Berufsfeld · 56 Ausbildungsberufe

Metall- und Maschinenbau-Ausbildungen: Alle Berufe im Überblick

Das industrielle Rückgrat Deutschlands: 56 duale Ausbildungsberufe in Metallverarbeitung, Maschinenbau, Fahrzeug-, Mobilitäts- und Werkstofftechnik. Vom Kraftfahrzeugmechatroniker (mit 24.531 Verträgen der nachfragestärkste Beruf 2025) über Industrie- und Zerspanungsmechaniker bis hin zu spezialisierten Berufen in Gießerei, Flugzeugbau und Mechatronik. Gemeinsames RIASEC-Profil: RIC – mit klaren Karrierewegen über Meister, Techniker und Studium.

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56
Metall- und Maschinenbau-Berufe
24.531
Größter Beruf: KFZ-Mechatroniker
~1.050€
Ø Ausbildungsvergütung 1. Jahr
RIC
Gemeinsames RIASEC-Profil
Berufsfeld im Überblick

Was eint Metall- und Maschinenbau-Berufe?

Metall- und Maschinenbau-Berufe sind das technische Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Sie umfassen alle Tätigkeiten rund um die Be- und Verarbeitung metallischer Werkstoffe – vom millimetergenauen CNC-Fräsen über die Montage komplexer Produktionsanlagen bis zur Reparatur moderner E-Fahrzeuge. Mit fast 100.000 Neuverträgen jährlich ist es nach Kaufmännisch & Verwaltung das zweitgrößte Berufsfeld der dualen Ausbildung.

Die Top-3 nach BIBB-Rangliste 2025 sind Kraftfahrzeugmechatroniker (24.531 Verträge, Platz 1 aller Berufe), Industriemechaniker (~10.800) und Mechatroniker (~8.500). Die meisten Berufe in diesem Feld dauern 3,5 Jahre – sechs Monate länger als kaufmännische Ausbildungen. Mit guten Noten ist eine Verkürzung auf 3 Jahre möglich, mit Abitur sogar auf 2,5 Jahre.

Gemeinsame Kernkompetenzen

Räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Verständnis, Hand-Augen-Koordination, Belastbarkeit, Sorgfalt bei Messungen, Verständnis für Werkstoffe und Maschinen, zunehmend digitale Affinität (CAD, CNC, SPS).

Wandel durch Energiewende

E-Mobilität, Hochvolttechnik und Wasserstoff-Antrieb transformieren KFZ- und Maschinenbau. Industrie 4.0 verschmilzt Mechanik mit Sensorik und Software. Mechatroniker und Mechatronik-Spezialisten sind die Top-Profile der nächsten 10 Jahre.

Tariflich gut bezahlt

Der IG-Metall-Tarif ist einer der höchsten in Deutschland. Industriemechaniker, Zerspaner und Mechatroniker starten bei 1.020–1.260 € im ersten Jahr, mit Meister oder Techniker sind 60.000–90.000 € realistisch.

Alle Berufe im Feld

Die 56 Metall- und Maschinenbau-Berufe in Deutschland

Sechs Untergruppen strukturieren das Feld. Berufe mit „Übersicht"-Badge haben eigene Detail-Subpage mit RIASEC, Gehalt und Karriere. Berufe mit „Geplant"-Badge folgen in den kommenden Wochen.

Klassische Industriemechanik

12 Berufe
RIC Übersicht

Industriemechaniker/in

KI-Risiko 53 %

Klassischer Industrieberuf und mit ~22.000 Neuabschlüssen pro Jahr einer der größten Ausbildungsberufe in Deutschland. Aufgaben: Maschinen und Anlagen herstellen, montieren, warten und instandsetzen — von der Einzelfertigung bis zur Großserienproduktion. Vier Einsatzgebiete: Feingerätebau, Maschinen- und Anlagenbau, Produktionstechnik, Instandhaltung. Sehr gefragt durch Industrie 4.0 und Automatisierungs-Boom. Klassische Karriere über Vorarbeiter zum Industriemeister Metall mit deutlich höherem Verdienst oder Bachelor Professional / Maschinenbau-Studium.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.050–1.180 €/Monat (IG-Metall-Tarif)
  • Einstieg: 38.000–48.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 50.000–72.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Bosch, Siemens, Volkswagen, BMW, ZF, MAN, Thyssenkrupp
→ Alles zur Ausbildung als Industriemechaniker/in
RIC Übersicht

Zerspanungsmechaniker/in

KI-Risiko 62 %

Hochpräzisions-Industrieberuf für die Bearbeitung von Metall mit CNC-Drehmaschinen, CNC-Fräsmaschinen, Schleifmaschinen und Bearbeitungszentren. Vier Schwerpunkte: Drehautomatensysteme, Drehmaschinensysteme, Fräsmaschinensysteme, Schleifmaschinensysteme. Stark digitalisiert mit CAD/CAM-Programmierung. Sehr gefragt bei deutschen Maschinenbau- und Automobilzulieferern — überdurchschnittliche Bezahlung nach IG-Metall-Tarif. Klassische Karriere über Industriemeister, Techniker oder duales Maschinenbau-Studium.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.050–1.180 €/Monat
  • Einstieg: 38.000–48.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 50.000–70.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Trumpf, DMG Mori, Siemens, Bosch, BMW, Daimler Truck, ZF
→ Alles zur Ausbildung als Zerspanungsmechaniker/in
RIC Übersicht

Werkzeugmechaniker/in

KI-Risiko 62 %

Hochspezialisierter Industrieberuf für Anfertigung präziser Werkzeuge: Stanz- und Umformwerkzeuge, Spritzgussformen, Vorrichtungen und Lehren. Vier Fachrichtungen: Stanztechnik, Formentechnik, Vorrichtungstechnik, Instrumententechnik. Hauptkunden sind Automobilindustrie und Kunststoffverarbeitung. Sehr anspruchsvolle Mikrometer-Präzisionsarbeit mit CNC-gestützter Fertigung. Karriere über Industriemeister Metall oder Techniker Feinwerktechnik.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.050–1.180 €/Monat
  • Einstieg: 38.000–48.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 50.000–70.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Bosch, Siemens, Werkzeugbau-Mittelstand, Automobilzulieferer
→ Alles zur Ausbildung als Werkzeugmechaniker/in
RIC Übersicht

Konstruktionsmechaniker/in

KI-Risiko 47 %

Industrieberuf für Stahl- und Metallbau-Konstruktionen: Brücken, Hallen, Schiffe, Kessel und Behälter. Aufgaben: Schweißen (MAG, MIG, WIG, E-Hand), Brennschneiden, Biegen, Montage auf Großbaustellen. Vier Schwerpunkte: Ausrüstungstechnik, Feinblechbautechnik, Schiffbau, Schweißtechnik. Sehr gefragt durch Infrastrukturprojekte (Brückensanierung) und Schiffbau-Renaissance. Karriere als Schweißfachmann, Schweißfachingenieur oder Industriemeister mit hohem Verdienstpotenzial.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.050–1.180 €/Monat
  • Einstieg: 38.000–48.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 50.000–72.000 €/Jahr (Schweißfachingenieur deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Thyssenkrupp, Meyer Werft, Bilfinger, Stahlbauer, Großanlagenbauer
→ Alles zur Ausbildung als Konstruktionsmechaniker/in
RAC Übersicht

Metallbauer/in

KI-Risiko 47 %

Klassischer Handwerksberuf mit drei Fachrichtungen: Konstruktionstechnik (Stahltreppen, Geländer, Stahlkonstruktionen), Metallgestaltung (Schmiedearbeiten, Kunsthandwerk) und Nutzfahrzeugbau (Aufbauten, Anhänger). Sehr gefragt durch Bauboom und individuelle Anfertigung. Klassischer Aufstieg über Geselle zum Metallbauermeister mit eigenem Betrieb — sehr Selbstständigkeit-freundlich. Mit Berufserfahrung auch Bauingenieur-Studium (Stahlbau) möglich.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.150 €/Monat (Handwerk-Tarif)
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 44.000–60.000 €/Jahr (eigener Betrieb deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Metallbau-Innungsbetriebe, Stahlbauer, Schmiedemeister, Nutzfahrzeugbauer
→ Alles zur Ausbildung als Metallbauer/in
RCS Übersicht

Maschinen- und Anlagenführer/in

KI-Risiko 78 %

Zweijähriger Industrieberuf mit fünf Schwerpunkten: Metall- und Kunststofftechnik, Lebensmitteltechnik, Druck- und Papierverarbeitung, Textiltechnik, Textilveredelung. Aufgaben: Bedienung und Wartung von Produktionsmaschinen, Werkzeugwechsel, Qualitätskontrolle, Behebung kleinerer Störungen. Sprungbrett für die Aufstockung zu vierjährigen Vollberufen wie Industriemechaniker oder Verfahrensmechaniker. Sehr stabile Beschäftigung in Industrie und Lebensmittelproduktion.

  • Dauer: 2 Jahre dual
  • RIASEC: RCS (Realistic · Conventional · Social)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.100 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Aufstockung zu Industriemechaniker oder Verfahrensmechaniker
  • Top-Arbeitgeber: Lebensmittelhersteller, Verpackungsindustrie, Druckereien, Textilindustrie
→ Zur Berufsseite: Maschinen- und Anlagenführer/in
RIC Übersicht

Feinwerkmechaniker/in

KI-Risiko 62 %

Hochpräzisions-Handwerksberuf für die Anfertigung feinmechanischer Bauteile: optische Instrumente, medizintechnische Geräte, Mess- und Regeltechnik. Vier Schwerpunkte: Maschinenbau, Werkzeugbau, Feinmechanik, Zerspanungstechnik. Sehr gefragt in Optik-Industrie (Carl Zeiss, Leica), Medizintechnik (Siemens Healthineers) und Präzisions-Mittelstand. Klassische Karriere als Feinwerkmechanikermeister mit eigenem Betrieb oder als Techniker Feinwerktechnik mit hoher Spezialisierungs-Tiefe.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 850–1.100 €/Monat (Handwerks-Tarif)
  • Einstieg: 34.000–44.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 44.000–60.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Carl Zeiss, Leica, Siemens Healthineers, Trumpf, Optik- und Medizintechnik-Mittelstand
→ Alles zur Ausbildung als Feinwerkmechaniker/in
RIC Übersicht

Fertigungsmechaniker/in

KI-Risiko 78 %

Fertigungsmechaniker/innen montieren Baugruppen und Geräte in der industriellen Serienfertigung: Automobil-Zulieferung, Elektrogeräte, Maschinen und Anlagen. Sie fügen Bauteile durch Schrauben, Nieten, Kleben und Löten, verdrahten elektrische Komponenten, prüfen Funktion und Qualität. Operative Schnittstelle zwischen Einzelteilfertigung und Endmontage. Arbeitgeber: Automobilzulieferer, Elektrogerätehersteller (Miele, Bosch, Siemens), Maschinenbau. Dreijährig, gute Übernahmequoten.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.200 €/Monat
  • Einstieg: 34.000–46.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Maschinen- und Fahrzeugbau
→ Alles zur Ausbildung als Fertigungsmechaniker/in
RCE Übersicht

Fachkraft für Metalltechnik

KI-Risiko 78 %

Fachkräfte für Metalltechnik bearbeiten Metallteile in der industriellen Fertigung: Sägen, Bohren, Fräsen, Drehen, Biegen und Schweißen nach technischen Zeichnungen. Zweijähriger Einstieg mit vier Fachrichtungen: Montagetechnik (Baugruppen), Konstruktionstechnik (Metallbau), Zerspanungstechnik (Drehen, Fräsen) und Umform-/Drahttechnik (Biegen, Stanzen). Klassischer Aufstiegseinstieg: Aufstockung auf Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Konstruktionsmechaniker oder Metallbauer möglich. Arbeitgeber: Metallverarbeitende Industrie, Automobilzulieferer, Maschinenbau.

  • Dauer: 2 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.150 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Metall- und Maschinenbauindustrie
→ Alles zur Ausbildung als Fachkraft für Metalltechnik
RIC Übersicht

Präzisionswerkzeugmechaniker/in

KI-Risiko 62 %

Präzisionswerkzeugmechaniker/innen fertigen und schärfen hochpräzise Schneid- und Zerspanungswerkzeuge: Fräser, Bohrer, Reibahlen, Sägeblätter aus Hartmetall, HSS und PKD. Sie arbeiten an CNC-Schleifmaschinen (Walter, Vollmer, Anca), messen mit Lichtmikroskop und Konturograph und beschichten Werkzeuge (TiN, TiAlN). Arbeitgeber: Werkzeughersteller (Walter, Kennametal, Sandvik Coromant), Schärfservicebetriebe. Dreijährig, Spezialisierung auf Zerspanungs- oder Schneidwerkzeuge.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.200 €/Monat
  • Einstieg: 34.000–46.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Werkzeug- und Formenbau
→ Zur Berufsseite: Präzisionswerkzeugmechaniker/in
RCE Übersicht

Aufbereitungsmechaniker/in

KI-Risiko 72 %

Aufbereitungsmechaniker/innen gewinnen und verarbeiten Rohstoffe wie Sand, Kies, Naturstein, Erze und Salz. Sie bedienen Brech-, Sieb-, Klassier- und Sortieranlagen, steuern Nassaufbereitungsprozesse und überwachen Fördereinrichtungen. Verbindet Bergbau-Tradition mit moderner Aufbereitungstechnik und Recycling. Arbeitgeber: Kies- und Schotterwerke, Steinbrüche, Erzaufbereitungsanlagen, Recyclingunternehmen. Dreijährig, zwei Fachrichtungen: Sand/Kies/Naturstein und Feuerfeste/Keramische Rohstoffe.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.200 €/Monat
  • Einstieg: 34.000–44.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Rohstoff- und Baustoffindustrie
→ Alles zur Ausbildung als Aufbereitungsmechaniker/in
RCE Übersicht

Berg- und Maschinenmann/-frau

KI-Risiko 64 %

Berg- und Maschinenleute arbeiten unter Tage im Bergbau: Fördern und Transportieren von Rohstoffen (Kali, Salz), Bedienen von Gewinnungs- und Lademaschinen, Sichern von Strecken durch Ausbau (Stahlbögen, Anker, Spritzbeton), Warten von Maschinen unter Tage. Zweijähriger Einstieg mit Aufstockung zum Bergbautechnologen. Arbeitgeber: K+S (Kali/Salz), RAG (Steinkohle-Rückbau). Schwere körperliche Arbeit unter extremen Bedingungen mit überdurchschnittlicher Vergütung (Bergmannszulagen).

  • Dauer: 2 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.250 €/Monat
  • Einstieg: 34.000–46.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Bergbau- und Rohstoffunternehmen
→ Alles zur Ausbildung als Berg- und Maschinenmann/-frau

Fahrzeug- & Mobilitätstechnik

7 Berufe
RIC Übersicht

Kraftfahrzeugmechatroniker/in

KI-Risiko 38 %

Mit 63.000 Neuabschlüssen pro Jahr der populärste Ausbildungsberuf in Deutschland. Fünf Schwerpunkte: PKW-Technik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, System- und Hochvolttechnik, Karosserietechnik. Stark wachsende Bedeutung von E-Mobilität (Hochvolttechnik) und Software-Diagnose. Klassische Karrierepfade über Servicetechniker zum Kfz-Meister mit eigener Werkstatt oder zum Servicetechniker bei Premium-Marken — sehr Selbstständigkeit-freundlich.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 850–1.080 €/Monat (Handwerks-Tarif)
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 44.000–58.000 €/Jahr (eigene Werkstatt deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Mercedes-Benz, BMW, Audi/VW, Bosch-Service, Vertragswerkstätten
→ Alles zur Ausbildung als Kraftfahrzeugmechatroniker/in
RAC Übersicht

Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in

KI-Risiko 31 %

Klassischer Fahrzeugbauberuf mit drei Fachrichtungen: Karosserieinstandhaltungstechnik (Unfall-Reparatur), Karosserie- und Fahrzeugbautechnik (Aufbauten, Spezialfahrzeuge) und seit 2024 NEU Caravan- und Reisemobiltechnik (Wohnmobil-Bau). Aufgaben: Karosseriereparatur, Schweißarbeiten, Spachteln, Lackiervorbereitung. Stark gefragt in Karosseriewerkstätten und bei Nutzfahrzeug-Spezialisten. Klassische Karriere über Karosseriemeister mit eigener Werkstatt.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 850–1.080 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 42.000–58.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Karosserie-Innungsbetriebe, Nutzfahrzeug-Aufbauer (Schmitz Cargobull), Caravan-Hersteller (Hymer)
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RIC Übersicht

Land- und Baumaschinenmechatroniker/in

KI-Risiko 31 %

Spezialberuf für Wartung und Reparatur von Land- und Baumaschinen: Traktoren, Mähdrescher, Bagger, Radlader, Spezialfahrzeuge. Aufgaben umfassen Hydraulik, Mechanik, Elektronik und zunehmend GPS-gestützte Präzisionslandwirtschaft sowie Telematik-Systeme. Sehr gefragt durch Mechanisierung in Landwirtschaft und Bauboom — Karriere als Land- und Baumaschinenmechatroniker-Meister mit eigenem Betrieb oder bei Markenservice-Niederlassungen.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 850–1.100 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 44.000–60.000 €/Jahr (eigener Betrieb deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: John Deere, Claas, Fendt, Liebherr, Caterpillar, Service-Niederlassungen
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RIC Übersicht

Zweiradmechatroniker/in

KI-Risiko 38 %

Spezialberuf mit zwei Fachrichtungen: Motorradtechnik (Motorräder, Roller) und Fahrradtechnik (Fahrräder, E-Bikes, Pedelecs). Aufgaben: Reparatur, Service, Wartung, Anpassungen, Verkaufsberatung. Massives Wachstum durch E-Bike-Boom (Pedelecs, S-Pedelecs, Lastenräder) und Fahrrad-Renaissance. Sehr Selbstständigkeit-freundlich — viele kleine Fachgeschäfte mit Reparaturservice. Klassische Karriere über Zweiradmechatroniker-Meister mit eigenem Betrieb.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 750–950 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 36.000–48.000 €/Jahr (eigener Betrieb deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Fahrrad-Fachgeschäfte, BMW Motorrad, KTM, Yamaha, E-Bike-Spezialisten (Riese & Müller)
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RIC Übersicht

Fluggerätmechaniker/in

KI-Risiko 41 %

Hochspezialisierter Beruf in der Luftfahrtindustrie mit drei Fachrichtungen: Fertigungstechnik (Flugzeugbau), Instandhaltungstechnik (Wartung) und Triebwerkstechnik (Triebwerke). Aufgaben: Montage von Flugzeugkomponenten, Strukturreparaturen, Triebwerks-Überholungen, Sicherheitsprüfungen nach EASA-Vorschriften. Sehr seltener und hoch bezahlter Beruf — Hauptarbeitgeber sind Airbus, Lufthansa Technik, MTU Aero Engines und Bundeswehr.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.080–1.250 €/Monat (Tarif Luftfahrt)
  • Einstieg: 42.000–55.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 55.000–75.000 €/Jahr (mit EASA-Lizenzen deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Airbus, Lufthansa Technik, MTU Aero Engines, Premium AEROTEC, Bundeswehr
→ Alles zur Ausbildung als Fluggerätmechaniker/in
RCE Übersicht

Fahrzeuginterieur-Mechaniker/in

KI-Risiko 64 %

Fahrzeuginterieur-Mechaniker/innen fertigen und montieren Innenausstattungen für Fahrzeuge: Sitzbezüge, Türverkleidungen, Dachhimmel, Armaturenträger und Lenkradbezüge aus Leder, Stoff und Verbundmaterialien. Sie bedienen Zuschneidemaschinen, Nähmaschinen, Kaschierpressen und Ultraschall-Schweißanlagen. Arbeitgeber: Automobil-Zulieferer (Adient, Faurecia/Forvia, Lear, Bader), Sattlereien für Sonderfahrzeuge und Wohnmobil-Hersteller. Dreijährig, Premium-Interieur gewinnt an Bedeutung.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.150 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Fahrzeug- und Zulieferindustrie
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RCE Übersicht

Leichtflugzeugbauer/in

KI-Risiko 38 %

Leichtflugzeugbauer/innen fertigen, warten und reparieren Segelflugzeuge, Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge und Drohnen. Sie verarbeiten Faserverbundwerkstoffe (GFK, CFK), Holz und Metall, bauen Tragflächen und Rumpfschalen, laminieren und schleifen Verbundstrukturen und führen Sicherheitsprüfungen nach LBA-Vorschriften durch. Arbeitgeber: Segelflugzeughersteller (Schempp-Hirth, Schleicher, DG Aviation), Ultraleicht-Hersteller, Luftfahrt-Werkstätten. Dreijährig, erfordert Präzision und Luftfahrt-Interesse.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.200 €/Monat
  • Einstieg: 34.000–46.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Luftfahrt- und Segelflugzeugbau
→ Alles zur Ausbildung als Leichtflugzeugbauer/in

Mechatronik & Automation

6 Berufe
RIC Übersicht

Mechatroniker/in

KI-Risiko 50 %

Schnittstellen-Industrieberuf zwischen Mechanik, Elektronik und Informatik: Montage und Inbetriebnahme komplexer mechatronischer Systeme — Industrieroboter, automatisierte Fertigungslinien, Verpackungsmaschinen, medizintechnische Geräte. Wachstumsmarkt durch Industrie 4.0, Robotik und Automatisierung. Klassische Karriere über Industriemeister Metall oder Mechatroniker-Techniker mit deutlich höherer Vergütung — auch Maschinenbau-Studium mit Berufserfahrung möglich.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.050–1.180 €/Monat
  • Einstieg: 38.000–48.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 50.000–72.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Siemens, Bosch, KUKA, Festo, BMW, Volkswagen, Mittelstand-Maschinenbau
→ Alles zur Ausbildung als Mechatroniker/in
RIC Übersicht

Mechatroniker/in für Kältetechnik

KI-Risiko 40 %

Spezialberuf mit hoher Aktualität durch Wärmepumpen-Boom und Klimaschutz: Montage und Wartung von Kälte-, Klima- und Wärmepumpen-Anlagen — von Privathaushalt bis Großgewerbe. Stark wachsendes Berufsfeld durch GEG, Wärmewende und steigende Anforderungen an Kältemittel (F-Gase-Verordnung). Klassische Karriere als Kälteanlagenbauer-Meister mit eigenem Betrieb oder Spezialist für Industriekältetechnik bei großen Anlagenbauern.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 850–1.100 €/Monat
  • Einstieg: 36.000–46.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 48.000–65.000 €/Jahr (Wärmepumpen-Spezialisten deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Viessmann, Vaillant, Daikin, Bosch Thermotechnik, Kälte-Innungsbetriebe
→ Zur Berufsseite: Mechatroniker/in für Kältetechnik
RIC Übersicht

Produktionstechnologe/-in

KI-Risiko 81 %

Moderner Industrieberuf seit 2008 mit Fokus auf Produktionsprozess-Optimierung: Planung, Steuerung und Verbesserung von Fertigungsabläufen — von Werkzeug-Voreinstellung über Anlauf neuer Anlagen bis zu Lean-Management-Methoden. Schnittstelle zwischen Fertigung, Konstruktion und Qualitätssicherung. Sehr gefragt im Industrie-4.0-Umfeld und in der Großserienfertigung (Automobil, Maschinenbau). Klassische Karrierepfade als Prozessingenieur oder Maschinenbau-Studium nach Berufserfahrung.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.050–1.180 €/Monat (IG-Metall-Tarif)
  • Einstieg: 38.000–48.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 50.000–68.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Bosch, Siemens, Volkswagen, BMW, Mittelstand-Maschinenbau
→ Alles zur Ausbildung als Produktionstechnologe/-in
RIC Übersicht

Anlagenmechaniker/in (Industrie)

KI-Risiko 47 %

Industrieller Berufsbild (nicht zu verwechseln mit Anlagenmechaniker SHK aus dem Bauhandwerk): Aufbau und Wartung von Rohrleitungs-, Apparate- und Behälteranlagen in der Chemie, Mineralöl-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Aufgaben umfassen Schweißen, Montage, Kessel- und Druckbehälteranschlüsse, Inbetriebnahme. Sehr stabile Beschäftigung bei Anlagenbauern (Bilfinger, Linde Engineering) und Chemie-Konzernen (BASF, Bayer).

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.050–1.180 €/Monat (IG-Metall-Tarif)
  • Einstieg: 38.000–48.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 50.000–68.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: BASF, Bayer, Evonik, Bilfinger, Linde Engineering, Anlagenbau-Mittelstand
→ Zur Berufsseite: Anlagenmechaniker/in (Industrie)
RCE Übersicht

Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/in

KI-Risiko 29 %

Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/innen montieren, warten und reparieren Rollladenkästen, Außenjalousien, Markisen, Raffstores und Insektenschutzsysteme. Sie installieren elektrische Antriebe, programmieren Smart-Home-Steuerungen (Somfy, Warema) und integrieren Wind-/Sonnensensoren. Verbindet Metallhandwerk mit Gebäudeautomation. Arbeitgeber: Rollladen- und Jalousiebaubetriebe, Sonnenschutz-Fachhändler. Dreijährig, wachsende Nachfrage durch Smart-Home-Trend und energetische Sanierung.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 850–1.100 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–40.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Rollladen- und Sonnenschutzbetriebe
→ Zur Berufsseite: Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker/in
RCE Übersicht

Automatenfachmann/-frau

KI-Risiko 40 %

Automatenfachleute installieren, warten und reparieren Automaten aller Art: Getränke- und Snackautomaten, Fahrkartenautomaten, Geldautomaten, Park- und Waschautomaten. Technische Störungsdiagnose, Baugruppenrausch, Befüllung und Umsatzabrechnung. Zwei Fachrichtungen: Automatenmechatronik (technisch) und Automatendienstleistung (kaufmännisch). Arbeitgeber: Automatenaufsteller (Selecta, Sielaff), DB (Fahrkarten), Banken (Geldautomaten), Vending-Unternehmen. Dreijährig, Mischung aus Technik und Kundenservice.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 900–1.100 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–40.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Automatenwirtschaft, Vending-Dienstleister
→ Alles zur Ausbildung als Automatenfachmann/-frau

Werkstoff- & Gießereitechnik

13 Berufe
ICR Übersicht

Werkstoffprüfer/in

KI-Risiko 68 %

Wissenschaftlich-technischer Industrieberuf für Materialprüfung und Qualitätssicherung: zerstörende Prüfung (Zugversuch, Härteprüfung), zerstörungsfreie Prüfung (Ultraschall, Röntgen, Magnetpulver), Wärmebehandlung und Gefügeanalyse. Vier Fachrichtungen: Metalltechnik, Kunststofftechnik, Wärmebehandlungstechnik, Systemtechnik. Sehr gefragt in Qualitätssicherung der Automobil- und Luftfahrtindustrie. Karrierepfade als Werkstoffprüfer-Techniker oder Werkstoffwissenschaftler-Studium.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: ICR (Investigative · Conventional · Realistic)
  • Vergütung 1. LJ: 1.050–1.200 €/Monat
  • Einstieg: 38.000–48.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 50.000–68.000 €/Jahr (Techniker 60.000+)
  • Top-Arbeitgeber: TÜV, DEKRA, BMW, Bosch, Airbus, Stahlwerke, Materialprüflabore
→ Alles zur Ausbildung als Werkstoffprüfer/in
RIC Übersicht

Gießereimechaniker/in

KI-Risiko 78 %

Hochspezialisierter Industrieberuf für die Metallgießerei mit drei Fachrichtungen: Handformguss, Maschinenformguss, Druck- und Kokillenguss. Aufgaben: Formherstellung, Schmelzbedienung, Gießen, Nachbearbeitung von Gussstücken. Sehr gefragt im Automotive-Sektor (Motorblöcke, Getriebe) und Maschinenbau. Stark digitalisierte Großgießereien — Karriere als Gießerei-Meister oder Techniker Gießereitechnik. Trotz Strukturwandel weiterhin gute Beschäftigung.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.050–1.180 €/Monat (IG-Metall-Tarif)
  • Einstieg: 38.000–48.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 48.000–65.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Volkswagen-Gießereien, BMW, Daimler Truck, Eisengießerei-Mittelstand
→ Alles zur Ausbildung als Gießereimechaniker/in
RIC Übersicht

Verfahrenstechnologe/-technologin Metall (vormals Verfahrensmechaniker Hütten- und Halbzeugindustrie)

KI-Risiko 72 %

Seit Reform 01.08.2018 umbenannter Beruf — bis dahin 'Verfahrensmechaniker/in in der Hütten- und Halbzeugindustrie'. Vier Fachrichtungen: Eisen- und Stahlmetallurgie, Nichteisenmetallurgie, Stahlumformung, Nichteisenmetallumformung. Aufgaben: Steuerung und Regelung von Produktionsanlagen zur Herstellung von Eisen, Stahl, Aluminium und anderen Metallen — von Hochöfen über Stranggusslagen bis zur Walzstraße. Hauptarbeitgeber sind Thyssenkrupp, Salzgitter und Aurubis.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.050–1.180 €/Monat
  • Einstieg: 40.000–52.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 52.000–70.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Thyssenkrupp Steel, Salzgitter AG, Aurubis, ArcelorMittal, Trimet Aluminium
→ Zur Berufsseite: Verfahrenstechnologe/-technologin Metall (vormals Verfahrensmechaniker Hütten- und Halbzeugindustrie)
RIC Übersicht

Industriekeramiker/in

KI-Risiko 78 %

Industrieller Beruf für die Herstellung technischer und feuerfester Keramik mit vier Fachrichtungen: Anlagentechnik, Dekorationstechnik, Modelltechnik, Verfahrenstechnik. Anwendungen sind technische Keramik (Isolatoren, Filter, Implantate), feuerfeste Auskleidungen für Hochöfen und Sanitärkeramik. Hauptarbeitgeber sind Villeroy & Boch (Sanitär) und CeramTec (Hochleistungskeramik). Sehr seltener Beruf mit weniger als 100 Neuabschlüssen jährlich — gute Beschäftigungsperspektiven.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.150 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 42.000–55.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Villeroy & Boch, CeramTec, Rauschert, Schunk Group, Feuerfest-Hersteller
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RCI Übersicht

Oberflächenbeschichter/in

KI-Risiko 72 %

Industrieberuf für Galvanik und chemische Oberflächenbeschichtung: Verchromen, Vernickeln, Verzinken, Phosphatieren, Anodisieren von Metalloberflächen. Hauptanwendungen sind Automobilteile (Stoßstangen, Felgen), Maschinenbau und Elektroindustrie. Sehr saubere und chemisch anspruchsvolle Arbeitsumgebung — strenge Umweltauflagen. Karrierepfade als Galvanotechnik-Meister oder Spezialist für Funktionsbeschichtungen (Korrosionsschutz, Verschleißschutz).

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.150 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 42.000–55.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Atotech, Galvanotechnik-Mittelstand, Automobilzulieferer-Oberflächenbetriebe
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RIC Übersicht

Kunststoff- und Kautschuktechnologe/-technologin

KI-Risiko 72 %

Kunststoff- und Kautschuktechnologen verarbeiten Kunststoffe und Elastomere zu Produkten für Automobil, Medizin, Verpackung und Bau. Spritzgießmaschinen, Extruder, Blasform- und Thermoformanlagen. Sieben Fachrichtungen: Formteile (Spritzguss), Halbzeuge (Extrusion), Mehrschichtkautschukteile (Reifen), Faserverbundtechnologie (CFK/GFK) u.a. Arbeitgeber: Automobilzulieferer, Verpackungshersteller, Medizintechnik, Reifenhersteller (Continental, Michelin). Dreijährig, zukunftssicher durch Leichtbau.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.250 €/Monat
  • Einstieg: 34.000–46.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Kunststoff- und Gummiindustrie
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RAI Übersicht

Metallbildner/in

KI-Risiko 17 %

Metallbildner/innen gestalten kunsthandwerkliche Metallarbeiten: Treiben, Schmieden, Ätzen, Gravieren und Ziselieren von Objekten aus Kupfer, Messing, Bronze und Edelstahl. Drei Fachrichtungen: Gürtlertechnik (Beschläge, Leuchten), Metalldrücktechnik (Pokale, Kannen, Lampenschirme) und Ziseliertechnik (Reliefs, Skulpturen). Arbeitgeber: Kunstschmieden, Metallmanufakturen, Restaurierungswerkstätten, Denkmalschutz. Dreijährig, seltener künstlerisch-handwerklicher Beruf mit Meisterpflicht.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAI (Realistic · Artistic · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 700–950 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–38.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Metallgestaltung, Restaurierung
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RCE Übersicht

Flachglastechnologe/-technologin

KI-Risiko 78 %

Flachglastechnologen verarbeiten Flachglas zu Produkten für Bau, Automobil und Technik: Zuschneiden, Schleifen, Bohren, Biegen, Härten (ESG/VSG), Beschichten und Bedrucken. Sie bedienen CNC-Schneidanlagen, Kantenpoliermaschinen und Härteöfen und prüfen optische Qualität und Festigkeit. Arbeitgeber: Glasverarbeiter (Saint-Gobain, Pilkington, Schott), Isolierglaswerke, Automobil-Glaszulieferer. Dreijährig, wachsende Nachfrage durch Energiesanierung und Automotive-Verglasung.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.150 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Glasindustrie, Isolierglashersteller
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RCA Übersicht

Glasmacher/in

KI-Risiko 17 %

Glasmacher/innen formen Glasprodukte manuell an der Glasmacherpfeife: Vasen, Trinkgläser, Karaffen und künstlerische Glasobjekte. Sie entnehmen Glasschmelze aus dem Hafenofen, blasen, drehen und modellieren das zähflüssige Glas bei 1.100 °C und kühlen die Werkstücke kontrolliert im Kühlofen ab. Verbindet jahrtausendealtes Handwerk mit künstlerischem Anspruch. Arbeitgeber: Mundgeblasene Glashütten (Theresienthal, Eisch, Nachtmann), künstlerische Glaswerkstätten. Dreijährig, extrem selten.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 900–1.100 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–40.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Glashütten, Glasmanufakturen
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RCE Übersicht

Verfahrensmechaniker/in Glastechnik

KI-Risiko 72 %

Verfahrensmechaniker/innen für Glastechnik steuern die industrielle Glasherstellung: Schmelzöfen (bis 1.600 °C), Floatglas-Anlagen, Pressmaschinen und Glasbläsautomaten. Sie überwachen Gemengeaufbereitung (Quarzsand, Soda, Kalk), kontrollieren Schmelzprozesse, formen Glasprodukte und prüfen Qualität. Arbeitgeber: Glashütten (Schott, Wiegand-Glas, Ardagh), Spezialglasbetriebe, Glasfaserhersteller. Dreijährig, erfordert technisches Verständnis und Hitzetoleranz.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.200 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–44.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Glasindustrie
→ Zur Berufsseite: Verfahrensmechaniker/in Glastechnik
RCA Übersicht

Leuchtröhrenglasbläser/in

KI-Risiko 17 %

Leuchtröhrenglasbläser/innen biegen Glasröhren zu Leuchtschriften, Neonröhren und Lichtinstallationen. Sie erhitzen Glasröhren am Tischbrenner, biegen sie nach Vorlagen zu Buchstaben und Formen, evakuieren die Röhren und füllen sie mit Edelgasen (Neon, Argon, Krypton) für verschiedene Leuchtfarben. Trotz LED-Konkurrenz relevant in Lichtwerbung, Kunstinstallationen und Restaurierung historischer Leuchtreklame. Arbeitgeber: Lichtwerbe-Betriebe, Neonwerkstätten, Künstler-Ateliers. Dreijährig, einer der seltensten Berufe.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 800–1.000 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Leuchtreklame, Glasapparatebau
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RCA Übersicht

Figurenkeramformer/in

KI-Risiko 17 %

Figurenkeramformer/innen formen, gießen und modellieren Porzellan- und Keramikfiguren, Vasen und Ziergegenstände. Sie stellen Gipsformen her, gießen mit flüssigem Porzellan (Schlicker), garnieren Einzelteile (Blüten, Henkel) und retuschieren rohe Werkstücke vor dem Brand. Erfordert feinmotorisches Geschick und künstlerisches Auge. Konzentriert in Porzellanmanufakturen Meißen, Nymphenburg, Fürstenberg und KPM Berlin. Dreijährig, sehr seltener Nischenberuf.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 800–1.000 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Porzellan- und Keramikmanufakturen
→ Alles zur Ausbildung als Figurenkeramformer/in
RCE Übersicht

Verfahrensmechaniker/in Steine- und Erdenindustrie

KI-Risiko 72 %

Verfahrensmechaniker/innen in der Steine- und Erdenindustrie bedienen und überwachen Produktionsanlagen für Baustoffe: Zement-, Kalk- und Gipswerke, Sand- und Kiesgruben, Ziegeleien und Betonwerke. Sie steuern Brech-, Mahl- und Mischanlagen, überwachen Brennprozesse (Drehrohrofen bis 1.450 °C) und kontrollieren Produktqualität. Arbeitgeber: HeidelbergCement, Holcim, Knauf, Wienerberger, Schotter- und Kieswerke. Dreijährig, gute Vergütung durch Industrietarif.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.200 €/Monat
  • Einstieg: 34.000–44.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Baustoff- und Zementindustrie
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Spezial-Fertigung & Feintechnik

13 Berufe
RIC Übersicht

Behälter- und Apparatebauer/in

KI-Risiko 47 %

Spezialberuf des Metallhandwerks für die Herstellung von Behältern und Apparaten: Druckbehälter, Tanks, Wärmetauscher, Reaktoren für Chemie und Lebensmittelindustrie. Aufgaben umfassen Zuschnitt, Biegen, Schweißen (WIG, MAG), Montage. Sehr gefragt bei Apparatebauern für Pharma, Lebensmittel und Chemie. Klassische Karriere als Behälter- und Apparatebauermeister mit eigenem Betrieb oder Schweißfachingenieur. Hohe internationale Reisebereitschaft für Montage-Einsätze.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.180 €/Monat (Handwerks-Tarif)
  • Einstieg: 34.000–44.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 44.000–60.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Apparatebau-Innungsbetriebe, GEA Group, Bilfinger, Pharma-Apparatebauer
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RAI Übersicht

Modellbaumechaniker/in (heute Technische/r Modellbauer/in)

KI-Risiko 50 %

Reform-Hinweis: Der Beruf wurde 2009 in 'Technische/r Modellbauer/in' überführt. Aufgaben: Herstellung von Anschauungs-, Gießerei- und Karosseriemodellen aus Holz, Kunststoff und Metall — heute überwiegend mit 3D-Druck und CNC-Frästechnik. Wachsende Bedeutung durch Rapid Prototyping in der Automobilindustrie und Architektur. Seit weiterer Reform Monoberuf mit Einsatzgebieten Anschauungsmodellbau, Karosserie- und Produktionsmodellbau, Gießereimodell- und Formenbau.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RAI (Realistic · Artistic · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.180 €/Monat
  • Einstieg: 34.000–44.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 44.000–58.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: BMW Designworks, Mercedes-Benz Tech Center, Audi Concept Studio, Modellbau-Spezialisten
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RIC Übersicht

Schiffsmechaniker/in

KI-Risiko 36 %

Spezialberuf für die Seeschifffahrt: Wartung und Bedienung von Schiffsmotoren, Hilfsmaschinen, Decksausrüstung und elektrischen Anlagen an Bord von Frachtschiffen, Kreuzfahrtschiffen oder Offshore-Versorgungsschiffen. Lange Seereisen mit Wechselschichten — körperlich und mental anspruchsvoll. Karrierepfade über Schiffsbetriebsmeister zum Schiffsmechaniker-Techniker oder mit weiterführender Qualifikation zum nautischen Patent oder Schiffsingenieur.

  • Dauer: 3 Jahre dual + See-Praxis
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.150 €/Monat (See-Tarif)
  • Einstieg: 36.000–48.000 €/Jahr (+ See-Zulagen)
  • Senior nach 5 J.: 50.000–70.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Hapag-Lloyd, AIDA Cruises, TUI Cruises, Reedereien, Offshore-Dienstleister
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RCI Übersicht

Stanz- und Umformmechaniker/in

KI-Risiko 78 %

Industrieberuf für Bedienung und Wartung von Stanzautomaten, Umform- und Pressmaschinen: Großserienfertigung von Karosserieteilen, Beschlägen, Befestigungselementen. Aufgaben umfassen Rüsten der Maschinen, Werkzeugwechsel, Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung. Sehr gefragt in der Automobilindustrie und bei Zulieferern für Massenfertigung. Klassische Karrierepfade als Industriemeister Metall oder Techniker Maschinentechnik.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 1.050–1.180 €/Monat (IG-Metall-Tarif)
  • Einstieg: 36.000–46.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 44.000–58.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Volkswagen, BMW, Bosch, Schuler, Müller Weingarten, Automotive-Zulieferer
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RAI Übersicht

Technische/r Modellbauer/in

KI-Risiko 50 %

Drei Fachrichtungen: Anschauung (Designstudien, Architekturmodelle), Karosserie und Produktion (1:1-Modelle im Automobildesign), Gießerei (Gussformen). Anfertigung physischer Modelle und Prototypen aus Holz, Kunststoff, Schaumstoff und Metall — heute kombiniert mit 3D-Druck und CNC-Frästechnik. Reform: Seit jüngster Modernisierung als Monoberuf mit Einsatzgebieten organisiert. Sehr seltener Beruf — Hauptarbeitgeber sind Automobil-Design-Studios und Modellbau-Spezialisten.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RAI (Realistic · Artistic · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.180 €/Monat
  • Einstieg: 34.000–44.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 44.000–58.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: BMW Designworks, Mercedes-Benz Tech Center, Porsche Style, Audi Concept Studio
→ Alles zur Ausbildung als Technische/r Modellbauer/in
ICR Übersicht

Mikrotechnologe/-in

KI-Risiko 81 %

Hochspezialisierter Industrieberuf für Mikroelektronik- und Mikrosystem-Fertigung: Herstellung von Chips, MEMS-Sensoren, Halbleitern in Reinräumen (Cleanroom-Class 100). Zwei Fachrichtungen: Mikrosystemtechnik und Halbleitertechnik. Hochpräzises Arbeiten unter Reinraum-Bedingungen mit Lithografie, Plasmaätzen, Photolithografie. Sehr gefragt durch Halbleiter-Boom und EU-Chip-Strategie — Infineon (Dresden), Bosch und Globalfoundries als Hauptarbeitgeber. Sehr hoch bezahlt.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: ICR (Investigative · Conventional · Realistic)
  • Vergütung 1. LJ: 1.080–1.250 €/Monat
  • Einstieg: 42.000–55.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 55.000–75.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Infineon, Bosch, Globalfoundries, X-FAB, ZF, Halbleiter-Spezialisten
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RIC Übersicht

Feinoptiker/in

KI-Risiko 50 %

Feinoptiker/innen schleifen, polieren und beschichten optische Linsen, Prismen und Spiegel für Mikroskope, Teleskope, Kameraobjektive, Lasersysteme und medizinische Geräte. Genauigkeiten im Nanometerbereich, CNC-Schleif- und Poliermaschinen, Interferometer-Prüfung. Arbeitgeber: Carl Zeiss, Leica, Jenoptik, TRUMPF, Schott. Konzentriert in Jena, Wetzlar und Oberkochen. Dreijährig, exzellente Perspektive in Photonik und Medizintechnik.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.150 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–44.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Optik- und Photonikindustrie (ZEISS, SCHOTT)
→ Alles zur Ausbildung als Feinoptiker/in
RCA Übersicht

Feinpolierer/in

KI-Risiko 64 %

Feinpolierer/innen polieren Metallteile und Kunststoffoberflächen auf Hochglanz: chirurgische Instrumente, Bestecke, Armaturen, Automobilzierteile und Präzisionsbauteile. Sie arbeiten mit Schwabbelscheiben, Schleifbändern und chemischen Poliermitteln, beseitigen Oberflächenfehler und erzeugen definierte Oberflächengüten (Ra-Werte). Arbeitgeber: Besteckhersteller (WMF), Armaturen (Grohe, Hansgrohe), Medizintechnik, Automobilzulieferer. Dreijährig, erfordert Geduld und feinmotorisches Geschick.

  • Dauer: 2 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 800–1.000 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Schmuck- und Metallwarenindustrie
→ Alles zur Ausbildung als Feinpolierer/in
RIC Übersicht

Edelmetallprüfer/in

KI-Risiko 68 %

Edelmetallprüfer/innen analysieren den Feingehalt von Gold, Silber, Platin und Palladium in Schmuck, Barren und Münzen. Methoden: Schmelzproben (Kupellation), Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA), nasschemische Analyse und Feuerprobe. Stempelung geprüfter Waren mit dem offiziellen Feingehaltstempel. Arbeitgeber: Staatliche Beschauämter, Edelmetall-Scheideanstalten (Heraeus, Umicore), Prüflabore, Münzprägeanstalten. Dreijährig, sehr seltener Beruf mit analytisch-chemischem Profil.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 900–1.100 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Scheideanstalten, Schmuckindustrie
→ Alles zur Ausbildung als Edelmetallprüfer/in
RCA Übersicht

Vorpolierer/in (Schmuck- und Kleingeräteherstellung)

KI-Risiko 64 %

Vorpolierer/innen schleifen und polieren Schmuckstücke, Uhrenteile und Kleingeräte aus Edelmetallen und Legierungen auf Hochglanz. Sie arbeiten mit Poliermaschinen, Schleifböcken und Poliermitteln (Tripel, Diamantpaste), beseitigen Gieß- und Lötspuren und bereiten Werkstücke für die Endfertigung vor. Zweijähriger Einstiegsberuf in der Schmuck- und Besteckindustrie mit Aufstockungsoption zum Gold-/Silberschmied. Arbeitgeber: Schmuckmanufakturen, Besteckhersteller (WMF, Robbe & Berking), Uhrenhersteller, Galvanikbetriebe.

  • Dauer: 2 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 800–950 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Schmuck- und Besteckindustrie
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RCE Übersicht

Werkgehilfe/-gehilfin Schmuckwarenindustrie

KI-Risiko 78 %

Werkgehilfen in der Schmuckwarenindustrie unterstützen Gold- und Silberschmiede bei der seriellen Schmuckherstellung: Montage von Verschlüssen und Scharnieren, Löten von Kettengliedern, Fassen von Schmucksteinen, Gravieren und Polieren. Zweijähriger Einstiegsberuf mit Aufstockung zum Gold-/Silberschmied. Konzentriert in Pforzheim (Goldstadt) und Idar-Oberstein. Arbeitgeber: Schmuckmanufakturen, Ketten- und Ringfabriken, Juwelierwerkstätten.

  • Dauer: 2 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 800–950 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Schmuckwarenindustrie
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RCA Übersicht

Spielzeughersteller/in

KI-Risiko 78 %

Spielzeughersteller/innen fertigen Spielzeug aus Holz, Kunststoff, Metall und Plüsch — überwiegend handwerklich oder kleinseriel. Entwerfen, Sägen, Drechseln, Fräsen, Bemalen und Montieren, Sicherheitsprüfung nach EN 71 (Spielzeugrichtlinie). Konzentriert im Erzgebirge (traditionelles Holzspielzeug) und Nürnberg. Arbeitgeber: Holzspielzeug-Manufakturen, Plüschtierhersteller (Steiff), Modellbauhersteller (Playmobil, Schleich). Dreijährig, seltener Nischenberuf.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 800–1.000 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Spielwarenindustrie
→ Alles zur Ausbildung als Spielzeughersteller/in
RCE Übersicht

Holzmechaniker/in

KI-Risiko 78 %

Holzmechaniker/innen fertigen Holzprodukte in industrieller Serie: Möbelteile, Bauelemente, Leimholzplatten, Paletten. Sie bedienen CNC-Fräsen, Kantenanleimmaschinen, Hobelmaschinen und Lackierstraßen. Drei Fachrichtungen: Möbelbau/Innenausbau, Bauelemente/Holzpackmittel und Montage von Innenausbauten. Arbeitgeber: Möbelindustrie (Nolte, Hülsta), Fenster- und Türenhersteller, Holzverpackungsbetriebe. Dreijährig, gute Industrie-Vergütung nach Holz- und Kunststofftarif.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.150 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Holz- und Möbelindustrie
→ Alles zur Ausbildung als Holzmechaniker/in

Reparatur, Service & Großgeräte

5 Berufe
RAC Übersicht

Mechaniker/in Karosserieinstandhaltungstechnik

KI-Risiko 31 %

Spezialvariante mit Fokus auf Unfallreparatur und Karosserie-Instandhaltung. Aufgaben: Schadensanalyse, Karosserieaufbau, Schweißen, Spachteln, Lackiervorbereitung — eng abgestimmt mit Lackierern und Versicherungs-Gutachtern. Hauptarbeitgeber sind Karosseriewerkstätten und Smart-Repair-Spezialisten. Reform 2024: Inhaltlich integriert in den 'Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker' als eine der drei Fachrichtungen.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 850–1.080 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 42.000–58.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Karosserie-Innungsbetriebe, Versicherungs-Partnerwerkstätten, Smart-Repair-Spezialisten
→ Zur Berufsseite: Mechaniker/in Karosserieinstandhaltungstechnik
RIC Übersicht

Werkzeugmaschinenmechaniker/in

KI-Risiko 62 %

Reform-Hinweis: Der historische Beruf 'Werkzeugmaschinenmechaniker' wurde durch Reform der Metallberufe um 1987 abgelöst und ist heute in den Industriemechaniker (Einsatzgebiet Maschinen- und Anlagenbau) sowie den Werkzeugmechaniker integriert. Wer die Tätigkeitsfelder Werkzeugmaschinen-Montage und -Service sucht, sollte den Industriemechaniker als Nachfolgeberuf wählen. Klassische Karriere bei Werkzeugmaschinenherstellern wie Trumpf, DMG Mori oder Schuler.

  • Status: Historischer Beruf — heute Industriemechaniker
  • Nachfolge-Beruf: Industriemechaniker (29055) oder Werkzeugmechaniker (29051)
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 1.050–1.180 €/Monat (IG-Metall-Tarif)
  • Empfehlung: Direkt Industriemechaniker oder Werkzeugmechaniker beginnen
  • Top-Arbeitgeber: Trumpf, DMG Mori, Schuler, Heller, Werkzeugmaschinen-Hersteller
→ Alles zur Ausbildung als Werkzeugmaschinenmechaniker/in
RCS Übersicht

Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik

KI-Risiko 38 %

Spezialberuf in zwei Fachrichtungen: Reifen- und Fahrzeugtechnik (Reifenservice, Auswuchten, Achsvermessung) und Vulkanisationstechnik (Reifenrunderneuerung, Industrievulkanisation). Sehr gefragt durch Reifenservice-Saison-Boom (Sommer-/Winterreifen-Wechsel) und Trucking-Industrie. Klassische Karriere als Reifenmechaniker-Meister oder Filialleiter bei Reifenketten. Sehr stabile Beschäftigung durch ständigen Reifenverschleiß.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCS (Realistic · Conventional · Social)
  • Vergütung 1. LJ: 780–980 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 36.000–48.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Vergölst, Euromaster, Driver-Center, ATU, Continental, regionale Reifendienste
→ Zur Berufsseite: Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik
RCI Übersicht

Verfahrensmechaniker/in Beschichtungstechnik

KI-Risiko 72 %

Industrieberuf für industrielle Lackier- und Pulverbeschichtungsanlagen: Vorbehandlung von Werkstücken, Beschichten mit Lack/Pulver, Trocknen und Härten. Aufgaben umfassen das Rüsten der Beschichtungsanlagen, Mischen der Lacksysteme, Qualitätskontrolle. Sehr gefragt in der Automobilindustrie (Karosserielackierung) und bei Profilherstellern (Aluminium, Kunststoff). Klassische Karriere als Industriemeister Lack oder Lack-Techniker mit deutlich höherer Vergütung.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.180 €/Monat
  • Einstieg: 34.000–44.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 44.000–56.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: BMW, Audi, Daimler Truck, Aluminium-Profilhersteller, Lack-Auftragnehmer
→ Zur Berufsseite: Verfahrensmechaniker/in Beschichtungstechnik
RES Übersicht

Werkfeuerwehrmann/-frau

KI-Risiko 35 %

Werkfeuerwehrleute sind Brandschützer in Industriebetrieben: Chemiekonzerne, Raffinerien, Flughäfen, Automobilwerke. Brandbékämpfung, technische Hilfe, ABC-Einsätze (Gefahrstoffe), Rettungseinsätze, vorbeugender Brandschutz, Wartung von Löschfahrzeugen. Die Ausbildung integriert eine handwerkliche Ausbildung (18 Monate, z.B. Metall/Elektro) mit der Feuerwehr-Laufbahnausbildung. Arbeitgeber: BASF, Bayer, Covestro, BMW, Volkswagen, Fraport. Dreijährig, Schichtdienst, überdurchschnittliche Vergütung.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RES (Realistic · Enterprising · Social)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.250 €/Monat
  • Einstieg: 36.000–48.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Werkfeuerwehren der Industrie (Chemie, Automobil, Flughäfen)
→ Alles zur Ausbildung als Werkfeuerwehrmann/-frau
Persönlichkeitsprofil

Wer passt zu Metall- und Maschinenbau-Berufen?

Praktisch alle Berufe im Feld teilen ein klares RIASEC-Profil: RIC (Realistic · Investigative · Conventional). Wer hier dominant punktet, fühlt sich an Maschinen, Werkstücken und technischen Anlagen wohl. Subprofile mit hohem E (Enterprising) tendieren zu Werkzeugmaschinen-Außendienst oder Maschinenbau-Vertrieb. Hoher A-Anteil (Artistic) führt zum Modellbau oder zur Industriekeramik.

R
I
C

RIC — Realistic · Investigative · Conventional

Das wissenschaftlich validierte RIASEC-Profil nach Holland-Code ordnet Metall- und Maschinenbauberufen dominant R zu: praktisches, handfestes Arbeiten mit Werkzeugen, Materialien und Maschinen. Sekundär I: analytisches Denken, technisches Problemlösen, Verständnis komplexer Systeme. Tertiär C: präzises, strukturiertes Vorgehen nach Plan und Vorgabe.

R – Realistic

Sie arbeiten lieber mit Werkzeugen, Maschinen und Materialien als mit abstrakten Ideen. Handwerkliches Geschick, Hand-Augen-Koordination und körperliche Belastbarkeit sind Ihre Stärken.

I – Investigative

Sie verstehen technische Zusammenhänge, analysieren Probleme strukturiert und finden gerne die Ursache eines Defekts. Mathematisch-technisches Denken liegt Ihnen.

C – Conventional

Sie arbeiten gewissenhaft nach Plan, dokumentieren sorgfältig und folgen technischen Vorgaben präzise. Ordnung und Genauigkeit sind selbstverständlich.

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Gehalt im Berufsfeld: IG-Metall-Tarif zahlt sich aus

Metall- und Maschinenbau-Berufe gehören zu den am besten bezahlten dualen Ausbildungen – Grund ist der starke IG-Metall-Tarif. Höchste Vergütungen in der Ausbildung zahlen die Hüttenindustrie (Stahl, Aluminium) und Gießereien (1.120–1.360 €). Nach der Ausbildung öffnet sich die Schere weiter: Mit Industriemeister Metall oder Techniker sind 60.000–90.000 € realistisch, mit Maschinenbau-Studium 65.000–95.000 €.

Beruf
Ausb. 1. Jahr
Einstieg p. a.
Meister / Techniker
Verfahrensmechaniker Hütten/Stahl
1.120 €
42.000–52.000 €
65.000–90.000 €
Gießereimechaniker
1.080 €
40.000–50.000 €
60.000–82.000 €
Fluggerätmechaniker
1.050 €
42.000–55.000 €
70.000–95.000 €
Industriemechaniker
1.020 €
38.000–48.000 €
60.000–85.000 €
Zerspanungsmechaniker
1.020 €
40.000–50.000 €
62.000–88.000 €
Werkzeugmechaniker
1.020 €
40.000–50.000 €
62.000–88.000 €
Mechatroniker
1.000 €
40.000–52.000 €
65.000–95.000 €
Konstruktionsmechaniker
1.020 €
38.000–48.000 €
58.000–82.000 €
Metallbauer
870 €
32.000–42.000 €
55.000–75.000 €
KFZ-Mechatroniker
800 €
32.000–42.000 €
55.000–75.000 €

Bandbreiten gerundet. Quellen: BIBB-Vergütungserhebung 2025, IG-Metall-Tarif 2025, Tarifvertrag Eisen- und Stahlindustrie 2025, KFZ-Innung-Tarife 2025.

Karriere

Drei Karrierewege nach Metall- oder Maschinenbau-Ausbildung

Die deutsche Aufstiegsfortbildung ist im Metallbereich besonders ausgebaut – Industriemeister Metall und Techniker sind international beachtete Qualifikationen auf Bachelor-Niveau (DQR 6). Drei Hauptpfade führen zu Gehaltssprüngen und Führungspositionen.

1. Meister-Pfad

Klassischer deutscher Aufstieg über Industriemeister oder Handwerksmeister – DQR-Stufe 6, also Bachelor-Niveau, mit Ausbildereignung.

  • Industriemeister Metall (IHK)
  • Industriemeister Mechatronik / Elektrotechnik
  • Fluggeräte-Meister, Kraftfahrzeug-Meister
  • Meister Schmiede, Gießerei, Werkzeugbau
Gehalt: 60.000–90.000 € als Schichtleiter / Teamleitung

2. Techniker-Pfad

Staatlich geprüfter Techniker (2 Jahre Vollzeit oder 4 Jahre berufsbegleitend) – mehr Theorie und Planung als der Meister, weniger Personalführung.

  • Techniker Maschinentechnik
  • Techniker Mechatronik / Automatisierung
  • Techniker Werkstofftechnik
  • Techniker Karosserie- und Fahrzeugbau
Gehalt: 55.000–85.000 € als Konstrukteur / Planer

3. Studium-Pfad

Akademische Vertiefung – mit drei Jahren Berufserfahrung HZB in allen Bundesländern, auch ohne Abitur.

  • Maschinenbau (Bachelor / Master)
  • Mechatronik, Fahrzeugtechnik
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Duales Studium parallel (DHBW, FH)
Gehalt: 65.000–95.000 € als Ingenieur

Sie planen den nächsten Karriereschritt? Eine berufliche Neuorientierung oder Studienberatung hilft bei der fundierten Karriereplanung.

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Expertenstimmen

Was sagen unsere Berater zu Metall- und Maschinenbau-Berufen?

Jan Bohlken

Jan Bohlken

Gründer & Geschäftsführer Profiling Institut · Dipl.-Sozioökonom · Headhunter Automotive & Maschinenbau

„Aus 25 Jahren Headhunting für Industrie und Maschinenbau weiß ich: Metall- und Maschinenbau-Karrieren gehören zu den verlässlichsten in Deutschland. Wer als Industriemechaniker oder Zerspaner startet, kann mit Industriemeister oder Techniker problemlos in den fünfstelligen Bereich kommen. Die E-Mobilität-Transformation verändert das KFZ-Handwerk fundamental – wer heute KFZ-Mechatroniker mit Hochvolt-Schein lernt, ist in den nächsten 20 Jahren extrem gesucht. Mein Rat: Mechatroniker ist das attraktivste Allround-Profil, wenn man sich noch nicht spezialisieren will."

Raphaela Peitsch

Raphaela Peitsch

Diplom-Psychologin · DGSF-zertifiziert

„Viele Schüler unterschätzen, wie unterschiedlich Metallberufe sind. Ein Werkzeugmechaniker arbeitet ganz anders als ein KFZ-Mechatroniker – obwohl beide RIC-Code haben. Ich frage gerne: Magst du eher das Tüfteln an einer ruhigen Werkbank oder das Anpacken im Werkstatt-Trubel? Erstere passen zu Werkzeugmechaniker, Feinwerkmechaniker, Modellbau. Zweitere zu KFZ-, Land- und Baumaschinen oder Bordpersonal. Und ja, Frauen sind in Metallberufen explizit erwünscht – die Quote steigt langsam, aber die Förderprogramme sind exzellent."

Häufige Fragen

Metall- und Maschinenbau-Ausbildung – FAQ

In der Ausbildung führt die Verfahrensmechaniker/in Hütten- und Halbzeugindustrie mit 1.120–1.360 € (Tarifvertrag Eisen- und Stahlindustrie) – höchste tarifliche Ausbildungsvergütung im Metallbereich. Knapp dahinter Gießereimechaniker und Schiffsmechaniker (jeweils ~1.080 €) sowie Fluggerätmechaniker (1.050 €). Nach der Ausbildung führen Mechatroniker und Fluggerätmechaniker mit Spezialisierung das Verdienstpotenzial an – als Senior-Techniker oder Industriemeister sind 70.000–95.000 € möglich. Mit Maschinenbau-Studium und 5 Jahren Berufserfahrung sind 85.000–110.000 € in allen Industriebranchen realistisch.

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe je nach Beruf:

Hauptschulabschluss reicht für Maschinen- und Anlagenführer (2 J.), Metallbauer, KFZ-Mechatroniker.
Mittlere Reife ist Standard für Industriemechaniker, Zerspaner, Werkzeugmechaniker, Konstruktionsmechaniker, Mechatroniker.
Fachhochschulreife oder Abitur wird erwartet bei Mikrotechnologe, Fluggerätmechaniker, größeren Konzernen wie BMW, Bosch, Siemens, Daimler.

Mit Abitur ist die Ausbildung oft auf 2,5 Jahre verkürzt.

Die Regelausbildungsdauer beträgt 3,5 Jahre für die meisten Metallberufe – sechs Monate länger als kaufmännische Ausbildungen. Dies liegt am hohen Anteil praktischer Fertigkeiten und Sicherheitsschulungen. Drei Jahre dauern: Produktionstechnologe, Mikrotechnologe, Industriekeramiker, Oberflächenbeschichter, Stanz- und Umformmechaniker. Zwei Jahre dauert nur der Maschinen- und Anlagenführer als zweijähriger Einstieg. Mit guten Schulnoten ist eine Verkürzung um 6 Monate möglich, mit Abitur sogar standardmäßig auf 2,5 oder 3 Jahre.

Drei klare Wachstumsbereiche: Erstens Mechatronik (Mechatroniker, Mechatroniker Kältetechnik, Produktionstechnologe) – Industrie 4.0, Automatisierung und Robotik machen das Berufsbild zum vielleicht wichtigsten der Industrie. Zweitens E-Mobilität-spezialisierte KFZ-Mechatroniker mit Hochvolt-Schein – die deutsche Auto-Industrie braucht 50.000+ Fachkräfte für die E-Auto-Transformation. Drittens Halbleitertechnik und Mikrotechnologie – mit der Intel-Ansiedlung in Magdeburg, TSMC in Dresden und Bosch-Investitionen wächst die deutsche Halbleiterindustrie massiv. Eher rückläufig: einfache Stanz- und Umformberufe ohne Spezialisierung, klassischer Karosseriebau.

Der Unterschied liegt in Ausbildungsverordnung, Tarif und Karriereoptionen: Industrieberufe (z.B. Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker) sind IHK-geprüft, folgen dem IG-Metall-Tarif (höhere Vergütung), Karrierepfad führt zum Industriemeister. Handwerksberufe (z.B. Metallbauer, Feinwerkmechaniker, KFZ-Mechatroniker in der KFZ-Innung) sind HWK-geprüft, folgen Innungstarifen (etwas niedriger), Karrierepfad führt zum Handwerksmeister mit Eintragung in die Handwerksrolle – inklusive Recht auf eigenständige Meister-Betriebsführung. Beide Wege führen zu DQR-6 (Bachelor-Niveau) und sind im fünfstelligen Bereich vergleichbar.

Vier Leitfragen helfen bei der Eingrenzung:

1. Mögen Sie Präzision an der Maschine oder Reparieren und Diagnostizieren? Erstere passen zu Zerspaner, Werkzeugmechaniker, Feinwerkmechaniker. Zweitere zu KFZ-Mechatroniker, Land- und Baumaschinen, Karosseriebau.
2. Lieber große Industriehallen oder kleine Werkstätten? Industrie: Industriemechaniker, Zerspaner, Verfahrensmech. Handwerk: Metallbauer, Feinwerkmechaniker.
3. Spezialisierung oder Allrounder? Spezialisten: Werkzeugmechaniker, Mikrotechnologe, Gießereimechaniker. Allrounder: Mechatroniker, Industriemechaniker.
4. Mechanik pur oder Mechanik mit Elektronik? Pur mechanisch: Konstruktions-, Metallbauer, Zerspaner. Mit Elektronik: Mechatroniker, KFZ-Mechatroniker, Land- und Baumaschinen.

Ein wissenschaftlicher Berufswahltest für Schüler. Für vertiefende Diagnostik empfehlen wir den Big-Five-Persönlichkeitstest klärt das Profil in unter 20 Minuten.

Der Industriemeister Metall ist DQR-Stufe 6, also formal gleichgesetzt mit einem Bachelor. Die Weiterbildung dauert 12–24 Monate berufsbegleitend, kostet ~5.000–7.000 € (Förderung über Aufstiegs-BAföG bis 50 % möglich). Lohnenswert für: Industriemechaniker, Zerspaner, Werkzeugmechaniker mit 3+ Jahren Berufserfahrung, die in Schichtleitung, Personalführung oder Produktionsplanung aufsteigen wollen. Typische Gehaltssprünge: von 42–48k auf 60–75k brutto/Jahr. Alternative ist der Techniker – etwas mehr Konstruktion und Planung, etwas weniger Personalführung. Beide öffnen die Tür zum Maschinenbau-Studium.

Ja – sogar deutlich besser positioniert als Abiturienten ohne Praxis. Mit abgeschlossener Metall-Ausbildung und drei Jahren Berufserfahrung sind Sie in allen Bundesländern fachgebunden hochschulberechtigt für Ingenieurstudiengänge – ohne Abitur. Mit Industriemeister oder Techniker können Sie sogar jedes Fach studieren. Klassische Studiengänge: Maschinenbau, Mechatronik, Fahrzeugtechnik, Wirtschaftsingenieurwesen, Verfahrenstechnik, Werkstofftechnik. Duales Studium ist auch nachträglich möglich – etwa über die DHBW oder berufsbegleitend an FH. Mit Bachelor + 3 Jahren Praxis sind 65.000–85.000 € als Ingenieur die Regel.

Frauenanteil im Metallbereich ist mit ~5–8 % noch niedrig, aber stark wachsend. Die Großunternehmen (BMW, Siemens, Bosch, Daimler, ThyssenKrupp) suchen explizit Frauen für die duale Ausbildung und bieten Mentoringprogramme. Förderprogramme wie „Komm, mach MINT!", Girls' Day und Frauen-in-Technik-Initiativen der IHK helfen beim Einstieg. Besonders frauen-freundlich: Feinwerkmechanik, Mikrotechnologie, Werkstoffprüfer, Modellbau, technischer Modellbau – wegen feinmotorischer Anforderungen und sauberer Arbeitsumgebung. Karriere-Vorteil: Frauen mit Industriemeister oder Maschinenbau-Studium sind hochgesucht und haben überdurchschnittliche Aufstiegschancen.

Die Übernahmequote im Metall- und Maschinenbau liegt 2025 bei ~85 % im Schnitt – damit zu den höchsten in Deutschland. Besonders hoch: Großindustrie (BMW: 92 %, Siemens: 88 %, Bosch: 90 %), Mittelstand-Maschinenbau (85–90 %), Werkzeugbau (85 %), Hütten- und Stahlindustrie (80–87 %). Etwas niedrigere Übernahmen: KFZ-Handwerk bei kleineren Werkstätten (70–78 %), Karosseriebau (70–75 %). Die Fachkräftemangel-Lage bedeutet: Wer in der Ausbildung gute Leistungen zeigt, hat fast garantiert einen Übernahmevertrag. Wer nicht übernommen wird, findet auf dem freien Arbeitsmarkt in der Regel innerhalb von 8 Wochen einen neuen Arbeitgeber.

Welcher Metall- oder Maschinenbau-Beruf passt zu Ihnen?

56 Metall- und Maschinenbau-Ausbildungen sind viel – aber nicht jeder passt zu jeder Persönlichkeit. Unser wissenschaftlicher RIASEC-Test und die persönliche Beratung durch zertifizierte Psychologinnen und Psychologen schaffen Klarheit in unter 20 Minuten.

Weiterführende Themen

Quellen & Methodik

  • BIBB-Rangliste 2025 der Ausbildungsberufe nach Neuabschlüssen, Tabellen 67–69, Stichtag 30.09.2025. Bundesinstitut für Berufsbildung, veröffentlicht 03.03.2026.
  • BIBB-Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe nach BBiG und HwO – Stammdaten und Ausbildungsverordnungen aller Metall- und Maschinenbauberufe.
  • BIBB-Vergütungserhebung 2025: Tarifliche Ausbildungsvergütungen nach Beruf und Region.
  • IG-Metall-Tarifvertrag Metall- und Elektroindustrie 2025.
  • Tarifvertrag Eisen- und Stahlindustrie 2025.
  • Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie (BDG): Branchendaten 2025.
  • VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau): Statistiken zur Beschäftigung und Berufsausbildung 2025.
  • RIASEC-Modell nach John L. Holland (1997): „Making Vocational Choices", 3. Auflage, PAR.
  • Hinweis: Bandbreiten in den Gehaltstabellen beziehen sich auf tarifliche und marktübliche Vergütungen 2025. Tatsächliche Vergütungen variieren nach Region, Betriebsgröße und Tarifbindung.