Einstellungstest Polizei: üben, verstehen, bestehen
Sieben Module, die dem Auswahlverfahren der Polizei nachgebildet sind: Rechtschreibung und Diktat, Konzentration, Merkfähigkeit, logisches und figurales Denken, Allgemeinwissen und Staatsaufbau, Rechtsbegriffe sowie Verkehrs- und Sachrechnen. Dazu der Vergleich der 16 Landespolizeien und der Bundespolizei – denn Polizeirecht ist Ländersache, und das Auswahlverfahren unterscheidet sich entsprechend.
Gratis dazu: der 8-Wochen-Plan als PDF. Mit den acht Fehlerquellen im Polizeidiktat und den fünf Sportbausteinen. Sie bekommen ihn direkt nach dem ersten Durchgang – ein einzelnes Modul genügt. Trainer starten
Das Wichtigste in Kürze
- Es gibt nicht den einen Einstellungstest der Polizei. Polizei ist überwiegend Ländersache: 16 Landespolizeien plus Bundespolizei und BKA führen jeweils eigene Auswahlverfahren durch, mit eigenen Voraussetzungen, eigenen Testbausteinen und eigenen Sportanforderungen.
- Vier Bausteine tauchen fast überall auf: ein schriftlicher oder computerbasierter Fähigkeitstest, ein Sporttest, eine polizeiärztliche Untersuchung und ein Gespräch oder Assessment Center. Die Reihenfolge und die Gewichtung unterscheiden sich.
- Rechtschreibung wiegt bei der Polizei schwerer als anderswo. Bei der Bundespolizei ist im mittleren Dienst ein Diktat von rund 180 bis 250 Wörtern vorgesehen; in Sachsen ist das Diktat Bestandteil des computerbasierten Fähigkeitstests am ersten Auswahltag.
- Konzentration und Merkfähigkeit sind eigene Prüfbereiche. Zeichen vergleichen, Abweichungen finden, Personenbeschreibungen und Kennzeichen behalten – genau dafür hat der Trainer auf dieser Seite eigene Module, inklusive Merkphase mit Zeitlimit.
- Mittlerer und gehobener Dienst werden unterschiedlich getestet. Im gehobenen Dienst kommen anspruchsvollere kognitive Aufgaben, ein Aufsatz und ein Assessment Center mit Gruppendiskussion und Kurzvortrag dazu.
- Ein Testergebnis ist keine Berufseignung. Wer wissen will, ob der Polizeiberuf überhaupt zum eigenen Profil passt, ist mit einer Orientierungsberatung besser bedient als mit noch mehr Übungstests.
Polizei-Einstellungstest-Trainer
Laufbahn und Modul wählen, Zeit läuft mit – Auswertung und Lösungsweg sofort.
Hinweis zur Einordnung: Dieser Trainer ist ein Übungsinstrument, kein normiertes Testverfahren. Er liefert kein IQ-Ergebnis und keinen Prozentrang gegen eine Normstichprobe. Wenn Sie eine belastbare Messung Ihrer kognitiven Leistungsfähigkeit brauchen, ist der standardisierte Intelligenztest der richtige Weg – welche Verfahren dafür anerkannt sind, zeigt die Übersicht zu anerkannten Testverfahren.
Sechs Beispielaufgaben aus dem Polizei-Einstellungstest
Diese sechs Aufgaben decken die Bereiche ab, die in Polizeiverfahren überdurchschnittlich stark gewichtet werden: Sorgfalt beim Vergleichen, Merkfähigkeit, figurales Denken, Verkehrsrechnen, Rechtschreibung und behördliches Grundwissen. Nehmen Sie sich je Aufgabe rund 45 Sekunden, bevor Sie die Lösung aufklappen.
Kennzeichen abgleichen
Vergleichen Sie beide Spalten Zeile für Zeile. In wie vielen Zeilen weicht der Abgleich von der Vorlage ab?
Lösung B
Zeile 2 (903 gegen 908) und Zeile 5 (Buchstabe O gegen Ziffer 0) weichen ab. Der Tausch von O und 0, I und 1 oder B und 8 ist der häufigste Trick in Sorgfaltsprüfungen. Arbeiten Sie strikt zeichenweise von links nach rechts und lesen Sie nicht als Wort.
Fahndungsmeldung behalten
Prägen Sie sich die Meldung 30 Sekunden ein, decken Sie sie dann ab. Welche Angabe gibt die Meldung korrekt wieder?
Lösung A
Die Distraktoren drehen jeweils genau ein Detail: vertauschte Ziffern im Kennzeichen (4780 statt 4708), geänderte Farbe und Uhrzeit, gedrehte Minutenangabe (21:14 statt 21:40). Merkaufgaben prüfen nicht, wie viel Sie behalten, sondern wie genau. Zahlen deshalb immer in Zweiergruppen einprägen: 47 – 08.
Welche Figur folgt?
Die gefüllte Ecke wandert nach einer festen Regel. Welche Figur gehört an die Stelle des Fragezeichens?
Lösung A
Die gefüllte Ecke wandert je Schritt um 90 Grad im Uhrzeigersinn: oben links, oben rechts, unten rechts – als Nächstes unten links. Option D wechselt zusätzlich die Form und scheidet damit aus, auch wenn die Position stimmt.
Anhalteweg berechnen
Ein Streifenwagen fährt 100 km/h. Wie lang ist der Anhalteweg nach den Faustformeln bei einer Sekunde Reaktionszeit?
Lösung C
Reaktionsweg: Zehnerstelle mal 3, also 10 mal 3 gleich 30 Meter. Bremsweg: Zehnerstelle mal Zehnerstelle, also 10 mal 10 gleich 100 Meter. Der Anhalteweg ist die Summe: 130 Meter. Beide Faustformeln gehören in Polizeiverfahren zum sicheren Handwerkszeug und tauchen in der Ausbildung wieder auf.
Welcher Satz ist fehlerfrei?
Drei der vier Sätze enthalten je einen Rechtschreibfehler. Welcher Satz ist korrekt?
Lösung A
B trennt das feste Verb festnehmen falsch, C verliert das h in vorgeführt, D schreibt festgenommen mit nur einem m. Genau solche Wortfamilien – festnehmen, vorführen, in Gewahrsam nehmen – kommen im Diktat immer wieder vor.
Wer ist wofür zuständig?
Das Schaubild zeigt die Ebenen der Polizei in Deutschland. Wer ist für die Sicherheit auf Bahnanlagen und an Flughäfen zuständig?
Lösung A
Bahnpolizeiliche Aufgaben und die Luftsicherheit gehören zu den Kernaufgaben der Bundespolizei, ebenso der Grenzschutz. Das Bundeskriminalamt ist Zentralstelle der Kriminalitätsbekämpfung und ermittelt nur in bestimmten Deliktsbereichen selbst. Die allgemeine Gefahrenabwehr liegt bei den Ländern.
Ablauf des Auswahlverfahrens: Was auf Sie zukommt
Die Reihenfolge ist nicht überall gleich, die Bausteine sind es im Kern schon. Vier Elemente finden sich in praktisch jedem Verfahren: ein Fähigkeitstest, ein Sporttest, eine polizeiärztliche Untersuchung und ein Gespräch. Nach jeder Stufe wird aussortiert – wer den Fähigkeitstest nicht besteht, wird zum Sporttest gar nicht erst eingeladen.
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Reihenfolge und Dauer variieren je nach Land und Laufbahn: Manche Verfahren bündeln alles auf zwei zusammenhängende Tage, andere laden über Wochen gestaffelt ein. Maßgeblich ist die Einladung Ihrer Einstellungsbehörde.
Zwischen Bewerbung und Ausbildungsbeginn liegen erfahrungsgemäß mehrere Monate. Viele Länder arbeiten mit festen Einstellungsterminen pro Jahr; wer eine Stufe nicht besteht, kann sich in der Regel zum nächsten Termin erneut bewerben, teils mit Sperrfrist. Wie lang diese Frist ist und wie oft Sie antreten dürfen, regelt jede Behörde selbst – die Angabe steht in der Ausschreibung oder im Ablehnungsschreiben.
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| Baustein | Was geprüft wird | Typische Formate | Worauf es ankommt |
|---|---|---|---|
| Fähigkeitstest | Sprache, Konzentration, Merkfähigkeit, Logik, Wissen | Computerbasiert oder auf Papier, mit engem Zeitfenster je Block | Formate vorher kennen. Die Instruktion wird im Test nicht wiederholt. |
| Diktat oder Deutschtest | Rechtschreibung, Zeichensetzung, Ausdruck | Vorgelesenes Diktat, Lückentext oder Fehlersuche; im gehobenen Dienst teils ein Aufsatz | Dienstbegriffe sicher schreiben, ruhig bleiben, sauber korrigieren. |
| Sporttest | Ausdauer, Kraft, Koordination, Schnelligkeit | Ausdauerlauf, Pendellauf, Koordinations- oder Hindernisparcours, Kraftübungen | Früh anfangen. Kondition lässt sich nicht in zwei Wochen aufbauen. |
| Polizeiärztliche Untersuchung | Gesundheitliche Eignung für den Vollzugsdienst | Körperliche Untersuchung, Seh- und Hörtest, Labor, teils Belastungs-EKG | Befunde vorab klären. Sehschärfe und Tauglichkeitskriterien sind häufige Stolpersteine. |
| Gespräch oder Assessment Center | Motivation, Auftreten, Konfliktverhalten, Teamfähigkeit | Strukturiertes Interview, im gehobenen Dienst zusätzlich Gruppendiskussion und Kurzvortrag | Begründen können, warum Polizei – und warum genau diese Behörde. |
| Persönlichkeitsfragebogen | Belastbarkeit, Gewissenhaftigkeit, Kooperation | Standardisierter Fragebogen, teils mit Kontrollskalen | Konsistent antworten. Schönfärben fällt in den Kontrollskalen auf. |
Der Gesprächsteil wird unterschätzt. Wer den schriftlichen Teil besteht, scheitert danach am häufigsten an einer unklaren Motivation oder an Beispielen, die vage bleiben. Mit dem Interview-Simulator üben Sie genau das: Antworten strukturieren, Belege liefern, Eigenanteil sichtbar machen. Die Formate des Assessment Centers erklärt Assessment Center bei Polizei und Behörden.
Landesrechtliche Unterschiede: warum es den einen Polizei-Einstellungstest nicht gibt
Wer nach dem Einstellungstest der Polizei sucht, sucht nach etwas, das es rechtlich nicht gibt. Die Polizei ist in Deutschland ganz überwiegend Sache der Länder: Nach der Kompetenzordnung des Grundgesetzes liegt die allgemeine Gefahrenabwehr bei den Ländern, der Bund hat nur dort eigene Polizeibehörden, wo ihm das Grundgesetz besondere Aufgaben zuweist – vor allem Grenzschutz, Bahnpolizei und Luftsicherheit bei der Bundespolizei sowie die Zentralstellenfunktion beim Bundeskriminalamt.
Aus dieser Zuständigkeitsordnung folgt alles Weitere. Jedes Land hat ein eigenes Polizeigesetz, ein eigenes Beamten- und Laufbahnrecht und eine eigene Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den Polizeivollzugsdienst. Wer den Test entwirft, wer ihn auswertet, welche Punktzahl zum Bestehen reicht und ob überhaupt ein Diktat geschrieben wird – all das entscheidet die jeweilige Einstellungsbehörde, nicht eine bundesweite Stelle. Zwei Bewerber, die am selben Tag in Köln und in Dresden antreten, durchlaufen zwei verschiedene Verfahren mit verschiedenen Hürden.
Für die Vorbereitung hat das eine unbequeme und eine gute Nachricht. Die unbequeme: Pauschale Angaben aus Ratgebern, Foren und Testbuch-Werbung passen häufig nicht auf Ihr Land. Die gute: Die Aufgabentypen sind weitgehend identisch, weil alle Verfahren auf denselben eignungsdiagnostischen Bausteinen aufbauen. Wer Konzentrationsaufgaben, Merkaufgaben, Sprachaufgaben und Logikaufgaben sicher beherrscht, ist überall vorbereitet – unabhängig davon, wie das jeweilige Land sie zusammenstellt.
Sechs Dimensionen, in denen sich die Verfahren unterscheiden
Laufbahn und Einstiegsebene
Manche Länder stellen sowohl im mittleren als auch im gehobenen Dienst ein, andere fast ausschließlich im gehobenen Dienst mit dualem Studium. Bayern spricht statt von Laufbahngruppen von Qualifikationsebenen: die zweite Qualifikationsebene entspricht dem mittleren, die dritte dem gehobenen Dienst. Welcher Einstieg Ihnen offensteht, hängt vom Schulabschluss ab – und entscheidet darüber, welche Testteile Sie erwarten.
Testform und Technik
Ein Teil der Länder prüft computerbasiert, mit Zeitfenstern je Aufgabenblock und sofortiger Auswertung; andere arbeiten weiter mit Papier und Antwortbogen. Das ändert die Bearbeitungsstrategie: Am Rechner lässt sich oft nicht zurückblättern, auf Papier schon. Fragen Sie in der Einladung nach, wenn es dort nicht steht.
Deutschteil: Diktat, Lückentext oder Aufsatz
Der sprachliche Teil ist der größte Unterschied zwischen den Verfahren. Er reicht vom klassischen vorgelesenen Diktat über Fehlersuche und Lückentexte bis zum freien Aufsatz im gehobenen Dienst. Bei der Bundespolizei ist für den mittleren Polizeivollzugsdienst ein Diktat von rund 180 bis 250 Wörtern vorgesehen, im gehobenen Dienst stattdessen ein Kurzaufsatz.
Sporttest
Hier gehen die Verfahren am weitesten auseinander: Ausdauerlauf über feste Zeit oder Distanz, Pendellauf, Koordinationsparcours, Kraftübungen, teils ein kombinierter Hindernisparcours. Auch die Normwerte sind Landessache und unterscheiden sich zwischen Frauen und Männern sowie zwischen Altersgruppen.
Persönliche Voraussetzungen
Schulabschluss, Höchstalter, Staatsangehörigkeit, Sehschärfe, gesundheitliche Tauglichkeit, Umgang mit Tätowierungen, Schulden und Vorstrafen: Jede dieser Fragen ist landesrechtlich geregelt und wird regelmäßig angepasst. Mehrere Länder haben in den vergangenen Jahren Kriterien gelockert, andere nicht.
Termine, Sperrfristen, Wiederholung
Einstellungstermine, Bewerbungsschluss und die Frage, wie schnell Sie nach einer Absage erneut antreten dürfen, regelt jede Behörde selbst. Üblich sind Sperrfristen von einigen Monaten bis zu einem Jahr; manche Verfahren erlauben nur eine begrenzte Zahl von Versuchen.
Warum hier keine Tabelle mit Größen-, Alters- und Punktgrenzen steht
Solche Werte ändern sich laufend, gelten oft nur für eine Laufbahn und werden im Netz massenhaft veraltet weitergereicht. Wer sich auf eine drei Jahre alte Tabelle verlässt, bereitet sich auf ein Verfahren vor, das es so nicht mehr gibt. Wir verlinken deshalb unten direkt die offiziellen Seiten der 16 Landespolizeien und der Bundesbehörden – dort stehen die aktuell gültigen Angaben.
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Schematische Anordnung, keine maßstabsgetreue Karte. Die Links führen auf die offiziellen Auftritte der jeweiligen Landespolizei (Stand August 2026, geprüft am 30.08.2026). Maßgeblich sind allein die dortigen Angaben.
Bundespolizei: das Verfahren im Überblick
Die Bundespolizei beschreibt ihr Auswahlverfahren offen und laufbahnbezogen. Im mittleren Polizeivollzugsdienst umfasst es ein Diktat mit rund 180 bis 250 Wörtern, einen Sporttest aus Koordinationstest, Pendellauf und 12-Minuten-Lauf, ein Vorstellungsgespräch unter anderem zu Staatsaufbau, Geschichte und Tagespolitik sowie eine polizeiärztliche Untersuchung. Im gehobenen Dienst treten an die Stelle des Diktats ein Intelligenztest und ein Deutschtest mit Kurzaufsatz, dazu kommt ein Assessment Center mit Gruppendiskussion, Kurzvortrag und Interview. Das Verfahren ist auf bis zu vier Tage angelegt.
Quelle: Bundespolizei, Auswahlverfahren, abgerufen am 30.08.2026 – komm-zur-bundespolizei.de
Sachsen: Diktat im computerbasierten Test
Die Polizei Sachsen stellt auf ihrer Seite ein Übungsdiktat bereit und erklärt dabei die Mechanik des echten Verfahrens: Das Diktat ist Bestandteil des computerbasierten Fähigkeitstests am ersten Auswahltag. Der Text wird zunächst in Abschnitten mit Pausen vorgelesen und danach ein zweites Mal vollständig – beim ersten Durchgang wird geschrieben, beim zweiten korrigiert. Wer diese Mechanik kennt, verliert im Test keine Nerven an der Frage, ob noch eine zweite Chance kommt.
Quelle: Polizei Sachsen, Übungsdiktat, abgerufen am 30.08.2026 – polizei.sachsen.de
Acht Angaben, die Sie auf der Seite Ihres Landes suchen sollten
Bevor Sie eine einzige Übungsaufgabe rechnen, holen Sie sich diese acht Informationen. Sie bestimmen, worauf Sie überhaupt trainieren müssen – und sie stehen fast immer auf zwei bis drei Seiten des jeweiligen Karriereportals.
- Laufbahn und Abschluss: Welche Einstiegsebene ist mit Ihrem Schulabschluss möglich, und gibt es Zulassungen über Ausnahmen oder Aufstieg?
- Höchstalter und Ausnahmen: Gilt eine Altersgrenze, und gibt es Verlängerungstatbestände etwa für Elternzeit oder Wehrdienst?
- Testform: Papier oder Rechner, ein Tag oder mehrere, mit oder ohne Zwischenauswertung.
- Deutschteil: Diktat, Lückentext, Fehlersuche oder Aufsatz – und wie stark er gewichtet wird.
- Sportdisziplinen und Normwerte: Welche Übungen, welche Zeiten, welche Wiederholungszahlen, getrennt nach Geschlecht und Altersgruppe.
- Medizinische Kriterien: Sehschärfe, Tauglichkeitsanforderungen, Umgang mit Vorerkrankungen.
- Formale Ausschlussgründe: Vorstrafen, laufende Verfahren, Schulden, Tätowierungen an sichtbaren Stellen.
- Termine und Wiederholung: Bewerbungsschluss, Einstellungstermine, Sperrfrist nach einer Absage.
Mittlerer oder gehobener Dienst: zwei Verfahren, zwei Anforderungsprofile
Die wichtigste Weiche stellen Sie vor der Bewerbung: Welche Laufbahn kommt für Sie infrage? Davon hängt nicht nur die Ausbildung ab, sondern auch, welche Testteile Sie erwarten. Im mittleren Dienst liegt der Schwerpunkt auf Sprache, Sorgfalt und Grundwissen. Im gehobenen Dienst kommen anspruchsvollere Denkaufgaben, ein längerer Schreibauftrag und ein Assessment Center mit Gruppenübungen dazu.
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| Merkmal | Mittlerer Dienst | Gehobener Dienst |
|---|---|---|
| Schulischer Zugang | Haupt- oder Realschulabschluss, häufig in Verbindung mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung | Fachhochschulreife oder allgemeine Hochschulreife |
| Ausbildungsform | Fachausbildung an einer Bildungseinrichtung der Polizei, in der Regel zwei bis zweieinhalb Jahre | Duales Bachelor-Studium, in der Regel drei Jahre, mit Praxisabschnitten |
| Schriftlicher Test | Rechtschreibung und Diktat, Konzentration, Merkfähigkeit, Grundrechenarten, Allgemeinwissen | Zusätzlich anspruchsvollere Logik- und Sprachaufgaben, häufig ein Aufsatz oder Kurzbericht |
| Mündlicher Teil | Strukturiertes Einzelgespräch | Assessment Center: Gruppendiskussion, Kurzvortrag, Einzelinterview |
| Sporttest | Gleiche Anforderungen wie im gehobenen Dienst | Gleiche Anforderungen wie im mittleren Dienst |
| Spätere Verwendung | Streifendienst, Wachdienst, Einsatzeinheiten; Aufstieg möglich | Frühere Verwendung in Kriminalpolizei, Sachbearbeitung und Führungsfunktionen |
Ein häufiges Missverständnis: Der gehobene Dienst ist nicht einfach die anspruchsvollere Version desselben Tests. Er prüft ein anderes Profil. Wer im Assessment Center eine Gruppendiskussion moderieren und einen Kurzvortrag frei halten soll, wird auf Verhalten beobachtet, nicht auf Wissen abgefragt. Das ist trainierbar – aber anders als eine Zahlenreihe. Die typischen Formate und Bewertungsdimensionen beschreibt unsere Seite zu den AC-Übungen; die Selbstpräsentation, die fast überall am Anfang steht, hat eine eigene Anleitung.
Unsicher, welche Laufbahn zu Ihnen passt? Diese Frage entscheidet über drei Jahre Ausbildung und den späteren Einsatzbereich – sie sollte nicht am Testergebnis hängen. Eine strukturierte Standortbestimmung liefert die Orientierungsberatung; für Schüler und junge Erwachsene ist der Persönlichkeitstest für Jugendliche ein guter erster Schritt.
Der Sporttest: früh anfangen, breit trainieren
Der Sporttest ist die Hürde, an der die meisten scheitern, die sonst gut vorbereitet sind – weil er sich als Einziger nicht kurzfristig aufholen lässt. Welche Disziplinen geprüft werden, entscheidet jedes Land selbst. Die folgenden fünf Bausteine decken zusammen ab, was in den meisten Verfahren in irgendeiner Kombination vorkommt.
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Welche dieser Bausteine in Ihrem Verfahren vorkommen und welche Normwerte gelten, steht ausschließlich in der Ausschreibung Ihrer Einstellungsbehörde. Normwerte unterscheiden sich zwischen Ländern, Geschlechtern und Altersgruppen.
Wie Sie sinnvoll trainieren
Der häufigste Fehler ist einseitiges Training: viermal die Woche laufen, weil der Ausdauerlauf am meisten Respekt einflößt – und dann am Klimmhang oder im Koordinationsparcours scheitern. Polizeisporttests prüfen bewusst mehrere motorische Grundeigenschaften, weil der Dienst genau das verlangt: laufen, ziehen, tragen, schnell die Richtung wechseln, nach einer Belastung wieder handlungsfähig sein.
Ein tragfähiger Aufbau über acht bis zwölf Wochen kombiniert deshalb drei Elemente: zweimal wöchentlich Ausdauer mit wechselnder Intensität, zweimal Kraft mit Eigengewicht – Klimmzüge oder Negativwiederholungen, Liegestütze, Rumpfstabilisation – und einmal Koordination oder Sprint. Wer bei null anfängt, plant besser drei Monate ein als drei Wochen. Und wer eine Vorerkrankung hat, klärt vorher ärztlich ab, ob und wie belastet werden darf.
Kein Trainingsplan ohne ärztliche Freigabe
Die Angaben auf dieser Seite sind allgemeine Orientierung, keine sportmedizinische oder ärztliche Beratung. Wer länger nicht trainiert hat, Vorerkrankungen mitbringt oder Beschwerden bemerkt, lässt sich vor dem Trainingsstart ärztlich untersuchen.
Diktat und Rechtschreibung: der Testteil mit der härtesten Gewichtung
In kaum einem anderen Auswahlverfahren wiegt Rechtschreibung so schwer wie bei der Polizei. Das hat einen sachlichen Grund: Wer im Dienst eine Anzeige aufnimmt, eine Vernehmung protokolliert oder einen Sachverhalt für die Staatsanwaltschaft festhält, produziert ein Dokument, das vor Gericht Bestand haben muss. Fehler kosten dort Glaubwürdigkeit – und im Zweifel Verfahren.
Entsprechend niedrig ist die Fehlertoleranz im Auswahlverfahren. Viele Behörden arbeiten mit einer festen Fehlergrenze: Wird sie überschritten, ist der gesamte Test nicht bestanden, unabhängig davon, wie gut die übrigen Teile ausgefallen sind. Ob Ihr Verfahren ein klassisches Diktat, einen Lückentext oder eine Fehlersuche vorsieht, steht in der Einladung – der Vorbereitungsaufwand ist in allen drei Fällen derselbe.
Acht Fehlerquellen, die in Polizeidiktaten immer wieder auftauchen
das oder dass
Der Klassiker, und im Dienstdeutsch besonders häufig, weil viele Sätze mit einem Nebensatz weitergehen. Probe: Lässt sich das Wort durch dieses, jenes oder welches ersetzen, steht das mit einem s.
Getrennt- und Zusammenschreibung
festnehmen, sicherstellen, feststellen, aufnehmen – als feste Verbverbindungen zusammen, in getrennter Verwendung auseinander. Wer hier unsicher ist, verliert Punkte in nahezu jedem Diktat.
Substantivierte Verben und Adjektive
das Festhalten, beim Betreten, im Wesentlichen, alles Weitere. Signalwörter sind Artikel und Präpositionen unmittelbar davor.
Doppelkonsonanten und Dehnung
festgenommen mit Doppel-m, vorgeführt mit Dehnungs-h. Beides sind die typischen Stolperstellen aus unserer Beispielaufgabe weiter oben.
Kommasetzung bei Nebensätzen und Infinitivgruppen
Diktattexte im Polizeikontext bestehen überdurchschnittlich oft aus verschachtelten Sätzen mit Zeit-, Orts- und Begründungsangaben. Jeder Nebensatz braucht sein Komma.
Fachbegriffe und Fremdwörter
Alkoholisierung, Personalien, Delikt, Rezidiv, Diagnose, Prognose: Fachwörter werden im Diktat gezielt eingestreut, weil sie sich nicht erraten lassen.
Zahlen, Uhrzeiten und Maßangaben
gegen 21:40 Uhr, rund 1,85 Meter groß, etwa 30 Meter entfernt. Schreibweise und Zeichensetzung sind hier festgelegt und werden mitgewertet.
Großschreibung von Anreden und Amtsbezeichnungen
Im Schriftverkehr der Behörde werden Anreden groß geschrieben; Amtsbezeichnungen wie Polizeimeister sind Substantive und damit ohnehin groß.
24 Dienstbegriffe, die Sie fehlerfrei schreiben können sollten
Diese Liste deckt den Wortschatz ab, aus dem Diktattexte im Polizeikontext gebaut werden. Schreiben Sie die Begriffe einmal von Hand, markieren Sie die Stellen, an denen Sie zögern, und prüfen Sie diese am nächsten Tag erneut.
Wie Sie ein Diktat allein üben
Diktat üben klingt nach Grundschule, funktioniert aber auch ohne zweite Person. Nehmen Sie einen Zeitungsartikel aus dem Lokalteil – Polizeiberichte eignen sich besonders gut, weil sie genau den Wortschatz verwenden – und lassen Sie ihn sich von der Vorlesefunktion Ihres Smartphones oder Rechners in normalem Tempo vorlesen. Schreiben Sie mit, korrigieren Sie danach selbst und führen Sie eine Fehlerliste. Nach zehn solchen Durchgängen kennen Sie Ihre fünf persönlichen Fehlerquellen – und genau die trainieren Sie dann gezielt.
Direkt üben: Das Modul Rechtschreibung im Trainer oben prüft genau diese Muster im Multiple-Choice-Format mit Erklärung zu jeder Lösung. Es ersetzt kein geschriebenes Diktat, deckt aber die Regelkenntnis ab, auf der jedes Diktat aufbaut.
Merkfähigkeit: der Testteil, den man wirklich trainieren kann
Merkaufgaben sind fester Bestandteil vieler Polizeiverfahren, und sie sind der Teil mit dem größten Trainingseffekt überhaupt. Der Grund ist einfach: Es geht nicht um Begabung, sondern um Technik. Wer weiß, wie man fünf Personenbeschreibungen oder acht Kennzeichen in zwei Minuten strukturiert ablegt, ist schlagartig besser – auch ohne jedes Talent für Gedächtniskunststücke.
Drei Techniken, die im Test wirklich helfen
Erstens: Zahlen in Zweier- oder Dreiergruppen zerlegen. Ein Kennzeichen wie GE-TR 4708 merkt sich niemand als vierstellige Zahl. Als 47 und 08 sind es zwei Einheiten statt vier – und das Arbeitsgedächtnis hält etwa vier bis sieben Einheiten gleichzeitig. Dasselbe gilt für Telefonnummern, Uhrzeiten und Hausnummern.
Zweitens: die Loci-Methode für Aufzählungen. Legen Sie die zu merkenden Angaben gedanklich an feste Orte eines vertrauten Weges – Haustür, Treppe, Küche, Fenster. Beim Abruf gehen Sie den Weg ab. Die Methode wirkt albern und funktioniert trotzdem verlässlich, weil räumliches Gedächtnis robuster ist als reines Faktengedächtnis.
Drittens: aktiv abrufen statt erneut lesen. Der größte Fehler in der Lernphase ist mehrfaches Durchlesen. Wirksam ist das Gegenteil: einmal lesen, Blatt umdrehen, aufsagen, erst dann kontrollieren. Dieser Abrufeffekt ist einer der am besten belegten Befunde der Gedächtnisforschung – und er kostet keine zusätzliche Zeit.
Im Trainer ausprobieren: Das Modul Merkfähigkeit arbeitet mit einer echten Lernphase: Die Angaben erscheinen für eine begrenzte Zeit, verschwinden dann und werden anschließend abgefragt – genau wie im Auswahlverfahren.
Vorbereitung in acht Wochen: ein realistischer Plan
Acht Wochen reichen, wenn die Zeit richtig verteilt wird. Entscheidend ist nicht die Gesamtdauer, sondern die Regelmäßigkeit – und die Reihenfolge: Sport zuerst, weil er am längsten braucht, Wissen zuletzt, weil es am schnellsten verfällt.
Woche 1: Verfahren recherchieren
Karriereseite Ihres Landes lesen, die acht Angaben aus der Checkliste oben notieren, Bewerbungsfrist und Einstellungstermin im Kalender eintragen. Erst danach wissen Sie, worauf Sie überhaupt trainieren.
Woche 1: Ausgangsniveau messen
Einmal alle Module im Trainer oben durchlaufen, ohne Vorbereitung, mit Timer. Das Ergebnis ist keine Bewertung, sondern eine Landkarte: Es zeigt, wo die verbleibenden sieben Wochen hingehören.
Ab Woche 1: Sport parallel starten
Der Sportteil läuft ab Tag eins durch, nicht erst am Ende. Drei bis vier Einheiten pro Woche, gemischt aus Ausdauer, Kraft mit Eigengewicht und Koordination. Wer hier spät startet, holt es nicht auf.
Woche 2 und 3: Rechtschreibung systematisch
Die acht Fehlerquellen einzeln durchgehen, die 24 Dienstbegriffe schreiben, zweimal wöchentlich ein Diktat mit einem vorgelesenen Zeitungstext. Fehlerliste führen – sie wird kürzer.
Woche 4 und 5: Konzentration und Merkfähigkeit
Täglich fünfzehn bis zwanzig Minuten Sorgfalts- und Merkaufgaben, immer mit Zeitdruck. Beide Bereiche verbessern sich schnell und sichtbar – das ist der beste Motivationsschub der ganzen Vorbereitung.
Woche 6: Logik, Figuren und Rechnen
Regelrepertoire aufbauen statt Aufgaben zählen: Welche Bildungsregeln kennen Sie? Faustformeln für Reaktions- und Bremsweg sitzen lassen, Prozent- und Dreisatzaufgaben im Kopf rechnen.
Woche 7: Wissen und Gespräch
Staatsaufbau, Grundrechte, Bundesländer und Hauptstädte, aktuelle Politik der letzten Monate. Parallel die eigene Motivation ausformulieren: Warum Polizei, warum dieses Land, warum jetzt.
Woche 8: Simulation und Ruhe
Einmal den Komplett-Test unter echten Bedingungen, danach nichts Neues mehr. Die letzten 48 Stunden gehören Schlaf, Anfahrt und Unterlagen – Schlafmangel kostet in Konzentrationstests messbar mehr Punkte, als eine zusätzliche Übungsnacht einbringt.
Fünf Fehler, die im Polizeiverfahren regelmäßig Bewerbungen kosten
1. Sich auf Angaben aus dem falschen Bundesland verlassen
Foren, Videos und Testbücher beziehen sich fast immer auf ein bestimmtes Land, sagen es aber nicht dazu. Wer nach einer NRW-Anleitung für ein bayerisches Verfahren lernt, trainiert an den falschen Formaten.
2. Den Sporttest zu spät ernst nehmen
Kondition und Kraft brauchen Wochen, nicht Tage. Der Sporttest ist der einzige Teil des Verfahrens, den man nicht in der Woche davor aufholen kann.
3. Rechtschreibung unterschätzen
Viele Verfahren arbeiten mit einer harten Fehlergrenze im Deutschteil. Ein starkes Ergebnis in Logik gleicht ein durchgefallenes Diktat nicht aus.
4. Im Persönlichkeitsfragebogen taktieren
Fragebogen enthalten Konsistenz- und Offenheitsskalen. Durchgehend sozial erwünschte Antworten erzeugen ein auffälliges Profil, das häufiger zum Ausschluss führt als ein ehrliches mit Ecken.
5. Die Motivationsfrage nicht vorbereiten
Wer im Gespräch auf die Frage nach dem Warum mit Helfen wollen und Abwechslung antwortet, hebt sich von niemandem ab. Zwei konkrete, selbst erlebte Beispiele wirken stärker als jede Formel.
Häufige Fragen zum Einstellungstest der Polizei
Nein. Jedes Bundesland führt ein eigenes Auswahlverfahren durch, ebenso die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt. Einheitlich sind nur die zugrunde liegenden Aufgabentypen, nicht deren Zusammenstellung, Gewichtung oder Bestehensgrenze. Wer sich in zwei Ländern bewirbt, durchläuft zwei unterschiedliche Verfahren.
Die einzelnen Aufgaben sind selten schwer – schwer ist das Tempo. Die meisten Verfahren geben so wenig Zeit vor, dass kaum jemand alle Aufgaben bearbeitet. Geprüft wird deshalb weniger, ob Sie eine Aufgabe lösen können, sondern wie viele Sie in der vorgegebenen Zeit richtig lösen. Genau deshalb bringt Übung so viel: Wer die Formate kennt, verliert keine Sekunde mehr an das Verstehen der Aufgabenstellung.
In der Regel ja, aber nicht sofort. Üblich sind Sperrfristen von einigen Monaten bis zu einem Jahr; manche Behörden begrenzen zusätzlich die Zahl der Versuche. Ob und wann Sie erneut antreten dürfen, steht im Ablehnungsschreiben oder in der Ausschreibung. Nutzen Sie die Wartezeit gezielt: Lassen Sie sich Rückmeldung geben, welcher Teil nicht gereicht hat, und trainieren Sie genau diesen.
Acht bis zwölf Wochen sind ein realistischer Rahmen, wenn Sie sportlich nicht bei null anfangen. Der schriftliche Teil lässt sich in vier bis sechs Wochen deutlich verbessern; der Sportteil braucht länger, weil körperliche Anpassung Zeit kostet. Wer erst wenige Tage vor dem Termin anfängt, kann realistisch nur noch die Formate kennenlernen – immerhin der größte Einzeleffekt.
Diktate werden üblicherweise mehrfach vorgetragen – die Polizei Sachsen beschreibt für ihr Übungsdiktat etwa, dass der Text zuerst in Abschnitten mit Pausen und danach ein zweites Mal vollständig vorgelesen wird. Lassen Sie unklare Stellen im ersten Durchgang bewusst offen und füllen Sie sie im zweiten. Wer während des Vorlesens grübelt, verliert den Anschluss und damit ganze Sätze.
Beide sind in aller Regel eigenständige Hürden: Wer eine davon nicht besteht, ist raus – unabhängig davon, wie gut die andere ausgefallen ist. Ein hervorragendes Testergebnis gleicht einen nicht bestandenen Sporttest also nicht aus und umgekehrt. Planen Sie beide Bereiche von Anfang an parallel.
Beides regeln die Länder unterschiedlich und beide Regelungen wurden in den vergangenen Jahren mehrfach geändert. Zu Tätowierungen gibt es Vorgaben, die sich meist auf sichtbare Stellen und auf Inhalte beziehen; zur Sehschärfe gibt es medizinische Grenzwerte, die eine Korrektur durch Brille oder Kontaktlinsen in bestimmtem Umfang zulassen. Verlässliche Auskunft gibt nur die Einstellungsbehörde selbst – fragen Sie im Zweifel vor der Bewerbung nach, das ist üblich und kostet nichts.
Er misst Verhaltenstendenzen wie Gewissenhaftigkeit, Belastbarkeit, Kooperationsbereitschaft und Regelorientierung. Bestehen im engeren Sinn kann man ihn nicht – wohl aber auffallen: Viele Fragebogen enthalten Kontrollskalen, die prüfen, ob jemand durchgehend sozial erwünscht antwortet. Ein sehr glattes Profil ist deshalb riskanter als ein ehrliches. Antworten Sie zügig und konsistent, ohne einzelne Items zu zerdenken.
Die Bundespolizei ist eine Bundesbehörde mit eigenem Aufgabenzuschnitt – Grenzschutz, Bahnpolizei, Luftsicherheit – und einem bundesweit einheitlichen Verfahren, das nach Laufbahn unterscheidet: im mittleren Dienst mit Diktat, im gehobenen Dienst mit Intelligenztest, Kurzaufsatz und Assessment Center, jeweils ergänzt um Sporttest und polizeiärztliche Untersuchung. Die Landespolizeien prüfen dieselben Fähigkeitsbereiche, setzen sie aber jeweils eigenständig zusammen.
Kommt darauf an, was fehlt. Wer die Formate noch gar nicht kennt, holt den größten Effekt bereits aus kostenlosen Übungsaufgaben – etwa dem Trainer auf dieser Seite. Kostenpflichtige Angebote lohnen sich vor allem dann, wenn sie landesspezifisch aufgebaut sind und echte Diktate mit Auswertung enthalten. Achten Sie darauf, ob das Material zu Ihrem Bundesland passt und wie aktuell es ist.
Nein. Er ist ein Übungsinstrument, kein normiertes Testverfahren: Er liefert keinen Prozentrang gegenüber einer Normstichprobe, keine Aussage über Ihre Eignung für den Polizeiberuf und keine Prognose für ein konkretes Auswahlverfahren. Er zeigt Ihnen, welche Aufgabentypen Sie sicher beherrschen und welche noch Übung brauchen. Eine belastbare Messung kognitiver Leistungsfähigkeit leistet ein standardisierter Intelligenztest.
Eine Absage im Auswahlverfahren sagt wenig über Ihre berufliche Eignung insgesamt – sie sagt, dass Sie in einem bestimmten Verfahren an einer bestimmten Hürde gescheitert sind. Sinnvoll ist dann zweierlei: erstens klären, ob ein zweiter Anlauf realistisch ist, zweitens den Suchraum öffnen. Verwandte Wege sind Zoll, Justizvollzug, Bundeswehr, Feuerwehr oder Rettungsdienst, dazu Sicherheits- und Ermittlungsberufe in der Wirtschaft. Welche Richtung wirklich passt, klärt eine Orientierungsberatung deutlich belastbarer als jeder weitere Übungstest.
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Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: August 2026. Diese Seite beschreibt allgemeine Strukturen von Auswahlverfahren der Polizei in Deutschland. Verbindlich sind ausschließlich die Ausschreibung und die Angaben der jeweiligen Einstellungsbehörde des Bundes oder des Landes, bei dem Sie sich bewerben. Voraussetzungen, Testbestandteile, Normwerte und Fristen ändern sich regelmäßig und unterscheiden sich zwischen den Ländern.
Der Trainer auf dieser Seite ist ein Übungsinstrument zur Vorbereitung. Er ist nicht normiert, liefert keinen Prozentrang gegenüber einer repräsentativen Stichprobe und ist weder ein Intelligenztest noch ein diagnostisches Gutachten. Angaben zu Trainingsempfehlungen ersetzen keine sportmedizinische oder ärztliche Beratung. Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.