Ausbildung nach dem Abitur – dein Karriere-Guide 2026
Abi in der Tasche, aber Studium ist nicht dein Ding? Eine Ausbildung ist 2026 alles andere als ein Plan B. Hier findest du alle Wege – dual, schulisch, Beamtenlaufbahn und Abiturientenprogramm – inklusive Verkürzung, Vergütung, Bewerbungs-Timeline und den Branchen mit den besten Chancen.
Ausbildung nach dem Abitur – kurz erklärt
Eine Ausbildung nach dem Abitur ist eine staatlich geregelte Berufsausbildung, meist dual in Betrieb und Berufsschule. Sie dauert in der Regel zwei bis dreieinhalb Jahre, wird vom ersten Tag an vergütet und schließt mit einem anerkannten Berufsabschluss ab – oft mit Aufstieg bis zum Studium.
„Viele Abiturienten unterschätzen die duale Ausbildung. In Wahrheit öffnet sie über Fortbildung und berufsbegleitendes Studium Türen, die akademisch oft erst Jahre später erreichbar sind.“
Jan Bohlken · Diplom-Sozioökonom & Gründer des Profiling Instituts
Das Wichtigste in Kürze
- Mit Abitur kannst du die meisten Ausbildungen auf 2 bis 2,5 Jahre verkürzen (§8 BBiG) – den Antrag stellst du gemeinsam mit dem Betrieb bei der Kammer.
- Vier Hauptwege: duale Ausbildung, schulische Ausbildung, Beamtenlaufbahn und das Abiturientenprogramm (zwei bis drei Abschlüsse parallel).
- In tarifgebundenen Branchen liegt die Vergütung im 1. Lehrjahr oft bei 1.000 bis 1.300 € brutto – statt BAföG-Schulden.
- Über Aufstiegsfortbildungen (Fachwirt, Meister, Betriebswirt) erreichst du DQR 6 und 7 – formal gleichwertig zu Bachelor und Master.
- Rund jede vierte Ausbildung wird abgebrochen – Hauptgrund ist die falsche Berufswahl. Eine fundierte Orientierung senkt dieses Risiko deutlich.
- Konkrete Berufe: über 320 anerkannte Ausbildungsberufe im Hub, dazu die Auswahl Ausbildungsberufe für Abiturienten und die bestbezahlten Ausbildungsberufe im Vergütungsranking.
Ausbildung nach dem Abitur 2026: vom „Plan B“ zum strategischen Karrierestart
Lange galt: Wer das Abitur hat, studiert. Diese Gleichung stimmt 2026 nicht mehr. Im Fachkräftemangel suchen Unternehmen genau die Kombination, die du mitbringst – abstraktes Denkvermögen auf Abitur-Niveau plus die Bereitschaft, sofort praktisch anzupacken.
Die Folge: Abiturientinnen und Abiturienten sind in vielen kaufmännischen, technischen und IT-Berufen hochbegehrt. Du verkürzt die Ausbildungszeit, verdienst vom ersten Monat an dein eigenes Geld und steigst über Aufstiegsfortbildungen schnell in Positionen auf, für die andere einen Hochschulabschluss brauchen. Gleichzeitig hältst du dir die akademische Tür offen – ein Studium ist nach der Ausbildung jederzeit möglich, oft sogar ohne Numerus clausus.
Aber: Eine Ausbildung ist eine echte Weichenstellung. Bundesweit wird etwa jeder vierte Ausbildungsvertrag vorzeitig gelöst, in einzelnen Branchen sogar deutlich mehr. Der mit Abstand häufigste Grund ist nicht mangelndes Können, sondern eine Berufswahl, die nicht zur Person passt. Dieser Guide hilft dir, genau das zu vermeiden.
Du stehst noch ganz am Anfang? Verschaff dir im Überblick Was tun nach dem Abitur? einen Gesamtüberblick über alle Wege – oder vergleiche direkt mit dem Studium nach dem Abitur.
Datenbasis u.a.: BIBB-Rangliste der Ausbildungsberufe 2025 (BMBF, Feb. 2026). Mehr Zahlen: Beliebteste Ausbildungsberufe 2025/2026.
6 Gründe für eine Ausbildung nach dem Abitur
Eigenes Geld ab Tag 1
Statt Studienkosten und BAföG-Schulden bekommst du eine Vergütung – und sammelst Berufsjahre für die Rente.
Verkürzung auf 2–2,5 Jahre
Das Abitur wird angerechnet. Du bist schneller fertig und früher im Beruf etabliert als deine studierenden Freunde.
Krisensicheres Fundament
Ein anerkannter Berufsabschluss ist am Arbeitsmarkt extrem gefragt – die Übernahmequoten sind hoch.
Praxis statt Theorie
Du lernst am echten Projekt, im echten Team. Wer praktisch denkt, ist hier in seinem Element – ohne Hörsaal-Anonymität.
Schnelle Aufstiegswege
Fachwirt, Meister oder Betriebswirt führen auf DQR 6/7 – formal gleichwertig zu Bachelor und Master.
Studium bleibt möglich
Du hältst dir alle Optionen offen: ein (duales) Studium ist nach der Ausbildung jederzeit machbar – oft mit Vorsprung.
Ausbildungsformen im Detail
„Ausbildung“ ist nicht gleich „Ausbildung“. Diese vier Modelle solltest du kennen – tippe dich durch:
Duale Ausbildung
Der Klassiker: Du wechselst zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Du wendest sofort an, was du lernst, und wirst dafür bezahlt. Mehr als 320 anerkannte Ausbildungsberufe von Industriekaufmann bis Fachinformatiker laufen nach diesem Modell. Welche davon für Abiturienten besonders interessant sind, zeigt die Übersicht Ausbildungsberufe für Abiturienten.
Schulische Ausbildung
An einer Berufsfachschule oder Akademie absolvierst du eine vollzeitschulische Ausbildung – typisch in Gesundheit, Soziales, Gestaltung und Technik (z. B. Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Erzieher:in oder Assistenzberufe wie PTA und MTL). Praxisanteile laufen über Praktika.
Beamtenlaufbahn (gehobener Dienst)
Mit Abitur stehen dir die Laufbahnen des gehobenen Dienstes offen – etwa bei Polizei, Zoll, Steuerverwaltung, Bundeswehr oder in der allgemeinen Verwaltung. Die Ausbildung ist meist ein duales Studium an einer Verwaltungs- oder Polizeihochschule mit Beamtenstatus auf Widerruf.
Abiturientenprogramm
Die Sonderform für Leistungsstarke: In meist drei Jahren erwirbst du zwei bis drei Abschlüsse parallel – etwa eine kaufmännische Ausbildung, den Ausbilderschein (AdA) und eine Aufstiegsfortbildung wie den Handelsfachwirt (IHK). Du startest direkt auf der unteren Führungsebene.
Ausbildung nach dem Abitur verkürzen – bis zu 12 Monate
Das Berufsbildungsgesetz (§8 BBiG) erlaubt die Verkürzung der Ausbildungszeit auf gemeinsamen Antrag von dir und deinem Betrieb. Das Abitur ist dabei einer der wichtigsten Verkürzungsgründe.
So läuft es in der Praxis:
- Abitur (allgemeine Hochschulreife): meist 12 Monate Verkürzung möglich.
- Fachhochschulreife: in der Regel 6 Monate.
- Gute Leistungen: zusätzlich vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung möglich.
- Antrag: gemeinsam mit dem Betrieb bei der zuständigen Kammer (IHK/HWK).
Hinweis: Konkrete Beträge der Verkürzung hängen von Beruf, Kammer und Betrieb ab. Lass dir die Möglichkeit schon im Bewerbungsgespräch bestätigen.
Wo liegen die größten Chancen?
IT & Digitalisierung
Fachinformatik, IT-System-Management, Digitalisierungsmanagement: Die Digitalisierungswelle und KI sorgen für anhaltend hohe Nachfrage und Top-Aufstiegschancen.
Greentech & Energiewende
Anlagenmechaniker:in SHK, Elektroniker:in Betriebstechnik, Solar- und Wärmepumpentechnik: Handwerk ist der „Green-Collar-Job“ der Zukunft.
Wirtschaft & E-Commerce
Industriekaufleute, Bankkaufleute und Kaufleute für E-Commerce: analytische Köpfe mit Abitur sind hier besonders gefragt – ideale Basis fürs Abiturientenprogramm.
Health & Medtech
Pflegefachfrau/-mann, Physiotherapie, medizinisch-technische Berufe wie MTR und OTA: hohe Sinnstiftung, sichere Nachfrage und klare Aufstiegswege.
Du willst tiefer einsteigen? Im großen Hub aller Ausbildungsberufe findest du zu jedem Beruf ein eigenes Profil mit Aufgaben, Voraussetzungen, Verdienst und Perspektiven.
Top-Ausbildungsberufe im Überblick
Filtere nach Branche. Vergütung = ungefähre Spanne im 1. Lehrjahr in tarifnahen Betrieben; Dauer = mögliche verkürzte Variante mit Abitur.
| Ausbildungsberuf | Branche | Dauer (mit Abi) | Ø Vergütung 1. LJ | Niveau |
|---|---|---|---|---|
| Fachinformatiker:in (Anwendungsentwicklung) | IT & Digital | ca. 2,5 Jahre | 1.050–1.250 € | gefragt |
| Fachinformatiker:in (Systemintegration) | IT & Digital | ca. 2,5 Jahre | 1.050–1.250 € | gefragt |
| Kaufmann/-frau für IT-System-Management (früher IT-Systemkaufmann) | IT & Digital | ca. 2,5 Jahre | 1.050–1.250 € | gefragt |
| Kaufmann/-frau für Digitalisierungsmanagement | IT & Digital | ca. 2,5 Jahre | 1.050–1.250 € | gefragt |
| MATSE – Mathematisch-technische:r Softwareentwickler:in | IT & Digital | 3 Jahre | 1.100–1.300 € | meist Abitur |
| Industriekaufmann/-frau | Wirtschaft | ca. 2 Jahre | 1.100–1.250 € | – |
| Bankkaufmann/-frau | Wirtschaft | ca. 2 Jahre | 1.150–1.300 € | – |
| Kaufmann/-frau im E-Commerce | Wirtschaft | ca. 2,5 Jahre | 1.000–1.200 € | gefragt |
| Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzanlagen | Wirtschaft | ca. 2 Jahre | 1.100–1.250 € | – |
| Immobilienkaufmann/-frau | Wirtschaft | ca. 2 Jahre | 1.000–1.200 € | – |
| Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung | Wirtschaft | ca. 2 Jahre | 1.000–1.200 € | – |
| Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation | Wirtschaft | ca. 2,5 Jahre | 950–1.150 € | – |
| Handelsfachwirt:in (Abiturientenprogramm) | Wirtschaft | ca. 3 Jahre | überdurchschnittl. | DQR 6 |
| Polizeivollzugsdienst (gehobener Dienst) | Öffentl. Dienst | ca. 3 Jahre | Anwärterbezüge | verbeamtet |
| Steuerfachangestellte:r | Öffentl. Dienst | ca. 2 Jahre | 1.050–1.200 € | – |
| Verwaltungsfachangestellte:r | Öffentl. Dienst | ca. 2,5 Jahre | 1.150–1.250 € | TVAöD |
| Sozialversicherungsfachangestellte:r | Öffentl. Dienst | ca. 2,5 Jahre | 1.150–1.300 € | gefragt |
| Justizfachangestellte:r | Öffentl. Dienst | ca. 2,5 Jahre | 1.100–1.250 € | – |
| Pflegefachmann/-frau | Gesundheit | 3 Jahre | 1.200–1.350 € | gefragt |
| Physiotherapeut:in | Gesundheit | 3 Jahre (schulisch) | tw. ohne/gering | – |
| Notfallsanitäter:in | Gesundheit | 3 Jahre | 1.250–1.400 € | gefragt |
| OTA – Operationstechnische:r Assistent:in | Gesundheit | 3 Jahre | 1.200–1.350 € | gefragt |
| MTR – Medizinische Technologie Radiologie | Gesundheit | 3 Jahre | 1.200–1.350 € | gefragt |
| Ergotherapeut:in | Gesundheit | 3 Jahre (schulisch) | tw. ohne/gering | – |
| Anlagenmechaniker:in SHK | Technik/Medien | ca. 3 Jahre | 900–1.150 € | Energiewende |
| Elektroniker:in Betriebstechnik | Technik/Medien | ca. 2,5 Jahre | 1.100–1.250 € | Energiewende |
| Mechatroniker:in | Technik/Medien | ca. 2,5 Jahre | 1.100–1.250 € | gefragt |
| Chemielaborant:in | Technik/Medien | ca. 2,5 Jahre | 1.100–1.300 € | – |
| Mediengestalter:in Bild & Ton | Technik/Medien | ca. 2,5 Jahre | 900–1.150 € | – |
| Veranstaltungskaufmann/-frau | Technik/Medien | ca. 2,5 Jahre | 950–1.150 € | – |
Angaben gerundet und ohne Gewähr; tatsächliche Vergütung variiert nach Tarif, Region und Betrieb. Vertiefung: alle Ausbildungsberufe · Ausbildungsberufe für Abiturienten · Berufsbilder im Detail · aktuelles Ranking.
Vergütung im Detail (1. Lehrjahr)
Durch den Fachkräftemangel sind viele Vergütungen auf Rekordniveau. Zusätzlich greift eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung (§17 BBiG), die jährlich steigt – tarifgebundene Betriebe zahlen meist deutlich darüber.
| Branche | Ø Vergütung 1. LJ | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Metall- & Elektroindustrie | 1.100–1.250 € | Tarifbindung, oft Weihnachts-/Urlaubsgeld |
| Banken & Versicherungen | 1.150–1.300 € | vermögenswirksame Leistungen, 13. Gehalt |
| Öffentlicher Dienst | 1.050–1.200 € | sicherer Platz, Zusatzversorgung (VBL) |
| Handel & E-Commerce | 1.000–1.200 € | Abi-Programme deutlich höher |
| Pflege & Gesundheit | 1.200–1.350 € | tariflich stark gestiegen |
| Handwerk (je nach Gewerk) | 800–1.150 € | starke regionale Unterschiede |
DQR: Beruflich = Akademisch
Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) ordnet berufliche und akademische Abschlüsse auf denselben Niveaustufen ein. Heißt: Eine Aufstiegsfortbildung ist formal so viel wert wie ein Hochschulabschluss.
Karrierewege nach der Ausbildung
Die Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ende. Beispiel eines klassischen Aufstiegspfads im kaufmännischen Bereich:
Ausbildung
Solide Basis – z. B. Kaufmann/-frau im Einzelhandel, verkürzt mit Abitur.
Fachwirt:in (IHK)
Aufstiegsfortbildung auf DQR 6 – gleichwertig zum Bachelor.
Betriebswirt:in
Strategische Ebene auf DQR 7 – gleichwertig zum Master.
Führung / Studium
Teamleitung, Selbstständigkeit oder berufsbegleitendes Studium.
Weitere Wege: Meisterbrief (mit Recht zur Selbstständigkeit und zum Ausbilden), berufsbegleitendes oder duales Studium, oder ein klassisches Studium – mit der Berufserfahrung als echtem Vorsprung. Mehr dazu in unserer Berufsberatung für Abiturienten und für spätere Wechsel in der beruflichen Neuorientierung.
Nach der Ausbildung studieren – vier Wege
Eine Ausbildung schließt ein Studium nicht aus – sie macht es oft leichter. Dein Abitur verfällt nicht, es gilt lebenslang und ohne Frist. Wer erst gearbeitet hat, studiert erfahrungsgemäß zielgerichteter, weil er weiß, wofür. Diese vier Wege stehen dir nach dem Abschluss offen:
1. Klassisches Studium
Mit Abitur kannst du dich jederzeit einschreiben – ein Jahr nach der Ausbildung genauso wie zehn. Viele finanzieren das Studium aus dem Ersparten der Ausbildungsjahre oder arbeiten im gelernten Beruf weiter als Werkstudent.
2. Berufsbegleitend oder dual
Abendstudium, Fernstudium oder ein duales Studium beim eigenen Arbeitgeber: Du verdienst weiter, viele Betriebe übernehmen Studiengebühren ganz oder teilweise. Der Preis ist Zeit – realistisch 15 bis 20 Stunden pro Woche neben dem Job.
3. Aufstiegsfortbildung statt Studium
Fachwirt:in oder Meister:in liegen auf DQR 6 (Bachelor-Niveau), der Betriebswirt:in (IHK) auf DQR 7 (Master-Niveau). Wer Fach- oder Führungsverantwortung will, kommt hier oft schneller und günstiger ans Ziel als über einen zweiten Hochschulabschluss.
4. Studium verkürzen durch Anrechnung
Außerhalb der Hochschule erworbene Kompetenzen können auf ein Studium angerechnet werden – nach KMK-Beschluss bis zu 50 Prozent der Studienleistungen. Ausbildung plus Aufstiegsfortbildung ersetzt an vielen Hochschulen ganze Module oder Semester.
Und wenn kein Abitur da wäre? Auch dann ist der Weg offen: Meisterbrief, Fachwirt oder eine abgeschlossene Ausbildung plus mehrjährige Berufserfahrung eröffnen in allen Bundesländern den Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte. Mit Abitur brauchst du diesen Umweg nicht – dein Vorteil ist die freie Wahl.
Weiterlesen: Studium nach dem Abitur · Studium oder Ausbildung im Vergleich · Studienabbruch – und dann? · Ausbildungsberufe für Studienabbrecher. Unsicher, ob Studium oder Ausbildung zuerst? Die Berufsberatung für Schulabgänger klärt das mit Diagnostik statt Bauchgefühl.
Angaben zu Anrechnung und Hochschulzugang variieren nach Land und Hochschule; alle Angaben ohne Gewähr, Rechtsstand August 2026.
Bewerbung & Timeline: wann du loslegen solltest
Die Top-Plätze sind früh weg. Große Unternehmen, Banken und der öffentliche Dienst starten ihre Bewerbungsphase oft 12 bis 18 Monate vor Ausbildungsbeginn. Plane rückwärts:
Orientierung & Recherche
Stärken klären, Berufe und Betriebe vergleichen, ggf. Berufswahltest oder Beratung. Wer hier sauber arbeitet, vermeidet den späteren Abbruch.
Bewerbung erstellen
Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse vorbereiten – auf den konkreten Beruf zugeschnitten, nicht als Massenware.
Bewerben & Auswahlverfahren
Einstellungstest, Online-Assessment und Vorstellungsgespräch. Bei Beamtenlaufbahnen oft mehrstufige Assessment-Center.
Zusage, Vertrag & Verkürzung
Ausbildungsvertrag prüfen, Verkürzung mit Abitur direkt mit dem Betrieb klären und bei der Kammer eintragen lassen.
Schnell-Check: Ausbildung oder Studium?
6 Fragen, eine Tendenz. Ersetzt keine Diagnostik – gibt dir aber eine erste Richtung. Wähle pro Frage die Aussage, die eher zutrifft.
1. Wie lernst du am liebsten?
2. Wie wichtig ist dir früh eigenes Geld?
3. Brauchst du Struktur oder Freiraum?
4. Dein Wunschberuf erfordert…
5. Wie stehst du zu wissenschaftlichem Arbeiten?
6. Wie schnell willst du im Beruf stehen?
Noch unsicher, was zu dir passt?
Finde fundiert heraus, welcher Beruf wirklich zu deinen Talenten und deiner Persönlichkeit passt – statt nach Bauchgefühl zu entscheiden.
Alle Ausbildungsberufe im Überblick
Über 320 anerkannte Berufe – im großen Hub findest du zu jedem ein eigenes Profil mit Aufgaben, Voraussetzungen, Verdienst und Aufstiegswegen. Direkt weiter: Ausbildungsberufe für Abiturienten · Duale Ausbildung mit Abitur · Vergütungsranking aller 174 Tarifberufe.
5 hartnäckige Irrtümer über die Ausbildung
Warum fundierte Orientierung entscheidend ist
Über 320 anerkannte Ausbildungsberufe und unzählige Studiengänge machen die Wahl zur echten Herausforderung. Ein „Blindflug“ nach Bauchgefühl oder Ranking endet zu oft im Abbruch – mit verlorener Zeit und Frust auf beiden Seiten.
Das Profiling Institut arbeitet deshalb mit wissenschaftlicher, DIN 33430-zertifizierter Diagnostik statt vager Online-Checklisten: Wir messen kognitive Stärken, Persönlichkeit, Motive und Interessen und gleichen sie mit hunderten Berufsprofilen ab.
- Analyse kognitiver Stärken, Persönlichkeit & Motive
- Abgleich mit hunderten Ausbildungs- & Studienprofilen
- Persönliches Gutachten statt Algorithmus-Liste
- Sicherheit bei der Berufswahl – weniger Abbruchrisiko
– Klientenstimme, Profiling Institut
Über den Autor
Häufige Fragen zur Ausbildung nach dem Abitur
Ja. Im Fachkräftemangel sind Abiturienten besonders gefragt. Du verkürzt die Ausbildungszeit, verdienst ab dem ersten Monat eigenes Geld und erreichst über Aufstiegsfortbildungen formal dasselbe Niveau wie mit einem Studium – bei früherem Berufseinstieg und ohne Studienschulden.
Mit allgemeiner Hochschulreife ist in der Regel eine Verkürzung um bis zu 12 Monate möglich, mit Fachhochschulreife meist um 6 Monate (§8 BBiG). Aus einer dreijährigen Ausbildung werden so oft 2 bis 2,5 Jahre. Den Antrag stellst du gemeinsam mit dem Betrieb bei der zuständigen Kammer.
In tarifgebundenen Branchen liegt die Vergütung im ersten Lehrjahr meist zwischen 1.000 und 1.300 € brutto, in Banken und Pflege teils darüber. Es gilt zudem eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung (§17 BBiG), die jährlich steigt. Abiturientenprogramme zahlen überdurchschnittlich.
Ein Abiturientenprogramm ist eine Sonderform, bei der du in meist drei Jahren zwei bis drei Abschlüsse parallel erwirbst – etwa eine kaufmännische Ausbildung, den Ausbilderschein (AdA) und eine Aufstiegsfortbildung wie den Handelsfachwirt (IHK, DQR 6). Ziel ist der direkte Einstieg in Führungs- und Managementaufgaben.
Das hängt von dir ab, nicht vom Abschluss. Manche Berufe (z. B. Medizin, Jura) erfordern zwingend ein Studium. Sonst entscheidet, ob du eher praktisch oder theoretisch lernst, wie wichtig dir frühe Unabhängigkeit ist und welche Struktur dir liegt. Unser Vergleich und der Berufswahltest für Schüler helfen weiter.
Ja, jederzeit – dein Abitur verfällt nicht und ist an keine Frist gebunden. Nach der Ausbildung studieren kannst du in Vollzeit, berufsbegleitend oder dual beim eigenen Arbeitgeber; außerhalb der Hochschule erworbene Kompetenzen sind nach KMK-Beschluss bis zu 50 Prozent anrechenbar und verkürzen das Studium. Auch ohne Abitur öffnen Meisterbrief, Fachwirt oder Ausbildung plus Berufserfahrung den Hochschulzugang. Alle vier Wege im Abschnitt Nach der Ausbildung studieren.
Formal verlangt kein anerkannter Ausbildungsberuf das Abitur – die Betriebe entscheiden selbst. Faktisch erwartet wird die Hochschulreife aber fast immer bei MATSE, Fluglotse/-lotsin, Pilot:in, in den Laufbahnen des gehobenen Dienstes und in Abiturientenprogrammen. Bei Banken, Versicherungen und in der Industrie ist sie de facto Standard, ohne formale Zugangsvoraussetzung zu sein.
Ja. Doppelqualifizierende Bildungsgänge am Berufskolleg oder beruflichen Gymnasium führen in drei bis vier Jahren zu Berufsabschluss und allgemeiner Hochschulreife zugleich. Auch manche Abiturientenprogramme kombinieren Ausbildung und Aufstiegsfortbildung parallel. Wer das Abitur schon hat, spart sich diesen Weg – und verkürzt stattdessen die Ausbildung um bis zu 12 Monate.
Große Unternehmen, Banken und der öffentliche Dienst starten ihre Bewerbungsphase oft 12 bis 18 Monate vor Ausbildungsbeginn. Wer früh dran ist, sichert sich die besten Plätze. Plane Orientierung und Bewerbung rückwärts vom gewünschten Startdatum.
Besonders gefragt sind Fachinformatik, Industrie- und Bankkaufleute, Kaufleute für E-Commerce, Steuerfachangestellte, der gehobene Polizeidienst sowie Gesundheitsberufe wie Physiotherapie und Pflege. Eine vollständige Übersicht bietet unser Hub aller Ausbildungsberufe; die nach Abitur-Eignung gefilterte Auswahl steht unter Ausbildungsberufe für Abiturienten, aktuelle Zahlen liefert das Ranking der Ausbildungsberufe und die Vergütungen das Ranking der bestbezahlten Ausbildungsberufe.
Verlasse dich nicht auf Bauchgefühl oder Rankings allein – das ist der häufigste Abbruchgrund. Eine fundierte Eignungsdiagnostik analysiert deine kognitiven Stärken, deine Persönlichkeit und deine Interessen und gleicht sie mit passenden Berufsprofilen ab. Genau das leistet die Berufsberatung nach dem Abitur.
Starte deine Karriere mit einem klaren Profil
Vermeide teure Fehlentscheidungen und finde den Ausbildungsweg, der wirklich zu dir passt. Wir begleiten dich mit wissenschaftlicher Präzision – an sieben Standorten und online.
Ausbildung oder Studium?
Ein nüchterner Vergleich der beiden Wege – viele Stärken lassen sich später auch kombinieren.
| Kriterium | Ausbildung | Studium |
|---|---|---|
| Dauer | meist 2–3,5 Jahre | 3–5+ Jahre |
| Vergütung | ab dem 1. Tag | in der Regel keine |
| Praxisanteil | sehr hoch | theorielastiger |
| Aufstieg | Meister, Fachwirt, später Studium | Master, Promotion |
| Abschluss | anerkannter Berufsabschluss | akademischer Grad |
Abi – und trotzdem Ausbildung?
Ein Abiturient fühlte sich zum Studium gedrängt, war aber stark praktisch veranlagt.
Typisiertes, anonymisiertes Beispiel zur Veranschaulichung – es bildet keine reale Einzelperson ab, sondern eine in der Beratung häufige Konstellation.
Quellen & Stand
Inhaltlich geprüft · Stand: Juni 2026
Angaben ohne Gewähr. Beträge, Altersgrenzen und rechtliche Regelungen können sich ändern – im Zweifel bitte die offiziellen Stellen (z. B. Familienkasse) prüfen.