Freude bei Dozenten an den Nordrhein-Westfälischen Universitäten – Wissenschaftsministerin schafft „das starre Verbot von Anwesenheitspflicht im klassischen Seminar“ wieder ab

In den letzten drei Jahren war es den Studierenden in Nordrhein-Westfalen selber überlassen, zu entscheiden, ob und welches Seminar sie besuchen. Frei nach dem Motto; man ist selbst für seine Leistungen verantwortlich. Doch das soll sich in Zukunft wieder ändern. Die Wissenschaftsministerin von Nordrhein-Westfalen, Isabel Pfeiffer-Poensgen möchte das Verbot der Anwesenheitspflicht wieder abschaffen.

Nur drei Monate nachdem sie ihr Amt angetreten hat, möchte Pfeiffer-Poensgen, das Gesetz, welches von der rot-grünen Landesregierung beschlossen wurde, schnellstmöglich auf Eis legen.
Bislang durften Dozenten keinerlei Überprüfungen im Bezug auf die Anwesenheit der Studierenden machen. Es war Ihnen also untersagt, Kontrollen durch Anwesenheitslisten oder ähnliches durchzuführen. Der Beschluss dieses Gesetzes im Herbst 2014, das im Zusammenhang mit dem neuen Hochschulzukunftsgesetz entstanden ist, sorgte schon für viel Trubel und Diskussionen. Einige Dozenten hielten sich bewusst nicht daran nutzen oder Schlupflöcher, um dem Gesetz zu entkommen.

Die Ausnahmen bei dieser Regel besteht nämlich darin, dass beispielsweise bei Exkursionen, Sprachkursen, Praktika oder praktischen Übungen weiterhin die Anwesenheit überprüft werden darf. So änderten viele Dozenten kurzerhand die Beschreibung ihrer Vorlesungen und Seminare in solche Veranstaltungen. Auf Grund dieser Umstände reichten immer mehr Studierende Beschwerde ein und versuchten für ihr Recht zu kämpfen. Ernstzunehmende Konsequenzen für Dozenten, welche sich dem bestehenden Gesetz widersetzt haben, sind allerdings nicht bekannt.

Laut Redetext der Wissenschaftsministerin vom 27.09.2017 werde die neue CDU/FDP-Regierung das Hochschulgesetz überarbeiten und „zentralistische Instrumente und bürokratische Vorgaben abschaffen“. Pfeiffer-Poensgen betonte außerdem noch, dass sich, nachdem in den vergangenen Jahren der Fokus auf steigende Studierendenzahlen und Studienplätze lag, nun Studium und Lehre qualitativ verbessern verbessern sollen.

Studierende in der Universität

Asta der Universität Duisburg-Essen zeigt sich empört

Der AstA in Duisburg zeigt sich in einer Stellungnahme empört im Bezug auf diese Neuigkeiten.
Lamprecht, Vorsitzender des allgemeinen Studierenden Ausschusses ist der Meinung, dass weder mit „diskriminierenden Studiengebühren noch mit der Anwesenheitspflicht“, die Lehre verbessert wird. Deshalb fordert er weiterhin „ein freies und selbstbestimmtes Studium für alle Studierenden“

Noch gibt es keinen offiziellen Beschluss zu den Aussagen von Isabel Pfeiffer-Poensgen, doch das Letzte Wort scheint noch nicht gesprochen zu sein.

Über den Autor Jan Bohlken

Jan Bohlken (Gründer & Inhaber des Profiling Institut) ist Studien- und Berufsberater, Karrierecoach und Personalberater. Im Blog des Profiling Instituts setzt er sich regelmäßig mit den verschiedensten Themen aus dem Umfeld Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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