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Lerntypen-Test: Welcher Lerntyp bin ich?

Der Test erfasst zwei Dinge getrennt: Ihren bevorzugten Lernkanal nach Vester und VARK – und Ihren Strategie-Score, also wie stark Sie bereits die Lernmethoden nutzen, deren Wirkung empirisch belegt ist. Denn genau das ist der Unterschied, den fast alle Lerntypen-Tests unterschlagen.

22 Fragen · ca. 6 Minuten
Vester & VARK
Auswertung im Browser, keine Datenspeicherung
Zuletzt geprüft: August 2026
DIN 33430 zertifiziert
Quellen offengelegt
Keine Datenerhebung
10.000+ Beratungen

Das Wichtigste in Kürze. Lernpräferenzen existieren: Die meisten Menschen können benennen, ob sie lieber lesen, hören, sehen oder ausprobieren. Nicht belegt ist dagegen die daraus abgeleitete Kernbehauptung – dass Lernen im bevorzugten Kanal messbar bessere Ergebnisse bringt. Diese sogenannte Meshing-Hypothese hält kontrollierten Studien nicht stand. Der Lerntypen-Test des Profiling Instituts zeigt Ihnen deshalb beides: Ihr Präferenzprofil und Ihren Strategie-Score. Wer seine Lernergebnisse wirklich verbessern will, arbeitet am zweiten Wert.

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Lerntypen-Test starten

Teil 1 erfasst Ihren bevorzugten Lernkanal über zwölf Alltagssituationen. Teil 2 prüft in zehn Aussagen, wie konsequent Sie bereits die Lernstrategien einsetzen, deren Wirksamkeit gut belegt ist. Antworten Sie spontan – der erste Impuls trifft es meist am besten.

Frage 1 von 22Teil 1 · Lernkanal

 

Teil 1 · Ihr Präferenzprofil

 

 

Teil 2 · Ihr Strategie-Score

 

 

 

Ihre drei wirksamsten nächsten Schritte

Hier liegt Ihr größter Hebel

Diese drei Punkte stammen aus den Aussagen, bei denen Sie am wenigsten Punkte erreicht haben – sortiert nach der Stärke des Forschungsbelegs.

    Ihr Lernkanal sagt etwas darüber aus, wie Sie Information gern aufnehmen. Welches Studium, welche Ausbildung und welcher Beruf langfristig zu Ihnen passen, entscheidet sich dagegen an Fähigkeiten, Interessen und Motiven – und die erfassen wir in der Potenzialanalyse für Schüler und Abiturienten mit normierten Verfahren.

    Zur Studienberatung

    Die Modelle im Detail

    Die vier Lerntypen – und was sie tatsächlich beschreiben

    Im deutschsprachigen Raum meint „die vier Lerntypen“ fast immer das Modell von Frederic Vester, das er 1975 in „Denken, Lernen, Vergessen“ populär machte. Es unterscheidet den visuellen, den auditiven, den haptischen und den kommunikativen Lerntyp. International verbreiteter ist das VARK-Modell von Neil Fleming (1992), das statt des kommunikativen Typs eine eigene Kategorie für Lesen und Schreiben führt.

    Beide Modelle beschreiben Präferenzen – also die Art, wie jemand Informationen gern aufnimmt. Beide sind keine Persönlichkeitstypen und keine Begabungsaussage. Wie belastbar die daraus abgeleiteten Empfehlungen sind, klären wir weiter unten im Abschnitt zum Forschungsstand.


    Visuell

    Der visuelle Lerntyp

    Denkt in Bildern, Strukturen und räumlichen Beziehungen. Merkt sich Tafelbilder, Farbcodes und Diagramme oft besser als gesprochene Erklärungen.

    • Mindmaps, Zeitleisten, beschriftete Skizzen
    • Farbsysteme mit fester Bedeutung, nicht dekorativ
    • Vorteil bei Geometrie, Geografie, Anatomie, Statistik

    Typische Falle: Schöne Lernposter erzeugen ein Vertrautheitsgefühl, das mit echtem Abruf verwechselt wird.


    Auditiv

    Der auditive Lerntyp

    Verarbeitet über Hören und Sprechen. Erinnert sich an Formulierungen, Betonungen und den Verlauf einer Erklärung.

    • Stoff laut und frei erklären, nicht ablesen
    • Eigene Zusammenfassung aufnehmen und abhören
    • Vorteil bei mündlichen Prüfungen und Fremdsprachen

    Typische Falle: Podcasts nebenbei hören fühlt sich produktiv an, erzeugt aber kaum Abrufspuren.


    Haptisch / kinästhetisch

    Der haptische Lerntyp

    Lernt durch Tun, Anfassen, Ausprobieren. Braucht Anwendung, bevor Abstraktion trägt – reine Theorie ohne Aufgabe ermüdet schnell.

    • Aufgaben rechnen statt Lösungswege lesen
    • Modelle bauen, Experimente wiederholen
    • Vorteil bei Mathematik, Physik, Technik, Medizin

    Typische Falle: Ohne begleitende Systematik bleibt es beim Einzelfall, ohne dass das Prinzip mitwandert.


    Kommunikativ / Lesen & Schreiben

    Der kommunikative Lerntyp

    Bei Vester der Typ, der im Gespräch lernt. Im VARK-Modell rückt an diese Stelle die Präferenz für das geschriebene Wort – strukturierte Texte, eigene Zusammenfassungen, Glossare.

    • Lerngruppen mit echter Diskussion, nicht Nebeneinandersitzen
    • Eigene Formulierungen statt kopierter Definitionen
    • Vorteil bei Erörterungen, Quellenanalyse, Jura, Geschichte

    Typische Falle: Abschreiben von Zusammenfassungen ersetzt das eigene Formulieren nicht.

    Fast niemand ist ein reiner Typ. In den meisten Auswertungen liegen zwei oder drei Kanäle dicht beieinander – das nennt man multimodal. Ein deutlicher Ausschlag in nur einer Dimension ist die Ausnahme, nicht der Normalfall. Wenn Ihr Ergebnis gleichmäßig ausfällt, ist das kein unklares Resultat, sondern die häufigste Ausprägung.

    Modellvergleich

    Vester oder VARK – wo liegt der Unterschied?

    Wer in Deutschland „Lerntypen“ sucht, landet in aller Regel bei Vester, weil dieses Modell seit Jahrzehnten in Schulbüchern, in der Erzieherausbildung und in Lehramtsprüfungen auftaucht. VARK ist die international dominante Variante und wird meist in Fortbildungen und in der Hochschuldidaktik verwendet. Die Überschneidung ist groß, der Unterschied liegt in einer Kategorie.

    Vester (1975) VARK (Fleming 1992) visuell auditiv haptisch kommunikativ Visual (V) Auditory (A) Kinesthetic (K) Read / Write (R) keine echte Entsprechung

    Abb. 1: Drei der vier Kategorien decken sich weitgehend. Der Unterschied liegt in der vierten: Vester meint das Lernen im Gespräch, VARK das Lernen über geschriebenen Text.

    Unser Test bildet beide Modelle ab. Sie erhalten Ihr Profil über vier Kanäle und zusätzlich die Zuordnung zur jeweils anderen Systematik – damit Sie das Ergebnis auch verwenden können, wenn in Ihrer Schule, Ihrer Ausbildung oder Ihrer Prüfung das jeweils andere Modell verlangt wird.

    KriteriumVesterVARKBig Five / NEO-PI-R
    Was wird erfasstbevorzugter Wahrnehmungskanalbevorzugter WahrnehmungskanalPersönlichkeitsdimensionen
    Anzahl Kategorien4 Typen4 Präferenzen, multimodal möglich5 Dimensionen, 30 Facetten
    Normierungkeinekeine im diagnostischen Sinnrepräsentative Normstichprobe
    Retest-Stabilitätnicht systematisch untersuchtgering bis mäßighoch
    Für Entscheidungen geeignetneinneinja, DIN 33430
    Sinnvoller EinsatzSelbstreflexion, UnterrichtsgesprächSelbstreflexion, MethodenwahlEignungsdiagnostik, Berufswahl

    Wenn an einem Ergebnis eine Entscheidung hängt – Fächerwahl, Studienwahl, Berufswechsel – braucht es ein dimensionales, normiertes Verfahren. Wie sich Typologien und wissenschaftliche Verfahren generell unterscheiden, erklären wir ausführlich im Überblick über Persönlichkeitstypen und beim Persönlichkeitstest auf Big-Five-Basis.

    Forschungsstand · ehrlich eingeordnet

    Was an Lerntypen belegt ist – und was nicht

    Wir sind ein nach DIN 33430 zertifiziertes Institut. Deshalb sagen wir an dieser Stelle etwas, das die meisten Anbieter von Lerntypen-Tests weglassen: Der zentrale Anspruch des Lerntypen-Konzepts hat der empirischen Prüfung nicht standgehalten.

    Belegt Menschen haben stabile Vorlieben Wer gefragt wird, kann zuverlässig angeben, ob er lieber liest, hört, sieht oder ausprobiert. Diese Selbstauskunft ist reproduzierbar. Nicht belegt Die Meshing-Hypothese Dass Unterricht im bevorzugten Kanal zu besseren Lernergebnissen führt, ließ sich in kontrollierten Studien nicht nachweisen.

    Abb. 2: Die Unterscheidung, auf die es ankommt. Präferenz und Wirksamkeit sind zwei verschiedene Behauptungen – nur die erste ist gut abgesichert.

    Die entscheidende Studienlage

    Pashler, McDaniel, Rohrer und Bjork prüften 2008 im Auftrag der Association for Psychological Science die gesamte verfügbare Evidenz. Ihr Ergebnis: Studien mit dem methodisch notwendigen Design – Lernende beider Präferenzgruppen werden zufällig auf beide Vermittlungsformen verteilt – existierten kaum, und die wenigen, die es gab, stützten die Hypothese nicht. Rogowsky, Calhoun und Tallal legten 2015 eine solche Studie mit erwachsenen Lernenden vor und fanden ebenfalls keinen Zusammenhang zwischen Präferenz und Lernerfolg. Willingham, Hughes und Dobolyi kamen 2015 in ihrer Übersichtsarbeit zum gleichen Schluss.

    Warum Sie Vorsicht walten lassen sollten, wenn ein Anbieter das anders darstellt. Häufig wird eine Zahl wie „30 Prozent mehr Behaltensleistung durch lerntypgerechte Methoden“ zitiert. Solche Werte stammen in der Regel aus dem Umfeld von Dunn & Dunn, dessen Modell in methodenkritischen Übersichtsarbeiten wegen unzureichender Kontrollgruppen und Interessenkonflikten der Autoren deutlich beanstandet wurde. Wenn eine Quelle zugleich der Anbieter des Tests ist, ist das kein Forschungsbeleg.

    Warum das Konzept trotzdem so verbreitet ist

    Drei Gründe. Erstens fühlt es sich richtig an: Fast jeder erkennt sich in einer der Beschreibungen wieder, und Wiedererkennung wird leicht mit Beweis verwechselt – derselbe Mechanismus, der auch die Wirkung von 16Personalities erklärt. Zweitens ist es didaktisch nützlich, weil es Lehrende dazu bringt, Inhalte mehrkanalig aufzubereiten – und mehrkanalige Aufbereitung hilft tatsächlich, allerdings allen Lernenden gleichermaßen, nicht nur dem passenden Typ. Drittens ist es ein kommerziell attraktives Produkt.

    Was das für Ihr Testergebnis bedeutet

    Ihr Präferenzprofil ist eine brauchbare Information über Ihre Vorlieben. Es ist kein Grund, Lernwege auszuschließen. Der Satz „Ich bin visuell, deshalb bringen mir Texte nichts“ ist die schädlichste Konsequenz aus dem Lerntypen-Denken – und aus keiner Studie ableitbar. Nutzen Sie Ihr Profil als Einstieg, nicht als Grenze.

    Der zweite Wert in Ihrem Ergebnis, der Strategie-Score, ist derjenige, an dem sich Lernerfolg tatsächlich messbar verändert. Ihm ist der nächste Abschnitt gewidmet.

    Der zweite Teil Ihres Ergebnisses

    Sechs Lernstrategien, deren Wirkung belegt ist

    Dunlosky und Kollegen bewerteten 2013 zehn verbreitete Lerntechniken systematisch nach ihrer Wirksamkeit über Fächer, Altersgruppen und Prüfungsformate hinweg. Das Ergebnis ist eindeutig und für viele überraschend: Die beliebtesten Methoden schneiden am schlechtesten ab.

    Wirksamkeit von Lerntechniken nach Dunlosky et al. (2013) Aktives Abfragen HOCH Verteiltes Lernen HOCH Interleaving MITTEL Warum-Fragen stellen MITTEL Selbsterklärung MITTEL Zusammenfassen GERING Schlüsselwörter-Technik GERING Markieren GERING Wiederholtes Lesen GERING Lerntypgerechte Aufbereitung KEIN NACHWEIS geringe Wirksamkeit hohe Wirksamkeit

    Abb. 3: Die letzte Zeile ist der Grund, warum dieser Test zweiteilig ist. Markieren und Wiederholtes Lesen sind die beiden meistgenutzten Techniken – und die beiden schwächsten.

    1. Aktives Abfragen statt Wiederlesen

    Die mit Abstand wirksamste Technik. Wer sich zwingt, Inhalte ohne Vorlage aus dem Gedächtnis zu holen, baut belastbare Abrufwege – genau die, die in der Prüfung gebraucht werden. Wiederlesen erzeugt dagegen nur ein Gefühl von Vertrautheit. Praktisch: Karteikarten, Fragen an den Rand schreiben und später beantworten, das Kapitel zuklappen und frei aufschreiben, was hängen geblieben ist.

    2. Verteiltes Lernen statt Blocklernen

    Dieselbe Gesamtzeit auf mehrere Tage verteilt bringt deutlich mehr als am Stück. Der Effekt ist einer der robustesten der gesamten Lernforschung. Praktisch: vier mal 45 Minuten an vier Tagen schlagen drei Stunden am Abend vorher – bei identischem Zeitaufwand.

    3. Interleaving: Themen mischen

    Statt zwanzig gleichartige Aufgaben hintereinander verschiedene Aufgabentypen mischen. Das fühlt sich anstrengender und schlechter an – und führt trotzdem zu besseren Prüfungsergebnissen, weil Sie zusätzlich üben, den richtigen Lösungsweg überhaupt erst zu erkennen. Besonders wirksam in Mathematik und Physik.

    4. Warum-Fragen stellen

    Bei jedem Fakt fragen: Warum ist das so? Wie hängt das mit dem zusammen, was ich schon weiß? Diese Verknüpfung macht aus isolierten Informationen ein Netz, das beim Abruf trägt.

    5. Selbsterklärung

    Den Stoff laut und frei erklären, so als säße jemand daneben, der ihn nicht kennt. Die Stellen, an denen Sie ins Stocken geraten, sind exakt die Lücken. Kein anderes Verfahren macht Wissenslücken so schnell sichtbar.

    6. Fehler analysieren statt abhaken

    Nach jeder Übungsaufgabe: Lösung vergleichen, und bei Abweichung die Ursache benennen – Rechenfehler, Verständnislücke oder falsch gelesene Aufgabe. Diese drei Fehlerarten brauchen völlig verschiedene Gegenmaßnahmen.

    Und wo bleibt der Lerntyp? Er bestimmt sinnvollerweise die Verpackung, nicht das Prinzip. Aktives Abfragen funktioniert als Karteikarte, als lautes Erklären, als selbst gezeichnetes Diagramm aus dem Gedächtnis oder als durchgerechnete Aufgabe. Das Prinzip bleibt in allen vier Fällen dasselbe – und genau das ist die brauchbare Verwendung des Lerntypen-Konzepts.

    Anwendung

    Lernstrategien nach Fach

    Die folgende Übersicht kombiniert beides: die Strategie mit belegter Wirkung und die Umsetzungsform, die zum jeweiligen Kanal passt. Die linke Spalte ist die eigentliche Empfehlung – die rechte zeigt, wie Sie dieselbe Strategie in Ihrer bevorzugten Form umsetzen.

    FachWirksamste StrategieUmsetzung visuellUmsetzung auditivUmsetzung schriftlichUmsetzung haptisch
    MathematikInterleaving + FehleranalyseLösungsweg als FlussdiagrammRechenweg laut kommentierenHerleitung frei aufschreibengemischte Altklausuren rechnen
    PhysikWarum-Fragen + AbfragenKräfte skizzierenPrinzip frei erklärenFormelherleitung notierenSimulation oder Experiment
    DeutschSelbsterklärung + AbfragenFigurenkonstellation zeichnenInterpretation frei vortragenMusteraufsatz unter ZeitSzene selbst umschreiben
    EnglischVerteiltes Lernen + AbfragenBild-Vokabelkartennachsprechen, TandemBeispielsätze selbst bildenreale Gespräche führen
    GeschichteWarum-Fragen + AbfragenZeitleiste aus dem KopfUrsachenkette frei erzählenQuelle exzerpierenPlanspiel, Museumsbesuch
    BiologieAbfragen + SelbsterklärungProzess unbeschriftet zeichnenAblauf frei schildernFachbegriffe definierenModell bauen, Präparat
    ChemieInterleaving + AbfragenReaktionsschema skizzierenMechanismus laut erklärenGleichungen ausgleichenVersuche protokollieren
    Jura / BWLAbfragen + FehleranalysePrüfungsschema visualisierenFall mündlich durchgehenGutachtenstil übenFälle vollständig lösen

    Wenn Sie merken, dass nicht die Methode das Problem ist, sondern der Anfang – also das Aufschieben selbst – ist unser Prokrastinationstest der passendere Einstieg. Bei anhaltender Erschöpfung während einer Prüfungsphase lohnt zusätzlich ein Blick auf überfachliche Kompetenzen wie Selbstorganisation und Belastungssteuerung.

    Für wen der Test gedacht ist

    Lerntypen-Test für Schule, Studium, Ausbildung und Beruf

    Schülerinnen und Schüler

    Oberstufe und Abitur

    Sinnvoll ab Klasse 9, spätestens zu Beginn der Qualifikationsphase. Der Strategie-Score ist hier der wichtigere Wert: Die meisten Lernprobleme in der Oberstufe sind Methodenprobleme, keine Begabungsprobleme.

    Anschließend sinnvoll: Berufswahltest für Schüler und Studienwahltest.

    Studierende

    Bachelor, Master, Staatsexamen

    Im Studium steigt die Stoffmenge sprunghaft, während die Struktur wegfällt. Wer die Schulmethoden mitnimmt, gerät genau hier in Schwierigkeiten – verteiltes Lernen und Interleaving sind im Studium wichtiger als in der Schule.

    Bei grundsätzlichen Zweifeln am Fach: Studienabbruch – Alternativen und nächste Schritte.

    Auszubildende

    Ausbildung und IHK-Prüfung

    Der Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule ist verteiltes Lernen im Alltag – wenn er bewusst genutzt wird. Praktische Erfahrung im Betrieb ist hochwertiges Material für Warum-Fragen.

    Passend dazu: Studium oder Ausbildung – der Quick-Check.

    Berufstätige

    Weiterbildung und Umschulung

    Wer nach Jahren wieder lernt, greift auf die Methoden von damals zurück – meist Markieren und Wiederlesen. Genau die beiden schwächsten. Hier bringt der Strategie-Score oft den größten Aha-Effekt.

    Bei größeren Veränderungen: berufliche Neuorientierung.

    Lehrkräfte und Referendare

    Unterricht und Prüfungsvorbereitung

    Lerntypen sind Prüfungsstoff in Lehramtsstudium und Erzieherausbildung – und werden dort zunehmend kritisch behandelt. Diese Seite liefert beides: die Modelle und die Forschungslage mit Quellen.

    Vertiefend: Quellenverzeichnis mit den zentralen Übersichtsarbeiten.

    Eltern

    Wenn zu Hause diskutiert wird

    „Lern doch einfach mehr“ greift zu kurz. Lernzeit sagt weniger über das Ergebnis aus als Lernqualität. Der Strategie-Score gibt Ihnen eine sachliche Grundlage für ein Gespräch, das nicht am Fleiß hängen bleibt.

    Weiterführend: Studienberatung und Berufsberatung.

    Geprüfte Expertise · E-E-A-T

    Wer hinter diesem Test steht

    Jan Bohlken, Gründer und Geschäftsführer des Profiling Instituts

    Jan Bohlken

    Diplom-Sozialökonom · Gründer und Geschäftsführer Profiling Institut · DIN 33430 zertifiziert · Mitglied nfb, DGfK, dvb

    Jan Bohlken verbindet über 25 Jahre Praxis in Eignungsdiagnostik und Executive Search mit der methodischen Tiefe eines Diplom-Sozialökonomen. Er verantwortet die Konzeption der diagnostischen Verfahren des Profiling Instituts.

    „Ein Lerntypen-Test, der behauptet, er könne Ihre Noten verbessern, verspricht mehr, als die Datenlage hergibt. Was Ihre Noten verbessert, ist die Art, wie Sie wiederholen – nicht der Kanal, über den Sie aufnehmen. Wir zeigen deshalb beides und sagen ehrlich, welcher der beiden Werte zählt.“

    Raphaela Peitsch, Diplom-Psychologin und systemische Beraterin am Profiling Institut

    Raphaela Peitsch

    Diplom-Psychologin · Systemische Beraterin (DGSF) · Eignungsdiagnostik

    Raphaela Peitsch ergänzt die diagnostische Praxis um die psychologisch fundierte Tiefenperspektive und verantwortet die fachliche Prüfung der Testinhalte im Vier-Augen-Prinzip. Ihr Schwerpunkt liegt auf Lern- und Leistungsblockaden, Prüfungsangst und der Frage, wann hinter einem Methodenproblem ein Motivationsproblem steckt.

    Wissenschaftliche Fundierung

    Quellen und weiterführende Literatur

    Wir legen offen, worauf die Aussagen dieser Seite beruhen – auch dort, wo die Forschung dem populären Konzept widerspricht.

    • Pashler, H., McDaniel, M., Rohrer, D., & Bjork, R. (2008) Learning Styles: Concepts and Evidence. Psychological Science in the Public Interest, 9(3), 105–119. Systematische Prüfung der Evidenzlage im Auftrag der Association for Psychological Science. Kernbefund: Studien mit dem methodisch erforderlichen Design fehlen weitgehend, die vorhandenen stützen die Meshing-Hypothese nicht.
    • Rogowsky, B. A., Calhoun, B. M., & Tallal, P. (2015) Matching Learning Style to Instructional Method. Journal of Educational Psychology, 107(1), 64–78. Experimentelle Prüfung mit erwachsenen Lernenden. Es zeigte sich kein Zusammenhang zwischen bevorzugtem Lernstil und Lernerfolg in der jeweils zugeordneten Vermittlungsform.
    • Willingham, D. T., Hughes, E. M., & Dobolyi, D. G. (2015) The Scientific Status of Learning Styles Theories. Teaching of Psychology, 42(3), 266–271. Übersichtsarbeit zum wissenschaftlichen Status der Lernstil-Theorien.
    • Dunlosky, J., Rawson, K. A., Marsh, E. J., Nathan, M. J., & Willingham, D. T. (2013) Improving Students Learning With Effective Learning Techniques. Psychological Science in the Public Interest, 14(1), 4–58. Bewertung von zehn Lerntechniken nach Wirksamkeit. Grundlage des Strategie-Scores in diesem Test.
    • Roediger, H. L., & Karpicke, J. D. (2006) Test-Enhanced Learning. Psychological Science, 17(3), 249–255. Zentrale Arbeit zum Testing-Effekt: Abrufen schlägt Wiederlesen deutlich, besonders bei längeren Behaltensintervallen.
    • Cepeda, N. J., Pashler, H., Vul, E., Wixted, J. T., & Rohrer, D. (2006) Distributed Practice in Verbal Recall Tasks. Psychological Bulletin, 132(3), 354–380. Metaanalyse zum Spacing-Effekt über 254 Studien.
    • Fleming, N. D., & Mills, C. (1992) Not Another Inventory, Rather a Catalyst for Reflection. To Improve the Academy, 11, 137–155. Erstveröffentlichung des VARK-Modells. Bereits die Autoren beschreiben es ausdrücklich als Reflexionsanstoß, nicht als diagnostisches Instrument.
    • Vester, F. (1975) Denken, Lernen, Vergessen. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart. Ursprung der im deutschsprachigen Raum verbreiteten Einteilung in vier Lerntypen.
    • Coffield, F., Moseley, D., Hall, E., & Ecclestone, K. (2004) Learning Styles and Pedagogy in Post-16 Learning. Learning and Skills Research Centre, London. Systematischer Vergleich von 71 Lernstil-Modellen mit deutlicher Kritik an der methodischen Qualität mehrerer verbreiteter Verfahren, darunter Dunn & Dunn.
    • DIN 33430:2016-07 Anforderungen an Verfahren und deren Einsatz bei berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen. Deutsche Norm, nach der das Profiling Institut zertifiziert ist. Sie definiert, welche Anforderungen ein Verfahren erfüllen muss, um für Entscheidungen herangezogen zu werden – Anforderungen, die kein Lerntypen-Test erfüllt.

    Häufige Fragen

    FAQ zum Lerntypen-Test

    Welche Lerntypen gibt es?

    Im deutschsprachigen Raum ist die Einteilung nach Frederic Vester verbreitet: visuell, auditiv, haptisch und kommunikativ. International dominiert das VARK-Modell von Neil Fleming mit den Kategorien Visual, Auditory, Read/Write und Kinesthetic. Drei der vier Kategorien decken sich weitgehend; der Unterschied liegt darin, dass Vester das Lernen im Gespräch als eigene Kategorie führt, VARK dagegen das Lernen über geschriebenen Text.

    Welcher Lerntyp bin ich?

    Das ermittelt der Test auf dieser Seite in zwölf Alltagssituationen. Rechnen Sie damit, dass zwei oder drei Kanäle dicht beieinander liegen – das ist der Normalfall und heißt multimodal. Ein deutlicher Ausschlag in nur einer Dimension kommt seltener vor, als die Modelle nahelegen.

    Sind Lerntypen wissenschaftlich belegt?

    Teilweise. Belegt ist, dass Menschen stabile Vorlieben für bestimmte Aufnahmekanäle angeben können. Nicht belegt ist die daraus abgeleitete Kernbehauptung, dass Lernen im bevorzugten Kanal zu besseren Ergebnissen führt – die sogenannte Meshing-Hypothese. Pashler und Kollegen fanden 2008 keine hinreichende Evidenz dafür, Rogowsky und Kollegen konnten den Effekt 2015 in einer methodisch sauberen Studie ebenfalls nicht nachweisen.

    Praktische Konsequenz: Nutzen Sie Ihr Ergebnis als Anregung für die Gestaltung, nicht als Begründung, bestimmte Lernwege auszuschließen.

    Was ist der Strategie-Score in diesem Test?

    Der zweite Teil des Tests misst, wie konsequent Sie bereits die Lerntechniken einsetzen, deren Wirksamkeit gut belegt ist: aktives Abfragen, verteiltes Lernen, Interleaving, Warum-Fragen, Selbsterklärung und Fehleranalyse. Grundlage ist die Bewertung von Dunlosky und Kollegen (2013). Anders als der Lernkanal ist dieser Wert direkt veränderbar – und er hängt nachweislich mit Lernerfolg zusammen.

    Kann sich mein Lerntyp ändern?

    Lernpräferenzen sind über Monate hinweg relativ stabil, verschieben sich aber mit Lernerfahrung, Fach und Lebensphase. Wer im Studium vor allem mit Texten arbeitet, verschiebt sich häufig in Richtung Lesen und Schreiben. Bei Werten nahe der Trennlinie zwischen zwei Kanälen kann schon eine Wiederholung nach wenigen Wochen ein anderes Ergebnis zeigen – ein Hinweis darauf, dass Sie multimodal sind, kein Fehler des Tests.

    Wie lange dauert der Test?

    22 Fragen, etwa sechs Minuten. Die Auswertung erscheint sofort, ohne Anmeldung und ohne E-Mail-Adresse.

    Werden meine Antworten gespeichert?

    Nein. Die Auswertung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Antworten übertragen, gespeichert oder ausgewertet. Sobald Sie die Seite verlassen, ist das Ergebnis weg – machen Sie sich bei Bedarf vorher einen Screenshot.

    Ab welchem Alter ist der Test sinnvoll?

    Ab etwa Klasse 8 bis 9, weil dann genug eigene Lernerfahrung vorliegt, um die Situationen realistisch einzuschätzen. Nach oben gibt es keine Grenze – der Strategie-Score ist bei Berufstätigen in Weiterbildung oft aufschlussreicher als bei Schülern, weil dort besonders häufig noch mit Markieren und Wiederlesen gearbeitet wird.

    Was ist der Unterschied zwischen Lerntyp und Intelligenz?

    Zwei völlig verschiedene Dinge. Intelligenz beschreibt kognitive Leistungsfähigkeit und wird mit normierten Verfahren im Vergleich zu einer Stichprobe gemessen. Der Lerntyp ist eine Selbstauskunft über bevorzugte Aufnahmekanäle, ohne Normierung und ohne Leistungsbezug. Ein Lerntypen-Test sagt nichts über Begabung aus. Wenn Sie das interessiert, führt der Intelligenztest weiter.

    Hilft mir mein Lerntyp bei der Studienwahl?

    Nur sehr begrenzt. Wie Sie Information aufnehmen, sagt wenig darüber aus, welches Fach Sie über Jahre trägt. Dafür sind Interessen, kognitives Profil, Persönlichkeit und Motive entscheidend – erfasst mit normierten Verfahren. Genau das leistet die Potenzialanalyse für Schüler und Abiturienten. Als kostenloser Einstieg eignet sich der Studienwahltest.

    Warum warnt ein Anbieter von Lerntypen-Tests vor Lerntypen-Tests?

    Weil wir nach DIN 33430 zertifiziert sind und diese Norm verlangt, dass ein Verfahren die Grenzen seiner eigenen Aussagekraft benennt. Ein Test, der das nicht tut, ist kein diagnostisches Instrument, sondern ein Marketinginstrument. Der Test hier ist ein Orientierungsformat – nützlich zur Selbstreflexion, ungeeignet als Entscheidungsgrundlage. Genauso ordnen wir auch 16Personalities und andere populäre Typologien ein.

    Was mache ich, wenn alle vier Werte gleich hoch sind?

    Dann sind Sie ausgeprägt multimodal, und das ist ein Vorteil: Sie können zwischen Darstellungsformen wechseln, ohne an Verständnis zu verlieren. Nutzen Sie das gezielt – denselben Inhalt einmal zeichnen, einmal erklären, einmal aufschreiben. Mehrfachkodierung wirkt bei allen Lernenden, unabhängig vom Ergebnis.

    Ist der Test für Lehramtsprüfungen oder Facharbeiten zitierfähig?

    Der Test selbst ist ein Orientierungsinstrument und keine Publikation. Zitierfähig sind die im Quellenverzeichnis genannten Originalarbeiten – insbesondere Pashler et al. (2008), Rogowsky et al. (2015), Willingham et al. (2015) und Coffield et al. (2004) für die kritische Bewertung sowie Dunlosky et al. (2013) für die Wirksamkeit von Lerntechniken.

    Was kostet eine professionelle Diagnostik beim Profiling Institut?

    Der Einstieg liegt bei 500 Euro als Festpreis, abhängig von Zielgruppe und Umfang. Enthalten sind Eingangsgespräch, Diagnostik mit normierten Verfahren, schriftliches Gutachten und Auswertungsgespräch. Details finden Sie auf der Seite zur Potenzialanalyse. Das telefonische Erstgespräch ist immer kostenfrei.

    Themenwelt

    Diese Tests und Themen passen zum Lerntypen-Test

    Kostenlose Tests

    Diagnostik und Beratung

    Fazit

    Der Lernkanal ist die Verpackung. Die Strategie ist der Inhalt.

    Ihr Lerntyp sagt Ihnen, wie Sie Information gern aufnehmen – eine nützliche Information für die Gestaltung Ihrer Materialien. Er sagt Ihnen nicht, wie gut Sie lernen werden. Das entscheidet sich daran, ob Sie abfragen statt wiederzulesen, ob Sie den Stoff verteilen statt ihn zu blocken, und ob Sie Ihre Fehler analysieren statt sie abzuhaken.

    Und wenn die Frage größer ist als die Lernmethode – welches Studium, welche Ausbildung, welcher Weg nach der Schule – dann braucht es Verfahren, die für Entscheidungen gebaut sind. Genau dafür arbeiten wir seit über 25 Jahren mit normierten Instrumenten und der DIN 33430. Das Erstgespräch ist kostenfrei und unverbindlich.

    Zuletzt fachlich geprüft: August 2026 · Jan Bohlken, Dipl.-Sozialökonom, DIN 33430 · Fachliche Zweitprüfung: Raphaela Peitsch, Dipl.-Psychologin. Dieser Selbsttest ist ein Orientierungsformat und ersetzt keine psychologische Diagnostik.