Der Beruf des/der Journalisten/in ist nach wie vor beliebt. Egal ob in Zeitungen, im Fernsehen, im Radio oder Internet, Journalisten/innen setzen sich ständig mit neuen Themen und Menschen auseinander. Aber wie wird man Journalist/in? Welche Möglichkeiten gibt es?

 

 

Das Berufsbild

Bevor wir der Frage „ Wie wird man Journalist/in? “ nachgehen, kommen wir zunächst zu dem Berufsbild eines/r Journalisten/in. Ein einheitliches Berufsbild gibt es allerdings nicht. Als Journalist/in kann man in vielen Bereichen tätig sein. Man kann bei einer Zeitung bzw. Zeitschrift arbeiten, im Fernsehen, beim Radiosender, in Agenturen, Unternehmen oder auch im Internet. Da sich Journalisten/innen häufig mit neuen Themen auseinander setzen, ist ihr Arbeitsalltag vielseitig und abwechslungsreich. Sie recherchieren gründlich und gewissenhaft zahlreiche Informationen zu einem Thema und bereiten diese verständlich auf. Welche Informationen wichtig und zuverlässig sind oder nicht, müssen sie schnell entscheiden können. Hierbei hilft eine schnelle Auffassungsgabe. Journalisten/innen erarbeiten bzw. verarbeiten allgemein gesagt also Informationen und Meinungen und unterhalten andere durch Medien wie Wort, Bild, Ton oder einer Kombination dieser. Ziel ist es dabei Sachverhalte zu veröffentlichen, mit dem Zweck die Gesellschaft zu informieren, sie zu unterhalten und auch sie zum Denken anzuregen.

Arbeitsmedium können dabei nicht nur Buchstaben und Satzzeichen, sondern auch Audiodateien, Podcasts, Videos, Bilder, Farben und Formen sein. Dabei muss der Beitrag vor allem die gewählte Zielgruppe ansprechen. Wenn man über ein Festival schreiben soll, ist ein wissenschaftlicher Sprachstil beispielsweise nicht angebracht.

Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, wie man als Journalist/in arbeiten kann. Zum einen kann man als freie/r Journalist/in für mehrere Auftraggeber gleichzeitig tätig sein oder aber als angestellte/r Journalist/in arbeiten. Viele Journalisten/innen sind freiberuflich oder auf Honorarbasis tätig. Das hat den Vorteil, dass man sich den Alltag oft frei gestalten kann. Der Nachteil ist jedoch, dass man immer genügend Aufträge haben muss. Ist das nicht der Fall, hat man am Ende des Monats nicht genügend Geld zur Verfügung.

 

 

Wie wird man Journalist/in?

 

Das sollte man mitbringen

Wenn man die Frage „ Wie wird man Journalist/in? “ beantworten möchte, muss man sich zunächst die Voraussetzungen anschauen. Als Journalist/in sollte man eine gute Kommunikationsfähigkeit besitzen, sowie auch ein gewisses Gespür für mögliche Themen, die für eine Zielgruppe interessant sein könnte. Außerdem sollte man organisatorisch und analytisch arbeiten können, um die nötigen Informationen und Meinungen zusammenzutragen. Neben dieser analytischen Arbeit, muss man aber auch kreativ arbeiten können, um die Beiträge individuell und interessant zu gestalten.

Zudem sollte man belastbar sein, denn der Job als Journalist/in kann zu gewissen Zeiten sehr stressig sein und mit einer hohen Arbeitsbelastung einhergehen, beispielsweise kurz vor Deadlines von Beiträgen oder wenn mehrere Beiträge gleichzeitig fertig sein müssen. Auch die Arbeitszeiten eines/r Journalisten/in sind meist unregelmäßig, worauf man sich einstellen muss. Einen festen Tagesablauf, der immer gleich bleibt, hat man in der Regel nicht. Das gilt auch für den Standort. Eine gewisse Bereitschaft zu reisen sollte also auch vorhanden sein.

Neugier und ein gutes Allgemeinwissen sind außerdem wichtig für eine/n Journalisten/in, denn man muss sich ständig mit neuen Themen auseinander setzen. Zudem sollte man hartnäckig und durchsetzungsfähig sein, um nicht neben der Konkurrenz unterzugehen. Ebenfalls wichtig ist Durchhaltevermögen.

 

Viele Wege führen zum/r Journalisten/in

Ebenso wie es nicht das eine festgelegte Berufsbild eines/ Journalisten/in gibt, gibt es auch nicht nur eine Möglichkeit die Frage „ Wie wird man Journalist/in? “ zu beantworten, denn es gibt nicht nur einen Ausbildungsweg. Es gibt die Möglichkeit an einer Journalistenschule eine überbetriebliche Ausbildung zu absolvieren, an einer Hochschule zu studieren oder ein Volontariat zu absolvieren. Generell ist ein Studium für den Karriereweg sinnvoll, aber nicht immer eine Voraussetzung. Im Folgenden werden die Möglichkeiten genauer beleuchtet.

Auf die Frage „ Wie wird man Journalist/in? “ kann man antworten, dass das durch eine Ausbildung an einer Journalistenschule möglich ist. Diese Ausbildung geht ungefähr 1,5 bis 3 Jahre. Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass es sehr viele Interessenten für einen Platz an einer solchen Schule gibt, jedoch nur wenige Plätze zur Verfügung stehen. Daher gibt es eine harte Auswahl durch Bewerbungsschreiben, Tests, Gespräche oder Übungsarbeiten. Man sollte sich deshalb für mehrere Journalistenschulen gleichzeitig bewerben. Diese Journalistenschulen werden dafür in der Branche durchweg akzeptiert und respektiert. Eine Festanstellung hat man nach dem Abschluss aber trotzdem nicht sicher in der Tasche. Bei der Schulwahl sollte vor allem das fachliche Angebot eine Rolle spielen. Ebenfalls von Bedeutung können die Kosten der Ausbildung sein, denn einige der Ausbildungsgänge sind kostenpflichtig. Bei anderen bekommt man zwar ein monatliches Gehalt, welches aber meist sehr gering ausfällt, weshalb man sich über die Finanzierung der Lebenshaltungskosten Gedanken machen sollte.

Eine andere mögliche Antwort auf die Frage „ Wie wird man Journalist/in? “ ist ein Studium an einer Hochschule. Dabei ist ein Studium keine Voraussetzung für den Beruf, aber hilfreich. Was man konkret studieren sollte, um Journalist/in zu werden, ist dabei offen. Zum einen kann man Journalistik mit zum Teil verschiedenen Schwerpunkten studieren. Das ist aber nicht das einzige Fach, was möglich ist. Theoretisch ist es möglich, jedes Studienfach zu studieren, denn es muss auch über alle Themen berichtet werden. Viele Journalisten haben beispielsweise Geisteswissenschaften studiert. Studieren kann prinzipiell jeder, der die Hochschulreife erlangt hat. Manche Studiengänge sind allerdings mit dem Numerus Clausus zulassungsbeschränkt. Was genau das bedeutet erfahren Sie hier.

Eine dritte Möglichkeit die Frage „ Wie wird man Journalist/in? “ zu beantworten, ist das Volontariat. Das Volontariat ist eine spezielle Ausbildung bei der Presse, dem Rundfunk, Online-Redaktionen oder Agenturen und dauert 1 bis 1,5 Jahre. Dieses wird oft  vor oder nach einem Studium oder dem Besuch der Journalistenschule absolviert. Ca. 80 Prozent der Berufseinsteiger absolvieren ein solches Volontariat. Nach einem Volontariat ist aber keine Festanstellung garantiert. Oft bekommt man am Ende der Ausbildung Zeit- oder Pauschalverträge. Nur ein Drittel der Volontär/innen wird übernommen. Mindestanforderung für ein Volontariat ist meistens das Abitur. Wer hierüber nicht verfügt, muss dafür Berufserfahrung in einem erlernten Beruf nachweisen können. Auch hier gibt es wieder viele Bewerber für die angebotenen Plätze, weshalb man sich für mehrere Plätze bewerben sollte.

 

 

Fazit – Wie wird man Journalist/in?

Abschließend lässt sich also sagen, dass viele Wege zum Journalismus führen. Ob Journalistenschule, Studium oder Volontariat, alles ist möglich. Häufig ist es allerdings ratsam, zwei dieser Wege zu kombinieren, beispielsweise ein Studium und das Volontariat. Die Wahl des Studienfachs ist dabei frei. Ein Großteil der Volontär/innen hat im Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften studiert. Wichtig ist Praxiserfahrung zu sammeln und sich zu erproben. Dies ist auch in einem Praktikum oder als freier Mitarbeiter schon vor oder während dem Studium möglich. Denn ist man erst einmal Journalist/in, muss man sich gegen andere durchsetzen können, um Jobs zu bekommen. Hat man sich aber einen Namen gemacht und arbeitet als freie/r Journalist/in, kann man sich die Aufträge oft sogar aussuchen. Man sollte sich also für diesen Job wirklich begeistern, um erfolgreich zu sein.

 

 

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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