Das Berufsbild Pilot/in scheint für viele Menschen erstrebenswert. Die Freiheit über den Wolken zieht an und fasziniert. Aber wie wird man Pilot/in? Was sollte man für Fähigkeiten haben? Welche Möglichkeiten gibt es?

Das Berufsbild

Bevor wir der Frage „ Wie wird man Pilot/in? “ nachgehen, kommen wir zunächst zu dem Berufsbild eines/r Pilot/in. Berufspilot/innen haben eine große Verantwortung, egal ob sie in der zivilen Luftfahrt arbeiten oder aber beim Militär. Sie sind dafür zuständig, dass während des Fluges alles reibungslos verläuft und tragen damit auch die Verantwortung für andere Menschenleben. Sie sind also ein große/r Verantwortungsträger/in in ihrem täglichen Berufsleben. Dabei bleibt es nicht aus, dass auch brenzlige Situationen während des Fluges auftreten. In diesen muss der/die Pilot/in die Ruhe bewahren, die Kontrolle übernehmen und in kürzester Zeit die richtigen Entscheidungen treffen. Der Beruf ist deshalb nicht zu unterschätzen, denn er verlangt sowohl psychische, als auch physische Hochleistungen ab und ist oft stressig.

Vor Flugantritt gehört es für Pilot/innen dazu, alle nötigen Informationen einzuholen und zu kontrollieren. Hierzu gehören die Wetterdaten, die Flugunterlagen, sowie die Berechnung des benötigten Treibstoffs und der voraussichtlichen Flugzeit. Außerdem kontrollieren sie vor Flugantritt auch die Maschine von außen auf sichtbare Schäden und prüfen, ob im Cockpit alle Geräte funktionieren.

Im Cockpit selbst sind Pilot/innen von modernster Technologie umgeben, die sehr komplex ist. Das Cockpit ist quasi eine hoch technisierte Schaltzentrale aus Computern und Elektronik. Während des Fluges sind die Abläufe in einem großen Maße automatisiert, doch diese müssen trotzdem kontrolliert werden. Die Kommunikation mit dem Tower und auch dem/der Co-Pilot/in gehört während des Fluges auch zu den Aufgaben von Pilot/innen. Nach deren Angaben gilt es weitergehend, die Systeme entsprechend zu korrigieren. In genannten brenzligen Situationen müssen Berufspilot/innen allerdings die Kontrolle übernehmen und schnell Entscheidungen treffen.

Nach dem Flug muss dieser nachbearbeitet werden. Dazu gehört es auch die tatsächlichen Daten über Verbrauch und Flug zu archivieren. Pilot/innen sind somit nicht nur Verantwortungsträger/innen, sondern auch Entscheidungsträger/innen und Manager/innen.

Mögliche Arbeitsfelder für Pilot/innen sind dabei zum einen Fluggesellschaften im Linienflugverkehr, also der zivilen Luftfahrt. Außerdem können Pilot/innen aber auch bei Krankentransporten zum Einsatz kommen, ebenso wie in der Bundeswehr und auch in Flugschulen.

Weitergehend sollte man beachten, dass Pilot/innen natürlich viel unterwegs sind. Vor allem Pilot/innen in der zivilen Luftfahrt befinden sich häufig in verschiedenen Zeitzonen, was den Schlaf- und Biorhythmus stören und durcheinander bringen kann. Außerdem übernachten Pilot/innen häufig an dem Ort, an dem sie gerade gelandet sind und nicht zuhause, vor allem bei Langstreckenflügen. Auch die Arbeitszeiten sind deshalb oft unregelmäßig, mal beginnt man früh am Morgen, mal erst spät am Abend. Dieses viele unterwegs sein hat natürlich auch den Vorteil, dass man viele Orte der Welt bereist. Manchmal ist genug Zeit da, um sich die jeweiligen Städte, in denen man sich gerade befindet, ein wenig anzusehen. Das ist allerdings nicht immer der Fall, dann geht es vom Flughafen ins Hotel und von dort aus direkt wieder zum Flughafen.

Die Aufgaben und Tätigkeiten eines/r Pilot/in sind also vielfältig. Aber wie wird man Pilot/in?

Wie wird man Pilot/in?

Das sollte man mitbringen

Wenn man die Frage „ Wie wird man Pilot/in? “ beantworten möchte, sollte man sich zunächst die persönlichen Voraussetzungen, die ein/e Pilot/in mitbringen sollte, anschauen. Besonders wichtig ist es im Job eines/r Pilot/in, eine gute Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit zu besitzen. Außerdem ist auch Nervenstärke unerlässlich, um in brenzligen Situationen die Ruhe bewahren zu können und schnell richtige Entscheidungen treffen zu können. Deshalb gehört auch Entscheidungsfreudigkeit zu den Eigenschaften, die Pilot/innen mitbringen sollten. Darüber hinaus sollten Pilot/innen Genauigkeit mitbringen, ebenso wie Besonnenheit, Zuverlässigkeit und eine gute Auffassungsgabe. Auch Pünktlichkeit und Ehrlichkeit sind Dinge, die mitgebracht werden sollten, ebenso wie räumliches Vorstellungsvermögen.

Um gut mit einem oft wechselnden Team zusammen arbeiten zu können ist es außerdem wichtig, gute soziale Kompetenzen mitzubringen. Hierzu gehören Teamfähigkeit bzw. Teamgeist, aber auch eine gewisse Kritikfähigkeit und Durchsetzungsvermögen.

Als Pilot/in hat man, wie bereits beschrieben, im Cockpit mit einer Vielzahl technischer Geräte zu tun. Deshalb ist auch technisches Verständnis wichtig, um Pilot/in werden zu können, ebenso wie Interesse an Mathematik und Physik.

Weitergehend müssen angehende Pilot/innen körperlich fit sein und Ausdauervermögen besitzen. Aber auch eine gute psychische Verfassung ist für angehende Pilot/innen wichtig, sowie Mehrfach-Belastbarkeit.

Grundsätzlich gibt es keine gesetzlichen Mindestanforderungen bezüglich des erreichten Schulabschlusses. Bei viele Airlines ist allerdings die allgemeine Hochschulreife, also das Abitur, Pflicht. Außerdem sind (sehr) gute Deutsch- und Englischkenntnisse wichtig.

Der Ausbildungsweg

Um die Frage „ Wie wird man Pilot/in? “ abschließend zu beantworten, wird nun beleuchtet, welche Ausbildungswege es gibt, um dieses Ziel zu erreichen. Egal welche Möglichkeit man nutzt, um Pilot/in zu werden, am Anfang stehen in der Regel Eignungstests. Hierzu gehört auch eine medizinische Flugtauglichkeitsuntersuchung. Generell ist es so, dass die Ausbildung zum/zur Pilot/in 2 Jahre dauert. Diese kann bei der Bundeswehr, einer Flugschule oder auch einem privaten Flugunternehmen absolviert werden. Darüber hinaus gibt es auch noch das Studium Aviation Management and Piloting bzw. Luftfahrtsystemtechnik und -management (ILST). Dieses ermöglicht eine Pilotenausbildung und auch, gehobene Posten in der Luftfahrtindustrie zu übernehmen.

Weitergehend ist es allgemein so, dass es verschiedene Lizenzen gibt, die erworben werden könne. Bei der Berufs-Flugzeugführerlizenz (CPL-A) ist es so, dass man mit dieser kleinere Flugzeuge steuern darf, sowie Co-Pilot/in in größeren Flugzeugen sein darf. Wer die Verkehrs-Flugzeugführerlizenz (ATPL-A) erwirbt, darf hingegen große Passagier- und Frachtmaschinen als Kapitän/in, also als Hauptverantwortliche/r, steuern. Wer Hubschrauber fliegen möchte, muss die Berufs-Hubschrauberführerlizenz (CPL-H) erwerben. Darüber hinaus benötigt man für bestimmte Flugzeuge eine Musterberechtigung, die durch eine weitergehende Ausbildung speziell für den Flugzeugtyp erworben werden kann.

Der gängigste Weg, Pilot/in zu werden ist dabei die Ausbildung bei einer Airline. Hier benötigt man in der Regel die Allgemeine Hochschulreife. Außerdem sollte man (sehr) gute Mathe-, Englisch- und Physikkenntnisse mitbringen und vorweisen können. Um bei einer Airline die Ausbildung antreten zu können, müssen zunächst harte Eignungs- und Einstellungstests bestanden werden. Dabei werden Kenntnisse aus vielen verschiedenen Bereichen abgefragt, sowie die medizinische Eignung festgestellt. Eine gute Vorbereitung erhöht dabei die Chancen, diesen Test zu bestehen. Hat man diese Hürde genommen, besteht die Ausbildung aus Theorie und Praxis und dauert ca. 2 Jahre und ist anspruchsvoll. Es muss viel Stoff gelernt werden und auch die praktischen Flugstunden sind wichtig.

Ähnlich sieht es bei den privaten Flugschulen aus. Die Ausbildung orientiert sich an der von großen Airlines.

In jedem Fall ist die Ausbildung zum/zur Pilot/in kostspielig, egal ob sie privat oder bei einer Airline durchgeführt wird. Dessen sollte man sich bewusst sein und sich über Finanzierungsmöglichkeiten informieren.

Hat man die Ausbildung erfolgreich gemeistert und eine der Fluglizenzen erworben, kann man sich als Pilot/in bewerben. Dabei startet jede/r Pilot/in zunächst als Co-Pilot/in, auch wenn die ATPL-A Lizenz erworben wurde. Erst nach viel Berufserfahrung und vielen Flugstunden ist es möglich, zum/zur Kapitän/in aufzusteigen.

Fazit – Wie wird man Pilot/in?

Fragt man sich „ Wie wird man Pilot/in? “, so muss man also wissen, dass der Weg zum/ Pilot/in nicht leicht ist. In jedem Fall muss man mit höheren Kosten rechnen, die durch unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten gezahlt werden müssen/können. Wer die Ausbildung bei einer Airline absolviere möchte, muss außerdem hartes Auswahlverfahren überstehen. Die Ausbildung selbst dauert ungefähr 2 Jahre und beinhaltet theoretische und praktische Einheiten. Auch ein spezielles Studium ist denkbar, um Pilot/in werden zu können. Wer irgendwann große Maschinen als Hauptverantwortliche/r steuern möchte, muss die ATPL-A Lizenz erwerben. Wer nur kleinere Maschinen steuern möchte bzw. als Co-Pilot/in in größeren Maschinen tätig sein will, dem reicht die CPL-A Lizenz. Die Lizenz für Hubschrauber ist die CPL-H. Nach erfolgreicher Ausbildung starten Pilot/innen als Co-Pilot/innen. Mit entsprechender Lizenz ist es nach einigen Jahren möglich, zum/zur Kapitän/in aufzusteigen. Als Pilot/in übernimmt man dabei viel Verantwortung, muss Entscheidungen treffen, schnell reagieren können und ist eine Art Manager/in. Für viele ist der Job sehr erstrebenswert, doch auch die psychische und physische Belastung sollte nicht ungeachtet bleiben, wenn man sich für diesen Job interessiert. Außerdem ist ein Alternativplan sinnvoll, denn die Branche ist oft großen Schwankungen unterworfen.

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Über den Autor Alina Biermann

Alina Biermann unterstützt das Profiling Institut im Bereich der Pressearbeit und Social Media. In dem Blog setzt sie sich regelmäßig mit verschiedenen Themen aus den Bereichen Schule, Studium, Karriere und Bildung auseinander.

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