Bundesfreiwilligendienst BFD nach dem Abitur – Engagement zeigen, Erfahrungen sammeln

Du möchtest nach dem Abi etwas Sinnvolles tun, Verantwortung übernehmen und Einblicke in soziale oder ökologische Arbeitsfelder gewinnen? Im Bundesfreiwilligendienst (BFD) engagierst du dich praktisch – z. B. in Bildung, Pflege, Umwelt, Kultur oder Sport. Du lernst Neues, hilfst anderen und findest heraus, was dich beruflich wirklich interessiert.

Was ist der Bundesfreiwilligendienst (BFD)?

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist ein staatlich anerkannter Freiwilligendienst in Deutschland. Er wurde 2011 als Nachfolger des Zivildienstes eingeführt und steht Menschen jeden Alters offen – besonders beliebt ist er bei jungen Erwachsenen direkt nach dem Abitur.

Der BFD verbindet praktische Mitarbeit in einer gemeinwohlorientierten Einrichtung mit pädagogischer Begleitung durch Seminare, Bildungswochen und Gruppentreffen.
Ziel ist es, gesellschaftliches Engagement zu fördern, soziale Kompetenzen aufzubauen und berufliche Orientierung zu ermöglichen.

Dauer, Verdienst und Leistungen im BFD

Ein Bundesfreiwilligendienst dauert in der Regel 12 Monate – das entspricht einem vollen Jahr Praxiserfahrung. In Absprache mit dem Träger sind Verkürzungen auf 6 Monate oder Verlängerungen auf bis zu 18 Monate möglich. Der Einstieg ist ganzjährig flexibel, die meisten beginnen im Sommer oder Herbst nach dem Abitur.

Taschengeld & Leistungen:

  • Taschengeld: ca. 180 – 450 € pro Monat, abhängig vom Träger und Einsatzort
  • Häufig Unterkunft und/oder Verpflegung inklusive oder mit Zuschuss
  • Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten-, Unfallversicherung)
  • Urlaubsanspruch (meist 24–30 Tage im Jahr)
  • Seminarwochen und Bildungstage als fester Bestandteil
  • Anspruch auf Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr bleibt bestehen

Tipp: Das Taschengeld wird nicht auf das Kindergeld angerechnet – du erhältst also beides parallel.

Die größten Träger für ein FSJ nach dem Abitur

1. Deutsches Rotes Kreuz (DRK)

  • Einer der größten Anbieter für BFD und FSJ bundesweit.
  • Einsatzstellen: Rettungsdienst, Pflege, soziale Dienste, Katastrophenschutz, Kitas, Schulen.
  • Website: freiwilligendienste.drk.de

2. Deutscher Caritasverband (DCV)

  • Größter Wohlfahrtsverband Deutschlands.
  • Einsatzstellen: Krankenhäuser, Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen, Jugendhilfe, Obdachlosenhilfe.
  • Website: freiwilligendienste-caritas.de

3. Diakonie Deutschland

  • Evangelischer Wohlfahrtsverband mit bundesweiten Einsatzstellen.
  • Einsatzfelder: Pflege, Behindertenhilfe, Kinder- und Jugendarbeit, Soziale Dienste.
  • Website: freiwilligendienste.diakonie.de

4. Arbeiterwohlfahrt (AWO)

  • Großer sozialer Träger mit vielen regionalen Verbänden.
  • Einsatzstellen: Kindergärten, Seniorenheime, Werkstätten, Sozialarbeit.
  • Website: awo-freiwillig.de

5. Paritätischer Wohlfahrtsverband

  • Zusammenschluss vieler kleinerer sozialer Organisationen.
  • Einsatzstellen: Flüchtlingshilfe, Drogenhilfe, Behindertenhilfe, Kultur- und Jugendprojekte.
  • Website: paritaet.org

6. Malteser Hilfsdienst

  • Katholischer Hilfsdienst, bundesweit aktiv.
  • Einsatzstellen: Sanitätsdienst, Pflege, Erste Hilfe, Fahrdienste, Soziale Arbeit.
  • Website: malteser.de/freiwilligendienst

7. Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH)

  • Bekannter Hilfs- und Rettungsdienstleister.
  • Einsatzstellen: Rettungsdienst, Krankentransport, Hausnotruf, Jugend- und Sozialarbeit.
  • Website: freiwilligendienste.johanniter.de

8. BUND / NABU (Naturschutzorganisationen)

  • Für natur- und umweltinteressierte Freiwillige.
  • Einsatzstellen: Naturschutzstationen, Umweltbildung, Landschaftspflege.
  • Websites: bund.net/freiwilligendienste

9. IJGD (Internationale Jugendgemeinschaftsdienste)

  • Überkonfessioneller, gemeinnütziger Verein mit Fokus auf internationale und soziale Projekte.
  • Einsatzstellen: Soziale Einrichtungen, Kulturprojekte, Bildung.
  • Website: ijgd.de

10. Freiwilligendienste Kultur und Bildung (BKJ / FSJ Kultur-Träger)

  • Bündnis kultureller Träger (z. B. Theater, Museen, Musikschulen).
  • Einsatzstellen: Kulturprojekte, Bibliotheken, Schulen, Medienarbeit.
  • Website: freiwilligendienste-kultur-bildung.de

Warum ein BFD nach dem Abitur sinnvoll ist

  1. Sinnvolles Engagement & gesellschaftlicher Beitrag
    Du unterstützt Menschen, Umwelt oder Kultur direkt – und siehst die Wirkung deines Einsatzes im Alltag.
  2. Orientierung & Praxiserfahrung
    Ob Soziale Arbeit, Pädagogik, Medizin, Pflege, Umwelt oder Verwaltung – du erhältst realistische Einblicke in Berufsfelder und kannst herausfinden, was dir liegt.
  3. Persönliche Entwicklung & Soft Skills
    Teamfähigkeit, Eigenverantwortung, Belastbarkeit und Kommunikationsstärke – Kompetenzen, die in jedem Studium oder Beruf wichtig sind.
  4. Vorteile für Bewerbung & Studium
    Viele Hochschulen erkennen den BFD als Vorpraktikum oder Wartezeit an. Zudem sammelst du Pluspunkte für Bewerbungen und Vorstellungsgespräche.
  5. Netzwerk & Perspektiven
    Du knüpfst Kontakte in Organisationen und erhältst ein qualifiziertes Zeugnis, das dein Engagement dokumentiert.

👉 Noch unsicher? Entscheidung nach dem Abitur

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) ist ein freiwilliges Engagementprogramm des Bundes in gemeinwohlorientierten Einrichtungen – offen für alle, besonders für junge Menschen nach dem Abitur. Er bietet Praxis, Bildung und Orientierung.
Die reguläre Dauer beträgt 12 Monate, möglich sind 6–18 Monate. Der Einstieg ist das ganze Jahr über möglich, am häufigsten im Sommer oder Herbst.
Du erhältst ein Taschengeld zwischen etwa 180 € und 450 € monatlich. Je nach Träger werden Unterkunft, Verpflegung oder Fahrtkosten zusätzlich gestellt oder bezuschusst. Zudem bist du sozialversichert.
Du unterstützt pädagogische, pflegerische, organisatorische oder ökologische Tätigkeiten – z. B. in Kitas, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Umweltprojekten, Kulturhäusern oder Sportvereinen.
Die Bewerbung erfolgt direkt bei den Trägern oder Einrichtungen. Benötigt werden meist Lebenslauf, Motivationsschreiben und Zeugnisse. Bewerbungsstart ist häufig im Frühjahr; viele Plätze sind ganzjährig offen.
Ja – der Anspruch auf Kindergeld bleibt bis zum 25. Lebensjahr bestehen, solange du e

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