118 Aufgaben · kostenlos · ohne Anmeldung

Einstellungstest Mathe üben: 118 Aufgaben mit Rechenweg

Der Rechenteil ist der Abschnitt des Einstellungstests, in dem sich Vorbereitung am schnellsten auszahlt: Die Aufgabentypen wiederholen sich, die Rechenwege sind überschaubar, und fast alles läuft ohne Taschenrechner. Hier trainieren Sie die sieben Rechenarten einzeln oder als Komplett-Test – mit Zeitdruck, vollständigem Lösungsweg nach jeder Aufgabe und einer Auswertung, die zeigt, welche Rechenart noch klemmt.

Gratis dazu: 72 Aufgaben mit Lösungen als PDF zum Ausdrucken – plus 7-Tage-Übungsplan mit Checkliste für den Testtag. Sie bekommen beides direkt nach dem ersten Durchgang – ein einzelnes Modul genügt. Test starten

DIN 33430-zertifizierte Diagnostik25 Jahre PersonalauswahlJede Aufgabe mit Rechenweg7 Standorte deutschlandweit

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Rechenteil prüft keine höhere Mathematik. Gefragt sind Grundrechenarten, Dreisatz, Prozent- und Zinsrechnung, einfache Flächen und Volumina, Zahlenreihen und Textaufgaben – also Schulstoff bis etwa Klasse 9.
  • Entscheidend ist nicht das Niveau, sondern das Tempo. Typisch sind 45 bis 60 Sekunden je Aufgabe. Wer den Rechenweg erst suchen muss, verliert genau hier die Punkte.
  • Ein Taschenrechner ist in den meisten Verfahren nicht zugelassen. Kopfrechnen und geschickte Zerlegung sind deshalb ein eigener Trainingsgegenstand – kein Nebeneffekt.
  • Die Gewichtung unterscheidet sich stark nach Branche: Banken und Versicherungen prüfen Prozent- und Zinsrechnung besonders genau, technische Berufe Flächen, Volumen und Einheiten, Polizei und Bundeswehr eher angewandte Aufgaben zu Weg, Zeit und Geschwindigkeit.
  • Die häufigste Fehlerquelle ist nicht das Rechnen selbst, sondern das Lesen der Aufgabe – allen voran die Rückrechnung vom vermehrten Grundwert und die Verwechslung von direkter und umgekehrter Proportionalität.

Mathe-Trainer für den Einstellungstest

Rechenart wählen, Zeit läuft mit – Rechenweg und Auswertung sofort.

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10 Aufgaben · 60 Sekunden pro Aufgabe
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Aufgabe 1 von 1001:00

Hinweis zur Einordnung: Dieser Trainer ist ein Übungsinstrument, kein normiertes Testverfahren. Er liefert keinen Prozentrang gegen eine Normstichprobe. Wenn Sie wissen wollen, wo Ihre rechnerische Leistungsfähigkeit im Vergleich tatsächlich liegt, ist der standardisierte Intelligenztest der richtige Weg – sein numerischer Teil misst genau diese Fähigkeit unter kontrollierten Bedingungen.

Die sieben Rechenarten im Einstellungstest

Jeder Testanbieter mischt anders, aber der Vorrat an Aufgabentypen ist begrenzt. Diese sieben decken praktisch alles ab, was in deutschen Einstellungstests im Rechenteil vorkommt. Jede Karte entspricht einem Modul im Trainer oben.

Grundrechenarten und Kopfrechnen

Addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren ohne Hilfsmittel, dazu Bruchteile und Dezimalzahlen. Was banal klingt, entscheidet in der Praxis über die Hälfte der Punkte, weil jede andere Aufgabe darauf aufbaut.

Strategie: zerlegen statt stur rechnen. 17 × 6 ist 10 × 6 plus 7 × 6. Wer so rechnet, ist etwa doppelt so schnell und macht weniger Fehler.

Dreisatz und Verhältnisse

Von einer bekannten Menge auf eine andere schließen. Die Aufgaben teilen sich in zwei Typen: direkt proportional (mehr Maschinen, mehr Teile) und umgekehrt proportional (mehr Arbeiter, weniger Zeit). Beide sehen fast gleich aus.

Strategie: immer zuerst fragen, ob das Ergebnis größer oder kleiner werden muss. Wer das vorab festlegt, erkennt einen Rechenfehler sofort.

Prozent-, Zins- und Skontorechnung

Prozentwert, Prozentsatz und Grundwert in allen drei Richtungen, dazu Zinsen für Teile eines Jahres, Rabatt, Skonto, Mehrwertsteuer und Auf- und Abschläge. In kaufmännischen und Bankverfahren der mit Abstand wichtigste Block.

Strategie: notieren, welche der drei Größen gesucht ist, bevor gerechnet wird. Die meisten Fehler entstehen, weil der falsche Wert als Grundwert genommen wird.

Textaufgaben

Weg, Zeit und Geschwindigkeit, Mischungen, gemeinsame Arbeitszeit, Verbrauch und Reichweite, Bruchteile eines Ganzen. Der Rechenweg ist meist einfach – die Schwierigkeit liegt darin, aus dem Text die richtige Gleichung zu bilden.

Strategie: gesuchte Größe zuerst hinschreiben, dann die gegebenen Werte daneben. Erst danach rechnen.

Zahlenreihen

Eine Folge fortsetzen, deren Bildungsregel nicht genannt wird. Geprüft wird schlussfolgerndes Denken mit Zahlen, nicht Rechenfertigkeit. Typisch sind konstante Differenzen, Verdopplung, wechselnde Operationen, Quadratzahlen und Fibonacci-Muster.

Strategie: zuerst die Differenzen bilden, erst dann die Quotienten. Führt beides nicht weiter, auf zwei verschachtelte Reihen prüfen.

Flächen, Volumen und Einheiten

Rechteck, Quadrat, Dreieck und Kreis, Quader und Würfel, dazu das Umrechnen von Längen, Flächen, Volumina und Massen. In technischen und handwerklichen Verfahren der größte Einzelblock.

Strategie: Einheiten vor dem Rechnen angleichen. Der klassische Fehler ist der Faktor 100 zwischen Quadratmeter und Quadratzentimeter – nicht 10.

Überschlag und Schätzen

Nicht jede Aufgabe muss exakt gerechnet werden. Wo die Antwortoptionen weit auseinanderliegen, genügt ein Rundungsrechner im Kopf – das spart Zeit für die Aufgaben, die wirklich Rechenarbeit verlangen.

Strategie: auf glatte Zahlen runden und die Richtung des Rundungsfehlers mitdenken. Wer 397 auf 400 rundet, weiß, dass das Ergebnis etwas zu groß ausfällt.

Nicht enthalten sind Aufgaben, die zwar Zahlen verwenden, aber etwas anderes messen: Tabellen- und Diagrammauswertung gehört zum schlussfolgernden Denken, Zahlen-Symbol-Zuordnungen zur Konzentration. Beide übt der Einstellungstest üben in eigenen Modulen.

Sechs Beispielaufgaben mit vollständigem Rechenweg

Diese sechs Aufgaben decken die Typen ab, an denen im Rechenteil die meisten Punkte verloren gehen. Erst selbst rechnen, dann den Rechenweg aufklappen – und vor allem prüfen, ob Sie denselben Weg genommen hätten.

Dreisatz, umgekehrt proportional

Sechs Maler, zehn Tage – und bei vier Malern?

Sechs Maler streichen ein Gebäude in 10 Tagen. Wie lange bräuchten vier Maler bei gleicher Arbeitsleistung?

12 Tage15 Tage16 Tage18 Tage

Lösung

Weniger Arbeiter bedeuten mehr Zeit – die Größen sind umgekehrt proportional. Rechnen Sie deshalb über die Gesamtarbeit: 6 Maler × 10 Tage = 60 Tagwerke. Diese 60 Tagwerke verteilen sich auf 4 Maler: 60 : 4 = 15 Tage. Der klassische Fehler ist der direkte Dreisatz (10 : 6 × 4), der 6,67 Tage ergibt – also weniger Zeit bei weniger Personal. Wer sich vorab fragt, ob das Ergebnis größer oder kleiner werden muss, fällt darauf nicht herein.

Prozentrechnung

Der Preis nach Rabatt ist bekannt – wie hoch war er vorher?

Ein Gerät kostet nach 15 % Rabatt 289 Euro. Wie hoch war der ursprüngliche Preis?

304,00 Euro332,35 Euro340,00 Euro348,50 Euro

Lösung

Der reduzierte Preis entspricht 85 % des Originalpreises. Also: 289 : 0,85 = 340 Euro. Zur Probe: 15 % von 340 sind 51 Euro, und 340 − 51 = 289. Die Option 332,35 Euro ist die eingebaute Falle – sie entsteht, wenn man 15 % auf die 289 Euro aufschlägt. Das ist falsch, weil sich die 15 % auf den alten, höheren Grundwert beziehen, nicht auf den neuen.

Diagramm auswerten

Um wie viel Prozent liegt das vierte Quartal über dem ersten?

Die Grafik zeigt den Umsatz eines Betriebs je Quartal. Um wie viel Prozent lag der Umsatz im vierten Quartal über dem im ersten Quartal?

120180150210Q1Q2Q3Q4Umsatz je Quartal in Tausend Euro
43 %57 %75 %90 %

Lösung

Ablesen: Q1 = 120, Q4 = 210. Die Differenz beträgt 90. Bezugsgröße ist der Ausgangswert, also Q1: 90 : 120 = 0,75, das sind 75 %. Die Option 43 % entsteht, wenn man 90 durch 210 teilt – also den falschen Wert als Grundwert nimmt. Bei jeder Veränderungsrate gilt: geteilt wird durch den Wert, von dem aus die Veränderung gemessen wird.

Zahlenreihe

Zwei Regeln im Wechsel

Setzen Sie die Reihe fort: 2   6   5   15   14   42   ?

404143126

Lösung

Bilden Sie zuerst die Differenzen: +4, −1, +10, −1, +28. Das führt nicht weiter. Prüfen Sie deshalb die Quotienten: 6 : 2 = 3, aber 5 : 6 ist kein glatter Wert. Damit ist klar, dass zwei Regeln abwechseln: erst mal 3, dann minus 1. Probe: 2 × 3 = 6, 6 − 1 = 5, 5 × 3 = 15, 15 − 1 = 14, 14 × 3 = 42. Als Nächstes folgt die Minus-Regel: 42 − 1 = 41. Die Option 126 ist die Falle für alle, die stur weiter multiplizieren.

Fläche und Einheiten

Wie viele Fliesen passen in den Raum?

Ein Raum misst 4,50 m × 3,00 m. Verlegt werden quadratische Fliesen mit 25 cm Kantenlänge. Wie viele Fliesen werden ohne Verschnitt benötigt?

4,50 m3,00 mFliese 25 cm × 25 cmBodenfläche ohne Verschnitt
180200216240

Lösung

Erst die Einheiten angleichen. Raumfläche: 4,50 × 3,00 = 13,5 m². Eine Fliese misst 0,25 × 0,25 = 0,0625 m². Also: 13,5 : 0,0625 = 216 Fliesen. Wer lieber in Zentimetern rechnet: 450 × 300 = 135.000 cm² geteilt durch 25 × 25 = 625 cm² ergibt ebenfalls 216. Der teuerste Fehler an dieser Stelle ist der Umrechnungsfaktor: Ein Quadratmeter hat 10.000 Quadratzentimeter, nicht 100.

Mischungsaufgabe

Zwei Lösungen, ein gemeinsamer Anteil

30 Liter einer 12-prozentigen Lösung werden mit 20 Litern einer 2-prozentigen Lösung gemischt. Wie hoch ist der Anteil in der Mischung?

7 %8 %9 %10 %

Lösung

Mischungsaufgaben rechnet man über die absolute Menge des Wirkstoffs, nie über den Mittelwert der Prozentsätze. Erste Lösung: 30 × 0,12 = 3,6 Liter. Zweite Lösung: 20 × 0,02 = 0,4 Liter. Zusammen 4,0 Liter Wirkstoff in 50 Litern Mischung: 4 : 50 = 0,08, also 8 %. Der Mittelwert aus 12 und 2 wäre 7 % – falsch, weil von der stärkeren Lösung mehr vorhanden ist.

Die Formeln und Faustregeln, die wirklich gebraucht werden

Der Rechenteil eines Einstellungstests kommt mit einer erstaunlich kleinen Zahl von Formeln aus. Wer diese Tabelle sicher beherrscht, hat den fachlichen Teil der Vorbereitung im Wesentlichen hinter sich – alles Weitere ist Tempo.

Prozent, Zins und Dreisatz

GesuchtRechnungMerksatz
ProzentwertGrundwert × Prozentsatz : 10015 % von 240: erst 10 % (24), dann 5 % (die Hälfte davon) dazu.
ProzentsatzProzentwert : Grundwert × 10045 von 180: 45 : 180 = 0,25, also 25 %.
GrundwertProzentwert : Prozentsatz × 10030 % sind 45, also sind 100 % gleich 45 : 0,3 = 150.
Ursprünglicher Preis nach ErhöhungEndpreis : (1 + Prozentsatz : 100)Nach +20 % kostet etwas 96 Euro: 96 : 1,2 = 80 Euro. Niemals 20 % von 96 abziehen.
Ursprünglicher Preis nach RabattEndpreis : (1 − Prozentsatz : 100)Nach −15 % kostet etwas 289 Euro: 289 : 0,85 = 340 Euro.
Zinsen für ein JahrKapital × Zinssatz : 1001.200 Euro zu 3 %: 36 Euro.
Zinsen für MonateJahreszins × Monate : 122.400 Euro zu 4 % für 9 Monate: 96 × 9 : 12 = 72 Euro.
Netto aus bruttoBruttobetrag : 1,19 (bei 19 %)119 Euro brutto sind genau 100 Euro netto.
Dreisatz, direkt proportionalauf eine Einheit herunter, dann hochrechnen6 Maschinen schaffen 240 Teile: erst 240 : 6 = 40, dann × 9.
Dreisatz, umgekehrt proportionalProdukt bleibt konstant4 Arbeiter × 12 Tage = 48. Bei 6 Arbeitern: 48 : 6 = 8 Tage.

Fläche, Volumen und Bewegung

Figur oder GrößeFormelHinweis
RechteckLänge × BreiteUmfang ist zweimal Länge plus zweimal Breite – die beiden werden oft verwechselt.
QuadratSeite × SeiteIst der Umfang gegeben, zuerst durch 4 teilen.
DreieckGrundseite × Höhe : 2Die Höhe steht senkrecht auf der Grundseite, sie ist nicht die Schenkellänge.
KreisRadius × Radius × PiMit 3,14 rechnen, wenn nichts anderes angegeben ist. Umfang: 2 × Radius × Pi.
QuaderLänge × Breite × HöheErgebnis in Kubikeinheiten, nicht in Quadrateinheiten.
ZylinderGrundfläche × HöheGrundfläche ist die Kreisfläche.
GeschwindigkeitStrecke : ZeitMinuten vorher in Stunden umrechnen: 12 Minuten sind 0,2 Stunden.
Anhalteweg (Faustformel)Reaktionsweg plus BremswegReaktionsweg: Tempo : 10 × 3. Bremsweg: (Tempo : 10) zum Quadrat.

Einheiten – die Umrechnungsfaktoren

BereichFaktorTypische Stolperstelle
Länge1 km = 1.000 m, 1 m = 100 cm, 1 cm = 10 mmJeweils Faktor 10 oder 100 – hier passiert selten etwas.
Fläche1 m² = 10.000 cm², 1 ha = 10.000 m²Der Faktor ist quadriert: aus 100 wird 10.000. Die häufigste Fehlerquelle überhaupt.
Volumen1 m³ = 1.000 Liter = 1.000.000 cm³Der Faktor ist hochgestellt mit drei: aus 100 wird 1.000.000.
Hohlmaße1 Liter = 1.000 ml = 1 dm³Ein Liter ist genau ein Kubikdezimeter – praktisch bei Behälteraufgaben.
Masse1 t = 1.000 kg, 1 kg = 1.000 gDezitonnen und Zentner kommen in Tests praktisch nicht vor.
Zeit1 h = 60 min, 1 min = 60 sDezimalstunden beachten: 1,5 Stunden sind 90 Minuten, nicht 105.

Diese Formeln decken den Rechenteil praktisch vollständig ab. Wer darüber hinaus üben will, tut das am besten am Aufgabentyp – nicht an weiteren Formeln. Der Trainer oben zieht bei jedem Durchgang eine neue Mischung.

Ohne Taschenrechner: acht Griffe, die Zeit sparen

In den meisten Verfahren ist kein Taschenrechner zugelassen, oft nicht einmal Schmierpapier in beliebiger Menge. Kopfrechnen ist damit kein Nebenschauplatz, sondern der eigentliche Engpass. Diese acht Griffe lösen den größten Teil dessen, was im Test vorkommt.

Mal 5

Halbieren und mit 10 multiplizieren.

84 × 5: die Hälfte von 84 ist 42, mal 10 sind 420.

Geteilt durch 5

Verdoppeln und durch 10 teilen.

620 : 5: verdoppelt 1.240, durch 10 sind 124.

Mal 25

Mit 100 multiplizieren und durch 4 teilen.

16 × 25: 1.600 : 4 = 400.

Mal 9

Mit 10 multiplizieren und die Zahl einmal abziehen.

37 × 9: 370 − 37 = 333.

Mal 11 bei zweistelligen Zahlen

Außenziffern stehen lassen, ihre Summe in die Mitte.

36 × 11: 3 und 6 außen, 9 in die Mitte: 396. Wird die Summe zweistellig, wird übertragen.

Prozentsätze zerlegen

Jeden Satz aus 10 %, 5 % und 1 % zusammensetzen.

17 % von 320: 32 plus 16 plus 3 × 3,2 = 54,4.

Subtraktion durch Ergänzen

Statt abzuziehen zur runden Zahl ergänzen.

1.000 − 387: 387 plus 13 sind 400, plus 600 sind 1.000, also 613.

Quadratzahlen bis 25

Auswendig können – sie tauchen in Reihen, Flächen und Wurzeln ständig auf.

169 als 13 × 13 zu erkennen, spart bei Zahlenreihen mehrere Sekunden.

Diese Griffe wirken erst, wenn sie automatisiert sind. Sinnvoll ist deshalb, sie nicht zu lesen, sondern in kurzen Einheiten zu üben: fünf Minuten Modul Grundrechenarten im Trainer, täglich, über eine Woche. Das bringt mehr als eine einmalige lange Sitzung.

Was in welchem Verfahren gerechnet wird

Die Rechenarten sind überall dieselben, ihre Gewichtung nicht. Wer weiß, welcher Block im eigenen Verfahren dominiert, verteilt die Vorbereitungszeit richtig. Die Übersicht fasst zusammen, was aus Testaufbauten und Bewerbungsberichten typischerweise hervorgeht – verbindlich ist immer die Angabe des jeweiligen Arbeitgebers.

BereichGrund­rechnenDrei­satzProzent & ZinsText­aufgabenZahlen­reihenFläche & EinheitenÜber­schlag
Polizei & Zoll
Bundeswehr
Öffentliche Verwaltung
Banken & Versicherungen
Kaufmännische Ausbildung
Technik & Handwerk

Tabelle seitlich scrollbar

Trainer direkt auf einen Bereich einstellen – die Gewichtung im Komplett-Test passt sich dann an:

Wer ein Verfahren bei der Polizei vor sich hat, findet den kompletten Ablauf samt Diktat, Sporttest und Länderunterschieden auf der Seite Einstellungstest Polizei. Alle sieben Testmodule – also auch Sprache, Konzentration, Allgemeinwissen und figurale Aufgaben – übt der Einstellungstest üben.

Die sechs häufigsten Fehler im Rechenteil

Fast alle vermeidbaren Punktverluste gehen auf diese sechs Muster zurück. Keines davon ist ein Rechenfehler im engeren Sinn – es sind Denkfehler beim Aufsetzen der Aufgabe.

1

Der vermehrte Grundwert

Nach einer Erhöhung um 20 % kostet etwas 96 Euro. Wer nun 20 % von 96 abzieht, landet bei 76,80 statt bei 80 Euro. Prozentsätze beziehen sich immer auf den Ausgangswert, nie auf das Ergebnis. Richtig ist die Division durch 1,20. Dieselbe Falle in umgekehrter Richtung: nach einem Rabatt wird durch den Restfaktor geteilt, nicht der Rabatt aufgeschlagen.

2

Direkte statt umgekehrter Proportionalität

Mehr Arbeiter bedeuten weniger Zeit, mehr Maschinen bedeuten mehr Ausstoss. Beide Aufgaben sehen gleich aus und werden gegenteilig gerechnet. Die einfachste Absicherung ist eine Frage vor dem Rechnen: Muss das Ergebnis größer oder kleiner werden als der Ausgangswert? Wer das notiert, erkennt ein falsches Ergebnis sofort.

3

Einheiten zu spät angeglichen

Der Faktor zwischen Quadratmeter und Quadratzentimeter ist 10.000, nicht 100 – und zwischen Kubikmeter und Kubikzentimeter eine Million. Gleiches gilt für Minuten in Dezimalstunden: 1 Stunde 45 Minuten sind 1,75 Stunden, nicht 1,45. Einheiten gehören vor der ersten Rechenoperation angeglichen, nicht danach.

4

Punkt vor Strich und Klammern übersehen

Unter Zeitdruck wird von links nach rechts gerechnet. Bei 96 : 4 + 15 ergibt das 96 : 19 statt 24 + 15. Wer den Term kurz mit den Augen gliedert, bevor er rechnet, verliert eine Sekunde und rettet einen Punkt.

5

Die Antwortoptionen nicht genutzt

In Auswahlverfahren mit vier Optionen ist der exakte Rechenweg oft gar nicht nötig. Liegen die Optionen weit auseinander, genügt ein Überschlag. Und eine Größenordnungsprüfung entlarvt einen Rechenfehler zuverlässiger als Nachrechnen: Wenn der Umsatz um ein Viertel steigen soll und das Ergebnis doppelt so gross ist, stimmt der Ansatz nicht.

6

An einer Aufgabe hängen bleiben

Die Bearbeitungszeit ist so bemessen, dass kaum jemand alles schafft. Eine Aufgabe, die nach 20 Sekunden keinen Ansatz zeigt, kostet mehr als sie einbringt. Markieren, weitergehen, am Ende zurückkommen – vorausgesetzt, das Verfahren erlaubt Springen. Ob Falschantworten Minuspunkte geben, steht in der Instruktion und entscheidet die gesamte Ratestrategie.

In sieben Tagen vorbereitet

Sieben kurze Einheiten bringen mehr als ein langer Tag kurz vor dem Termin. Der Plan unterstellt etwa 30 bis 40 Minuten täglich und setzt voraus, dass Sie den Trainer auf dieser Seite nutzen.

Tag 1

Ausgangsniveau bestimmen

Einmal den Komplett-Test ohne Vorbereitung durchlaufen. Das Ergebnis nach Rechenart notieren. Es geht nicht um die Punktzahl, sondern darum, welche zwei Blöcke am schwächsten sind – dort entsteht der gesamte Zugewinn der Woche.

Tag 2

Grundrechenarten automatisieren

Das Modul Grundrechenarten zweimal durchlaufen, danach die acht Kopfrechengriffe von dieser Seite gezielt anwenden. Ziel ist nicht Richtigkeit – die haben Sie –, sondern Tempo bei gleichbleibender Genauigkeit.

Tag 3

Dreisatz sicher unterscheiden

Modul Dreisatz und Verhältnis. Bei jeder Aufgabe vor dem Rechnen laut oder schriftlich festhalten, ob das Ergebnis größer oder kleiner werden muss. Dieser eine Handgriff beseitigt den häufigsten Fehlertyp überhaupt.

Tag 4

Prozent in allen drei Richtungen

Modul Prozent und Zins. Danach die Tabelle mit den Formeln durchgehen und jede Zeile an einem eigenen Zahlenbeispiel nachvollziehen. Besonderes Augenmerk auf die Rückrechnung vom vermehrten Grundwert.

Tag 5

Textaufgaben strukturieren

Modul Textaufgaben. Jede Aufgabe zuerst in zwei Zeilen übersetzen: gesuchte Größe, gegebene Werte. Erst danach rechnen. Wer das fünfmal gemacht hat, macht es im Test automatisch.

Tag 6

Der schwache Block vom ersten Tag

Zurück zu den beiden Modulen, die am Tag 1 am schlechtesten liefen. Zwei Durchgänge, dazwischen die falsch beantworteten Aufgaben aus der Auswertung noch einmal lesen. Der Rechenweg steht bei jeder Aufgabe dabei.

Tag 7

Komplett-Test unter Testbedingungen

Noch einmal der Komplett-Test, diesmal auf den eigenen Zielbereich eingestellt – ohne Unterbrechung, ohne Taschenrechner, ohne Nachschlagen. Das Ergebnis mit Tag 1 vergleichen. Am Vorabend des echten Termins nicht mehr üben, sondern früh schlafen.

Häufige Fragen zum Rechenteil im Einstellungstest

Geprüft wird Schulstoff bis etwa Klasse 9: Grundrechenarten und Kopfrechnen, Dreisatz in beiden Richtungen, Prozent- und Zinsrechnung, einfache Flächen und Volumina, das Umrechnen von Einheiten, Zahlenreihen sowie Textaufgaben zu Weg, Zeit, Mischung und Arbeit. Höhere Mathematik, Algebra mit Variablen oder Trigonometrie kommen in Einstellungstests für Ausbildung und mittlere Laufbahnen praktisch nicht vor.

In den meisten Verfahren nicht. Gerade bei Ausbildungsberufen, im öffentlichen Dienst und bei Polizei und Bundeswehr wird bewusst ohne Hilfsmittel gerechnet, weil die Rechenfertigkeit selbst gemessen werden soll. Einzelne Unternehmen erlauben einen einfachen Rechner im kaufmännischen Teil. Verbindlich ist immer die Einladung – steht dort nichts, sollten Sie vom Rechnen ohne Hilfsmittel ausgehen.

Typisch sind 45 bis 90 Sekunden. Reine Kopfrechenaufgaben werden oft mit 30 bis 45 Sekunden angesetzt, mehrschrittige Textaufgaben mit bis zu zwei Minuten. Der Trainer auf dieser Seite arbeitet mit 60 Sekunden – das liegt bewusst leicht unter dem Durchschnitt, weil Üben unter etwas höherem Zeitdruck den größeren Effekt hat.

Ja, und zwar deutlich wirksamer als die anderen Testteile. Der Vorrat an Aufgabentypen ist klein und die Rechenwege sind immer dieselben. Wer die Formeln sicher hat und die typischen Fallen kennt, verliert im Test keine Zeit mit dem Verstehen der Aufgabe. Bei Leistungstests liegt der messbare Effekt wiederholter Übung in einer Größenordnung, die über Bestehen und Nichtbestehen entscheiden kann.

Eine allgemeingültige Grenze gibt es nicht. Viele Verfahren arbeiten mit 50 bis 60 Prozent richtiger Antworten als Richtwert, andere vergleichen Bewerberinnen und Bewerber untereinander und nehmen die besten. Bei stark nachgefragten Ausbildungsplätzen liegt die faktische Grenze deshalb höher als die formale. Verlässlich ist nur: Der Rechenteil ist selten allein entscheidend, aber ein schwaches Ergebnis lässt sich kaum durch andere Teile ausgleichen.

Rechenaufgaben messen Rechenfertigkeit – Sie wissen, was zu tun ist, und müssen es schnell und korrekt tun. Zahlenreihen messen schlussfolgerndes Denken: Die Regel wird nicht genannt, Sie müssen sie erkennen. Deshalb gehören Zahlenreihen diagnostisch eher zum Intelligenztest als zum Rechenteil, auch wenn sie im Testheft direkt nebeneinander stehen.

In kaufmännischen Verfahren, bei Banken und Versicherungen und in der öffentlichen Verwaltung praktisch immer, und dort meist in mehreren Varianten. In technischen und handwerklichen Verfahren tritt sie hinter Flächen, Volumen und Einheitenrechnung zurück. Wer den Zielbereich kennt, kann die Vorbereitung entsprechend gewichten – die Übersicht auf dieser Seite zeigt, was wo dominiert.

Weil im Test drei Dinge zusammenkommen, die beim Üben fehlen: Zeitdruck, Anspannung und die fehlende Möglichkeit, in Ruhe nachzudenken. Genau deshalb ist Üben mit laufender Uhr wirksamer als Üben ohne. Wer die Rechenwege nur versteht, aber nicht automatisiert hat, verliert unter Druck zuerst die Automatismen.

Der Trainer gibt sofort Rückmeldung und zwingt zum Tempo – beides leistet ein Buch nicht. Dafür erklärt ein gutes Übungsbuch Rechenwege ausführlicher. Sinnvoll ist die Kombination: Aufgabentypen und Tempo online üben, Lücken bei einzelnen Rechenwegen im Buch oder mit den Formeltabellen auf dieser Seite schließen.

Nein. Er ist ein Übungsinstrument ohne Normstichprobe und liefert deshalb keinen Prozentrang und keinen IQ-Wert. Er zeigt, wie viele Aufgaben eines Typs Sie in einer bestimmten Zeit richtig lösen – nicht, wie Sie im Vergleich zu einer repräsentativen Stichprobe stehen. Wer eine belastbare Messung braucht, findet sie beim standardisierten Intelligenztest.

Nein. Der Trainer läuft vollständig im Browser, es werden keine Antworten übertragen und keine Ergebnisse gespeichert. Eine E-Mail-Adresse brauchen Sie nur, wenn Sie den kostenlosen Übungsplan als PDF anfordern wollen – das ist freiwillig und für die Nutzung des Trainers nicht nötig.

Wenn mehrere Verfahren hintereinander scheitern, liegt es selten an einzelnen Rechenwegen. Dann lohnt die Frage, ob das angestrebte Berufsfeld überhaupt zu den eigenen Stärken passt. Eine normierte Leistungs- und Persönlichkeitsdiagnostik beantwortet das belastbar – anders als ein Übungsergebnis. Einen Überblick gibt die Orientierungsberatung.

Jan Bohlken, Gründer des Profiling Instituts

Jan Bohlken

Diplom-Sozioökonom, Gründer des Profiling Instituts und Inhaber der Executive-Search-Beratung Bohlken Consulting. Aus 25 Jahren Personalauswahl in Automotive, Chemie und Maschinenbau kennt er beide Seiten des Auswahlverfahrens – die Konstruktion von Testbatterien ebenso wie die Vorbereitung von Kandidatinnen und Kandidaten darauf.

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Weiterführende Themen

Stand der Seite: September 2026. Die Angaben zu Aufgabentypen und Gewichtungen beruhen auf der Auswertung gängiger Testaufbauten und auf Erfahrungen aus der Bewerbungsbegleitung. Verbindlich ist immer, was der jeweilige Arbeitgeber in der Einladung mitteilt.