufe identisch; geprüft werden nur berufsbildübergreifende Positionen.

2. Jahr

Netzwerk und Kommunikation

Netzstrukturen, industrielle Kommunikation, Schnittstellen und erste Anbindungen.

3. Jahr

Vernetzung und Sicherheit

Cyber-physische Systeme, Monitoring, IT-Sicherheit und Optimierung vernetzter Anlagen.

Prüfungsteil 2

Am Ende, mit 80 % Gewichtung

Betriebliche Projektarbeit (40 Stunden inklusive Dokumentation), Präsentation und Fachgespräch.

Perspektiven

Karrierewege: Netzwerke, OT-Sicherheit, Industrie 4.0

Die Verbindung von IT und Betriebstechnik ist derzeit eine der knappsten Kompetenzen überhaupt. Wer sie beherrscht, hat in Industrie und Logistik eine ausgesprochen starke Position. Welche dieser Richtungen die richtige ist, lässt sich früh klären: Eine Berufsberatung ordnet Neigungen, Stärken und Lebensplanung zu einem tragfähigen Weg.

Fachlich spezialisieren

Bestimmte Kompetenzen sind besonders knapp.

  • Industrielle Netzwerke und Feldbusse
  • IT-Sicherheit in Produktionsnetzen
  • IoT-Plattformen und Edge Computing
  • Netzwerk-Herstellerzertifizierungen

Einsatzgebiet wählen

Vier Einsatzgebiete mit unterschiedlichem Profil.

  • Produktionstechnische Systeme
  • Prozesstechnische Systeme
  • Autonome Assistenz- und Transportsysteme
  • Logistiksysteme

Aufstiegsfortbildungen

Berufsbegleitend und über Aufstiegs-BAföG förderfähig.

  • Geprüfte/r Fachwirt/in Digitalisierung
  • Geprüfte/r IT-Projektleiter/in
  • Industriemeister/in mit IT-Bezug
  • Ausbildereignung (AEVO)

Studium

Mit Fachhochschulreife oder als beruflich Qualifizierte/r möglich.

  • B.Eng. Technische Informatik
  • Automatisierungstechnik
  • Wirtschaftsinformatik
  • IT-Sicherheit
Ehrliche Bilanz

Pro & Contra: Stärken und Herausforderungen des Berufs

Die Fachrichtung besetzt eine der knappsten Kompetenzkombinationen des Arbeitsmarkts – und ist so neu, dass Betriebe sie teils selbst noch nicht kennen.

Was für den Beruf spricht

  • IT trifft Produktion – eine knappe Kompetenzkombination
  • Industrie 4.0 und IoT sichern die Nachfrage
  • Hohe Vergütung bei industriellen Ausbildungsbetrieben
  • Schnellster Gehaltssprung in den ersten Berufsjahren
  • Mit Abitur auf 2,5 Jahre verkürzbar
  • Vier klar definierte Einsatzgebiete

Was Sie wissen sollten

  • Neue Fachrichtung – bei vielen Betrieben noch unbekannt
  • Verantwortung hoch: Netzausfälle stoppen Produktionen
  • Rufbereitschaft in produktionsnahen Rollen möglich
  • Breites Anforderungsprofil zwischen IT und Technik
  • Ständiger Lernaufwand durch schnelle Entwicklung
  • Vergütung stark branchenabhängig
Abgrenzung

Digitale Vernetzung vs. Systemintegration vs. Daten- und Prozessanalyse

Drei der vier Fachrichtungen im Vergleich – mit klar unterschiedlichem Schwerpunkt.

Kriterium
Digitale Vernetzung
Systemintegration
Daten- und Prozessanalyse
Schwerpunkt
Netze und Maschinen
IT-Systeme betreiben
Daten und Prozesse
Industriebezug
sehr hoch
mittel
hoch
Netzwerkanteil
sehr hoch
hoch
gering
Mathematikanteil
mittel
mittel
sehr hoch
Seit wann
2020 neu
bestehend
2020 neu
Projektarbeit Prüfung
40 Stunden
40 Stunden
40 Stunden
RIASEC-Profil
ICR
ICR
ICR
Expertenstimmen

Einschätzung unserer Berater

Jan Bohlken

Jan Bohlken

Gründer & Geschäftsführer Profiling Institut · Dipl.-Sozioökonom

„Diese Fachrichtung besetzt eine Lücke, die viele Unternehmen schmerzhaft spüren: Es gibt IT-Leute und es gibt Automatisierungsleute – aber wenige, die beide Welten verbinden. Genau das ist hier das Ausbildungsziel. Mein Rat zur Betriebswahl: Bewerben Sie sich bei Produktions-, Logistik- und Anlagenbauunternehmen. Dort ist nicht nur die Vergütung höher, sondern das Berufsprofil auch vollständig ausbildbar.“

Raphaela Peitsch

Raphaela Peitsch

Diplom-Psychologin · DGSF-zertifiziert

„Der Unterschied zu klassischer IT liegt in der Konsequenz von Fehlern. Wenn ein Büronetz ausfällt, ärgern sich Kollegen. Wenn ein Produktionsnetz ausfällt, steht eine Linie still – mit Kosten pro Minute. Menschen, die unter dieser Art von Druck ruhig und methodisch bleiben, sind hier goldrichtig. Wer Stress schlecht verträgt, sollte eine Rolle ohne Produktionsverantwortung wählen.“

Häufige Fragen

Fachinformatiker/in für Digitale Vernetzung – FAQ

Zum 1. August 2020 wurden alle vier dualen IT-Berufe neu geordnet. Die wichtigsten Änderungen: Der Fachinformatiker wurde von zwei auf vier Fachrichtungen erweitert – neu sind Daten- und Prozessanalyse sowie Digitale Vernetzung. Der IT-System-Kaufmann wurde in den Kaufmann für IT-System-Management überführt, der Informatikkaufmann in den Kaufmann für Digitalisierungsmanagement. Der IT-System-Elektroniker blieb als Monoberuf erhalten. Zudem ersetzt eine gestreckte Abschlussprüfung die frühere Zwischen- und Abschlussprüfung; Teil 1 ist für alle IT-Berufe identisch, Teil 2 zählt mit 80 Prozent.

Seit der Neuordnung gilt die gestreckte Abschlussprüfung in zwei getrennten Teilen. Teil 1 ist für alle IT-Berufe identisch und prüft nur berufsbildübergreifende Positionen. Teil 2 zählt mit 80 Prozent und enthält eine betriebliche Projektarbeit: 40 Stunden einschließlich Dokumentation (nur in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung 80 Stunden). Anschließend wird die Arbeit präsentiert – die Präsentation dauert höchstens 15 Minuten, das gesamte Prüfungsgespräch höchstens 30 Minuten.

Sie arbeitet mit der Netzwerkinfrastruktur und den Schnittstellen zwischen Netzwerkkomponenten und cyber-physischen Systemen. Konkret: Netze aufbauen und absichern, Maschinen und Anlagen anbinden, Systeme und Anwendungen auf IT-Ebene vernetzen und optimieren, Daten gegen unerlaubte Zugriffe sichern sowie Systemausfälle vermeiden und beheben.

Vier, alle mit starkem Industriebezug: produktionstechnische Systeme, prozesstechnische Systeme, autonome Assistenz- und Transportsysteme und Logistiksysteme. Das Einsatzgebiet ergibt sich aus dem Ausbildungsbetrieb und prägt den Alltag deutlich – fragen Sie im Bewerbungsgespräch danach.

Für Ausbildungsverhältnisse, die 2026 beginnen, beträgt die Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG 724 € im ersten, 854 € im zweiten und 977 € im dritten Ausbildungsjahr. Sie darf nie unterschritten werden. IT-Betriebe in tarifgebundenen Branchen – etwa der Metall- und Elektroindustrie oder der chemischen Industrie – zahlen in der Regel deutlich darüber.

Der Industriebezug. Die Systemintegration konzipiert, installiert und administriert vernetzte IT-Systeme – typischerweise Büro- und Rechenzentrums-IT. Die Digitale Vernetzung arbeitet dort, wo IT auf Maschine trifft: Produktionsanlagen, Sensorik, Transportsysteme. Entsprechend höher sind der Anteil industrieller Kommunikation und die Anforderungen an Verfügbarkeit.

Darauf, ob der Betrieb tatsächlich vernetzte Anlagen betreibt. Weil die Fachrichtung neu ist, bilden auch reine IT-Dienstleister aus, bei denen der Maschinen- und Produktionsbezug fehlt – dann bleibt das Kernprofil unterbelichtet. Fragen Sie konkret: Welche Anlagen sind vernetzt? Welche industriellen Kommunikationssysteme werden eingesetzt? Wie ist das Produktionsnetz vom Büronetz getrennt?

Ausgesprochen sicher. Die Verbindung von Informationstechnik und Betriebstechnik gehört zu den knappsten Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt, und der Bedarf wächst mit jeder vernetzten Produktionsanlage. Hinzu kommt das Thema IT-Sicherheit in Produktionsnetzen, das durch die zunehmende Bedrohungslage stark an Bedeutung gewinnt.

Vor der Bewerbung Klarheit gewinnen

Die Schnittstelle zwischen IT und Produktion – mit hoher Verantwortung und knapper Konkurrenz. Ob das Profil passt, klären wir mit wissenschaftlich validierter Diagnostik nach DIN 33430. An sieben Standorten oder online.

Weiterführende Themen

Quellen & Methodik

  • Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachinformatiker, in Kraft seit 01.08.2020, Fachrichtung Digitale Vernetzung.
  • Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): Neuordnung der IT-Berufe; Anlass waren Vernetzung, Internet of Things und Industrie 4.0.
  • IHK-Informationen zu den Einsatzgebieten: produktionstechnische Systeme, prozesstechnische Systeme, autonome Assistenz- und Transportsysteme sowie Logistiksysteme.
  • Prüfungsstruktur: gestreckte Abschlussprüfung, Teil 2 mit 80 Prozent Gewichtung, betriebliche Projektarbeit 40 Stunden inklusive Dokumentation.
  • § 17 BBiG zur Mindestausbildungsvergütung 2026 (724 / 854 / 977 €).
  • RIASEC-Modell nach John L. Holland (1997): „Making Vocational Choices“, 3. Auflage, PAR.
  • Hinweis: Die Vergütung richtet sich nach der Branche des Ausbildungsbetriebs, nicht nach dem IT-Beruf.