Was ist das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ)?
Das FÖJ ist ein anerkannter Freiwilligendienst für junge Menschen nach der Schule. Du unterstützt Projekte im Natur- und Umweltschutz, begleitest Umweltbildungsangebote und erhältst Einblicke in nachhaltige Landwirtschaft oder ökologische Forschung. Begleitende Seminartage vermitteln Wissen, Soft Skills und vernetzen dich mit anderen Freiwilligen.
Warum ein FÖJ nach dem Abitur sinnvoll ist
- Sinn & Wirkung: Du leistest sichtbaren Beitrag zu Natur- und Klimaschutz.
- Praxis & Orientierung: Klare Einblicke in Grüne Berufe (z. B. Biologie, Forst, Umwelttechnik, Pädagogik).
- Kompetenzen: Organisation, Teamarbeit, Verantwortung – Pluspunkte für Bewerbungen.
- Netzwerk: Kontakte zu Trägern, Höfen, Verbänden und Forschungseinrichtungen.
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Einsatzstellen & Aufgaben (Beispiele)
- Naturschutz & Landschaftspflege: Biotop-Pflege, Monitoring, Artenschutz, Kartierungen
- Umweltbildung & Pädagogik: Führungen, Workshops, Schulprojekte, Besucherbetreuung
- Landwirtschaft & Nachhaltigkeit: Mitwirkung auf Bio-Höfen, Tierpflege, Ernte, Hofprojekte
- Forschung & Verwaltung: Unterstützung bei Erhebungen, Auswertung, Öffentlichkeitsarbeit
Beispielhafte Arbeitgeber
1. BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland)
Einsatzorte: bundesweit (z. B. Berlin, Hamburg, Freiburg)
Tätigkeiten: Umweltbildung, Naturschutzprojekte, Öffentlichkeitsarbeit
Website: www.bund.net/foej
2. NABU (Naturschutzbund Deutschland)
Einsatzorte: in ganz Deutschland
Tätigkeiten: Pflege von Naturschutzgebieten, Umweltbildung, Artenschutz
Website: www.nabu.de/foej
3. Deutsche Umwelthilfe (DUH)
Einsatzorte: z. B. Hannover, Radolfzell, Berlin
Tätigkeiten: Projektarbeit zu Klimaschutz, Abfallvermeidung, Mobilität
Website: https://www.duh.de/foej
4. Umweltstation Lias-Grube (Eggolsheim, Bayern)
Tätigkeiten: Umweltbildung, Naturführungen, Tierpflege, Geländeunterhaltung
Website: https://www.liasgrube.de
5. Greenpeace e. V. (Hamburg)
Tätigkeiten: Öffentlichkeitsarbeit, Bildung, Umweltaktionen
Website: https://www.greenpeace.de/ueber-uns/mitmachen/foej
6. Nationalparkverwaltung Berchtesgaden (Bayern)
Tätigkeiten: Besucherbetreuung, Landschaftspflege, Forschungsunterstützung
Website: https://www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de
7. Naturfreundejugend Deutschlands (NAJU / Landesverbände)
Einsatzorte: viele regionale Büros und Naturzentren
Tätigkeiten: Umweltpädagogik, Jugendprojekte, Veranstaltungsorganisation
Website:https://www.naju.de/mitmachen/foej
8. Ökologisches Bildungszentrum München (ÖBZ)
Tätigkeiten: Umweltbildung, Gartenarbeit, Veranstaltungsvorbereitung
Website: https://www.oebz.de)
9. Waldschule Oldenburg (Niedersachsen)
Tätigkeiten: Waldpädagogik, Tierpflege, Organisation von Schulklassenbesuchen
Website:https://www.waldschule-oldenburg.de
10. Biosphärenreservat Mittelelbe (Sachsen-Anhalt)
Tätigkeiten: Landschaftspflege, Monitoring, Umweltbildung
Website: https://www.mittelelbe.de
Dauer, Start & Bewerbung
- Dauer: i. d. R. 12 Monate (teils 6–18 Monate möglich)
- Start: meist August/September; vereinzelt flexibler Einstieg
- Bewerbung: häufig Frühjahr für den Herbststart – je nach Bundesland/Träger
- Unterlagen: Lebenslauf, Motivationsschreiben, letzte Zeugnisse; ggf. Führerschein/Erste-Hilfe-Kurs
- Träger: Landesjugendringe, Umweltverbände, kirchliche/kommunale Träger
Leistungen, Taschengeld & Absicherung
- Taschengeld: je nach Träger/Ort (regional unterschiedlich)
- Sozialversicherung: volle Absicherung im Freiwilligendienst
- Urlaub & Seminare: gesetzlicher Urlaubsanspruch + pädagogisches Begleitprogramm
- Kindergeld: in der Regel weiterhin möglich bis 25 (bei anerkanntem Dienst)
Perspektiven nach dem FÖJ
Viele Freiwillige entscheiden sich anschließend für:
- Studiengänge: Umweltwissenschaften, Biologie, Forst, Geographie, Agrarwissenschaften, Naturschutz, Pädagogik
- Ausbildungen: Gärtner:in, Landwirt:in, Forstwirt:in, Tierpflege, Umwelttechnische Assistenz
- FSJ/FWJ oder weitere Praxisphasen zur Vertiefung
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