Bachelor

BORS

BORS steht für Berufsorientierung an Realschulen – ein verbindliches fächerübergreifendes Projekt an Realschulen in Baden-Württemberg, das Schülerinnen und Schüler durch eigene Praxiserfahrung an die Arbeitswelt heranführt.

Wie das Projekt abläuft

BORS wird in der Mittelstufe durchgeführt, üblicherweise in Klasse 9, und verbindet drei Bausteine:

  1. Vorbereitung im Unterricht – Auseinandersetzung mit Berufsfeldern, eigenen Interessen und Stärken, Bewerbungstraining
  2. Betriebspraktikum – in der Regel eine Woche in einem selbst gesuchten Betrieb
  3. Dokumentation und Präsentation – eine schriftliche Ausarbeitung sowie eine Präsentation mit anschließendem Fachgespräch

Die Leistung wird bewertet und fließt in das Zeugnis ein. Die genaue Ausgestaltung – Umfang des Praktikums, Form der Dokumentation, Gewichtung – legen Bildungsplan und Schule fest und kann sich mit Reformen ändern.

Was das Projekt leisten soll

Der Kern ist die eigene Erfahrung. Berufsvorstellungen speisen sich bei Jugendlichen weitgehend aus Medien, Familie und einer Handvoll sichtbarer Berufe. Eine Woche im Betrieb korrigiert diese Bilder – manchmal bestätigend, oft ernüchternd, in beiden Fällen informativ.

Hinzu kommen praktische Kompetenzen, die sich schlecht im Klassenzimmer erwerben lassen: sich telefonisch um einen Platz bewerben, im Betrieb Fragen stellen, ein Ergebnis vor Publikum vertreten.

Verwandte Formate

Das Gegenstück am Gymnasium heißt BOGY und ist ähnlich aufgebaut. Andere Bundesländer führen vergleichbare Praxisphasen unter eigenen Bezeichnungen. Ergänzend stehen die Angebote der Berufsberatung und die Berufsinformationszentren der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung.

Wie sich das Projekt gut nutzen lässt

Erfahrungsgemäß entscheidet die Wahl des Betriebs über den Ertrag. Ein Platz, der nur deshalb gewählt wurde, weil er schnell zusagt, liefert wenig Erkenntnis. Lohnender ist ein Berufsfeld, das ernsthaft in Frage kommt – und die Bereitschaft, im Praktikum Fragen zu stellen: Wie sieht ein normaler Tag aus? Was ist der unangenehmste Teil? Was braucht man wirklich, um hier einzusteigen?

Wer nach dem Praktikum unsicher bleibt, findet in einer strukturierten Berufsorientierung für Schüler eine diagnostisch fundierte Ergänzung – die Praxiserfahrung ersetzt sie nicht, aber sie liefert das Material dafür.

Häufige Fragen

Wofür steht BORS?

Für Berufsorientierung an Realschulen – ein verbindliches fächerübergreifendes Projekt an Realschulen in Baden-Württemberg mit Betriebspraktikum, Dokumentation und Präsentation.

In welcher Klasse findet BORS statt?

Üblicherweise in Klasse 9. Die genaue Ausgestaltung legen Bildungsplan und Schule fest.

Was ist der Unterschied zwischen BORS und BOGY?

BORS ist das Berufsorientierungsprojekt an Realschulen, BOGY das entsprechende Projekt am Gymnasium. Beide sind ähnlich aufgebaut.

Persönliche Beratung

Was bedeutet das für Ihre Situation?

Begriffe erklären den Rahmen – die Entscheidung treffen Sie im eigenen Kontext. Unsere Beraterinnen und Berater ordnen ein, was für Ihren Weg wirklich zählt: in der Schul-, Studien- und Berufsberatung ebenso wie in der beruflichen Neuorientierung.