Berufsfeld · 80 Ausbildungen

Handwerksberufe: Alle Ausbildungen im Überblick

Das größte und vielfältigste Berufsfeld der dualen Ausbildung: 80 Handwerksberufe – eines der 13 Berufsfelder – nach Handwerksordnung (HwO) – von Tischler, Friseur und Bäcker über Gold- und Silberschmied, Geigenbauer und Maßschneider bis hin zu Anlagenmechaniker SHK und Schornsteinfeger. Handwerk bietet die höchsten Selbstständigkeits-Quoten aller Berufsfelder, mit dem Meisterbrief als gesetzlicher Voraussetzung für die Betriebsgründung in den zulassungspflichtigen Gewerken. Gemeinsames RIASEC-Profil: RIA.

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80
Handwerksberufe nach HwO
53
Zulassungspflichtige Gewerke (Anlage A)
1 Mio.+
Handwerksbetriebe in Deutschland
RIA
Gemeinsames RIASEC-Profil
Berufsfeld im Überblick

Was eint Handwerksberufe?

Handwerk bedeutet Wertschöpfung mit den eigenen Händen – vom Brötchen über die Maßanfertigung bis zum Hörgerät. Das deutsche Handwerk umfasst über eine Million Betriebe mit ~5,4 Millionen Beschäftigten und ist nach EU-Recht in 53 zulassungspflichtige Gewerke (Anlage A, Meisterbrief erforderlich) und 53 zulassungsfreie Gewerke (Anlage B) unterteilt. Eine Handwerksausbildung dauert meist 3 oder 3,5 Jahre, ist nach Handwerksordnung (HwO) geregelt und wird von der Handwerkskammer (HWK) geprüft.

Arbeitsmarkt 2026: Laut Bundesagentur für Arbeit arbeiteten im Juni 2025 rund 3,36 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Handwerksberufen. Eine gemeldete Stelle blieb 2025 im Schnitt 242 Tage unbesetzt – über alle Berufe waren es 167 Tage. Knapp die Hälfte aller bundesweiten Engpassberufe auf Fachkraftniveau liegt im Handwerk, und 718.000 Beschäftigte sind zwischen 55 und 65 Jahre alt. Für Auszubildende heißt das: gute Übernahmechancen und früh Verantwortung (BA-Presseinfo Nr. 34 vom 14.09.2026).

Die Top-3 Handwerksberufe nach BIBB-Rangliste 2025 sind Kraftfahrzeugmechatroniker (im Handwerk: KFZ-Innung), Anlagenmechaniker SHK (~11.500 Verträge) und Tischler (~5.300). Die Bandbreite reicht von Massen-Berufen wie Friseur und Bäcker bis zu Nischen wie Geigenbauer (~30 Auszubildende jährlich bundesweit). Wer im Handwerk seine Berufung findet, hat klare Karrierewege: Geselle → Meister → eigener Betrieb. Mit Meisterbrief sind Selbstständigkeit, Lehrlingsausbildung und Hochschulberechtigung gesetzlich verankert.

Gemeinsame Kernkompetenzen

Handwerkliches Geschick, räumliches Vorstellungsvermögen, Materialverständnis, Sorgfalt, körperliche Belastbarkeit, Kundenkommunikation – das verbindet praktisch alle Handwerksberufe.

Wandel & Tradition

Klassische Werte (Meisterbrief, Innung, Walz) treffen auf moderne Digitalisierung: CAD im Tischlerhandwerk, ERP in der Bäckerei, digitale Diagnose in der KFZ-Werkstatt. Wer beides verbindet, ist heute gefragter denn je.

Selbstständigkeit als Karriere

Über 40 % aller Handwerksmeister gründen einen eigenen Betrieb. Der Meisterbrief ist DQR-Stufe 6 (Bachelor-Niveau) und vermittelt zusätzlich kaufmännische und rechtliche Kompetenzen für die Selbstständigkeit.

Alle Berufe im Feld

Die 80 Handwerksberufe in Deutschland

Sieben Untergruppen strukturieren das Feld. Berufe mit „Übersicht"-Badge haben eigene Detail-Subpage mit RIASEC, Gehalt und Karriere. Berufe mit „Geplant"-Badge folgen in den kommenden Wochen.

Holzhandwerk

6 Berufe
RAI Übersicht

Tischler/in

KI-Risiko 26 %

Klassisches Holzhandwerk und der populärste Handwerksberuf in Deutschland mit ~6.500 Neuabschlüssen pro Jahr: Möbel- und Innenausbau, Bauelemente (Fenster, Türen, Treppen), Restaurierung, individuelle Einbauten für Privat- und Gewerbekunden. Drei Schwerpunkte sind möglich: Möbelbau, Bauelemente oder Innenausbau. CNC-gestützte Fertigung und CAD-Konstruktion gewinnen an Bedeutung. Klassischer Aufstieg über Geselle zum Meister mit eigenem Betrieb.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAI (Realistic · Artistic · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 680–820 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 40.000–55.000 €/Jahr (Selbstständige oft 6-stellig)
  • Top-Arbeitgeber: Innungsbetriebe, Möbelhersteller, Innenausbauer, Restaurierungswerkstätten
→ Alles zur Ausbildung als Tischler/in
RCI Übersicht

Holzbearbeitungsmechaniker/in

KI-Risiko 78 %

Industrielle Variante des Holzhandwerks in Sägewerken, Hobelwerken und Furnier-Betrieben: Bedienung von CNC-Sägen, Kantenmaschinen und Trockenanlagen, Stammholz-Einschnitt, Schnittholz-Sortierung, Schichtholzplatten-Produktion. Stark digitalisierte Großbetriebe — der Beruf ist deutlich technischer als das klassische Tischler-Handwerk. Sehr gefragt in der süddeutschen Holzindustrie und in Sägewerken Bayerns und Baden-Württembergs.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 880–1.080 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 38.000–48.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Klausner Holz, Pfeifer Group, Binderholz, Egger, Sägewerke Bayern/BW
→ Alles zur Ausbildung als Holzbearbeitungsmechaniker/in
AIR Übersicht

Holzbildhauer/in

KI-Risiko 17 %

Künstlerisch-handwerklicher Beruf mit langer Tradition: Anfertigung von Skulpturen, Reliefs, Ornamenten und Restaurierung historischer Holzschnitzereien für Kirchen, Museen, Privatauftraggeber. Sehr seltener Beruf mit wenigen Ausbildungsbetrieben — Schwerpunkte in Oberammergau, Berchtesgaden und im Bayerischen Wald. Selbstständigkeit nach der Meisterprüfung ist üblich, oft kombiniert mit Restaurierungs-Aufträgen für Denkmalbehörden.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: AIR (Artistic · Investigative · Realistic)
  • Vergütung 1. LJ: 680–820 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–32.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 32.000–50.000 €/Jahr (Selbstständige variabel)
  • Top-Arbeitgeber: Bildhauerwerkstätten Oberammergau/Berchtesgaden, Kirchenrestauratoren
→ Alles zur Ausbildung als Holzbildhauer/in
RAC Übersicht

Drechsler/in

KI-Risiko 17 %

Klassisches Drehbank-Handwerk: Herstellung von Holzgegenständen wie Schalen, Vasen, Treppengeländer, Möbelteilen oder Spielwaren auf der Drechselbank. Offizielle Berufsbezeichnung Drechsler/in (Elfenbeinschnitzer/in) — heute praktisch ausschließlich Holzbearbeitung, Elfenbein durch Artenschutz historisch. Sehr seltener Beruf mit unter 50 Auszubildenden pro Jahrgang. Stark im Erzgebirge konzentriert mit traditioneller Spielzeugherstellung (Seiffen).

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 680–820 €/Monat
  • Einstieg: 24.000–30.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 30.000–42.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Werkstätten Erzgebirge/Seiffen, Möbelhersteller, traditionelle Handwerksbetriebe
→ Alles zur Ausbildung als Drechsler/in
RIA Übersicht

Bootsbauer/in

KI-Risiko 29 %

Spezialberuf für den Yacht- und Bootsbau in zwei Fachrichtungen: Neu- und Reparaturbau (klassischer Bootsbau, Holz und GFK) sowie Technik (Antriebe, Elektrik, Wasserversorgung an Bord). Stark in Norddeutschland konzentriert (Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein), aber auch am Bodensee. Sehr exklusiver Beruf mit hoher Materialvielfalt — Karriere über Geselle zum Bootsbaumeister oder Werft-Vorarbeiter mit Spezialisierung auf Yachten oder Sportboote.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIA (Realistic · Investigative · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 880–1.080 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 40.000–55.000 €/Jahr (Yachtwerften deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Hanse Yachts, Bavaria Yachts, Fr. Lürssen Werft, Lehmensiek, Bodenseewerften
→ Alles zur Ausbildung als Bootsbauer/in
RCA Übersicht

Böttcher/in

KI-Risiko 17 %

Böttcher/innen (Küfer) bauen Fässer, Bottiche und Holzgefäße für Wein, Whisky, Cognac und Lebensmittel aus ausgewähltem Eichenholz (Spessart, französische Limousin, amerikanische Weißeiche). Sie spalten und hobeln Dauben, biegen sie über offenem Feuer (Toasten), montieren Fassbänder und dichten die Fugen ab. Das Toasting beeinflusst das Aromaprofil des Weins oder Whiskys — Böttcher arbeiten daher eng mit Winzern und Brennern zusammen. Einer der seltensten Berufe, überwiegend in Weinbauregionen (Pfalz, Mosel, Baden). Aufstieg zum Böttchermeister oder Barrique-Spezialist.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–34.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Küfereien, Weingüter, Brennereien
→ Alles zur Ausbildung als Böttcher/in

Persönliche Dienstleistung & Schönheit

4 Berufe
ASE Übersicht

Friseur/in

KI-Risiko 17 %

Klassischer Beauty-Beruf mit hohem Kundenkontakt: Haarschnitte, Färbetechniken, Hochsteckfrisuren, Bartpflege, Haarverlängerung, Kopfhautbehandlungen sowie Beratung zu Pflegeprodukten. Trotz Strukturwandel im Friseurhandwerk weiterhin sehr stabile Nachfrage durch Salons, Hotelfriseure, Film- und Theaterproduktionen. Karriere über Stylist zur Salonleitung oder Meisterprüfung zum eigenen Betrieb — Spezialisierung in Coloration oder Brautstyling oft sehr lukrativ.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: ASE (Artistic · Social · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 650–800 €/Monat
  • Einstieg: 22.000–28.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 30.000–42.000 €/Jahr (mit eigenem Salon 50.000+)
  • Top-Arbeitgeber: Klier, Essanelle, Studio M, freie Salons, Beauty-Hotels, Film/TV
→ Alles zur Ausbildung als Friseur/in
ASE Übersicht

Kosmetiker/in

KI-Risiko 24 %

Beauty-Spezialberuf mit Schwerpunkt Hautpflege, Behandlungstechniken und Kundenberatung: Gesichts- und Körperbehandlungen, Maniküre/Pediküre, Make-up, Wimpernverlängerung, apparative Kosmetik (Microneedling, Ultraschall, Mikrodermabrasion). Wachstumsmarkt durch Anti-Aging-Trends und Beauty-Industrie. Karriere als Kosmetikstudio-Leitung, Selbstständigkeit oder Spezialisierung auf medizinische Kosmetik in Dermatologie-Praxen.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: ASE (Artistic · Social · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 650–820 €/Monat
  • Einstieg: 22.000–28.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 30.000–45.000 €/Jahr (Selbstständige variabel)
  • Top-Arbeitgeber: Beauty-Studios, Wellness-Hotels, Dermatologie-Praxen, Kosmetik-Marken (Beiersdorf)
→ Alles zur Ausbildung als Kosmetiker/in
ASE Übersicht

Maskenbildner/in

KI-Risiko 30 %

Kreativberuf für Bühne, Film und Fernsehen: Make-up für Theaterproduktionen, Filmsets und TV-Shows, Spezialeffekte, Wundenbau, Perücken- und Bartanfertigung, historische Frisuren, Charakter-Make-up. Sehr begehrt aber selten — typische Arbeitgeber sind staatliche Theater, Opernhäuser, Filmstudios in Berlin, München und Hamburg. Nach Berufseinstieg häufig Spezialisierung auf SFX oder Beauty-Make-up für Werbeproduktionen.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: ASE (Artistic · Social · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 1.218 €/Monat (TVAöD bei Theatern)
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 42.000–58.000 €/Jahr (Top-Maskenbildner Film 80.000+)
  • Top-Arbeitgeber: Staatsoper Berlin, Bayerische Staatsoper, Bavaria Film, ARD/ZDF, Studio Babelsberg
→ Alles zur Ausbildung als Maskenbildner/in
SCE Übersicht

Bestattungsfachkraft

KI-Risiko 26 %

Sehr spezieller Dienstleistungsberuf mit hoher psychosozialer Komponente: Beratung von Angehörigen, Organisation der gesamten Bestattung (Erdgrab, Urne, See, Naturbestattung), hygienische Versorgung Verstorbener, Trauerfeier-Organisation, Behördengänge, Friedhofsverwaltung. Stabiler Markt durch demografische Entwicklung. Karriere über Bestattungsfachkraft zur Bestattermeisterin oder zum eigenen Bestattungsinstitut. Sehr menschenorientiert mit Bedarf an Einfühlungsvermögen.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: SCE (Social · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.150 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 38.000–52.000 €/Jahr (eigene Institute 60.000+)
  • Top-Arbeitgeber: Ahorn AG, Pütz-Roth, Bestattungs-Innungsbetriebe, kommunale Friedhofsverwaltungen
→ Alles zur Ausbildung als Bestattungsfachkraft

Lebensmittel-Handwerk

7 Berufe
RCI Übersicht

Bäcker/in

KI-Risiko 58 %

Traditioneller Lebensmittelhandwerksberuf mit kreativer Komponente: Herstellung von Broten, Brötchen, Kuchen und feinen Backwaren — von der Teigführung über die Gärung bis zum Backen. Frühe Arbeitszeiten und körperliche Belastung sind die Schattenseite, dafür sehr stabile Nachfrage und gute Selbstständigkeits-Chancen. Karrierepfade über Geselle zum Bäckermeister mit eigenem Betrieb oder zur Backstuben- und Filialleitung in Großbäckereien.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 640–820 €/Monat
  • Einstieg: 24.000–30.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 32.000–48.000 €/Jahr (mit eigener Bäckerei deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Innungsbetriebe, Kamps, Junge, Backwerk, Großbäckereien, Hotel-Patisserien
→ Alles zur Ausbildung als Bäcker/in
ARC Übersicht

Konditor/in

KI-Risiko 41 %

Kreativer Lebensmittelhandwerksberuf für Torten, Pralinen, Petits Fours, Eis, Schaufenster-Dekorationen und französische Patisserie. Sehr ästhetisch anspruchsvoller Beruf mit gestalterischer Komponente — Schwerpunkte sind Hochzeitstorten, Tortenkunst (Sugarcraft) und feine Eiscreme-Herstellung. Karrierepfade über Konditormeister zum eigenen Café-Konditorei-Betrieb, zur Patisserie-Chefstelle in Hotels oder zur Schaumeister-Tätigkeit in Großbetrieben.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: ARC (Artistic · Realistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 640–820 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–32.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 34.000–48.000 €/Jahr (Hotel-Patissiers 50.000+)
  • Top-Arbeitgeber: Hotel-Konditoreien, Café-Confiserien, Coppenrath & Wiese, Patisserie-Manufakturen
→ Alles zur Ausbildung als Konditor/in
RCS Übersicht

Fleischer/in

KI-Risiko 41 %

Traditionelles Lebensmittelhandwerk mit drei Schwerpunkten: Schlachten und Zerlegung, Wurstherstellung, Verkauf und Beratung. Trotz Strukturwandel im Fleischerhandwerk weiterhin gefragt durch Trend zu regionaler Qualität, Bio-Fleisch und handwerklicher Wurstmacherei. Karriere über Geselle zum Fleischermeister mit eigenem Betrieb oder zur Betriebsleitung in Fleischwarenfabriken. Hoher körperlicher Anspruch, dafür sehr stabiler Markt und gute Übernahmequoten.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCS (Realistic · Conventional · Social)
  • Vergütung 1. LJ: 650–880 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 34.000–48.000 €/Jahr (eigene Metzgerei 50.000+)
  • Top-Arbeitgeber: Tönnies, Wiesenhof, Innungsbetriebe, Bio-Metzgereien, Edeka/Rewe-Frischetheken
→ Alles zur Ausbildung als Fleischer/in
RCI Übersicht

Brauer und Mälzer/in

KI-Risiko 57 %

Spezialberuf der Getränkeherstellung mit langer Tradition: Mälzen (Keimung und Trocknung von Getreide), Brauen (Maischen, Würzekochung, Gärung, Lagerung), Qualitätskontrolle, Filtration und Abfüllung. Stark wachsende Craft-Beer-Szene bietet neue Beschäftigungsmöglichkeiten neben den Großbrauereien. Klassische Karrierepfade über Brauer- und Mälzermeister mit Bachelor Professional Brauwesen.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.180 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 44.000–62.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Bitburger, Krombacher, Paulaner, Erdinger, Radeberger, Craft-Beer-Brauereien
→ Alles zur Ausbildung als Brauer und Mälzer/in
RCI Übersicht

Verfahrenstechnologe/-technologin Mühlen- und Getreidewirtschaft

KI-Risiko 72 %

Modernisierter Müller-Beruf seit 2023 mit drei Fachrichtungen: Müllerei (Mehlherstellung), Futtermittel (Tierfutter-Produktion), Agrarlager (Getreide-Lagerung). Bedienung moderner Mühlentechnik mit SPS-Steuerung, Qualitätskontrolle, Hygiene-Management. Sehr seltener Beruf mit unter 200 Auszubildenden jährlich. Hauptarbeitgeber sind Großmühlen wie Goodmills, Aurora oder regionale Industriemühlen.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.180 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 44.000–58.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Goodmills, Aurora-Mühlen, Bindewald & Gutting, regionale Industriemühlen
→ Zur Berufsseite: Verfahrenstechnologe/-technologin Mühlen- und Getreidewirtschaft
RCI Übersicht

Milchtechnologe/-technologin

KI-Risiko 57 %

Industrieller Beruf in Molkereien und der Milchverarbeitung: Verarbeitung von Rohmilch zu Konsummilch, Käse, Joghurt, Butter und Milchpulver — von der Annahme über Pasteurisierung und Homogenisierung bis zur Verpackung. Moderne Großanlagen mit SPS-Steuerung und Hygiene-Management nach HACCP. Stark in Bayern und Niedersachsen mit Großmolkereien — Karriere über Schichtleitung zur Betriebsleitung in der Milchindustrie.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.200 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 44.000–55.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: DMK (Deutsches Milchkontor), Müller, Hochwald, Bayernland, FrieslandCampina
→ Alles zur Ausbildung als Milchtechnologe/-technologin
REC Übersicht

Speiseeishersteller/in

KI-Risiko 50 %

Speiseeis handwerklich herstellen und verkaufen: Rezepturen aus Zucker, Fett und Trockenmasse berechnen, Massen pasteurisieren und reifen lassen, im Eisbereiter mit gesteuertem Luftaufschlag gefrieren, Sorten gestalten, Kühlkette und HACCP sichern, Kunden beraten. Zucker senkt den Gefrierpunkt – die Bilanz entscheidet über die Konsistenz.

  • Dauer: 3 Jahre dual (HWK), ausgeprägte Saison
  • RIASEC: REC (Realistic · Enterprising · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 680–900 €/Monat
  • Einstieg: 22.000–28.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Meister, eigene Eisdiele, Produktentwicklung
  • Top-Arbeitgeber: Eisdielen, Eismanufakturen, Konditoreien
→ Zur ausführlichen Berufsseite

Mode, Textil & Schuh

20 Berufe
ARC Übersicht

Maßschneider/in

KI-Risiko 25 %

Hochwertiger Schneiderhandwerksberuf mit klarer Spezialisierung auf Einzelanfertigung: Maßnehmen, Schnittmustererstellung, Anproben, Anfertigung von Anzügen, Kostümen, Brautmoden und Bühnenkostümen. Zwei Fachrichtungen: Damen oder Herren. Sehr selten geworden, aber durch Anti-Fast-Fashion-Trend und gehobenes Klientel wieder gefragt. Karriere als Selbstständige Schneiderin oder im Theater/Film als Kostümabteilung. Premium-Marken-Manufakturen suchen Maßschneider für individuelle Anpassungen.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: ARC (Artistic · Realistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–820 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–32.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 32.000–48.000 €/Jahr (Selbstständige variabel)
  • Top-Arbeitgeber: Maßateliers, Theater-Kostümabteilungen, Brautmodengeschäfte, Premium-Manufakturen
→ Alles zur Ausbildung als Maßschneider/in
RCA Übersicht

Textil- und Modeschneider/in

KI-Risiko 25 %

Industrielle Variante der klassischen Schneiderausbildung mit Schwerpunkt auf serielle Fertigung: Bedienung von Industrienähmaschinen, Stickmaschinen, CAD-Schnittsystemen, Zuschnitt und Konfektion. Häufig Erstausbildung mit anschließendem Aufbau zum Textil- und Modenäher (2 Jahre) oder zur 3-jährigen Maßschneider/in. Sehr gut geeignet als Einstieg in die Bekleidungs- und Textilindustrie sowie für technische Textilien (Automotive, Medical).

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 700–880 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–32.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 34.000–44.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Bekleidungsindustrie, Automotive-Zulieferer (Sitzbezüge), Medical-Textilien, Modemarken
→ Alles zur Ausbildung als Textil- und Modeschneider/in
ARC Übersicht

Kürschner/in

KI-Risiko 25 %

Spezialberuf der Pelzverarbeitung mit hohem Spezialisierungsgrad: Verarbeitung von Pelzfellen zu Mänteln, Jacken, Westen, Mützen und Accessoires, dazu Pelzreparatur und -reinigung. Sehr seltener Beruf mit weniger als 50 Auszubildenden pro Jahrgang in Deutschland — durch Tierschutzdebatte stark rückläufig, dennoch in Nische sehr gut bezahlt. Schwerpunkte oft in Frankfurt am Main (historisches Kürschnerzentrum) und Berlin. Selbstständigkeit nach Meisterprüfung üblich.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: ARC (Artistic · Realistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–820 €/Monat
  • Einstieg: 24.000–32.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 32.000–48.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Kürschner-Ateliers Frankfurt/Berlin, Pelzwarenfachgeschäfte, Restaurierungsbetriebe
→ Alles zur Ausbildung als Kürschner/in
RAC Übersicht

Sattler/in

KI-Risiko 25 %

Handwerklicher Lederverarbeitungsberuf mit drei Fachrichtungen: Reitsportsattlerei (Sättel, Trensen, Pferdegeschirre), Fahrzeugsattlerei (Auto-Sitzbezüge, Cabrio-Verdecke, Yacht-Polster) und Feintäschnerei (Lederwaren, Taschen, Etuis). Klassischer Premium-Handwerksberuf mit hohem Spezialisierungsgrad. Gefragt bei Luxusmarken (Hermès, Louis Vuitton) für Lederwaren, bei Restomod-Werkstätten für Oldtimer-Innenausstattung und in der Reitsport-Szene.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 680–850 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 34.000–50.000 €/Jahr (Luxus-Manufakturen 60.000+)
  • Top-Arbeitgeber: Reitsportbetriebe, Oldtimer-Restomod-Werkstätten, Mercedes Maybach, Premium-Lederwaren
→ Alles zur Ausbildung als Sattler/in
RCS Übersicht

Orthopädieschuhmacher/in

KI-Risiko 14 %

Seit Reform der klassische Schuhmacher-Beruf praktisch ausschließlich als Orthopädieschuhmacher/in geregelt: Anfertigung von orthopädischen Maßschuhen, Einlagen, Schuhanpassungen und Versorgung von Fußdeformitäten in Zusammenarbeit mit Ärzten und Krankenkassen. Sehr gefragter Beruf durch demografische Alterung und zunehmende Fuß-Erkrankungen. Karriere über Meisterprüfung mit eigenem Sanitätshaus oder Spezialwerkstatt mit Krankenkassen-Zulassung.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RCS (Realistic · Conventional · Social)
  • Vergütung 1. LJ: 750–950 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 40.000–55.000 €/Jahr (mit Sanitätshaus deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Sanitätshäuser, Orthopädie-Werkstätten, Reha-Versorger, eigene Werkstatt
→ Alles zur Ausbildung als Orthopädieschuhmacher/in
RAC Übersicht

Maßschuhmacher/in

KI-Risiko 20 %

Maßschuhmacher/innen fertigen individuelle Schuhe nach exaktem Fußmaß — von der Fußvermessung über die Leistenherstellung, den Schaftzuschnitt aus handverlesenen Ledern (Box-Calf, Cordovan, Hirschleder) bis zur rahmengenähten oder handgenähten Machart (Goodyear-Welted, Blake). Maßschuhe kosten ab 2.000–5.000 €, Wartezeiten betragen Monate. Arbeitgeber: eigene Werkstatt (Meisterpflicht), Orthopädieschuhmacher, Luxusschuh-Manufakturen, Theaterschuhmachereien. Traditionelle Hochburgen: Wien, Budapest, London — in Deutschland nur wenige Dutzend aktive Maßschuhmacher.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–34.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Maßschuhmachereien, orthopädische Werkstätten
→ Alles zur Ausbildung als Maßschuhmacher/in
ACR Übersicht

Modist/in

KI-Risiko 29 %

Modist/innen (Hutmacher) entwerfen, formen und fertigen Hüte, Kappen, Fascinators und Kopfbedeckungen aus Filz, Stroh, Sinamay, Stoff und Leder. Sie modellieren über Holzformen, garnieren mit Federn, Bändern und Blüten und beraten Kunden individuell. Einer der seltensten Handwerksberufe mit nur einzelnen Ausbildungsplätzen pro Jahr — überwiegend in Hutmanufakturen, bei Theaterkostümabteilungen und in eigenen Ateliers. Auftraggeber: Modehäuser, Brautmoden, Film- und Theaterproduktionen, Trachtenmode. Aufstieg zum Modistenmeister mit eigenem Hutatelier.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: ACR (Artistic · Conventional · Realistic)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Hutateliers, Theater- und Kostümwerkstätten
→ Alles zur Ausbildung als Modist/in
RCS Übersicht

Änderungsschneider/in

KI-Risiko 25 %

Änderungsschneider/innen passen Kleidung an, kürzen Hosen und Röcke, weiten oder enger nehmen Blazer und Kleider, setzen Reißverschlüsse ein und reparieren Textilien aller Art. Zweijähriger Einstieg ins Schneiderhandwerk mit klarer Aufstockungsoption zum 3-jährigen Maßschneider. Arbeitgeber: Änderungsschneidereien in Innenstädten und Einkaufszentren, Textilreinigungen, Modehäuser (Peek & Cloppenburg, Breuninger) und Theaterkostümabteilungen. Der Beruf profitiert vom Nachhaltigkeitstrend: Reparieren statt Wegwerfen gewinnt an Bedeutung.

  • Dauer: 2 Jahre dual
  • RIASEC: RCS (Realistic · Conventional · Social)
  • Vergütung 1. LJ: 620–800 €/Monat
  • Einstieg: 24.000–30.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Änderungsateliers, Modehäuser, Textilreinigungen
→ Alles zur Ausbildung als Änderungsschneider/in
RIC Übersicht

Fachkraft für Lederherstellung und Gerbereitechnik

KI-Risiko 72 %

Fachkräfte für Lederherstellung und Gerbereitechnik verarbeiten rohe Tierhäute zu fertigem Leder — von der Wasserwerkstatt (Weichen, Äschern, Enthaaren) über die Gerbung (pflanzlich mit Eichenrinde, mineralisch mit Chrom, synthetisch) bis zur Zurichtung (Färben, Fetten, Trocknen). Sie steuern Gerbfässer, Falzmaschinen und Vakuumtrockner, kontrollieren pH-Werte und prüfen Ledereigenschaften (Reißfestigkeit, Lichtechtheit). Erfordert chemisch-technisches Verständnis und Umweltschutz-Verantwortung. Arbeitgeber: Gerbereien, Lederfabriken, Automotive-Zulieferer (Interieur-Leder). Dreijährig.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 900–1.050 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Gerbereien, Lederindustrie
→ Zur Berufsseite: Fachkraft für Lederherstellung und Gerbereitechnik
RCE Übersicht

Technische/r Konfektionär/in

KI-Risiko 36 %

Technische Konfektionär/innen fertigen Produkte aus technischen Textilien und beschichteten Geweben — Planen, Zelte, Markisen, LKW-Abdeckungen, Schutzbekleidung, Rettungsinseln und Biogas-Membranen. Sie schneiden Hightech-Materialien (PVC-beschichtetes Polyester, Gore-Tex, Kevlar) nach CAD-Schnittplänen, schweißen mit Heißluft und Hochfrequenz und nähen mit Industriemaschinen. Arbeitgeber: Planenbau-Betriebe, Markisenhersteller, Schutzbekleidungsproduzenten (Dräger, Rosenbauer), Automobil-Zulieferer (Airbag-Fertigung), Luft- und Raumfahrt-Zulieferer.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.100 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: technische Textilien, Fahrzeug- und Schutzausrüster
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RCS Übersicht

Textilreiniger/in

KI-Risiko 50 %

Textilreiniger/innen reinigen und pflegen Kleidung, Heimtextilien, Berufskleidung und Hotelwäsche mit chemischen und maschinellen Verfahren. Sie beherrschen Trockenreinigung (Perchlorethylen, KWL), professionelle Nassreinigung, Spezialtechniken für empfindliche Materialien (Seide, Leder, Pelz, Brautkleider) und gezielte Fleckentfernung (Detachur). Chemisch-technisch anspruchsvoll: Fasererkennung, Waschmittelchemie, Maschinensteuerung und Umweltschutz (Lösemittelrückgewinnung). Arbeitgeber: Textilreinigungsbetriebe, industrielle Wäschereien (Bardusch, DBL, Alsco), Krankenhauswäschereien und Reinraumreinigung. Aufstieg zum Textilreinigermeister.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCS (Realistic · Conventional · Social)
  • Vergütung 1. LJ: 700–900 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Textilreinigungen, Großwäschereien
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ARI Übersicht

Produktgestalter/in Textil

KI-Risiko 29 %

Produktgestalter/innen Textil entwickeln textile Flächen und Muster für Mode, Heimtextilien und technische Textilien — der kreativ-technische Designberuf der Textilindustrie. Entwurf von Gewebe-, Strick- und Druckdessins am CAD-System, Erstellung von Patronen und Rapportvorlagen, Programmierung von Webstühlen und Strickmaschinen für die Musterumsetzung. Verbindet ästhetisches Gespür mit Bindungslehre, Garnkunde und Maschinentechnik. Arbeitgeber: Textildesign-Abteilungen von Modeunternehmen, Heimtextilhersteller (Vorwerk, JAB Anstoetz), Automotive-Textillieferanten. Aufstieg: Textiltechniker, Studium Textildesign.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: ARI (Artistic · Realistic · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.100 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Textilindustrie, Entwicklungslabore
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RCI Übersicht

Produktionsmechaniker/in Textil

KI-Risiko 78 %

Produktionsmechaniker/innen Textil richten komplexe Textilmaschinen ein, bedienen und überwachen Spinn-, Web-, Wirk- und Strickmaschinen und beheben Störungen im laufenden Betrieb. Sie rüsten Maschinen um bei Produktwechseln (Fadensysteme, Schäfte, Platinen), optimieren Maschinenparameter für Garnstärke und Bindungsart und kontrollieren Warenausfall. Der Beruf ist die operative Schnittstelle zwischen Textiltechnik und Produktion — weniger design-orientiert als Produktgestalter Textil, stärker maschinentechnisch. Hauptarbeitgeber: Technische-Textilien-Industrie (Filtration, Automotive, Medizin). Zweijährig mit Aufstockungsoption.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.100 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Textilindustrie
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RCI Übersicht

Produktprüfer/in Textil

KI-Risiko 81 %

Produktprüfer/innen Textil kontrollieren textile Halb- und Fertigwaren auf Qualität, Maßhaltigkeit und Fehlerfreiheit — das Qualitätsmanagement der Textilindustrie. Prüfung von Geweben, Gestricken und Vliesstoffen visuell und messtechnisch auf Webfehler, Farbabweichungen und Festigkeitsmängel, Dokumentation in QM-Systemen. Erfordert gutes Farbsehvermögen und Konzentrationsfähigkeit. Zweijähriger Einstieg mit Aufstockung zum Produktveredler Textil. Arbeitgeber: Textilprüfanstalten (Hohenstein Institut), Bekleidungshersteller, Technische-Textilien-Produzenten und Handelsunternehmen mit Eigenmarken.

  • Dauer: 2 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 950–1.080 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Textil- und Bekleidungsindustrie
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RCI Übersicht

Produktveredler/in Textil

KI-Risiko 72 %

Produktveredler/innen Textil geben textilen Flächen ihre finalen Eigenschaften: Sie färben Garne und Gewebe in Jigger-, Foulard- und Jet-Färbeanlagen, bedrucken Stoffe im Rotations- und Digitaldruck, beschichten und imprägnieren für Wasser-, Flamm- oder UV-Schutz und appretieren Oberflächen. Der Beruf ist chemisch-technisch anspruchsvoll: Rezepturen für Farbbäder berechnen, pH-Werte steuern, Echtheitsprüfungen (Wasch-, Licht-, Reibechtheit) durchführen und Abwasserbehandlung überwachen. Arbeitgeber: Technische-Textilien-Betriebe, Modekonzerne mit eigener Färberei, Textilveredlungsbetriebe. Dreijährig mit Spezialisierung in Färben, Drucken oder Beschichten.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 1.000–1.100 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Textilveredelung, Ausrüstungsbetriebe
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RCE Übersicht

Fachkraft für Lederverarbeitung

KI-Risiko 36 %

Zweijähriger industrieller Lederberuf: Fachkräfte für Lederverarbeitung fertigen Lederwaren wie Taschen, Gürtel, Etuis, Polster und Autositzbezüge in Serie — vom Zuschnitt über Stanzen, Schwärfen und Buggen bis zum maschinellen Nähen und Kleben. Sie bedienen CNC-Stanzmaschinen, industrielle Nähmaschinen, Spaltmaschinen und Heißpressanlagen, prüfen Materialqualität und Nahtfestigkeit und arbeiten nach technischen Zeichnungen. Der Beruf ist die industrielle Variante zum Sattler (3 Jahre, HwO) und dient häufig als Einstieg in die Leder- und Polsterindustrie. Aufstocken zum Sattler oder zur Fachkraft für Lederherstellung und Gerbereitechnik ist möglich.

  • Dauer: 2 Jahre dual (Aufstockung zum Sattler möglich)
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 850–1.000 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Automotive-Zulieferer (Sitzbezüge), Leder- und Täschnerindustrie, Polstermöbelhersteller, Luxusgütermarken
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RCA Übersicht

Schuhmacher/in

KI-Risiko 20 %

Schuhe instand setzen und anpassen: Sohlen und Absätze erneuern, Nähte, Futter und Reißverschlüsse reparieren, weiten und polstern, Leder pflegen und färben sowie in kleinerem Umfang Maßschuhe anfertigen. Reparatur gewinnt durch Nachhaltigkeit und teure Qualitätsschuhe wieder an Bedeutung. Zulassungsfreies Handwerk – Selbstständigkeit auch als Geselle möglich. Häufiger Wechsel in die besser vergütete Orthopädie-Schuhtechnik.

  • Dauer: 3 Jahre dual (Handwerkskammer)
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: 22.000–28.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Schuhmachermeister, eigene Werkstatt, Orthopädieschuhmacher
  • Top-Arbeitgeber: Schuhmacherwerkstätten, Orthopädie-Schuhtechnik, Theater und Film
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RCE Übersicht

Schuhfertiger/in

KI-Risiko 78 %

Schuhe industriell herstellen: Ober- und Futterteile nach Schnittbild zuschneiden, Schäfte steppen und verstärken, Leisten wählen und Brandsohlen setzen, den Schaft faltenfrei über den Leisten zwicken, Sohlen kleben, spritzen oder nähen. In Deutschland getragen von Sicherheitsschuhen und orthopädischen Serienschuhen.

  • Dauer: 3 Jahre dual (IHK)
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 800–1.050 €/Monat (Industrietarif)
  • Einstieg: 26.000–31.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Industriemeister, Musterbau, Qualitätssicherung
  • Top-Arbeitgeber: Sicherheitsschuhwerk, orthopädische Serienfertigung
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RCA Übersicht

Polster- und Dekorationsnäher/in

KI-Risiko 25 %

Zweijähriger Einstieg: Schnittvorlagen lesen, Stoffe und Leder nach Fadenlauf und Musterrapport zuschneiden, Einzelteile zu passgenauen Möbelbezügen nähen, Keder, Reißverschlüsse und Steppungen einarbeiten, Vorhänge, Kissen und Sonnenschutz fertigen. Anschluss zum Polsterer mit Anrechnung.

  • Dauer: 2 Jahre dual, Anschluss auf 3 Jahre möglich
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 720–950 €/Monat
  • Einstieg: 24.000–29.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Polsterer und Polstermöbelmacher, Raumausstatter, Meister
  • Top-Arbeitgeber: Möbelindustrie, Polstereien, Fahrzeug- und Bootsausbau
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RCA Übersicht

Pelzveredler/in

KI-Risiko 25 %

Rohe Felle haltbar machen: weichen, waschen und entfleischen, die Gerbung in Fässern ansetzen und führen, das Leder fetten und trocknen, das Haar färben oder bleichen, durch Läutern und Scheren zurichten. Ein chemisch-technischer Beruf – die Verfahren sind auf die Lederindustrie übertragbar, deren Arbeitsmarkt größer ist.

  • Dauer: 3 Jahre dual (IHK)
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 800–1.050 €/Monat (Industrietarif)
  • Einstieg: 26.000–31.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Industriemeister, Lederindustrie, Gerbereitechnik
  • Top-Arbeitgeber: Pelzveredlungsbetriebe, Gerbereien, Lederindustrie
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Kreatives Handwerk & Schmuck

16 Berufe
ARC Übersicht

Gold- und Silberschmied/in

KI-Risiko 14 %

Gold- und Silberschmied/innen fertigen und reparieren Schmuck, Ringe, Ketten und Gerät aus Edelmetall. Sie schmieden, löten, fassen Steine und gestalten Einzelstücke nach Entwurf. Seit der Reform 2025 sind die früheren Berufe Goldschmied und Silberschmied in diesem gemeinsamen Beruf zusammengeführt.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: ARC (Artistic · Realistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 680–880 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 36.000–55.000 €/Jahr (eigenes Atelier oft deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Wempe, Bucherer, Juweliere, Goldschmiedeateliers Pforzheim/Idar-Oberstein
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RAC Übersicht

Graveur/in

KI-Risiko 17 %

Hochpräziser Handwerksberuf mit langer Tradition: Beschriftung und Verzierung von Schmuck, Pokalen, Schildern, Wappen, Stempeln, Werkzeugen — heute überwiegend mit CNC-gestützten Lasern und Frästechnik, parallel zu klassischer Handgravur für Premium-Aufträge. Sehr seltener Beruf mit unter 100 Auszubildenden bundesweit. Spezialisierungen auf Schmuck-Gravur (Hochzeitsringe), Werkzeugbau-Gravur (Negative für Spritzguss) oder Stempel-Herstellung.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 680–880 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 34.000–48.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Graveurbetriebe, Schmuck-Manufakturen, Werkzeugbau, Stempel-Hersteller, Trophäen-Hersteller
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RAC Übersicht

Glasbläser/in / Glasapparatebauer/in

KI-Risiko 17 %

Zwei verwandte Glashandwerksberufe: Glasbläser/in (Glasgestaltung, Kunstaugen, Christbaumschmuck — Lauschaer Tradition) und Glasapparatebauer/in (Labor-Apparate, Reagenzgläser, Pharma-Glas). Hand- und Mundbläserische Techniken bei rund 1.000 °C Schmelzofen-Temperatur. Sehr seltene Berufe mit Schwerpunkten im Bayerischen Wald, Thüringen, Lausitz (Glasbläser) sowie Wertheim und Mainz (Glasapparatebauer für Pharma-Industrie). Karriere über Geselle zum Glasbläsermeister mit eigener Werkstatt oder zum Glasapparatebauer in Forschung und Pharma.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–820 €/Monat
  • Einstieg: 24.000–32.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 32.000–46.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Inge-Glas Lauscha, Glas-Manufakturen Bayerischer Wald, Künstler-Werkstätten
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ARC Übersicht

Keramiker/in

KI-Risiko 17 %

Handwerklicher Beruf für die Herstellung von Geschirr, Vasen, Skulpturen, Baukeramik und Sondermaßanfertigungen — von der Tonaufbereitung über Drehen oder Aufbau-Techniken bis zum Brennen und Glasieren. Schwerpunkte in der Töpferei (Steinzeug, Porzellan) sowie in der Baukeramik (Klinker, Fliesen). Sehr seltener Beruf mit langer Tradition in Bayern und im Westerwald. Karriere als Selbstständige Keramikerin mit eigener Werkstatt oder im Designstudio für Manufakturen wie Villeroy & Boch.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: ARC (Artistic · Realistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–820 €/Monat
  • Einstieg: 24.000–32.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 30.000–44.000 €/Jahr (Selbstständige variabel)
  • Top-Arbeitgeber: Villeroy & Boch, Rosenthal, Töpfereien Westerwald/Bayern, Manufakturen
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AIR Übersicht

Textilgestalter/in im Handwerk

KI-Risiko 29 %

Künstlerisch-handwerklicher Beruf mit sieben möglichen Fachrichtungen: Weben, Stricken, Sticken, Klöppeln, Posamentieren, Filzen, Färben. Anfertigung von textilen Einzelstücken, Wandbehängen, Trachten-Komponenten und kunstgewerblichen Objekten. Sehr seltener Beruf mit unter 50 Auszubildenden pro Jahrgang — Hauptarbeitgeber sind Restaurierungsbetriebe, Trachtenateliers und Museen. Klassische Selbstständigkeit nach Meisterprüfung als Kunsthandwerkerin.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: AIR (Artistic · Investigative · Realistic)
  • Vergütung 1. LJ: 650–820 €/Monat
  • Einstieg: 24.000–30.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 30.000–42.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Textilrestaurierung, Trachten-Ateliers, Webmanufakturen, Museen, Kunsthandwerk
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RCA Übersicht

Buchbinder/in

KI-Risiko 60 %

Spezialberuf für die Buchproduktion mit zwei Fachrichtungen: Einzel- und Sonderfertigung (Restaurierung historischer Bücher, hochwertige Einbände, Bibliophile Editionen) sowie Serien-Fertigung (industrielle Buchbinderei). Sehr seltener Beruf durch Strukturwandel im Buchgewerbe — gefragt für Bibliotheks-Restaurierung, Universitäts-Bibliotheken und exklusive Verlage. Karriere als Selbstständige Buchbinderin mit Restaurierungs-Spezialisierung oder in industriellen Bindereien.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 680–850 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–32.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 32.000–44.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Großbuchbindereien (Lachenmaier, Bramsche), Bibliotheks-Restauratoren, Verlage
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RAI Übersicht

Biologiemodellmacher/in

KI-Risiko 17 %

Biologiemodellmacher/innen fertigen anatomische, botanische und zoologische Lehrmodelle für Schulen, Universitäten und Museen — einer der exotischsten Ausbildungsberufe Deutschlands mit einzelnen Ausbildungsplätzen (praktisch nur bei SOMSO Modelle in Sonneberg/Coburg, Weltmarktführer). Sie modellieren in Ton und Wachs, stellen Gießformen her, gießen mit Kunststoff, bemalen naturgetreu mit Airbrush und beschriften anatomische Strukturen. Verbindet bildhauerische Fähigkeiten mit biologischem Fachwissen — jeder Muskelansatz muss korrekt sein. Trotz 3D-Druck bleibt handgefertigten Modellen die Qualitätsführerschaft.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RAI (Realistic · Artistic · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 700–900 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Lehrmittelhersteller, Museen
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RAC Übersicht

Flechtwerkgestalter/in

KI-Risiko 17 %

Flechtwerkgestalter/innen gehören zu den seltensten Handwerksberufen Deutschlands mit nur wenigen Dutzend Ausbildungsplätzen jährlich — ein echtes Nischenhandwerk. Sie flechten Körbe, Möbel, Raumteiler, Zäune und Designobjekte aus Weide, Rattan, Peddigrohr und Bambus. Der Beruf verbindet traditionelle Flechttechniken (Stakenflechten, Fitzen, Zuschlagen) mit moderner Gestaltung: Auftragsarbeiten für Innenarchitekten, Restaurierung historischer Flechtobjekte, eigene Kollektionen für Design-Märkte. Zwei Fachrichtungen: Korbwaren und Flechtmöbel. Der Meisterbrief eröffnet die Selbstständigkeit mit eigener Werkstatt.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–32.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Korbmachereien, Restaurierungswerkstätten
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RAC Übersicht

Kerzenhersteller/in und Wachsbildner/in

KI-Risiko 17 %

Kerzenhersteller/innen und Wachsbildner/innen gießen, ziehen, pressen und gestalten Kerzen und Wachsobjekte aus Paraffin, Stearin, Bienenwachs und pflanzlichen Wachsen (Soja, Rapswachs). Sie entwickeln Rezepturen für Brennverhalten und Duftnoten, konstruieren Gießformen, bedienen Ziehmaschinen und Tauchbänder, kolorieren und dekorieren von Hand. Zwei Fachrichtungen: Kerzenherstellung und Wachsbildnerei (liturgische Kerzen, Votivbilder). Die Nachfrage nach nachhaltigen, handgegossenen Kerzen wächst — gleichzeitig einer der seltensten Berufe mit unter 20 Ausbildungsplätzen pro Jahr.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–900 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Kerzenmanufakturen, Wachswarenindustrie
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RAI Übersicht

Metall- und Glockengießer/in

KI-Risiko 17 %

Metall- und Glockengießer/innen fertigen Gussformen und gießen Glocken, Skulpturen, Denkmäler, Grabplatten und Bauteile aus Bronze, Messing, Zinn und Aluminium. Sie modellieren mit Ton und Wachs, stellen Wachsausschmelzformen (Cire-perdue) her, schmelzen Metalle bei bis zu 1.200 °C und bearbeiten Gussstücke durch Putzen, Ziselieren und Patinieren. Drei Fachrichtungen: Metallgusstechnik, Zinngusstechnik und Kunst-/Glockengusstechnik. Einer der ältesten Handwerksberufe — seltener Nischenberuf, aber krisensicher durch Restaurierung, Denkmalschutz und liturgischen Bedarf.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RAI (Realistic · Artistic · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 700–950 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Glockengießereien, Kunstgießereien
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RAC Übersicht

Edelsteinschleifer/in

KI-Risiko 17 %

Rohsteine zu Schmucksteinen schleifen: Farbe, Reinheit, Einschlüsse und Spaltbarkeit beurteilen, die Schliffform so wählen, dass Farbe und Gewicht optimal genutzt werden, sägen und präformen, Facetten in materialabhängigen Idealwinkeln schleifen und polieren. Der Winkel entscheidet über Brillanz – ist er falsch, fällt das Licht unten heraus. Zentrum: Idar-Oberstein.

  • Dauer: 3 Jahre dual (HWK)
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: 22.000–28.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Meister, Gemmologe, Edelsteinhandel und Gutachten
  • Top-Arbeitgeber: Schleifereien, Schmuckhersteller, Edelsteinhandel (Idar-Oberstein)
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RAC Übersicht

Edelsteinfasser/in

KI-Risiko 17 %

Steine dauerhaft in Schmuck fassen: Passung prüfen, mit Fräser und Stichel den Sitz herausarbeiten, den Stein waagerecht ausrichten, Krappen umlegen, Zargen andrücken oder Körner bei Pavéfassungen setzen, die Fassung glätten und polieren. Der letzte und riskanteste Arbeitsschritt am Schmuckstück – zunehmend unter dem Stereomikroskop.

  • Dauer: 3 Jahre dual (HWK)
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 700–950 €/Monat
  • Einstieg: 24.000–30.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Meister, Spezialist für Pavé und Hochwertschmuck
  • Top-Arbeitgeber: Schmuckhersteller, Goldschmieden (Pforzheim, Idar-Oberstein)
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RAE Übersicht

Edelsteingraveur/in

KI-Risiko 17 %

Motive in Stein schneiden: Entwürfe anfertigen oder Vorlagen übertragen, Steine nach ihren Farbschichten auswählen, Motive mit rotierenden Diamantwerkzeugen als erhabene Kamee oder vertieftes Intaglio herausarbeiten, Übergänge und Gesichter plastisch ausformen. Einer der kleinsten Berufe Deutschlands, oft künstlerisch selbstständig.

  • Dauer: 3 Jahre dual (HWK)
  • RIASEC: RAE (Realistic · Artistic · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: stark schwankend, oft selbstständig
  • Aufstieg: Meister, künstlerische Selbstständigkeit, Gemmenrestaurierung
  • Top-Arbeitgeber: Graveurwerkstätten, Sammler und Galerien (Idar-Oberstein)
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RAC Übersicht

Glasveredler/in

KI-Risiko 17 %

Glasoberflächen gestalten in drei Fachrichtungen: Kanten und Flächen schleifen und polieren, Motive mit Kupferrad oder Sandstrahl gravieren, Schwarzlot und Emailfarben auftragen und einbrennen, Muster ätzen, Bleiverglasungen setzen und historische Kirchenfenster restaurieren. Schliff und Gravur, Kanten- und Flachglas oder Glasmalerei.

  • Dauer: 3 Jahre dual (HWK), drei Fachrichtungen
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 700–900 €/Monat
  • Einstieg: 23.000–29.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Meister, Restaurator im Handwerk, Flachglasindustrie
  • Top-Arbeitgeber: Glasereien, Restaurierungswerkstätten, Glasindustrie
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ARE Übersicht

Glas- und Porzellanmaler/in

KI-Risiko 17 %

Glas, Porzellan und Keramik von Hand dekorieren: Motive entwerfen und auf gewölbte Formen übertragen, keramische Farben aus Metalloxiden anreiben, mit Pinsel, Feder und Spritzpistole malen, Gold- und Lusterdekore setzen, den Brand führen. Die Farben entwickeln sich erst im Feuer – das Ergebnis muss man im Kopf vorwegnehmen.

  • Dauer: 3 Jahre dual (HWK)
  • RIASEC: ARE (Artistic · Realistic · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: 22.000–28.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Meister, Restaurator im Handwerk, eigene Werkstatt
  • Top-Arbeitgeber: Porzellanmanufakturen, Glasveredler, Restaurierung
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RAC Übersicht

Vergolder/in

KI-Risiko 17 %

Oberflächen mit Blattmetall veredeln: Untergründe aus Holz, Stein und Stuck vorbereiten, Kreidegrund und Poliment auftragen, Blattgold anlegen und mit dem Achatstein auf Hochglanz polieren, Figuren farbig fassen und historische Fassungen restaurieren. Der Beruf lebt fast vollständig von Denkmalpflege, Kirchen und Museen.

  • Dauer: 3 Jahre dual (HWK)
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: 22.000–28.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Meister, geprüfter Restaurator, eigene Werkstatt
  • Top-Arbeitgeber: Restaurierungswerkstätten, Denkmalpflege, Kirchen und Museen
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Bau-nahes Handwerk & Ausbau

10 Berufe
RAC Übersicht

Maler/in und Lackierer/in

KI-Risiko 22 %

Vielseitiger Bauhandwerksberuf mit drei Fachrichtungen: Gestaltung und Instandhaltung, Kirchenmalerei und Denkmalpflege, Bauten- und Korrosionsschutz. Aufgaben umfassen Beschichten von Wänden, Decken und Fassaden, Tapezierarbeiten, Trockenbau, Putzarbeiten sowie spezielle Techniken wie Spachtel- und Glätttechniken. Sehr gute Auftragslage durch Bauboom und Modernisierung — Karriere über Geselle zum Malermeister mit eigenem Betrieb ist klassisch.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 770–1.100 €/Monat (Tarif Bayern)
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 40.000–55.000 €/Jahr (Selbstständige oft 60.000+)
  • Top-Arbeitgeber: Innungsbetriebe, Caparol-Partnerbetriebe, Brillux-Profis, große Sanierer
→ Alles zur Ausbildung als Maler/in und Lackierer/in
RIC Übersicht

Anlagenmechaniker/in SHK

KI-Risiko 20 %

Einer der wachstumsstärksten Handwerksberufe und Schlüsselberuf der Wärmewende: Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit Schwerpunkt Wärmepumpen, Photovoltaik-Heizungsanbindung, Brennwerttechnik, Lüftungsanlagen und smarte Gebäudetechnik. Akuter Fachkräftemangel und überdurchschnittliche Bezahlung — sehr gute Übernahmequoten und Selbstständigkeits-Chancen mit Meisterprüfung. Politisch stark gefördert durch Gebäudeenergiegesetz (GEG) und Wärmeplanung.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 820–1.000 €/Monat
  • Einstieg: 36.000–46.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 50.000–70.000 €/Jahr (mit eigenem Betrieb deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Viessmann-Partner, Vaillant-Profis, Innungsbetriebe, GA-Anbieter, Solateure
→ Alles zur Ausbildung als Anlagenmechaniker/in SHK
RCA Übersicht

Glaser/in

KI-Risiko 24 %

Bauhandwerklicher Beruf für Verglasung, Glasbau, Fenster- und Glasfassaden in zwei Fachrichtungen: Verglasung und Glasbau sowie Fenster- und Glasfassadenbau. Anfertigung von Bleiverglasungen, Isolierglas-Montage, Glas-Reparaturen, Spiegel- und Duschkabinen. Sehr gefragt durch Bauboom und energetische Sanierung (Wärmeschutzverglasung). Karriere über Geselle zum Glasermeister mit eigenem Glaserei-Betrieb oder zur Bauleitung bei Fassadenbau-Spezialisten.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 880–1.080 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 40.000–55.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Innungsbetriebe, Schüco-Partner, Fassadenbau-Spezialisten, Glaserei-Betriebe
→ Alles zur Ausbildung als Glaser/in
ARC Übersicht

Raumausstatter/in

KI-Risiko 25 %

Vielseitiger Innenausstattungs-Beruf mit fünf Fachrichtungen: Boden, Polstern und Dekoration, Wand- und Deckendekoration, Raumdekoration sowie Licht-, Sonnen- und Insektenschutz. Aufgaben umfassen Verlegen von Bodenbelägen, Anbringen von Tapeten, Anfertigen von Gardinen und Polsterungen sowie Beratung in Kombination mit Innenarchitekten. Sehr gefragt im gehobenen Privatkundengeschäft und in Hotellerie/Gastronomie.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: ARC (Artistic · Realistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 680–880 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 34.000–48.000 €/Jahr (Selbstständige oft deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Raumausstattungs-Betriebe, Hotellerie-Ausstatter, Innenarchitektur-Studios
→ Alles zur Ausbildung als Raumausstatter/in
RAC Übersicht

Polsterer/-in

KI-Risiko 20 %

Spezialberuf für die Anfertigung und Aufpolsterung von Sitzmöbeln: Sofas, Sessel, Bürostühle, Theater-Bestuhlung, antike Möbelrestaurierung. Aufgaben umfassen Federkern-Aufbau, Schaumstoff-Zuschnitt, Bezugs-Anfertigung, Knöpfen, Steppen. Gefragt in der Möbelindustrie (Steiermark Industriezentrum in Westfalen), bei Möbel-Restauratoren und in Spezial-Manufakturen für Premium-Sitzmöbel. Karriere über Meisterprüfung mit eigenem Polsterei-Betrieb oder Restaurierungs-Spezialisierung.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 680–880 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–32.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 32.000–46.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Möbelhersteller OWL, Polster-Manufakturen (Cor, Rolf Benz), Restauratoren
→ Alles zur Ausbildung als Polsterer/-in
RCI Übersicht

Parkettleger/in

KI-Risiko 29 %

Spezialberuf für die Verlegung und Reparatur von Parkettböden: Massivholz-Parkett, Fertigparkett, historische Parkettböden, Industrie-Parkett und Schiffsboden-Restaurierung. Aufgaben umfassen Untergrundvorbereitung, Verlegung, Schleifen, Versiegeln/Ölen, Renovierung. Sehr gefragt durch Bauboom und Renovierungs-Markt — Wachstum auch durch Trend zu nachhaltigen Holzbelägen. Selbstständigkeit ist mit Berufserfahrung möglich (zulassungsfreies Handwerk).

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 880–1.080 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 40.000–55.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Parkett-Innungsbetriebe, Bauunternehmen, Spezial-Restauratoren, Boden-Fachhändler
→ Alles zur Ausbildung als Parkettleger/in
RCA Übersicht

Bodenleger/in

KI-Risiko 29 %

Breit aufgestellter Bauhandwerksberuf für textile, elastische und keramische Bodenbeläge: Teppich, Linoleum, PVC, Vinyl, Designboden, Fliesen, Naturstein. Aufgaben umfassen Untergrundvorbereitung, Aufmaß, Zuschnitt, Verklebung, Verfugung. Wachsender Markt durch Sanierungsboom und neue Designboden-Trends. Klassischer Aufstiegsweg über Geselle zum Vorarbeiter oder zur Betriebsleitung in größeren Bauunternehmen — Selbstständigkeit ist üblich.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 880–1.080 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 38.000–52.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Innungsbetriebe, Bodenleger-Fachbetriebe, Bauunternehmen, Sanierungsfirmen
→ Alles zur Ausbildung als Bodenleger/in
RCI Übersicht

Schornsteinfeger/in

KI-Risiko 35 %

Klassischer und stark regulierter Handwerksberuf mit hoheitlichen Aufgaben: Kehren von Schornsteinen, Mess- und Überprüfungsarbeiten an Heizungsanlagen nach 1. BImSchV, Beratung zu Energieeffizienz, Brandschutzprüfungen und Feuerstättenschau. Sehr stabile Beschäftigung durch staatliche Bezirkszuteilung (bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger). Hoher Bedarf durch Energiewende und Heizungstausch-Boom. Klassische Aufstiegspfade führen zum bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger mit eigenem Kehrbezirk.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 850–1.080 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Senior nach 5 J.: 44.000–62.000 €/Jahr (bevollmächtigte BSF deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Schornsteinfeger-Innungsbetriebe, bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger, Energieberater
→ Alles zur Ausbildung als Schornsteinfeger/in
RCA Übersicht

Fahrzeuglackierer/in

KI-Risiko 40 %

Fahrzeuglackierer/innen bereiten Fahrzeugoberflächen vor (Schleifen, Spachteln, Grundieren), mischen Farbtöne computergestützt, lackieren Karosserien in Spritzlackier-Kabinen und beherrschen Unfallreparatur-Lackierung, Effektlackierungen (Metallic, Perlmutt, Matt) und Schutzlackierungen. Erfordert Farbgefühl und sicheren Umgang mit Lacksystemen (Wasserbasis, 2K-Lacke). Arbeitgeber: Kfz-Werkstätten, Autohäuser, Karosseriebauer, Nutzfahrzeug-Hersteller (MAN, Daimler Truck), Schienenfahrzeug-Instandhaltung. Aufstieg: Lackiermeister, Coloristik-Spezialist (BASF Coatings, Axalta, PPG), Betriebsgründung.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 700–950 €/Monat
  • Einstieg: 30.000–38.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Kfz-Werkstätten, Lackierereien, Hersteller
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RCE Übersicht

Gebäudereiniger/in

KI-Risiko 41 %

Gebäudereiniger/innen reinigen und pflegen Gebäude, Fassaden, Glas, Industrieanlagen und Reinräume — mit rund 700.000 Beschäftigten einer der größten Handwerksberufe Deutschlands. Sie beherrschen Unterhaltsreinigung, Glas- und Fassadenreinigung (auch an Hochhäusern mit Hubarbeitsbühnen), industrielle Sonderreinigung, Steinpflege und Desinfektion. Körperlich anspruchsvoll, Schwindelfreiheit bei Höhenarbeit erforderlich. Seit 2019 auch digitale Dokumentation und nachhaltige Reinigungschemie. Arbeitgeber: Gebäudedienstleister (Dussmann, Piepenbrock, Wisag), Facility-Management, Krankenhäuser, Flughäfen. Aufstieg zum Gebäudereinigermeister.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 900–1.050 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Gebäudedienstleister, Facility-Management
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Musikinstrumentenbau & Spezialhandwerk

17 Berufe
RAI Übersicht

Klavier- und Cembalobauer/in

KI-Risiko 14 %

Hochspezialisierter Musikinstrumentenbau-Beruf mit zwei Fachrichtungen: Klavierbau (Flügel, Pianinos) und Cembalobau (historische Tasteninstrumente). Aufgaben umfassen Resonanzboden-Fertigung, Saiten-Bespannung, Mechanik-Einbau, Intonation, Stimmung. Sehr seltener Beruf mit weltweit hoher Anerkennung deutscher Klavierbauer. Schwerpunkte bei Steinway Hamburg, Bechstein Berlin, Schimmel Braunschweig. Karriere über Klavierbauermeister mit eigener Werkstatt oder als Konzert-Stimmer für Top-Pianisten.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAI (Realistic · Artistic · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 750–950 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 38.000–55.000 €/Jahr (Steinway-Master Restorer deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Steinway & Sons Hamburg, C. Bechstein, Schimmel Pianos, Sauter, Klavier-Werkstätten
→ Alles zur Ausbildung als Klavier- und Cembalobauer/in
AIR Übersicht

Geigenbauer/in

KI-Risiko 17 %

Künstlerisch-handwerklicher Beruf mit langer Tradition: Anfertigung und Reparatur von Streichinstrumenten (Violine, Viola, Cello, Kontrabass) — von der Holzauswahl (Fichte für Decke, Ahorn für Boden) über die Wölbung und Lackierung bis zur Einstellung. Sehr seltener Beruf mit unter 30 Auszubildenden pro Jahrgang in Deutschland. Hauptstandort Mittenwald (staatliche Berufsfachschule), daneben Markneukirchen und Bubenreuth. Selbstständigkeit als Meister-Geigenbauer/in mit eigener Werkstatt.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: AIR (Artistic · Investigative · Realistic)
  • Vergütung 1. LJ: 680–880 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 34.000–55.000 €/Jahr (Konzert-Instrumente deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Geigenbauer-Werkstätten Mittenwald/Markneukirchen, Restaurierung, eigene Werkstatt
→ Alles zur Ausbildung als Geigenbauer/in
RAI Übersicht

Blasinstrumentenmacher/in

KI-Risiko 17 %

Spezialberuf in zwei Hauptrichtungen: Holzblasinstrumente (Flöten, Klarinetten, Oboen, Saxophone) und Metallblasinstrumente (Trompeten, Posaunen, Hörner, Tubas). Anfertigung von Klappen, Mundstücken, Stimmen, Polsterung und Lackierung. Hauptstandort ist Markneukirchen in Sachsen (Musikinstrumentenbauer-Tradition seit dem 17. Jahrhundert) und Mainz für Markt-Blasinstrumente. Sehr seltener Beruf mit Karriere über Meisterprüfung und eigene Werkstatt oder Reparatur-Spezialisierung.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAI (Realistic · Artistic · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 680–880 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 34.000–48.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Buffet Crampon Markneukirchen, Gebr. Alexander Mainz, Schagerl, Yamaha-Werkstätten
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RAI Übersicht

Zupfinstrumentenmacher/in

KI-Risiko 17 %

Spezialberuf für gezupfte Saiteninstrumente mit zwei Fachrichtungen: Gitarrenbau (Konzertgitarren, Akustikgitarren, E-Gitarren) und Harfenbau (Konzertharfen, Hakenharfen). Anfertigung von Korpus, Hals, Griffbrett und Stimmmechanik mit präzisem Handwerk und hohem Materialverständnis (Tonholz). Sehr seltener Beruf, oft mit Schwerpunkt in Markneukirchen. Karriere als Selbstständige Gitarrenbauerin oder Reparatur-Spezialistin für Premium-Marken.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAI (Realistic · Artistic · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 680–880 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 32.000–48.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Gitarrenbau-Werkstätten Markneukirchen, Lakewood Guitars, Klassik-Gitarrenbauer
→ Alles zur Ausbildung als Zupfinstrumentenmacher/in
RCI Übersicht

Uhrmacher/in

KI-Risiko 14 %

Hochpräzisionshandwerk für Uhrenwartung, -reparatur und -fertigung: mechanische Armbanduhren, Großuhren, Wanduhren, Standuhren, sowie Luxus-Uhren der Schweizer Manufakturen. Stark digitalisierter Beruf durch elektronische Uhrenanalyse, aber weiterhin mit hohem Anteil an Feinmechanik. Sehr gefragt durch Boom der Luxus-Uhren-Branche und Vintage-Markt. Karriere als Uhrmachermeister/in mit eigenem Geschäft, in Service-Centern von Rolex/Patek Philippe oder als Spezialist für historische Uhren.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 680–880 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 34.000–55.000 €/Jahr (Luxus-Service-Center deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Wempe, Bucherer, Rolex/Patek Philippe-Service, A. Lange & Söhne, Glashütte Original
→ Alles zur Ausbildung als Uhrmacher/in
RCI Übersicht

Klempner/in

KI-Risiko 29 %

Bauhandwerksberuf der Bauklempnerei mit Schwerpunkt Dach- und Fassadenarbeiten: Dachrinnen, Fallrohre, Schornsteinabdeckungen, Metallfassaden aus Kupfer, Zink und Titanzink. Sehr gefragter Beruf durch Bauboom und energetische Sanierung — Spezialisten für hochwertige Metalldächer und Industriedächer werden händeringend gesucht. Klassische Karriere über Geselle zum Klempnermeister/Spengler mit eigenem Betrieb. Mit dem Anlagenmechaniker SHK verwandt, aber mit klarer Außen-Fokussierung.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 820–1.000 €/Monat
  • Einstieg: 32.000–42.000 €/Jahr
  • Meister/Senior: 42.000–58.000 €/Jahr (Selbstständige deutlich höher)
  • Top-Arbeitgeber: Klempner-Innungsbetriebe, Dachdecker mit Klempnerei, Industriedach-Spezialisten
→ Alles zur Ausbildung als Klempner/in
RIC Übersicht

Büchsenmacher/in

KI-Risiko 29 %

Büchsenmacher/innen fertigen, reparieren und individualisieren Jagd-, Sport- und historische Waffen — hochspezialisiertes Metallhandwerk mit waffenrechtlicher Verantwortung. Sie bearbeiten Läufe und Verschlüsse aus Spezialstählen, schäften mit Nussbaumholz, gravieren Jagdmotive, montieren und justieren Zielfernrohre und führen Beschussproben durch. Waffenrechtliche Sachkunde (WaffG) ist Pflichtbestandteil. Arbeitgeber: Waffenfachgeschäfte, Hersteller (Blaser, Merkel, Sauer, Krieghoff), Museen. Aufstieg zum Büchsenmachermeister — stabile Nachfrage durch Jagd, Sportschießen und Sammler.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Büchsenmachereien, Waffenfachhandel
→ Alles zur Ausbildung als Büchsenmacher/in
RCI Übersicht

Fahrradmonteur/in

KI-Risiko 38 %

Fahrradmonteur/innen montieren, warten und reparieren Fahrräder und E-Bikes in Fachwerkstätten, Fahrradläden und bei Herstellern. Sie stellen Schaltung und Bremsen ein, wechseln Lager, Speichen und Reifen, prüfen elektrische Antriebssysteme bei Pedelecs und beraten Kunden zur Fahrradpflege. Der Beruf ist ein zweijähriger Einstieg mit klarer Aufstockungsoption: Nach dem Abschluss kann der 3,5-jährige Zweiradmechatroniker (Fachrichtung Fahrradtechnik) angeschlossen werden. Der boomende E-Bike-Markt und die urbane Mobilitätswende sorgen für stabile Nachfrage bei Filialisten wie Fahrrad XXL, Lucky Bike oder Rose Bikes.

  • Dauer: 2 Jahre dual
  • RIASEC: RCI (Realistic · Conventional · Investigative)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–32.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Fahrradfachhandel, E-Bike-Hersteller
→ Alles zur Ausbildung als Fahrradmonteur/in
RAC Übersicht

Handzuginstrumentenmacher/in

KI-Risiko 17 %

Handzuginstrumentenmacher/innen bauen, reparieren und restaurieren Akkordeons, Harmonikas, Bandoneons und Konzertinas — extrem seltener Beruf mit nur einzelnen Ausbildungsplätzen, konzentriert im sächsisch-vogtländischen Musikinstrumentenbau (Klingenthal, Markneukirchen). Sie fertigen und stimmen Stimmplatten und Stimmzungen aus Stahl, bauen faltbare Bälge aus Leder und Karton, konstruieren Gehäuse und montieren komplexe Tastenmechaniken. Die Stimmung erfolgt manuell durch Materialentnahme an den Stimmzungen — ein Vorgang, der jahrelange Gehörschulung erfordert. Aufstieg zum Meister mit eigener Werkstatt.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Instrumentenbau-Werkstätten
→ Alles zur Ausbildung als Handzuginstrumentenmacher/in
RAC Übersicht

Orgelbauer/in

KI-Risiko 14 %

Orgelbauer/innen bauen, restaurieren und stimmen Pfeifenorgeln — ein Handwerk mit UNESCO-Weltkulturerbe-Status (seit 2017) und über 500 Jahren Tradition. Sie fertigen Metall- und Holzpfeifen (Zinn, Blei, Eiche, Zeder), konstruieren Windladen, Trakturen und Spieltische und berechnen Mensuren für die Klangcharakteristik. Zwei Fachrichtungen: Orgelbau (Neubau) und Pfeifenbau (Klangerzeuger). In Deutschland arbeiten rund 180 Orgelbauwerkstätten — selten, aber krisensicher durch den Bestand von rund 50.000 Orgeln, die regelmäßig gewartet werden müssen.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–900 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–36.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Orgelbau-Werkstätten
→ Alles zur Ausbildung als Orgelbauer/in
RCA Übersicht

Seiler/in

KI-Risiko 29 %

Seiler/innen stellen Seile, Taue, Netze, Trossen und Anschlagmittel aus Natur- und Kunstfasern (Hanf, Sisal, Polyester, Dyneema, Kevlar) her — ein Handwerk mit über 2.000 Jahren Tradition und hochmodernen Anwendungen. Sie bedienen Seilschlag- und Flechtmaschinen, konfektionieren Hebemittel mit Endverbindungen (Spleiße, Presshülsen, Kauschen) und prüfen Tragfähigkeit nach DGUV-Vorschriften. Einsatzgebiete: Schifffahrt und Offshore (Festmacher), Hebetechnik (Anschlagseile), Spielplatz- und Kletternetze, Sport (Kletterseile). Gute Perspektive durch Offshore-Windkraft und Spielplatzbau.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 700–900 €/Monat
  • Einstieg: 28.000–34.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Seilereien, Netz- und Tauwerkhersteller
→ Alles zur Ausbildung als Seiler/in
RIC Übersicht

Thermometermacher/in

KI-Risiko 17 %

Thermometermacher/innen gehören zu den seltensten Ausbildungsberufen Deutschlands mit nur einer Handvoll Betriebe, fast ausschließlich in Thüringen (Geraberg, Ilmenau). Sie fertigen Glas-Thermometer, Aräometer, Pyknometer und Spezialmessgeräte für Labor, Industrie und Meteorologie. Die Arbeit umfasst Glasverarbeitung an der Flamme (Blasen, Biegen, Verschmelzen), Füllen mit Messflüssigkeiten, Kalibrieren nach DIN/ISO-Normen und Skalieren. Zwei Fachrichtungen: Thermometerblasen (Formenherstellung) und Thermometerjustieren (Präzisionskalibrierung). Trotz Digitalisierung bleibt der Beruf in der Laborglasherstellung relevant.

  • Dauer: 3 Jahre dual
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 650–850 €/Monat
  • Einstieg: 26.000–34.000 €/Jahr
  • Top-Arbeitgeber: Messgeräte-Hersteller, Laborglasbau
→ Alles zur Ausbildung als Thermometermacher/in
RAC Übersicht

Bogenmacher/in

KI-Risiko 17 %

Bögen für Streichinstrumente bauen: Holz nach Dichte und Faserverlauf auswählen, die Stange auf Zehntelmillimeter hobeln, sie über der Flamme in die Krümmung biegen, Kopf schnitzen und den Frosch aus Ebenholz mit Silber und Perlmutt fertigen, Rosshaar einziehen, Gewicht und Schwerpunkt austarieren. Fernambuk ist artenschutzrechtlich stark reglementiert.

  • Dauer: 3 Jahre dual (HWK)
  • RIASEC: RAC (Realistic · Artistic · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 640–830 €/Monat
  • Einstieg: 22.000–27.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Meister, eigene Werkstatt, Restaurierung wertvoller Bögen
  • Top-Arbeitgeber: Bogenmacherwerkstätten (Mittenwald, Markneukirchen)
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RCA Übersicht

Segelmacher/in

KI-Risiko 25 %

Segel und technische Konfektion fertigen: Rigg und Boot vermessen, Zuschnitt und Profil am Rechner konstruieren, Bahnen schneiden, kleben und nähen, Liektau und Beschläge setzen sowie Persenninge, Sprayhoods und Planen herstellen. Die Wölbung entsteht im Bahnenzuschnitt – ein Segel arbeitet wie ein Flügel.

  • Dauer: 3 Jahre dual (HWK)
  • RIASEC: RCA (Realistic · Conventional · Artistic)
  • Vergütung 1. LJ: 700–950 €/Monat
  • Einstieg: 24.000–30.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Meister, eigene Segelmacherei, technische Textilien
  • Top-Arbeitgeber: Segelmachereien an Küste und Binnenseen, technische Konfektion
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RCE Übersicht

Bürsten- und Pinselmacher/in

KI-Risiko 29 %

Bürsten, Besen und Pinsel fertigen: Besatzstoffe von Naturborste bis Draht auswählen, Haare sortieren, mischen und richten, Bündel einziehen oder stanzen, Pinselköpfe binden und Zwingen setzen, Maschinen einrichten, Auszugsfestigkeit prüfen. Wirtschaftlich getragen von technischen Bürsten für Industrieanlagen.

  • Dauer: 3 Jahre dual, Berufsschule bundesweit in Bechstedt
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 750–1.000 €/Monat
  • Einstieg: 25.000–30.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Meister, Produktentwicklung, technischer Vertrieb
  • Top-Arbeitgeber: Bürstenfabriken, Pinselhersteller, technische Bürsten
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RIC Übersicht

Chirurgiemechaniker/in

KI-Risiko 29 %

Chirurgische Instrumente fertigen und warten: Rohlinge fräsen und feilen, Schneiden und Maulteile ausarbeiten, härten und den Verzug richten, Gelenke und Schlösser passgenau montieren, Oberflächen passivieren, gebrauchte Instrumente nachschleifen. Der Stahl muss hart schneiden und hunderte Sterilisationen überstehen. Zentrum: Tuttlingen.

  • Dauer: 3,5 Jahre dual (HWK)
  • RIASEC: RIC (Realistic · Investigative · Conventional)
  • Vergütung 1. LJ: 850–1.100 €/Monat
  • Einstieg: 29.000–35.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Meister, Techniker Feinwerktechnik, Qualitätssicherung nach MDR
  • Top-Arbeitgeber: Medizintechnik und Instrumentenhersteller (Raum Tuttlingen)
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RCE Übersicht

Verfahrensmechaniker/in für Brillenoptik

KI-Risiko 81 %

Brillengläser industriell fertigen: Rezeptdaten erfassen, Schleif- und Polieranlagen einrichten, optische Flächen fräsen und feinbearbeiten, bis zur Streulichtfreiheit polieren, Härte- und Entspiegelungsschichten im Vakuum aufbringen, Scheitelbrechwert und Zentrierung prüfen. Freiform-Gleitsichtflächen entstehen im Mikrometerbereich.

  • Dauer: 3 Jahre dual (IHK)
  • RIASEC: RCE (Realistic · Conventional · Enterprising)
  • Vergütung 1. LJ: 900–1.200 €/Monat (Industrietarif)
  • Einstieg: 30.000–36.000 €/Jahr
  • Aufstieg: Industriemeister, Techniker Feinoptik, Qualitätssicherung
  • Top-Arbeitgeber: Brillenglashersteller, optische Industrie, Rezeptwerkstätten
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Persönlichkeitsprofil

Wer passt zu Handwerksberufen?

Praktisch alle Handwerksberufe teilen ein klares RIASEC-Profil: RIA (Realistic · Investigative · Artistic). Anders als bei Industrie-Metallberufen (RIC) ist im Handwerk der kreativ-gestalterische Anteil A deutlich höher: Wer hier punktet, will nicht nur reparieren, sondern auch gestalten. Subprofile mit hohem S (Social) tendieren zu Friseur, Kosmetik oder Bestattung. Hoher C-Anteil (Conventional) führt zu Bäcker, Konditor, Buchbinder oder Schornsteinfeger.

R
I
A

RIA — Realistic · Investigative · Artistic

Das wissenschaftlich validierte RIASEC-Profil nach Holland-Code ordnet Handwerksberufen dominant R zu: praktisches Arbeiten mit Materialien, Werkzeugen, Maschinen. Sekundär I: technisches Verständnis, problemlösendes Denken bei Reparaturen und Konstruktionen. Tertiär A: kreative Gestaltung, Designanspruch, Ästhetik – der wichtige Unterschied zu rein-industriellen Berufen.

R – Realistic

Sie arbeiten mit den Händen, mit Werkzeugen und Maschinen. Handwerkliches Geschick, körperliche Belastbarkeit und Materialverständnis sind selbstverständlich.

I – Investigative

Sie verstehen, wie Dinge funktionieren, analysieren Defekte und finden Lösungen. Bei jedem Auftrag ist die richtige Diagnose entscheidend.

A – Artistic

Sie haben einen Sinn für Form, Farbe und Funktion. Im Handwerk geht es nicht nur um „funktioniert es?", sondern auch um „sieht es gut aus?".

Ist ein Handwerksberuf wirklich Ihr Profil?

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Gehalt im Handwerk: Mit Meisterbrief in die Selbstständigkeit

Handwerks-Vergütungen sind in der Ausbildung niedriger als in der Industrie (IG-Metall-Tarif), holen aber mit dem Meisterbrief auf und übertreffen mit eigenem Betrieb die Industrie-Gehälter regelmäßig. Höchste Ausbildungsvergütungen zahlen Brauer/Mälzer (~950–1.180 €), Schornsteinfeger (~880–1.090 €) und Bestattungsfachkraft (~920–1.100 €). Nach dem Meisterbrief sind 70.000–120.000 € Jahresgewinn realistisch – als selbstständiger Meister sogar deutlich höher.

Beruf
Ausb. 1. Jahr
Geselle p. a.
Meister / Selbstständig
Anlagenmechaniker SHK
730 €
36.000–48.000 €
65.000–120.000 €
Tischler/in
740 €
32.000–42.000 €
55.000–100.000 €
Schornsteinfeger
880 €
38.000–48.000 €
60.000–95.000 € (Bezirk)
Maler & Lackierer
750 €
30.000–40.000 €
55.000–90.000 €
Bäcker/in
770 €
28.000–36.000 €
50.000–90.000 €
Konditor
770 €
28.000–36.000 €
50.000–85.000 €
Friseur/in
670 €
25.000–34.000 €
42.000–80.000 €
Goldschmied
670 €
28.000–38.000 €
52.000–120.000 €
Maßschneider
650 €
28.000–36.000 €
48.000–80.000 €
Geigenbauer
650 €
30.000–42.000 €
55.000–150.000 € (Nische)

Bandbreiten gerundet. Selbstständigen-Bandbreiten beziehen sich auf Betriebs-Gewinn nach Abzügen. Quellen: BIBB-Vergütungserhebung 2025, Bundesverband des Deutschen Handwerks 2025, ZDH-Statistik 2025, Innungstarife 2025.

Karriere

Drei Karrierewege nach Handwerks-Ausbildung

Der klassische deutsche Handwerks-Karrierepfad ist weltweit angesehen. Drei Hauptwege führen vom Gesellen zur Führungsposition oder eigenen Selbstständigkeit.

1. Meister-Pfad

Der königliche Karriereweg im Handwerk – Meisterbrief ist Voraussetzung für die Selbstständigkeit in zulassungspflichtigen Gewerken (Anlage A).

  • Handwerksmeister (DQR 6 = Bachelor-Niveau)
  • Eintragung Handwerksrolle, eigenes Geschäft
  • Ausbildereignung – darf eigene Lehrlinge ausbilden
  • Hochschulberechtigung in allen Bundesländern
Gewinn: 70.000–150.000 € als selbstständiger Meister

2. Techniker-/Fachwirt-Pfad

Für Gesellen, die Spezialisierung statt Selbstständigkeit suchen – mit Aufstieg in Industrie- oder Konzern-Funktionen.

  • Staatlich geprüfter Techniker
  • Geprüfter Restaurator im Handwerk
  • Geprüfter Fachmann/-frau für kaufmännische Betriebsführung
  • Anstellung im Industriebetrieb mit Handwerks-Vorbildung
Gehalt: 50.000–80.000 € als Bauleitung / Konstrukteur

3. Studium-Pfad

Auch ohne Abitur möglich – mit Meisterbrief Studium in jedem Fach, mit 3 Jahren Berufserfahrung fachbezogenes Studium.

  • Wirtschaftsingenieur, Holztechnik, Bauingenieur
  • Restaurierung, Design, Architektur
  • Lebensmitteltechnologie, Brauwesen
  • Duales Studium mit Meister-Anrechnung
Gehalt: 55.000–85.000 € als Ingenieur / Manager

Sie planen den Schritt in die Selbstständigkeit? Eine berufliche Neuorientierung oder Studienberatung hilft bei der fundierten Karriereplanung.

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Handwerksnahe Berufe mit eigener Detailseite

Diese Ausbildungsberufe aus verwandten Berufsfeldern haben ähnliche Anforderungen (handwerklich-praktisch, RIASEC R-dominant) und eigene Detailseiten mit Vergütung und Karrierewegen.

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Jan Bohlken

Jan Bohlken

Gründer & Geschäftsführer Profiling Institut · Dipl.-Sozioökonom

„Handwerk ist der schlafende Riese unter den Berufsfeldern. Die Selbstständigen-Gehälter im SHK-Bereich, im Tischlerhandwerk oder bei Schornsteinfegern liegen klar über vielen akademischen Berufen – mit deutlich kürzerer Ausbildung. Mein Rat aus 25 Jahren Headhunting: Wer Anlagenmechaniker SHK oder Tischler mit Meisterbrief wird und in den 30ern den eigenen Betrieb übernimmt, ist mit 50 oft finanziell freier als der akademische Konkurrent. Der Meisterbrief ist DQR-Stufe 6 – formal Bachelor-Niveau – und öffnet auch jeden Studiengang ohne Abitur."

Raphaela Peitsch

Raphaela Peitsch

Diplom-Psychologin · DGSF-zertifiziert

„Handwerk passt zu Schülern mit klarem Wunsch nach sichtbarem Ergebnis – am Ende des Tages haben Sie etwas Konkretes gefertigt oder repariert. Eltern denken oft, ein Studium sei der bessere Weg – aber wer mit den Händen denkt, ist im Handwerk glücklicher und erfolgreicher. Ich rate: Vor der Entscheidung 2 Praktika in unterschiedlichen Handwerks-Bereichen machen – z. B. einmal Tischler, einmal SHK. Das zeigt schnell, ob die körperliche Arbeit, der Material-Kontakt und der Kundenumgang passen."

Häufige Fragen

Handwerks-Ausbildung – FAQ

In der Ausbildung führen Brauer und Mälzer (~950–1.180 €), Schornsteinfeger (~880–1.090 €) und Bestattungsfachkraft (~920–1.100 €). Nach der Ausbildung als Geselle: Anlagenmechaniker SHK und Schornsteinfeger mit 38.000–48.000 € pro Jahr. Als Meister mit eigenem Betrieb liegen die Spitzenverdiener im SHK-Bereich (Wärmepumpen-Boom), Bestattungsbranche und Goldschmiede-Hochpreis-Segment bei 100.000–150.000 € Jahresgewinn. Geigenbauer sind in absoluter Spitzennische bis 150.000 € möglich. Schlüssel ist die Selbstständigkeit: Als angestellter Meister sind 55.000–75.000 € üblich, als selbstständiger Meister 80.000–150.000 €+.

Die Handwerksordnung (HwO) unterscheidet zwei Anlagen: Anlage A (53 zulassungspflichtige Gewerke) erfordert für die selbstständige Betriebsführung den Meisterbrief oder eine Ausnahme (z.B. Altgesellen-Regelung mit 6 Jahren Gesellen-Zeit). Beispiele: Maurer, Anlagenmechaniker SHK, Friseur, Bäcker, Tischler, KFZ-Mechatroniker. Anlage B (53 zulassungsfreie Gewerke) erlaubt Selbstständigkeit auch ohne Meister – z.B. Modeschneider, Fotograf, Gebäudereiniger, Goldschmied. Anlage B1 sind handwerksähnliche Gewerbe. Wichtig: 2020 wurden 12 Berufe zurück in die Anlage A überführt (Meisterpflicht zurück), darunter Fliesenleger, Estrichleger, Parkettleger – mit dem Ziel der Qualitätssicherung.

In den meisten Handwerksberufen reicht der Hauptschulabschluss. Real gefragt wird in vielen Innungs-Betrieben dennoch die mittlere Reife. Tipp: Wer keinen Schulabschluss hat, kann mit zweijähriger Berufsausbildungsvorbereitung (BvB) oder dem Hauptschulabschluss-Nachholen-Programm einen Einstieg finden – die Handwerkskammern unterstützen aktiv. Höhere Schulabschlüsse sind nützlich bei Goldschmied, Geigenbau, Bestattungsfachkraft und Glasapparatebauer – wegen anspruchsvoller theoretischer Anteile.

Regel: 3 Jahre für die meisten Handwerksberufe (Friseur, Bäcker, Tischler, Maler), 3,5 Jahre für anspruchsvollere Berufe (Anlagenmechaniker SHK, Bootsbauer, Goldschmied, Klempner, Klavierbauer). Verkürzung: Mit guten Noten oder Abitur auf 2 bzw. 2,5 Jahre möglich. Verlängerung: Bei unzureichendem Lernstand kann der Auszubildende die Ausbildung um 6 Monate verlängern lassen, in der Regel ohne Wiederholungsprüfung.

Der Meisterbrief ist die höchste handwerkliche Qualifikation in Deutschland und entspricht DQR-Stufe 6, formal also einem Bachelor. Drei zentrale Vorteile: 1. Selbstständigkeit: Voraussetzung für Betriebsgründung in den 53 zulassungspflichtigen Gewerken. 2. Ausbildereignung: Darf eigene Lehrlinge ausbilden. 3. Hochschulberechtigung: In allen Bundesländern erlaubt der Meister das Studium jedes Fachs ohne Abitur. Aufwand: 12–24 Monate berufsbegleitend, Kosten 5.000–10.000 € – mit Aufstiegs-BAföG bis 75 % gefördert. Seit 2024 zusätzlich Meistergründerprämie von 7.500 € in vielen Bundesländern.

Drei klare Wachstumsbereiche: Erstens energie- und gebäudetechnisches Handwerk (Anlagenmechaniker SHK, Maler, Glaser, Dachdecker) – Energiewende, Wärmepumpen-Pflicht, Sanierungsdruck. Zweitens Lebensmittel-Handwerk mit Premium-Anspruch (Bäcker, Konditor, Fleischer) – als Gegenbewegung zur Industrieproduktion. Drittens Schmuck-, Reparatur- und Restaurierungshandwerk (Goldschmied, Uhrmacher, Buchbinder, Modellbauer) – Luxus-Nische und kulturhistorische Bewahrung. Eher rückläufig: Schuhmacher (Konkurrenz Discount), Sattler (Pferdesport-Nische).

Vier Leitfragen helfen bei der Eingrenzung:

1. Eher Gestaltung oder Reparatur? Gestaltung: Tischler, Maler, Goldschmied, Modedesign. Reparatur: SHK, KFZ, Uhrmacher.
2. Lieber Kundenkontakt oder Werkstatt-Stille? Kundenkontakt: Friseur, SHK, Bestattung. Werkstatt: Tischler, Goldschmied, Uhrmacher, Buchbinder.
3. Indoor oder Outdoor? Indoor: Tischler, Friseur, Bäcker, Schmuck. Outdoor: Dachdecker, Maler, SHK, Schornsteinfeger.
4. Industrie-Tarif oder Selbstständigkeit? Industrie-Tarif: Holzbearbeitungsmechaniker, Verfahrenstechnologe. Selbstständig: SHK, Tischler, Goldschmied, Konditor.

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Ja – wenn man bereit ist, den Meisterweg zu gehen. Als Geselle verdient man im Handwerk weniger als in der Industrie (30.000–42.000 € vs. 38.000–52.000 €). Als Meister im Anstellungsverhältnis: ~55.000–75.000 €, im Vergleich zum Industriemeister mit ~60.000–85.000 €. Als selbstständiger Meister: 70.000–150.000 € Jahresgewinn ist in den nachfragestarken Gewerken (SHK, Tischler, Goldschmied) Standard. Selbstständige Handwerksmeister haben in vielen Branchen höhere Realeinkommen als angestellte Akademiker. Tipp: Wer früh den Meisterbrief macht (Mitte 20) und mit 30–35 den eigenen Betrieb gründet, kann mit 50 finanziell unabhängig sein.

Stark wachsend, vor allem in technischen Handwerks-Gewerken. Etablierte Frauen-Anteile: Friseur (~90 %), Konditor (60 %), Maßschneider (85 %), Maskenbildner (80 %), Goldschmied (60 %). Wachsende Frauen-Anteile: Tischler (15 % und wachsend), Maler (12 %), Bäcker (25 %), SHK (4 % aber stark wachsend), KFZ-Mechatronik (5 %). Förderprogramme: „Frauen ans Werk", „Girls' Day", Handwerks-Mentoring-Programme der HWKs. Karriere-Vorteil: Frauen mit Meisterbrief sind in technischen Handwerken hochgesucht – mit eigenem Betrieb erzielen sie oft überdurchschnittliche Erträge im Premium-Kunden-Segment.

Die Übernahmequote im Handwerk liegt 2025 bei ~80 % im Schnitt. Besonders hoch: SHK (90 %, akuter Fachkräftemangel), KFZ-Innung (82 %), Bäcker und Konditor (82 % nach jahrelangem Personalengpass). Etwas niedriger: Friseur (65 %, hohe Fluktuation), Maßschneider (60 %, kleine Betriebe), Goldschmied (70 %). Generell: Im Handwerk geht es nicht so sehr um „Übernahme im Lehrbetrieb", sondern um einfache Wechselmöglichkeit – Gesellen werden überall gesucht. Wer nicht übernommen wird, findet binnen 2–4 Wochen einen neuen Betrieb, oft mit besserer Bezahlung.

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Weiterführende Themen

Quellen & Methodik

  • BIBB-Rangliste 2025 der Ausbildungsberufe nach Neuabschlüssen, Bundesinstitut für Berufsbildung, veröffentlicht 03.03.2026.
  • Handwerksordnung (HwO): Anlage A und B – Stand 2025.
  • Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH): Statistik 2025, Konjunkturbericht Handwerk.
  • BIBB-Vergütungserhebung 2025: Tarifliche Ausbildungsvergütungen.
  • Innungstarife 2025: Friseur, Bäcker, SHK, Tischler.
  • Aufstiegs-BAföG 2025: Meister-Förderung bis 75 %.
  • RIASEC-Modell nach John L. Holland (1997): „Making Vocational Choices", 3. Auflage, PAR.
  • Hinweis: Selbstständigen-Bandbreiten beziehen sich auf Betriebs-Gewinn nach Abzügen. Tatsächliche Einkommen variieren stark nach Region, Spezialisierung und Auftragslage.
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