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Matrizen und räumliches Denken im Einstellungstest: 63 Aufgaben mit Lösungen

Matrizen, Figurenreihen, gedrehte Figuren, Würfel und Zahnräder kommen ohne Sprache und fast ohne Zahlen aus – und bringen gerade deshalb viele aus dem Tritt. Dabei folgen sie wenigen festen Regeln. Dieser Trainer übt alle sieben Aufgabentypen mit Grafik, jede Aufgabe mit Erklärung.

Gratis dazu: 72 Aufgaben mit Lösungen als PDF zum Ausdrucken – plus 7-Tage-Übungsplan mit Checkliste für den Testtag. Sie bekommen beides direkt nach dem ersten Durchgang – ein einzelnes Modul genügt. Test starten

DIN 33430-zertifizierte Diagnostik25 Jahre PersonalauswahlJede Aufgabe mit Erklärung7 Standorte deutschlandweit

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Matrix ist ein Raster aus meist neun Feldern, in dem das letzte fehlt. Die Figuren verändern sich von Feld zu Feld nach einer Regel – die gilt es zu erkennen.
  • Es gibt nur wenige Regeltypen: Drehung, Anzahl, Überlagerung und Positionswechsel. Wer zeilenweise prüft und jedes Merkmal einzeln verfolgt, findet sie fast immer.
  • Räumliches Denken wird mit gedrehten und gespiegelten Figuren, Würfelstapeln und Zahnrädern geprüft – besonders in technischen Berufen, bei Polizei und Bundeswehr.
  • Figurale Aufgaben gelten als schwer trainierbar. Das stimmt nur halb: Die Grundfähigkeit ändert sich kaum, die Vertrautheit mit den Formaten sehr wohl. Alle weiteren Testteile übt der Haupttrainer.

Matrizen-Trainer für den Einstellungstest

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Aufgabe 1 von 1000:50

Hinweis zur Einordnung: Matrizen sind der Kern vieler Intelligenztests. Dieser Trainer hat aber keine Normstichprobe und liefert deshalb keinen Prozentrang. Wer wissen will, wo die eigene Leistung im Vergleich tatsächlich liegt, braucht ein normiertes Verfahren – etwa den Intelligenztest für Erwachsene. Weitere Aufgabentypen üben Sie mit den Trainern für Wortanalogien und Englisch.

Sieben Aufgabentypen: Matrizen, Figurenreihen, räumliches Denken

Figurale Testteile sehen jedes Mal anders aus, bestehen aber aus wenigen Bausteinen. Die ersten vier prüfen logisches Denken in Bildern, die letzten drei das räumliche Vorstellungsvermögen. Jede Karte entspricht einem Modul im Trainer oben.

Matrizen: Drehung

Ein Pfeil dreht sich von Feld zu Feld weiter, oder ein Punkt wandert von Ecke zu Ecke. Die Regel gilt in jeder Zeile gleich.

Strategie: Nur eine Zeile betrachten und die Drehung in Grad benennen – dann auf die letzte Zeile übertragen.

Matrizen: Anzahl

Die Zahl der Elemente wächst oder schrumpft nach rechts und nach unten, oft mit unterschiedlicher Schrittweite.

Strategie: Elemente zählen und die Zahlen ins Raster denken. Aus der Matrix wird eine Zahlenreihe.

Matrizen: Überlagerung

Das dritte Feld jeder Zeile entsteht aus den ersten beiden: Entweder werden alle Linien addiert, oder gemeinsame Linien löschen sich aus.

Strategie: An der ersten Zeile prüfen, ob doppelte Linien bleiben oder verschwinden – das entscheidet die Regel.

Figurenreihen

Vier Figuren in einer Reihe, die fünfte wird gesucht. Die Figur dreht sich, bekommt Ecken dazu oder verliert Elemente.

Strategie: Benennen, was sich ändert – Richtung, Anzahl oder Position – und um wie viel pro Schritt.

Drehen und Spiegeln

Eine Vorlage, vier Kandidaten: Welche zeigt dieselbe Figur gedreht, welche ihr Spiegelbild? Die falschen Optionen sind jeweils die andere Sorte.

Strategie: Ein auffälliges Feld der Figur verfolgen. Bei einer Drehung bleibt der Umlaufsinn erhalten, beim Spiegeln kehrt er sich um.

Würfel zählen

Ein Stapel aus Würfeln in räumlicher Darstellung. Gefragt ist die Gesamtzahl – einschließlich der Würfel, die verdeckt unter anderen liegen.

Strategie: Nicht einzelne Würfel zählen, sondern Stapel: für jeden Turm die Höhe bestimmen und addieren.

Zahnräder

Mehrere Zahnräder greifen ineinander. Gefragt ist die Drehrichtung eines Rades, das schnellste Rad oder ob das Getriebe überhaupt läuft.

Strategie: Benachbarte Räder drehen sich entgegengesetzt – also dreht sich jedes zweite Rad wie das erste.

Matrizen sind der Kern vieler Intelligenztests. Wer wissen will, wie das eigene schlussfolgernde Denken im Vergleich zu anderen einzuordnen ist, braucht ein normiertes Verfahren mit Auswertungsgespräch.
Intelligenztest mit Auswertungoder 15 Min. Erstgespräch

Vier Beispielaufgaben mit Lösung und Erklärung

Je ein Beispiel für Matrizen, Überlagerung, Drehung und Würfel. Erst selbst lösen, dann aufklappen.

Matrizen: Drehung

Welche Figur ergänzt die Matrix?

?
ABCD

Lösung: B

In jeder Zeile dreht sich der Pfeil von Feld zu Feld um 45 Grad im Uhrzeigersinn. Dreht man den Pfeil aus dem mittleren Feld der letzten Zeile entsprechend weiter, ergibt sich die gesuchte Richtung.

Matrizen: Überlagerung

Was bleibt, was verschwindet?

?
ABCD

Lösung: D

Das dritte Feld jeder Zeile entsteht, indem die beiden ersten Felder übereinandergelegt werden. Linien und Formen, die in beiden Feldern vorkommen, heben sich auf – übrig bleibt nur, was genau einmal vorkommt.

Drehen und Spiegeln

Welche Figur ist das Spiegelbild der Vorlage (Spiegelachse senkrecht)?

ABCD

Lösung: B

Beim Spiegeln an einer senkrechten Achse tauschen links und rechts die Plätze, oben und unten bleiben. Eine Drehung liefert nie das Spiegelbild.

Würfel zählen

Aus wie vielen Würfeln besteht die Figur?

9101112

Lösung: 12

Zählen Sie Stapel für Stapel und addieren Sie die Höhen: 3 + 3 + 2 + 2 + 1 + 1 = 12. Würfel, die unter sichtbaren Würfeln liegen, zählen mit – auch wenn man sie nicht sieht.

Matrizen und räumliche Aufgaben lösen: Tipps in sechs Schritten

Die ersten drei Schritte gelten für Matrizen und Figurenreihen, die letzten drei für das räumliche Denken. Wer sie einhält, rät nicht mehr nach Gefühl.

1

Zeilenweise lesen

Betrachten Sie zuerst nur die oberste Zeile von links nach rechts. Gilt dieselbe Veränderung in der zweiten Zeile, haben Sie die Regel. Greift sie nicht, prüfen Sie die Spalten.

2

Jedes Merkmal einzeln verfolgen

Form, Anzahl, Richtung und Position ändern sich oft unabhängig voneinander. Verfolgen Sie erst ein Merkmal durch die ganze Matrix, dann das nächste.

3

Lösung vorhersagen, dann vergleichen

Stellen Sie sich das fehlende Feld vor, bevor Sie die Optionen ansehen. Wer zuerst die Optionen betrachtet, lässt sich von ähnlichen Figuren ablenken.

4

Beim Drehen einen Ankerpunkt wählen

Merken Sie sich ein auffälliges Feld der Figur und wohin es bei der Drehung wandert: Bei 90 Grad im Uhrzeigersinn rückt oben nach rechts. Stimmt der Anker, prüfen Sie ein zweites Feld gegen das Spiegelbild.

5

Würfel in Stapeln zählen

Bestimmen Sie für jeden Turm die Höhe und addieren Sie. Was unter einem sichtbaren Würfel liegt, ist vorhanden – schwebende Würfel gibt es nicht.

6

Bei Zahnrädern abzählen

Rad 1, 3, 5 drehen sich gleich, Rad 2, 4, 6 entgegengesetzt. Kleine Räder drehen sich schneller als große. Ein geschlossener Ring aus einer ungeraden Zahl von Rädern blockiert.

Matrizen bei Polizei und Bundeswehr, räumliches Denken in technischen Berufen

Welche figuralen Aufgaben drankommen, hängt stark vom Beruf ab. Die Tabelle zeigt die Schwerpunkte – der Trainer oben übernimmt die Gewichtung auf Knopfdruck.

Polizei und Bundeswehr setzen Matrizen und Figurenreihen als sprachfreien Denktest ein. In technischen und handwerklichen Berufen – vom Mechatroniker bis zur technischen Produktdesignerin – stehen Würfel, Drehungen und Zahnräder im Vordergrund, weil dort täglich mit Zeichnungen und Bauteilen gearbeitet wird. Kaufmännische Berufe und Verwaltung beschränken sich meist auf Figurenreihen und einfache Matrizen.

BereichDrehungAnzahlÜberlagerungFigurenreihenDrehen/SpiegelnWürfelZahnräder
Polizei & Zoll●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●
Bundeswehr●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●
Öffentliche Verwaltung●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●
Banken & Versicherungen●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●
Kaufmännische Ausbildung●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●
Technik & Handwerk●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●●

Tabelle seitlich scrollbar

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Räumliches Denken ist eine Stärke – aber für welchen Beruf? Technik, Handwerk, Architektur oder Ingenieurstudium: Die Berufsberatung mit Eignungsdiagnostik nach DIN 33430 zeigt, wo Ihre Begabung am meisten zählt.
Berufsberatung mit Eignungstestoder 15 Min. Erstgespräch

In sieben Tagen sicher bei Matrizen und räumlichen Aufgaben

Rund 20 Minuten täglich genügen. Entscheidend ist, die Erklärung auch bei richtigen Antworten zu lesen – oft war die Antwort richtig, die Regel aber geraten.

Tag 1

Ausgangsniveau bestimmen

Komplett-Test ohne Vorbereitung. Notieren Sie das Ergebnis je Aufgabentyp – interessant ist, ob die Fehler bei den Matrizen oder beim räumlichen Denken liegen.

Tag 2

Matrizen: Drehung und Anzahl

Beide Module je einmal. Üben Sie, die Regel in einem Satz auszusprechen, bevor Sie antworten.

Tag 3

Matrizen: Überlagerung

Modul zweimal. Prüfen Sie bei jeder Aufgabe zuerst, ob doppelte Linien erhalten bleiben oder sich auslöschen.

Tag 4

Figurenreihen

Modul Figurenreihen, danach zum Vergleich ein Durchgang Zahlenreihen – das Prinzip ist dasselbe.

Tag 5

Drehen und Spiegeln

Modul zweimal. Schneiden Sie zur Kontrolle eine Figur aus Papier aus und drehen Sie sie wirklich – das verankert die Vorstellung.

Tag 6

Würfel und Zahnräder

Beide Module je einmal, danach noch einmal der Typ mit dem schlechtesten Ergebnis von Tag 1.

Tag 7

Komplett-Test unter Testbedingungen

Noch einmal der Komplett-Test, eingestellt auf den eigenen Zielbereich, ohne Unterbrechung. Ergebnis mit Tag 1 vergleichen – und am Vorabend des Termins nicht mehr üben.

Häufige Fragen zu Matrizen und räumlichem Denken

Eine Matrix ist ein Raster aus meist drei mal drei Feldern mit Figuren, in dem ein Feld fehlt. Die Figuren verändern sich zeilen- und spaltenweise nach einer Regel. Aus mehreren Vorschlägen ist die Figur zu wählen, die das Muster logisch vervollständigt.

Zeilenweise: Erst die oberste Zeile von links nach rechts lesen und benennen, was sich ändert. Dann prüfen, ob dieselbe Regel in der zweiten Zeile gilt, und sie auf die dritte übertragen. Ändern sich mehrere Merkmale, jedes einzeln verfolgen.

Vor allem vier: Drehung einer Figur um einen festen Winkel, Zu- oder Abnahme der Anzahl, Überlagerung zweier Felder zu einem dritten sowie das Wandern eines Elements von Position zu Position. Schwerere Matrizen kombinieren zwei dieser Regeln.

Matrizen sind die klassische Aufgabenform sprachfreier Intelligenztests, bekannt durch die Raven-Matrizen. Im Einstellungstest bilden sie aber nur einen Ausschnitt und liefern in der Regel keinen IQ-Wert.

Ja. Beide setzen computergestützte Tests ein, zu denen Matrizen oder Figurenreihen gehören. Den Ablauf bei der Polizei mit Diktat, Sporttest und Interview beschreibt die Seite Einstellungstest Polizei.

Die Fähigkeit, sich Gegenstände im Raum vorzustellen und im Kopf zu bewegen. Getestet wird sie mit gedrehten und gespiegelten Figuren, Würfelstapeln, Würfelnetzen, Faltaufgaben und technischen Aufgaben wie Zahnrädern.

Ja, in Grenzen. Die Grundfähigkeit ändert sich in wenigen Tagen kaum, wohl aber Tempo und Sicherheit bei den Testformaten. Wer weiß, worauf es bei Drehung, Spiegelung und Würfeln ankommt, macht deutlich weniger Fehler.

Stapelweise: Für jeden Turm die Höhe bestimmen und die Höhen addieren. Verdeckte Würfel unter sichtbaren zählen mit, weil kein Würfel schweben kann. Wer einzelne sichtbare Flächen zählt, kommt fast immer auf eine falsche Zahl.

Zwei ineinandergreifende Zahnräder drehen sich immer entgegengesetzt. In einer Kette dreht sich deshalb jedes zweite Rad wie das erste. Ein kleines Rad dreht sich schneller als ein großes.

Meist zwischen 30 und 60 Sekunden. Die Aufgaben werden im Verlauf schwerer; wer am Anfang zügig arbeitet, hat am Ende mehr Zeit für die anspruchsvollen Matrizen.

Die Grafikaufgaben dieser Seite laufen nur im Online-Trainer, ein PDF dazu gibt es derzeit nicht. Als PDF mit Lösungen stehen die Zahlenreihen und der Deutschteil bereit.

Vor allem technische und handwerkliche Berufe wie Mechatroniker, Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Tischler und technische Produktdesigner, außerdem Architektur und Ingenieurstudiengänge. Auch Polizei, Bundeswehr und Flugsicherung prüfen es.

Jan Bohlken, Gründer des Profiling Instituts

Jan Bohlken

Diplom-Sozioökonom, Gründer des Profiling Instituts und Inhaber der Executive-Search-Beratung Bohlken Consulting. Aus 25 Jahren Personalauswahl in Automotive, Chemie und Maschinenbau kennt er beide Seiten des Auswahlverfahrens – die Konstruktion von Testbatterien ebenso wie die Vorbereitung von Kandidatinnen und Kandidaten darauf.

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