Diagnostik für HR und Geschäftsführung

Potenzialanalyse für Unternehmen

Wer trägt die nächste Führungsebene? Wir liefern Ihnen die objektive Datengrundlage für Nachfolgeplanung, High-Potential-Programme und Management Audits – nach DIN 33430, mit BIP und NEO-PI-R.

DIN 33430 zertifiziert
25+ Jahre Diagnostik & Executive Search
10.000+ Beurteilungen
Mitglied nfb · DGfK · dvb
Kurz gefasst

Die Potenzialanalyse für Unternehmen beantwortet die Entwicklungsfrage: Wohin kann eine Person sich entwickeln, und wo liegen ihre Grenzen? Wir kombinieren BIP und NEO-PI-R mit einem strukturierten biografischen Interview nach Executive-Search-Methodik. Ergebnis ist ein Gutachten von 10 bis 15 Seiten mit Stärken-Risiko-Profil und konkreten Entwicklungsempfehlungen. Geht es dagegen um eine konkrete Besetzungsentscheidung, ist die Eignungsdiagnostik für Unternehmen der passende Rahmen.

Das Problem

Warum klassische Auswahlprozesse bei Führungspositionen versagen

Vorstellungsgespräche, Referenzen und Lebensläufe zeigen, was jemand geleistet hat – nicht, ob die psychologischen Voraussetzungen vorliegen, eine Führungsrolle langfristig auszufüllen. Bis zur Gabelung zwischen Fach- und Führungslaufbahn sagt bisherige Leistung viel über künftige Leistung aus. Danach nicht mehr: Der Wechsel in die Führung verlangt Merkmale, die in der Fachrolle nie geprüft wurden.

Das Peter-Prinzip

Exzellente Fachkräfte werden befördert, bis sie eine Position erreichen, die ihre Kompetenz übersteigt. Ohne diagnostische Absicherung ist das eine strukturelle Gefahr in jeder Organisation – und sie trifft die Betroffenen genauso hart wie das Unternehmen.

Subjektive Beförderungsprozesse

Beförderungen orientieren sich häufig an Sichtbarkeit, Sympathie und interner Politik statt an tatsächlicher Führungseignung. Das kostet stille Top-Performer und schafft Fehlanreize im ganzen Haus.

Fehlende Nachfolge-Pipeline

Viele Unternehmen erkennen Nachfolgekandidaten zu spät und ohne objektive Daten. Strategische Nachfolgeplanung braucht eine belastbare Datenbasis über die vorhandenen Führungspotenziale – Jahre vor dem Bedarfsfall.

Rollenfehlpassung und ihre Folgen

Führungskräfte, die nicht zu ihrer Rolle passen, entwickeln häufig Stresssymptome bis hin zur inneren Kündigung. Eine frühzeitige Passungsanalyse schützt beide Seiten.

Gießkannen-Entwicklung

Ohne valide Potenzialdiagnostik fließen Personalentwicklungsbudgets in Maßnahmen ohne nachweisbaren Effekt. Gezielte Förderung setzt voraus zu wissen, wo echtes Entwicklungspotenzial tatsächlich liegt.

Talent statt Führungstalent

Nicht jede leistungsstarke Fachkraft ist eine künftige Führungskraft. Wer beides gleichsetzt, verliert im Zweifel eine hervorragende Spezialistin und gewinnt eine überforderte Teamleiterin.

In der Fachliteratur werden die Gesamtkosten einer Fehlbesetzung auf Führungsebene regelmäßig im Bereich mehrerer Jahresgehälter angesetzt. Die Datenlage ist methodisch schwierig, weil belastbare Kontrollgruppen fehlen – die Größenordnung ist eine Schätzung, keine gemessene Größe.

Einsatzbereiche

Vier Szenarien, in denen Unternehmen uns beauftragen

Die Potenzialanalyse ist entlang des gesamten Führungskräfte-Lebenszyklus einsetzbar – von der Identifikation über Beförderungen bis zur Nachfolgeplanung. Den konzeptionellen Rahmen dahinter beschreibt unsere Karriereplanung.

1

Nachfolgeplanung

Succession Planning & interne Beförderung

Wer unter mehreren internen Kandidaten ist wirklich bereit für die nächste Ebene? Die Diagnostik liefert die objektive Grundlage für Beförderungsentscheidungen, die sonst im Halbdunkel interner Wahrnehmung fallen.

  • Vergleich mehrerer Kandidaten auf identischer Datenbasis
  • Identifikation von Risikomustern vor dem Rollenwechsel
  • Absicherung gegen Halo-Effekte und Sympathieentscheidungen
  • Gesprächsleitfaden für HR und Entscheider inklusive
2

High-Potential-Identifikation

Talent Management & Förderprogramme

Die Analyse trennt echte Führungstalente von exzellenten Fachkräften und schützt beide vor der falschen Rolle. Fachkräfte, die diese Frage für sich selbst klären wollen, finden sie in der Potenzialanalyse für Erwachsene.

  • Früherkennung latenter Führungskompetenzen
  • Messung von Ambiguitätstoleranz und Belastbarkeit
  • Fundierung von Talent-Pools und Entwicklungsprogrammen
  • Schutz vor der Überforderung von Top-Talenten
3

Management Audit

Standortbestimmung bestehender Führungskräfte

In Transformationsphasen oder nach Restrukturierungen liefert ein Management Audit belastbare Daten für gezielte Entwicklungsmaßnahmen – und für Entwicklungsgespräche, die auf mehr fußen als auf Eindrücken.

  • Identifikation von Führungsstil-Konflikten und Risikomustern
  • Ableitung individueller Coaching-Schwerpunkte
  • Grundlage für Post-Merger-Integration und Kulturwandel
  • Stärkung der Führungswirksamkeit in Krisenrollen
4

Begleitung externer Besetzungen

Diagnostik im Executive-Search-Prozess

Als unabhängige Qualitätssicherung neben dem klassischen Auswahlprozess. Geht es um die Besetzungsentscheidung selbst statt um Entwicklung, führt der Weg zur Eignungsdiagnostik nach DIN 33430.

  • Unabhängige Einschätzung zusätzlich zum HR-Eindruck
  • Beurteilung von kultureller Passung und Führungs-Fit
  • Vergleich externer Kandidaten mit internen Benchmarks
  • Entscheidungssicherheit vor kostspieligem Onboarding
Einordnung

Potenzialanalyse oder Eignungsdiagnostik?

Beide Formate nutzen teils dieselben Instrumente, beantworten aber unterschiedliche Fragen. Die Wahl entscheidet darüber, was am Ende im Gutachten steht – und ob es Ihnen bei Ihrer konkreten Entscheidung hilft.

Potenzialanalyse (diese Seite)

  • Frage: Wohin kann sich diese Person entwickeln?
  • Bezugspunkt: individuelles Stärken- und Risikoprofil
  • Ergebnis: Entwicklungsplan und Förderhinweise
  • Zeithorizont: mittel- bis langfristig
  • Anlass: Talentmanagement, Nachfolge, Audit

Eignungsdiagnostik

  • Frage: Passt diese Person auf diese konkrete Stelle?
  • Bezugspunkt: definiertes Anforderungsprofil
  • Ergebnis: begründete Auswahlempfehlung
  • Zeithorizont: Entscheidung im Hier und Jetzt
  • Anlass: Einstellung, Besetzung, Beförderung

In der Praxis greifen beide ineinander: Wer heute auswählt, denkt das Potenzial von morgen mit. Steht die Besetzungsentscheidung im Vordergrund, beschreibt unsere Seite zur Eignungsdiagnostik für Unternehmen das normgerechte Vorgehen im Detail. Geht es um die Führungskraft als Privatperson – etwa vor dem eigenen nächsten Karriereschritt –, ist die Potenzialanalyse für Führungskräfte das passende Format. Alle vier Varianten im Überblick zeigt die Übersicht zur Potenzialanalyse.

Diagnostische Methodik

Verfahren, Normbezug und Qualitätsrahmen

Wir arbeiten nach DIN 33430, der deutschen Norm für berufsbezogene Eignungsbeurteilungen. Sie verlangt Anforderungsbezug, geprüfte Verfahren und qualifizierte Urteilsbildung – und macht damit nachvollziehbar, warum eine Einschätzung so ausfällt, wie sie ausfällt. Eingesetzt werden zwei der am besten validierten Instrumente des deutschsprachigen Raums, kombiniert mit einem strukturierten biografischen Interview.

Berufsbezogene Persönlichkeit

BIP

Bochumer Inventar zur berufsbezogenen Persönlichkeitsbeschreibung

Das BIP ist das im DACH-Raum meisteingesetzte Verfahren für berufsbezogene Persönlichkeitsdiagnostik. Anders als allgemeine Persönlichkeitstests misst es gezielt jene Dimensionen, die mit beruflichem Erfolg und Führungswirksamkeit zusammenhängen.

Führungsmotivation Leistungsmotivation Psychische Belastbarkeit Soziale Kompetenz Konfliktverhalten
Das BIP im Detail
Persönlichkeitsstruktur · Big Five

NEO-PI-R

Revidiertes NEO-Persönlichkeitsinventar

Der NEO-PI-R ist das internationale Referenzmodell der Persönlichkeitspsychologie. Für Führungsrollen relevant: Er erfasst emotionale Stabilität unter Druck, Offenheit für Veränderungsprozesse und potenzielle Führungsstil-Risiken auf 30 Facetten.

Emotionale Stabilität Extraversion Offenheit Verträglichkeit Gewissenhaftigkeit
Das Fünf-Faktoren-Modell im Detail

Der Kombinationseffekt ist entscheidend: Während das BIP berufliche Verhaltenstendenzen abbildet, erfasst der NEO-PI-R die stabile Persönlichkeitsstruktur darunter. Beide zusammen ergeben ein vollständigeres Bild als jedes Verfahren für sich – ergänzt um das biografische Tiefeninterview, das die Testbefunde in der tatsächlichen Berufserfahrung verankert. Wo kognitive Leistungsfähigkeit erfolgskritisch ist, ergänzen wir den IST 2000 R. Methodische Grundlagen und Gütekriterien sind in der Übersicht zur Potenzialanalyse ausführlich dargestellt; das Einzelinstrument für den reinen Testeinsatz beschreibt der Persönlichkeitstest für Führungskräfte.

Was die Verfahren im Unternehmenskontext zeigen

Welche Skalen im Vordergrund stehen, hängt vom Anlass ab. Dieselbe Testbatterie beantwortet bei einer Nachfolgeplanung andere Fragen als bei einem Management Audit – die Gewichtung legen wir im strategischen Briefing gemeinsam fest.

Anlass Nachfolgeplanung

Trägt die Person die nächste Ebene?

Führungsmotivation · Gestaltungsmotivation · Belastbarkeit

Entscheidend ist selten das aktuelle Leistungsniveau – das ist bekannt. Entscheidend ist, ob jemand Einfluss tatsächlich sucht oder ihn bisher nur übernommen hat, und ob die Belastbarkeit eine größere Verantwortungsspanne trägt. Hohe Fachleistung bei niedriger Führungsmotivation ist das Muster, das Nachfolgeplanungen am häufigsten scheitern lässt.

Anlass High-Potential

Wer gehört ins Programm?

Lernorientierung · Offenheit · Leistungsmotivation

Bei jüngeren Kandidatinnen und Kandidaten fehlt die Führungsbilanz, an der man sich sonst orientiert. Aussagekräftig sind dann Veränderungsbereitschaft, Lerngeschwindigkeit und die Frage, ob Leistungsmotivation aus eigenem Antrieb kommt oder aus äußerer Erwartung. Letzteres trägt erfahrungsgemäß nicht durch ein mehrjähriges Programm.

Anlass Management Audit

Wie ist das Team aufgestellt?

Konfliktverhalten · Durchsetzung · Kooperation

Beim Audit interessiert weniger das Einzelprofil als die Kombination. Ein Führungskreis, in dem alle Mitglieder konfliktscheu sind, trifft andere Entscheidungen als einer mit ausgewogener Streitkultur – unabhängig davon, wie kompetent jede einzelne Person ist. Diese Musterebene wird erst bei mehreren Profilen sichtbar.

Kontrollskalen

Wie belastbar ist das Ergebnis?

Selbstdarstellung · Antworttendenzen

Beide Verfahren enthalten Skalen, die anzeigen, wenn ein Profil zu glatt ausfällt. Gerade wenn Beurteilte wissen, dass ihr Arbeitgeber Auftraggeber ist, ist das relevant. Fällt eine Kontrollskala auffällig aus, wird das im Gutachten benannt – und nicht stillschweigend weginterpretiert.

Der NEO-PI-R erfasst die fünf Hauptdimensionen zusätzlich auf 30 Facetten. Das ist der Grund, warum wir ihn dem kürzeren NEO-FFI vorziehen: Zwei Personen mit identischem Gesamtwert bei Gewissenhaftigkeit können sich auf Facettenebene gegensätzlich verhalten – die eine ordnungsliebend, aber wenig leistungsstrebend, die andere umgekehrt. Für Besetzungs- und Entwicklungsfragen ist genau dieser Unterschied relevant.

Rechtlicher Rahmen

Betriebsrat, AGG und Datenschutz

In der Praxis scheitert der Einsatz von Diagnostik selten an der Methodik, sondern an ungeklärten Zuständigkeiten im Haus. Drei Punkte sollten Sie vor der Beauftragung geregelt haben – wir unterstützen dabei, ersetzen aber keine arbeitsrechtliche Beratung.

Mitbestimmung: den Betriebsrat früh einbinden

Standardisierte Verfahren, mit denen Beschäftigte beurteilt werden, berühren regelmäßig die Mitbestimmung nach § 94 BetrVG. Die Vorschrift stellt Personalfragebögen unter Zustimmungsvorbehalt des Betriebsrats und gilt entsprechend für die Aufstellung allgemeiner Beurteilungsgrundsätze – also für Regelungen, die eine Bewertung von Verhalten oder Leistung vereinheitlichen. Kommt keine Einigung zustande, entscheidet die Einigungsstelle.

Sollen aus den Ergebnissen Auswahlrichtlinien für Einstellung, Versetzung oder Umgruppierung abgeleitet werden, greift zusätzlich § 95 BetrVG. In Betrieben mit mehr als 500 Arbeitnehmern kann der Betriebsrat die Aufstellung solcher Richtlinien sogar verlangen.

Praktisch heißt das: Klarheit schaffen, bevor der erste Termin steht. Eine Betriebsvereinbarung, die Anlass, Verfahren, Empfängerkreis und Aufbewahrungsdauer festhält, nimmt dem Thema die Schärfe – und verhindert, dass ein laufender Prozess gestoppt werden muss. Wir legen die eingesetzten Verfahren, ihre Skalen und den Berichtsaufbau offen, sodass Ihr Gremium beurteilen kann, worum es geht.

AGG: warum normierte Verfahren robuster sind

  • Berufsbezug. Beurteilt werden ausschließlich Merkmale, die für die jeweilige Rolle sachlich erforderlich sind.
  • Gleiche Bedingungen. Standardisierte Durchführung für alle Beteiligten, keine situativ wechselnden Maßstäbe.
  • Normbezug. Vergleich mit einer dokumentierten Referenzstichprobe statt mit dem Bauchgefühl einzelner Führungskräfte.
  • Nachvollziehbarkeit. Jede Aussage im Gutachten lässt sich auf Daten oder Interviewinhalte zurückführen.

Datenschutz: Rechtsgrundlage sauber benennen

  • Grundlage aus der DSGVO. Seit dem EuGH-Urteil vom 30. März 2023 (C-34/21) gilt § 26 Abs. 1 Satz 1 BDSG als europarechtlich problematisch; Aufsichtsbehörden empfehlen, die Verarbeitung unmittelbar auf Art. 6 DSGVO zu stützen.
  • Transparenz. Die beurteilte Person wird vorab informiert – wer Auftraggeber ist, wer den Bericht erhält, was gemessen wird.
  • Zweckbindung. Die Daten werden für den vereinbarten Anlass verwendet, nicht für spätere andere Fragestellungen.
  • Rohdaten. Testrohdaten verbleiben bei uns und werden nicht an das Unternehmen übermittelt; übergeben wird das Gutachten.

Rückmeldung an die beurteilte Person

Die DIN 33430 sichert beurteilten Personen das Recht auf eine qualifizierte Rückmeldung zu. Wir führen dieses Gespräch grundsätzlich – es ist kein Zusatzbaustein, sondern Teil des Verfahrens. Das ist nicht nur fachlich geboten, sondern praktisch wirksam: Verfahren, bei denen Ergebnisse ohne Gespräch im Haus verschwinden, beschädigen das Vertrauen in Diagnostik nachhaltig – und machen die nächste Runde erheblich schwerer.

Diese Hinweise dienen der Orientierung und stellen keine Rechtsberatung dar. Ob und in welchem Umfang Mitbestimmungsrechte im Einzelfall bestehen und welche Rechtsgrundlage für Ihre Verarbeitung einschlägig ist, klären Sie bitte mit Ihrer Rechtsabteilung oder Ihrem Datenschutzbeauftragten. Gern stellen wir dafür alle Verfahrensunterlagen zur Verfügung.

Wirtschaftlichkeit

Was eine Fehlbesetzung auf Führungsebene kostet

Die sichtbaren Kosten sind der kleinste Teil. Neben Vergütung, Recruiting und Trennung entstehen Produktivitätsverluste, Folgekosten im Team und Chancen, die nicht bearbeitet wurden.

2–3×

Jahresgehalt – auf diese Größenordnung schätzen Studien die Gesamtkosten einer Fehlbesetzung auf Führungsebene.

Monate

vergehen typischerweise, bis eine Fehlbesetzung überhaupt als solche erkannt wird – und noch einmal so lange bis zur Korrektur.

Team

Eine schwache Führungskraft erhöht die Fluktuation im eigenen Team. Jeder Abgang kostet erneut Rekrutierung und Einarbeitung.

Kultur

Schwer zu beziffern, aber real: Passt eine Führungspersönlichkeit nicht zur Organisation, wirkt das auf Stimmung und Werte ganzer Bereiche.

Die genannten Größenordnungen stammen aus gängigen Studienschätzungen und Erfahrungswerten der Personalpraxis. Sie sind Anhaltspunkte, keine belastbaren Einzelfallprognosen – die tatsächlichen Kosten hängen von Position, Branche und Organisationsgröße ab. Wir halten es für redlicher, das zu sagen, als eine Rendite auszurechnen, die sich nicht messen lässt.

Ablauf

Ihr Prozess in fünf Schritten

Transparent, effizient und diskret. Von der Anfrage bis zum Gutachten vergehen in der Regel weniger als zwei Wochen.

30–45 Minuten

Strategisches Briefing

Wir klären den Hintergrund der Analyse: Position, Unternehmenskontext, Erwartungsprofil und gewünschter Output. Dieser Schritt definiert die Maßstäbe, an denen später ausgewertet wird – ohne ihn gibt es keine anforderungsbezogene Beurteilung.

60–90 Minuten · online oder vor Ort

Wissenschaftliche Testbatterie

BIP und NEO-PI-R werden standardisiert durchgeführt, bei Bedarf ergänzt um den IST 2000 R zur Erfassung der kognitiven Leistungsfähigkeit. Die Durchführung ist ortsunabhängig möglich oder an einem unserer sieben Standorte.

90–120 Minuten

Biografisches Tiefeninterview

Jan Bohlken führt ein strukturiertes Interview mit der beurteilten Person. Erfolgsmuster, Krisenbewältigung und Brüche im Werdegang werden mit den Testergebnissen verknüpft und vertieft – hier entscheidet sich, ob aus Messwerten eine tragfähige Einschätzung wird.

5–7 Werktage

Erstellung des Gutachtens

Sie erhalten ein individuelles Gutachten von 10 bis 15 Seiten mit konkreten Handlungsempfehlungen – managementgerecht formuliert, klar strukturiert und DSGVO-konform zugestellt.

60–90 Minuten

Feedback-Gespräch

Persönliches Auswertungsgespräch mit HR und auf Wunsch mit der beurteilten Person. Wir erläutern die Ergebnisse und leiten daraus Entwicklungsmaßnahmen oder Entscheidungsempfehlungen ab. Eine qualifizierte Rückmeldung an die beurteilte Person gehört für uns zum fachlichen Standard.

Aus der Praxis

Führungsentscheidungen, die Wirkung hatten

Reale Szenarien aus unserer Beratungspraxis – anonymisiert und branchenübergreifend.

Maschinenbau · Mittelstand

Wer übernimmt die Werksleiter-Nachfolge?

Eine HR-Leiterin musste unter drei fachlich gleichwertigen Kandidaten entscheiden, wer die Nachfolge des Werksleiters übernimmt – inklusive einer bevorstehenden Teilschließung.

ErgebnisNur einer der drei zeigte im BIP die für diese Situation nötige Ambiguitätstoleranz. Die Entscheidung fiel auf ihn – gegen den Kandidaten, der im Gespräch am überzeugendsten aufgetreten war.
Software · Mittelstand

Soll der Star-Architekt CTO werden?

Ein hochtalentierter Software-Architekt sollte zur CTO-Position befördert werden. Das Unternehmen war unsicher, ob er die Führungsrolle wirklich ausfüllen würde.

ErgebnisHohe Gewissenhaftigkeit bei niedriger Führungsmotivation. Empfehlung: technische Leitungsrolle ohne Personalverantwortung. Der Mitarbeiter blieb im Unternehmen – eine Fehlbesetzung wurde vermieden.
Chemie · Konzern

Warum ist der Bereichsleiter nicht mehr wirksam?

Ein erfahrener Bereichsleiter verlor in einer Restrukturierungsphase zunehmend an Wirksamkeit. Interne Gespräche blieben ohne Ergebnis.

ErgebnisDer NEO-PI-R zeigte eine ausgeprägte Verträglichkeit, die in der Konfliktsituation zum Hemmnis wurde. Gezieltes Coaching setzte genau dort an – die Wirksamkeit stieg im Folgequartal spürbar.
Automotive · Zulieferer

High-Potential-Programm ohne Datenbasis

Ein Zulieferer hatte zwölf Kandidaten im High-Potential-Programm – ausgewählt nach Einschätzung der Vorgesetzten, ohne valide Datengrundlage.

ErgebnisVier zeigten klares Führungspotenzial, fünf erwiesen sich als exzellente Fachkräfte ohne Führungsmotivation, drei zeigten Belastungsrisiken. Das Entwicklungsbudget wurde neu ausgerichtet.

Alle Fälle sind anonymisiert und in Details verändert, um Rückschlüsse auf Auftraggeber und beurteilte Personen auszuschließen. Sie illustrieren typische Konstellationen und sind keine Erfolgsgarantie für vergleichbare Fragestellungen.

Leistungsumfang & Investition

Das Komplettpaket im Überblick

Pro Führungskraft oder Kandidat – vollständig, diskret und reportfähig.

  • Strategisches Briefing & ZieldefinitionKlärung von Kontext, Anforderungsprofil und gewünschtem Output mit HR und Entscheidern
  • Testbatterie: BIP & NEO-PI-RStandardisierte Durchführung in 60–90 Minuten; normiert, reliabel, validiert – bei Bedarf ergänzt um den IST 2000 R
  • Biografisches Tiefeninterview90–120 Minuten strukturiertes Interview nach Executive-Search-Methodik mit Jan Bohlken
  • Individuelles Gutachten (10–15 Seiten)Managementgerecht formuliert, mit Stärken- und Risikoprofil sowie konkreten Entwicklungsempfehlungen
  • Feedback-Gespräch (60–90 Min.)Mit HR und optional mit der beurteilten Person; Ergebnisinterpretation und Handlungsempfehlungen
  • Diskretion & DSGVO-KonformitätAlle Daten werden ausschließlich zweckgebunden verarbeitet und auf Wunsch nach Abschluss gelöscht
Investition pro Person
ab 500 €
zzgl. MwSt. · je nach Umfang und Verfahrenskombination Angebot anfragen

Ab drei Kandidaten sind Rahmenverträge und Mengenstaffeln möglich. Der genaue Preis hängt von der Verfahrenskombination und vom Umfang des Gutachtens ab und wird vorab schriftlich fixiert – ohne Folgekosten.

Ihr Ansprechpartner

Diagnostik mit Marktkenntnis

Jan Bohlken, Diplom-Sozioökonom und DIN-33430-zertifizierter Diagnostiker

Jan Bohlken

Diplom-Sozioökonom · DIN 33430 zertifiziert · Gründer & Geschäftsführer

Jan Bohlken verbindet zwei Perspektiven, die selten zusammenkommen. Als Headhunter für die Automobil-, Chemie- und Maschinenbauindustrie – heute unter Bohlken Consulting – kennt er die Anforderungsprofile von Aufsichtsräten, Personalvorständen und Werksleitern aus erster Hand. Als zertifizierter Eignungsdiagnostiker mit über 20 Jahren Erfahrung nutzt er psychologische Methodik, um diese Profile mit den passenden Menschen zu besetzen.

Diese Kombination prägt die Gutachten: Es geht nicht nur darum, Persönlichkeitsdaten korrekt zu interpretieren, sondern zu wissen, was sie in konkreten Führungssituationen einer bestimmten Branche bedeuten. Vita und Profil.

Gute Personalentscheidungen basieren nicht auf Bauchgefühl, sondern auf der nachvollziehbaren Übereinstimmung von Potenzial und Rolle.

Stimmen aus der Praxis

Was Auftraggeber zurückmelden

★★★★★

Ohne die objektiven Daten hätten wir vermutlich den lautesten Kandidaten gewählt. Die Analyse gab uns die Sicherheit für eine mutige, aber richtige Personalentscheidung.

HR-LeiterinMaschinenbauunternehmen, rund 800 Mitarbeitende
★★★★★

Das Gutachten war das überzeugendste Dokument, das ich je in einem Beförderungsprozess gesehen habe. Es hat eine intern politisch aufgeladene Entscheidung vollständig versachlicht.

PersonalvorstandChemiekonzern, DACH-Region
★★★★★

Wir haben das Institut inzwischen für drei Nachfolgeprozesse beauftragt. Die Treffsicherheit der diagnostischen Einschätzungen ist bemerkenswert.

GeschäftsführerAutomobilzulieferer
★★★★★

Besonders wertvoll waren die konkreten Entwicklungsempfehlungen. Wir wussten danach nicht nur, ob die Kandidatin passt, sondern auch, wie wir sie gezielt fördern können.

Bereichsleiterin PersonalFamiliengeführtes Industrieunternehmen

Diese Rückmeldungen stammen aus abgeschlossenen Mandaten und wurden uns direkt von den Auftraggebern gegeben. Sie sind auf deren Wunsch anonymisiert; die Zuordnung liegt uns vor. Eine Prüfung durch eine unabhängige Stelle findet nicht statt. Verifizierte Bewertungen von Privatklienten finden Sie bei ProvenExpert.

Einordnung

Abgrenzung zu verwandten Formaten

Mehrere Instrumente konkurrieren um dasselbe Budget. Sie unterscheiden sich nicht in der Seriosität, sondern darin, welche Frage sie beantworten können – und welche nicht.

Verhalten unter Beobachtung

Assessment Center

Das AC zeigt beobachtbares Verhalten in simulierten Situationen – Rollenspiel, Fallstudie, Gruppendiskussion. Stärke: Nähe zur realen Anforderung. Schwäche: hoher Aufwand, Anfälligkeit für Beobachtereffekte und die Tatsache, dass geübte Teilnehmende AC-Situationen zunehmend beherrschen. Es misst, wie jemand an einem Tag agiert, nicht welche Disposition dahintersteht. In großen Auswahlprozessen sinnvoll; für die Entwicklungsfrage bei einer einzelnen Schlüsselperson unverhältnismäßig.

Fremdbild aus dem Umfeld

360°-Feedback

Sammelt Einschätzungen von Vorgesetzten, Kolleginnen und Mitarbeitenden. Wertvoll für die Frage, wo Selbst- und Fremdbild auseinanderfallen. Was fehlt, sind Normwerte: Sie erfahren, wie ein bestimmtes Umfeld eine Person erlebt, nicht wie deren Ausprägung im Vergleich zu einer Referenzstichprobe einzuordnen ist. Zudem ist es anfällig für Kontexteffekte – in einer Organisation im Umbruch fallen Bewertungen systematisch anders aus. Beide Formate ergänzen sich: Liegt ein aktuelles 360°-Feedback vor, beziehen wir es ein.

Instrument ohne Einordnung

Persönlichkeitstests von der Stange

Typenmodelle mit Farben oder Buchstabenkürzeln sind eingängig und teamtauglich, erfüllen aber die Anforderungen an eignungsdiagnostische Verfahren nicht: Sie ordnen Menschen Kategorien zu, statt Ausprägungen auf Dimensionen abzubilden, und ihre Vorhersagekraft für beruflichen Erfolg ist gering. Für Teamworkshops brauchbar, für Personalentscheidungen nicht belastbar. Welche Verfahren den Unterschied machen und welche nicht, ordnet der Persönlichkeitstest für Unternehmen im Verfahrensvergleich ein.

Bewertung aus dem Haus

Interne Leistungsbeurteilung

Ihre eigenen Beurteilungssysteme kennen die Person über Jahre – ein Vorteil, den keine externe Analyse hat. Sie messen aber Leistung in der aktuellen Rolle, und genau das ist der blinde Fleck bei Beförderungen: Bis zur Gabelung zwischen Fach- und Führungslaufbahn sagt bisherige Leistung viel aus, danach wenig. Hinzu kommen Beziehungseffekte, die eine interne Bewertung nie ganz ablegen kann.

In der Praxis ersetzt die Potenzialanalyse diese Formate nicht, sondern schließt die Lücke zwischen ihnen: normierte Daten zur Disposition, verknüpft mit einem biografischen Interview und einer Einordnung, die auf Marktkenntnis beruht. Geht es um eine konkrete Stellenbesetzung statt um Entwicklung, ist die Eignungsdiagnostik für Unternehmen der passende Rahmen.

Methodenvergleich

Diagnostik im Vergleich zur klassischen Auswahl

Ein direkter Vergleich der beiden Vorgehensweisen. Wie sich Diagnostik zu Assessment Center, Coaching und Selbsttests verhält, ordnet die Übersicht zur Potenzialanalyse ein.

Kriterium Interview & Lebenslauf BIP + NEO-PI-R + Interview
StandardisierungNicht standardisiertNormiert und reliabel validiert
PersönlichkeitsstrukturNur EindruckAuf 30 Facetten messbar
FührungsmotivationNur SelbstaussageDirekt im BIP erfasst
RisikomusterKaum erkennbarStrukturell ausgewiesen
KandidatenvergleichSubjektivGleicher Maßstab für alle
VerzerrungenStrukturell anfälligPsychometrisch abgesichert
DokumentationGesprächsnotizenGutachten, 10–15 Seiten
Prognostische ValiditätGering (etwa 0,2)Deutlich höher in Kombination
NormbezugNicht vorhandenDIN 33430

Die Validitätsangaben beziehen sich auf metaanalytische Forschung zur Vorhersage von Berufserfolg, unter anderem Schmidt & Hunter (1998). Die absolute Höhe solcher Koeffizienten wird fachlich unterschiedlich eingeschätzt; die Rangfolge der Verfahren ist über Studien hinweg stabil.

Grenzen

Wann wir von einer Beauftragung abraten

Vier Konstellationen, in denen wir im Erstgespräch offen sagen, dass Diagnostik nicht das richtige Mittel ist.

Wenn die Entscheidung bereits feststeht

  • Eine Analyse, die eine getroffene Personalentscheidung nachträglich legitimieren soll, liefert keine neue Information – und wird bei unerwartetem Befund beiseitegelegt.
  • Der Vertrauensschaden bei der beurteilten Person ist größer als der Nutzen.

Wenn eine Trennung vorbereitet wird

  • Wir stellen keine Gutachten aus, die als Begründung für eine Trennung dienen sollen. Das ist weder der Zweck des Verfahrens noch mit unserem Rollenverständnis vereinbar.

Wenn ein akuter Konflikt im Raum steht

  • Ein zerstrittenes Führungsteam oder eine eskalierte Auseinandersetzung ist keine diagnostische Frage. Dafür gibt es Mediation und Teamentwicklung.
  • Diagnostik in dieser Lage wird als Parteinahme gelesen – unabhängig vom Ergebnis.

Wenn Führungsarbeit ersetzt werden soll

  • Wo unklare Erwartungen, fehlende Ziele oder ausbleibende Rückmeldung das eigentliche Problem sind, löst kein Gutachten die Situation.
  • Ein Gutachten kann die Frage schärfen, aber nicht die Gespräche führen, die ohnehin anstehen.

Wir sagen das im kostenfreien Erstgespräch – auch wenn es gegen den Auftrag spricht. Eine Analyse, die im Haus als Alibi gelesen wird, schadet der Akzeptanz von Diagnostik dauerhaft mehr, als ein einzelnes Mandat wert ist.

Häufige Fragen

Antworten für HR und Entscheider

Von der Teamleitung über Bereichs- und Abteilungsleitung bis zur Geschäftsführungsebene. Sie eignet sich für interne Beförderungen und Nachfolgeplanung ebenso wie für die Begleitung externer Besetzungen. Ab Senior-Manager-Ebene empfehlen wir das Vollpaket inklusive biografischem Interview.

Die Potenzialanalyse beantwortet die Entwicklungsfrage – wohin kann sich eine Person entwickeln, wo liegen Förderbedarf und Grenzen. Die Eignungsdiagnostik beantwortet die Auswahlfrage für eine konkrete Position. Die Instrumente überschneiden sich, das Ergebnis unterscheidet sich deutlich: Entwicklungsplan hier, begründete Auswahlempfehlung dort.

In der Regel 7 bis 14 Werktage. Nach dem Briefing folgen Tests und Interview innerhalb von ein bis zwei Wochen, das Gutachten liegt 5 bis 7 Werktage danach vor. In dringenden Fällen lässt sich der Prozess auf etwa 5 Werktage verdichten – ohne Abstriche bei der Verfahrensgüte.

Wir arbeiten vollständig DSGVO-konform. Das Gutachten geht ausschließlich an den beauftragenden Ansprechpartner. Die beurteilte Person wird vorab über Zweck und Ablauf informiert und gibt ihr Einverständnis. Auf Wunsch werden alle Daten nach Abschluss gelöscht. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag wird standardmäßig geschlossen.

Wir empfehlen das ausdrücklich und die DIN 33430 sieht es vor. Eine qualifizierte Rückmeldung macht aus einem Beurteilungsverfahren einen Entwicklungsimpuls – und sie erhöht die Akzeptanz des Verfahrens im Unternehmen erheblich. Umfang und Form stimmen wir mit Ihnen ab.

Ja, das ist ein häufiger Einsatzfall – als unabhängige Ebene neben dem klassischen Bewerbungsgespräch. Wir erhalten dabei bewusst keine Vorabinformationen über die Person, um Bestätigungsfehler zu vermeiden. Steht die Besetzungsentscheidung selbst im Mittelpunkt, ist der normgerechte Rahmen der Eignungsdiagnostik allerdings das passendere Format.

Ja. Bei Nachfolgeprojekten analysieren wir häufig drei bis sechs Personen parallel und erstellen auf Wunsch eine vergleichende Zusammenfassung. Wichtig dabei: Die Ergebnisse werden am einheitlichen Anforderungsprofil gespiegelt, nicht direkt miteinander verglichen. Ab drei Kandidaten sprechen wir über Rahmenpreise.

Die Kombination und die Einordnung. Ein Test allein liefert ein Profil; erst die Verbindung von BIP, NEO-PI-R und einem strukturierten biografischen Interview erlaubt es, die Befunde im Kontext der tatsächlichen Berufserfahrung zu prüfen. Dazu kommt der Anforderungsbezug: Ohne definiertes Zielprofil ist ein Testergebnis eine Beschreibung ohne Bezugspunkt.

Die psychologischen Verfahren sind branchenneutral normiert, unsere diagnostische Erfahrung ist entsprechend breit. Besonders tief ist das Markt- und Anforderungswissen in Chemie, Automotive und Maschinenbau – bedingt durch den Executive-Search-Hintergrund von Jan Bohlken.

Der Einstieg liegt bei 500 € zzgl. MwSt. pro Person. Der konkrete Preis richtet sich nach Verfahrenskombination und Umfang des Gutachtens und wird vorab schriftlich fixiert. Ab drei Kandidaten sind Rahmenverträge und Mengenstaffeln möglich.

Führungsentscheidungen auf gesicherter Grundlage

Lassen Sie uns Ihr konkretes Szenario besprechen – Nachfolge, Talentprogramm oder Standortbestimmung. Das Erstgespräch dauert etwa 20 Minuten und ist kostenfrei.

Für Ihre Mitarbeitenden: Der kostenlose Potenzial-Selbstcheck eignet sich als niedrigschwelliger Einstieg vor einer Entwicklungsmaßnahme – ohne Datenerhebung und ohne Anmeldung.