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BOGY-Praktikum: Platz finden, bewerben, Bericht schreiben

Du suchst einen Platz für deine BOGY-Woche und weißt nicht, wo du anfangen sollst? Der kostenlose Praktikums-Finder zeigt dir nach 12 Fragen die fünf Berufsfelder, die zu deinen Interessen passen – mit konkreten Betrieben zum Anschreiben. Danach schreibst du hier deine BOGY-Bewerbung, planst die Fristen und bekommst die Gliederung für Bericht und Präsentation.

  • 12 Fragen
  • rund 3 Minuten
  • 30 Berufsfelder
  • Bewerbung & Bericht inklusive
Interessenkompass aus sechs RIASEC-Feldern als Symbol für den BOGY-Praktikums-FinderRIASECDEINBOGY

BOGY-Praktikums-Finder im Steckbrief: 12 Fragen, RIASEC-Modell, rund 3 Minuten

Profiling Institut: Der BOGY-Praktikums-Finder arbeitet mit 12 Aussagen nach dem RIASEC-Modell, dauert rund 3 Minuten, ist kostenlos und ohne Anmeldung und schlägt fünf passende Berufsfelder mit Betrieben für das BOGY-Praktikum vor.

Alle Eckdaten auf einen Blick

AnbieterProfiling Institut, Düsseldorf (seit 2007)
Für wenSchülerinnen und Schüler an Gymnasien in Baden-Württemberg, Klasse 9 bis 11
ModellRIASEC-Interessenmodell nach John L. Holland
Umfang12 Aussagen, fünfstufige Antwortskala
Dauerrund 3 Minuten
ErgebnisInteressenprofil, Dreier-Code und fünf von 30 Berufsfeldern mit Betriebstypen und Tipps
ZusatzwerkzeugeBewerbungsgenerator (Brief, E-Mail, Anruf), Vorlagen für Bericht, Präsentation und Tagesbericht, Zeitplan mit Kalenderexport
Anmeldungkeine
Kostenkostenlos
Datenspeicherungkeine – alle Eingaben bleiben im Browser
EinordnungInteressenprofil zur Orientierung, kein Eignungstest. Für eine belastbare Studienwahl: Studienberatung mit normierten Testverfahren

12 Aussagen – wie sehr trifft das auf dich zu?

Antworte spontan. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Danach siehst du dein Interessenprofil und die fünf Berufsfelder, die am besten zu dir passen – jeweils mit Betrieben, bei denen du dich für dein BOGY-Praktikum bewerben kannst.

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Kostenlos, ohne Anmeldung, deine Antworten bleiben auf deinem Gerät.

BOGY-Bewerbung in drei Minuten

Felder ausfüllen, Stichworte anklicken – du bekommst ein fertiges Anschreiben, eine kurze E-Mail-Bewerbung und einen Leitfaden für den Anruf im Betrieb. Lies den Text danach einmal laut und pass ihn an deine eigene Sprache an.

Vorlagen für Bericht, Präsentation und Tagesbericht

Wähle, was du brauchst. Die Vorlage passt sich an dein Berufsfeld an und lässt sich ausdrucken oder als PDF speichern. Die Vorgaben deiner Schule gehen immer vor.

Wann musst du was erledigen?

Trag den ersten Tag deines Praktikums ein. Du bekommst einen Fahrplan rückwärts gerechnet – auf Wunsch direkt als Kalenderdatei für dein Handy.

Grundlagen

Was ist BOGY – und wann findet die BOGY-Woche statt?

BOGY steht für „Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium“ und ist das verpflichtende Orientierungsprogramm der allgemeinbildenden Gymnasien in Baden-Württemberg. Herzstück ist eine einwöchige Berufserkundung in einem Betrieb, einer Behörde, einer Hochschule oder einer Einrichtung. Je nach Schule liegt diese BOGY-Woche in Klasse 9, 10 oder 11 – im achtjährigen Gymnasium meist in Klasse 10, im neunjährigen Gymnasium meist in Klasse 11. Die ausführliche Begriffserklärung steht im Glossar unter BOGY.

BOGY ist aber mehr als eine Woche Praktikum. Das Programm beginnt im Fach Wirtschaft / Berufs- und Studienorientierung (WBS) und läuft bis in die Kursstufe weiter: mit Studieninfotagen, Hochschulbesuchen, Beratung und der Frage, welche Kurse zu welchem Studium passen. Die Berufserkundung ist der Moment, in dem du eine Vermutung über dich selbst an der Wirklichkeit prüfst.

Zeitstrahl: BOGY vom Fach WBS über die Berufserkundung bis zum AbiturBOGY vom Fach WBS bis zum Abitur1Klasse 8/9Fach WBSInteressen undBerufswelt2Klasse 9–11BOGY-Wocheeine WocheBerufserkundung3danachBericht &PräsentationReflexionin der Schule4KursstufeStudien-orientierungInfotage, Tests,Beratung5AbiturEntscheidungStudium, Ausbildungoder dual
BOGY ist ein Prozess über mehrere Schuljahre. Die Praktikumswoche ist der praktische Kern.
FrageAntwort für BOGY
Wer macht BOGY?Alle Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Gymnasien in Baden-Württemberg
Wie lange?In der Regel eine Woche (fünf Tage) Berufserkundung
Wann?Je nach Schule Klasse 9, 10 oder 11; den genauen Termin legt deine Schule fest
Wer sucht den Platz?Du selbst – die Schule muss den Platz genehmigen
Was folgt danach?Meist ein Bericht, eine Präsentation oder beides, je nach Vorgaben der Schule
Pendant an RealschulenBORS – Berufsorientierung an der Realschule
Pendant in NRWKAoA-Betriebspraktikum

Inspiration

30 Ideen für dein BOGY-Praktikum – und wo du dich bewerben kannst

Hier stehen alle 30 Berufsfelder, aus denen der Finder auswählt. Zu jedem Feld findest du typische Betriebe für die BOGY-Woche, einen Tipp für die Bewerbung und Links zu Berufsbildern, Studienfeldern und Ausbildungen. Die farbigen Buchstaben zeigen den Interessencode des Feldes: Passt er zu deinem eigenen Code, ist das Feld ein heißer Kandidat.

Beliebte BOGY-Plätze wie Klinik, Tierarztpraxis, Polizei oder Zoo sind schnell vergeben. Unterschätzte Plätze mit viel Einblick sind zum Beispiel Vermessungsämter, Stadtwerke, Lokalredaktionen, Steuerkanzleien, Abgeordnetenbüros, Uni-Institute und die Geschäftsführung kleinerer Mittelständler.

Medizin & Klinik ISR

Visite, Notaufnahme, Labor und Sprechstunde: Du siehst, wie Diagnosen entstehen und wie ein Klinikteam zusammenarbeitet.

  • Krankenhaus oder Uniklinik
  • Hausarzt- oder Facharztpraxis
  • Zahnarztpraxis
  • Rettungswache (oft erst ab 16)

Tipp: Kliniken vergeben Schülerpraktika häufig über ein eigenes Bewerbungsportal und sehr früh. Frag sechs bis neun Monate vorher an und halte deinen Masern-Impfnachweis bereit.

Pflege & Therapie SIR

Du begleitest Pflegekräfte, Physio- oder Ergotherapeuten und erlebst, wie viel Fachwissen in der Arbeit mit Menschen steckt.

  • Pflegeheim oder Seniorenzentrum
  • Ambulanter Pflegedienst
  • Physiotherapie-Praxis
  • Ergotherapie- oder Logopädie-Praxis

Tipp: Pflege und Therapie suchen Nachwuchs – hier bekommst du fast immer einen Platz, oft auch kurzfristig.

Pharmazie & Labor ICR

Arzneimittel prüfen, Proben analysieren, Rezepturen herstellen: Du lernst den Laboralltag und die Apotheke kennen.

  • Öffentliche Apotheke oder Krankenhausapotheke
  • Medizinisches Labor
  • Pharma- oder Biotech-Unternehmen
  • Lebensmittel- oder Umweltlabor

Tipp: Labore lassen Schülerinnen und Schüler aus Sicherheitsgründen nicht überall mitarbeiten. Frag gezielt nach einem Einblick mit Zuschauen und kleinen eigenen Versuchen.

Forschung: Biologie, Chemie, Physik IRA

Experimente planen, messen, auswerten: Du arbeitest in einer Arbeitsgruppe mit und siehst, wie Wissenschaft im Alltag funktioniert.

  • Universitätsinstitut oder Hochschullabor
  • Forschungsinstitut (z. B. Max-Planck, Fraunhofer, Helmholtz)
  • Chemie- oder Biotech-Unternehmen
  • Botanischer Garten oder Naturkundemuseum

Tipp: Viele Universitäten und Institute haben feste Schülerpraktikums- oder BOGY-Programme mit Anmeldefrist. Such nach „Schülerpraktikum“ plus Name der Uni.

Informatik & Softwareentwicklung IRC

Code lesen, kleine Programme schreiben, Fehler finden: Du siehst, wie ein Entwicklerteam Software plant, baut und testet.

  • Softwarefirma oder IT-Dienstleister
  • IT-Abteilung eines Industrieunternehmens
  • Start-up
  • Rechenzentrum einer Hochschule oder Stadt

Tipp: Bring ein kleines eigenes Projekt mit (Scratch, Python, eine Website). Das öffnet Türen – gerade bei kleineren Firmen.

Daten, KI & Mathematik ICA

Zahlen sprechen lassen: Du siehst, wie Daten aufbereitet, ausgewertet und für Entscheidungen oder KI-Modelle genutzt werden.

  • Daten-Team einer Versicherung oder Bank
  • KI- oder Software-Start-up
  • Marktforschungsinstitut
  • Statistik- oder Forschungsabteilung

Tipp: Datenteams sitzen oft im Großraumbüro einer Zentrale. Frag in der Personalabteilung ausdrücklich nach „Data“ oder „Analytics“.

Maschinenbau & Fahrzeugtechnik RIC

Konstruktion am Bildschirm, Prototypen in der Werkstatt, Tests auf dem Prüfstand: Du erlebst den Weg von der Idee zum Bauteil.

  • Automobilhersteller oder Zulieferer
  • Maschinen- und Anlagenbauer
  • Konstruktions- oder Ingenieurbüro
  • Entwicklungsabteilung eines Mittelständlers

Tipp: Große Hersteller haben oft eigene Praktikumsportale mit Fristen. Mittelständler entscheiden schneller – ein Anruf in der Ausbildungsabteilung reicht oft.

Elektrotechnik & Energie RIC

Schaltpläne, Steuerungen, Solaranlagen und Netze: Du siehst, wie Strom erzeugt, verteilt und intelligent gesteuert wird.

  • Stadtwerke oder Energieversorger
  • Elektro-Planungsbüro
  • Solar- oder Wärmepumpen-Fachbetrieb
  • Hersteller von Elektronik oder Automatisierung

Tipp: Stadtwerke bieten oft gut organisierte Schülerpraktika mit mehreren Stationen – ideal, wenn du noch zwischen Technik und Büro schwankst.

Architektur & Bauingenieurwesen AIR

Entwürfe, Modelle, Baustellenbesuche: Du begleitest ein Projekt vom Plan bis zum Rohbau.

  • Architekturbüro
  • Ingenieurbüro für Statik oder Tragwerksplanung
  • Bauamt oder Stadtplanungsamt
  • Bauunternehmen (Bauleitung)

Tipp: Kleine Architekturbüros nehmen gern Praktikanten, wenn du Interesse an Zeichnen oder Modellbau zeigst. Leg ein, zwei Skizzen deiner Bewerbung bei.

Stadtplanung, Vermessung & Geodaten IRC

Vermessung im Gelände, Karten und Geodaten am Rechner: Du erlebst, wie Städte geplant und Grundstücke vermessen werden.

  • Vermessungsamt oder Katasteramt
  • Ingenieurbüro für Vermessung
  • Stadtplanungsamt
  • Firma für Geoinformation (GIS)

Tipp: Vermessung ist ein Geheimtipp: wenig Konkurrenz um Plätze, viel Draußen-Arbeit und moderne Technik wie Drohnen und Laserscanner.

Umwelt, Natur & Landwirtschaft RIS

Wald, Wasser, Boden und Klima: Du arbeitest draußen mit und lernst, wie Umweltschutz in der Praxis aussieht.

  • Forstamt oder Naturschutzzentrum
  • Umweltamt der Stadt oder des Landkreises
  • Kläranlage oder Wasserversorger
  • Gärtnerei, Hof oder Weingut

Tipp: Für draußen brauchst du passende Kleidung und feste Schuhe. Frag vorher, was gestellt wird.

Recht & Justiz EIS

Mandantengespräche, Akten, Verhandlungen: Du sitzt bei Gericht im Saal und siehst, wie juristische Arbeit wirklich abläuft.

  • Anwaltskanzlei
  • Amtsgericht oder Landgericht
  • Notariat
  • Rechtsabteilung eines Unternehmens

Tipp: Gerichte sind öffentlich – viele Amtsgerichte bieten Schülerpraktika an. Kanzleien nehmen eher, wenn du gezielt eine Fachrichtung nennst (z. B. Familien- oder Arbeitsrecht).

Polizei, Zoll & Bundeswehr RSE

Streife, Einsatzleitung, Ermittlung oder Kontrolle: Du lernst, wie Sicherheitsbehörden arbeiten und was der Dienst verlangt.

  • Polizeirevier oder Polizeipräsidium
  • Zollamt
  • Karrierecenter der Bundeswehr
  • Berufsfeuerwehr

Tipp: Die Polizei bietet statt Praktika oft Schnuppertage oder Infoveranstaltungen an. Frag früh nach – und informier dich schon jetzt über den Einstellungstest.

Verwaltung, Politik & Verbände CES

Bürgerservice, Planung, Gremienarbeit: Du erlebst, wie eine Stadt, ein Ministerium oder ein Abgeordnetenbüro Entscheidungen vorbereitet.

  • Rathaus oder Bürgeramt
  • Landratsamt oder Regierungspräsidium
  • Abgeordnetenbüro im Wahlkreis
  • Verband, Kammer oder Gewerkschaft

Tipp: Abgeordnetenbüros im Wahlkreis nehmen Schülerpraktikanten oft gern – ein Brief an das Wahlkreisbüro genügt.

Wirtschaft, Banken & Steuern CEI

Kundenberatung, Controlling, Buchhaltung: Du siehst, wie Unternehmen mit Geld planen und Entscheidungen begründen.

  • Bank oder Sparkasse
  • Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung
  • Controlling- oder Finanzabteilung
  • Versicherung

Tipp: Banken und Sparkassen schreiben Schülerpraktika häufig online aus – oft mit Mindestalter 15. Steuerkanzleien entscheiden meist ganz unkompliziert.

Management, Beratung & Projekte EIC

Meetings, Präsentationen, Projektpläne: Du begleitest Menschen, die Probleme von Unternehmen analysieren und Lösungen umsetzen.

  • Unternehmensberatung
  • Geschäftsführung eines Mittelständlers (Assistenz)
  • IHK oder Handwerkskammer
  • Projektbüro eines Konzerns

Tipp: Die Geschäftsführung eines mittelständischen Betriebs ist ein unterschätzter Platz: Du siehst in einer Woche, wie alle Abteilungen zusammenhängen.

Handel, E-Commerce & Gründung ECS

Sortiment, Online-Shop, Kundenkontakt: Du siehst, wie Produkte zu Kunden kommen und wie ein junges Unternehmen wächst.

  • Online-Händler oder Shop-Agentur
  • Zentrale einer Handelskette
  • Start-up
  • Gründerzentrum oder Inkubator

Tipp: Start-ups antworten schnell, haben aber selten feste Programme. Schreib direkt an die Gründerin oder den Gründer – kurz, konkret, mit Bezug zum Produkt.

Journalismus, Radio & Fernsehen AES

Recherche, Interview, Schnitt: Du begleitest eine Redaktion und schreibst im besten Fall selbst einen kleinen Beitrag.

  • Lokalzeitung oder Online-Redaktion
  • Radio- oder Fernsehsender
  • Pressestelle einer Stadt oder Hochschule
  • Produktionsfirma für Video

Tipp: Lokalredaktionen geben Schülerpraktikanten oft eigene Termine. Frag, ob du einen kurzen Text unter deinem Namen veröffentlichen darfst – das ist dein bestes Fundstück für später.

Schule & Pädagogik SAE

Unterricht, Förderstunden, Spiel und Betreuung: Du erlebst die andere Seite des Klassenzimmers.

  • Grundschule
  • Kita oder Kindergarten
  • Jugendhaus oder Jugendverband
  • Musikschule oder Nachhilfeinstitut

Tipp: Die eigene alte Grundschule sagt fast immer Ja. Wenn du Lehramt ernsthaft prüfen willst, nimm lieber eine Schule, die du nicht kennst – der Blick ist ehrlicher.

Soziale Arbeit & Beratung SEA

Beratung, Begleitung, Gruppenangebote: Du siehst, wie Fachkräfte Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen.

  • Jugendamt oder Beratungsstelle
  • Einrichtung der Behindertenhilfe
  • Caritas, Diakonie oder Arbeiterwohlfahrt
  • Integrations- oder Flüchtlingshilfe

Tipp: Bei vertraulicher Beratung darfst du oft nicht dabei sein. Frag nach Gruppenangeboten, Freizeiten oder offenen Treffs – dort erlebst du am meisten.

Psychologie & Personal ISA

Diagnostik, Beratung, Personalauswahl: Du siehst, wie Menschen und ihre Fähigkeiten professionell eingeschätzt und begleitet werden.

  • Psychologische Beratungsstelle
  • Personalabteilung eines Unternehmens
  • Personalberatung oder Recruiting-Agentur
  • Hochschulinstitut für Psychologie

Tipp: In Psychotherapie-Praxen ist ein Schülerpraktikum wegen der Schweigepflicht kaum möglich. Personalabteilungen und Uni-Institute sind der realistische Weg in das Feld.

Sport, Fitness & Reha RSE

Training, Kurse, Rehabilitation: Du siehst, wie Bewegung geplant, angeleitet und medizinisch eingesetzt wird.

  • Sportverein mit hauptamtlichem Team
  • Fitness- oder Gesundheitsstudio
  • Reha-Zentrum
  • Sportamt oder Sportartikelhersteller

Tipp: Fitnessstudios nehmen gern, zeigen aber oft nur den Tresen. Ein Reha-Zentrum ist anspruchsvoller und bringt dir mehr für die Studien- oder Berufswahl.

Handwerk & Technik RCI

Werkstatt, Baustelle, Kundenauftrag: Du arbeitest selbst mit und hast am Ende der Woche etwas mit eigenen Händen gebaut.

  • Kfz-Werkstatt
  • Schreinerei oder Tischlerei
  • Elektro- oder SHK-Betrieb
  • Zahntechnik-Labor oder Goldschmiede

Tipp: Handwerksbetriebe suchen dringend Nachwuchs – auch Abiturientinnen und Abiturienten. Viele bieten später ein duales Studium oder die Meisterschule an.

Hotel, Tourismus & Events ESC

Rezeption, Planung, Veranstaltung: Du siehst, wie Gastgeber Abläufe organisieren, damit Gäste davon nichts merken.

  • Hotel
  • Reisebüro oder Reiseveranstalter
  • Event- oder Messeagentur
  • Tourismusbüro der Stadt

Tipp: Hotels nehmen gern, oft mit wechselnden Abteilungen. Frag nach Frühdienst und Spätdienst – und achte auf die Arbeitszeitgrenzen für Schüler.

Sprachen & Internationales SAE

Übersetzen, Exportgeschäft, internationale Projekte: Du siehst, wo Sprachen im Beruf wirklich gebraucht werden.

  • Übersetzungsbüro
  • Exportabteilung eines Unternehmens
  • Sprachschule
  • International Office einer Hochschule

Tipp: Exportstarke Mittelständler aus deiner Region sind ideal: Dort laufen Englisch, Französisch oder Spanisch täglich – und kaum eine Schülerin fragt dort an.

Schritt für Schritt

BOGY-Platz finden ohne Beziehungen: so gehst du vor

Viele Schülerinnen und Schüler landen beim Betrieb der Eltern oder der Nachbarin. Das ist bequem, bringt aber oft wenig. Mit diesem Ablauf findest du einen Platz, der wirklich zu deiner Frage passt:

  1. Eine Frage formulierenWas willst du nach der Woche wissen? Zum Beispiel: „Liegt mir Arbeit mit Patienten?“ oder „Ist Informatik mehr als Programmieren?“ Der Praktikums-Finder hilft dir, die Frage zu finden.
  2. Zwei bis drei Felder auswählenNimm dein bestes Feld und ein oder zwei Alternativen. So hast du mehr Chancen und vergleichst später besser.
  3. Betriebe in Reichweite sammelnSuche mit Google Maps nach den Betriebstypen aus dem Ergebnis, schau auf Karriereseiten nach „Schülerpraktikum“ und frag die BOGY-Lehrkraft nach der Liste früherer Plätze.
  4. Fünf bis acht Bewerbungen gleichzeitig verschickenMit dem Generator oben hast du für jeden Betrieb in wenigen Minuten ein eigenes Anschreiben.
  5. Nach zwei Wochen nachfassenEin freundlicher Anruf bringt oft mehr als die erste Mail. Den Leitfaden dafür liefert der Generator gleich mit.
  6. Zusage festmachenLass das Formular deiner Schule vom Betrieb unterschreiben, gib es rechtzeitig ab und sag allen anderen höflich ab.
Zeitstrahl der BOGY-Bewerbung von sechs Monaten vorher bis zur PraktikumswocheWann du dich für BOGY bewerben solltest16 Monate vorherIdeen sammelnFinder, Gespräche25 MonateBetrieberecherchieren2–3 pro Feld34 MonateBewerbungenabschicken5–8 gleichzeitig43 MonateNachfassenanrufen52 MonateZusage &FormularSchule informieren6BOGY-WocheLos geht’sNotizbuch dabei
Kliniken, Zoos, große Unternehmen und die Polizei brauchen oft noch mehr Vorlauf – bis zu neun Monate. Den genauen Fahrplan rechnet dir der Reiter „Zeitplan“ aus.

Kein Platz gefunden? Frag bei deiner BOGY-Lehrkraft nach der Platzbörse der Schule, bei der IHK oder Handwerkskammer nach Betrieben mit Schülerpraktika und bei Hochschulen nach festen Schülerprogrammen. In den Sommerferien bietet außerdem die Praktikumswoche Baden-Württemberg Tagespraktika in verschiedenen Betrieben an – eine gute Ergänzung, wenn du mehrere Berufe vergleichen willst.

Vorlage

BOGY-Bewerbung: Anschreiben, E-Mail und Anruf

Für das BOGY-Praktikum reicht meist ein kurzes Anschreiben mit Lebenslauf. Entscheidend sind drei Dinge: dass der Betrieb sofort sieht, um welchen Zeitraum es geht, dass du einen echten Grund nennst, warum du gerade dort hinwillst, und dass du klarstellst, dass es eine Schulveranstaltung ohne Vergütung und mit Versicherung über die Schule ist. Im Reiter „Bewerbung“ erzeugst du alle drei Varianten automatisch. So kann das Ergebnis aussehen:

Bewerbung um einen Praktikumsplatz (BOGY) vom 20.04. bis 24.04.

Sehr geehrte Frau Keller,

ich besuche die Klasse 10b des Goethe-Gymnasiums in Ludwigsburg. Im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium (BOGY) absolviere ich vom 20.04. bis 24.04. eine Berufserkundung und bewerbe mich dafür bei Ihnen im Bereich Informatik & Softwareentwicklung.

Ich interessiere mich für diesen Bereich, weil ich technische Zusammenhänge verstehen möchte und gut im Team arbeite. Besonders möchte ich erleben, wie ein Team Software plant, entwickelt und testet. In der Schule gehören Mathe und Informatik zu meinen Lieblingsfächern.

Das Praktikum ist eine Schulveranstaltung: Ich bin in dieser Zeit über die Schule gesetzlich unfallversichert, eine Vergütung ist nicht vorgesehen. …

Was in den Lebenslauf gehört

Persönliche Daten, Schule und Klasse, Lieblingsfächer, Sprachen, Hobbys und Ehrenamt (Verein, Nachhilfe, Schülerzeitung). Ein Foto ist freiwillig. Eine Seite reicht.

Per E-Mail oder per Post?

Die meisten Betriebe wollen heute eine E-Mail mit PDF. Schreib den Zeitraum in den Betreff, häng Anschreiben und Lebenslauf als eine Datei an und nutz eine seriöse Adresse.

Anrufen ist erlaubt

Ein Anruf vorher klärt, wer zuständig ist – dann landet deine Bewerbung nicht im Sammelpostfach. Ruf vormittags an und halte Datum und Klasse bereit.

Mehr zum Thema allgemein: Anschreiben schreiben und Bewerbung für ein Praktikum.

Nach der Woche

BOGY-Bericht und BOGY-Präsentation: Gliederung, Tagesbericht, Reflexion

Nach der BOGY-Woche verlangen die meisten Schulen einen Bericht, eine Präsentation oder beides. Beides wird besser, wenn du schon während der Woche jeden Abend einen kurzen Tagesbericht ausfüllst. Am wichtigsten ist der Teil, den viele vergessen: die Reflexion. Gute BOGY-Berichte beantworten ehrlich, ob das Berufsfeld zu dir passt – und warum. Auch ein „Nein“ ist ein wertvolles Ergebnis.

TeilInhaltUmfang (Richtwert)
Deckblatt & InhaltName, Klasse, Betrieb, Zeitraum, Inhaltsverzeichnis1 Seite
EinleitungWarum dieser Betrieb, welche Erwartung, welche Frage½ Seite
BetriebBranche, Größe, Leistungen, Abteilungen1 Seite
BerufsfeldAufgaben, Wege dorthin (Studium, Ausbildung, dual), Aussichten1 Seite
PraktikumswocheWochenüberblick als Tabelle, ein Tag ausführlich1–2 Seiten
InterviewDrei bis fünf Fragen an eine Fachkraft½–1 Seite
Reflexion & FazitErwartung gegen Wirklichkeit, Passung, nächster Schritt1 Seite

Im Reiter „Bericht“ bekommst du die passende Gliederung für dein Berufsfeld, einen Folienplan für die Präsentation (zehn Folien, fünf bis zehn Minuten), eine Tagesbericht-Vorlage und die besten Fragen an den Betrieb – alles zum Ausdrucken oder als PDF. Die Vorgaben deiner Schule gehen immer vor.

Rechtliches

BOGY: Arbeitszeit, Versicherung, Vergütung

Infografik Arbeitszeit im Schülerpraktikum: 7 Stunden pro Tag, 35 Stunden pro Woche, 5 Tage, Pausen und NachtruheArbeitszeit im Schulpraktikum (während der Vollzeitschulpflicht)7 Std.pro Tag höchstens35 Std.pro Woche höchstens5 Tagepro Woche, Mo–Fr30 / 60 Min.Pause ab 4,5 / 6 Std.6–20 UhrNachtruhe 20–6 UhrGrundlage: Jugendarbeitsschutzgesetz. Nicht mehr vollzeitschulpflichtige Jugendliche: 8 Std. pro Tag, 40 Std. pro Woche.Maßgeblich sind das Merkblatt deiner Schule und die Absprache mit dem Betrieb. Alle Angaben ohne Gewähr, Rechtsstand Oktober 2026.
Die wichtigsten Grenzen aus dem Jugendarbeitsschutzgesetz für das Schülerpraktikum.
ThemaWas im BOGY-Praktikum gilt
Rechtlicher StatusSchulveranstaltung im Rahmen des Unterrichts – kein Arbeitsverhältnis, kein Praktikumsvertrag nötig
VergütungKeine. Ein Pflichtpraktikum der Schule ist unvergütet, der Mindestlohn gilt nicht.
VersicherungGesetzliche Unfallversicherung über die Schule – auch auf dem direkten Weg zum Betrieb und zurück
HaftpflichtJe nach Schulträger über eine Schülerzusatzversicherung; sonst private Haftpflicht der Familie – im Merkblatt der Schule nachsehen
ArbeitszeitWährend der Vollzeitschulpflicht höchstens 7 Stunden am Tag und 35 Stunden in der Woche, an höchstens fünf Tagen
Pausen30 Minuten bei mehr als 4,5 bis 6 Stunden, 60 Minuten bei mehr als 6 Stunden; nie länger als 4,5 Stunden am Stück
NachtruheKeine Beschäftigung zwischen 20 und 6 Uhr – Ausnahmen gibt es nur für einzelne Branchen und ältere Jugendliche
TätigkeitenNur leichte und für Jugendliche geeignete Tätigkeiten, keine gefährlichen Arbeiten, Aufsicht durch eine fachkundige Person
GesundheitIn Gesundheits-, Pflege- und Kinderbetreuungseinrichtungen meist Masernschutz-Nachweis, im Lebensmittelbereich ggf. Belehrung durch das Gesundheitsamt

Alle Angaben ohne Gewähr. Rechtsstand: Oktober 2026 (Jugendarbeitsschutzgesetz, Verwaltungsvorschriften der Länder). Verbindlich sind die Vorgaben deiner Schule und des zuständigen Kultusministeriums.

Der nächste Schritt

Nach BOGY: vom Praktikum zur Studienwahl

Die BOGY-Woche liefert eine Antwort auf eine Frage. Für die Studienwahl braucht es meist mehr: Welche Fähigkeiten bringst du mit? Wie passt deine Persönlichkeit zu Studium und Beruf? Und welche der rund 20.000 Studiengänge in Deutschland kommen in Frage? Zwischen BOGY und Abitur liegen meist zwei bis drei Jahre – genug Zeit, um es gründlich zu machen.

Kostenlos weitertesten

Der Studienwahltest (42 Fragen) und der Berufswahltest für Schüler (30 Fragen) bauen auf demselben Interessenmodell auf und zeigen Studienfelder bzw. Ausbildungsberufe.

Studien- und Berufsberatung

Interessen, Fähigkeiten und Persönlichkeit mit normierten, validierten Testverfahren, ein ausführliches Gutachten und ein persönliches Gespräch: 1.400 Euro Festpreis, Kombination Studium und Ausbildung 1.500 Euro. In Stuttgart, an sechs weiteren Standorten oder online. Ablauf und Leistungen

Für Eltern

Der kostenlose Fahrplan „Vom Praktikum zur Studienwahl“ erinnert höchstens dreimal im Jahr an das, was im jeweiligen Schuljahr ansteht. Jetzt anfordern

Für Eltern

Eltern-Fahrplan „Vom Praktikum zur Studienwahl“

Höchstens drei E-Mails im Jahr, abgestimmt auf den Abiturjahrgang: wann die Kurswahl ansteht, welche Fristen für Studium und duales Studium laufen und wann sich eine Beratung lohnt. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.

Nach dem Absenden erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink (Double-Opt-in). Verantwortlich: Profiling Institut, ein Geschäftsbereich der BohlkenConsulting e.K., Vautierstraße 85, 40235 Düsseldorf. Wir speichern E-Mail-Adresse, Abiturjahrgang, Bundesland sowie Zeitpunkt und gekürzte IP-Adresse der Anmeldung und Bestätigung, bis Sie sich abmelden. Rechtsgrundlage ist Ihre Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mehr in der Datenschutzerklärung.

Für Lehrkräfte

Den Praktikums-Finder mit der ganzen Klasse nutzen

BOGY-Lehrkräfte können einen anonymen Klassen-Link erzeugen. Die Schülerinnen und Schüler machen den Test wie gewohnt, Sie sehen danach das Interessenprofil der Klasse und die häufigsten Berufsfelder – ohne Namen, ohne Anmeldung. Dazu gibt es ein Materialblatt mit Unterrichtsablauf und Arbeitsblatt.

Zum Material für Lehrkräfte

FAQ

Häufige Fragen zum BOGY-Praktikum

BOGY steht für „Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium“ (oft auch „Berufsorientierung an Gymnasien“). Es ist das verpflichtende Programm der allgemeinbildenden Gymnasien in Baden-Württemberg, dessen Kern eine einwöchige Berufserkundung ist.

Das legt jede Schule selbst fest. Üblich ist Klasse 10 im achtjährigen und Klasse 11 im neunjährigen Gymnasium; manche Schulen machen BOGY schon in Klasse 9.

In der Regel eine Woche, also fünf Arbeitstage. Vor- und Nachbereitung laufen im Unterricht.

Ja. Du suchst und bewirbst dich selbst, die Schule prüft und genehmigt den Platz. Viele Schulen haben eine Liste früherer Plätze – frag deine BOGY-Lehrkraft.

Etwa vier bis sechs Monate vor der BOGY-Woche. Bei Kliniken, Zoos, großen Unternehmen und der Polizei eher sechs bis neun Monate vorher, weil diese Plätze schnell vergeben sind.

Mach zuerst den Praktikums-Finder, damit du weißt, welche Felder zu dir passen. Such dann gezielt nach den vorgeschlagenen Betriebstypen in deiner Umgebung, schick fünf bis acht Bewerbungen gleichzeitig und ruf nach zwei Wochen nach.

Nein. BOGY ist eine Schulveranstaltung und damit ein unvergütetes Pflichtpraktikum. Manche Betriebe geben freiwillig ein kleines Dankeschön, ein Anspruch besteht nicht.

Ja. Du bist während der Berufserkundung und auf dem direkten Weg dorthin über die Schule gesetzlich unfallversichert. Zur Haftpflicht steht im Merkblatt deiner Schule, ob es eine Zusatzversicherung des Schulträgers gibt.

Während der Vollzeitschulpflicht höchstens 7 Stunden am Tag und 35 Stunden in der Woche, an höchstens fünf Tagen und nicht zwischen 20 und 6 Uhr. Die genauen Zeiten stimmst du mit dem Betrieb ab.

Das entscheidet deine Schule. Andere Städte sind häufig möglich, wenn Anfahrt und Unterkunft geklärt sind; für Plätze im Ausland brauchst du in der Regel eine besondere Genehmigung.

Ja, viele Universitäten und Forschungsinstitute haben eigene Schülerpraktikums- oder BOGY-Programme, oft mit Anmeldefrist. Gerade für naturwissenschaftliche Fächer ist das eine sehr gute Wahl.

Zeitraum, Schule und Klasse, warum dich gerade dieser Betrieb interessiert, ein bis zwei Sätze zu dir und den Hinweis, dass es eine unvergütete Schulveranstaltung mit Versicherung über die Schule ist. Der Generator auf dieser Seite baut daraus ein fertiges Anschreiben.

Fülle während der Woche täglich einen Tagesbericht aus, führe ein kurzes Interview mit einer Fachkraft und nimm dir für die Reflexion am meisten Zeit: Was hast du erwartet, was hast du erlebt, passt das Feld zu dir? Die Gliederung findest du im Reiter „Bericht“.

Nein. Er misst Interessen, nicht Fähigkeiten. Für eine belastbare Studien- oder Berufswahl kombiniert eine Studien- und Berufsberatung Interessen, Fähigkeiten und Persönlichkeit mit normierten, validierten Testverfahren.

Das ist ein gutes Ergebnis – du hast eine Möglichkeit ehrlich geprüft. Schau dir deine anderen Felder aus dem Finder an, nutze Ferienpraktika oder Studieninfotage und hol dir bei Bedarf eine Beratung.

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Jan Bohlken

Jan Bohlken, Diplom-Sozioökonom, gründete 2007 das Profiling Institut. Das Institut begleitet Schülerinnen, Schüler und Eltern bei der Studien- und Berufswahl – mit normierten, validierten Testverfahren und persönlicher Beratung. Stand dieser Seite: Oktober 2026.