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Eine Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes verrät im Hinblick auf Bachelorstudiengänge: knapp die Hälfte der Absolvent*innen beginnt ein Masterstudium. Im Jahr 2019 graduierten insgesamt 267 800 Bachelorstudierende, von denen 45% bis zum Wintersemester 2020/2021 ein Masterstudium begonnen haben. Das Verhältnis der Bachelorabsolvent*innen, die ein anschließendes Masterstudium aufnehmen ist dabei im Vergleich zum Vorjahr etwa gleich geblieben.

Übergangsquote an Universitäten am Höchsten

Vergleicht man den Anteil der Bachelorabsolvent*innen, die ihren Abschluss an einer Universität erlangt haben mit dem Anteil derer, die an einer Fachhochschule graduiert haben, zeigt sich ein deutlicher Unterschied. Insgesamt begannen 121 200 Personen Absolvent*innen der Universitäten und damit 66% derer ein anschließendes Masterstudium. Im Anschluss an ein Bachelorstudium an einer Fachhochschulen begannen 132 800 Personen und damit 29% ein weiterführendes einschlägiges Studium. Bei den Verwaltungshochschulen ergab sich sogar eine Übergangsquote von lediglich 1% mit insgesamt 8 300 Bachelorabsolvent*innen des Jahres 2019, die bis zum Wintersemester 2020/21 ein Masterstudium begannen. Knapp die Hälfte der Absolvent*innen beginnt ein Masterstudium (49%), wenn sie ihr Studium an einer staatlichen Hochschulen abgeschlossen hat. Bei privaten Hochschulen war die Übergangsquote für den entsprechenden Zeitraum mit nur 19% deutlich niedriger.

Fachrichtung entscheidend

Noch deutlicher werden die Unterschiede hinsichtlich der Aufnahme eines weiterführenden Studiums bei der Betrachtung der einzelnen Fachrichtungen. Auch wenn ein Zusammenhang zwischen den vertretenen Fächergruppen und der Hochschulart besteht. So studieren mit knapp 80% die meisten Bachelorabsolvent*innen des mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereichs nach ihrem ersten Studienabschluss noch weiter, während lediglich 33% der Bachelorabsolvent*innen der Studienfächer Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ein Masterstudium beginnen. Studienfächer der zuerst genannten Fachrichtung werden dabei traditionell an Universitäten angeboten, während die letztgenannten Fächer auch vermehrt im Fachhochschulbereich angeboten werden.

 

 

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Über den Autor Lisa Schraets

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